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Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit

Der erste Kontakt mit den Arkoniden, die Suche nach der Superintelligenz ES, der Kampf gegen die Meister der Insel, die mehrfachen Invasionen der Milchstraße durch Maahks, Laren, Überschwere und andere exotische Außerirdische, der Aufstieg der SOL, Perrys Naupaum-Odysee – und dann noch Sporenschiffe, Materiequellen und -senken, das Fernraumschiff Basis, die Posbis, “Old Man”, Bardioc… der “Erbe des Universums” hat mich jahrelang begleitet. Aber eigentlich geht’s in diesem Beitrag gar nicht um das Perry Rhodan Universum, sondern um Werbung aus den 70er Jahren – Ungeduldige scrollen gleich nach unten.

Wer Heftromanserien generell für Schund hält, hat natürlich recht, doch die Science-Fiction Ausnahme bestätigt die Regel und ich möchte bloß anmerken: meine Damen, meine Herrn, Perry Rhodan ist der längste Roman der Welt, halten wir momentan doch bei Band Nr. 2531. Das macht 48,6 Jahren oder knapp 160.000 Seiten. Im Gegensatz zu John Sinclair, Jerry Cotton und Co. sind PR-Romane nämlich keine abgeschlossenen Hefte: die Handlung geht immer weiter und ist grob in 2-Jahres Substories á 100 Hefte (sogenannte “Zyklen”) unterteilt. Als ich seinerzeit aktives Mitglied der Fancommunity war, mussten Leserbriefe noch zu Fuß verfasst werden, mittlerweile hat Perry auch einen Wohnsitz im Internet und kommt auf Wunsch sogar aufs iPhone.

Das Autorenteam, dem einige der begabtesten SF-Schreiber des deutschen Sprachraums angehören, verstand es von Beginn, aktuelle politische Entwicklungen in die Serie einfließen zu lassen, immer vor dem Hintergrund eines tolerant-liberalen Menschen- respektive Alien-Bildes. Die letzten Wochen haben ich interessehalber mal wieder rein gelesen: derzeit schlagen sich Perry und Konsorten gerade mit den Verwüstungen, die die “terminale Kolonne” in der Milchstraße hinterlassen hat, herum: Parallelen zur Post-WTC-Situation drängen sich unmittelbar auf. (Wir schreiben derzeit das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das entspricht anno domini 5050. Die Sache mit der Hauptpersonen-Lebensdauer haben die Autoren übrigens mit einem dramaturgischen Kniff gelöst: Perry und einige andere Hauptpersonen tragen Zellaktivatoren, die praktischerweise die natürlich Zellalterung verhindern.)

Grund für dieses Posting ist freilich nicht die aktuelle Handlung, sondern ein Heft aus den 70ern: der Tag, an dem ich im Alter von 10 oder 11 beim Versteckspielen im Hof eine fast komplette Rhodan-Sammlung von Band 150 bis 900 fand, war wie Weihnachten und Geburtstag zugleich. Das Interesse meiner Spielkameraden an den seltsamen Heften hielt sich zwar in engen Grenzen, aber sie halfen mir, den Container in Rekordzeit leerzuräumen. Mittlerweile sind die Hefte längst wieder am Altpapier gelandet, aber Nr. 505 “Im Schwarm gefangen” habe ich letztens beim Aufräumen gefunden:

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Linksammlung für Existenzgründer

2WID WebkatalogÜber den 2WID.net Webkatalog habe ich vor einigen Monaten im Rahmen einer trigami Rezension berichtet. Die diversen Zusatzfeatures haben mir damals sehr gut gefallen, vor kurzem stieß ich im Rahmen einer Recherche zum Thema Existenzgründung / Start-Up wieder auf die Seite und war ausgesprochen angetan von der geballten Information, die man mittlerweile in dieser Kategorie findet.

In zukünftigen datenschmutz Videopodcasts werde ich immer wieder mal aus dem Nähkästchen des Online-Entrepreneurs plaudern und den einen oder anderen Tipp, der sich meiner persönlichen Erfahrung nach bezahlt gemacht hat, mit Vergnügen weitergeben. Und bei der Suche nach dem diesbezüglichen deutschsprachigen Informationsangebot war ich erst mal sehr überrascht, wie verstreut die einzelnen relevanten Informationen sind: Existenzgründer und (Jung)Unternehmer suchen in der Regel Informationen über mögliche Rechtsformen, Startkapital-Beschaffung, grundlegende Informationen zur Organisation und meist auch Dienstleister zur Auslagerung bestimmter Tätigkeiten wie beispielsweise der Buchhaltung. Ein wirklich umfangreiches Portal habe ich nicht gefunden, ganz zu schweigen von den nationalen rechtlichen Unterschieden etwa zwischen .de, .at und .ch.

Die 2Wid Übersichtsseite zum Thema Existenzgründung bietet gegenüber einer Google-Recherche großen Mehrwert respektive Zeitersparnis: vor allem die umfangreiche Linksammlung zu Rechtsformen erleichtert die Grundsatz-Entscheidung. Allein zum Thema Personengesellschaft findet man 24 Einträge – saubere Crowdsourcing-Arbeit und für mich der Beweis, dass ein gut gepflegtes deutschsprachiges Verzeichnis mit Leichtigkeit mehr Fans gewinnen könnte als jeder Social Bookmarking Service.

Kategorie Existenzgründung
Ausschnitt aus der 2Wid-Kategorie “Existenzgründung”

Ebenfalls aus beruflichem Interesse habe ich dann noch einen Blick auf die Kategorie Onlinemarketing geworfen. Mit 32 Unterkategorien und 154 Einträge zu deutschsprachigen Bannermärkten, SEO-Ressourcen, Dienstleistern etc. überflügelt 2WID das dröge deutschsprachige DMOZ locker. Webdirectories sind keineswegs tot, gerade bei Nischenrecherchen ist diese Art der Zentralperspektive äußerst hilfreich. Und 2Wid ist meiner Meinung nach am besten Weg dazu, zum attraktivsten deutschsprachigen Webverzeichnis zu werden.

Ein Sack voller Tunes

tunesbaglogoMit Tunesbag teilt man die eigenen Musiksammlung so bequem wie nie zuvor: nach dem Upload der eigenen Tracks können diese mit Freunden problemlos getauscht werden, zusätzlich fungiert der Service als “Backup” für die eigene Musiksammlung. Die Idee ist grundsätzlich nicht neu – simfy und MusikMakesFriends bieten ähnliche Services an und besticht durch einige nette Zusatzfeatures. Derzeit befindet sich die Seite noch im geschlossenen Teststadium, ich hab aber 10 Einladungen zu vergeben.

Bach dem Upload der eigenen Tracks (browserbasiert oder via Upload-Software mit Winamp/iTunes Unterstützung) werden diese fortan Bestandteil der eigenen Bibliothek und lassen sich von jedem Rechner mit Internetzugang aus anhören. Und, das ist der Gag bei der Sache, auch mit den eigenen Kontakten sharen. So kommt man im Nu zu mehr Musik – allerdings stellt sich natürlich sofort die Frage nach der rechtlichen Zulässigkeit. Die beantwortet Tunesbag mit dem Verweis auf die Privatkopie: man in Playlisten organisieren und anhören, aber nicht herunterladen. (Und zwar nicht mal die eigenen – zumindest hab ich keine Option dazu gefunden; das macht die Seite als Backup-Service allerdings recht fragwürdig.)

Auf DRM-Unterstützung verzichtet die Seite komplett, dafür wurde eine Anbindung an die Facebook-API geschaffen: so lässt sich im Nu eruieren, welche der eigenen Facebook-Freude bereits Tunesbag-User geworden sind. Damit nicht genug der Mash-Up Fähigkeiten: Kommentare zu einzelnen Songs können direkt an Twitter gesendet werden, eine Anbindung ans eigenen Last.fm Profil sorgt für passende Vorschläge zum gerade gehörten Track. Auf netzwertig gibt’s einen recht ausführlichen Review.

Der Erfolg eines solchen Dienstes steht und fällt mir der Skalierbarkeit: sich als zentrale Musikbibliothek zu etablieren bedarf bei wachsender Usermenge einer gehörigen Portion juristischen “Glücks” und einem skalierbaren Konzept zur Kostendeckung: Gründer Hansjörg Posch will den Service gratis anbieten und die Traffic- bzw. Speicherplatzkosten via Werbung finanzieren. Die Anbindung an diverse Social Networks garantiert tatsächlich einen gewissen Mehrwert, die Zugänglichkeit der eigenen Sammlung von überall her klingt verlockend – in der grauen Vorzeit des Internet hat ja mp3.com weiland mal ein ähnliches Service unter dem Namen “My Music Locker” angeboten…

Die Bedienung der Seite geht flockig von der Hand, der Einsatz der modalen Layer-Fenster ist ebenso gut gelungen wie das Design und der Pop-Up Player. Was mir fehlt ist die Download-Funktion für die eigenen Tracks und eine Möglichkeit der Beschlagwortung. Fraglich ist auch, wie Jörg auf Dauer dem Problem des “Duplicate Content” begegnen will: die hochgeladenen Tracks der einzelnen User sind mit Sicherheit nicht durchgehend mit korrekten ID3-Tags versehen. Zu guter Letzt bleibt noch die Frage nach der Soundqualität: an ein 320er mp3 auf einer guten Soundkarte und einer ordentlichen Anlage kommt das Streaming natürlich nicht ran. Trotzdem ein netter Service für unterwegs und eine mehr als elegante Gelegenheit, in den Genuss neuer Beats zu kommen.

10 Einladungen für tunesbag zu vergeben

Wer sich das ganze Mal live zu Gemüte führen möchte, sagt einfach via Kommentar Bescheid – first come, first serve: 10 Einladungen kann ich verschicken.

Am Longboard quer durch China

longboardDer Name verrät es bereits: im Gegensatz zum wendigen Skateboard ist das Longboard ein Beförderungsmittel für weite Strecken, sozusagen die Concorde unter den Brettern auf Rollen. Wer das nicht glauben kann, sollte 14degrees.org, der Homepage von Rob Thomson, einen Besuch abstatten: der hat nämlich schon mal die Welt am Fahrrad umrundet und zischt nun auf seinem Longboard quer durch die Volksrepublik; Tibet wird er wohl auslassen, nehm ich an – bekanntlich eigenen sich Longboards ja nicht so besonders für steinige, steile Hochgebirgsstrassen.

Auf youtube gibt’s die gesamte Videosammlung – Rob hat mittlerweile erstaunliches Talent dabei entwickelt, sich selbst während des Longboardens zu filmen, wie das neueste Update, hochgeladen vor zwei Tagen, beweist. [Wie die meisten kewlen Vids in letzter Zeit hab ich auch dieses von Ulrich bekommen, der noch immer kein Blog schreibt.]

YouTube Preview Image

Blogvorstellung: Hypebot

hypebotEnglischsprachige Blogs mit zweifelhaften Download-Angeboten sind dick gesät, und auch so manches netlabel unterrichtet die Netzöffentlichkeit regelmäßig von den eigenen Vorhaben. Wirklich rar allerdings sind top-aktuelle, gut recherchierte und aufbereitete News über das Musikbusiness als solches. Aber glücklicherweise gibt’s ja den Hypebot.

Die Tagline music. technology. the new music business beschreibt die Mission sehr treffend: ob Majorlabel oder Web 2.0 Unternehmen: Hypebot weiß Bescheid. Spannende Marktanalysen wie The Amazon Effect, Briefings und Roundups machen das Blog für Branchenangehörige zur Pflichtlektüre und lassen interessierte Hörer, die sich schon lange auf die DRM-freie Zukunft und mehr Vielfalt im Musikbiz freuen, immer wieder zufrieden schmunzeln.

Leider bietet das auf Typepad-Blog zwar eine Kategorienavigation, aber kein Archiv an, aber dafür gibt’ glücklicherweise eine Suchfunktion. Ebenfalls unbedingt einen Klick wert: die Hypebot-Linksammlung mit Music 2.0 Ressources: grandiose Tipp- und Tricksammlung für alle potentiellen net-Artists und Labelgründer, die über Online-Promotion und Vertriebsmodell nachdenken.


Wie immer gilt: wer selbst mit seinem Blog in dieser Serie vorgestellt werden möchte, die/der sagt einfach via Kommentar Bescheid.

30 T-Shirts für 1 Blogger

source“Aber so viele Leiberl kann man doch gar nicht übereinander anziehen”, mag manche/r einwenden. Das in der Tat nicht, aber bei der aktuellen Blog-Aktion des Werbeartikel-Produzenten Source geht’s auch weniger um die eigene Bekleidsamkeit als vielmehr um die Schaffung zusätzlicher Offline-Werbeflächen: ein glückliche/r BloggerIn bekommt 30 Shirts mit Wunschaufdruck für lau.

“Die Welt als T-Shirt” nannte der Schweizer Kunsthistori- und Medientheoretiker Beat Wyss eines seiner Bücher, und auch wenn er damit nicht direkt Werbepräsente meinte: die Effizienz von Offline First-World Präsenzen ist nicht zu unterschätzen. Ob Feuerzeug, Sticker oder Keychain, kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern auch in Erinnerung. In meiner Blogtippsammlung hab ich die Relevanz von Offline-Präsenz natürlich erwähnt, allerdings unterscheiden sich non-virtuelle und digitale Realität in einem Punkt ganz wesentlich. Während im Netz Zeit und eigene Arbeit die wertvollsten Ressourcen sind, fallen für die Produktion von Offline-Werbemitteln immer ganz beträchtliche Kosten an, zumindest im Kontext semi-privater Blogs. Sparefrohs müssen für die Chance auf die erwähnten 30 Gratis-Shirts nix weiter tun, als einen Hinweis auf die Win your blog shirt”>Win your blog shirt! Aktion zu posten, um an der Verlosung teilzunehmen:

Der Gewinner darf sich sein eigenes Werbe-T-Shirt für seinen Blog frei nach seinen Vorstellungen entwerfen, welches wir ihm dann in einer Auflage von 30 Stück produzieren lassen. […] Bedingungen zur Teilnahme sind lediglich, dass Sie diese Gewinn-Aktion durch einen Beitrag in Ihrem Blog populär machen. Um Ihre Teilnahme zu bestätigen, müssen Sie uns einen Trackback senden.

Wer mehrere Domains besitzt, kann auch gerne von mehreren Domains verlinken und seine Gewinn-Chance dadurch erhöhen. Die Aktion läuft vom 1.1. 2008 bis zum 1.3.2008 genau 2 Monate. Ausgelost wird hinterher im klassischen Sinne: Jede Blog URL, welche hier mit einem Trackback erscheint, wird auf ein Los geschrieben, in einen Topf geworfen, gemischt und blind gezogen.

Diese Systematik kommt mir doch von irgendwoher bekannt vor :-) Jedenfalls wüsste ich ganz genau, was ich mit meinen dreißig datenschmutz-Shirts anfangen würde: ich wollte schon immer mal eine olympische Walking-Mannschaft komplett ausstatten, die sind nämlich immer unglaublich lange im Bild.

Die dateschmutzerischen Werbeartikel-Bedürfnisse hab ich bislang via Vistaprint abgedeckt. Mit den dort verkauften H-Nes Shirts war ich ebenso zufrieden wie mit den Visitenkarten und meinen datenschmutz Post-Its. Die Auswahl an bedruckbaren Artikeln ist bei Source allerdings wirklich beeindruckend und reicht vom Trinkbecher mit integriertem Erste-Hilfe-Set bis zum customized Energy Drink. Die Preise halten sich dabei im teils erstaunlich engen Rahmen. Ich wollte schon immer ein gebrandetes datenschmutz Espresso-Set verschenken: das kostet gerade mal EUR 12,75, allerdings liegt die Mindestabnahmemenge der meisten Artikel bei rund 50 Stück. Wer also nur mal auf die Schnelle 3 Shirts mit dem eigenen Bloglogo braucht, ist bei Vistaprint wohl besser aufgehoben. Sobald das geplante Bestellvolumen allerdings eine gewisse Menge erreicht, ist der Sourceshop auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

33 Tipps für mehr Blog-Erfolg

blogerfolgEin neues Blogosphärenjahr hat begonnen – und spätestens seit Tex Rubinowitz “Listen, die die Welt bedeuten” (Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen) hat das gute alte Aufzählungsformat-Format wieder immens an Kultstatus zugelegt. Also höchste Zeit für eine weitere bedeutungsvolle Liste, die allerdings ganz und gar ernst gemeint ist. datenschmutz presents: 33 Tipps für mehr Blogtraffic. Von SEO über Plugin-Tipps bis Viral Marketing – da sollte für jede/n BloggerIn was Passendes dabei sein.

Eine Bitte vorweg: wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, dann wär ein nettes Dankeschön zum Beispiel, vom Link “Feed abonnieren, Beitrag emailen oder bookmarken…” direkt unter dem Artikel Gebrauch zu machen und den Beitrag bei Digg, SEOigg, Yigg, Webnews, Del.icio.us oder ihrem Lieblings-Social Bookmark Dienst abzuspeichern. Dankeschön!

Die Reihenfolge der Tipps soll keinerlei Wertung implizieren – ich habe einfach zusammengeschrieben, was ich aus persönlicher Erfahrung für deutschsprachige Blogs als sinnvolle Maßnahmen erachte. In diesem Sinne wünsche ich allen “alten” Bloggern ein erfolgreiches ein erfolgreiches Jahr und den Neueinsteigern 2008 einen guten Start! Ältere Hasen werden die meisten Tipps bereits kennen, aber die eine oder andere bisher unter dem Fokus der Wahrnehmung gebliebene Perle könnte ja doch dabei sein – oder fehlen, und in diesem Fall bitte ich um Ergänzung, denn: idealerweise sollte diese Liste im Laufe des Jahres erweitert werden und irgendwann vielleicht auf 66 oder gar 99 Tipps anwachsen – daher freue ich mich über Ergänzungen und/oder Berichtigungen in den Kommentaren oder via Kontaktformular. Zusätzliche Tipps werde ich natürlich ausprobieren und in die Sammlung aufnehmen, außerdem möchte ich zu diesem Thema weitere Artikel veröffentlichen.

Eine technische Anmerkung: die diversen Plugin-Tipps gelten immer für WordPress-User; für Serendipity und Co. existieren vermutlich ähnliche Lösungen.

  1. Social Bookmark Sites sind nicht zu unterschätzen: neue Domains bzw. Blogs sollten dort unbedingt eingetragen werden, wichtige und traffic-versprechende Einzelbeiträge ebenfalls. Einen guten Ausgangspunkt für die Auswahl der relevanten Services für das englischsprachige Internet liefert der Beitrag 20 Top Social Bookmarking Sites. deutschsprachige Blogger sollten auf jeden Fall Yigg.de, Mister Wong und Webnews zusätzlich berücksichtigen.
  2. Ein im Template integrierter del.icio.us Button ermuntert die Besucher, das Blog dort abzuspeichern. Bei deutschsprachigen Seiten kommen auch Wong und Yigg Buttons in Frage – das Share This Plugin hat sich dafür hervorragend bewährt.
  3. Technorati und FeedBurner sind die “großen zwei” beim Thema Blog-Syndizierung. Registrieren Sie sich auf Technorati, um Ihr Blog zu “claimen” und wählen Sie passende Keywords und eine gut überlegte Beschreibung aus. Ihren Feed sollten Sie bei Feedburner eintragen, um von den diversen Statistik-Features und Komfortfunktionen Gebrauch machen zu können. Dazu empfiehlt sich auch der Einsatz des FeedBurner FeedSmith Plugins, das alle Feedzugriffe auf FB umleitet.
  4. Auch wenn myspace am absteigenden Ast ist: Legen Sie trotzdem einen myspace-Account an, der einzig und allein dazu dient, Ihre Seite zu promoten, und füllen Sie Profil mit einem kurzen Text und Backlinks mit den passenden Keywords auf. Im einfachsten Fall könnte so ein Profil etwa so aussehen.
  5. Noch besser: registrieren Sie bei Facebook eine Page mit dem Namen Ihres Blogs. WordPress-User können alle Beiträge komfortabel und automatisch mittels des Wordbook Plugins einbinden. Eine solche Page könnte etwa so aussehen.
  6. Die Zeit der Linkkataloge ist endgültig vorüber – außer einem möglichen Spam-Malus bringen automatisierte Suchmaschineneinträge rein gar nichts mehr. Wesentlich empfehlenswerter sind da schon Eintragungen in sogenannte Artikelverzeichnisse: der Einreicher stellt einen eigenes verfassten Text zur Verfügung, in dem er seine Links platzieren darf. Fast fünfhundert einzeln bewertete, suchmaschinenfreundliche und fast ausschließlich englischsprachige Verzeichnisse finden Webmaster mit viel Zeit bei Vilesilencer.
    Empfehlenswerte Adressen für deutschsprachige Seiten sind unter anderem:
    www.artikel4free.com/
    www.wickedpedia.de
    www.artikelverzeichnis.at
    www.torzumweb.de
    www.artikelmix.de/
    www.web-artikel.de
    www.helloarticle.com
    www.2on2.info
  7. Ebenfalls immer gut für einen schnelle Link zwischendurch: das Gratis-Anzeigenverzeichnis Gumtree. Bringt auf die Schnell ein wenig Linkjuice, allerdings müssen die Anzeigen regelmäßig erneuert werden, da die Laufzeit begrenzt ist.
  8. Erstellen Sie unbedingt eine angepasste 404er Seite, sodass Besucher nicht bloß ein lakonisches “Seite existiert nicht” bekommen, sondern zum Beispiel eine Suchmaske. Auf datenschmutz sieht die 404er Seite soaus – WordPress User erstellen einfach eine Layout-Datei mit den Namen 404.php und platzieren diese im Ordner des aktuellen Templates.
  9. Posten Sie manchmal in Foren? Dann sollten Sie sich angewöhnen, den Link zu Ihrem Blog in die Signatur mit aufzunehmen – und dazu gleich die wichtigsten Schlagwörter.
  10. Nicht auf die Räccthschraybkorectuur vergessen! Ein gelegentlicher Tippfehler stört niemanden, aber aus vielen Vertippern werden allzu leicht sinnstörende Fehler. Gewöhnen Sie sich an, vor der Veröffentlichung jeden Text mit einem Rechtschreibprogramm zu überprüfen – gegenüber eigenen Vertippern sind die meisten Schreiben (including me) völlig betriebsblind.
  11. Testen Sie Ihre Seite nicht nur in einem Browser, sondern werfen Sie mindesten mit Firefox, IE und Opera einen Blick drauf – viele Blogger haben sich schon gewundert, warum denn niemand außer Ihnen selbst den schönen neuen Sidebar sieht…
  12. Reichen Sie Ihre Seite beim Open Directory DMOZ ein. Das dauert zwar eine Weile, zahlt sich aber definitiv aus. (Außer Sie betreiben ein deutschsprachiges Blog zum Thema Design. Dann geht’s recht flott mit der Eintragung, für diese Unterkategorie bin editorisch nämlich ich zuständig.)
  13. Benutzen Sie den Validator des W3 Konsortiums, um Ihren Template-Code auf allfällige Formattierungsfehler zu untersuchen. Valider, fehlerfreier HTML-Code sollte ein Muss für jeden Webmaster sein.
  14. Erstellen Sie eine XML-Sitemap und legen Sie ein Google-Webmaster Konto an – dort reichen Sie die Adresse Ihrer Sitemap ein: dies beschleunigt die Indizierung ungemein. Für WordPress gibt’s ein Plugin, das diese Aufgabe automatisiert.
  15. Recherchieren Sie, welche Blogs über ähnliche Themen berichten – besuchen Sie diese regelmäßig und beteiligen Sie sich mit sinnvollen Beiträgen an Diskussionen und hinterlassen Sie dabei Ihren Link. Niemand mag Spammer, aber so gut wie jeder Blogger freut sich über “echte” Kommentare zu seinen Artikeln.
  16. Verzichten Sie auf proprietäre Technologie wie ActiveX oder Java – ein Stammpublikum aufzubauen ist schwierig genug, und es gibt keinen Grund, die potentielle Leserschaft künstlich durch technische Hürden einzuschränken.
  17. Falls Sie Downloads anbieten (Videos, mp3s etc.), verwenden Sie verbreitete, herstellerunabhängige Formate. (Also besser mp3 als wma oder quicktime. Und vergewissern Sie sich unbedingt, dass Sie auch alle Rechte am angebotenen Material haben – sonst folgt womöglich ein böses Erwachen.)
  18. Achten Sie auf “sprechende” URLs – weder Google noch menschliche Besucher mögen kryptische Zahlenkombinationen. WordPress beherrscht htaccess URL-Rewriting, das in den Optionen aktiviert werden kann. (Menüpunkt: Einstellungen – Permalinks)
  19. Starten Sie gemeinsame Aktionen mit anderen Bloggern – gegenseitige “Gastbeiträge” oder die Teilnahme an Karnevals sind immer zu empfehlen.
  20. Beginnen Sie, an Wikipedia-Artikeln mitzuarbeiten, die Ihr Fachgebiet betreffen. Und falls Sie Links zu Ihrer eigenen Seite einschmuggeln wollen, dann achten Sie darauf, dass es sich um relevante Informationen handelt, sonst werden nachfolgende Editoren Ihr Machwerk ganz schnell wieder entfernen. Theoretisch erlaubt Wikipedia zwar keine Links auf Blogbeiträge, die Praxis sieht allerdings recht anders aus. Und nofollow hin oder her: viele Bewertungsservices vergeben für Wikipedia-Links einen Bonus.
  21. Falls Sie Wettbewerbe oder Gewinnspiele veranstalten, dann wählen Sie ein Thema, das gerade stark in den Medien präsent ist – der beste Moment für die Verlosung eines Madonna-Albums ist genau dann, gekommen wenn alle Medien über selbiges berichten. Old School Buzz Generation eben.
  22. Achten Sie auf Ihre Metatags! Für WordPress existieren hervorragende Plugins, die jedem Posting geeignete Metatags verpassen und auch mit bestehenden Tagging-Lösungen harmonieren – ich bin diesbezüglich ein Fan von wpseo.
  23. Halten Sie stets Ausschau nach günstigen Offline-Werbemöglichkeiten: vom Sponsoring des lokalen Fußballvereins für ein Banner am Übungsplatz über Sticker, Auto-Lackierungen und ungewöhnlichen Werbepartnern wie etwa kostenlose Browsergames, bietet sich eine große Bandbreite an Werbemöglichkeiten abseits gewohnter Kanäle an. Wer unkonventionell denkt, der findet immer wieder äußerst kosteneffektive und kontaktintensive Werbemöglichkeiten.
  24. Überprüfen Sie Ihr Blog regelmäßig mit SEO-Tools, um Schwächen und Stärken zu erkennen. Für einen ersten Überblick hat sich im deutschsprachigen Raum Seitwert.de” gut bewährt.
  25. Erstellen Sie eine Favicon-Datei. Dazu wandeln Sie Ihr Logo in ein 16×16 Pixel Grafikfile namens favicon.ico und laden dieses ins Rootverzeichnis. Die Grafik wird anschließend von modernen Browsern in der Adresszeile angezeigt und mitgespeichert, wenn ein User Ihre Seite als Bookmark speichert. Ausführliche Informationen dazu hat die Wikipedia.
  26. Veröffentlichen Sie ab und an sogenannte “Linkbait”-Beiträge, also interessante Inhalte, auf die viele andere Blogger verlinken. Gut eigenen sich dazu etwa Listen wie “33 Tipps für mehr Blog-Erfolg” :mrgreen:
  27. Wenn Sie über ein Werbebudget verfügen, geben Sie Pay-per-Click Modellen den Vorzug. View-basierte Bannerwerbung hat meist schlechte Conversions und empfiehlt sich eigentlich nur für Imagekampagnen.
  28. Wenn Ihre Seite technisch einwandfrei aufgebaut ist und Sie einige der oben stehenden Tipps beherzigen, dann werden Sie garantiert von Suchmaschinen gefunden; verzichten Sie also auf bezahlte “Eintragungsservices” – es handelt sich um bloße Geldverschwendung.
  29. Achten Sie beim Layout (egal ob selbsterstelltes oder gefundenes Template) auf saubere Dokumentenstruktur: das Layout sollte in CSS erfolgen, Hauptüberschriften mit h1 formatiert sein etc. Das gewährleistet zugleich Suchmaschinentauglichkeit und ist ein wichtiger Teil der Barrierefreiheit von Websites.
  30. Antworten Sie auf Kontaktanfragen zügig – niemand wartet gerne mehrere Tage auf eine E-Mail Antwort. Wenn das zwischenzeitlich nicht möglich ist, richten Sie zumindest einen Autoresponder ein.
  31. Achten Sie auf die regelmäßige Veröffentlichung neuer Texte. Ein ständiger Flow an neuen Beiträgen ist viel effektiver als alle paar Wochen 10 Texte auf einmal zu veröffentlichen.
  32. Seien Sie keinesfalls geizig mit Links zu anderen Seiten. Die Blogosphäre lebt von der gegenseitigen Verlinkung, aber irgendjemand muss mal damit anfangen.
  33. Letzter, wichtigster und vermutlich am schwierigsten umzusetzender Tipp: Werden Sie zur führenden Internet-Autorität auf Ihrem Gebiet! Dann klappt’s garantiert auch mit dem Traffic :mrgreen:

So, das wär’s fürs erste mit den 33 Tipps. Über Ergänzungen freue ich mich und wie eingangs angekündigt, wird die Sammlung im Lauf der Zeit noch anwachsen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche maximalen Erfolg mit allen eigenen Blogprojekten. :mrgreen:


Bildnachweise:
Titelfoto: rhys400d, Itchen Bridge Side View HDR
Some rights reserved. | Quelle: www.piqs.de

Online-Museum: Von Fässern und Kisten

logoMittlerweile existieren zahllose [Kunst]Sammlungen im Internet, je nach thematischem Fokus ihres Intendanten mehr oder weniger ernst gemeint. Armin Wagner konzentriert sich ganz auf digitale Kisten und Fässer, die ja bekanntlich unverzichtbare Bestandteile (fast jeden) Computerspiels sind. Crates and Barrels nennt sich die Seite, User haben selbst die Möglichkeit, Bilder hochzuladen.

barrelDaher hat die Sammlung inzwischen ausreichende Größe für diverse Vergleichsstudien erreicht: vom “Wandel des Fasses im Computerspiel” bis zu “Eine Vergleichsstudie virtueller Kisten” liefert die Seite Rohmaterial für ein ganzes Dutzend Forschungsvorhaben. Ob vergleichende oder historische Studien: die wunderbar begrenzt wandelbare Welt der Kisten und Fässer steckt definitiv nicht voller Überraschungen – der geneigte Besucher findet vielmehr einen Ort der Stabilität vor, mitten in einer sich rasch wandelnden Medienrealität :cool:

crateUnd es sind durchaus nicht nur Castle W., Doom und Ballerspiel-Konsorten, in denen die strategisch so wichtigen – und je nach Game statischen oder “explodierbaren” Gegenstände – eine zentrale Rolle spielen: von Donkey Kong über Command and Conquer bis zu Lord of the Rings, Fässer und Kisten befinden sich an jedem möglichen und unmöglichen Ort. Kein Wunder, zumal die beiden Level-Inventarbestandteile dank ihrer Annäherung an die idealtypischen Formen Zylinder bzw. Quader keinen 3D Designer vor unlösbare Aufgaben stellen. Also keine Angst vor totaler Musealisierung: Crates and Barrels are here to stay!

A-Muse-Ment: Museale Bildschirmschonerei

Von 18. bis 22. August tagte die Internationale Museumsvereinigung ICOM in Wien. polygon gestaltete in Zusammenarbeit mit dem Kupferstichkabinett in der Akademie der bildenden Künste die Lounge-Inszenierung “Meet the Muse”.

Hunderte Vertreter von Museen aus aller Welt und ein dichtgedrängtes Programm: da bot sich natürlich die Gestaltung eines “Lounge-Bereiches” an, der einerseits als kommunikativer Treffpunkt fungierte, und andererseits die österreichische Museenlandschaft durch zwei Installationen vorstellte:

Zwei Installationen lenken den Blick der Besucher. Sie ermöglichen einerseits raumgreifend einen schnellen, digitalen Rausch der Bilder, andererseits auch ruhige, ganz individuelle Einblicke. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Museen ergänzen einander und verleiten unaufdringlich zur Frage nach ihrem eigentlichen Wesen. Sie zeigen auch, welchen Blick die beteiligten Museen auf sich selbst haben. Die Organisatoren, das Kupferstichkabinett der Akademie und der Verein Polygon sorgen dafür, dass die Aula ganz im Zeichen des Amüsements steht. Ledersofas statt Rednerpulte sowie ein Rahmenprogramm mit Lounge, Bar und DJs schaffen die richtige Atmosphäre für einen abendlichen Kuss der Muse. Die gezeigte Sammlung existiert in dieser Form nirgends sonst in Österreich.

Teil der Installation waren Visuals mit Einzelobjekten aus den diversen Museumsbeständen. Ich hatte das Vergnügen, die betreffende Dia-Show zu gestalten, und seit gestern gibt’s auf der Polygon-Homepage den ICOM 2007 Bildschirmschoner für Windows zum Gratis-Download – und zwar in zwei Varianten, einmal mit fixer Abfolge und einmal randomized. Hier die Links zu den Zip-Files:

ICOM Screensaver “fixed”
ICOM Screensaver “Random”

Den Bildschirmschoner hab ich zusammengebastelt, wer sich für die österreichische Museenlandschaft interessiert, findet hier eine Alternative piktoriale Alternative zu Windows-Bordmitteln… Kunst am Arbeitsplatz, sozusagen :-)

Installationsanleitung:
Icom-2007 ist ein Bildschirmschoner für Windows 98, XP und Vista. Um den Screensaver zu verwenden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen aus dem Kontextmenü “Speichern unter”. Im zip-File befindet sich eine *.exe-Datei, die Sie mit einem Doppelklick starten. Anschließend können Sie “Play” wählen, um eine Voransicht des Bildschirmschoners zu stehen oder “install”, um Icom-2007 als Ihren Standard-Bildschirmschoner einzurichten.

Die Gesamtliste der Museen, die an unserer Aktion teilgenommen haben, ist übrigens ganz schön lang geworden:

Ägyptisch-Orientalische Sammlung KHM – Albertina – Automobil- und Motorradmuseum Austria – AZW – Belvedere – Bergbauernmuseum “z’Bach” in der Wildschönau/ Tirol – Bergbaumuseum Leogang – BIOS Nationalparkmuseum Malnitz – Burgen & Schlösser Salzburg – Das Andere Heimatmuseum BauStelle Schloss Lind – Diözesanmuseum Graz – Dommuseum Wien – Essl Museum – Esterhazy Privatstiftung – Filmmuseum – Fotosammlung Österreichisches Museum für Volkskunde – Gauermannmuseum – Geldmuseum – Gemäldegalerie Akademie – Gemäldegalerie und Hofjagd- und Rüstkammer KHM – Generali Foundation – Gironcoli-Museum, St. Johnn – Glasmuseum Lobmeyer – Glockenmuseum – Graphische Sammlung Stift Göttweig – Haus der Natur – Heeresgeschichtliches Museum – inatura – Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege Archiv für Baukunst – Architektur und – Ingenieurkunst – Kärntner Freilichtmuseum Maria Saal – Karrikaturmuseum – Keramikmuseum Scheibbs, NÖ – Kriminalmuseum Graz – Kristallwelten Wattens – Kulturabteilung der Stadt Wien Referat Bildende Kunst – Museum auf Abruf – Kultur-und Museumsverein 7 Mühlen – Kunstgarten – Kunsthalle Wien – KunstHaus Wien – Kunstkammer KHM – Kupferstichkabinett – Landesmuseum Burgenland – Leopold – MUMOK – Museen der Österreichischen Nationalbibliothek – museum der moderne, salzburg – Museum für Baukultur Neutal – Museum im Stift Admont – Museum Joanneum – Museum Orth – Museum von Abgüssen und Originalsammlung an der Leopold-Franzens-Universität in – Innsbruck – Musikinstrumentemuseum – Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg, OÖ – MZM Museumszentrum Mistelbach – Narrenturm – Naturhistorisches Museum Wien – Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum – NÖ Landesmuseum – Ostarrichi-Kulturhof Neuhofen/Ybbs – Österreichischen Forstmuseum in Großreifling – Robert-Musil-Literatur-Museum – Salzburg Museum – Salzburger Barockmuseum – Sammlung alter Musikinstrumente, Kunsthistorisches Museum Wien – Schattenburg Museum Feldkirch – Schloss Artstetten – Schlossmuseum Loosdorf – Schlossmuseum Peuerbach – Sigmund Freud Museum – Stadtmuseen Wels – Stadtmuseum Bad Ischl – Stadtmuseum Schladming und Nickelmuseum – Stadtmuseums Wels – Stift Klosterneuburg – Styrassic Park – Theatermuseum – thecrystalweb – Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum – TMW – Wagenburg KHM – WAGNER:WERK Museum Postsparkasse – WEINSTADTmuseums Krems – Zeitreise Heldenberg – Zisterzienserstift Rein – Zoom – Universitäts Sammlungen: Astronomisches Museum/Sternwarte / Botanischer Garten / – Ur- und Frühgeschichte / Numismatik / Musikwissenschaft / Herbarium / Fakultät für Physik / Archäologie / Pharmakognosie / Mineralogie/Kristallographie / Zoologie / Paläontologie – Museum für Völkerkunde: Nord- und Mittelamerika

Blogger’s Choice Awards: Abstimmen bis 10. November

Über die Bloggers Choise Awards bin ich durch ein Posting bei Shoemoney gestoßen – normalerweise sind diese US-Votings für “fremdsprachige Blogs” nicht zugänglich, aber es gibt eine “Exoten”-Kategorie Foreign Language Blog, derzeit mit Brasilien und der Türkei in deutlichen Favoritenrollen.
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Gratistours gibt Klimatipps für den Alltag

Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

gratistoursGratistours.com waren schon einmal im Zuge der Firmendependance in Second Life zu Gast auf datenschmutz. Diesmal geht’s um die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com, ein Maßnahmenbündel zur Entlastung der Umwelt. Reisen und Umweltschutz sind Themen, eng zusammenhängen: einerseits trägt steigende (Freizeit)Mobilität zur Verschmutzung der Atmosphäre durch alle Arten von Verbrennungsmotoren bei, andererseits lernen viele Stadtbewohner erst auf Reisen den Reiz intakter Umwelten kennen. Aber nicht nur im Hotel- und Tourismusbereich liegen gewaltige Einsparungspotentiale, auch im eigenen Alltag kann jeder zu ein bisschen weniger Energieverbrauch beitragen.
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Karneval der Blogziele: die TeilnehmerInnenListe

Pünktlich wie angekündigt hat Yannick die Liste aller teilnehmenden Blogs online gestellt mit der Aufforderung, diese als Teil der eigenen Pamphletsammlung zu veröffentlichen, was ich hiermit gerne tue.

Im Vorfeld gab’s ja einige Diskussion über die “Zulässigkeit” der Verbreitung solcher Gesamt-Teilnehmerlisten – aber was soll’s: das gehört zu einem Karneval dazu, außerdem sind da alle alle Erwachsenen immer leicht angetrunken und nehmen die Spielregeln nicht gaaanz so genau. Wie auch immer: hier die über 50 KarnevalistInnen:

Chiloo – die Online-Projekt Gallerie

chilooChiloo aggregiert die Aggregatoren: User stellen hier ihre eigenen Projekt-Gallerie zusammen, von der myspace-Seite über’s eigene Blog bis zum FlickR-Feed und/oder Lieblingsfoto: sozusagen eine Zentralperspektive auf die persönliche Web 2.0 Spurensammlung.

Den alten Marketingtraum von der eindeutigen Online-Identität und lückenlosem Kundentracking hat die postmoderne Philosophie bereits vor Jahren theoretisch zerlegt, und in der Tat: online switchen viele stündlich zwischen DJ-Profil auf Myspace, Job-Realität auf Xing und Galleristendasein auf FlickR. Chiloo verwaltet die verschiedenen Projekte und fungiert sozusagen als Meta-Vernetzungstool und virtueller Showroom:

  • Du kannst alle Deine Projekte auf einem Blick präsentieren
  • Erhöhe die Besucherzahlen auf Deinen Projekten
  • Knüpfe interessante Kontakte zu anderen Projektbesitzern
  • Zeig Dein Profil potentiellen Arbeit- und Auftraggebern
  • Lass über Deine Internetprojekte abstimmen
  • Nutze das Feedback anderer Mitglieder, um Deine Internetprojekte zu optimieren

Derzeit sind die grundlegenden Funktionen implementiert, eigene Konten und Projekte können angelegt werden, allerdings gelten noch ein paar Einschränkungen: User- und Projektprofile bekommen erst in den nächsten Tagen eindeutige URLs, sodass man zB von seinem Blog auf die Projektübersicht verlinken kann. Standardmäßig kann jeder User nach der Registrierung derzeit nur zwei Projekte anlegen, dieses Limit lässt sich allerdings via Mail an den flinken Support jederzeit raufschrauben. Florian, der Betreiber des Projekts, wird in den nächsten Tagen ein begleitendes Weblog online stellen und darin laufend über die Chiloo-Weiterentwicklung berichten.

Mir gefällt die Plattform sehr gut – das angenehm dezent-funktionale Design und die typische Web 2.0 Kategorisierung “Tagging” schaffen Übersicht, die Auswahl der erfassten Paramter macht hochgradig Sinn und ich gehe davon aus, dass da in nächster Zeit noch einiges passieren wird. Sobald’s die eindeutigen URLs gibt, verlinke ich natürlich auf meine Chiloo-Kollektion; einstweilen funktioniert das über die User-Suche:
ritchie auf chiloo.com

Plugin-Karnival: Ein Resumee und eine Liste

karnevalMit ausgesprochen hoher Beteiligung ging Michael Wöhrers Blog-In Plugin-Karneval der beliebtesten Blogger-Helferlein zu Ende. An der perfekten Mischung aus Insider-Knowledge-Base und Backlink-Optimierung haben beachtliche 75 Blogs teilgenommen!

Wer auf den Geschmack gekommen ist, darf gleich die nächsten Karnevalskostüme aus dem Schrank holen: gefrägt wären das Kommisar-Outfit für den Krimi-Karneval, ein farbenfrohes Outfit für den das alte Bollywood, ein Pinguin Hut für Ubuntu, eine Ork-Rüstung für Warcraft Interface Addons und ein Diplomatenköfferchen für die Politik. Man könnte fast so weit gehen zu behaupten, dass Michael einen Trend ausgelöst hat :-) Wie sich’s gehört also hier nochmal die komplette TeilnehmerInnenliste – bis die beschriebenen Plugins alle ausprobiert sind, dürften ein paar Monate ins Land ziehen.
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Plugin-Karneval: 75 Einreichungen

Der von Michael Wöhrer initiierte Plugin-Karneval endete am 20. April – 75 Einreichungen stehen Plugin-hungrigen BlogautorInnen zur Verfügung.

“Was sind deine liebsten Plugins?” lautete die Frage – und ein beträchtlicher Teil von Deutsch-Bloggersdorf war mit Antworten schnell zur Hand: von Anti-Spam Lösungen über Exotisches bis zur Backup-Lösung finden sich Erweiterungen für nahezu jeden Einsatzzweck. Ich hab u.a. aLinks, ein im deutschen Sprachraum anscheinend noch nicht besonders populäres Plugin, vorgestellt. Gewinner des Amazon-Gutscheins ist Lim_Dul, hier nochmal die komplette Liste aller Einreichungen.

75 mal WordPress Plugins

Google-Suche – der direkte Weg zur Hausdurchsuchung

Ach, was schwärmten unsere Vor-Apologeten wie Kevin Kelly seinerzeit noch von Schwarm-, kollektiver und sonstiger emergenter Netz-Intelligenz. Was momentan in Deutschland emergiert, sorgt allerdings bei netizens allerdings für wenig Freude, höchstens für Hausdurchsuchungen.

Achtung, deutsche LeserInnen: HIER NICHT KLICKEN! Der Link führt nämlich zu einer Google-Suche nach dem Schlagwort “Dussmann”. Und wer nach der Homepage der Facility-Managment Firma sucht, dürfte wohl ebenso primäre Bombenanschläge im Terroristenköpflein haben wie jene renitenten verdeckten Zellen, die das große G nach dem Stichwort Irak befragen – und eins, zwei, drei, Polizeifinger im Po, Mexiko (*).

telepolis berichtet über Hausdurchsuchungen bei Kritikern des G8-Gipfels – die Kombination einzelner Informationsschnipsel (dort eine Bewerbung bei Tchibo, da eine der erwähnten Google-Suchen) führen zu Erstellung detaillierter potentieller “Täterprofile”, und so ‘ne Hausdurchschung ist schnell mal angeordnet, woraus telepolis – und dem kann man wenig hinzufügen – folgert:

Unabhängig davon, ob man nun den Zaun oder die Reaktion auf den Zaun als Auslöser sieht, bleibt hinsichtlich der Hausdurchsuchungen die Frage offen, inwiefern hier Verdachtsmomente zusammengestrickt wurden. Zu schnell kann an Hand von wenigen Informationen ein Verdacht aufkommen, zu schnell werden heutzutage daraufhin – so hat es den Anschein – auch Hausdurchsuchungen initiiert. Wenn aber die wenigen Informationen über das Fels-Mitglied für eine Hausdurchsuchung und zum Eintrag in die DNA-Datenbank ausreichen, so stellt sich die Frage, welche Folgen die Vorratsdatenspeicherung haben wird, wenn sie tatsächlich in Deutschland eingeführt wird.

Ein Nebeneffekt des ganzen Überwachungswanhns: mitteleuorpäische symbolisch-demokratische Staaten sollten sich langsam damit aufhören, sich anderen Scheindemokration überlegen zu fühlen. Russische Verhältnisse eben:

Beim Russland-EU-Gipfel in Samara ist zudem das eingetreten, was Bürgerrechtler schon seit langem als problematisch ansehen und wovor sie warnten. Die Bundesregierung, die zunehmend mit eher fadenscheinig erscheinenden Begründungen Rechte wie die Meinungs-, Informations- oder Versammlungsfreiheit beschneidet, verliert zeitgleich auch ihre Legitimation, andere Länder für deren Verhalten Kritikern, Demonstranten und Journalisten gegenüber zu tadeln oder die Beachtung der Menschenrechte anzumahnen.
Als Kanzlerin Merkel Präsident Putin für die Behandlung Gary Kasparows und anderer Bürgerrechtler kritisierte, konnte Putin kontern und auf die Razzien bei G8-Kritikern hinweisen. In Deutschland, so der Präsident, würde man doch die gleichen Maßnahmen anwenden.

Dass die Privatsphäre im griechischen Sinne – Privatheit als Gegensatz zur Sphäre des “Politischen” ersatzlos verschwindet, daran muss sich unsere Generation wohl gewöhnen. Netzmedien erlauben früher unvorstellbar detaillierte Überwachung, automatisierte Profile und befreien dem Staat endlich von der unerfüllbaren Aufgabe, jedem Bürger einen Agenten und diesem wiederum einen Meta-Agenten zur Seite zu stellen. Das lässt sich doch alles prächtig automatisieren, und wer solche Ermittlungsmethoden kritisiert, der hat einfach nicht verstanden, dass geschützt werden muss. Aber was und wie eigentlich vor wem?


(*) Angelehnt an Mickie Krauses derbes neues Liedlein.

PS – dieser Beitrag landete am 24. Mai im Fangnetz der Presse.

Blogistan-Panoptikum Woche 18 2k7

Retro-Gamer aufgepasst: Robert hat das ultimative WordPress Theme für C64 Fans aufgespürt, und es hat nicht die Form eines Brotkastens. Patrick Breitenbach dagegen wundert sich ein wenig über die fehlende Medienkompetenz der StudentInnen an einer FH für MultiMediaArt:

Spannend war in der anschließenden Diskussion auch zu merken, dass die neue Medien als alltägliches Werkzeug noch nicht wirklich bei allen Studenten Verwendung findet – erschreckend, da gerade die Studenten im Bereich Multimediadesign in Zukunft verstärkt in diesem Gebiet arbeiten werden. Deshalb ging ich auch noch verstärkt auf meine Herzensangelegenheit Medienkompetenz ein. Wir müssen dringend damit beginnen, diese Disziplin an Hoch- und Regelschulen zur (nicht lästigen) Pflicht zu machen.

About the Process gewährt Einblick in die Arbeit von Designer – ein Blick in das zweisprachige (en/fr) Gratis-PDF zahlt sich für Designinteressierte jedenfalls aus. [via Dr. Web]

Das WordPress Shirt

Wer seine Zuneigung zum Blog-Publishing System mit dem großen W auch öffentlich zeigen möchte, sollte schnellstens den WordPress T-Shirt Shop besuchen. Kurz gesagt:

Nachtschwarz aus reiner Baumwolle mit weissem Logo in schwerer 195g/m² Qualität, zu einem fairen Preis von EUR 16.99 pro Shirt – inklusive Versand (innerhalb Deutschlands, EUR 18.99 innerhalb Europas). Die Shirts sind in einer kleinen Auflage in den Größen S bis XXL zu haben.

Ein Bild von dem rabenschwarz-grellweißen Schmuckstück gibt’s am WordPress Deutschland Blog.

Schmutz in Blogs

Okay, hier ist der Name Programm – aber auch anderswo wird ordentlich gesaut, wenn auch meist unfreiwillig, wie Bloganbieter.de berichtet:

Eine neue Studie von ScanSafe hat gezeigt, dass schätzungsweise 80 Prozent der Weblogs “offensive content”, also anstößliche Inhalte, beinhalten. Diese Anstößlichkeiten wurden sowohl in den Kommentaren, als auch in den Blogartikeln gefunden. Die Anstößlichkeiten umfassen pornografische Bilder oder Schriften und Malware.

Ein großer Teil der Anstößigkeiten ist wohl auf schlüpfrige Spam-Kommentare zurückführen – im Volltext gibt’s die Studie hier.

Mehr weniger Spam

FranzToo empfiehlt Tan Tan Noodles, einen neuen Spam-Filter für WordPress, der eine Vorauswahl für Akismet trifft:

Hier greift dann das neue Plugin von tan tan noodles, das vor Askimet die auffälligsten Muster checkt und Kommentare sofort blockiert, wenn diese auftreten (mehr als fünf Links, bbcode style links, Keywords). Erst wenn dieser Vorfilter passiert ist, wird der Kommentar an die anderen Spamfilter weitergereicht.

Alles rund um Domains

Werkzeug-Galore bei Dr. Web: Domainnamen finden, Domain-Tools, Foren, in denen über Domains diskutiert wird, Foren, in denen über Foren, in denen über Domains diskutiert wird, diskutiert wird und so weiter – diese Linksammlung kennt sie alle. Vom Generator bis zum Restaurator: das volle Programm.

Shoppero wird diskutiert

Businessmodell und Umgang mit Kundendaten: nur im Idealfall kein Antagonismus, wie die aktuelle Causa Shoppero belegt: das VisualBlog hat die Vorgänge rund um den Launch der Plattform zusammengefasst: konkret ging’s um übersehen Unstimmigkeit in den AGBs und um technische Probleme – wie sich die Idee, Blogger für aggregierte Produktreviews zu bezahlen, in der Praxis entwickelt, werden wohl die nächsten Monate zeigen. Mehr Infos zum Geschäftsmodell gibt’s beiExciting Commerce und Robert:

User generated Content und Beteiligung am Gesamterfolg: Ein interessantes Modell, das so noch niemand in Angriff genommen hat meines Wissens. Ich bin gespannt, wie das der Web-Markt aufnehmen wird. Imho muss dieser Aspekt viel stärker hervorgehoben werden als bisher.

Die Betreiber selbst haben ihre Sicht der Dinge am firmeneigenen Blog ebenfalls ausführlich dargelegt:

Wir wollten vorher nicht so genau erzählen, was wir machen, aber haben dann beim Start das Thema nicht so gut rüber gebracht, wie wir es wollten. Das sollte in den nächsten Tagen schleunigst nachgeholt werden.

Daran sollte das Team in der Tat schleunigst arbeiten – wer sich bei Shoppero umschaut, findet weit und breit keine Erklärung zum Sinn und Zweck der Plattform. Ansonsten bleibt nur mehr, einen schönen Restsonntag zu wünschen!

Online-Sammlung: Radio Guys Steampunk Museum

Radio Guy CollectionIm weiten Feld der Science Fiction Subgenres nimmt Steampunk eine Sonderstellung ein: Die Romane und Filme sind meist in Parallelwelten angesiedelt, die an die Viktorianische Ära Englands erinnern. Anstatt elektrischer Technologien basieren die Technik auf Mechanik und Dampfmaschinen – nicht selten spielt zusätzlich Magie eine Rolle. Als Gegenentwurf zu silikonschwangeren Virtual Reality Welten erfreut sich der Dampfpunk seit Jahren vieler Fans.

Vestinghouse-VoltmeterSteve Erenberg Radio Guy Collection ist indes nicht nur für Freunde dieses Genres einen Besuch wert. In verschiedenen Kategorien wie “Scientific”, “Toys” und “Tools” präsentiert der Sammler eines der schrägsten technischen Online-Museen der Welt. Das eine oder andere Stück kennt man vielleicht noch aus dem antiquarischen Interior des Oberschul-Physiksaals. In Verwendung waren jedenfalls alle Geräte – doch selbst wenn der ursprüngliche Zweck längst nicht bei allen klar ist, optisch machen die Gerätschaften eine Menge her.

Wer immer schon mal das Bedürfnis hatte, sein Wohnzimmer mit einem original Westinghouse-Voltmeter zu schmücken, der sollte auf ebay Ausschau halten nach dem Radio Guy – Steve will seine gesamte Sammlung verkaufen.

[via make, Brassgoogle]