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Artikel-Schlagworte: „Schweiz“

Blogistan Panoptikum KW14 2009

lightswords Blogistan Panoptikum KW14 2009Wir nehmen zur Kenntnis, dass aufgrund der durch die Wirtschaftskrisenerzählung notwendig gewordenen Sparmaßnamen der Frühling 2009 aus budgetären Gründen entfällt und im Sinne der Effizienzsteigerung und Lehrergewerkschaft der Sommer sofort beginnt. Mit Badengehen in der Lobau war heute leider noch nix, da meine Motorradwerkstätte nicht ganz so rasant vorgeht wie der für Jahreszeitenwechsel zuständige Beamte im Wetterministerium. Doch trotz des hohen Anreizes, das Netz Netz sein zu lassen, hat sich im virtuellen Raum schon wieder eine Menge getan - aber am Montag war's ja auch noch saukalt in Wien.

Guy mag Nummernspiele

Zum kleinen Skandälchen wurde die Tatsache, dass Guy Kawasaki eine Ghost-Tweeterin beschäftigt und Twitter aus Überzeugung für ein Numbergame hält:

But retweeting is also crucial, Mr. Kawasaki said. "Retweeting is the sincerest form of flattery," he said. "When somebody retweets you, they really have made a conscious decision that they like what you’ve done." He directed the crowd’s attention to Retweetist, which measures how often you’re echoed, and pointed out that he tops the list. "It’s kind of my scorecard," he said, admitting that he checks it 5 to 10 times a day.

Einen "Grindfiss"? Nein, einen "Frentzy"!

Reinialois hat recht:

Da hat man einen riesigen Durst und muss im Restaurant, im Cafe oder wo auch immer stets die selbe lange Leier aufsagen: ‘Einen Apfelsaft mit Leitungswasser auf Null-Fünf g'spritzt. Das ist eindeutig zu lang. Die Bezeichnung 'Apfelschorle' ist auch nicht gerade optimal, klingt eindeutig zu hochdeutsch und wird in Österreich wohl nie Freunde finden. Ganz nebenbei bemerkt will man mit einer Schorle sein Getränk mit Mineralwasser gespritzt. Möchte man jedoch Leitungswasser, dann muss man das auch angeben... das Ganze würde dann wieder auf 'Eine große Apfelschorle mit Leitungswasser gespritzt' kommen... wieder zu lang!

Die Lösung: der Frentzy. Kein neues Getränk, sondern ein neuer Name für eine beliebte Mixtur, zu verbreiten durch sozialen Crowdsourcing-Druck auf die Kellnerschaft:

Statt 'Apfelsaft mit Leitungswasser usw...' nur noch einen Frentzy bestellen. Wenn der Kellner blöd aus der Wäsche guckt, blöd zurückgucken und klar machen, dass das Wort inzwischen doch schon jeder kennt!

Ich bin dabei, allerdings wär ich dringend für eine Unterscheidung zwischen üblem gefiltertem Industrie-Apfel-Chemie-Abfall und einem naturtrüben steirischen Fruchtelixier der Leiwandheit. Letzteres sollte Frentzy heißen, ersteres vielleicht Grindfiss oder so.

Facebook braucht 100 Mille

Schon im November wurden erste Gerüchte rund um Finanzierungsengpässe laut - nun berichtet die BusinessWeek unter Berufung auf zwei interne Quellen, dass Facebook bereits am 1. Mai zusperren müssen, wenn kein Investor gefunden werden können. Speziell das rasante Wachstum in Asien treibe die Infrastruktur-Kosten in schwindelnde Höhen, während die Werbeeinahmen bei weiten nicht zur Deckung der laufenden Kosten reichen:

Over the past few weeks, Facebook has been trying to secure as much as $100 million in debt financing, according to two sources with knowledge of the proposed transaction. Specifically, the company is looking for a handful of credit lines that would help it finance leases for the growing number of computers it needs to run its popular Web site. Such leases are used by well-known companies, including Google's (GOOG) YouTube video service, and are a common way to finance equipment purchases in Silicon Valley.

Banken sind momentan bekanntlich nicht gerade freizügig bei Kreditvergaben - und trotz des unglaublichen Wachstums hat Facebook mittlerweile einen heftigen Schuldenberg angehäuft. Eine Verstaatlichung kommt in diesem Fall wohl nicht in Frage :mrgreen: Dennoch ist es schwer vorstellbar, dass das größte Social Network der Welt in Kürze vor dem Aus stehen könnte. Eine recht aufschlussreichen Kostenaufschlüsselung gibt's am f8blog.

@Garyvee staubt Buchdeal ab

Twitter-Promi Gary Vaynerchuk hat einen lukrativen 10-jährigen Autorenvertrag mit HarperStudio abgeschlossen, wie das Wall Street Journal berichtet:

But in the world of the Internet, he is a Twitter phenom, with 145,000 followers hanging on his every tweet. What began as a daily video blog about wine has become a self-help, business-advice juggernaut, with "Garyvee" as chief engineer. As he describes himself online, "I love people, and the hustle." The first book in his series, "Crush It! Turn Your Passion into Profits in a Digital World," lands in stores in September.

Da ist es also erfreulicherweise wieder mal jemandem gelungen, die relativ undurchdringliche Membran zwischen Old- und New-Media Prominenz zu durchstoßen - Gratulation!

SEO-News der Woche

Beherrschendes Thema dieser Woche war wie zu dieser Jahreszeit üblich das aktuelle Pagerank-Update: Generell wurde die Luft in den oberen Sphären mal wieder dünner - zwei meiner Linkpartner wurden von 7 auf 6 abgewertet, datenschmutz damit von 6 auf 5 und datadirt von 5 auf 4. Allerdings habe ich in den letzten drei Monaten für dieses Blog überhaupt keinen Linkaufbau betrieben - und für private Projekte sind Sechser mittlerweile ziemlich teuer geworden :mrgreen: Interessant zu beobachten ist, dass sich die Schere zwischen SERPs und PR wieder mal ein Stückchen weiter öffnet. Außerdem würde ich vorsichtig drauf tippen, dass der Trend zur immer stärkeren Berücksichtigung des Aktualisierungsfaktor ebenfalls weiter anhält.

Auch diese Woche wieder unbedingt hörenswert ist Radio4SEO. Die aktuelle Sendung wirft unter anderem Licht auf den TrustRank und promotet die Shoemoney Tools - ich hab mir bisher noch keinen Zugang gekauft, wär an Erfahrungsberichten sehr interessiert.

Keyword-Vergleichbarkeiten

isa-media beleuchtet die Google-Sitelinks und kommt zu einem interessanten Schluss:

Natürlich können solche Einblendungen andere Suchergebnisse weiter nach unten schieben und der Kampf um die vorderen Plätze wird noch etwas weiter verstärkt. Ich bin auch schon auf die ersten Eye-Tracking- und Klick-Studien zu diesen Einblendungen gespannt, wie die User dies wahrnehmen und mit Klicks belohnen werden. Generell werden sich die SERPs auch künftig immer bunter und dynamischer gestalten, dass es kaum noch möglich sein wird einen Platz 3 bei einem Keyword mit einem Platz 3 bei einem anderen Keyword zu vergleichen.

SEO-Märchenerzähler aus Indien

In Österreicher erzählen sie uns dauernd, dass wir den im Fernsehen tanzende Inder Fragen sollen - in der Schweiz gehen die Uhren allerdings anders, und von Uhrwerken haben die Eidgenossen bekanntlich eine Menge Ahnung:

Heute führte mich mein Weg mit ein paar Kollegen auf die swiss-online-marketing in Zürich, zu der ich auch vorab für die Messezeitung einen kleinen Artikel verfasst habe. [...] Ein Auftritt in traditionellem indischen Kostüm, und eine provokante Redeführung - der Herr Sauldie weiß wie er Leute um ihr Geld bringt. In Rhetorik fehlerfrei, inhaltlich intelligenzbeleidigend.

Wirklich lesenswert und sehr unterhaltsam! Da bin ich ja direkt froh, dass ich bei meinen Vorträgen nicht in der Tiroler Krachledernen auftreten muss :mrgreen:

Lässiger Aprilscherz von SEOigg

Ein kleiner Nachtrag zum Thema April: meine Lieblings-Social-News-Maschine sorgte für breit gefächerte Reaktionen zwischen "Sauerei" und mildem Entsetzen. Was war der Grund? Man hatte angekündigt, Alls Links auf "nofollow" zu setzen und dies auch kurzfristig getan. So richtig gut werden Online-Jokes eben erst durch die User-Kommentare... grandios übrigens auch die Falschmeldung von SEO-News.de über den neuen Google-Webmaster Ansprechpartner für Deutschland. Und auf Google Groups bin ich heute auf eine Diskussion zu meiner eigenen Ente gestoßen.

Vergleich dich vergleichsweise arm, äh, reich

Wenn der Investor aus Dubai zuschlägt, klingelt der Beutel - im Fall der Domain preisvergleich.de satte 15 Millionen Mal:

Eine der meistgeklickten Preissuchmaschinen Deutschlands ist zu einem Rekordpreis verkauft worden: Ein Investor aus Dubai hat für 15 Millionen US-Dollar die Rechte am Namen der Internetplattform "preisvergleich.de" erworben. Umgerechnet zahlt er damit 11,3 Millionen Euro. Die teuerste Domain der Welt war bisher sex.com. Im Jahr 2006 wurden die Rechte daran für 12 Millionen US-Dollar verkauft, wie mehrere Medien damals berichteten.

Vorbesitzer Unister (dem Unternehmen gehört auch news.de) sträubte sich zuerst gegen den Verkauf, aber wie schon mal erwähnt: der richtige Preis beseitigt alle wirtschaftlichen Vorbehalte.

Video der Woche

2 Jedi Knights. 2 Lichtschwerter. Hunderte Stunden Nachbearbeitung:

Und damit bleibt mir nur mehr zu sagen: Packen Sie Ihre Bikinis, Badeanzüge, Badehosen und Bermuda-Shorts oder auch nur ein Handtuch ein: die Badesaison ist quasi eröffnet, und ich freu mich schon aufs Frogwatching in der Lobau. Einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

AutoRad-Zwitter-Ding und Schweizer Ingenieursgehirn

motorradautoIm Peraves Monotracer sitzt man beengt und ohne Freiluft-Feeling wie in einem Auto, lebt aber dafür so gefährlich wie auf einem Motorrad. Die ganze Konstruktion ist zu breit, als dass man sich bei roten Ampeln elegant zwischen Autokolumnen nach vorne schwindeln könnte, dafür kann man sich nicht in die Kurve lehnen. Diese elegante Kombination der besten Nachteile von Auto und Motorrad in Form eines hässlichen Konstrukts namens Peraves MonoTracer, das aussieht wie ein der Längsachse nach plattgedrückter Smart, war dem Time Magzine einen Eintrag in die Liste der besten Erfindungen des Jahres 2008 wert: die wissen anscheinend nicht, dass die genialen Erfindungen immer am 31.12. kurz vor Mitternacht gemacht werden!

Würden die Amerikaner am 11.11. ebenfalls Faschingsbeginn feiern, dann hielte ich diesen Eintrag fraglos für Realsatire - die Begründung ist einfach nur großartig:

You really need the mind of a Swiss engineer to come up with a vehicle that combines the lithe maneuverability of a motorcycle with the not-getting-rained-on-ability of a conventional automobile.

Die Beschleunigung ist dank BMW-Motor für ein Gefährt, das Leute benutzen sollen, die nicht nass werden möchten, wenn es regnet, dagegen ganz ordentlich: in 4,8 Sekunden quält sich diese Missgeburt bis zum Hunderter und verbraucht vergleichsweise sparsame 3,5 Liter auf hundert Kilometern. Ach ja, falls ich das noch nicht erwähnt habe: ich zähle mich nicht zur Zielgruppe :mrgreen:

Buchtipp: Wolf-Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden

storl 1217842910 Buchtipp: Wolf Dieter Storl: Mit Pflanzen verbundenAm Wochenende hab ich Ich bin ein Teil des Waldesteil des waldes gelesen, die Autobiographie von Wolf-Dieter Storl, der gerne als der "Schamane aus dem Allgäu" tituliert wird. So ehrenvoll und gerechtfertigt diese Bezeichnung auch sein mag, sie sollte jene nicht abschrecken, die beim Auftauchen dieses Begriffs sofort an esoterische Scharlatanerie denken. Wolf-Dieter Storl ist ein weitgereister, kluger und weiser Mann: der promovierte Ethnologe weiß weit mehr über einheimische Pflanzen als viele Biologen. Was Storl für mich aber mehr als jeden anderen Autor auszeichnet, ist sein ruhig-besonnene, nicht-urteilende Darstellung verschiedener Weltbilder, Religionen und Realitätskonstruktionen.

Storl hat selbst einen beträchtlichen Teil seines Lebens "zwischen den Stühlen" als Schüler unterschiedlicher Kenner ihrer Gebiete gelebt: er wanderte mit dem legendären indianischen Medizinmann und Pflanzenschamanen Bill Tallbull durch die Big Horn Mountains, lernte auf dem Bergbauernhof vom Schweizer Pionier Arthur Hermes auf dessen Einsiedlerhof die Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und lebte lange Zeit in Indien, bevor er mit seiner Frau auf einen Bauernhof im Allgäu zog. All diese Lebensabschnitte sind, gepaart mit Anekdoten und einem beeindruckend lebendigem spirituellen Wissen in Storls Autobiographie vertreten. Das Buch ist nicht nur wahnsinnig informativ, sondern äußerst spannend, und ich war fast enttäuscht, als ich bei der letzten Seite angelangt war.

Zum Glück stehen aber bereits weitere Werke Storls, der mir vor einigen Jahren von Hannes Erler empfohlen wurde (danke dafür! :mrgreen:), in meinem Buchregal. Kräuterkunde, Naturrituale... Storl beschreibt dies alles mit einer Intensität, die - aber nur fast - an seinem eigenen Grundsatz zweifeln lässt: alles, was man lernen und verstehen möchte, muss man erleben. Dieses Pflanzen-Heilwissen, das über Jahrtausende nur im direkten menschlichen Kontakt überliefert wurde, steht wie so viele anderen, vor wenigen Jahrzehnten noch "streng geheime" Text, auf Amazon abrufbereit.

Als Blueprint zum eigenen Experimentieren, als Augenöffner für den unglaublichen Reichtum an persönlicher Freiheit und Realitätskonstruktion, der uns abseits der westlichen Rationalität zur Verfügung steht, sind sie Gold wert. Und was Wolf-Dieter Storls Bücher so besonders macht, ist die unmittelbare Nähe des Mitteleuropäers zu jener Fauna und Flora, die er in seinem Büchern in all ihrer facettenreichen Erscheinung beschreibt - jedem Pflanzen- und Naturfreund kann ich das Buch nur wärmstens ans Herz legen! Soviel zur Theorie - ich schmeiß ich jetzt auf mein Motorrad und werd die nächsten drei Tage in den Waldviertler Wäldern verbringen.

Neu bei trigami: Sampling, trigami-Ads

trigamilogo Neu bei trigami: Sampling, trigami Ads Bereits vor zu Beginn des Jahres hat der Schweizer Blog-Werbe Aggregator trigami sein Portfolio diversifiziert: Kunden können (kritische) Rezensionen, simple Ankündigungen oder auch Video Reviews buchen. Ich schreibe einerseits regelmäßig Reviews für trigami, andererseits habe ich bei Remo Uherek und seinem Team auch schon einige Kampagnen (etwa für fatfoogoo) gebucht. Ende Mai folgte die meiner Ansicht nach logische Ausweitung des Angebots auf zwei weitere Produkte.

trigami Display Ads

Anstatt Postings kauft der Kunde bei den trigami Display Ads Bannerwerbung ein - aufgrund der vielen registrierten Blogs (4.500, 77% aus .de, 14% aus .ch und 7% aus.at) kann der Schweizer Anbieter in diesem Bereich mittlerweile beachtliche Longtail-Kontingente anbieten - im Gegensatz zu vielen Konkurrenten schreibt trigami auch hier Transparenz groß:

In der Regel stehen pro Kampagne zwischen 1 Mio. und 10 Mio. AdImpressions pro Monat zur Verfügung. Die durchschnittliche Klickrate liegt derzeit bei 0.40%, d.h. pro Kampagne können zwischen 4000 und 40'000 Klicks pro Monat erwartet werden.

Konkrete Preisangaben habe ich auf der Homepage allerdings keine gefunden, lediglich den Hinweis, dass wahlweise monatlich via Fixpreis oder TKP abgerechnet werden kann. Empfohlen wird dabei das 125x125 Button-Format, allerdings sind auch andere Bannergrößen buchbar - die Preisdetails erfährt man auf Anfrage.

trigami Sampling

Wer von seinem Produkt überzeugt ist, möchte, dass möglichst viele potentielle Kunden davon erfahren - das Sampling ist eine kostengünstige Möglichkeit, BloggerInnen als sogenannten "Evangelisten" respektive Fans zu gewinnen. Der Kunde bezahlt dafür, dass trigami den Kontakt zwischen ihm und interessierten BloggerInnen herstellt und verschickt an diese in weiterer Folge Testprodukte oder Gutscheine. Die Teilnehmer erhalten keine gesonderte Bezahlung, sind aber auch nicht verpflichtet, etwas über das jeweilige zu schreiben. Die Ausschreibung erfolgt genau wie bei anderen Kampagnen - bei den Sampling-Angeboten, die ich bisher erhalten habe, war allerdings kein Produkt dabei, das mich zu einer Teilnahme bewogen hätte.

trigami und das nofollow

Seit der "Big-G-Pagerank-Krise" schreibt trigami in allen Rezensionen ausschließlich nofollow-Backlinks vor und kontrolliert diese Regel auch streng. Viele sprachen vom Niedergang des Businessmodells, da der hauptsächliche Mehrwert der Rezensionen im Google-Juice bestünde. Mitterlweile lässt trigami in jeden Text ein spezifisches Script einbauen, das Zugriffe und Reichweite erhöht, um sich nicht auf Eigenangaben der Blogger verlassen zu müssen. Werbekunden kann man somit trotzdem "harte Währung" anbieten, und im Gegensatz zu us-amerikanischen Pendants, die teilweise auf follow-Links bestehen, teilweise aber auch dem Schreiber die freie Wahl lassen, hält sich die Marge in Grenzen und die Qualitätskontrolle passt. Ich denke daher, dass trigami weiterhin ausreichend Kunden finden wird und halte vor allem die Ausweitung auf Banner-Ads für eine der ersten erfolgversprechenden Longtail-Pageview-Verkaufsmodelle im deutschsprachigen Raum. Wobei selbstverständlich die Plattform, an der Bernd und ich seit einem Jahr basteln, beim Launch alles andere in den Schatten stellen wird! :mrgreen:

CSS: Zusatzversicherung ohne Altersrückstellung

Blog Marketing Dies ist ein
durch hallimash vermit-
telter, honorierter Eintrag

cssversicherung CSS: Zusatzversicherung ohne AltersrückstellungVersicherungstechnisch kann man manchmal ganz schön dumm dastehen. Zum Beispiel dann, wenn sich eine scheinbar gute Idee in der Realität als Kostenfalls entpuppt. Typisches Beispiel in Deutschland ist die sogenannten Altersrückstellung: was viele Versicherer als Vorteil anpreisen, erweist sich laut CSS (in diesem Fall ausnahmsweise nicht Cascading Style Sheets, sondern eine gleichnamige Schweizer Versicherung) für gut drei Viertel der Versicherten als äußerst nachteilig. Als erste Versicherung überhaupt bietet die CSS in Deutschland Krankenzusatztarife ohne Altersrückstellung an.
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mp3-Download: Tanzen Sie den basso profundo!

Marius schlägt wieder zu, und zwar im unteren Frequenzbereich: wenn's in den Schweizer Alpen subsonisch dahindubbt, dann sind die sonst recht praktischen Ohrhörerchen plötzlich nicht mehr adäquat: eine basstaugliche Heimanlage mit vernünftigem Subwoofer-Durchmesser wird Dubstep-Afficionados für diesen Mix dringend empfohlen.

basso profundo gibt's ganz neu auf Comfortnoise.com: es handelt sich sozusagen um das Gegenstück zu dem hier bereits vorgestellten basso continuo mix. Achtüng: der Download wiegt satte 145 Kilogramm, äh, Megabytes... niederfrequente Klänge lassen sich eben nicht beliebig komprimieren! Ich finde den Mix ganz hervorragend, nur wie gesagt: am mp3-Player war das wirklich nur der halbe Spaß.

bassoprofundo

new.com - Beats am Bassfundament

Marius aka DJ new.com hat mir einen Text zur Philosophie seines Labels und seines Mixes geschickt - wozu Musikjournalist spielen, wenn der Künstler sein Unterfangen selbst so eloquent beschreibt!

new.com beschäftigt sich schon seit längerem mit elektronischer musik, sei es als dj, party-organisator oder geschäftsleiter eines plattenladens, der seine liebe zum vinyl um keinen preis verrät. die beobachtung einer wachsenden flut von mehr oder minder spontanen mix-sets im internet, die sich unreflektiert an der atmosphäre in clubs orientieren, hat ihn zunehmend irritiert. auch die tatsache, dass die meisten djs die tracks behandeln, als wären sie ihr eigentum. gerade im internet muss elektronische musik aber nicht anonym bleiben. und genau dort könnte sie auch ihr riesiges potential im bereich des homelistenings entfalten! letzeres folgt freilich eigenen gesetzmässigkeiten und verlangt nach einer eigenenständigen kultivierung. zu diesem zweck hat new.com die plattform "comfort noise productions" aufgebaut. sie versammelt seine mix-sets und eine inzwischen unüberschaubare anzahl von live-aufnahmen mit gast-djs, die über das internet-radio "audioasyl" gestreamt wurden.

musikalisch orientiert sich new.com grundsätzlich an der basslinie: da hinein muss der produzent sein herzblut gelegt haben. und noch ein anderes element lässt sich ermitteln: der dub. damit ist eigentlich alles gesagt. wer möchte, kann "dub" noch ergänzen mit "-techno", "-house" oder eben "-step". letzteres - dubstep - ist zweifellos das gegenwärtig interessanteste subgenre in der elektronischen musik. seine formel ist noch nicht festgeschrieben und es entwickelt sich dauernd in neue, nicht vorhersagbare richtungen. ein ganz besonderes potential hat es in der annäherung von techno, house, breaks und reggae entwickelt. solches war bis vor kurzem noch völlig undenkbar. genauso die nachgerade unfassbare ausprägung und intensität des bass-fundaments. nicht zufällig entdecken weltweit immer mehr musikliebhaber und djs, wie gut sich zu dubstep tanzen und feiern lässt. der club-kontext ist allerdings nur die vordergründigste seite dieses sounds: längst hat sich eine subtile, düstere, auf atemberaubende erhabenheit pochende variante ausgebildet. ihre atmosphäre und wirkung lässt sich am ehesten noch mit der "burial-mix"-serie von rhythm & sound in verbindung bringen. diese maximal reduzierte sound-ästhetik öffnet mit ihren bässen allerdings abgründe, die einen vollends verschlucken. und die tracks tendieren zu einer langsamkeit, die sie beinahe auseinander fallen lässt - wären da nicht unsere eigenen bilder und gefühle, mit denen wir sie und uns selbst unwillkürlich wieder zu einem ganzen zusammen fügen.

während new.coms radiosendungen und live-sets spontan und improvisiert wirken dürfen, haben die mix-sets auf comfortnoise.com den anspruch, den high-end-level des dj's zu repräsentieren. aufbau und mixing müssen die hörer auch ohne assoziationen an party-erlebnisse gefangen nehmen können und ihnen in erinnerung bleiben. dieses ziel bedeutet wochen- bis monatelange arbeit, die in einer abgerundeten präsentation gipfelt. jeder mix erhält einen mit bedacht gewählten namen und ein selbst gefertigtes cover-bild. der respekt vor den grossartigen leistungen der produzenten und label-betreiber gebietet es zudem, sie niemals ohne korrekte tracklist mit exakten timecodes zu publizieren. auf diese weise werden diese sets zu persönlichen arrangements, geschaffen für die gepflegt-kompromisslose heimbeschallung, inspirierte momente im büro, weite und intensiv erlebte autofahrten.

Blogistan Panoptikum KW06 2008

So, zurück aus London... der europäischen Hauptstadt der phatten Wohnungsmieten, leiwanden Taxis und immer aufs Neue verwirrenden Linksregelung. (Nein, ich bin nicht mit dem Auto gefahren, aber man geht ja auch links.) Der Reisebericht folgt asap, vorher muss ich noch meine fünfhundert Fotos sortieren und natürlich gibt's heute erstmal den längst dienenden Wochenrückblick der deutschsprachigen Blogosphäre. Danke für Ihren Flug mit datenschmutz Airlines, bitte schließen Sie zum Start Ihre Gurte!

Facebook Zahlenmagie und Barcamp Aftershocks

Georg hat einen äußerst spannenden Beitrag über die Facebook-Penetration im Ländervergleich verfasst - die Daten stammen dabei aus der Ad-Applikation. Erstaunlich: auf Platz 1 sind dabei nicht etwa die USA, sondern Kanada mit 226 Usern je 1000 Einwohner (vs. 65 in den USA, die damit nur auf Platz 10 liegen.) Ebenfalls wahnsinnig beliebt ist die Seite mit den vielen Gesichtern in Skandinavien: wer norwegische, schwedische oder finnische Bekannte sucht, ist hier gut aufgehoben. Die Schweiz liegt auf Platz 16, Österreich hat den 3 hoch dritten Platz erwischt, Deutschland ist nicht unter den Top 30. Auf jeden Facebook-Japaner kommen zwei Rumänen, und 232.360 Italiener streiten sich mit 582.840 Mexikanern darüber, ob Burritos oder Pizzaschnitten besser schmecken. Die 865 Liechtensteiner haben sich vermutlich alle gegenseitig in den Kontaktlisten und repräsentieren immerhin 2,5 Prozent der Gesamtbevölkerung ihres Landes. Da sind die Luxemburger kontaktfreudiger: 4,4 Prozent poken sich, während bloß 0,98 Prozent aller Letten Profile betreiben. Und nun die Preisfrage: gibt's auf Facebook mehr australische Krokodiljäger oder mehr neuseeländische Kiwizüchter? Wer die richtige Antwort weiß, gewinnt einen Gratis-Account seiner oder ihrer Wahl, entweder bei Facebook oder datenschmutz :-)

Ebenfalls hardcore: heutzutage darf auch schon jeder ins Fernsehen, was die 2 schrägen Vögel der Welt mitzuteilen haben, sollte aber lieber geheim bleiben:

Mehr Barcamp-Videos gibt's ebenfalls bei Georg.

Rocco Siffredi wird Designer

Der bekannteste männliche Pornodarsteller aller Zeiten hat seine aktive Karriere bereits vor einigen Jährchen beendet - 1.300 Filme und 4.000 Partnerinnen waren genug. Doch nun kehrt der Italian Stallion ins öffentliche Leben zurück, und zwar mit seiner eigenen Modelinie:

Der italienische Pornostar Rocco Siffredi startet eine neue Karriere als Designer. Der 44-Jähriger debütiert bei der Modemesse Pitti Uomo in Florenz mit seiner neuen Marke "Rocco". Vorgestellt wird Casual-Mode für Männer und Frauen. Logo der neuen Marke ist ein "R" in phallischer Form. Der Start in der Modebranche feiert Siffredi mit einer großen Party in der Nähe von Florenz.

Die Übersetzung crowdsourcen

Der Physiker versteht unter Translation etwas völlig anderes als der Sprachwissenschaftler - letzterer könnte geradezu in Verzückung geraten über die smarte Idee von Facebook, doch einfach die User übersetzen zu lassen. Die Seite ist zwar so gut finanziert, dass man sich problemlos eine ganze Truppe von Professionisten leisten könnte - aber wer weiß besser, wie die idealen Bezeichnungen lauten, als die Community selbst? Angewandtes Crowdsourcing... die Betreiber beweisen einmal mehr, dass sie verstanden haben, wie das Netz funktioniert!

Wie bloggt wer?

Webmaster Pauls Blogparade ging dieser Tage zu Ende - Congrats, exakt 100 TeilnehmerInnen sind ein beachtlicher Erfolg! Hier die komplette Liste:

  1. Blog-Parade: So bloggt der Netgestalter - Netgestalter Blog
  2. Blog-Parade: So bloggt Norman - Normans Blog - Sex, IT, Fun, no money & Hirndung
  3. { stylish & co }: Blogparade
  4. sam online: Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt Ihr?
  5. Lupe, der Satire-Blog: Blogspot vs Wordpress
  6. Blog-Parade: Wie bloggst du? | YochitosWay.de - Kino, Musik, Web
  7. In eigener Sache ... | complexcity
  8. Blogparade Wie blogge ich?
  9. Goggiblog: So blogge ich! wie bloggt Ihr?
  10. Monsieur Fischer: Ich blogge, du bloggst, er bloggt..
  11. notes - so blogge ich.
  12. Chaotische Wollberge - Blogparade
  13. Bolzmann: Blogparade bei Webmaster Watchblog
  14. h725.de - So blogge ich und nicht anderst
  15. Blogparade: Wie bloggt ihr? » Webmasterwatchblog, Blog-Parade, Start, Teilnehmer, Fragen, Dasein » Blogschrott.net - Web 2.0 - Yannick Eckl
  16. WebmasterWatchBlog Blogparade: Wie bloggt ihr? | JKW-Media.de
  17. Noch eine Blogparade
  18. lens-flare.de Blog
  19. BlogTopf.de - von Paul Neumann
  20. Wie blogge ich? - Wieso, weshalb, warum ... » Das Ebesucher Magazin
  21. incomment.net/blog » Blogparade: Wie bloggt ihr? » blogparade
  22. Blogparade
  23. So blogge ich!
  24. Blog-Parade - So blogge ich! - Wie bloggt ihr? » Beitrag » drumba.de - braucht kein Mensch
  25. tunefish | fish du travail
  26. Blog Parade So blogge ich
  27. So blogge ich! - Wie bloggt Ihr? | eliwagar
  28. Blog-Parade: So blogge ich! auf Apfelknacker
  29. Programmieren macht Sexy » Blogparade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  30. WebmasterWatchBlog Blog-Parade: Wie bloggt ihr? - Von Vincent Vallo - Tag, Ich, Wie, WordPress - vVallo.com - Web 2.0 & mehr
  31. alles was bewegt » Blog-Parade: So blogge ich!
  32. Sollzustand » Blog-Parade: Wie bloggt ihr? Gute Frage. Und ich? So!
  33. Get Your Own Style
  34. mlogger » Blog-Parade: So blogge ich!
  35. unblogable » Blog Archive » Blogparade #1
  36. Bis einer weint...
  37. Wie bloggt ihr? - Blogparade | Feedweiser
  38. mkellenberger[blog] » Beitrag » Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  39. wie blogge ich als wow blogger - Gnome an die Macht
  40. Blog-Parade: So blogge ich! :: cimddwc
  41. Blogparade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr? »» Blogs und Blogging »» webbloggers.de
  42. Warum Wordpress als Software fürs Blog? » miradlo bloggt
  43. Matthias Lehming » Blog Archive » Blog-Parade: So blogge ich
  44. PatJe.de » Blog-Parade: So blogge ich!
  45. Boje online
  46. chili*it
  47. Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr? | Blog von Kim (Mupfel) Huebel
  48. Eine Blogparade wie ich blogge
  49. So blogge ich! - Wie bloggt ihr? at Rootix.ch
  50. So blogge ich! - Wie bloggt ihr? at aquasonic.ch
  51. DonRivas.ch » Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  52. » Blog Archive » Blog Parade: So blogge ich!
  53. Gordo's Weblog
  54. So bloggt refu - Digitalgemüse
  55. Mrs Bumblebee in Wort und Bild » Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  56. Tinas Texte-Blog » Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  57. Blogparade: So blogge ich! Wie bloggt ihr? at Puppet-Master.ch
  58. Blog-Parade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr? - eisitu
  59. Reflections » wie bloggt ihr ?
  60. Eugen Wirz DIGITAL
  61. Dentaku » Ich blog so
  62. Blog-Parade: Wie bloggst du? | YochitosWay.de - Kino, Musik und Entertainment aus der Netzwelt
  63. mBlog » Blog Archive » Blogparade: So blogge ich
  64. DimidoBlog » Blog-Parade: Wie bloggt ihr?
  65. Mitra
  66. So blogge ich » Der Webmaster Watchblog
  67. tonnendreher » Blog Archive » [Blog-Parade] So blog ich !- Wie bloggt ihr ?
  68. So blogge ich! » Von Jens » Jens Hellmeier - Blog | Web & IT - News
  69. So blogge ich! at THECRAZED
  70. Was steckt hinter Webregard? | Webregard - Watch the Web
  71. Meine Art zu bloggen
  72. meckerking » Blogparade: So bloggt der Meckerking
  73. In eigener Sache - Ein kleines Übersichtskarnevälchen | DER MISANTHROP
  74. ondamaris schwules Blog über Homosexualitäten, HIV und Aids in Berlin, Köln und unterwegs » Blog Archiv » Wie ondamaris bloggt?
  75. datenschmutz.net
  76. 2-Blog » So blogge ich! [Blogparade]
  77. [bp] wie blogge ich denn? | emBlOG
  78. Tom's TamTam » Blogparade - So blogge ich
  79. So blogge ich - Martins Kabuff
  80. WebDesign in de läuft stressfrei mit WordPress - und wie blog ich damit...
  81. Ja gut, aber ... » Blogparade: So blogge ich! - Wie bloggt ihr?
  82. 49 Suns
  83. Blogparade: So blogge ich! - FamLog.de - DAS FAMilienbLOG !!!
  84. Blogparade: So blogge ich! | Eine Reise in die Zukunft...
  85. Resistance Is Futile » Blog Archive » Und so blogge ich
  86. Zuversicht
  87. Nicht spurlos
  88. SUSAY.de - Blog und Portfolio von Susan Gottwald » Blog Archiv » Webmasterwatchingblog will es wissen
  89. Der Internet-Barde
  90. Blog-Parade: So blogge ich! - Alter Falter!
  91. Rockaloo.de
  92. Wackermann.eu
  93. voller worte » Blog Archive » So blogge ich
  94. So blogge ich! » Chrischans Blog
  95. Nur ein Blog
  96. So blogge ich! Wie bloggt ihr?
  97. Aleks-Blog.de
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  99. picspack Blog

In diesem Sinne wünsch' ich der p.t. Leserschaft einen unvorstellbar angenehmen Restsonntag - bei mir geht's nächste Woche nach Berlin: zwar auch recht groß, aber vom subjektiven Style- und Wohlfühlfaktor her überhaupt kein Vergleich mit der britischen Metropole... wenn dort nur die Mieten nicht so absurd hoch wären!

1. World Blog Forum in Bern

11. Juli 2008

blogforumRoman aka yoda, den eine Grippe leider vom Besuch des letzten Barcamps in Klagenfurt abhielt, und Daniel von DieKreide.net haben vor einiger Zeit ein hochgradig spannendes Projekt angekündigt: das erste World Blog Forum wird Mitte Juli in der Schweiz über die Bühne gehen und soll als Durchlauferhitzer für Vernetzung fungieren:

Das Forum versteht sich als globale Plattform für Blogger und den "artverwandten Publizisten", aber auch für Partner, Sponsoren, Vermarkter, Journalisten und weitere Zubringer und Dienstleister rund um die Welt der Blogger.
[...]
Es dient als Treffpunkt für Menschen, die aus den verschiedensten Gebieten stammen, sich aber gegenseitig unterstützen und von einander lernen und natürlich auch Geld verdienen können. Das Forum selbst ist bloß ein Gefäß, eine Plattform des Treffens und soll nicht weiter als nötig (ver)institutionalisiert werden.

Das zugehörige Blog ist bereits online, und seit der Veröffentlichung der Ankündigung gab's zahlreiche positive Reaktionen aus Blogistan - mehr dazu hier.

Ich finde nicht nur die Idee hervorragend, sondern die beiden Initiatoren sind imho genau die richtigen Personen, um ein derart komplexes Projekt konzipieren und auch auf Schiene halten zu können. Sowas erfordert vor allem viel Ausdauer, Motivation und - ein wichtiger Punkt - keinerlei Berührungsängste mit dem Nachdenken über neue Professionalisierungs- und Kommerzialisierungsmodelle. Das vorläufige Programm sieht einen invitation-only sowie einen offenen Teil vor.

Ich hoffe, ich schaff's im Juli in den Berner Kursaal, denn ich denke, weil ich glaube, dass ein solcher Austausch zwischen "den Bloggern" und "der Wirtschaft" für beide Seiten von großem Vorteil sein kann. Dabei geht's ganz und gar nicht um Überinstitutionalisierung, sondern um die Schaffung eines kreativen und produktiven Umfelds:

Am ersten Forum zu Bern sehen wir zunächst eine Austausch- und Diskussionsrunde mit professioneller Unterstützung aus den Medien und der Vermarktung.

Außerdem ist ein Ausflug ins eidgenössische Nachbarland für mich eh schon längst mal wieder überfällig - spread the word!

Blogvorstellung: Thinkabout.ch

thinkaboutZeit für die wöchentliche Blogvorstellung - wenn man sich die Mikro-Publishing Szene in der Schweiz näher ansieht, dann könnte man als Österreicher (und Deutscher) ob der Themenvielfalt und der hohen journalistischen Qualität der diversen Fachmedien sowieso neidisch werden: oder sich freuen, dass dieselben Felder hierzulande bislang eher unbeackert blieben. Keineswegs an IT.Geek.Nerds richtet sich Thinkabout.ch: XYs Blog sammelt elegant formulierte Gedanken - von unbeschwert bis gravitätisch und stets ausgesprochen lesenswert.

Die Denkerei sei der wildeste aller Affen, hat mal jemand behauptet. Buddhisten, speziell die tibetischen, widersprächen dieser Aussage vermutlich nicht, zumal in der Dzog Chen Literatur das Hirnkasterl auch gerne mit einem unruhigen animalischen Baumkletterer verglichen wird. Der wiederum sei aber ohnehin unser nächster Verwandter, erklären die Vertreter der "wissenschaftlichen" Evolutionstheorie und streiten sich in Ami-Land ausgesprochen öffentlich darüber, welcher Mythos sich für die Schulkinder als alltagstauglicher erweist... aber egal, ob wir geschöpft wurden von einem mehreren Göttern oder doch bloß die chemischen Parameter in der Ursuppe sich als günstig erwiesen für die Entstehung von ein paar Kohlenwasserstöffchen: um sich über derlei Theorien auszutauschen (oder die eigenen Überzeugung semi-dauerhaft in die mittlerweile durchs Internet echtzeitlich verbundene Welt) hinauszuposaunen, bedienen sich Menschen mangels telepathischer Fähigkeiten in der Regel der Sprache - die eine gewandter, der andere weniger.

Wer sich kompetent und berufen fühlt zum Schönreden, darf als gerngesehener Geistschreiber für Politiker-Reden auf ein anständiges Einkommen hoffen, eine Autorenkarriere anstreben oder aber der Werbeindustrie den nächsten unvergesslichen Slogan abliefern. Wer dagegen rein aus intrinsischer Motivation was zu sagen hat, muss nicht mehr auf die Gnade ehrenamtlicher Chefredakteure ambitionierter Literaturzeitungen hoffen, sondern hat wahlweise auch die Option, sein eigenes Blog zu schreiben. Glücklicherweise hat sich der Autor der vorzustellenden Publikation für letztere Möglichkeit entschieden - er präsentiert der geneingten Leserschaft täglich so lesenswerte Miniaturen wie:

Die Kraft der Gedanken ist unerforscht. Die Macht der Worte auch. Wir sollten sie stets mit Sorgfalt wählen und nicht gering achten, selbst wenn wir damit gegen physische Gewalt angehen müssten.

Thinkabout führt auch auf twoday in Blog namens Schreibmut auf twoday, das den Untertitel "10min NUR für die rechte Gehirnhälfte" (War das schnell nochmal die rationale oder die kreative nach Irrmeinung der Kognitionsforscher?) trägt:

Die Vermutung hat keine Frage gestellt und doch schon eine Antwort geliefert. Damit fühlt sie sich nicht richtig wohl, und so ist es meist so, dass, wenn sie ausgesprochen wird, darin auch die Frage liegt.

Thinkabout.ch gehört zu vergleichsweise wenigen anonymen, gut besuchten Blogs - den Grund für den Verzicht auf die reale Identität erklärt der Schweizer Blogger auf für mich sehr nachvollziehbare Weise:

Meine Texte sind gelegentlich durchaus sehr privat. Intim vielleicht sogar. Das Pseudonym gibt mir eine Art Schutz, ein wenig Distanz zumindest, und es fördert damit die Ehrlichkeit mir selbst gegenüber sehr viel mehr, als es sie behindern würde.

Wer selber bloggt (groß, klein, jung, alt, unverzichtbares IT-Knowledge, Katzenblog, deutsch oder englisch - egal!) und Lust drauf hat, hier vorgestellt zu werden, hinterlässt einen Kommentar oder droppt mir, wie die Hip Hopper sagen, eine Message. Blogs, die ich nach - selbstverständlich rein subjektiven - Kriterien spannend und anregend finde, tauchen dann früher oder später an dieser Stelle auf.

Blogparade: trigami auf den Zahn gefühlt

Zur Veröffentlichung der eigenen Erfahrungen mit trigami fordert Seba Müller in seiner aktuellen Blogparade auf. [via Dimido] Kommerzielle Unterbrecherwerbung ist in Blogistan ein bekannt heiß diskutiertes Thema - ich habe wiederholt über den Schweizer Blogvermarkter geschrieben, StammleserInnen dürften also nicht weiter überrascht sein, dass ich sehr viel von dieser Form der Longtailwerbung halte.

  1. Gehören bezahlte Beiträge in einen Blog?

    Nicht in einen Corporate Blog :-) Aber im Ernst: das muss jede/r BloggerIn ganz für sich allein entscheiden, da gibt's keinerlei Gebote, die in Stein gemeißelt wären.

  2. Wie viel Geld bekommst du pro geschriebene Rezension?

    Rund 130 Euro.

  3. Was hältst du von dem neu eingeführten flexiblen Preissystem Trigamis?

    Die Anpassung des Preises je nach Ausführung der Rezension halte ich für sinnvoll und wichtig, um ein hohes Qualitätsniveau zu halten. Dass Blogger den Standardpreis jetzt über- bzw. unterbieten können, ist ein nettes Zusatzfeature.

  4. Wie viel Mühe gibst du dir bei Rezensionen?

    Ziemlich genau gleich viel Mühe wie mit "normalen" Blogbeiträgen derselben Länge - außer beim Testen neuer Webplattformen, da kann's auch mal etwas länger dauern.

  5. Auf was achtest du bei deinen Bewerbungen auf Rezensionen?

    Ich achte darauf, dem Kunden zu erklären, welche Leserschaft er auf meinem Blog erwarten kann und teile ihm gegebenenfalls mit, warum ich gerne über sein Produkt schreiben möchte. Die Kennzahlen zum Blog sind ohnehin im trigami System ersichtlich.

  6. Wurden deine Bewerbungen schon öfters abgelehnt weil dein Preis für eine Rezension zu hoch war?

    Ja, das geschieht ziemlich häufig - etwa die Hälfte meiner Rezensionen wird mittlerweile aufgrund des zu hohen Preises abgelehnt.

  7. Sind bezahlte Blogbeiträge die Haupteinnahmequelle deiner Seite?

    Das ändert sich von Monat zu Monat und hängt davon ab, wie viele trigami-Aufträge ich jeweils bekomme. Summa Summarum waren die Honorare für bezahlte Beiträge allerdings 2007 insgesamt die größte Einnahmequelle.

Bis zum 15. Februar können trigami-Blogger an Sebas Parade teilnehmen. Ihre Erfahrungen geschildert haben bisher unter anderem Baynade und Weißenfels.

Blogistan Panoptikum KW02 2008

Interessante Infos über nofollow-Blogs (vor allem, wie man selbige findet) hat Malte zusammengestellt. kA, wie ich in die digerati Suchmaschine geraten bin - coole Sache jedenfalls! Auch ansonsten war's blogtechnisch für mich eine sehr erfreuliche Woche: in den nächsten Wochen folgt wieder eine Serie von Gewinnspielen!

Nur 1 gallisches Dorf leistet Widerstand

Bevor ich gegen Shorty in Serie verloren hab, dachte ich irgendwann mal, ich hätte Attack ganz gut im Griff... aber dieser Screenshot erinnert eher an die "Ganz Gallien! Ganz Gallien?" Situation - und das schon zum dritten Mal hintereinander. Gebt diesem Mann bloß keine Atomwaffen:

attack

Viel Diskussion um nix

Der umtriebige Thomas Knüwer hat eine aufschlussreiche Zusammenfassung der langerwarteten Podiumsdiskussion mit Konken, May, Donsbach und Co. geschrieben. Der gesamte Bericht ist absolut lesenswert, speziell, weil die geplante Live-Übertragung aufgrund des großen Interesses der Bewohnerschaft Blogistans gleich zu Beginn zusammenbrach. Besonders gut gefällt mit Thomas' selbstregulative Ethikdisposition:

Um es klar zu sagen: Nach meiner Meinung hat ein Pressekodex allein keinerlei Wirkung. Punkt. Entscheidend sind die Berufsehre der Journalisten und das Unternehmensklima in den Verlagen. Ein Journalist, der eine solche Ehre verspürt, braucht keinen Kodex. Ein Journalist, der sie nicht verspürt, kümmert sich nicht um den Kodex.

The infamous Don Alphonso hat ebenfalls sehr klare Worte gefunden, denen ich genauso wenig widersprechen kann:

Gewisse Entwicklungen sind unumkehrbar, und wenn die Medien weiterhin Blogs in die Ecke drängen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht - jedenfalls nicht schlechter, als von diesen Medien vereinnahmt zu werden.

Völlig verwirrt? Dann hilft nur Wirres.net, dort gibt's die ultimativ objektive Zusammenfassung eines anscheinend unwürdigen Events.

gulli wechselt zu WordPress

Quasi schon "old news", aber ich hab's gerade erst bei Dimido, Gordo und KRiZZi gelesen: gulli wechselt von Typo zur WP.

Sehr interessant ist der Plattformwechsel von gulli, da es zeigen wird, wie sich das doch kleine, einfache WordPress, was mal als reines Blog-System gedacht war, in großen Dimensionen eines News-Portals schlagen wird.

Im Backend ist das Blog-CMS bereits im Produktiveinsatz, ausgeliefert werden die Seiten bis zum kompletten Wechsel derzeit noch von der Typo-Engine. Ich war eigentlich nie ein übermäßiger Fan von gulli... wenn man schon "Untergrund-Suchmaschinen" braucht, dann lieber gleich die großen Brüder aus US, aber mit einer Sache haben die Betreiber völlig recht:

Eine lebendige Entwickler-Community hat aus der Blogsoftware ein ausgewachsenes CMS gemacht, das auch Sites wie gulli.com inzwischen antreiben kann. Weiter dürfte der Einsatz von Wordpress hinter den gulli-Kulissen für die eine oder andere interessante Erweiterung für WP sorgen.

Auch nicht gerade ein Nachteil für beide Seiten: ab sofort kann man gulli-News mit Trackbacks beschicken.

Rare Ware: Gute (Polit)Cartoons

Hab mal wieder nach Dimidos Kommentar der Thingama-Seite einen Besuch abgestattet und bin auf Larsons World gestoßen: dort gibt's einige großartige Cartoons. Zwar nicht vom Betreiber selbst, sondern zusammen gesammelt - und wirklich funny stuff.

Neu bei trigami: Videoreviews und Web 2.0 Marktforschung

trigamiSeit der offiziellen Ankündigung am 10.1. macht die Nachricht die Runde kreuz und quer durch die Blogosphäre: der innovative Schweizer Blog- bzw. Longtail-Vermarkter trigami weitet seine Produktpalette aus und bietet ab sofort auch Videorezensionen an - das ist allerdings nicht die einzige Neuerung.

Nach anfänglicher Skepsis bei zahlreichen Bloggern erfreut sich trigami inzwischen über rasante Wachstumszahlen. Anstatt auf der Stelle zu treten haben sich Remo Uherek und sein Team ein paar (meiner bescheidenen Meinung nach) hochgradig sinnvolle Neuerung einfallen lassen. Am firmeneigenen Blog ist die neue Werbeform ausführlich beschrieben, die Mechanik ist grundsätzlich dieselbe wie bei den bisherigen 150 Kampagnen:

Kunden können Blogger mit der Produktion von kurzen Video-Berichten über ihre Produkte beauftragen. Diese Videos werden dann auf Videoplattformen wie Youtube und auf den jeweiligen Blogs veröffentlicht. Wie bei Text-Reviews können hier weiterhin nur Blogger teilnehmen, die einen von Trigami freigeschalteten Blog in unserer Datenbank haben.

Auch sehr interessant und nur auf den ersten Blick ein Paradoxon: Kampagnen unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit. Anstatt Marktforschungsinstitute zu beauftragen, die ohnehin wenig Ahnung von Web 2.0 haben, können Produktentwickler ab sofort bezahltes direktes Feedback von Bloggern einholen. Die Qualitätskontrolle erfolgt analog zu öffentlichen Ausschreibungen:

Individuelles Feedback, welches nicht veröffentlicht, sondern den Kunden privat zugestellt wird. Kunden können Bloggern den Auftrag geben, sich kritisch und konstruktiv zu einem Produkt zu äußern und damit Marktforschung 2.0 betreiben - ganz unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Gegensatz zu Text- und Video-Reviews können hier erstmals auch Trigami-Blogger teilnehmen, die keinen (freigeschalteten) Blog in unserer Datenbank haben.

Ebenfalls neu im Portfolio und sozusagen direkte Konkurrenz zum Business-Modell von p*n*c consulting: trigami berät ab sofort Kunden beim bekannt untrivialen Umgang mit dem Thema Corporate Blogs.

Trigami Consulting: Gerne beraten wir Sie individuell und persönlich in Web 2.0 und Blogging-Fragen. Sei es die Implementierung von Online-Monitoring zu Marktforschungs- und Krisenpräventionszwecken, die Konzeption und Implementierung eines Corporate Blogs zur Öffentlichkeitsarbeit oder die Definition einer modernen Online-Strategie, unsere Experten stehen Ihnen gerne für individuelle Projekte (auch in Ihrem Hause) tatkräftig zur Verfügung.

Im Zuge des Launches der neuen Produktpalette wurden auch gleich einigen Änderungen im Blogger-Backend vorgenommen: Icons zeigen, um welche Art von Review es sich beim jeweiligen Auftrag handelt. Eine generelle Einstellung in den Optionen, welche Formen von Ausschreibungen man erhalten möchte, habe ich nicht gefunden - die Möglichkeit, sich generell von Video-Ausschreibungen exkludieren zu lassen, fände ich durchaus sinnvoll.

Ebenfalls geändert hat sich die Kennzeichnung für neue Rezensionen: Grafik und Erklärungssatz fallen, stattdessen steht am Beginn des Textes nur mehr schlicht und ergreifend [trigami] inklusive Einbindung eines transparenten 1-Pixel-Gifs zur automatischen Überprüfung der Kennzeichnung. Ich hab vor kurzem beschrieben, wie man trigami-Reviews ein eigenes Template zuweist - somit sind immer alle bezahlten Rezes einheitlich gekennzeichnet.

Ich bin ja mit datenschmutz bei trigami fast seit Beginn an registriert und habe bereits einige Reviews veröffentlicht, und aufgrund der beiden fatfoogoo Kampagnen kenn ich das System mittlerweile auch von der "anderen Seite": dass der Marktplatz für Blogmeinungen so gut funktioniert, überrascht mich keineswegs - im deutschen Sprachraum werden Blogs in der kommenden Jahren immer relevanter für PR und Werbung bekommen. Ich bin jedenfalls schon gespannt auf die ersten trigami blogger generated Videoclips.

Blogistan Panoptikum Woche 51 2k7

Das letzte Panoptikum des Jahres - 52 mal zurückblicken reicht, es wird endlich Zeit für 2009! Oder war's 2008? Egal... die Technologie schreitet ohnehin so rasend voran, dass man die einzelnen Jahre quasi erst im Nachhinein auseinander halten kann. Die erste Dekade des neuen Milleniums wird bald vorüber gewesen sein, und noch immer keine Spur von schwebenden Autos und/oder Zeitreisen. Aber das wird schon noch, zumindest in ersten Massive Multiplayer Science Fiction Game: wär doch mal eine nette Abwechslung zu den dauernden Fantasy-Szenarien.

Daher mögen an dieser Stelle bewegte Bilder sprechen... zwei Elegien auf ein ereignisreiches Jahr. Werden und Vergehen, einmal eher langsam, einmal eher rasch. Aber derlei Attribute liegen bekanntlich ohnehin bloß im und am Beobachter.

Eis lebt!

Wie weiland Fritz Lang in Metropolis den Plastiksackerl Leben einhauchte, so verfährt MindPie mit unserer süßen Lieblingsabkühlung für die heißeren Tage. Vanitasangst und die essentielle Leere der Existenz auf den poetisch-visuellen Punkt gebracht, sozusagen - ein würdiges letztes Video der Woche für das Jahr 2007 - n'joy.

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Vorgeschmack auf morgen

Wenn Linzer sich nicht lumpen lassen, dann sorgen 12.000 Schweizerkracher für ordentlich Rums. [via Max]

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In diesem Sinne wünsche ich produktive Vorbereitungen für einen dramaturgisch gelungenen Sylvesterabend, egal ob mit oder ohne Eis und Schweizerkracher.

Frischer Dubtechno von new.com

Marius aka new.com vom Schweizer Label comfort_noise_productions hat kürzlich einen neuen Mix veröffentlicht: basso continuo kommt in großzügiger 256kbs Qualität im mp3-Format daher und rockt ebenso souverän wie seine Vorgänger.

new.com nennt das ganze "in tiefer Erhabenheit pumpender, klopfender, klickender, hallender & verstrichener Dubtechno" - dem ist wenig hinzuzufügen, selber reinhören ist Trumpf. Marius hat auch ein pdf-Cover mit schickem Bergmotiv bereit gestellt, der Mix dauert genau 78'13'', geht sich also genau auf eine CD aus, falls Autoradio oder Wohnzimmerstereoanlage mit mp3 noch nicht so recht wollen; auf Ei-Boot Ohrstöpseln haben diese mächtigen Basslines meiner bescheidenen Meinung nach ohnehin nicht viel verloren - hier die Trackliste:

basso

basso continuo Download

trigami von der anderen Seite kennenlernen

trigamiAls Blogger bin ich ja schon längere Zeit bei trigami aktiv und war immer sehr zufrieden mit Auftragsabwicklung und Service des Schweizer Dienstleisters. Dieser Tage habe ich das System erstmals von der anderen Seite kennen gelernt und meine erste Kampagne als Auftraggeber eingestellt.

Ich halte trigami für ein sehr gut funktionierendes und kostenmäßig enorm effizientes Marketingtool - daher empfehle ich meinen Kunden bei allen Themen, wo verstärkte Blog-Präsenz Sinn macht, entsprechende Kampagnen zu schalten. Der Eindruck, den ich bisher von trigami hatte, bestätigte sich vollauf: kompetente Beratung, hervorragender Service und allfällige kleinere Unklarheiten sind schnell aus dem Weg geräumt... irgendwie scheint das mit der Schweizer Präzision wohl doch kein bloßes Klischee zu sein.

Einige bloggende KollegInnen halten trigami aus ganz unterschiedlichen Gründen für die Ausgeburt des Online-Leibhaftigen schlechthin. Meine Meinung dazu ist ganz schnell erklärt: wer sein Blog werbefrei halten möchte, dem steht der Verzicht auf trigami ja sowieso frei, aber letztlich urteilen die LeserInnen. Und irgendwie hab ich die Steintafel, auf der steht, dass Weblogs non-commercial media sein sollten, übersehen. Aber ich vermute ohnehin stark, dass ich als Teilzeitjournalist und seit 15 Jahren bezahlter Schreiberling generell weniger Probleme mit bezahlten Rezes habe als so mancher Idealist.

Aber wie auch immer, wirklich ärgerlich war für viele Blogger der kürzlich erfolgte Pagerank-Verlust. Zahlreiche Trigamisten (hehe! neues Fav-Word) wurden abgewertet oder erhielten gar einen Pagerank von Null komma nada. trigami reagierte souverän und schreibt ab sofort in allen Kennzeichnungen und Rezensionen das nofollow-Attribut vor, wie Remo Uherek in einer Aussendung bekannt gab:

In naher Zukunft werden wir unsere Regeln und Richtlinien diesbezüglich aktualisieren. Per sofort wird im Briefing aller neuen Kampagnen eine Passage hinzugefügt, dass die teilnehmenden Blogger alle Links mit "nofollow" zu kennzeichnen haben.

Bislang durften die Blogger selbst entscheiden, ob sie die nofollow-Kennzeichnung verwenden oder nicht. Ich halte diese Vorgehensweise ebenso wie Remo grundsätzlich für absolut ausreichend - zumal ich selbst durch einige Reviews auf Services gestoßen bin, die auch ohne Bezahlung verlinken würde, wie zum Beispiel LaFraise. Aber Google macht nun mal die Regeln und will strikte Trennung bezahlter Links.

Allen ge-google-nullten BloggerInnen empfiehlt trigami den nachträglichen nofollow-Einbau und die anschließende reumütige Bekanntgabe via Webmaster Tools - bei Angi und Conny hat die Zauberkur bereits gewirkt.

Das neue Modell hat noch einen weiteren unbestreitbaren Vorteil: dem Vorwurf der versteckten Linkhändlerei, wird sich trigami in Zukunft nicht mehr ausgesetzt sehen. Die Kampagnen richten sich sowieso primär an menschliche LeserInnen, nicht an Suchmaschinenalgorithmen: und da Blogs im deutschen Sprachraum einen zwar noch kleinen, aber deutlich zunehmenden Anteil vom Medienkuchen ausmachen, reicht diese Zielgruppe an Attraktivität für Werbekunden meiner Meinung nach völlig aus.

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