Trotz aller Microblogging-Hysterie besinnen wir uns am 31. August auf die Flotte der Mutterschiffe: heute ist Blogday, und alle WordPress-Selbstdarsteller (und natürlich auch die User anderer CMS-Systeme) sind herzlich eingeladen, fünf Blogs vorzustellen, die sie besonders gerne lesen. Vernetzung, Vernetzung - und: Feiern, bis der letzte Trackback aus der Apache-Bar nach Hause wankt! Wer mit machen möchten, findet alle Infos unter Blogday.org.
Fünf sind nicht gerade viel, natürlich lese ich wesentlich mehr Blogs - hier auf die Schnelle meine fünf täglichen Haupt-Informationsquellen für die Bereiche SEO, Skurrilität und Politik:
Shoemoney.com: Jeremy Shoemakers Marketing-Blog ist ein Must-Read für alle, die sich mit Affiliate Business-Modellen und aktuellen wirtschaftlichen Trends im Web 2.0 beschäftigen.
Sistrix.de: deutschsprachige SEO-Blogs zu lesen habe ich mir abgewöhnt; es gibt unterhaltsamere Arten der Zeitverschwendung, und wenn man dort tatsächlich mal genuin neue Infos findet, dann sind die sowieso von einem Amerikaner abgeschrieben. Erfreuliche Ausnahme: Johannes Beus aka Sistrix, der selbst umfangreiche Analyse-Tools betreibt und daher immer wieder mal genuin neue uns lesenswerte Informationen präsentiert.
johnon.com: John Andrews, wohnhaft in Washington, bezeichnet sich als "Competitive Webmaster". Er aktualisiert sein Blog, das seit Juli 2006 besteht, nicht besonders häufig - dafür ist jedes neue Posting absolut lesenswert.
Titanic Newsticker: die Homepage des deutschen Satire-Flaggschiffs ist ebenfalls ein Blog (zumindest gibt's einen RSS-Feed). Wer etwas für schwarzen Humor und skurrile Lacher übrig hat, sollte öfter mal reinschauen.
Wissen belastet: Max Kossatz bloggt, unterbrochen von gelegentlichen Gadget- und Net-Culture-Beiträgen, hauptsächlich über Politik und den Einsatz des Web 2.0 als politisch-partizipatives Instrument. Außerdem rockt seine Titelgrafik ungemein!
Mindestens ebenfalls so interessant und häufige Besuche respektive einen Fixplatz im Feedreader wert: Michael Kamleitners NonSmokingArea, Peter Steinbergers Navigator of Ignorance, Judiths Linzerschnitte, Robert Lenders Nur ein Blog, Janas digiom, Helges Helge.at und ganz viele andere Blogs, deren URLs ich nicht auswendig kenne. Keep up the great work!
PS: Ja, stimmt. Wir alle sind dran schuld, dass die Content-Industrie grade den Bach runtergeht. Wir sind einfach zu motiviert - sorry Journalisten, sorry Verleger!
Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!
Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:
First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.
Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.
Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com
Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:
Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.
Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:
I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?
- Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
- Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints
How are my TwitPoints used?
- Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
- Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
- To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.
Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!
Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:
Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]
Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.
Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:
So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.
Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!
Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:
So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.
Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:
- Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
- Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
- Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
- 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
- Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.
Downloadlink zur Studie.
Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:
To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.
Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.
Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...
http://www.vimeo.com/6187842Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:
Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!
In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!
Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:
The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.
Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:
Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.
Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:
The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.
TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:
According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.
Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:
Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post
Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:
So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.
Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!
Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?
The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).
Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:
Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.
Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel
Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:
Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!
Wir nehmen zur Kenntnis, dass aufgrund der durch die Wirtschaftskrisenerzählung notwendig gewordenen Sparmaßnamen der Frühling 2009 aus budgetären Gründen entfällt und im Sinne der Effizienzsteigerung und Lehrergewerkschaft der Sommer sofort beginnt. Mit Badengehen in der Lobau war heute leider noch nix, da meine Motorradwerkstätte nicht ganz so rasant vorgeht wie der für Jahreszeitenwechsel zuständige Beamte im Wetterministerium. Doch trotz des hohen Anreizes, das Netz Netz sein zu lassen, hat sich im virtuellen Raum schon wieder eine Menge getan - aber am Montag war's ja auch noch saukalt in Wien.
Zum kleinen Skandälchen wurde die Tatsache, dass Guy Kawasaki eine Ghost-Tweeterin beschäftigt und Twitter aus Überzeugung für ein Numbergame hält:
But retweeting is also crucial, Mr. Kawasaki said. "Retweeting is the sincerest form of flattery," he said. "When somebody retweets you, they really have made a conscious decision that they like what you’ve done." He directed the crowd’s attention to Retweetist, which measures how often you’re echoed, and pointed out that he tops the list. "It’s kind of my scorecard," he said, admitting that he checks it 5 to 10 times a day.
Reinialois hat recht:
Da hat man einen riesigen Durst und muss im Restaurant, im Cafe oder wo auch immer stets die selbe lange Leier aufsagen: ‘Einen Apfelsaft mit Leitungswasser auf Null-Fünf g'spritzt. Das ist eindeutig zu lang. Die Bezeichnung 'Apfelschorle' ist auch nicht gerade optimal, klingt eindeutig zu hochdeutsch und wird in Österreich wohl nie Freunde finden. Ganz nebenbei bemerkt will man mit einer Schorle sein Getränk mit Mineralwasser gespritzt. Möchte man jedoch Leitungswasser, dann muss man das auch angeben... das Ganze würde dann wieder auf 'Eine große Apfelschorle mit Leitungswasser gespritzt' kommen... wieder zu lang!
Die Lösung: der Frentzy. Kein neues Getränk, sondern ein neuer Name für eine beliebte Mixtur, zu verbreiten durch sozialen Crowdsourcing-Druck auf die Kellnerschaft:
Statt 'Apfelsaft mit Leitungswasser usw...' nur noch einen Frentzy bestellen. Wenn der Kellner blöd aus der Wäsche guckt, blöd zurückgucken und klar machen, dass das Wort inzwischen doch schon jeder kennt!
Ich bin dabei, allerdings wär ich dringend für eine Unterscheidung zwischen üblem gefiltertem Industrie-Apfel-Chemie-Abfall und einem naturtrüben steirischen Fruchtelixier der Leiwandheit. Letzteres sollte Frentzy heißen, ersteres vielleicht Grindfiss oder so.
Schon im November wurden erste Gerüchte rund um Finanzierungsengpässe laut - nun berichtet die BusinessWeek unter Berufung auf zwei interne Quellen, dass Facebook bereits am 1. Mai zusperren müssen, wenn kein Investor gefunden werden können. Speziell das rasante Wachstum in Asien treibe die Infrastruktur-Kosten in schwindelnde Höhen, während die Werbeeinahmen bei weiten nicht zur Deckung der laufenden Kosten reichen:
Over the past few weeks, Facebook has been trying to secure as much as $100 million in debt financing, according to two sources with knowledge of the proposed transaction. Specifically, the company is looking for a handful of credit lines that would help it finance leases for the growing number of computers it needs to run its popular Web site. Such leases are used by well-known companies, including Google's (GOOG) YouTube video service, and are a common way to finance equipment purchases in Silicon Valley.
Banken sind momentan bekanntlich nicht gerade freizügig bei Kreditvergaben - und trotz des unglaublichen Wachstums hat Facebook mittlerweile einen heftigen Schuldenberg angehäuft. Eine Verstaatlichung kommt in diesem Fall wohl nicht in Frage
Dennoch ist es schwer vorstellbar, dass das größte Social Network der Welt in Kürze vor dem Aus stehen könnte. Eine recht aufschlussreichen Kostenaufschlüsselung gibt's am f8blog.
Twitter-Promi Gary Vaynerchuk hat einen lukrativen 10-jährigen Autorenvertrag mit HarperStudio abgeschlossen, wie das Wall Street Journal berichtet:
But in the world of the Internet, he is a Twitter phenom, with 145,000 followers hanging on his every tweet. What began as a daily video blog about wine has become a self-help, business-advice juggernaut, with "Garyvee" as chief engineer. As he describes himself online, "I love people, and the hustle." The first book in his series, "Crush It! Turn Your Passion into Profits in a Digital World," lands in stores in September.
Da ist es also erfreulicherweise wieder mal jemandem gelungen, die relativ undurchdringliche Membran zwischen Old- und New-Media Prominenz zu durchstoßen - Gratulation!
Beherrschendes Thema dieser Woche war wie zu dieser Jahreszeit üblich das aktuelle Pagerank-Update: Generell wurde die Luft in den oberen Sphären mal wieder dünner - zwei meiner Linkpartner wurden von 7 auf 6 abgewertet, datenschmutz damit von 6 auf 5 und datadirt von 5 auf 4. Allerdings habe ich in den letzten drei Monaten für dieses Blog überhaupt keinen Linkaufbau betrieben - und für private Projekte sind Sechser mittlerweile ziemlich teuer geworden
Interessant zu beobachten ist, dass sich die Schere zwischen SERPs und PR wieder mal ein Stückchen weiter öffnet. Außerdem würde ich vorsichtig drauf tippen, dass der Trend zur immer stärkeren Berücksichtigung des Aktualisierungsfaktor ebenfalls weiter anhält.
Auch diese Woche wieder unbedingt hörenswert ist Radio4SEO. Die aktuelle Sendung wirft unter anderem Licht auf den TrustRank und promotet die Shoemoney Tools - ich hab mir bisher noch keinen Zugang gekauft, wär an Erfahrungsberichten sehr interessiert.
isa-media beleuchtet die Google-Sitelinks und kommt zu einem interessanten Schluss:
Natürlich können solche Einblendungen andere Suchergebnisse weiter nach unten schieben und der Kampf um die vorderen Plätze wird noch etwas weiter verstärkt. Ich bin auch schon auf die ersten Eye-Tracking- und Klick-Studien zu diesen Einblendungen gespannt, wie die User dies wahrnehmen und mit Klicks belohnen werden. Generell werden sich die SERPs auch künftig immer bunter und dynamischer gestalten, dass es kaum noch möglich sein wird einen Platz 3 bei einem Keyword mit einem Platz 3 bei einem anderen Keyword zu vergleichen.
In Österreicher erzählen sie uns dauernd, dass wir den im Fernsehen tanzende Inder Fragen sollen - in der Schweiz gehen die Uhren allerdings anders, und von Uhrwerken haben die Eidgenossen bekanntlich eine Menge Ahnung:
Heute führte mich mein Weg mit ein paar Kollegen auf die swiss-online-marketing in Zürich, zu der ich auch vorab für die Messezeitung einen kleinen Artikel verfasst habe. [...] Ein Auftritt in traditionellem indischen Kostüm, und eine provokante Redeführung - der Herr Sauldie weiß wie er Leute um ihr Geld bringt. In Rhetorik fehlerfrei, inhaltlich intelligenzbeleidigend.
Wirklich lesenswert und sehr unterhaltsam! Da bin ich ja direkt froh, dass ich bei meinen Vorträgen nicht in der Tiroler Krachledernen auftreten muss
Ein kleiner Nachtrag zum Thema April: meine Lieblings-Social-News-Maschine sorgte für breit gefächerte Reaktionen zwischen "Sauerei" und mildem Entsetzen. Was war der Grund? Man hatte angekündigt, Alls Links auf "nofollow" zu setzen und dies auch kurzfristig getan. So richtig gut werden Online-Jokes eben erst durch die User-Kommentare... grandios übrigens auch die Falschmeldung von SEO-News.de über den neuen Google-Webmaster Ansprechpartner für Deutschland. Und auf Google Groups bin ich heute auf eine Diskussion zu meiner eigenen Ente gestoßen.
Wenn der Investor aus Dubai zuschlägt, klingelt der Beutel - im Fall der Domain preisvergleich.de satte 15 Millionen Mal:
Eine der meistgeklickten Preissuchmaschinen Deutschlands ist zu einem Rekordpreis verkauft worden: Ein Investor aus Dubai hat für 15 Millionen US-Dollar die Rechte am Namen der Internetplattform "preisvergleich.de" erworben. Umgerechnet zahlt er damit 11,3 Millionen Euro. Die teuerste Domain der Welt war bisher sex.com. Im Jahr 2006 wurden die Rechte daran für 12 Millionen US-Dollar verkauft, wie mehrere Medien damals berichteten.
Vorbesitzer Unister (dem Unternehmen gehört auch news.de) sträubte sich zuerst gegen den Verkauf, aber wie schon mal erwähnt: der richtige Preis beseitigt alle wirtschaftlichen Vorbehalte.
2 Jedi Knights. 2 Lichtschwerter. Hunderte Stunden Nachbearbeitung:
Und damit bleibt mir nur mehr zu sagen: Packen Sie Ihre Bikinis, Badeanzüge, Badehosen und Bermuda-Shorts oder auch nur ein Handtuch ein: die Badesaison ist quasi eröffnet, und ich freu mich schon aufs Frogwatching in der Lobau. Einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
Blogger machen's besser - und vor allem sowieso ständig, glaubt man dem Cheffe des Falter. Aber einmal im Jahr darf auch der gemeine Journalist frei von der Leber weg blühenden Blödsinn von sich geben und trotzdem sagen: Non mea culpa est. Erster April: ein Subgenre, dem in journalistischen Ausbildungsstätten viel zu wenig Aufmerksamkeit beigemessen wird, und doch finden sich jedes Jahr aufs neue Perlen der Fabulierkunst; hier meine subjektive Top-Liste.
Maximaler Respekt für den besten Aprilscherz geht raus an Günter Hack von der Futurezone für seinen Beitrag über ein neu entdecktes Netztroll-Theaterstück im Thomas-Bernhard-Jahr 2009. Es handelt sich um eine literarische und programmiertechnische Sensation:
Im Floppy-Laufwerk stellten die Forensiker einen Datenträger sicher, auf dem sich das digitale Erbe des Schriftstellers befindet. "Es ist ein autopoietisches Internet-Theaterstück namens 'Trolle'", so Prillinger. "Bernhard hatte es offenbar zum Wettbewerb 'Listing des Monats' an die Münchner Fachzeitschrift 'Happy Computer' geschickt, allerdings eine Absage erhalten."
Darob offenbar erzürnt, ließ der Literat seinen Rechner wohl über bisher unbekannte Unterstützer in der IT-Szene selbst ans Netz hängen. Mit grauenhaften Folgen, wie Prillinger heute weiß. "Das österreichische Internet ist Thomas-Bernhard-Territorium", so der Forscher zu ORF.at. "'Trolle' ist eine Schizo-Software, die sich auf Grundlage evolutionärer Algorithmen permanent weiterentwickelt und Millionen virtueller Bernhard-Bots generiert, die sich in allen möglichen Diensten und Foren unterhalb der .at-Domain festsetzen - und nur dort. Man kann sie zwar löschen, sie melden sich dann aber sofort unter anderem Pseudonym wieder an.
Prillingers Berechnungen zufolge sind heute "mindestens 95 Prozent der Akteure" im österreichischen Internet vollautomatische Bernhard-Bots, "die sich exakt so verhalten, wie Bernhard die Österreicher gesehen hat". [...] Wir haben hier verschiedenste autonome Software-Agenten, die von 'Trolle' generiert wurden, vom virtuellen Trollitiker, der mit fünf Zeilen Programmcode auskommt, bis hin zum Expertentroll, der seine eigene Datenbank mitbringt und gleichzeitig 20 Foren, 80 Blogs und nahezu unendlich viele Twitter-Accounts mit herablassenden Belehrungen und fein ziselierten Invektiven beschicken kann.
Das nenn ich mal einen genialen Einfall! Und vor allem kann ich mir unmöglich vorstellen, wie irgend jemand diese hübsche Theorie widerlegen sollte...
Die Warner-Brüder kaufen die Piratenbucht: keine Rede mehr von gerichtlichen Auseinandersetzungen, denn dem Torrent-Distributionsmodell ist mir juristischen Methoden einfach nicht beizukommen.

Wer sein Piratenherz offen auf der T-Shirt Brust tragen möchte oder Bello einen stylishen Pirate-Bay Hundemarken-Halter besorgen will, kann dies übrigens hier tun.
Nach 188 Jahren Druckmaschinen-Nutzung steigt die britische Tageszeitung Guardian nun komplett auf Twitter um. Man hofft auf technologischen Vorsprung:
Consolidating its position at the cutting edge of new media technology, the Guardian today announces that it will become the first newspaper in the world to be published exclusively via Twitter, the sensationally popular social networking service that has transformed online communication.
Bei den Briten haben Aprilscherze ja mindestens eine so hehre Tradition wie in .de und .at - und bei der Formulierung der ausführlichen Story haben sich die Kollegen so richtig ins Zeug gelegt:
Sceptics have expressed concerns that 140 characters may be insufficient to capture the full breadth of meaningful human activity, but social media experts say the spread of Twitter encourages brevity, and that it ought to be possible to convey the gist of any message in a tweet.
Ein Platzwart, dessen Name der Redaktion bekannt ist, verwechselte das Datum und programmierte mit Stadion-Sprinkleranlage auf 1. Juli statt 1. April - mit verheerenden Folgen:
Zentimeter hoch stand das Wasser am Morgen des 1. April auf dem aufgeweichten Boden der EM-Arena. An ein Fußball-Spiel war daher nicht zu denken. [...] "Es sah aus wie der Wörthersee, nur mit Algen überzogen", berichtet ein Stadion-Insider im Gespräch mit LAOLA1.
Für die neue Eishalle versprach LH Dörfler Besserung und den Einbau einer Bodenheizung als oberste Priorität. Aussitzen sei nun mal keine Lösung:
Die Lösungsvorschläge des betroffenen Platzwartes: "Lei lossn, trocknet sicha wieda", waren den Verantwortlichen nicht effizient genug.
Der Chaos Computer Club begrüßt, dass die Politik endlich dort eingreift, wo die Probleme entstehen: im Drucker! Denn was nutzen die besten Bombenbauanleitungen, wenn der Terrorist sie nicht in die Werkstatt mitnehmen kann?
Nach Plänen des Chaos Computer Clubs (CCC) soll etwa beim versuchten Ausdruck von [Externer Link]Bombenbauanleitungen, [Externer Link]Killerspielen, politischen Blogs und anderem einschlägigen Material alles Druckbare durch Abbildungen von Blümchenwiesen und blühenden Landschaften ersetzt werden.
"Diejenigen, die mehr und mehr Seiten aus dem Internet ausdrucken, sind eine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Wir haben die Diskussion zu dem Thema intensiv verfolgt und festgestellt, dass besonders die Berufsgruppe der Politiker Probleme mit der Rezipientenfreiheit hat", sagte ein Sprecher des CCC, "dies hat uns dazu bewogen, diesen Ansatz zu unterstützen."
Die Porno-Industrie wird von diesen Plänen besonders schwer getroffen: so soll es künftig nicht mehr möglich sein, werktags vor 22 Uhr pornographisches Material auszudrucken. Alle sind begeistert - nur die Druckerhersteller zeigen sich bislang uneinsichtig.
Diese Auswahl ist natürlich rein subjektiv - da gibt's noch jede Menge mehr: Heise fördert das geheimdienstliche Schlapphut-Bit zutage, Shoemoney verkauft seine Firma und zieht nach Portland, Gulli spendiert einen neuen Hintergrund, Stefan Waidele bloggt über die diesjährigen c't Aprilscherze und Ikea Frankreich promotete das non-existente Öko-Auto. Welche Aprilscherze habe ich übersehen? Bin dankbar für jeden Hinweis
Dieser Rückblick beginnt mit einer Durchsage in eigener Sache: datenschmutz entwickelt sich äußerst zufriedenstellend, und der wöchentliche Rundblick hat immer mehr Leser, von denen die meisten online selbst äußerst aktiv sind. Daher bitte ich zukünftig um Mitarbeit, denn: Ab sofort kann jeder Leser News für das Blogistan Panoptikum einreichen. Ich habe dazu ein eigenes Kontaktformular eingerichtet, das Ganze funktioniert auf Wunsch anonym oder mit Namen. Erforderlich sind lediglich eine URL zur Originalnachricht bzw. -seite sowie einige Zeilen Text. Wer möchte, hinterlässt Name, E-Mail Adresse für Rückfragen und optional eine URL - die wird dann, falls ich die betreffende News auswähle, natürlich im Wochenrückblick verlinkt. Ob es sich um eigene Projekte oder interessante Neuigkeiten von "anderswo" handelt, spielt keine Rolle. Die Auswahlkriterien sind völlig subjektiv: wenn ich die Nachricht interessant finde, präsentiere ich sie an dieser Stelle zukünftig meinen Lesern. Ab sofort finden Sie dazu am Ende des Wochenrückblicks einen Link zur Einreichung - über rege Beteiligung freue ich mich natürlich.
Manchmal ist man sofort Feuer und Flamme, manchmal dauert das Warmwerden etwas länger - dafür gestaltet sich die Beziehung dann in der Regel um so intensiver. So in etwa erging es Jeremy mit Twitter - der Erfahrungsbericht erinnert mich an meine ersten Zweifel, ob das Echtzeit-Microblogging Service denn für irgendwas zu gebrauchen sei. Von den 15k Followers, die User shoemoney bis Ende des Jahres haben will, bin ich zwar noch weit entfernt: aber ich kenne kein anderes Online-Service, bei dem Spaß und Ernst so nahtlos ineinander fließen.
Max hat das aktuelle EFF (Electronic Frontier Foundation) Video gepostet, indem Seth Schoen und Danny O'Brien den "geheimein Laserdrucker Code" erklärten. Unglaublich, aber wahr: alle modernen Farb-Laser drucken ein fast unsichtbares gelbes Muster auf *jede* Seite, anhand dessen sich der Hersteller bzw. Druckertyp identifizieren lässt. Kein urbaner Mythos, sondern harte Realität: Max hat das Ergebnis des "Nachweisexperiments" gleich mit veröffentlicht.
Es geht bekanntlich nix über Vertipper, denn warum sollte man Fehler des Nutzers nicht gleich in Conversions umwandeln? Denkt sich zumindest AOL... aber was nützt der schönste Collateral Traffic, wenn der resultierende CPC nicht stimmt? SumaTopfmodel sucht AdSense Alternativen und hat dazu ein Vergleichsexperiment gestartet. Und wenn das Geld dann mal in Strömen reinfließt, wird's Zeit für den Reality Check mit dem Finanzamt: SEO-Handbuch hat diesbezüglich einige Tipps aus der Abteilung "frühzeitige Steuerstrafenvermeidung" parat.
Teurer Marktvergleich: nix is' mehr mit Sistrix' gratis Toolbox, ab sofort wird für die Benutzung jedes einzelnen Moduls ein Hunderter pro Monat fällig, das ergibt saftige 5k pro Jahr - da lob ich mir doch die neue SEOMoz Tarife, wenngleich Sistrix' Setup für .de Webmaster-Zwecke vermutlich besser gerüstet ist.
Wie ich in den Kommentaren zu den Postings bereits angedeutet habe, kann der Zugriff auf diese Module nicht kostenlos sein: über 100 GB RAM, mehrere Terabyte performante Festplattenkapazität, sehr viel Bandbreite und eine ganze Kiste CPUs gibt es leider nicht geschenkt und auch der Betrieb des Systems frisst regelmäßig eine Menge Geld. Jedes dieser Module kostet monatlich 100 Euro netto und die Zusammenstellung der Module kann beliebig miteinander kombiniert werden. Da ich von dem Nutzen der Tools und Daten überzeugt bin, gibt es den Komplettzugriff auf alle vier Module bis Ende dieses Jahres zum Einführungspreis von 400 Euro netto.
AdSense Daten endlich in Analytics: Jojo berichtet, dass Google Analytics nun doch für alle User AdSense in Analytics integriert - speziell die Auswertung von Profit pro Referrer dürfte für viel Gesprächsstoff sorgen. Die neuen Funktionen sollen nach und nach für alle User zugänglich gemacht werden, die das offizielle Analytics Blog berichtet. Ob Google die hausinterne Volkswirtschaft ankurbeln will oder einfach nur Angst hat, dass noch mehr User vor Analytics davon laufen? Vermutlich spielen beiden Faktoren eine Rolle dafür, dass man sich doch noch dazu durchgerungen hat, Webmistressen die Optimierung zu erleichtern.
Große asymmetrische Worte: Asymetrisches Community Management stellt Eikyo vor. Klingt irgendwie hochgestochen, ist aber beängstigend simpel. File unter "Willkommen im Web 2.0" oder auch "nona":
Das Community Management findet dort statt wo die Zielgruppe und die User zu finden sind, ob dies XING, Twitter, MySpace oder Youtube ist.
Vimeo wäre endlich einer kostenpflichtigen Plus-Fassung verfügbar, die das 500MB pro Woche Limit auf 2 Gigs aufbohrt, für Vorzugsbehandlung in der Transcoding-Queue sorgt und mehrere Channels pro User erlaubt. Außerdem sinn 1.000 embedded HD-Plays inkludiert, weitere können dazu gekauft werden. Der Preis ist mit 59,95$ pro Jahr scharf kalkuliert - ich hatte bereits meine Paypal-Adresse gezückt, aber:
For now, we only accept orders from US residents only – International support coming soon!
Mal sehen, was mit "soon" gemeint sein könnte... in der Zwischenzeit hab ich mir auch mal Viddler angesehen: sehr nett für amerikanische Videos, aber wie die das hinkriegen, dass man in den Beschreibungsboxen keine Umlaute eingeben kann (Firefox 3, Standardeinstellungen - ich hab nicht versucht, mit der Codepage rumzuspielen), ist mir ein Rätsel.
Howard Rheingold, eine der großen Integrationsfiguren der amerikanischen Internet-Szene, wirkt nicht nur in jedem seiner Vorträge unglaublich sympathisch, sondern hat auch ein Talent dafür, komplexe Zusammenhänge sehr verständlich zu erklären. Sein aktuelles Kurzfilm "Vernacula Video in Culture an Education" - wie verändern Netflics unsere Bewegtbildkultur? - gefällt mir ausgesprochen gut:
Das war's auch schon wieder für diese Woche: Ich wünsche einen erbaulichen Restsonntag. Und niemals vergessen: "Wer ander'n eine Grube gräbt, hat viel Arbeit, auch wenn er eine Schaufel hat." Wir lesen uns am Montag!
Haben Sie Vorschläge und Themen fürs Panoptikum? Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten? Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - hier geht's zum Einreich-Formular.
Was die Definition von fett ist, wissen wir dank des gleichnamigen Songs von den Fetten Broten schon lange. Shoemoney allerdings hat unlängst eine Umfrage zum Thema Was ist SEO? unter den einschlägig vorbelasteten Gurus durchgeführt und wollte wissen, wie selbige ihren Broterwerb definieren. Mit Marcus Tandler aka Mediadonis ist auch ein Deutscher mit in der illustren Runde dabei, zu der unter anderem auch Neil Patel, Andy Beal, Dax Herrera, Patrick Gavin, Danny Sullivan, Joost Devalk und Quadzilla gehören.
Besonder gut gefällt mir die Definition von Rebecca Kelley (SEOmoz):
In my opinion, SEO is simply a facet of traditional marketing that focuses on the Internet medium. It involves implementing strategies and changes that make your website both search engine and user friendly - search engine friendly so that your site ranks well in search engine results for appropriate keyword searches, and user friendly so that you can provide a solid customer experience and yield high conversions.
Dabei wird der zentral Punkt angesprochen - "gute" SEO bedeutet eben immer, beide Seiten - die dummen Google-Bots ebenso wie die schlauen menschlichen Besucher - im Hinterkopf zu behalten und Webpräsenzen so zu bauen, dass beide "Zielgruppen" möglichst viel Freude mit der besuchten Seite haben. Und ich weiß, dass hier einige Online-Pros mitlesen, daher eine Frageeee: was verstehen Sie, verehrte LeserInnen, unter (Blog)SEO?
Jeremy hat sich nun doch noch entschlossen, das Geheimnis seines Reichtums mit uns allen zu teilen... und verrät in der neuesten Ausgabe des Shoemoney Videopodcasts, wie man mit fünf Facebook-Profilen in einer Nacht 1000 Dollar verdient. Simpel, aber umso eleganter. Quote: "And if you don't make thousand bucks tonight... well... I'll send you 1000 bucks."
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PS: yup, ein Aprilscherz. Und mit dem statischen Rauschen der ziemlich beste, über den ich in diesem Jahr gestolpert bin.
Ein sehr video-lastiges Wochen-Panoptikum erwartet Sie diese Woche, hochverehrte LeserInnen. Doch wie Andi Schabus es so schön beim letztwöchigen Digitalk formulierte: man nimmt eben, was am besten passt. Mit anderen Worten: es gibt weder Podcasts noch Blogs noch Online-Videochannels - sondern bloß mehr oder weniger geeignete Formate zum Gschicht'l-Drucken.
Die SMX, eine der wichtigsten SEO-Veranstaltungen in den USA, ist frisch vorüber - in der aktuellen Ausgabe der Shoemoney Show rekapituliert Jeremy seine neuesten Erkenntnisse. Eines steht jedenfalls fest: der Magie von Twitter ist Shoe mittlerweile auch verfallen.
Jack Nicholson erregte ebensoviel Aufmerksamkeit wie Häme mit seinem Zusammenschnitt alter Filmrollen, in denen er diverse Borderline-Charaktere für Hillary ins Rennen schickt. Ist jede Werbung gute Werbung? Oder würden Sie dem Hausmeister aus Shining ein Auto oder eine Präsidentin abkaufen? Obwohl schon das Original wie eine Parodie wirkt, finden sich auf youtube inzwischen massig viele Verhohnepippelungen des Wahlclips, z.B.:
Ausnahmsweise mal ein Videoclip ohne Worte...
Ein deutscher Wissenschaftler sorgte letzthin mit der Aussage für Aufregung, dass 30 Minuten Work-Out genauso viele Kategorien verbrauche, wie 30 Minuten lang Frauen auf die Brüste zu starren. Klingt absurd, aber bereits 1997 war diese Theorie erstmals aufgetaucht. Glücklicherweise klärt Brainiac die Sache ein und für allemal mittels strengst möglicher Wissenschaftssimulation! (Word of Warning: Boobies gibt's in dem Video keine zu sehen!) [via John Chow]
Ach ja, bei TZ hab ich den bösen Witz der Woche gelesen - über psychische Insuffizienzien möge man keine Scherze reißen, mahnt der Commons Sense, aber ADD macht danke Ritalin-, Simpsons- und Southpark-Behandlung eine Ausnahme:
How many kids with ADD does it take to screw in a lightbulb?
Hey! Who wants to rides bikes!
Mittlerweile existieren für WordPress zahlreiche Plugins, die sich des Problems "Duplicate Content" annehmen. Google mag's nämlich ganz und gar nicht, wenn ein- und dieselben Inhalte unter der gleichen Adresse abzurufen sind und reagiert mit Abwertung.
Dass der duplicate content in den letzten Monaten gesteigerte Bedeutung erlangte, hat nicht zuletzt mit der steigenden Verbreitung von Splogs, also Spam-Blogs, zu tun*. Man muss jedenfalls eine Menge Vorkehrungen treffen, damit unter der eigenen Domain jeder Artikel nur einmal aufscheint. Duplicate Content Cure oder Meta Robots lösen die gröbsten Troubles (ich verwende beide Erweiterungen), effektivere Resultate erreicht man mit der direkten Aussperren von Bots in der robots.txt: diese Datei liegt gemeinhin im Rootverzeichnis und enthält Anweisungen für Crawler - und die Big Three (Google, MS, Yahoo) halten sich auch dran.
Word of Warning: Mit Manipulationen an der robots.txt-Datei kann man sich eine gut funktionierende SERP-Struktur im Nu abfucken. Außerdem spielt die Frage, ob man z.B. in der Tag- und Category-Ansicht Exzerpte verwendet eine beträchtliche Rolle - ebenso wie die Entscheidung, welche Einzelpages gut indiziert werden sollen. An Impressum und Kontaktformular möchte ich z.B. lieber keinen Linkjuice verschwenden. In solchen Fällen machen interne nofollow-Links hochgradig Sinn, aber das ist eine andere SEO-Geschichte und soll ein andermal erzählt werden...
Word of even more Warning: Die nachfolgende angegebenen Tipps beziehen sich auf *meine* Permalinkstruktur. Wer keine sprechenden Permalinks verwendet oder stark abweichende Einstellungen, kann mit den folgenden php-Wildcards Crawlern den Zugriff auf Beiträge komplett verunmöglichen. Also in jedem Fall ein Backup der robots-Datei anlegen und testen, testen, testen! Sehr hilfreich dabei: das kürzlich erwähnte Crawler-Tracker Plugin.
Einige reguläre Ausdrücke sind im robots.txt erlaubt, $ steht in Regex-Terminologie dabei für das Ende des Dateinamens. Die Syntax ".php$" erfasst also alle Dateien, die auf *.php enden. Man kann damit zum Beispiel den Crawler-Zugriff auf alle pdfs, exe-Dateien und Bilder sperren:
Disallow: /*.pdf$
Disallow: /*.jpeg$
Disallow: /*.jpg$
Disallow: /*.gif$
Disallow: /*.png$
Disallow: /*.exe$
Daraus ergeben sich zahlreiche weitere Möglichkeiten, die man ja nach eigener Präferenz frei kombinieren kann:
Disallow: /*? - alle URLs mit Fragezeichen drin werden geblockt. Kann natürlich nur dann verwendet werden, wenn in den Standard-URLs kein Fragezeichen vorkommt.
Disallow: /*.php$ - blockiert alle php-Files
Disallow: /*.inc$ - verhindert den Zugriff auf include-Dateien.
Disallow: /*.css$ - verbirgt Stylesheet-Dateien (falls mehr als eine in Verwendung ist.)
Disallow: */feed/ - verhindert das Einlesen des Feeds.
Disallow: */trackback/ - verhindert das Indizieren der Trackback-URLs.
Disallow: /tag/ - Tag-Pages ausschließen
Disallow: /category/ - Kategorie-Seiten ausschließen.
Disallow: /2006/ - Disallow: /2007/ - Disallow: /2008/ - Zugriff auf Jahresarchive verbieten
Möchte man nun aus irgendwelchen Gründen den Zugriff auf eine der oben ausgeschlossenen Seite explizit erlauben, kommt dazu folgende Syntax zum Einsatz:
Allow: /category/meineseite.php - erlaubt den Zugriff auf die angegebene Adresse, auch wenn /category/ als Pfad gesperrt ist.
Sollte man nun besser die oben angegebenen Plugins oder die robots.txt-Methode verwenden? Um die Unterschiede zu verstehen, muss man ein weniger tiefer in SEO-Welten abtauchen: während die beschriebenen Plugins die von Google vorgesehene Syntax noindex bzw. nofollow in den Header der betreffenden Dateien einfügen, sorgt die robots.txt-Variante dafür, dass überhaupt nie auf die betreffenden Seiten zugegriffen wird. Ob die beiden Varianten in der Praxis einen Unterschied machen, darüber streiten derzeit die SEO-Experten - siehe auch die Diskussion zum betreffenden Eintrag bei Shoemoney.
Außerdem ist davon auszugehen, dass Google mittlerweile WP-Installationen erkennt und selbst Vorkehrungen gegen Duplicate Content trifft - aber diese Gleichung enthält eine Menge Variablen, und nachteilig ist's ganz gewiss nicht, wenn man sich als Seitenbetreiber selbst drum kümmert, dass der Crawler ausschließlich unique content serviert bekommt.
Yeah! Die breiten Zeiten haben nun auch bei mir zuhause begonnen - am neuen Samsung 22-Zöller sieht das alles gleich viel übersichtlicher aus... jetzt hab ich bis zu drei Blogs nebeneinander Platz! Tja, die Technik macht multisensorische Input-Überladung so einfach wie nie zuvor. Acid Tekkno DJs wissen ein Lied davon zu singen (big up an Lego und Groove Bagasch für das gestrige Set in der Arena), Computernutzer dagegen weiten ihr Sichtfeld bloß im Mehrjahresabstand aus. Werden die Bilder in 10 Jahren direkt auf die Netzhaut projiziert? Oder verwenden wir dann all 50-Zoll Flatscreens? Ich bin gespannt, wenn ich das noch erleb'. (Ha. Die Phrase wollte ich schon immer mal zum Einsatz bringen.)
Die mobilkom bietet ihren KundInnen ab sofort Facebook am Hendi an, zum Anfixen erstmal gratis und dann via Datenvolumen... das könnte endlich mal ein Treiber werden für die mobile Netz-Nutzung und bei Tarifen mit wenig inkludiertem Datenvolumen ganz schön ins Geld gehen:
Diese Version wurde speziell für mobile Nutzung optimiert und bietet alle Networking- und Messaging-Funktionen. Die Nutzung von Facebookî mobil und das anfallende Datenvolumen sind für alle A1 und B.FREE Kunden bis 31. März 2008 kostenlos. Nach Ende des Aktionszeitraums werden die anfallenden Daten je nach Tarifmodell verrechnet.
Applikationen dürften wohl eher nicht funktionieren (Attack in der U-Bahn! Yeah!), aber in Zukunft laufen wir eh alle mit Asus EEEs statt Mobiltelefonieknochen rum, oder?
Ich hab mich ja schon mal gewundert, dass die besagte URL vor wenigen Wochen noch immer frei war... und man würde ja eher ein Angebot aus dem Rotlichtmilieu oder ein Kunstprojekt erwarten bei diesem Urwiener Schimpfwörterl. Stattdessen scheint ein Shop zu entstehen - den muss man im Augenwinkel behalten!
...hat zumindest einen Play-Button. Und/oder eine Autostartfunktion. Worin sich populäre Player allerdings im Detail unterscheiden, hat phlow dieser Tage näher untersucht: von Yahoo-Video bis Youtube wurden die Charakteristika digitaler Flimmerkisten übersichtlich zusammengefasst. Dabei geht's sowohl um die Bildqualität, die Usability als auch die angebotenen Extra-Features. Ich find übrigens den Brightcove-Player, der mir neu war, ziemlich gelungen.
Die dieswöchige Debatte zwischen Hillma und Oballery, äh, Hillary und Obama, verlief spektakulär unspektakulär, wie auf facts.ch nachzulesen ist - es handelte sich wohl um eine Mischung aus Untergriffen und Freundschaftsgesten, man weiß ja nicht genau, wie's auf demokratischer Seite weitergeht:
Obwohl sich Clinton jetzt Mühe gibt, wie eine liebe Tante zu wirken, wirkt sie als Figur weiter berechnend und kalt, und solche Attacken stärken ihr frostiges Image. Obama war denn auch, so scheint es, erkältet... Es bleibt abzuwarten, ob sich die Zeile "Change you can Xerox" dennoch als Anti-Obama-Bazillus durchsetzt, denn die Zeile ist spektakulär getextet.
In diesem großartigen Video über Scott "Spamkönig" Richter, der sich selbst als "high volume e-mail deployer" bezeichnet, und behauptet, dass sich seine Kundschaft beschwert, wenn das tägliche Viakkra-Mail ausbleibt. Sehr abgehoben! [gefunden bei Shoemoney]
Ein neues Jahr, ein neues erstes Blog-Wochen-Panoptikum - doch kein neues WordPress 2.4. Selbiges wird aufgrund zu vieler noch zu erledigender Änderungen übersprungen, stattdessen soll am 28. März 2.5 das Licht der Netzwelt erblicken. Wobei Roxomatix WordPress mistig und meinen 33 Tipps Artikel "unsäglich dumm" findet:
Kurze, ätzende Antwort auf einen weiteren unsäglichen Artikel (kulturtheoretisch könnte man die Hypothese aufstellen "mit den Listen kam die Dummheit"), vielleicht habe ich auch einfach die Ironie nicht verstanden.
Gut, dass nicht alle der gleichen Meinung sind, sonst wär's ja öd... der zweite Teil der Tippsammlung ist jedenfalls bereits im early beta Stadium, rein statistisch gesehen scheint die oder der andere doch sehr viel damit anfangen zu können
Trotzdem hab ich mir erlaubt, mal genauer nachzufragen und bin gespannt auf den weiteren Verlauf der Diskussion:
Hmmm... großteils bin ich ja deiner Meinung, außer was die inhaltliche Komponente betrifft; das ist eine Diskussion, die eigenartigerweise genuin typisch für die deutsche Blogosphäre ist, und ich komm mir langsam vor wie eine hängen gebliebene Platte, wenn ich immer und immer wieder schreibe: es gibt nun mal ganz verschiedene Intentionen, aus denen heraus Personen Blogs betreiben - von rein kommerziellen Interessen bis zum ausschließlich ideologisch oder privat motivierten Blog, und das gesamte Spektrum dazwischen. Aus genau diesem Grund gibt's auch weder eine "richtige" Art, ein Blog zu schreiben, noch *einen* angemessenen Schreibstil.
Was WP betrifft: ich weiß nicht, ob du's dir seit 2.2 nochmal angeschaut hast; ich halte die Tatsache, dass sich so viele fähige Programmierer mit WP beschäftigen, für den größten Vorteil... aber das ist auch Geschmacksfrage. Und die Sache mit den Sicherheitslücken ist ein Henne-Ei Problem: das sind teils php-related probs, teils wird wp natürlich aufgrund der hohen Verbreitung genauer überwacht bzw. schauen mehr Augenpaare drauf.
Zum Abschluss noch eine Frage: was genau findest du an meinem Artikel "unsäglich und dumm"? Das geht aus dem Beitrag irgendwie nicht hervor.
Die Metternich-Online-Demo ist mittlerweile in zahlreichen Blogs eingebunden. Helge hat eine 24h-Top-Ten Liste online gestellt, die eine Übersicht über die Blogs mit den meisten Einblendungen bietet - lauter alte Bekannte, bis auf den EM-Blogger, der naturgemäß ganz schön viele Zugriffe bekommt, und die dürften in der nächsten Zeit noch gewaltig steigen, wenn Alexander Zickler & Co. noch mehr Ballakrobatik als sonst in die österreichischen Stadien bringen.
Gravitalis nennt Lothar Baier seine eierlegende Wollmilch-CMS-Blogsau:
Das Gravitalis Redaktions-System ist der Versuch; ein Blog-System mit seiner Einfachheit und ein Content-Management-System mit dessen komplexen Fähigkeit zu kreuzen. Heraus kommt etwas; das sich so einfach installieren lässt wie ein Blog; das aber auch wesentlich komplexere Webseiten verwalten kann.
Beim Autor selbst ist die erste Testinstallation bereits im Einsatz; demnächst soll eine öffentliche Beta der auf WordPress basierenden Lösung erscheinen. Die Featureliste klingt mehr als beeindruckend; allerdings stellt sich die Frage; ob eine Einzelperson ein derart ambitioniertes Projekt auf Dauer sinnvoll warten kann - aber falls Gravitalis annähernd hält; was Lothar verspricht; werden sich sicherlich in Kürze ProjektmitarbeiterInnen finden.
Michael Wöhrers beliebtes Math Comment Spam Protection Plugin weist anscheinend zwei Sicherheitslücken auf - eine davon wurde bereits gefixt, die andere scheint noch zu bestehen, wie der Entdecker der Löcher in den Kommentaren schreibt:
But, Michael, as I see from you comment and from post at your site, you fixed only XSS holes. But it's only bonus post about XSS holes in Math Comment Spam Protection. The main post is about Insufficient Anti-automation hole in your plugin - it's about bypassing captcha, which is main topic of MoBiC project. Did you read that article? I see you didn't. I recommend you to read it too and to fix the hole.
Nähere Details gibt's hier, Michael wird sich der Sache aber sicherlich bald annehmen.
Lorm.de hat einen interessanten Artikel zum Thema "Wie findet man nofollow Blogs?" verfasst; der gleich eine ganze Latte toller Ressourcen auflistet: da wären unter anderem die SEO-Lexikon Liste mit nofollow-Blogs und Digeratis nofollow-Suchmaschine zu nennen (bei der datenschmutz höchst erfreulicher Weise mit dem Keyword Web 2.0 auf Seite 2 gelistet ist); außerdem hat Malte einige weitere gute Tipps parat - und ich bleib dabei: nofollow in Blog-Kommentaren stinkt.
Natascha Kampusch, deren jahrelange Gefangenschaft dem Begriff "Kellerkind" eine neue Dimension verlieh, wird demnächst auf puls4 eine eigene TV-Show moderieren, in der sie Gespräche mit "außergewöhnlichen Persönlichkeiten" führt:
Ich trage bereits seit längerem den Gedanken, aus der Rolle eines passiven "Medienobjekts" herauszutreten und pro-aktiv mediale Inhalte zu gestalten.
Eine Webseite wurde bereits vorab gelauncht - Natascha-Kampusch.at ist derzeit vorwiegend ein Online-Pressespiegel zur Person der Protagonistin, verantwortlich für die HP zeichnet, nehme ich an, die Agentur Diamond Age, von der auch der zugehörige Pressetext bei SevenOne Media stammt. Ein Community-Teil ist geplant, wird aber erst im Februar gelauncht; ich bin ziemlich überrascht, dass die Startseite nicht in Form eines Blogs gestaltet wurde, das sich eigentlich ideal zur weiteren Bewerbung des medialen Seitenwechsels eignen würde... auf die Show bin ich jedenfalls gespannt, könnte unfreiwillig schräg werden.
Der Ernsthaftigkeit des Jahresbeginns angemessen dreht sich's im Video der Woche um ein Kernthema für alle WP-User: Wie kriegt man WordPress suchmaschinenfreundlicher? Graywolf erklärt im folgenden Video einige Basics rund um die Permalinkstruktur sehr anschaulich - manchmal geht eben nichts über Papier und Fernsehen [via Shoemoney]:
Zum Abschluss noch ein Eintrag aus der Rubrik "das letzte" - der ultimative Link für jede E-Mail Signature macht Sie sicher: speziell in der Businesswelt macht sich dieser liebenswürdige Flash-Gruß sicherlich ganz hervorragend! Schönen Restsonntag und bis nächste Woche!
Die Zeit vergeht nahezu so schnell, wie Einstein berechnet hat - und bedenkt man, dass man aus erster Hand ja nur die eigene Lebenszeit als subjektive Vergleichsmessgröße zur Hand hat, so wird der Unterschied schnell klar: für einen Zehnjährigen entspricht ein Jahr einem Zehntel seines Lebens, für einen Fünfzigjährigen nur noch einem Fünfzigstel. Kein Wunder also, dass die Jahre mit jedem Geburtstag immer rasanter dahin galoppieren - da kommt X-Mas und die damit einhergehende Besinnlichkeit gerade recht.
Der ehemals größte Wiener Elektronik-Vertrieb inklusive dem legendären Black Market Shop ist nicht mehr. Am Samstag erfuhren die MitarbeiterInnen quasi in Echtzeit von der Schließung; das Ende der Seelenverführung dürfte wohl gravierenden Impact auf viele Labels haben, nicht zuletzt g-stone Recordings und Klein Records. Peter ist geschockt, Phekt hat einen Nachruf für fm4 verfasst und Martin hat ein paar interessante Gedanken zum Thema "Kommen und gehen" gesammelt.
Zu Weihnachten können ein paar spirituelle Kernwerte bekanntlich nicht schaden, doch in unserer Zeit der verwirrenden religiösen Multitude weiß keiner mehr, ob er in punkto Erlösung lieber auf Allah, Gott, Buddha oder seinen lokalen Schamanen setzen soll. Und nun kommt noch eine Splittergruppe hinzu, die die Wahl erschwert: die Church of Jeebus betet den einzig wahren Sohn Gottes an, denn Jesus sei ein Schwindler, sagen sie. Auf jeden Fall hat die CoC die besseren Songtexte - praise Jeebus!
Die for me Jeebus,
Eaten by crocodiles Jeebus,
I have sinned,
You have not,
So die for me Jee-ee-eebus.
Give your life for me Jeebus,
Die and come back Jeebus,
I am weak,
You are strong,
So die for me Jee-ee-eebus.Thank you so much Jeebus,
For dying for me, Jeebus,
I am bad,
You are good,
So die for me Jee-ee-eebus.
I'll drink your blood, Jeebus,
I'll eat your flesh, Jeebus,
I taste bad,
You taste good,
So die for me Jee-ee-eebus.
Wie Jermey berichtet, liegt der momentane Preis für einen Adwords Account bei 4,95 - dafür bekommt man 50 Dollar Guthaben. How'd that go?
A person could get a Virtual Credit Card for less than $10 (if not free) then use $25-$250 Adwords coupons. Here is a link for free $50 in Adwords (from Yahoo Small Business) for new accounts. So if you make a new account with a Visa Gift Card with $5 on it then use a $50 Adwords voucher x 20 accounts you have $1100 to spend and have only invested $100.
Soviel zum Thema Arbitrage und Geld aus dem Nichts generieren... wie wär's mit 500 Dollar Adword-Guthaben als Weihnachtsgeschenk? Verkauft werden die Dinger am virtuellen Punsch-Stand um die Ecke.
Pamela kann das, und zwar mittels zweier Massagetechniken aus der Huna-Philosophie: Lomi Lomi Nui steht für hawaiianische Körperarbeit mit viel Öl, Kahi Loa ist die Bezeichnung für die Körperarbeit mit den Elementen Feuer, Wasser, Wind, Stein, Pflanze, Mensch und Tier. Wer noch ein Last-Minute Weihnachtsgeschenk für eine/n WienerIn braucht, schickt eine E-Mail an phoenixe [at] chello.at. Ich hoff, ich kann demnächst mal aus erster Hand berichten
Damit bleibt mir nur mehr, zwei extrem weihnachtliche Videos zu präsentieren - einmal das 170kB Demo "Debris" der Gruppe Farbrausch, mehr Details dazu gibt's bei Max:
Und dann quasi dasselbe nochmal in naturalistisch - so schmeckt nur die Original Wiener Bombe:
In diesem Sinne wünsche ich ein Weihnachtsfest der explosiven Emotionen und unbrennbaren Tannenbäume - mehr zum datenschmutz X-Mas Special gibt's dann morgingentags.
Vielleicht sollten wir für unseren geplanten Video-Cast (mehr Infos demnext) auch ein paar hübsche Ladies anstelle unserer hässlichen Fressen vor der Kamera platzieren... Sonja Kraus könnte meine Texte vom Teleprompter ablesen, und vielleicht springt ja Barbara Karlich für Pete ein. (Okay, der war boshaft. Sorry Buddy.)
Jeremy lässt ja neuerdings Miss Pam die SEO News der Woche in Wort und Bild verkünden, und schon gehen die Zuseherzahlen nach oben. Allerdings könnt's auch an den Inhalten liegen - aber sehen Sie selbst!
Zu meinem Beitrag übers Google PR Update hat Rim einen spannenden Kommentar hinterlassen: warum nicht Google via Firefox-Standard-Adblocker abstrafen? Ganz einfach weil das große G Mozilla längst nach der "römischen Methode" in der Tasche hat.
Also "divide et impera", oder anders: wen man nicht schnupfen kann, den befreundet man eben monetär. Ich bin ja völlig Rims Meinung, der schreibt:
Meine Empfehlung ist, dass wir mal g**gel etwas abstrafen, indem bei Firefox das AddOn Adblock Plus automatisch integriert ist - so wird weder AdSense noch AdWords angezeigt - die Seiten laden sich viel schneller - und g**gle verdient nichts mehr..
Aber genau das wird mit Sicherheit nicht passieren, wie Jeremy erklärt:
Google makes a philanthropic donation to Mozilla for 200+ million dollars. Googles "donation" to Mozilla actually accounts for 80-90% of THE TOTAL AMOUNT OF MOZILLA'S funding (depending on what report you read).
So what does Google get for this philanthropic gesture? Well nothing "officially". I have made the claim that the reason Google is the default search engine on Firefox is because Google is funding them so much but Firefox developers commented on my post saying they only use Google because "its what the users want". I am sure they would switch to Yahoo "if the users wanted it". Regardless of Yahoo's zero donation to Mozilla compared to Googles 200m+... ya right.
Das trifft den Nagel auf den Kopf: Google ist eine Werbecompany, die alles tut, um ihre Umsätze zu vergrößern. Die Suche ist dabei keine Mission, sondern erforderliches (aber manchmal eben durchwegs lästiges) Mittel zum Zweck. Max' bringt des Pudels Kern noch deutlicher zum Vorschein:
Google hat es geschafft, in den Köpfen der Menschen als "die Guten" zu gelten. Jeder vergisst, dass Google ein sehr kommerziell denkendes Unternehmen ist und dass Einnahmen das wichtigste sind. Deswegen wird alles gemacht, um diese zu optimieren. Dieses Prinzip wurde so perfektioniert, dass im Moment Google bestimmen kann, wer wichtig ist, was wichtig ist, wo Wichtiges anzutreffen ist etc. [...] Und das obwohl Google genau von dem Phänomen lebt, für das jetzt andere Webseiten bestraft wurden: vom Verkauf von Links auf Seiten, deren Inhalt nicht von Google ist. Alle Contentproduzenten sind somit MitarbeiterInnen von Google, wobei Google jederzeit das "Gehalt" bestimmen kann, die Verträge ändern kann oder kündigen - und es gibt keinen Rechtsschutz.
An die Adblocker-Sache hab ich auch schon öfter gedacht, aber wie erwähnt war Big G da definitiv smart genug, sich rechtzeitig bei FF "einzukaufen". Einzige Exit-Strategie: alternative Traffic-Quellen finden... aber genau hier beißt sich der Monopolist in den eigenen Schwanz, und es tut ihm nicht mal weh: es macht ihn bloß reicher. Und solange sich das Gros der Webmaster (teils auch noch freudig) vorschreiben lässt, wie Online-Einkommensmodelle zu funktionieren haben, hat G weiterhin leichtes Spiel.