Während "Auslass" wenig sexy klingt, verheißt der Name "Outlet" im Shopping-Kontext vermeintliche Schnäppchen. Von der Fabrik ohne Zwischenhändler direkt zum Verkäufer - das zieht im Modebereich so gut, dass es mittlerweile fast mehr Outlets als Shops gibt. Und der Trend greift auch auf Sparten über, bei denen man das nicht unbedingt vermutet hätte:
Vorige Woche war am Dienstag und am Donnerstag im Supermarkt - und dank zweier Kassiererinnen mit äußerst unterschiedlichen Job-Philosophien habe ich nicht nur Rumflaschen und andere Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Beispiel wie aus dem Customer Service Lehrbuch nach Hause geschleppt. Und diese beiden Beispiele lassen sich ohne weiteres auf Online-Shops übertragen.

Jedes Jahr eine erneute Enttäuschung: kein Krampustreiben in Wien! Dafür bloß "überteuerter Glühwein auf überfüllten Weihnachtsmärkten" (=Klischeesatz der vorjährigen Wintersaison), ausbleibendes Schneetreiben und erbitterte Jagd auf originelle Geschenke. Möchten Sie dem ganzen Wahn entfliehen, dann lehnen Sie sich entspannt zurück: datenschmutz und Linzerschnitte blicken garantiert nicht auf den 24, sondern sieben Tage zurück - denn trotz der fallenden Außentemperaturen brodelt die Blogosphäre wie eh und je.
Social Media Anleitungen für Firmen und Brands kursieren in großer Zahl, in den meisten Fällen ist's schade um die vergeudete Lesezeit. Wer sich theoretische Abhandlungen sparen will und eine leicht verständliche Anleitung sucht, dem sei Jesse Stays Gastbeitrag auf Techipedia ans Herz gelegt: "How to create the perfect Facebook Fan Page" erklärt alle wichtigen Schritte von der Erstellung eines Custom-Tabs über die optimale Logo-Größe bis hin zu SEO-Überlegungen. Lesen und umsetzen, denn wie Jesse völlig richtig schreibt:
As you can see, a Facebook Page is a powerful tool that you can use to enhance and strengthen your brand naturally using the tools Facebook provides. Be sure to leverage this tool, customize it, and make it work to get your brand in front of as many people and their friends as possible.
Jesse, Gründer und CEO von Socialtoo.com, hat übrigens eine hervorragende Einführung für alle geschrieben, die sich näher mit den Untiefen der Facebook-Programmierung beschäftigen möchten: FBML Essentials
Wer zuviel twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden. Klingt wie der übliche Kulturpessimismus wohlmeinender Eltern aus Zeiten des Fernsehen-Hypes: "Du kriegst noch ganz eckige Augen".
Götz Mundle, Psychotherapeut und Spezialist im Fachgebiet der Psychosomatik wird in der Jänner-Ausgabe von "Psychologie heute" aber erklären, was genau er damit meint. Manche Menschen, so Mundle, stürzten sich in das
"mediale Dauerfeuer, um persönliche Probleme zu verdrängen. Statt auf ihre innere Stimme und Warnsignale ihres Körpers zu hören, betäuben sie sich mit Müll aus dem Internet. Wer es als quälend empfindet, offline zu sein, und wem es nicht gelingt, einen Tag in der Woche komplett ohne diese Medien auszukommen, hat ein handfestes Problem.
Besagtes mediales Dauerfeuer erhöhe außerdem die Produktion der Stresshormone Kortisol und Adrenalin, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leiden." Mundle: "Langfristig kann ein Burn-out-Syndrom die Folge sein."
Nun ja, Mediziner und ihre Warnungen sind eine Sache. Bevor aber die gesamte Social Media Branche wegen Digital Burn Out in einer Psychomatik-Spezialklinik landet und die Krankenkassen noch mehr in den Ruin treibt, empfehlen wir (uns) für heute: Auch offline ist es hin und wieder ganz nett & Gute Nacht (nachdem Sie beim Fertiglesen des Panoptikums noch reichlich Kortisol ausgeschüttet haben).
Anm. von datenschmutz: Ich kontere mit der Gegenthese: "Wer zu wenig oder gar nicht twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden." Widerleg das, Mundle! Oder, wie Mundl gesagt hätte: "Mei Twitta is ned deppat!"
Online-Umfragen sind immer so eine Sache: selbst wenn es heißt, es nahm "eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil" muss man im Zweifelsfall davon ausgehen, dass die Daten über irgendwelche Popup-Layer gesammelt wurden und eher arbiträr als signifikant sind. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage, die Scout24 gemeinsam mit Innofact durchgeführt hat, dass - oh Überraschung - mobiles Internet längst kein Exotendasein mehr fristet: jeder zweite Nutzer war schon mal mit seinem Handy online, jeder vierte nutzt häufig mobile Services:
Mit 60 Prozent Nutzung und 29 Prozent intensiver Nutzung sind Männer die Vorreiter beim mobilen Internet. Die mobilen Surfer interessieren sich zu 71 Prozent stark für Nachrichten, 59 Prozent zählen Navigationstools zu ihren beliebtesten mobilen Services. 51 Prozent erfreuen sich an Mobile Shopping.
Knapp 70 Prozent der befragten Online-Nutzer würden für mobile Applications extra zahlen, sofern der angebotene Dienst ihnen einen persönlichen Mehrwert bringt.
Vor einigen Tagen war ich gezwungen, auf dem PC meines Vaters zu arbeiten. 13''-Röhrenmonitor, gefühlte 500 MB Arbeitsspeicher, Internet Explorer, keine Flash Updates etc. Und: Ich brauchte ein Bildbearbeitungsprogramm. Nicht einmal Standardsoftware war zu finden, von dem mir vertrauten Photoshop ganz zu schweigen.
Da wagte ich den Versuch und googlte nach einem Online-Bildbearbeitungsprogramm. Ich wählte das erstbeste namens Picnik und war begeistert. Fotos skalieren, zuschneiden und grundsätzliche Bildbearbeitungstechniken ohne sich registrieren zu müssen, Bilder in verschiedenen Formaten und Qualitäten abspeichern, großartige Usability (kein Nachlesen erforderlich) und noch zusätzliche Tipps und Erklärungen. Wer sich registriert, kann seine Fotos außerdem automatisch bei FlickR, Facebook usw. uploaden. Das Service wird mittlerweile in Deutsch angeboten, für $24,90 pro Jahr ist auch eine Premiumversion erhältlich, die unter anderem Layers unterstützt. Wem Photoshop immer schon zu viele und zu komplizierte Funktionen hatte und außerdem zu teuer war, der wird in der Cloud glücklicher.
Weil auf die USA fokussierte Terroristen natürlich die Warenwirtschaft ihres kapitalistischen Erzfeindes nicht auch noch unterstützen wollen, kaufen sie die Bauteile für ihre Bomben vorzugsweise in Europa. Also lassen die netten Politiker ihre Freunde von der Homeland Security natürlich in die Konten blicken - wenn auch seit neuestem nur für 6 Monate:
Deutschland, Österreich und Ungarn machten demnach durch ihre Enthaltung den Weg frei.
Den Kritikern des Abkommens ist es gelungen, die Laufzeit von ursprünglich zwölf auf neun Monate herunterzuhandeln. Allerdings bleibt das EU-Parlament unberücksichtigt - und zwar nur einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, der den Volksvertretern ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen gibt.
Die Detailregelungen des Abkommens sind ein Hammer und verdienen es, an dieser Stelle näher beleuchtet zu werden (Swift-Volltext):
Das US-Finanzministerium kann, dem neuen Abkommen zufolge, nicht einfach die Daten abholen, sondern muss einen möglichst genau definierten Antrag stellen. Wenn der angesprochene Finanzdienstleister nicht in der Lage ist, den angeforderten Datensatz eindeutig zu identifizieren, muss er eine größere Datenmenge an die für die Kooperation mit den USA verantwortliche nationale Polizeibehörde übermitteln, die sie dann an die USA weitergibt. Die Verwendung der Daten ist explizit auf Terrorfahndung beschränkt. Außerdem dürfen die Daten nicht zum automatisierten Profiling sowie im Rahmen von Data-Mining-Aktionen verwendet werden. Daten, die sich als nutzlos für die Fahnder herausstellen, müssen spätestens acht Monate nach deren Überprüfung gelöscht werden. Ein Richtervorbehalt bei den Anfragen ist nicht vorgesehen.
Unglaublicherweise stellt diese Situation allerdings sogar ein "Verbesserung" gegenüber dem Status von vor 2006 dar, als US-Behörden ohne jegliche rechtliche Grundlagen massenhaft Finanzdaten auswerteten. Dass sich .at, .de und .ch ihrer Stimmen enthielten, lieferte der Opposition einiges an Munition, bleibt aber unverständlich - ebenso wie der Kommentar der österreichischen Innenministerin:
Maria Fekter (ÖVP) bezeichnete das Interimsabkommen in einer Mitteilung vom Montag als "unbefriedigend". Sie habe sich daher der Stimme enthalten.
Wow - wirklich eine beruhigende Haltung der Regierung in Sachen Europapolitik! Wenn uns irgendwas nicht passt, dann sagen wir - nix.
Ist Social Media aus wirtschaftlicher Sicht nur eine weitere Blase an überzogenen Erwartungen und Goldgräbertum, wie Community TV in den 90ern, Multitext in den 2000ern und nahezu alles, was mit Interaktion und Medien zu tun hat? Manches weist darauf hin:
Firmen, auf deren nichtige Eigenwerbung man sich im Social Web gerne verzichten könnte, ernennen sich plötzlich zur Social Media Agentur und sprechen von Mehrwert - und man fragt sich: Wenn sie selbst im Social Web keinen Mehrwert bieten, wie wollen sie diesen ihren Kunden vermitteln? Social Media Berater, deren Schlüsselqualifikation es ist, einen Twitteraccount mit mehr als 500 Followern und Grundkenntnisse von Wordpress zu haben, vermehren sich wie Schweingrippeviren. Und jeder Round Table oder XY-Tag beinhaltet Social Media Slots, wo mit heißer Luft nicht gegeizt wird.
Letztendlich gibt es ihn aber, den ROI von Social Media. Und wer weniger in Kampagnen denkt, sondern daran, Digital Relations aufzubauen, wird ihn früher oder später selbst erleben. Hier einige Beispiele dafür:
Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, folgerichtig werfen die Suchmaschinenbetreiber ihre Statistikbots an - aus den aktuellen Hitparaden lässt sich so mancher Trend ablesen. Dass kommerzielle Angebote zum Thema Fortpflanzung an Relevanz verloren hätten, möge aber keinesfalls voreilig gefolgert werden: XXX-Suchworte filtern die Betreiber bedauerlicherweise aus. Dass die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen, legt eine aktueller Untersuchung des schwedischen World Internet Institute nahe:
Men det är inte bara unga män som sexsurfar, även bland kvinnor är det nu 7% som uppger att de besöker sidor med sexuellt innehåll.
Sexsurfar... hehe. 7% wär in der Tat nicht so wenig... die offizielle Hitparade wird indes in Deutschland von Megan Fox angeführt, während die Österreicher am häufigsten nach "Wien", "Youtube" und "Österreich" (wtf?) suchten. Dass URL-Suchbegriffe wie "ebay" oder "gmx" ebenfalls stark in den Top 10 vertreten sind, hat übrigens mit der Direkt-Weiterleitungsfunktion aktueller Browser zu tun, allerdings zählt ein solcher Aufruf eben auch als Suchvorgang.
Bei Yahoo dagegen bleibt's weiterhin schwül, windig und orientierungslos: die Top Begriffe lauten Wetter, Routenplaner, Wikipedia (sic!), Telefonbuch, Horoskop und Erotik. Wer die Schweinegrippe überstanden, für seinen Opel die Abwrackprämie kassiert, einen Apfelkuchen verspeist und anschließend mit Monica Lierhaus und Lady Gaga beim Echo 2009 einen "Sturm der Liebe" entfachte, lag komplett im Plansoll.
ReadWriteWeb hat mit der Veröffentlichung der "traditionellen" Best-Of Listen begonnen. Dass in den "Top Mobile Web Products" ausschließlich Android- und iPhone-Apps vertreten sind, mag auf einen gewissen redaktionellen Bias schließen lassen (und dass die Top-10-Semantic-Apps Liste überhaupt gefüllt werden konnte, verwundert), aber im Beitrag über die Top 10 RSS & Syndication Technologies of 2009 habe ich ein interessantes Service gefunden:
Echo, from JS-Kit is a reverse syndication service for distributed social media conversations. It brings back tweets and other mentions to the page they refer to. The service is growing fast and becoming more sophisticated every week. New features come so fast and furious that it's overwhelming but the end result is an experience that brings the dispersed social web back together again.
Grundsätzlich nichts, das nicht andere Plugins auch leisten könnten - die Twitter-Kommentare importiere ich schon längere Zeit via Backtype. Allerdings beherrscht Echo auch noch Unified Login und synchronisiert alle Importe mit dem WP-eigenen Kommentarsystem. Werd ich mir demnächst mal näher ansehen, immerhin bin ich ein großer Fan von Premium Services und Echo kostet $48 pro Jahr. In diese Kategorie fällt auch Fever, der Feedreader für Geeks: es handelt sich nicht um lokale Software, sondern um eine am eigenen Webserver gehostete mobile-taugliche Software. Mit $30 ein günstiges Weihnachtsgeschenk für alle, die keine Steckdosen für neue Hardware-Gadgets mehr frei haben.
Gerade mal 12 Jahre alt ist dieser äußerst talentierte Schlagzeuger - die Rhythmus- und Tempi-Wechsel in diesem Solo sind unglaublich - muss man gehört und gesehen haben! (Gefunden in Karola Rieglers Facebook Feed):
Einmal noch, okay? Dann mach ich wieder mal eine Pause mit Katzencontent. Aber dieses eine Mal muss noch sein....
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Rückschau und somit in der Gegenwart angekommen - wir hoffen, Sie hatten einen sanften Flug und freuen uns, Sie bald wieder an Bord des Blogistan Panoptikums begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie aus Sicherheitsgründen einen Kommentar ab, bevor Sie diesen Beitrag verlassen. Linzerschnitte und datenschmutz wünschen einen geruhsamen Restsonntag und einen beachtlichen Start in die kommende Woche; wir lesen uns am Montag!
Die kosmetischen Bedürfnisse mögen aufgrund weitgehender biologischer Übereinstimmungen in der Theorie bei Mann und Frau ähnlich sein - die Praxis zeigt indes eindrucksvoll, dass der Speicherbedarf für Fläschchen, Tiegel und Cremes zwischen den Geschlechtern gravierend auseinanderklafft. Während ich etwa mit Rasierschaum, Rasierwasser, Duschgel und Nivea-Creme ganz gut durch die Fährnisse des Alltags gelange, braucht meine Freundin mehrere Regale allein für diverse Nagelpolituren. Die wird mittlerweile glücklicherweise auch ohne Zuhilfenahme chemischer Labors und ausgedehnter Versuchstier-Studien hergestellt, und auf solche Naturkosmetik hat sich BioNaturel spezialisiert.
Und weil die Betreiber des Shops wissen, dass Männer angesichts einer Fülle unerklärlicher Essenzen und klingender Marken schnell mal den Überblick verlieren, empfiehlt sich für die Feiertage entweder ein Gutschein oder ein BioNaturel Geschenkset. Vom Seifenkunstset Cleopatra 2 um günstige EUR 3,78 bis zum Geschenkgutschein um hundert Euro haben die Betreiber ein praktisches Portfolio zusammengestellt, das den beschwerlichen Gang in die überparfumierte Welt der Real-Life Drogerie Filialen in dieser Saison vollkommen überflüssig macht. Wer im Shop stöbern möchte, kann dies entweder anwendungsbezogen tun oder nach Herstellern filtern. Vom Sonnenschutz bis zur Zahnpflege findet sich für so ziemlich jede Körperpartie das passende kosmetische Zubehör, nur an die Krocha wurde anscheinend nicht gedacht: ich hab zumindest keine Bräunungscreme gefunden. (Wobei mir da einige interessante 100% natürliche Ingredienzien einfallen würden.)
Kosmetikunerfahrene Käufer sollten sich von den martialischen Produktbezeichnungen wie "Badebombe Orange" übrigens keineswegs irreführen lassen: mitnichten handelt es sich um Sylvester-taugliche Produkte mit Waffenscheinpflicht, die Wellness-Explosion ist hier eher eine metaphorisch zu verstehen. Durchaus ernst zu nehmen dagegen sind "Starglide Schmatzender Pfirsich" und "Aqua Anal" - der sexbesessene Geek findet hier sogar Gleitgele mit 100% natürlichen Aromen. Die wichtigste Regel für den potentiellen Kosmetikkäufer sei an dieser Stelle noch erwähnt: während in den 80er Jahren noch alles, was überdurchschnittlich viel kosten sollte, eine klingenden französischen Namen mit mindestens einem Accent tragen musste (Laveré), dürfen Bio-Marken, die das nachhaltige Herz des Loha-Konsumenten ansprechen sollen, auch solche Namen wie Urtekram, Speick oder Weisswange tragen. ("Liebling, ich find die Weisswange-Creme nicht, würdest du mir bitte mal den Rücken mit einer Mischung aus Urtekram und Speick einschmieren?") Mussten sich früher ganze Abteilungen Fantasie-Funktionsbezeichnungen wie "Repaireficient" ausdenken, so zählen an der Imagebörse heutzutage eher Hard Facts wie "gentechnikfrei", "ohne Tierversuche" und "aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt". Die Spielregeln mögen sich ändern, ein Faktum bleibt: mit Kosmetik-Gutscheinen kann man nicht viel falsch machen.
Der Trend zur Veröffentlichung des Blogeinkommens zieht weite Kreise - vor dem Geist der Zeit kann ich mich nicht verschließen und werde die Frage, wieviel Gewinn ich mit datenschmutz.net mache, in diesem Posting beantworten. Aber keine Angst, Zahlen sind nicht vorgesehen, und die Antwort ist ziemlich simpel. Mein finanzieller Gewinn durch datenschmutz beträgt, gemittelt über die letzten 12 Monate, genau Null. Nada. Nix. Wie kommt das? Nun, als Gewinn bezeichnet der Betriebswirtschaftler jenen Anteil des Geldes, der am Jahres- oder Monatsende nach Abzug aller Kosten und Steuern im Säckel des Unternehmers verbleibt. Und da ich konsequent jeden Dollar und Euro, den ich mit Werbung und Co. verdiene, sofort wiederum selbst in Werbung investierte, bleibt auch kein Gewinn übrig.
datenschmutz ist für mich aus diesem Grund ein Steuer-Nullposten: waren es am Anfang nur die Hostingkosten, so sind mittlerweile eine Menge zusätzlicher Ausgaben hinzu gekommen: Ich hab insgesamt eine Menge Geld für Softwarelizenzen ausgegeben (ja, ich teste ziemlich jede neue SEO-Software, manchmal stößt man auch bei den spammigsten Produkten auf *äußerst* interessante Funktionen - und wozu gibt's schließlich Sandboxes?), ich bezahle laufende Werbeausgaben (z.B. Facebook), ich mache mittlerweile Sponsorings von eigenen Blogs und platziere dort meine Banner (funktioniert in den USA allerdings weit besser als hier), ich schalte in vergleichsweise bescheidenem Ausmaß Werbung, ich lasse Gadgets produzieren (die datenschmutz Kugelschreiber und Post-Its sind ziemlich okay geworden), ich zahle Abo-Gebühren bei einer ganzen Latte von Online-Services, ich werde in absehbarer Zeit einen "Praktikanten" finanzieren und so weiter... da gibt's eine schlaue Tabelle und ein PayPal-Konto, und je mehr ich mit datenschmutz verdiene, desto mehr freue ich mich darauf, im folgenden Monat mehr ausgeben zu können. Und diese Vorgehensweise würde ich dringend jedem ambitionierten Webmaster empfehlen!
Die Summe spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Klar hat man mit einigen hundert oder tausend Euros im Monat mehr Spielraum als mit einem Fünfziger - aber irgendwo muss man schließlich anfangen. Für das aktuelle ESET Smart Security Gewinnspiel hab ich beispielsweise auf die Schnelle diesen Banner gebastelt und schalte ihn für einige Tage auf Heisetreff.de - dort kosten mich über Adshopping 50k Pageviews grade mal EUR 30,-.
Und alle, die sich mit SEO, Geld verdienen im Netz und Online-Marketing beschäftigen, werden ja wohl hoffentlich wissen, wie man im Netz nachhaltig Werbung betreibt und welche Ausgaben sich x-fach rentieren. datenschmutz erreicht nach zwei Jahren langsam Dimensionen, die es mir in nicht allzu ferner Zukunft erlauben würden, von meinem Blog-Job zu leben, aber das ist nicht mein primärer Plan: Consulting macht mir großen Spaß, in den letzten zwei Jahren hab ich unglaublich viele hochinteressante Personen kennen gelernt und ich befinde mich in der für jeden Einzelunternehmer luxuriösen Situation, mehr Aufträge angeboten zu bekommen, als ich übernehmen kann, ich bin aufs "Blogmoney" also nicht angewiesen und habe es von Beginn an als "Spielgeld" betrachtet. Schließlich muss ich ohnehin jede Form der Online-Werbung aus erster Hand testen, bevor ich sie einem meiner Kunden guten Gewissens empfehlen kann...
Mit anderen Worten: liebe SEO-Blogger, investiert eure Energie nicht in Schwanzlängenvergleichs-Einnahmen-Postings, sondern überlegt euch, wie ihr das Geld, das ihr verdient, re-investieren könnt, sodass sich der ganze Aufwand auf längere Sicht auch wirklich auszahlt! Aktien sind ja bekanntlich nicht mehr so der Bringer...
Und um nun nochmal auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Ich mache keinen Gewinn, aber natürlich habe ich Einnahmen. Die bewegen sich stetig und konstant nach oben, was mich sehr freut. Aber ich werde hier ganz gewiss keinen monatlichen Bericht veröffentlichen
Derzeit schaue ich mich intensiv am Markt der digitalen SLRs um - und dabei sind mir etliche Shopping-Aggregations-Seiten untergekommen. Unter zahlreichen "wir machen schnell Kohle mit SEO und Affiliate Marketing" Kandidaten fiel mir ein Hybrid aus Content-Aggregator, Community und Shopping-Mall auf, das echten Mehrwert beim Einkaufen im Netz bietet: Testfreaks.de verbindet umfangreiche Inhalte, aussagekräftige Usermeinungen und ein breites Produktportfolio mit einer usability-technisch meiner Meinung nach äußerst gelungenen Oberfläche.
Im Zuge meiner Recherchen nach der für mich geeignetsten Spiegelreflexkamera stieß ich auf die Einkaufs-Community der ziemlich anderen Art. Der positive erste Eindruck beginnt bereits bei der Suche: Via Ajax-Live-Update werden passende Treffer bereits während der Eingabe angezeigt - eine unglaublich hilfreiche Funktion für alle Benutzer, die nicht nach einer bestimmten Bezeichnung, sondern beispielsweise nach einer Modellreihe suchen möchten, alternativ kann man sich auch anhand der einzelnen (Sub)Kategorien das Angebot durchstöbern:

Ebenfalls sehr übersichtlich und elegant designed präsentieren sich die einzelnen Produktseiten. Zentrales Element ist der "Freak Score", eine Wertung, die sich aus Experten- und Usermeinungen zusammensetzt. Testfreaks bemüht sich außerdem, die Transparenz der Infos zu gewährleisten. Im Fall der Canon EOS D40 etwa sind derzeit 126 Expertenbewertungen, 739 Usermeinungen und 65 Foren Threads aus 262 Quellen und 35 Ländern vorhanden. Ausgesprochen relevant für potentielle Käufer ist natürlich der "Best Price" sowie die Preisvergleichsliste aller erfassten Anbieter. Die Hardfacts beziehen die Betreiber aus den Herstellerangaben, zusätzlich können die User in einer wiki-artigen Oberfläche eigenen Reviews verfassen oder auf Wunsch auch Fragen an die Community richten - für beide Features ist eine Registrierung erforderlich. Wo verfügbar, werden auch Video-Reviews und zusätzliches Bildmaterial angeboten:

Laut Eigenbeschreibung aggregieren Testfreaks Produktinfos aus insgesamt 60 Ländern - und das zeigt sich überdeutlich an der Zahl der Treffer selbst zu exotischeren Produkten. So existieren etwa zu dem von mir derzeit favorisierten Modell Canon EOS 50D bereits 4 Expertenbewertungen - und das, obwohl sich das neueste SLR-Modell aus der EOS-Reihe noch nicht mal am Markt befindet und bislang erst einige Exemplare an ausgewählte Tester vergeben wurden. Sehr smart gelöst ist auch die Sprachauswahl, denn wie oben erwähnt beschränken sich die zusammengetragenen Infos nicht auf deutschsprachige Tests: standardmäßig bekommen die User erst mal die deutschsprachigen Resultate angezeigt, ein Klick auf "alle Sprachen" bezieht auch englische und anderssprachige Seiten ein, darunter im Fall der EOS 50D auch ein Review in polnischer Sprache.
Fazit: Für Produktrecherchen und Preisvergleiche habe ich bislang vorwiegend Google und Geizhals verwendet - in punkto Zentralperspektive ist Testfreaks.de allerdings weit überlegen. Während man bislang eigentlich nur die Wahl zwischen hässlicher, veralteter Benutzeroberfläche aber vielen Daten, oder gelungener Usability aber mangelnder Informationsmenge hatte, verbindet die Community beide Vorteile auf elegante Art und Weise. Wer sich öfter mal im Netz auf die Jagd nach Schnäppchen macht oder sich einfach nur einen Überblick über die aktuelle Marktlage verschaffen will, findet mit Testfreaks.de ein Portal, das Zeit spart und eine Fülle von Information sehr übersichtlich und brauchbar strukturiert - so macht Einkaufen im Web 2.0 Spaß.
Zugegeben: der Echtzeit-Auslieferungskanal ist noch nicht erfunden, und anstatt unsere Güter von Scotty bequem auf den Schreibtisch beamen zu lassen, müssen wir immer noch die gute alte Post bemühen. Das Einkaufen selbst allerdings lässt sich durchaus beschleunigen: beim sogenannten Liveshopping beschränkt sich die Auswahl auf vergleichsweise wenige (limitierte) Produkte zu idealerweise besonders günstigen Preisen. liveshopping-aktuell.de ist ein Aggregations-Portal für solche Schnäppchenjäger-Seiten und bietet die Produkte verschiedener Anbieter übersichtlich auf einen Blick an.
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Einerseits sollte man sich im Zweifelsfall seine Meinung aus einem breitestmöglichen Querschnitt an Information bilden - andererseits stellen Web 2.0 Technologien das ideale Toolset zur Aggregation von Information dar. Das gilt auch im Shopping-Bereich - testfreaks.de bastelt aus diesen beiden Maximen eine Produkt-Plattform, die zu diversen digitalen Gadgets eine breite Palette an Tests, Kommentaren und Meinungen von sowohl Profis als auch Amateurusern aggregiert.
Egal ob neue Digitalkamera, Handywechsel oder Erstanschaffung eines Navigationssystems: ein Blick in die betreffende Kategorie präsentiert die beliebtesten Produkte inklusive FreakScore: dieser errechnet sich als Querschnittswertung aus allen Test-Infos, die einbezogen werden. Im Detail wird dabei zwischen "Expertenbewertungen" und "Userbewertungen" unterschieden: zu ersteren zählen alle Testberichte in Branchenmedien wie CNET und Co., zweitere stammen von den Nutzern der Seite. Um eine eigene Bewertung abzugeben, muss man sich registrieren - der betreffende Link erscheint als Floatover-Window erst beim Klick auf "Edit" - eigentlich eine recht elegante Lösung.

Für die Bearbeitung der Seite kommt eine Wiki-Software zum Einsatz - derzeit stehen allerdings noch nicht alle Funktionen zur Verfügung. Zukünftig werden User eigene Punktebewertungen abgeben können, Videorezensionen und Fotos hochladen sowie eigene Produkte einstellen.
Eine der Hauptstärken der Seite liegt in der internationalen Ausrichtung: Testfreaks besteht aus mehreren lokalisierten Länderpages, bei jedem Produkt kann man zwischen lokalisiertem Content - in diesem Fall deutschen Bewertungen - und allen Inhalten umschalten. An manchen Stellen tut sich dabei natürlich ein wenig babylonische Sprachverwirrung auf, ein großer Teil der Rezensionen steht allerdings ohnehin auf Englisch zur Verfügung.

Ich erwäge, demnächst ein technologisches Upgrade meine Bildspeichertechnologien vorzunehmen - ein Blick in die Kategorie Digitalkameras zeigt schnell die Vorteile der übersichtlichen Benutzeroberfläche: keine unnötigen Bells-and-Whistles, dafür alle relevanten Infos auf einen Blick. Auf der Produkt-Detailseite finden kaufwillige Interessenten einen von Shopping.com syndizierten Preisvergleich - was auch die Frage nach dem Finanzierungsmodell von testfreaks.de aufwirft. Denkbar sind mehrere Möglichkeiten: Affiliate-Prämien, Premium-Placements bzw. bezahlte Werbung kommen auf jeden Fall in Frage. Hintergrundinformationen zum Projekt liefert das (allerdings sehr sporadisch upgedatete) Testfreaks Blog.
Die Wiki-basierte Oberfläche finde ich äußerst gelungen und übersichtlich - noch leidet die deutschsprachige Version an recht wenigen Einträgen und fehlenden Funktionen, das dürfte sich aber in Kürze ändern: denn durch die Konzentration aufs Wesentliche bietet testfreaks.de dem binär-technologischen Nerd sozusagen aggregativen Mehrwert... jedenfalls eine der spannenderen Produkt-Info Plattformen, die mir bislang im Web 2.0 begegnet sind.
Gestreifte Socken? Eine Perlenkette? Oder doch lieber den emaillierten Kochtopf mit dem dekorativen mint-metallic Deckel? Wer vor Hochzeiten, Geburtstagen und ähnlichen geschenkwürdigen Anlässen schon jemals vom Zweifel geplagt war, sollte den eigenen Freundeskreis zur Account-Eröffnung bei beschenkmich.de überreden: dieses Social Network deutscher Provenienz widmet sich gänzlich einem einzigen Thema: nämlich der Wahl des passenden Geschenks zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten.
Gestern war Valentinstag, da fiel die Wahl noch relativ leicht - mit Blumen (und eventuell Schokolade) kann man in diesem Fall quasi nie falsch liegen. Aber Ostern lauert schon um die Ecke, und der nächste Geburtstag kommt ebenfalls unaufhaltsam wie die sprichwörtliche Naturgewalt, und dann ist wieder banges Zittern angesagt: will die Freundin überhaupt einen neuen iPod? Oder wünscht Sie sich doch die romantische Bettwäsche mit Platinenmuster? Im Zweifelsfall, so dachten sich die Betreiber Community, weiß der zu Beschenkende noch immer am besten, was idealerweise in Frage kommt.
Aber weil in unseren Breiten zum Schenken nun mal der Überraschungsfaktor dazugehört, kann man schlecht direkt nachfragen, also springt das Web einmal mehr in die Bresche tabuisierter direkter zwischenmenschlicher Kommunikation. Die Registrierung ist im Handumdrehen erledigt. Nach Verifikation der eigenen E-Mail-Adressen können fortan problemlos Wunschlisten fürs Christkind, die liebe Verwandtschaft oder gar den Lebensabschnittspartner erstellt werden. Die Möglichkeiten des Web wollen sich die Betreiber dabei auf smarte Weise zunutze machen: nach der Eingabe des betreffenden Stichworts werden im nächsten Schritt gleich passende Angebote offeriert, die online erhältlich sind. beschenkmich.de will dabei praktischerweise gleich die günstigsten Angebote aus dem langen, langen Longtail herausfischen.
Die Anzeige der Preise haut dabei noch nicht immer ganz hin: so kostet ein Beamer laut Suchergebnis grade mal EUR 1,20 - erst die Detailseite des Anbieters verrät den korrekten Preis, der dann doch rund 900mal höher liegt. Da böte sich doch eigentlich eine Kooperation mit Twenga an... aber auch im Alleingang überzeugt die Zahl der angebotenen Artikel, und sollte das passende Angebot mal doch nicht dabei sein, kann man auch "externe" Produkte mühelos einbinden.
Der Erfolg einer solchen Shopping-Community steht und fällt wie erwähnt mit der Reichweite der Community, entsprechend viel Mühe machen sich die Betreiber mit diversen Synchronisations-, Import- und Abgleichsfunktionen: alle gängigen E-Mail-Dienste (u.a. Gmail, Hotmail, Lycos, Email.com und GMX) werden unterstützt, auf Knopfdruck kann man sämtliche Einträge aus dem eigenen Adressbuch zur Registrierung auffordern. Zukünftig sollen Features wie Hochzeitslisten und gemeinsam koordinierte Beschenk-Aktionen das Full-Service Portfolio abrunden.
Gute Idee, die sauber und mit Fokus auf leichte und schnelle Bedienbarkeit umgesetzt wurde - trotzdem drängt sich natürlich der Gedanke an eine Facebook-Applikation auf: denn wozu bei einem weiteren Social Network registrieren, wenn der eigene Freundeskreis bereits auf FB registriert ist? Andererseits bietet die Konzentration auf eine klar definierte Aufgabenstellung durchaus Vorteile, nicht zuletzt für die Betreiber der Seite: immerhin bieten die Geschenk-Suchergebnisse das perfekte Umfeld für alle Arten von Product Placement. Wer also vor der direkten Nachfragen zurückscheut und seinen eigenen hellseherischen Fähigkeiten in punkto Geschenkauswahl misstraut, wird durchaus seine Freude mit beschenkmich.de haben.
Von Convenience, Longtail und Co. ist schon seit Jahren die Rede - trotzdem beschränkt sich Einkaufen im Netz immer noch zu einem hohen Grad auf Amazon und Ebay. Dabei zeigen Seiten á la Geizhals auf beeindruckende Weise, wie sehr ein wenig Preisvergleicherei den Wettbewerb anheizen kann. Das deutsche Startup Twenga versucht sich als Google fürs Shopping zu positionieren - und zwar quer durch den Gemüsegarten: von Hardware bis zu Mode und Dienstleistungen soll der willige Konsument hier das günstigste Angebot finden.
Das besondere an der Seite: keine Redaktion, sondern ein Crawler, der laut Aussagen der Betreiber ähnlich funktioniert wie Googles Technologie, grast das Netz nach Angeboten ab - und stellt selbige übersichtlich und nach verschiedenen Kategorien gegliedert dar. Obwohl die Firma kein Start-Up im eigentlich Sinn ist, sondern bereits seit 2004 existiert, bin ich bisher noch nicht drüber gestolpert - das liegt allerdings daran, dass die deutschsprachige Version erst vor vier Monaten gelauncht wurde. Der Firmensitz befindet sich in Paris, operativ tätig ist Twenga (der Name bedeutet auf Suaheli "ohne Umwege ans Ziel) zusätzlich in Großbritannien, Italien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien.
Die Betreiber setzen dabei ganz klar auf Masse: über 10.000 Kategorien und die proprietäre Suchtechnologie untermauern den Anspruch, die umfangreichste Einkaufsdaten-Bank im Netz abzubilden - und die Zahlen sprechen dabei eindeutig für die Franzosen: nur vier Monaten nach dem Deutschland-Launch befinden sich 11 Millionen Produkte aus 4.000 Online-Shops in der Datenbank - vom exotischen Designermantel bis hin zur Standard-Harddisk. Bei der Auswahl und Präsentation der Händler und Produkte möchte Twenga mit Gleichbehandlung das Vertrauen der User gewinnen, wie's auf der Seite heißt.
Das Twenga Motto lautet "Neutralität und Vielfalt". Aus diesem Grund bietet Ihnen Twenga heute die größte Auswahl an im Internet verfügbaren Produkten, Marken und Händlern. Auf Twenga werden einzelne Händler nicht bevorzugt. Alle Suchergebnisse werden im Sinne des Online-Shoppers optimiert und neutral dargestellt.
Wie sinnvoll die Benutzung einer solchen Suchmaschine ist, zeigt sich ganz schnell anhand eines Beispiels: der aktuelle sehr beliebte Flatscreen-Monitor Samsung Syncmaster 226BW ist 75mal vertreten - dabei reicht die Preisspanne von EUR 189,90 bis EUR 409,00, weist also eine Differenz von über 100 Prozent auf! Natürlich spielt nicht nur der Preis alleine eine Rolle bei der Kaufentscheidung, schließlich legen User im Netz Wert auf vertrauenswürdige Händler. Hier bietet Twenga die Möglichkeit, Bewertungen abzugeben, die sind allerdings in der deutschsprachigen Version noch sehr dünn gesät.
Speziell was Einzelteile und Komponenten für Computer angeht, sind die Preisspannen immens hoch, aber Twenga qualifiziert sich auch für (weiblich) Fashion-Junkies: eine halbe Million Angebote findet sich allein im Bereich Mode. Customizing-Funktionen sowie die Möglichkeit, sich einen Preis-Alert zusenden zu lassen, sobald das gewünschte Produkt eine bestimmte Preisschwelle unterschreitet, machen die Registrierung durchwegs attraktiv - es handelt sich sozusagen um eine Longtail-Implementation des immer beliebter werdenden Reverse Auctioning, bei dem der Käufer den Maximalpreis angibt, den er zu zahlen bereit ist.
Zwar stehen mit Ciao und Co. einige Konkurrenten in den Startlöchern, Twenga punktet allerdings mit dem unglaublich umfangreichen Inventar und dem sehr übersichtlichen Aufbau der Seite - wir Ösis allerdings leider natürlich darunter, dass nicht jeder deutsche Shop ins kleine Nachbarland liefert, trotzdem findet man immer noch ausreichend attraktive Angebote - wenn die Shop-Bewertungen erstmal ins Laufen kommen, stellt Twenga eine äußerst brauchbare Alternative zur Shop- und Produktrecherche via Google dar: denn wer bezahlt schon gerne freiwillig mehr als nötig?
Adonomics™ ist ein Must-Read für alle Facebook-Applikationsentwickler. Die Seite dokumentiert die "Facebook Economy" anhand des Wachstums der populärsten Applikationen. Die Topliste gibt dabei Auskunft über die Anzahl der Installationen, aktiven User und den "Marktwert" der jeweiligen Erweiterung:
Adonomics™, formerly Appaholic, is your source for Facebook analytics. By providing a stock-market-style analysis of the Facebook platform we enable developers and investors to track application growth, activity, and valuation.
Die Seite beschränkt sich dabei aber keineswegs auf die bloße Statistik, sondern fungiert als realer Marktplatz für Applikationsentwickler:
Adonomics helps Facebook developers and owners take their applications through the three key phases of Growth, Engagement, and Monetization (GEM).
In the Apps For Sale section, we provide a listing of Facebook Apps which have hired Adonomics to sell their application (as well as Facebook apps that are being offered for sale on eBay).
Am zugehörigen Blog findet man spannende Hintergrundanalysen, etwa über die grundlegenden Unterschiede in den Businessmodellen von Google und FB:
One of the narratives shaping up around Google vs. Facebook is that Google is about turning intent into dollars and Facebook's model will be about turning relevance into dollars. Google makes the money they do because they advertise at the point of intent. [...] Intent still matters, but where Google capitalizes on people's existing intent Facebook actually has the opportunity to manufacture the intent.
Für klassische Shoppinganwendungen scheint sich Facebook dagegen weniger zu eignen, wie Get Elastic berichtet. [via Exciting Commerce] Viel zu viele Apps ohne Mehrwert verderben den Brei - wer aus der Masse herausragen will, muss jedenfalls die virale Klaviatur jedenfalls virtuos beherrschen.
Eine nicht näher genannt werden sollen- und wollende Musikjournalistenkollegin hatte die unvorstellbare Ehre, für die kürzlich erschienene 4. Ausgabe des modischen Vernis Magazins ein Interview einem der mysteriösesten Produzentenkollektive aller Zeiten zu führen. datenschmutz erhielt von mindestens 52% der wahlberechtigten Lizenz-Leistungsempfänger gegen eine nicht näher bezifferte Summe die exklusive Erlaubnis zum Online-Abdruck.
In dem mysteriösen, sehr bild- und wenig textlastigen Magazin geht's um "Art, Fashion and Music" - in der roten Bar des Volkstheaters fand vorige Woche die Präsentation statt, durchwegs bei gemäßigter Lautstärke. Aber darum geht's hier gar nicht, sondern um ein Produzentenkollektiv, das seit den frühen 30er Jahren die elektronische (bzw. damals noch elektrische) Musikszene unsicher macht(e) - zumindest einigen der MitgliederInnen wird extraterrestrischer Ursprung vorgeworfen. Andere Gerüchte besagen, dass Atom Heart, The KLF und syncmode durch Zellteilung aus einer organischen Kabelummantelung des ersten 24/7 Analog-Samplers entstanden sind. Mit Sicherheit wissen wir nur, dass A Guy called Geralds legendäres "Dark Secret Technologies" Album mindestens zwei Patchkabel aus 24/7s Beständen für das finale Mastering benutzte.
Nach jahrzehntelanger Release-Pause treten the 24/7 aus dem gleißenden Licht des Underground erneut in den Schatten der internationalen Popwelt. Ihre Tracks tragen Titel wie "Evil Giraffe", "Cosmic Bottle", "Non-Corporate Identity" oder "Rokkoko Robot" - ihren Sound bezeichnen sie mangels Alternativen als " Live Electronics / Christian Rap / New Wave" oder "Advanced Psychoshopping Music". Wer das Nachfolgende nicht lesen will, muss hören - denn über Architektur tanzen ist bekanntlich dasselbe wie über Texte musizieren. Oder so. Hörproben:
http://www.myspace.com/the2
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?: Der vierundzwanzigsiebte Raum?
the 24/7: Die bislang avanciertesten Technik, um Produzenten zu trainieren. Ausschließlich mündlich und über Körperflüssigkeiten weitergegeben in einem geheimen Kloster in Südtibet. An die unmenschlichen Anstrengungen, die wir auf uns nehmen mussten, um Kammer #4 - "Advanced psycho shopping musicââ¢", können wir uns immer noch lebhaft erinnern.
?: Auf Ihrem Myspace profil passen Ihre aufgeführten Einflüsse in kein Schema. Warum? Warum nicht?
!: Um genau zu sein: Missbrauch, Snaredrums und Tee sind unsere Haupteinflüsse. Man kann keinen stringenten Stiel durchbiegen, wenn dauernd irgendwelche Persönlichkeitsfragmente darüber streiten, ob blonde oder schwarzhaarige Basslines hotter sind. Manche können sich Anwälte leisten, andere schicken nach Feierabend ihre Schlägerfreunde aus der Matrosenkneipe vorbei und lassen alles kurz und klein hauen. Wie soll man da im Nachhinein noch jemals feststellen, wer so etwas wie die Oberhoheit über so etwas wie ein Arrangement hatte? Alles kann passieren, alles muss passieren, nichts darf nicht passieren, kurz gesagt. Das Ergebnis ist aber stets eine komplexe Mischung aus unverortbaren Einflüssen und der gängigen Rechtssprechungspraxis des jeweiligen Landes.
?: Was geschah damals mit the24seven?
!: Wir alle leiden unter einer ganz speziellen Art von Persönlichkeitsstörung. Während die eine Hälfte/der eine Teil des Duos versucht, sich selbst zu einem singulären Bassisten zu lobotomisieren, wurden die anderen Teile im Lauf der Jahre vollständig entrückt. Ein Teil von the24seven ist noch immer in jener magischen Lampe in einem Kloster in Tibet eingeschlossen, an der kein Mönch jemals seine Kutte reiben wird, doch die andere Hälfte hat sich aufgemacht, die musikalischen Schätze dieser Welt zu erobern. 90 Jahre harte Schulung bei einer jungfräulichen Äbtin reichten aus, um tief in die Geheimnisse des Christian Rap einzutauchen. Vor kurzem hielten the24seven ein Meeting in der Betty Fnord Klinik ab, wo sich alle derzeit frei verfügbaren Persönlichkeitsmomente für einen unmessbar kurzen Augenblick zusammentaten, um die unterschätzteste New Wave Band der Welt zu binden. Einen Augenblick lang wurde das Ergebnis auf jedem Digital Culture Festival des bekannten Universums ausgestellt. Gestern allerdings wurde die Fortführung des Plans effektiv von zwei mächtigen Persönlichkeitsfragmenten, deren genaue Identität im Dunkel liegt, die allerdings 51% der Anteile halten, zunichte gemacht.
Unwiederherrettbare Opfer wollten gebracht, unvorstellbare Anstrengungen auf sich selbst genommen werden, um dem Teufel die Seele zweier Anwälte vor der Vertragslaufzeit zurückzugeben, obwohl die Garantiefrist bereits abgelaufen war. Das Ergebnis lässt nicht nur den Interviews unbefriedigt zurück, sondern zieht seine tropfnasse Spur jeden Tag weiter ein Stück in eine dominierte Zukunft. Auf wessen Geheiß? fragt der Florist.
?: Töne erschweren alles, wie kann der Produzent von heute überhaupt ein Liedchen beenden?
!: Das ist eher eine... wer zum Teufel bist du eigentlich... zum Beispiel war the24seven letzten Samstag im Studio, um neues Material aufzunehmen. Zwei Drittel des Duos waren begeistern und bereit, auf alles reinzukippen um diese elenden Psycho Shopping Musicâ⢠Ohrwürmer wieder los zu werden. Die verbleibenden zwei Fünftel stecken ihren Kopf eine Einkaufstasche voller Patchkabel und entzogen damit dem produktiven Teil des Duos die so dringend notwendige Atemluft. So gut wie alle Tracks wurden geteert, gefedert und anschließend gevierteilt - eine einzige Nummer konnte unter den schwelenden Resten des Scheiterhaufens mehr oder weniger unversehrt und gegen ihren Willen gerettet werden. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr von Mistelbach!
?: O.K.? ... was?
!: Mischen Sie uns bitte nicht mit den Getränken, die Wasser enthalten!
?: Was über die Zukunft von the24seven?
!: Also erstmal möchten wir alle wieder raus aus der Klinik und ein wenig auf den geraden Weg zurück - zum ersten Mal. Viele Nummern werden folgen, veröffentlichte, unveröffentlichte, wiederveröffentlichte... wir befürchten massive Feedbackschleifen sowohl von Club-PAs als auch Publiken rund um die Welt.
?: Auf der neuesten Louie Austen EP haben Sie einen der Produzenten gutgeschrieben. Oder?
!: Jein und ja. Alle von uns und ganz besonders jeder einzelnen hatte keinerlei Kontrolle darüber, was in den einzelnen Phasen des Projekts geschah. Die anderen verklagten uns... wir klagten zurück... und plötzlich war der Track draußen. Irgendwie mögen wir alle ihn, er erinnert uns an knack-blaue Minz-Erdbeerdrinks in viel zu exklusiven Schweizer Chalet-Clübs.
| 22. November 2007 | ||
| 17:00 | bis | 20:00 |
Supershirts "Kauf weniger ein, dann brauchst du weniger Geld" gilt explizit nicht beim Lifeball-Shopping im Turek Shop. gaposlovakia beschallt den spätnachmittäglichen Konsum-Event, auf dass der Euro vorweihnachtlich locker sitzen möge zugunsten der guten Sache des Vereins "positiver Dialog".
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