Longtail-Theorie revistied: nicht alles, was einen langen Schwanz hat, generiert auch automatisch Einkommen. Wer wüsste das besser als die Spitzenkandidaten der österreichischen Parteien, die heute zur Wahl antreten.
Ein diesmal ausgesprochen videolastiges Panoptikum illustriert die denkwürdigen Ereignisse der vergangenen Woche.
Pagegangster konvertiert pdf-Dateien online in ein animiertes Flash-Format und ermöglicht so das Umblättern im Internet.
Das Web 2.0 wird wieder einmal den Untergang der Kultur einläuten, sind sich Kulturpessimisten wie eh und je einige. Und natürlich lautet der alte Trugschluss wie immer: mehr Zensur muss her.
Soziale Medien können nicht irren und sind immun gegen jegliche Manipulationsversuche. Ein Experiment mit Blogg-Buzz beweist das Gegenteil.
Das Anti Web 2.0 Manifesto präsentiert altbackene, konservative Kulturtheorien in neuem Gewand und sagt in gewohnt apolyptischer Weise eine Zerstörung der Kultur durch die schädliche Demokratisierung der Medien vorher — ein einziges Missverständnis.
9Live nimmt’s ganz genau mit den fairen Chancen für seine Zuseher und gibt sich gar nicht erst die Mühe, nachtschlafene Gameshows echt aussehen zu lassen.
[Der folgende Text entstand für die Ö1 matrix Homepage, wo ich eine monatliche Kolumne schreibe. N’joy.] Am 6. März verstarb der französische Philosoph Jean Baudrillard. Als einer der prominentesten Vertreter postmodernen Denkens provozierte der Franzose die Öffentlichkeit mit seinen Thesen zu Simulation, Dissimulation und Gleichzeitigkeit. Dass gerade das digitale Fernsehen die medial Live-Übertragung verunmöglicht, hätte er vermutlich nicht vorausgesagt.
Das mediale Ereignis, das die sedimentierte Realität …
Gestern verstarb der französische Philosoph und Soziologe Jean Baudrillard nach längerer Krankheit in Paris. Geboren wurde der “große postmoderne Bilderstürmer”, wie ihn die SZ nennt, am 20. Juli 1920 in Reims. Seine Text über Simulation und Virtualität gehören zum Standardrepertoire des medientheoretischen Kanons — “Kool Killer oder Der Aufstand …
Digitale Mixing-Software wird erwachsen — die neueste Generation verabschiedet von der Two-Turntables Metapher. Diesen Text über den Wandel der digitalen DJ-Interfaces hab ich für die 10-Jahres-Jubiläumsausgabe von the gap geschrieben — es geht um das klassische techno-mediale Spannungsfeld, um den Wechsel von der Simulation klassischer Interfaces hin zu genuin digitalen Benutzeroberflächen.
Sets aus dem Laptop…
Wenn Winde sich als darmgeboren erweisen, so darf man ihre Dokumenteure wohl zu Recht als “Chronisten der Blähungen” bezeichnen. Eines vorweg: die neue Doku von DoRo über Austropop kommt daher wie eine “Sendung ohne Namen” für ganz, ganz Arme.
Einen Ansprucht scheint die filmische Aufarbeitung dieses großen Mißverständnisses Austropop jedoch konsequent verfolgen wollen, so man die Auftaktsendung als paradigmatisch für den weiteren Verlauf der Saga annehmen darf: …
Achtung, Computergame-Crossover oder: niemals die falsche Abzweigung nehmen! Sonst geht’s euch wie Mario und Luigi in Vice City. Die Brücke ist nämlich gesperrt, also lernen die beiden Nintendo-Helden, die reale, pardon, die andere Computerspielwelt, auf die harte Tour kennen. Und finden viel zu spät heraus, dass in Vice City Prinzessinnen Geld kosten, Mauern sich nicht mit dem Kopf durchstoßen lassen und Pilze ebenfalls Fähigkeiten verleihen — …
Und hier noch die bisher unterschlagene Nummer 69 — die erste in einer langen, langen Reihe von Reprints… n’joy!
Das Kolumne.
Kanäle übersprechen, Tiere erfluten sich, ein Radio entblödet
Wie verboten kann es sein, beim Autofahren so zu tun, als ob man telefoniert? Die perfekte Simulation sei nicht mehr als solcher erkennbar, schrieb Baudrillard. Und dies, noch bevor entsprechende Gesetze in Österreich Un/Schul/ds/Kinder vor potentiell freihändig lenkenden Mercedes-Gefühl-Fahrern (in der linken Hand das Handy, mit der rechten das Navigationssystem bedienend) mustergültig schützten.