Was lange währt, wird endlich gut: während sich amerikanische Nutzer schon länger an der 1.3er Version von Palms WebOS erfreuen dürfen, ist das Update, das zahlreiche Verbesserungen bringt, auch für die Nutzer der deutschsprachigen Version verfügbar. Über Features und erste Erfahrungen mit dem durchdachten und eleganten Smartphone habe ich an dieser Stelle bereits berichtet - ansonsten kann ich nur eines sagen: Linzerschnitte hat beschlossen, ihren Praxistest auf unbestimmte Zeit zu verlängern.
Das neu erschienene Update umfasst satte 134MB. Ignoriert man die Aufforderung zur manuellen Installation, wird der Pre irgendwann selbst aktiv und versorgt sich mit der neuen Softwareversion. Auf die sollte man sowieso keinesfalls verzichten, denn die 1.3er bringt auch alle Verbesserungen der Version 1.2 mit, die am deutschen Markt ausgelassen wurde. Die Installation dauert circa eine Viertelstunde - danach ist Ihr Palm einfach nicht mehr derselbe, aber auf die gute Art:
Nach wie vor auf der Wunschliste stehen Video und eine Blinkberichtigung bei neuen Nachrichten - beides wird Palm wohl mit dem nächsten Update nachliefern. Die komplette Änderungsliste der Version 1.3 gibt's auf der O2 Updateseite
Morgen bringt Red Bull Mobile eine neues Handset auf den Markt, auf das ich übers Wochenende einen exklusiven Vorab-Blick werfen durfte. Das Gerät überrascht mit ungewöhnlichem Design (orientiert am Branding des RB Formel 1 Teams), ungewöhnlicher Softwareausstattung (eine spezielle Version des Wikitude World Browser wird mitgeliefert) und ungewöhnlichem Hersteller: Huawei, in Europa bekannt für 3G Datenkarten und -sticks, setzt wie HTC beim Magic auf Google Android. Allerdings fällt die Verarbeitung ungleich hochwertiger aus, und es handelt sich *nicht* um die "brought to you by Google" Version des Betriebssystems. Mit anderen Worten: eine Registrierung bei Google ist zwar zur Nutzung von Gmail- und Co., nicht aber für die sonstige Nutzung des Telefons erforderlich.
Bei der Hardwareausstattung musste der Rotstift in der Schublade bleiben: der 3,5 Zoll Touchscreen (transreflexiver TFT Multitouch Screen) zeigt 320x480 Pixel in 24 Bit Farbtiefe, das entspricht einem Punktabstand von 0,15mm und sorgt für gestochen scharfe und farbenfrohe Bilder. Angetrieben wird das Gerät von einer mit 528Mhz getakteten 32 Bit Qualcomm CPU mit ARMv6 Core - das RBM2 ist damit das derzeit schnellste in Österreich erhältliche Android-Gerät, trotzdem beträgt das Gewicht des äußerst schlanken Geräts gerade mal magere 135 Gramm.
Die Kamera mit LED-Blitz schießt Bilder in 3 Megapixeln Auflösung, GPS, Stereosound (mit 2,5mm Klinkenanschluss, Ohrhörer werden mitgeliefert), ein microSD Cardslot (für bis zu 32GB) sowie Bluetooth, WLAN (IEEE 802.11g), EDGE, GPRS, HSDPA und HSUPA komplettieren die Ausstattungsliste um alle relevanten Features eines modernen Smartphones.
Die gute Nachricht: diese ganze geballte Hardwarepower gibt's mit dem Tarif simplyAll+ ab morgen im Red Bull Mobile Shop um 0 Euro! Wie bei allen Geräten ist der mobile Zugriff aufs Red Bull Portal samt Videos inkludiert, beim RBM geht die Integration allerdings noch einen Schritt weiter: der auf dem Wikitude World Browser basierende RB Hot Spot Viewer zeigt in der Kameraansicht augmented Reality Inhalte, sprich: das Kamerabild wird mit virtuellen Informationen (Infos zu Red Bull Mobile Shops, Videos etc.) überlagert. Eine solche Anreicherung der realen Umgebung mit zusätzlichen Informationen wird in der zukünftigen mobilen Kommunikation eine beträchtliche Rolle spielen - Wikitude ist grundsätzlich natürlich nicht auf Energy-Drink affine Inhalte beschränkt, sondern bietet alle möglichen Informationslayer.
Fazit: Ich hatte zwei Tage Zeit, das Gerät zu testen und bin überrascht, wie gut Huawei das hauseigene Android-Debut hinbekommen hat. Das RBM2 schlägt die HTC Geräte in punkto Verarbeitung und Ausstattung um Längen, dank des mittlerweile umfangreichen Softwareangebots und der schnellen CPU ist das Preis-Leistungsverhältnis im Segment aktueller Touchscreen-Smartphones konkurrenzlos.
Nach der urlaubsbedingten Pause geht es heute an dieser Stelle wieder mit dem gemeinsamen Wochenrückblick von Linzerschnitte und datenschmutz weiter. Unvorstellbares hat sich schon wieder zugetragen: Twitter unterstützt mit der neuen Funktion "Lists" ein Komfortfeature, mit dem avanciertere Clients schon lange glänzen, die deutsche Regierung steht zur 2-Klassen-Medizin und die 2. Klasse kriegt zukünftig nur mehr Soylent Green. Aber wir greifen schon wieder davor, dabei sollten wir doch eigentlich zurückblicken!
Ja, jetzt ist es endlich soweit: Auch wir Österreicher dürfen bei der Cloud-Revolution mitspielen! Lange haben wir uns leid gesehen, nun darf auf auch hierzulande eine Web 2.0-Revolution exekutiert werden! Mit allem, was zum Web 2.0 dazugehört: Facebook Gruppen, Flickr, Twitter, Hashtags, Blogs, Wikis, Livestreams. Auch würde es Inhalte geben, wurde kolportiert. [/Sarkasmus]
Seit 10 Tagen wird das Wiener Audimax besetzt, und was da an Protestinfrastruktur aus dem Boden gestampft wurde ist ziemlich beeindruckend. So sehr, dass die Medienberichterstattung sowohl in Old- als auch in New Media sich mehr um Livestreams, Voküs und Facebook-Gruppen zu drehen scheint, als um Inhalte. Doch darüber sind alle sich einig: Die Uni-Besetzer in ganz Österreich kann man nur unterstützen. Die Zustände an den Unis sind schon lange unerträglich und die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung kommt rückwirkend gesehen einem bildungspolitischen Waterloo gleich. Mein persönliches aktuelles Frusterlebnis in Sachen Bologna-reformierte Uni: Die neuen, verschulten Studiengänge schließen berufsbegleitendes Studieren vollständig aus.
Genauso tragisch ist der völlige Ausschluß von Studenten und Mittelbau aus sämtlichen entscheidenen Gremien, eine kleine Entdemokratisierung, die uns die schwarz-blaue Koalition vor 8 Jahren bescherte. Und wer so etwas wie das akademische Schlußlicht Europas ist, sollte universitäre Platzprobleme nicht mit Zugangsbeschränkungen lösen. Denn hätte es in den späten 90er Jahren Zugangsbeschränkungen gegeben, hätten wohl viele Jugendliche wie ich, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, niemals den Entschluß gefasst, sich das mit dem Studium mal anzusehen. Gegen die Einführung der Studiengebühren hab ich schon vor Jahren demonstriert - dann allerdings meine Meinung revidiert: Nach Einführung der Studiengebühren habe ich (wenn auch zeitversetzt) doch einige merkliche Verbesserungen an den Unis gesehen und würde Studiengebühren kombiniert mit einem entsprechenden Stipendienwesen durchaus für sinnvoll erachten. Zum Thema "Sexismus an Unis" fällt mir fast nur eins ein: Niemals wieder ist mir an einem Ort so wenig Sexismus untergekommen, wie an der Uni - zumindest aus Studentensicht. Davon abgesehen hat dieses Thema mit dem Kern der Debatte wenig bis nichts zu tun.
Nichtsdestotrotz ist aber auch die Slacktivism Rate bei #unibrennt ziemlich hoch. Fast 24.000 Unterstützer auf Facebook, 1.300 weitere bei der Gruppe "ArbeitnehmerInnen unterstützen die Uni-Proteste". Klingt großartig. Bei einer geplanten Kundgebung der "ArbeitnehmerInnen" am Nachmittag des 1.11.2009 sind dann von 130 fix angemeldeten und 200 "maybes" knapp 15 Leute erschienen. Und im Audimax auf etwa 50 weitere Besetzer gestoßen. Nicht verwunderlich, neun Tage Besetzung und Protest fordern ihren Tribute. Aber mal ehrlich: in Österreich gibt es knapp 200.000 Studierende - sind alle bisher zuhause gebliebenen mit den Zuständen an Österreichs Unis zufrieden?! Also, Ärsche hoch, Freunde, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder, etwas verändern zu können - oder es zumindest zu versuchen.
Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Revolution und ihre Basisdemokratie nicht ihre Kinder frisst. Amen.
PS: Wer real unterstützen will: http://wiki.unsereuni.at
Wer lieber beim Slacktivism bleibt: Facebook Gruppe "Unsere Uni", Facebook Gruppe "ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste", Facebook Page TU Wien brennt
Twitter: @ugrazbrennt
www.unsereuni.at
FlickR: Uni brennt, FlickR Gruppe
Zynga und Playfish, die zwei größten Anbieter von Social Games auf Facebook, haben gut lachen: sie erzielen mit ihren Spielchen Millioneneinkommen, während Host Facebook noch immer keine positiven Cash-Flow generiert. Die diversen Notification-Messages sollen zukünftig gravierend eingeschränkt werden, wie VentureBeat berichtet:
Facebook is having one-on-one meetings with some of its larger developers detailing a series of changes that could significantly affect the way applications are spread through the social network. [...] From what we hear, Facebook is reshuffling all the traditional channels like notifications and requests that developers use to reach new users and tucking them away in harder-to-reach parts of the Web site. The idea is to give users more control over the information they see on their homepage.
Kurz gesagt Spiele werden sich nicht mehr so einfach viral verbreiten, und mit den nervigen Dauer-Requests dürfte auch bald Schluss sein. VentureBeat kennt noch mehr Details: so sollen alle Notifications mittelfristig in die Inbox wandern. Spielehersteller werden sich zukünftig als verstärkt auf bezahlte Werbung verlassen müssen, um ihr Publikum zu finden.
Gerald Wagner hat in der FAZ über Facebook nachgedacht und bringt unter dem mehr als hochtrabenden Titel "Eine Soziologie von Facebook" einige relativ lose Gedanken zum Ausdruck. Von der provokanten Eingangsfrage bis zu ihrer Beantwortung braucht der Autor aber gerade mal einen Absatz:
Facebook ist zum neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten?
[...]
Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der "neuen Verknüpfungsformen" stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.
Der Essay ist unbedingt lesenswert, weil er in seiner bemerkenswert verständnislosen Kritik das größte Social Network mit einer Art Personenregister verwechselt und dann zum Schluss kommt, dieses funktioniere nicht so gut wie ein Polizeicomputer:
Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, auf Häutungen und Brüche im Leben nicht viel zeitgemäßer als das bleischwere Herumwühlen von Facebook in meiner Vergangenheit? Sind wir nicht gerade darum in den Achtzigern nach Berlin gegangen? Nicht bei Facebook. Mit fröhlicher Penetranz zieht es aus entlegenen Winkeln meiner Biographie einen Kronzeugen der Kontinuität hervor. Es gibt kein nachtragenderes Medium. Damit beharrt dieses Netzwerk eigentlich auf einem Leitmotiv der qualitativen Sozialforschung, nämlich von der narrativen Identität der Persönlichkeit auszugehen. Das Netz verspricht, jedem seine Geschichte erzählen zu können. Dass die auf ein paar durchquerte Institutionen und verblichene Gesichter zusammenschrumpft, scheint keinen Unterschied zu machen.
Ich jedenfalls habe noch keine Beschwerde darüber gehört, dass ein "Telefonbuch ja bloß Nummern, Namen und Adressen enthält".
Dieser Satz hat nun eine völlig neue Bedeutung: Waren bisher meistens Gratiseintritte zu mehr oder weniger exklusiven Events mit dieser Frage in Verbindung zu bringen, geht es nun darum, auf möglichst vielen Twitterlisten zu stehen - und wenn nicht dass, dann wenigstens möglichst viele Twitterlisten anzulegen. Twitterlists gibt den Usern die Möglichkeit, mehrere Tweeper thematisch zu filtern und diese Listen beliebig zu betiteln. Alle Infos dazu gibt's am offiziellen Twitter Blog.
Tweetdeck und Seesmic Desktop User haben bei den Twitterlists wahrscheinlich eh nur gelangweilt gegähnt, kennen beide Clients das Feature unter der Bezeichnung "groups" ja schon länger. Bald soll auch eine Synchronisation via Twitter API möglich sein.
Ach ja, und wer schon immer mal in San Francisco beim coolsten Startup der Welt arbeiten wollte - Twitter is hiring!
Nicht bloß heiße Luft: AIR hat sich als beliebte Plattform für Social Media Clients fest etabliert, mit der zweiten Auflage wollen die Adobe Labs ihrem Framework neue Features verpassen. ReadWriteWeb weiß, warum effizienterer Umfang mit Speicherressourcen dringend notwendig ist:
The New York Times for example, one of the most new-media capable old-school institutions in the US, recently asked its staff to stop using the AIR app Tweetdeck because it's such a memory hog. That's probably one of the reasons why Times staff appears to be posting to Twitter less these days.
Weiters wird AIR 2.0 Multitouch-Gesten und lokales Audio-Encoding beherrschen - bis zum Release werden aber noch einige Panoptika ins Land ziehen, Adobe plant die erste Jahreshälfte 2010 an. Jede Menge nicht unbedingt nützlicher, aber zumindest hübscher Air-Applikationen findet man übrigens auf refreshingapps.com/.
Große neue Erkenntnisse hat der Beitrag im offiziellen Google Blog auch nicht zu bieten - zumindest der Tipp "zuerst nachdenken, dann veröffentlichen" kann getrost als alter Hut gelten:
The first step in reputation management is preemptive: Think twice before putting your personal information online.
Interessanter ist das schon der Teil übers "proaktive Publizieren": wenn man lästige Infos schon nicht los wird, weil der Webmaster der Drittseite partout nicht agieren will, muss man eben gegensteuern. Google empfiehlt dazu unter anderem, eine öffentliche Profilseite im eigenen Haus anzulegen: in der Tat eine oft übersehene Funktion, die das Potential hat, mittelfristig Xing und LinkedIn überflüssig zu machen.
Doc Searl berichtet über eine Round-Table Diskussion zum Thema "Geld verdienen mit Medien im 21. Jahrhundert", an der unter anderem Sherry Turkle und Virginia Postrel teilnahmen. Die Zusammenfassung ist unbedingt lesenswert und fasst die Verwobenheit von Technologie, Wirtschaftsorganisation und Medienmodellen sehr gut zusammen:
he Net employs a principle called end-to-end. Among other things, it assumes that the bulk of intelligence is at the ends of the network — with people and the devices serving them — rather than in the middle, where the phone companies used to be, back when they thought, as old-fashioned formerly modern industrial companies, that most of the network’s intelligence should reside, and make decisions for us.
WordPress.com Blogs sind ab sofort standardmäßig mit Mobile Themes ausgestattet, wie ReadWriteWeb berichtet. Zwar kommen moderne Smartphone mit leistungsfähigen Browsern, doch allein schon aufgrund des kleineren Displays und der schnelleren Ladezeiten empfehlen sich optimierte Templates. Wer sein Blog selbst hostet, hat die Qual der Wahl zwischen dem iPhone-optimierten WPTouch und Carrington Mobile. Beide Themes kommen als Plugins daher und lassen sich in Windeseile konfigurieren. Denn:
From the slow emergence of mobile reading and publishing to the unwillingness of carriers to solve bandwidth problems, it's clear that the mobile web is still in its very early stages. For now, little things like this make a very big difference.
So manches langgezogene "Muhhhh!" könnte in Wahrheit ein klimaschädigender Darmwind sein, glaubt man Lord Stern, einer der "führenden Experten für Klimawandel" (wobei ich mir sicher bin, wodurch genau sich Expertentum in diesem Bereich auszeichnet). Als er jung war, gab's noch lustige Promille-Straßenrennen, bald wird einem die Polizei den Führerschein auch ab 0,5 Gramm tierischem Eiweiß in der Atemluft abnehmen:
Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in Zukunft gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist. "Ich bin jetzt 61 und die Einstellung gegenüber Alkohol am Steuer hat sich seit meiner Studentenzeit radikal verändert", so Lord Stern. Der Ökonom rät den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Ende Dezember in Kopenhagen, darauf hinzuwirken, dass die Preise für Fleisch erhöht werden.
Das Methan der Kühe (CH4) sei als Treibhausgas 21mal effektiver als jenes furchtbar schädliche CO2, das beispielsweise Menschen beim Ausatmen produzieren. Wollen wir bis Ende des Monats eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe verhindern, gibt's also nur zwei Varianten: entweder werden *alle* bis Ende der Woche Vegetarier. Vorher gibt's aber noch eine große Schlachtplatte samt Café Latte, die ganzen Kühe müssen ja weg. Oder die Franzosen hören auf, soviel alten Käse zu essen - das könnte der Menschheit eine Verschnaufpause von mehreren Jahrzehnten verschaffen.
Was als relativ harmloser Twitter-Virus begann, entwickelte sich zu einem medialen Flächenbrand, an dem selbst Telepolis nicht mehr vorbei kommt:
In Deutschland zieht das Zwei-Klassen-System nun ganz offiziell als Regierungspolitik ein. Während die Regierung für das gemeine Volk 50 Millionen Pandemrix-Impfdosen mit Wirkverstärker vom Pharmakonzern Glaxosmithkline bestellte, orderte man für das Kabinett, die Bundesbehörden und die Bundeswehr 200.000 Celvapan-Impfdosen von Baxter. Sie sind ohne Wirkverstärker und sollen verträglicher sein.
Ein einziges PR-Desaster, diese Schweinegrippe - nach der jahrhundertelangen Ächtung des Schweinefleisch durch Moslems nun das: kein Wunder, das Verschwörungstheoretiker komplexe Pläne vermuten. Die Welt Online hat umfassend recherchiert:
So schnell wie die Schweingrippe verbreiten sich wilde Theorien dazu: Tote Schweine in China, fiese Industriefarmen in Mexiko sowie eine Verschwörung von al-Qaida und mexikanischen Drogenkartellen – all dies sind nur einige der Erklärungsversuche, die sich um den Ausbruch der Krankheit ranken.
Eines steht jedenfalls fest - exotische Tiere sind wenig gefährdet, ein mm>Schneckenschnupfen oder Hummer Hirnsausen eigenen sich nicht für die Massenhysterisierung. Doch ich zittere mit Alinaluna um die armen Lämmchen:
Mal gibt’s die Vogelgrippe-Heute kräht kein Hahn mehr danach....
Vormals war es BSE .....Die Kuh macht auch kein Muh mehr.....
Ich warte bis das mit den Schweinen vorbei ist denn dann kommt die Schafseuche....Mäh.
Halloween ist nicht jedermanns Sache. Ich verweigere mich dem jährlichen Kürbis-Zirkus aus Prinzip. Aber dieses Foto fand ich dann echt genial. (Copyright by Burt Zinsler / Facebook):

Das folgende Material hat Jeff Altman im Nachlass seines Großvaters gefunden - die 50er-Jahre Aufnahmen der Fahrt durch San Fran versprühen einen ganz besonderen Retro-Charme:
http://www.vimeo.com/6337228Sonnenuntergänge am Meer hat jeder schon mal gesehen - aber wohl kaum jemand hat sich daran jemals sattgesehen. Schon gar keine käsigen, sonnenunverwöhnten Ösi-Touristen am Strand von El Palmar an der Costa de la Luz, Spanien.
http://www.vimeo.com/7383010Und das war's auch schon wieder mit dem Zurückschauen auf 7 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minute mal 60 Sekunden, also 604.800 Blogosphärenwochen-Momente. Danke für Ihre hochgeschätzte Aufmerksamkeit, bleiben Sie uns und unserem RSS-Feed treu! Linzerschnitte und datenschmutz wünschen immens erkleckliche Restsonntagsminuten und einen grandiosen Start in die kommende Woche - wir treffen uns morgen im Social Web.
Bei O2 in Deutschland feiert dieser Tage der Palm Pré seine Premiere. Ich sage danke für das Testgerät und bin äußerst gespannt auf die Praxis-Tauglichkeit des neuen Smartphones mit Palms Eigenentwicklung Web OS als Betriebssystem. Die Zeiten, als Palms noch pixelige Taschencomputer ohne Netzverbindung (aber trotzdem saucool) waren, sind längst vorbei und mittlerweile muss man praktischerweise nur mehr ein Gerät statt drei mitschleppen, wenn man Handy, Mini-Rechner und Multimedia-Player immer dabei haben möchte. Nähere Erfahrungen mit dem pré gibt's nach meinem Spanien-Urlaub, hier erstmal das Unboxing-Video:
So denn - alle Lose wurden penibel ausgezählt, die Gewinner der fünf Nokia N97 Smartphones steht fest. Und um die Übergabe gebührend zu zelebrieren, laden Meral, Luca, Helmut am kommenden Dienstag (4. August) zu einer Abschlussparty ins WerkzeugH ein - nähere Details und Anmeldung via Facebook. Die gute Nachricht: Nokia sponsert die Drinks.
Aber nun zu den glücklichen Gewinnern - je ein Nokia N97 bekommen:
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank an alle Teilnehmer fürs Mitspielen! Wer am Dienstag zur Party kommt, erhält sein N97 gleich vor Ort, wer keine Zeit hat, bekommt sein neues Mobiltelefon mit der Post. Wir sehen uns hoffentlich am Dienstag!
#n97at Abschlussparty auf Facebook
Datum / Zeit: Dienstag, 4. August, 19:00 Uhr
Ort: : WerkzeugH, Schönbrunnerstrasse 61, 1050 Wien
Vor zwei Wochen habe ich mein Unboxing-Video zum Nokia N97 online gestellt - in den vergangenen 14 Tagen habe ich das neue mobile Flaggschiff der Finnen einem ausgiebigen Praxistest unterzogen und die Ergebnisse im folgenden Video festgehalten.
http://www.vimeo.com/5797802Übrigens: Unser N97 Gewinnspiel läuft übrigens noch bis zum 30. Juli!
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Wir, das sind Meral, Luca, Helge, Helmut und meine Wenigkeit verlosen 5 Stück NOKIA N97! Wir suchen 5 Gewinnerinnen und Gewinner für je ein N97 (Listenpreis: €649,-), die sich anschließend an die Preisübergabe als Handy-Tester betätigen und über ihre ersten Erfahrungen mit dem N97 online berichten. Die 5 Handys haben wir direkt von Nokia bekommen, sprich: die Geräte sind entsperrt und somit mit SIM-Karten aller Mobiltelefonie-Anbieter verwendbar.
Die Regeln sind einfach:
Twitter-Extrabonus: zusätzlich werden wir von unseren Twitter-Accounts @digitalks, @Luca, @muesli, @mobilitylounge und @datadirt einige Quiz-Fragen verschicken, die mit dem Hash-Tag #n97at gekennzeichnet sind. Wer eine Frage am schnellsten richtig beantwortet, erhält jeweils ein Zusatzlos.
Bitte beachte: Ein einzelner Artikel oder Tweet zählt nur einmal, auch wenn du es bei allen 5 Blogs kommentierst.

Das N97 besitzt eine hochauflösenden, farbstarken Touchscreen (640x360 Pixel) und kommt mit seiner ausklappbaren Quertz-Tastatur Viel-E-Mail Schreibern entgegen. Die technischen Ausstattung lässt nichts zu wünschen übrig: UMTS, HSDPA, WLAN und Bluetooth sind ebenso an Bord wie ein Nahbereichs-UKW-Sender und GPRS. Die 32 Gigabyte Festspeicher lassen sich via Hot-Swap (=Wechsel im laufenden Betrieb) Steckplatz für bis zu 16GB große MicroSD-Cards erweitern. Neben der Hauptkamera (5 Megapixel, Carl Zeiss Tessar 2.8/5.4 Optik) besitzt das N97 eine zweite Frontside-Cam für Videotelefonie, einen TV-Ausgang und ein 3,5mm Kopfhörerbuchse. Die Softwareausstattung bietet neben der Pflicht (E-Mail, mp3- und Videoplayer etc.) auch eines an Kür: standardmäßig ist ein Navigationsprogramm mit Kartenmaterial für den AT, DE und CH vorinstalliert. Trotz der umfangreichen Ausstattung ist das Gerät mit 117x55x16 Millimetern hostentaschentauglich.
Alle technischen Daten zum Gerät findet man auf Nokia.at. Ich habe vor kurzem ein Unboxing Video zum N97 online gestellt, verwende seit einigen Tagen Nokias finnisches Digital-Taschenmesser für Geeks als Haupt-Handy und bin bisher ziemlich begeistert - ein ausführlicher Testbericht folgt in Kürze.
Teilnahmeberechtigt sind die BesucherInnen der 5 teilnehmenden Blogs (digitalks, 2-Blog, Helge.at, MobilityLounge und datenschmutz), welche über eine Postanschrift in Österreich verfügen. Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die TeilnehmerInnen erklären sich damit einverstanden, dass im Falle eines Gewinns der in den Blogs eingetragene Username veröffentlicht wird. Selbstverständlich werden E-Mail Adressen niemals an Dritte weitergegeben.
Gewinnansprüche sind nicht auf andere Personen übertragbar. Wir übernehmen soweit rechtlich zulässig keinerlei Haftung für Irrtümer, Tippfehler sowie mögliche bei der Inanspruchnahme von Gewinnen entstehende Schäden, es sei denn, diese Schäden sind auf Vorsatz und/oder grobe Fahrlässigkeit von uns zurückzuführen.
Wir behalten uns außerdem das Recht vor, Gewinnspiele ohne Angabe von Gründen vorzeitig zu beenden oder zu verlängern. Pro Teilnehmer ist bei diesem Gewinnspiel nur ein Gewinn möglich.
Nach einem ruhigen, äußerst offlinigen Oster-Wochenende (da scheint sich ein unausgesprochenes Mem namens "gutes Wetter" rasant schnell und subliminal ausgebreitet zu haben), folgt das dieswöchige Panoptikum mit feiertagsbedingter Verspätung. Denn der höchste katholische Feiertag im Jahr eignet sich hervorragend, um der Laizismus-Initiative zu gedenken, die vom himmlischen Gedankengebäude herabgestiegen ist, um die Menschheit von ihrer großen Schuld namens Religion zu erlösen - Amen! Denn ich kann mich Niko nur anschließen und gemeinsam mit ihm in zur Hölle fahren: "Zu Ostern ist Jesus Christus von den Toten auferstanden. Ja genau… und Benco macht stark und schlau." Im übrigen geht ein phattes 3-faches Dankeschön ans Medienkultur-Blog für die lobend-schmeichelnde Erwähnung jenes Panoptikums, das sie gerade in den Händen hielten, wäre es denn eine Zeitung.
Erick Schonfeld hat auch TechCrunch eine spannende Kolumne zum Thema "technologische Meinungsfreiheit" veröffentlicht. Sein Fazit: Google News sind gar nicht sooo bedeutend, viel relevanter ist die Frage nach dem Einfluss der Suchfunktion auf die Opinion Leadership:
So Google News is not the middleman here. Let’s just put that notion to rest. Yahoo News is three times as large, and Yahoo sends even more traffic to newspaper sites from other parts of Yahoo through its online newspaper consortium. The bigger question is whether Google as a search engine is controlling access to news sites.
In der Tat ist die Grammatik ein fluides Regelsystem und anders als Moe's 10 Gebote nicht in Stein gemeiselt - daran erinnert uns der Copyblogger in einem lesenswerten Beitrag über Regeln, die gebrochen werden sollen:
Unfortunately, more often than not, the new syntax is terribly awkward and painful to read. Take the first sentence of this section, for example. "From where this rule came" sounds like something Yoda would say, not me. A big part of blogging is showing your personality through words. How can you do that when you’re twisting your phrases to suit some archaic rule?
Immerhin: je starrer desto Korsett, desto größer der Spielraum fürs Unterlaufen von Regeln - äußerst amüsanter Beitrag!
FriendFeed bietet nach Meinung von TechCrunch die avancierteren Features als Facebook:
If you look at it, FriendFeed is actually a lot closer to Facebook these days. You know, that service that 200 million plus people use. They’re doing a lot of similar things — only FriendFeed is doing them better.
Besonders gut gefällt MG Siegler das Live-Update der neuen FriendFeed Beta Version - aber ich nehme mal an, dass Facebook hier bald nachziehen wird. Für mich läuft FriendFeed irgendwo unter der Kategorie "von Scripts für Scripts" (es ist einfach praktisch, einen Gesamtfeed zu haben, den man an beliebiger anderer Stelle einbauen kann), wobei da Recherche-technisch sicherlich noch einiges Potential vorhanden wäre.
Da hat man SnackR endlich frisch installiert, doch die Scrolleiste zeigt immer die gleichen News... wer partout keine Ideen hat, welche RSS-Feeds er neben TechCrunch, Seth Godin und datadirt noch abonnieren sollte, der werfe einen Blick auf ein durchwegs Recherche-Arbeit sparendes Posting im Freelance Folder:
One of the most important parts of being an online entrepreneur is maintaining an intellectual edge. Those who work and start businesses on the web are always learning, always watching other businesses, and always looking for new sources of information. The goal of this list is to provide that — 20 useful, thought-provoking, and potentially lucrative sources of news and ideas.
Heute gab Nintendo den Marktstart des Wii "motion plus" im Sommer 2009 bekannt - Europa könnte allerdings wie üblich durchaus etwas später dran sein. Das Controller Add-On soll für mehr Präzision sorgen und damit wesentlich realistischere Sportspiele möglich machen:
First out of the gate is the Wii MotionPlus, a long-awaited accessory that attaches to the bottom of a Wii controller to make it more accurate. It will debut at $19.99 on June 8 in the U.S. Slated to drop on July 26, Wii Sports Resort (which, at $49.99, will come with one Wii MotionPlus) is the followup to the signature Wii Sports game that has been included for free in the more than 50 million Wii consoles sold to date.
Über einen Beitrag auf ReadWrite Web bin ich auf ein interessantes neues Feature bei PostRank gestoßen - den Twitter Newsroom: jeder kann eigene Twopics generieren, Source Feeds hinzufügen und somit einen Twitter-Feed generieren, dem andere User folgen können. Das hausinterne Ranking soll Relevanz garantieren:
Imagine a system for delivering only high-value information via Twitter. That's what PostRank has built with its new PostRank Twitter Newsroom. The system finds the most engaging blogs on various topics, then automatically pulls the most talked-about posts from those blogs and now delivers those links to you via Twitter.
Ich hab mal testweise das Twopic Twittermarketing angelegt - aber sonderlich responsiv scheint das System nicht zu sein, mal sehen, ob die Gruppe demnächst auftaucht.
SEOigg begrüßte in den vergangen Wochen den 4.000sten registrierten User - herzliche Gratulation, die Social-Nischen-News Seite ist definitiv die beste Übersichts-Seite im deutschen Sprachraum. Ein deutliches Indiz, dass das Interesse an diesem Thema nach wie vor sehr groß ist. Und irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, dass genau jene Leute, deren SEO-Bemühungen von wenig Erfolg gekrönt sind, regelmäßig der gesamten Branche die Existenzberechtigung absprechen wollen
Eigenes Monitoring gehört zum Pflichtprogramm, aber neugierige Nasen wollen ja zusätzlich auch noch gerne wissen, was die Konkurrenz denn so (nicht) treibt. thenetsetter beschreibt in einem überaus ausführlichen Posting in beängstigend lesefreundlicher Typo diverse Möglichkeiten der Konkurrenzbeobachtung vom Web Archive bis zu Quantcast. Ich sag nur: Alle Mann antreten zur Feedanalyse!
Yahoo wagt sich auf mobiles Terrain und präsentiert mit Yahoo Mobile eine schlanke Version der hauseigenen Services, die mit Social Media Einbindung punkten will, wie das SEO-Handbuch berichtet:
Ein besonderer Clou von Yahoo Mobile ist die Möglichkeit sich Status-Updates von Social Networks und anderen Web2.0-Portalen wie z.B. Facebook, MySpace, Twitter, usw. auf der Yahoo Mobile anzeigen zu lassen. Zusätzlich können auch weitere persönliche Interessen und wichtige Informationen wie das lokale Wetter, Aktienkurse, Sportergebnisse, RSS-Feeds, etc. hinzugefügt werden, so dass man mit einem einzigen Besucher der Yahoo Mobile Seite immer auf dem neuesten Stand bleibt.
Ich bin ja eher ein Fan von mobile Clients (Twitter und Facebook reichen mir), aber speziell für ältere Smartphones könnte Yahoo Mobile eine interessante Alternative darstellen.
Abakus fragt, ob bald jede Suche eine mobile Suche wird - denn Big G setzt verstärkt auf Map-Einbindung und die lokale "One-Box". Der Autor kommt zu einem eindeutigen Fazit:
Fazit: Klein und Mittelbetriebe werden von dieser Änderung sofern sie sich durchsetzt vermutlich am meisten profitieren.
Werden internationale Brands Suchmaschinentraffic an lokale KMUs verlieren? Das hängt sicherlich von der jeweiligen Sparte ab, SEO-technisch ergeben sich dadurch jedoch auf jeden Fall eine Reihe von Zusatzanforderungen.
Ich geb's zu, ich konnte mich nicht entscheiden: rasender Junghund oder verlangsamtes New York, was meinen Sie?
Und das war's auch schon wieder - Grund zum Jubeln gibt's für alle, denen 7 Tage Wartefrist viel zu lang sind, denn das nächste Panoptikum erscheint wieder ganz regulär am kommenden Sonntag. In diesem Sinne: fröhliche Post-Ostern, wir lesen uns morgen!
Mit dem Touchscreen-Gerät Storm will BlackBerry nicht bloß Business-Kunden ansprechen: hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und hervorragende Multimedia-Tauglichkeit sollen die Herzen von Geeks mit Lifestyle-Faible höherschlagen lassen. Und das Konzept geht voll auf: ich bin von meinem Testgerät, das ich vor kurzem von der mobilkom erhalten habe, schwer begeistert.
Den ersten Eindruck darf man bekanntlich nicht unterschätzen - und beim Storm klappert und scheppert einfach nix, man hat als User das Gefühl, ein hochwertiges Gerät in der Hand zu halten. Das beginnt bei den Tasten und setzt bei der Akku-Abdeckung aus gebürstetem Aluminium fort, die sich problemlos und ohne nervige Fummelei abnehmen lässt. Die Oberfläche ist selbsterklärend, der Touchscreen funktioniert hervorragend und wartet als Besonderheit mit einem "Screenclick" auf: Leichtes Berühren markiert Inhalte, drückt man fester, dann gibt der gesamte Screen leicht nach und sorgt so für Mausklick-Feeling. Die Software hatte in den ersten Tagen noch einige Bugs, die nach dem gestrigen Firmware-Update allerdings bereits behoben sind.
Selbstverständlich beherrscht der Storm das BlackBerry Messaging System, er kommt allerdings auch mit gewöhnlichen Pop- bzw. IMAP-Boxen zurecht. BlackBerry nutzt wie beim Bold und anderen Geräten weder S60 noch Windows Mobile sondern ein selbst entwickeltes Betriebssystem. Für gängige Services (Twitter, ICQ, Facebook und Co.) existieren diverse Clients - über die Software, Surf- und Multimedia-Tauglichkeit des Geräts werde ich demnächst berichten. Hier mal ein paar Detailaufnahmen des BlackBerry Storm:
Die ersten Tests überschlagen sich geradezu vor Enthusiasmus, so schreibt etwa CNET.de:
Dieses Smartphone könnte die nächste Revolution in Sachen Nutzerführung einläuten: Eine ClickThrough genannte Technologie bringt Multitouch eine Generation weiter. Tippen auf dem virtuellen Tastenfeld soll so perfekt klappen wie auf einer mechanischen Tastatur.
Mir ist gefällt der hochwertige Bildschirm, der sich sehr gut für die Videowiedergabe eignet - auch die eingebaute Kamera erfreut mit geringer Auslöseverzögerung und hoher Lichtempfindlichkeit. In Kürze folgen Erfahrungen aus meinem Blackberry-Praxistest.
Ab 30. Jänner wird das T-Mobile G1 Handy offiziell in Österreich erhältlich sein, Details zu den Preisen waren allerdings noch keine in Erfahrung zu bringen. Die gute Nachricht für Early Adopters: es wird noch ein Tester gesucht, wer also das G1 so schnell wie möglich in die Finger bekommen möchte, hat noch zwei Tage lang Zeit, sich zu bewerben:
Du willst dabei sein? Dann schicke uns deine Emailadresse, den Link zu deinem Blog und deine Ideen für G1-Beiträge auf mobileblogger.at an support@mobileblogger.at. Achtung: Die Bewerbungsfrist läuft nur bis 21.1. 23:00 Uhr!
Details gibt's auf Mobileblogger.at - die Seite, die alle Berichte der österreichischen Blog-Tester aggregiert, ist mittlerweile an den Start gegangen. Ein Faktum kristallisiert sich allerdings aus den verschiedenen Testmeinungen bereits recht deutlich raus: die vorinstallierte Software ist nicht das Gelbe vom Ei, da gibt's noch ziemlichen Verbesserungsbedarf - so beherrscht etwa das Standard-OS kein Multitouch Feature, obwohl die Hardware dies durchaus zuließe. Allerdings steht zu erwarten, dass in den nächsten Wochen laufend Updates rauskommen - dass das G1 vorerst aber ein "Bastlerhandy" bleibt, sollte jedem Interessierten klar sein.
In punkto Hardware hat Max mit seinem letzten Beitrag eigentlich schon alles gesagt: in der Tat wünscht man sich eine bessere Verarbeitung, von wertigen Materialien kann jedenfalls keine Rede sein. Schlampereien offenbaren sich an vielen Enden und Ecken, so etwa auch bei der durchwegs kontraproduktiven Tastaturbeleuchtung, welche die Ablesbarkeit der Tasten eher erschwert als erleichtert.
Schmerzlich vermisse ich im Vergleich zu meinem HTC-Gerät eine dynamisch eingeblendete Software-Tastatur: bei jeder kleinen Eingabe, und sei's nur die Suche nach einem Kontakt, muss ich das Gerät aufklappen und mit der Tastatur arbeiten. Meinen persönlichen Bedürfnissen kommt da die Arbeitsteilung zwischen Softkey und Tastatur in Kombination mit dem zielgenauen Stift viel eher entgegen als das Konzept des G1, nicht mal ein virtueller Ziffernblock wird zur Direktwahl von Telefonnummern eingeblendet. Die vielfach kritisierte fehlende T9-Unterstüzung vermisse ich dagegen gar nicht - die drehe ich normalerweise sowieso als erstes ab.

Derlei Eingabe-Inkonvenienzen lassen sich zukünftig vermutlich via Zusatz-Software beheben. Zwar offeriert der Software Market bereits jetzt eine Lösung für englische Texteingabe, diese funktioniert allerdings - ebenso wie ein Großteil der Zusatzprogramme - schlicht und einfach nicht. Ganz hervorragend dagegen bewährt sich der griffige Trackball, der trotz seiner geringen Größe schnelles und präzises Navigieren erlaubt:

Generell wirft dieses Gerät für mich die Frage auf, inwieweit es Sinn macht, der zukünftigen Community die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Usability-Konzepts zu überlassen: ich erwarte mir von einem Mobiltelefon, das nicht explizit als Beta-Version verschleudert wird, eine wesentliche durchdachtere Bedienung. Wäre das G1 das einzige Smartphone auf der Welt, fielen diese kleinen Mängel vermutlich gar nicht auf, aber die Konkurrenz hat in diesem Bereich ja schon einiges vorgelegt. Dementsprechend gespannt bin ich auf die Preisentwicklung im Market - bislang sind kommerzielle Angebote noch sehr dünn gesät; ob sich hier der Open Source Ansatz durchsetzt oder ob eher das iPhone-Modell Schule macht, muss die Zukunft zeigen.
Dieser Wochenrückblick geht ausnahmsweise mit einem Tag Verspätung online - gestrigentags hat Gerald am Rootserver geschraubt, damit asap datadirt.net vom Shared Space übersiedeln kann, außerdem war die Re-Organisation meines Fileservers überfällig - minus Dezibel, plus Terabytes quasi. Glücklicherweise ging die Operation am offenen Herzen (neue Silberleitpaste für die CPU) ohne gröbere Komplikationen vonstatten, und mein mehrwöchiger Arbeitsplatzumbau ist nun fast abgeschlossen.
Zwei hochgradig aufschlussreiche Umfragen zum Verkauf von Roberts Blog ließen jeden Psycho-Pathologen ein aussagekräftiges Bild spezifischer deutscher Internet-Neurosen erstellen. Klar könnte diese News auch im SEO-Teil stehen, aber das hier ist besser als Robert Palfrader in der Rollen des österreichischen Kaisers. Der Alpha-Fisch im Inzest-Becken kann sich auf meedia.de nicht mal ansatzweise zurückhalten - bin ich froh, dass ich das Buch von diesem feinen Herrn weder gekauft noch ein Rezensionsexemplar angefordert habe:
Die von den entsprechenden amerikanischen Blogs aufgesammelten Neuigkeiten, die Basic aufschreibt, sind relevant - die Art, wie er das tut - insbesondere sein Schreibstil - ist weitgehend unerträglich. Ich kann keine zehn Zeilen lesen, ohne Zitterkrämpfe zu bekommen, bei den Kommentaren sind es in der Regel sogar nur drei Zeilen. Man sollte aber dazu erwähnen, dass ich Robert Basic a) nicht besonders mag und ihn b) für unmutig und nicht besonders intelligent halte, vielleicht trübt das mein Urteilsvermögen über seine Leistungen ein kleines bisschen.
Aber nicht nur Lobo, auch alle anderen Befragten wollen das Blog hier nicht haben - dabei wurden lauter "Experten" befragt, die schon mal Technorati mit Google verwechseln:
Der Ruhm des "meistverlinkten Blogs" verblasst sehr schnell, denn die Links haben bekanntlich eine Verfallsdauer von sechs Monaten.
Weitaus realistischer sind die Antworten auf SEO.de ausgefallen. Klar könnte man einiges mit der Domain anfangen - und von wegen In-die-Hose-machen wegen Google Penalty: Linklift raus, Brief an Big G und die Sache hat sich nach zwei Wochen. Klar lässt sich da genug Juice rauspressen, oder es hätte gar jemand mal originell werden können und die Domain kaufen, um anschließend am Blog als Robert zu posten, dass der ganze Verkauf ein Scherz war. Boom, there go my backlinks - allein die Verkaufsaktion hat den Wert der Seite immens erhöht. Also wenn ich sonst nix zu tun hätte, dann wär mit Basicthinking mindestens eine hohe fünfstellige Summe wert gewesen - nur wie gesagt: Refinanzierung spielt's nur, wenn man den derzeitigen Rückenwind ausnutzt und die Segel vergrößert. Bin gespannt, ob das dem neuen Eigentümer gelingt - über die Chronik des Verkaufs hat Helge berichtet.
So jung das Internet im Vergleich etwa zu auf Schweineleder gepinselten Pamphleten auch sein mag, es hat bereits ein Geschichte - samt der zugehörigen schwarzen Löcher. Einige von ihnen wird phlow nun laufend schließen mit Re-Uploads der Ex-Webseite. Und ich bin sicher, dass dieseMusik fürs Wochenende auch montagstauglich ist!
Ja, ich weiß - es ist zu spät, viel zu spät. Immerhin ist es auch schon wieder vier Wochen her, dass Armin Thurnherrs Editorial "Warum ich mich weigere, das Internet als Medium wirklich ernst zu nehmen" im Falter 51/2008 erschien. Aber was kann ich dafür, dass meine Zweit-Lieblingspostille nach Datum unter einem Berg von Frauenzeitschriften (die für Frauen, nicht die für Männer, in denen Frauen abgebildet sind) verborgen lag? Es geht einmal mehr um die wehleidige Klage, dass im Internet anonym jeder alles sagen darf. Die Bottom-Line des Artikels lautet also folgerichtig:
Was spräche denn dagegen, im Internet nur Menschen zur Publikation zuzulassen, die sich identifizieren?
Nun, nach Meinung rechter Politiker spricht gar nix dagegen. Dass Datenschützer, die sehr genau wissen, dass sich jeder Internetnutzer im Straftatbestands-Fall leichter identifizieren lässt als etwa der Absender eines anonymen Leserbriefes, seit Jahren gegen die von Thurnherr in bester Absicht vorgeschlagene Totalüberwachung protestieren, ist die andere Seite der Medaille. Internetnutzer würden ja sowieso für nix zahlen wollen, meint der Autor:
Aber dieses scheinbare Nichtsbezahlen hat dem Internetpublikum, also uns allen, ein Gefühl vermittelt, wir bekämen diese wunderbare Welt des ungeordneten Wissens ganz und gar geschenkt. Ein irriges Gefühl, das die Musikindustrie ruinierte und als Nächstes die Zeitungsverlage kaputtmacht. Wäre egal, hätte nicht eine Kombination von egomanischen Ich-AGs der Blogosphäre mit hemmungslosen Dienstleistern (von Pornoindustrie bis Glücksspiel) und Massen von habituellen Selbstvermummern das Rechtsbewusstsein in zwei entscheidenden Fragen verdreht.
Erstens unterläuft das Freiheitsgefühl im Internet das Urheberrecht, also jede Form des geistigen Eigentums als illegitim. Zweites meinst dieses Freiheitsgefühl ohne den Grund der Freiheit auszukommen, dass sich nämlich Personen offen mit ihrer Identität zu ihren Grundsätzen und Äußerungen bekennen Sich dazu bekennen zu dürfen, war ja eine der ersten Forderungen der sich emanzipierenden Bürger.
Eine Forderung nach Vermummungsverbotverbot? Stünde der Text unter CC-Lizenz, könnte ihn die FPÖ direkt 1:1 in ihr medienpolitischen Programm übernehmen! Mein Favorit sind übrigens die "hemmungslosen Dienstleister von Pornoindustrie bis Glücksspiel". Ich denke nicht, dass Herr Thurnherr mit diesem Editorial un- oder absichtlich einen plötzlichen Gesinnungswechsel kommunizieren möchte. Ich halte es bloß für ein anschauliches Beispiel dafür, dass man nicht über neue Medien schreiben sollte, wenn man keine Ahnung von strukturell-technischen Zusammenhängen und dem grundsätzlichen medienökonomischen Paradigmenwechsel hat, den das Netz mit sich bringt. Sonst kommt so ein Platter'scher Blödsinn dabei raus.
Stereophone hat eine nette T-Shirt Collection für SEOs aufgelegt; und da der Kaufmann auf seine Affiliate-Provision verzeichnet, geht sich vielleicht sogar noch ein zusätzlicher Linbait-Slip oder eine Fahne für die Müllhalde aus.
Einen ausführlichen und lesenswerten Artikel über lukrative SEO-Portfolios hat der SEO Stratege zusammengestellt. Wirtschaftswissenschaftler kennen die Risiko-Analyse, und das hier vorgestellte Raster scheint mir sehr brauchbar:
Nichts ändert sich derzeit so schnell wie die Welt im Internet (wobei die Bankenwelt derzeit stark aufholt). Jeder, der sich z.B. mit SEO oder SEM Projekten selbstständig gemacht hat, macht sich regelmäßig auch Gedanken darüber, welches seiner Projekte auch morgen noch funktioniert. Für den langfristigen Erfolg ist es entscheidend, ein ausgewogenes Portfolio an Projekten zu besitzen. Doch was genau bedeutet "ausgewogen"?
Ak22 fragt sich, ob das mobile Web denn mal irgendwann so weit ist, dass man damit ordentlich Geld verdienen kann und kommt zu dem wohl gerechtfertigten Schluss, dass dieser Bereich derzeit noch in der Nische wohnt:
In Deutschland ist Belboon eines der ersten Affiliate Networks, das sich das mobile Affiliate Marketing auf die Todo Liste geschrieben hat. Doch wie gesagt, Programme die über mobiles Advertising für einen Affiliate funktionieren sind noch sehr rar. Es lässt sich meiner Meinung nach nicht auf die breite Masse der Programme anwenden.
Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass dieser Bereich mit der Verbreitung von Smartphones in großem Stil (nach dem iPhone kommt Android) sehr schnell explodieren dürfte. Und die frühen Siedler erhalten bekanntlich immer die schönsten Grundstücke.
Wie immer ist der aktuelle Sistrix-Report zu den größten Domainverlieren mit ausgesprochen stichhaltigen Daten unterlegt und kommt zu einem Schluss, dem man unmöglich widersprechen kann:
Wer nicht regelmäßig an seiner Seite arbeitet, muss davon ausgehen, von der Konkurrenz überholt zu werden.
Karen Abad hat das vergangene Jahr in einem sehr persönlichen Video-Rückblick festgehalten - solche geradezu hypnotischen Perlen findet man eben nur auf Vimeo:
Dass man aus der Verdrehung üblicher Hip Hop Klischees einen witzigen Clip basteln kann, ist allgemein bekannt. Besonders gut gelungen ist dieser Track von MC Regular Everyday Normal Guy [via Pete]:
Und das war's auch schon wieder mit dem Rückblicken auf die vergangenen sieben Tage - danke für Ihre Geduld. Ab sofort fahren unsere Züge wieder planmäßig, wir lesen uns morgen.
Die Firma Orbster beschäftigt sich mit der Entwicklung von Location-based Services. Im Mai diesen Jahres startete die Betaversion von GPS Mission, einem Geo-Location Portal für Spielernaturen, die ihrem Hobby lieber im Freien statt in virtuellen Computerwelten nachgehen. Waren GPS-Empfänger noch vor wenigen Jahren Nerd-Spielzeug oder Luxus-Gut, so verfügen so gut wie alle aktuellen Smartphones über eingebaute GPS-Sensoren, und die machen derartige location-based-games überhaupt erst möglich.
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