Über den 2WID.net Webkatalog habe ich vor einigen Monaten im Rahmen einer trigami Rezension berichtet. Die diversen Zusatzfeatures haben mir damals sehr gut gefallen, vor kurzem stieß ich im Rahmen einer Recherche zum Thema Existenzgründung / Start-Up wieder auf die Seite und war ausgesprochen angetan von der geballten Information, die man mittlerweile in dieser Kategorie findet.
In zukünftigen datenschmutz Videopodcasts werde ich immer wieder mal aus dem Nähkästchen des Online-Entrepreneurs plaudern und den einen oder anderen Tipp, der sich meiner persönlichen Erfahrung nach bezahlt gemacht hat, mit Vergnügen weitergeben. Und bei der Suche nach dem diesbezüglichen deutschsprachigen Informationsangebot war ich erst mal sehr überrascht, wie verstreut die einzelnen relevanten Informationen sind: Existenzgründer und (Jung)Unternehmer suchen in der Regel Informationen über mögliche Rechtsformen, Startkapital-Beschaffung, grundlegende Informationen zur Organisation und meist auch Dienstleister zur Auslagerung bestimmter Tätigkeiten wie beispielsweise der Buchhaltung. Ein wirklich umfangreiches Portal habe ich nicht gefunden, ganz zu schweigen von den nationalen rechtlichen Unterschieden etwa zwischen .de, .at und .ch.
Die 2Wid Übersichtsseite zum Thema Existenzgründung bietet gegenüber einer Google-Recherche großen Mehrwert respektive Zeitersparnis: vor allem die umfangreiche Linksammlung zu Rechtsformen erleichtert die Grundsatz-Entscheidung. Allein zum Thema Personengesellschaft findet man 24 Einträge - saubere Crowdsourcing-Arbeit und für mich der Beweis, dass ein gut gepflegtes deutschsprachiges Verzeichnis mit Leichtigkeit mehr Fans gewinnen könnte als jeder Social Bookmarking Service.
Ebenfalls aus beruflichem Interesse habe ich dann noch einen Blick auf die Kategorie Onlinemarketing geworfen. Mit 32 Unterkategorien und 154 Einträge zu deutschsprachigen Bannermärkten, SEO-Ressourcen, Dienstleistern etc. überflügelt 2WID das dröge deutschsprachige DMOZ locker. Webdirectories sind keineswegs tot, gerade bei Nischenrecherchen ist diese Art der Zentralperspektive äußerst hilfreich. Und 2Wid ist meiner Meinung nach am besten Weg dazu, zum attraktivsten deutschsprachigen Webverzeichnis zu werden.
In grauer Vorzeit wurden Favoriten ganz einfach im eigenen Browser gespeichert. Bei der nächsten Installation des Betriebssystems waren die dann zwar weg, und wenn man seine Bookmarks auf einen anderen Computer "mitnehmen" wollte, dann musste man das händisch tun. Beim Social Bookmarking dagegen speichert man die eigenen Favoriten auf einem Server und hat von jedem Rechner mit Online-Zugang drauf Zugriff. Praktischerweise können die Betreiber solcher Social Media Portal anhand der Statistik ohne weiteres feststellen, wie populär einzelne Seiten sind, und so ein recht hochwertiges Qualitätsranking erstellen. Social Bookmarking Services wie StumbleUpon, Mister Wong oder Delicious werden nicht nur von Otto Normalsurfer gerne genutzt, sondern auch von SEO-Experten: die populären Plattformen verfügen meist nicht bloß über ein gutes Google-Ranking, sondern bringen auch direkten Traffic.