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Artikel-Schlagworte: „Social Bookmarks“

Symbaloo: Nicht die schlechteste Startseite

symbalooVersuche, den Absprungpunkt in die Weiten des Netzes möglichst komfortabel zu gestalten, gab es in der jungen Geschichte des Netzes bereits unzählige. Mitte der Neunziger wollte so gut wie jeder Anbieter ein eigenes Portal zimmern: um seine User zu finden, zu konvertieren und auf ewig zu binden :mrgreen: Aber kurze Zeit später kam Google mit dem enorm erfolgreichen Konzept des minimalistischen Suchfeldes dazwischen, und Alles-aus-einer-Hand Lösungen waren nicht mehr besonders gefragt. Aber jede Entwicklung verläuft bekanntlich zyklisch, und nun tritt Symbaloo in moderner Web 2.0 Optik an, um das Genre der personalisierten Portale erneut zu beleben.

Die Symbaloo-Startseite besteht aus drei Tabs, standardmäßig beginnt man mit dem sogenannten "Desktop" - und aus den Fehlern der Vergangenheit hat man offenbar gelernt: denn das Google-Suchfeld wurde zentral platziert, umgeben wird es von diversen thematisch gruppierten Icons, die häufig benötigte Services in jeweils neuen Tabs öffnen. Alle Icons sind via drag-and-drop beliebig im Grid platzierbar und selbstverständlich kann man auch eigene Links hinzufügen.

Symbaloo Startscreen

Der zweite Tab nennt sich "News" und präsentiert in der Standardeinstellung eine bildliche Übersicht aktueller Geschehnisse, die sich via Dropdown-Menü auf bestimmte Themenbereiche einschränken lässt und der dritte Tab, selbsterklärend mit "Feeds" betitelt, listet die aktuellsten Meldungen diverser RSS-Quellen. Diese Grundausstattung lässt sich um weitere, frei konfigurierbare Tabs ergänzen, die wiederum aus Vorlagen oder von Null weg gestaltet werden können. Neben den erwähnten Links und Feeds bietet Symbaloo diverse vorgefertigte Widgets, etwa zur Anzeige des aktuellen Horoskops, von Börsenkursen etc. an. Die Auswahl hält sich derzeit noch in relativ engen Grenzen, allerdings wollen die Betreiber weitere 3rd Party Widgets integrieren. Lokalisierung spielt für ein solches Projekt eine wichtige Rolle: im Gegensatz zu den meisten us-amerikanischen Start-Ups setze Symbaloo seit Beginn an auf Mehrsprachigkeit, wobei lokalisierte Inhalte und Seitensprache getrennt gewählt werden können.

Auch wenn Symbaloo gewiss keinen innovativen Durchbruch darstellt, so weiß die Seite doch durch schnelle Ladezeiten, nette Zusatzfeatures wie Kontaktverwaltung und hohe Flexibilität zu gefallen. Public Desktops fügen eine soziale Komponenten hinzu: registrierte User dürfen öffentliche Tabs freigeben, die andere User dann wieder in ihr Symbaloo-Setup einbinden können. Genau dieses Features bereite Online-Marketeers große Freude: denn wer sich die Zeit nimmt, eine gut sortierte Themenseite zum eigenen Fachgebiet zusammenzustellen und dort auch Links zu eigenen Projekten unterbringt, darf sich über umso mehr netten Zusatz-Traffic freuen, je populärer Symbaloo wird. Die Chancen dafür stehen durchaus gut, denn die derzeit noch vollkommen werbefreien Webstart-Applikation erfreut sich in den letzten Wochen zunehmender Beliebtheit - von einem Massenphänomen zu sprechen, wäre allerdings verfrüht, aber auch das könnte sich ändern.

Vom Online-Marketing haben die Symbaloo-Macher jedenfalls Ahnung: ein mir unbekannter User hat - was mich natürlich sehr freut - datenschmutz als erster seiner Symbaloo-Seite hinzugefügt. Ich erhielt darauf ein E-Mail mit der Aufforderung, ein Symbaloo-taugliches Icon beim Betreiber zu hinterlegen. Meine Kontaktdaten sind im ds-Impressum in maschinenlesbarer Form hinterlegt, trotzdem war ich durchaus überrascht über diese recht schlaue Form der viralen Verbreitung - denn erst über diese Notification habe ich Symbaloo kennen gelernt und in weiterer Folge dieses Posting verfasst :mrgreen:

Lijit.com: Potentiell geniale Social Web Suche mit Haken

lijit Lijit.com: Potentiell geniale Social Web Suche mit HakenElaborierte Search-Plugins für WordPress existieren zur Genüge, denn die von Haus aus mitgelieferte, mysql-basierte Suche hat ein paar gewaltige Einschränkungen. Allerdings erfasst selbst das ausgefeilteste Such-Plugin nur jene Inhalte, die am eigenen Blog liegen. Wäre es in Zeiten des Syndikationswahnsinns denn nicht viel praktischer, sämtliche eigenen Inhalte, die auf diversen Social Plattformen von BlinkList über FlickR bis StumbleUpon so rumliegen, zu indizieren? Lijit nimmt sich genau dieser Aufgabe an - und ich bin schlichtweg begeistert drüber, dass es zur Abwechslung doch mal ein genuin neues, copycat-freies Web 2.0 Service gibt. Sowas wär doch in Europa auch mal toll.

Die Registrierung bei Lijit erfolgt in Windeseile, nach der Eingabe der eigenen Blog-URL sucht das Script erstmal auf allen derzeit unterstützten Plattformen nach passenden Usernamen. Das funktionierte bei mir auf Anhieb ganz hervorragend, da ich auf einigen Seiten mit dem Usernamen "datenschmutz" registriert bin. Jene Plattformen, die nicht automatisch erkannt werden, trägt man händisch in die Liste nach.

Lijit aggregiert den Suchindex

Die Zahl der unterstützten Social Services ist mehr als beachtlich, deutschsprachige Seiten bleiben allerdings außen vor. Derzeit umfasst das Portfolio folgende Plattformen:

  • Social Bookmarks / Social News:: BlinkList, ClipMarks, delicious, digg, Faves, Furl, Ma.gnolia, reddit, StumbleUpon, Mixx
  • Fotos und Videos: flickR, Youtube, Vimeo, Viddler
  • Social Networks / Bloghoster: LinkedIn, Live Journal, MySpace, Twitter, MyBlogLog, TumblR, Disqs, intense debate, Facebook
  • sonstige Services: zusätzlich können beliebige URLs, RSS- oder OPML-Feeds eingetragen werden.

Im zweiten Schritt analysiert Lijit die eigene Blogroll und - falls vorhanden - das zugehörige MyBlogLog Profil und bietet an, die gefundenen Blogs automatisch als Infoquellen für die Suche mit aufzunehmen. Auf diese Art und Weise sucht man wunschweise also nicht bloß in eigenen Inhalten, sondern in seinem gesamten sozialen Online-Mikrokosmos: ein Feature, das mir ganz hervorragend gefällt.

Das Suchergebnis wird dabei wahlweise als Floating Layer eingeblendet, ein Wechsel der Seite ist nicht erforderlich. Die Suche funktioniert reibungslos und schnell, die Darstellung ist übersichtlich - wäre da nicht die eingeblendete Werbung, die Lijit für mich auf datenschmutz unbrauchbar macht. Wer das ganz mal testen möchte, kann einen Blick auf datadirt werfen, dort hab ich das Search-Widget eingebaut:

lisearch Lijit.com: Potentiell geniale Social Web Suche mit Haken

Leider existiert derzeit kein Premium-Modell: für eine werbefreie Variante, die ich fest in datenschmutz integrieren kann (eventuell ohne floating layer), würd ich sofort 5 Dollar im Monat bezahlen. Ich war mit den Betreibern bereits in Kontakt, eine Bezahlversion ist zumindest derzeit nicht geplant:

Lijit does not currently have a paid service offering as we believe most of our publishers would rather "pay" for their use of the service though the display of ad units.

Ein echtes Killer-Feature ist die Explore-Funktion: anhand von Incoming und Outgoing Links wird das eigenen Beziehungsnetzwerk als dynamisches, klickbares Diagramm dargestellt - klingt kompliziert, geht in der Praxis aber ausgesprochen flockig von der Hand:

explore lijit

Fazit: von allen Aggregatoren, die für sich beanspruchen, sowas wie ein zentraler "social hub" im Web 2.0 zu sein, hat Lijit für mich das größte Potential. Die "Explore" und "Surprise me" Funktion machen Spaß, die Kernaufgabe "Suche" erfüllt Lijit hervorragend. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Service weiterentwickelt.

Xsara – aus dem Tagebuch einer SEO-Hündin

Mit ausreichend Belohnungen kulinarischer Natur (wobei unsere Meinungen über "wohlriechendes" Essen recht weit auseinandergehen) kann man klugen Hunden so gut wie alles beibringen. Xsara erledigt die ganzen Social Bookmarking Eintragungen mittlerweile weitgehend selbständig. Aber als sie heute morgen meine beiden knol-Beiträger über SMO Basics und das Moderieren von Blogs gelesen hat, begann sie plöztlich noch aufgeregter als sonst mit dem Schwanz zu wedeln...

Xsara, SEO dog #1

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Mehr sinnlos sozial bookmarken

socialmatic Mehr sinnlos sozial bookmarkenEin neuer Bookmarking Service namens SocialMatic betreibt recht aggressives Spam-Marketing. Die Idee wär ja alles andere als uninteressant: man submittet einmal, und der zentrale Service verteilt die eigene Bookmark an eine ganze Latte zusätzlicher Social Bookmarking Sites weiter. Im Portfolio des betreffenden Anbieters befinden sich derzeit Backflip, Bibsonomy, Blinklist, Faves, Buddymarks, Connectedy, del.icio.us, Diigo, Magnolia, Yahoo!, Netvouz und Simpy. Klingt nach viel - für deutschsprachigen Content allerdings kann man sich außer del.icio.us und Yahoo! getrost alles andere sparen.

Naturgemäß erfordert SocialMatic eine Registrierung, und selbstverständlich muss man seine Credentials für die "bespielten" Drittservices hinterlegen. Ich hab mir die Registrierung gespart, die Seite ist einfach zuuu hässlich. (Das Logo ist okay, aber der Rest sieht aus wie eine dieser Online-Marketing-Kettenbriefaktionen.) Auf längere Sicht wird das Teil auch nicht funktionieren - kein Bookmarking Service lässt sich gern längerfristig zuspammen. Früher oder später werden also maschinell nicht knackbare Captures eingeführt oder die SM-Bots ausgesperrt werden; schade um den Zeitaufwand, damit kann man Sinnvolleres anfangen. Wer's dennoch - auf eigene Gefahr - ausprobieren will, bitte sehr: SocialMatic.com.

Addendum: Die meisten mögen z.B. die del.icio.us Userdaten als nicht gerade High-Security erachten: in Wahrheit gehört natürlich jeder gut gepflegte Account bei einem größeren Web 2.0 Anbieter zum "sozialen Kapital". Ein Schelm, wer Böses denkt - aber wenn man den Service schon verwenden muss, dann würd ich auf jeden Fall einen dedizierte Spam-Accounts. Im Übrigen kann ich Liz wirklich nur zustimmen:

I don’t care if you are Jeanette, Katharine or Amelia. STOP FUCKING SPAMMING ME. 4 emails in 10 days? Really. I will join your damn site when I want to but I will not be fucking pestered into doing so.

mahalo: Kollektiv besser suchen?

mahalo mahalo: Kollektiv besser suchen?Fünfhunderttausende Trilliarden Affen mit ebensovielen Schreibmaschinen schrieben, dem Gesetz der Entropie sei Dank, einen wesentlich besseren Hamlet als Shakespeare. Sagen uns Wahrscheinlichkeitstheoretiker. Aber produzieren etliche Tausend User einen besseren Suchindex als Tante G.? Ja, meint ein amerikanisches Start-Up - und bezahlt engagierte User für die liebevolle Gestaltung von SERPs.

Der Name mahalo.com stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet "Dankeschön" (auf Tirolerisch: Vergelt's Gott. Was aber eigentlich eher wie eine Drohung klingt.) Das Service-Proposal lautet wie folgt:

Mahalo is a human-powered search engine that creates organized, comprehensive, and spam free search results for the most popular search terms. Our search results only include great links.

Sozusagen handelt es sich um eine konsequente Weiterführung des Konzepts "Social Bookmarking": anstatt einzelne Sammlungen aufzubauen, arbeiten die User an einem gemeinsamen Datenbasis: Klasse statt Masse, Ham statt Spam lautet die Devise. Haben genügend User eine Seite zu einem bestimmen Stichwort positiv bewertet, wird diese in die SERP, also die Ergebnisseite, aufgenommen.

Einerseits handelt sich's um eine theoretisch ganz nette Idee, andererseits steht und fällt die Idee eines solchen Modells mit einer riesigen kritischen Masse - und solange der Index ausschließlich in Englisch verfügbar ist, dürfte die Seite für Non-En Homepages und Blogs wenig attraktiv sein. Davon abgesehen gefällt mir die Seite sehr gut: die Flut von Tools und Notifications wird durch die übersichtliche und logisch Benutzeroberfläche ausreichend gebändigt, die Ergebnisseiten wirken im Vergleich zu Google-SERPs geradezu wie wissenschaftliche Abhandlungen und evozieren unübliches Nutzerverhalten: anstatt gleich weiter zu klicken, verschafft man sich den einen gar nicht mal so oberflächlichen Überblick gleich direkt im Index. Ein Beispiel gefällt? Die SERP für den Begriff Best fictional brands bietet nicht nur Textinfo, sondern auch mehrere Videos an.

Zusätzliche Feature-Boxen wie "today's top 10 Pages" laden zum Verweilen und Browsen ein, neben der Flat-Search bietet die Seite auch eine Katalog-Ansicht mit hierarchisch strukturierten Kategorien an.

Unvorstellbar reich werden mit Mahalo

Im sogenannten Greenhouse können sich motivierte SERP-Designer anmelden und abcashen: für jede SERP, die von den Full time editors akzeptiert wird, gibt's eine Provision. Über deren Höhe schweigen sich die AGBs allerdings beharrlich aus - aber ich vermute mal, dass man mit SERP-Gestaltung nicht direkt der nächste Donnie Trump wird.


 

 

Ab hier sehen dürfen nur datenschmutz-Pro Abonnenten weiterlesen :twisted: Falls Sie mir noch kein Bier spendiert haben, dann drücken Sie nun alt+F4, um zur öffentlichen Version zu gelangen :-)

SEO Wink mit dem virtuellen Zaunpfahl

Mahalo bietet eine saugeile Firefox Erweiterung an, mit der man - eh schon wissen - á la del.icio.us direkt aus dem Browsermenü einzelne Adressen empfehlen kann. Das wär nun nicht weiter spektakulär, aber die Programmierer haben eine nette Autoposting-Funktion eingebaut: die veröffentlicht die einzelnen Links praktischerweise via One-Click auf mehreren Social Platforms. Dazu übergibt man dem Plugin einmalig die Logis für ma.gnolia.com, Facebook und Co. - diese werden wahlweise lokal oder am Mahalo-Server gespeichert; letzere Option erlaubt die Nutzung der Autopost-Funktion ohne erneute Eingabe der Login-Daten auch auf fremden Rechnern.

Soviel zum Thema Anti-Spam... ich wette, dass jeder SEO die One-Click Actions lieben wird. Im Gegensatz zu den gängigen Softwarelösungen funktioniert das Plugin astrein und zuverlässig. Also falls es nix wird mit den tollen Suchergebnissen, dann stellt mahalo.com zumindest ein ausgesprochen praktisches Tool dar. Überhaupt eignet sich die Seite ganz hervorragend zum gegenseitigen Linkpushing: ich weiß nicht, wo derzeit das Review Cap liegt - also wie viele positive Reviews eine Seite bekommen muss, um bei einem gegebenen Suchbegriff aufzuscheinen. Aber allzu viele können's derzeit nicht sein, der Erfolg der Seite steht und fällt mit dem Index. Also mit anderen Worten: wer auf mahalo blog.datenschmutz.net mit den Tags "Blogging, Medien, Kultur, Technik" empfiehlt, der bekommt von mir natürlich gerne Linklove zurück: einfach einen Kommentar zur betreffenden Seite hier posten.

Blogistan Panoptikum Woche 33 2k7

13. August 2007bis19. August 2007

Sonntag, Wochenrückblickszeit. Diesmal ist er besonders lang geworden... aber es hat sich ja auch eine ganze Menge getan im Netz der Netze. Keine Rede also von Sommerlöchrigkeit, Hamsterrädern und Blogmüdigkeit.

Mehr RSS Leser

Ein unter Bloggern viel diskutiertes Thema ist die Frage: wie bekomme ich eigentlich mehr RSS Leser? Bevor zweckdienliche Maßnahmen gesetzt werden, sollte man allerdings gut überlegen, ob man tatsächlich die Zahl seiner Abonnenten erhöhen möchte. Denn Fulltext-Feedleser machen sich in der Feedburner Statistik zwar gut, generieren allerdings kaum Pageviews und kommentieren auch seltener als "reguläre" Seitenbesucher. Auf der Habenseite steigern Stammleser den Wert eines Blogs und könnten, ein wenig Kreativität vorausgesetzt, auch durchwegs ab und an auf die Seite "gelockt" werden - der gelegentliche Einbau von Videos hat sich hier als sehr nützlich erwiesen, denn die funktionieren so gut wie nie in Feedreadern.
Ein hervorragendes Plugin für rasantes Feedwachstum stellt Blogformoney.de vor: What would Seth Godin do? stammt von Richard Miller und fordert neue Besucher auf, den RSS Feed zu abonnieren. Der entsprechende Hinweis wird über das Optionen-Menu konfiguriert und kann wahlweise vor oder nach der Story eingeblendet werden. Die Anzeige-Bedingung basiert auf Cookies - man kann also den entsprechenden Hinweis zum Beispiel 3x anzeigen und ab dem vierten Besuch ausblenden. Weitere höchst lesenswerte Überlegungen zum Thema RSS-Reader hat René angestellt, Zitat:

Aus den Erfahrungen mit anderen Blogs weiß ich, dass ein freundlicher Hinweis darauf, den RSS-Feed des Blogs zu abonnieren zum einen die Abonnenten-Anzahl deutlich steigert und zum anderen auch den Blog-Lesern selbst hilft. Sehr oft entpuppte sich das Abo als Gewinn und ich las den Blog auch weiterhin mit Genuss und Gewinn.

Der König der Bookmarks

"Denn das alles, und noch viel mehr... würd ich machen... wenn ich König der Social Bookmarks wär'" Biste'nu, lieber Blogger: dank des Infopiraten harter Arbeit, der weder Mühen noch Pixel gescheut hat, versammelt der Button aller Buttons sämtliche deutschsprachigen Social Bookmark Services, ohne kostbaren Screenspace zu vergeuden - Akquise hier.

Google videowirbt

Selbstverständlich war's bloß eine Frage der Zeit, bis Google beginnt, sich nicht nur Gedanken über die Monetarisierung von Online-Videos zu machen. Ich bin hochgradig verwundert, dass auf youtube keine Werbeclips vorgeschalten werden - aber Big G denkt da offenbar in eine ganz andere Richtung, wie Boston.com im Wirtschafsteil berichtet:

Short Internet videos from the creator of the animated TV show "Family Guy" and Raven-Symone, star of the Disney Channel show "That's So Raven," will be distributed over Google Inc.'s AdSense network, it was announced Thursday.
[...]
The programs will appear in a video box that a user would click on to start. The box will be packaged with banner advertising and video ads that will appear either before or after the programming.
The videos will be distributed to numerous Web sites served by AdSense, which places targeted advertising across the Internet. AdSense signed a similar distribution deal last year with Viacom Inc.'s MTV Networks.

Seth MacFarlane wird kurze Zeichentrickvideos abliefern, Raven-Symone verspricht den Zusehern knackige How-To Anleitungen. Erinnert mich sehr an 30Rock: da gibt's ja die Szene, in der Alec Baldwin seinen Konkurrenten kennen lernt, der mit seinem "3 Sekunden Online-Comedy Videos" in der Branche berühmt wurde... nun denn: so schnell kann die Realität die Satire einholen. Fast wie beim Wettrennen zwischen Hase und Igel. [via Andi]

Departure bloggt

Unter blog.departure.at schreibt Christoph Sattler ausführlich über Konvergenz und Co, liefert eigenwillige McLuhan Interpretationen und wartet auf Kommentare, die bislang noch nicht so richtig ins Rollen kommen wollen; aber das Blog ist ja auch recht neu. Dabei zahlt sich ein Blick unbedingt aus, vor allem für die Liebhaber mehrzeiliger Satzkonstruktionen. Hier mein Kandidat für den Eröffnungssatz des Monats:

Eines der wichtigsten Argumente für die Nutzung des Convergent Design Models ist, dass neue Services (Medien und Inhalte), welche die konkreten Praktiken und Einstellungen der UserInnen als Fundament ihrer Entwicklung und Verbreitung begreifen, tendenziell wesentlich größere Erfolgschancen haben als jene Produkte, deren Annahme die UserInnen zu einer produkt-immanent bedingten behavioristische Veränderung ihres Verhaltens zwingt.

Ja... nutzen/nutzerorientiert halt. Das verbleibende Klüftlein bezeichnet der gemeine Medientheoretiker dann als media literacy. (Hint: Gut wär auf jeden Fall, den title-Tag im Sourcecode zu befüllen!)

HaxOrcise!

Stirb, professionelle Unix SCO-Festplatte! Don't try this at home. I think you have no good faith - you have to believe in its burning!

And I saw, and I heard a voice of many fallen angels followed by drones and the living creatures and the elder hackers; and the number of enslaved users was ten thousand times ten thousand, and thousands of thousands; saying with a great voice, "Unworthy is the disk that hath been slain to receive the power, and riches, and might and honor!" And every created thing which is in the heaven, and on the earth, and under the earth, and on the sea, and all things are in them, heard I saying, "Blast it from the throne!" And the four living sys admins said, Amen.

w00t? Bitteschön, hier ein großartiges Video von Kewagi feat. q/uintessenz und monochrom's very own Johannes. File under: we're all Christian soldiers, watchin' as you walk:

YouTube Preview Image

Und dann noch in eigener Sache: Dirt Dawg steht knapp vor Level 20. Und ist ausgerüstet wie ein echter Arena-Profi. Natürlich red ich von Duels, einem vergleichsweise stupiden aber lustigen Online Prügelspiel. Oder, wie Leon so schön schreibt:

also geht raus da, leveld euch hoch, findet "Dirt Dawg" und zeigt ihm wer der wahre Franz ist :-D

Ich warte! Es geht doch nichts über einen kleinen Schwertkampf am Sonntag. Im übrigen wünsche ich einen wunderschönen solchen!

PS: Und der Umzug auf den Rootserver geht dieser Tage über die Bühne. Dann klappt's auch endlich mit den elendigen wesentlich zu langen Ladezeiten.

Wikio kombiniert Social Media und RSS Aggregation

wikiologoWiki-ohh! datenschmutz.net wurde aufgenommen bei Syndikationsplattform Wikio und befindet sich am ehrenwerten 1794sten (in Worten: tausendsiebenhundertvierundneunzigsten) Platz. Die Plattform ist mir eine ausführliche Vorstellung wert, denn die Macher haben sich eine schlaue (wenn auch noch leicht gewöhnungsbedürftige) Kombination aus flexiblem RSS-Reader und Social News Plattform ausgedacht.

Also bloß 1793 deutschsprachige Blogs vor mir... die Mediasphäre regieren übrigens souverän König Niggemeier und Kronprinz Indiskretion, Stefan rockt auch die Gesamtwertung, gefolgt von Roberts BasicThinking, der dafür das High-Tech Ranking sein eigen nett. So, jetzt wären also beide verlinkt, ohne die Ergebnisse zu verfälschen, denn:

Die Position eines Blogs im Wikio-Ranking hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen.
Das Gewicht eines Links hängt vom Ranking des verlinkenden Blogs ab. Bei unserem Algorithmus hat ein Link, der von einem Blog im Top-Ranking ausgeht, mehr Gewicht als eine Link von einem schlechter gewerteten Blog.
Wikio berücksichtigt Links der letzten 120 Tage.

Somit kann's eine Weile dauern, bis die angemessene Rankingposition erreicht ist, da Wikio verständlicherweise erst ab dem Tag der Freischaltung mit dem Quantifizieren beginnt. Ich bin jedenfalls gespannt, wo ds in drei Monaten landet.

Was kann die Plattform?

wikioEndlich mal eine Seite, die nicht das Technorati-Ranking API-mäßig ansaugt und frisiert, sondern die sich auf ihren eigenen Algorithmus verlässt! Herr Wikio ist zweifellos anders als all die anderen Mädchen, was sich bereits am (für mich nicht wirklich intuitiven) Farbleitsystem und der irgendwie wikiartigen Oberfläche zeigt. Konkret beläuft sich der Wiki-Teil auf die Möglichkeit, neben den default-mäßig angezeigten Karteireitern "News", "Blogs" sowie den erwähnten Rankings eigene Tabs anzulegen, die sich auf eigenwillige Weise "personalisieren" lassen, und zwar entweder durch die Einbindung von RSS-Feeds, oder aber durch die Wahl entsprechender Tags.

Die Logik der Stichwortauswahl erschloss sich mir dabei auch nicht auf den dritten Blick: anscheinend wir eine Zufallsauswahl an Tags angezeigt, mit jedem gewählten Tag verändert sich diese - ob nach unerfindlichen Regeln (Subthemen sind's jedenfalls nicht) oder tatsächlich zufällig, macht keinen Unterschied: Wikio jedenfalls gibt mir zuverlässig nicht nur das Gefühlt, die Zentralperspektive zu verlieren, sondern schlichtweg gar keine zu haben - vielleicht das konsequenteste Blog-Syndikations Interface bis dato.

wikioDie Idee, mehrere Tabs anzulegen, erleichtert die Übersicht ungemein: man stellt sich je nach Präferenz eine Politik, eine Web 2.0 Seite etc. zusammen - und clustert so thematisch die aktuellen Themen rund um die eigenen Informationsbedürfnisse. Verwendet man auf einer solchen Profilseite zugleich RSS-Adresse und Tags, so stellt Wikio alle News in einer chronologischen oder nach Relevanz (s.u.) sortieren Liste dar - wobei grafisch gekennzeichnet ist, welche aus RSS-Feeds stammen und welche News der Tagfilter aggregiert hat.

Wie wächst die Plattform?

Über die Anzahl der derzeit syndizierten Blogs und Newsquellen hält sich Wikio bedeckt, zumindest konnte ich keine Zahl finden - dem Eindruck nach zu urteilen, aber nicht gerade wenige. Befindet sich die eigene Seite noch nicht darunter, so schafft das Anmeldeformular Abhilfe. Wer bloß einen einzelnen Artikel eintragen möchte, findet dazu ebenfalls ein passendes Formular. Für die Einbindung auf die eigene Seite stehen diverse Buttons zur Verfügung, von statisch bis dynamisch. Mittels eines Wikio WordPress Plugins lässt sich eine Abstimmungsbutton im Nu hinzufügen - der bei mir allerdings einen php-Fehler erzeugte. Mal sehen, ob ich das Script noch zum Laufen bringe.

Die Grundidee Wikios, Syndikationsfunktionen mit einem News Voting und frei konfigurierbaren Karteireitern zu verbinden, finde ich spannen. Inwiefern sich betreffenden Votes auf die Platzierung der Artikel oder andere Faktoren auswirken, erschließt sich allerdings nicht unbedingt auf Anhieb. Während die chronologische Liste nach Datum vorgeht, scheint die Relevanz-Ansicht Votes und andere Kriterien zu kombinieren. Im Detail weist die Bedienung einige Tücken auf: so erfährt man zum Beispiel die eigene Ranking-Position, indem man nach seinem Blog sucht. Als ich heute von meiner Freischaltung erfuhr, hab ich das gleich mal gemacht - und bekam bei der Blogsuche nach "datenschmutz" 0 Treffer zurück. Knapp vor dem Mail an den Support fiel mir noch ein, nach datenschmutz.net zu suchen - et voilá, mein kleines Web 2.0 Experimentallabor tauchte plötzlich auf.

vorläufiges Fazit

Wikio vereint bekannte Medienmetaphern auf eine erfrischend neue Weise. Einiges ist verbesserungsfähig: ganz oben auf meiner Wunschliste stünde etwa eine RSS-Listenübersicht zusätzlich zur standardmäßigen Newsdarstellung - in punkte Lesekomfort bei vielen abonnierten RSS Feeds finde ich Bloglines noch immer ziemlich konkurrenzlos. Die Verbindung von Social News Plattform und personal RSS Aggregator bietet aber viele Entwicklungsmöglichkeiten - ich werde die Seite jedenfalls im Auge behalten.

Wongs Kopflosigkeit: eine Ching-Chong Affäre

wongAuf Betreiben von 8asians entfernte die Social Bookmarking Seite Mister-Wong dieser Tage den lachenden Asiaten aus dem Logo. Der erfolgreiche Dienst mit ernsthaften internationalen Expansionsplänen sah sich mit Rassismusvorwürfen konfrontiert und reagierte mit nicht-metaphorischer Kopflosigkeit. Ernie (nicht der aus der Muppets Show, sondern der von den 8Asians) hat mit seinem Posting quasi die Logolawine losgetreten, indem er Mister Wong als unehelichen gemeinsamen Sohn von Uncle Ben, Jeeves und dem Ask.com Butler bezeichnete:

I mean sure, it's based in Germany, which is practically a whole world away. Maybe people aren't as sensitive to political correctness as they are here in North America. But seriously, one of their web badges has the slogan "ping pong, king kong, Mister Wong." Which I, of course, interpret as "ching chong, Mister Wong" and get INCREDIBLY FUCKING ANGRY. It's like Jeeves, the ask.com butler and Uncle Ben had a stereotypical illegitimate Asian son.

Dieser Sohne musste nun eben nicht nur Federn, sondern gleich das ganze Konterfei lassen. Kai Tietjen, Gründer von Mister-Wong, nimmt zur Kopflosigkeit folgendermaßen Stellung:

It was never my intention, nor that of my company, to hurt anyone with the use of the illustration. We are extremely sensitive to this issue and the feelings of others. We removed the original illustration off the top of the page some time ago, when the issue first arose, in hopes that no one would be offended by it any longer. Though this was met with great disappointment from many of our users, we felt it was the right thing to do.

Ich würde den Betreiber niemals gewollten Rassismus unterstellen - gewundert hab ich mich allerdings schon, warum gerade ein Asiate das Logo ziert. Mich hat die Optik irgendwie immer an diese Asia-Fast-Food Kette erinnert, die ebenfalls mit einem hochfröhlichen, stilisierten Vertreter aus asiatischen Gefilden wirbt. Insofern weine ich dem Logo auch keine Träne nach, solange die Plattform selbst weiterhin so gut funktioniert wie bisher.

Hintergrund: Ching Chong Slur

Eng verknüpft scheint die Wing-Wong Problematik mit dem Ching-Chong "racial slur", einer abwertenden Bezeichnung für Asiaten, die vor allem im anglo-amerikanischen Bereich verbreitet ist und auf die Tatsache zurückgeht, dass die meisten Nicht-Asiaten die tonalen Unterschiede der einzelnen Silben nicht unterscheiden können... also klingt für das barbarische Ohr der weißen Teufel kurz gesagt alles eben wie "ching chong", die Wikipedia weiß mehr darüber - schon ganze Bands mussten deswegen ihren Namen wechseln (aber "Lurch" klingt sowieso besser):

On February 14, 2007, "Ching Chong Song" performed at New York University. Members of NYU's Asian Heritage Club demonstrated, and the band agreed to change its name to Church of Lurch.

Die Amis stehen bekanntlich bedingungslos auf solche Verlagerungen rassistischer Probleme in die rein sprachliche Ebene - Stichwort PC (political correctness). Als professioneller Buchstabenmanipulator hab ich eine sehr zweischneidige Meinung dazu: dass Wörter wie "Ni**er" nichts im Sprachgebrauch verloren haben, dürfte klar sein - aber wenn die Putzfrau zur Reinigungsfachkraft wird, dann fühlt man sich in die schlechte alte K&K-Zeit zurückversetzt: Österreich hat ja eine beeindruckende Tradition an Titelvergaben vorzuweisen, nicht wahr, verehrtester Herr Hofrat? Und die Schaffung sprachlicher Tabus halte ich tendenziell für den Feind des offenen Dialogs.

Meine 50 Cent dazu

Der Meinung des Sichelputzers, dass die Entfernung des Logos ein Fehler war, kann ich mich ganz und gar nicht anschließen. Man mag die Reaktion für übertrieben halten, aber wenn die Lawine erst mal losgetreten ist, hat's keinen Sinn mehr, sich dagegen zu stemmen. Spannend bleibt allerdings die Frage, ob vielleicht demnächst überhaupt eine generelle Umbenennung erfolgt:

Ich mutmaße, dass damit auch ganz genau die komplette Marke "Mister Wong" betroffen ist. Wie transportiere ich die durch das Logo umgesetzte Botschaft des asiatischen Typen, der als Identifikation für den Dienstleister selbst dient? Ein absolut spannendes Thema!

In einschlägigen Kreisen wird übrigens bereits heftig spekuliert, dass die Konkurrenz das Feuerlein gelegt und geschürt haben könnte - anscheinend gibt's klare Verbindungen zwischen den 8Asians und Yahoo, für die Wong wiederum eine ernst zu nehmende Konkurrenz am Social Bookmarking Sektor darstellt. Andererseits wissen wir ja längst, dass auch schlechte Werbung gute Mediencoverage bringt. Aber wie auch immer, eines hab ich vom Hip Hop definitiv gelernt: ungestraft dissen darf man nur die eigenen ethnische Gruppe. Also wenn ich mal eine Social Bookmarking Plattform bau, dann werd ich sie wohl "Weißwurstfresse", "Bleichgesicht" oder "weißer Teufel" nennen...

Blogg-Buzz Update: noch 2 Piraten gesucht

piratebuzzArrr, arrr! Die Blogg-Buzz Piraten suchen für ihre tollkühne Aktion (angepeiltes Datum: kommender Samstag) noch zwei unerschrockene Mannschaftsmitglieder, um die Crew zu komplettieren. Alle schmutzigen Details finden angehende Besegler virtueller Weltmeere hier. Update: alle Plätze vergeben! Falls noch jemand mitmachen möchte, rutscht er oder sie auf die Warteliste für die nächste Piratenaktion.

Der Smutje hat bereits ausreichend Zwieback, Sauerkraut und Rum an Bord der TPS (Their pirates' ship) Dirtbird schaffen lassen; sogar die Kajütenbetten sind frisch überzogen. Die Mannschaft genießt ihren letzten Landgang im verrufenen Hafenviertel von Blogistan, leichte Mädchen und schwere Portweinkrüge kreisen, als der 1. Maat Max ein Liedchen anstimmt: "We all live in a viral submarine, viral submarine, viral submarine..." Und Pete, der zu solchen Anlässen seine Vergangenheit im Piratenchor von Neustadt nie ganz verdrängen kann, fällt ein: "15 Mann auf des Social Sites Plattform drauf - und 'ne Buddel voll Rum."

Und ich? Ich weiß jetzt endlich einen passenden Titel für den Beitrag, den ich bei Blogg-Buzz einreichen werde: Social Media Plattformen sind immun gegen Manipulation. Arrr, arrr.

Mister Wong popularisiert

wongSeit heute bietet der deutsche Social Bookmarkservice mit dem asiatischen Namen eine veränderte Stichwort-Ansicht: der sogenannten "Buzz Faktor" zeigt die aktuell beliebtesten Artikel zum jeweiligen Thema. Das sieht dann so aus - das Wong-Team schreibt, dass der Algorithmus recht robust sei gegen Manipulation:

Dadurch lassen sich sofort Trends ablesen; neue und/oder in der Beliebtheit aufsteigende Sites können schnell entdeckt werden.
Wir haben mehrere Wochen an dem passenden Algorithmus gefeilt, der nun recht komplex ist und kaum zu manipulieren. Resultat ist der Buzz-Faktor, ein in Prozent ausgegebener Wert, der anzeigt wie die Popularität einer Website ansteigt.

Mittlerweile erfreut sich die Community insgesamt großer Beliebtheit, was ich an den Zugriffsstatistiken dieses Blogs bemerke: Herr Wong gehört seit einigen Wochen zu meinen Top-Referrer-Sites und dürfte sich wohl in die Riege der schnellstwachsenden deutschen Web 2.0 Projekte einreihen.

Und dem Visualblog kann ich nur zustimmen:

Ich liebe solche Filteroptionen, weil sie das Surfen damit noch interessanter machen und man noch leichter über spannende Seiten "stolpert". Und wer solche Features nicht mag, nutzt sie halt einfach nicht. Stören tun sie keinen. Sie bereichern vielmehr das Angebot von Mister Wong.

DMOZ: Design Weblogs – Einträge gesucht!

Letztens bin ich mal wieder auf DMOZ rumgesurft - genauer gesagt, wollte ich mal nachsehen, welche Blogs im deutschsprachigen Teil eingetragen sind. Ingesamt sah's angesichts der blühenden Blogosphere doch eher düster aus, also hab ich mich als Editor beworben und darf mich hinfort um die Kategorie Design: Weblogs kümmern.

Trotz oder gerade wegen der Popularität von Social Bookmarking Services find ich den kollektiven DMOZ-Katalog noch immer spannend: in den letzten Monaten gab's zwar recht viel Stagnation, dennoch verfügt DMOZ inzwischen über eine beachtliche Datenbasis und ein leicht verständliches, aber recht flexibles Datenmodell; und ich bin neugierig, wie's mit dem Verzeichnis weitergeht.

Die Kategorie Weblogs/Design ist mit 18 Einträgen noch nicht sonderlich gefüllt - aber das soll sich ja ändern. Die Version 1.0 der Kategoriebeschreibung hab ich gestern online gestellt:

In dieser Kategorie geht's um Weblogs, die sich mit "Design" befassen: das betrifft sowohl ungewöhnlich, aufwändig und interessant gestaltete Weblogs von Designern, als auch solche Blogs, die sich inhaltlich mit dem Thema Design auseinandersetzen. Viele der Einträge fallen ohnehin in beide Kategorien. Das Themenspektrum reicht von theoretischer Beschäftigung mit Design bis hin zu praktischen Anleitungen und Tipps - sowohl im Medien Bereich, als auch im Real-Life Produktdesign.

Das lässt recht breiten Spielraum - und über neue Einträge würd ich mich freuen. Wer also ein Blog selbst betreibt oder kennt, das sich zu einem hohen Grad - ich sag mal, über 50 Prozent der Einträge* - mit Design in der oben beschriebenen Form beschäftigt, der findet hier das Eintragungsformular. Weitere Unterkategorien sind angedacht, sobald der Katalog entsprechend wächst.

PS - SEO-technisch werden Einträge im DMOZ nach wie vor sehr hoch bewertet; die Filterung durch Editoren sorgt für weitgehende Spamfreiheit. Zahlt sich also auf jeden Fall aus, hier vertreten zu sein.

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* Gerade bei Blogs ist's oft schwierig, eine genaue thematische Zuteilung zu treffen: die meisten Autoren schreiben eben nicht nur über ein klar abgegrenztes Thema, sondern über ein recht breites Spektrum. Blogs, die in der Kategorie Design aufgeführt werden, sollten sich vorwiegend mit diesem Thema beschäftigen - die 50% Quote ist dabei ein grober Richtwert.