datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Artikel-Schlagworte: „Social Marketing“

Agentur.Biz: Digital Affairs legen heute los

Digital AffairsJudith Denkmayr, "in der Webszene als Linzerschnitte bekannt", wie das Wirtschaftsblatt schreibt (datenschmutz-Lesern als Ko-Autorin des Blogistan-Panoptikums im Gedächtnis) und Gerald Bäck gründeten gemeinsam die Social Media Agentur Digital Affairs - ab sofort Österreichs führende Full Service Agentur für erfolgreiches State-of-the-Art Social Media Marketing.

Neben den beiden Geschäftsführern sind PR-Guru Dietmar Ecker, Gründer und Chef von Ecker und Partner ebenfalls mit 30% und Markus Höfingers PXP mit 10% an der neuen Agentur beteiligt. Schwerpunkt der Firmenstrategie ist es, Firmen den kommerziellen Nutzen sozialer Netzwerke näher zu bringen und effiziente Marketing-Lösungen fürs Web 2.0 zu entwickeln. Diesen Beitrag weiterlesen »

meshed #1: Social Marketing für Beginner

Ich geb zu: ein wenig deplatziert kam ich mir auf der meshed #1 schon vor - aber das ist bloß das alte Problem der Innen-/Außenperspektive. Für Einsteiger in den Bereich des Social Marketing gab es allerdings mit Sicherheit einiges an Informationen zu sammeln; die Frage ist in weiterer Folge natürlich, inwieweit auch das Prozessieren und weiterführende Einsetzen dieser neu gelernten Tools und Strategien dann auch gelingt. Denn eigentlich illustrieren die von den Vortragenden gerne zitierten Beispiele feat. Dell & Co. vor allem eines: wirklich erfolgreiche Social Media Strategien sind meist best practices: wir haben noch kaum Erfahrung, wir sammeln sie gerade. Grosso Modo hat der erste Tag Einsteigern in die Materie einen guten Überblick verschafft - und die Sky Loft im Ars Center ist ein äußerst angenehmer Veranstaltungsort.

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Gastbeitrag für die ÖW: Tourismusmarketing im Web 2.0

Diesen Text habe ich auf Einladung von Christian Lendl für die zweite Auflage des "Social Web Wegweiser" geschrieben. Die Österreich Werbung will mit diesem Printprodukt Touristikern die Möglichkeiten des Social Web nahe bringen. Die erste Auflage ist vergriffen, aber in PDF-Format online verfügbar, mein Beitrag erscheint gemeinsam mit Gastkommentaren verschiedener Experten im Sommer in der "Reloaded" Version.

Der Durchlauferhitzer der Eigenpropaganda läuft auf Hochtouren: selbst der best-isolierte Marketing-Direktor kann sich dieser Tage vor der Information, dass man "im Social Web was tun müsse" kaum verschließen. Natürlich verstehen es Online-Berater und Marketing-Gurus besser als alle anderen, ihre eigenen Leistungen online lautstark anzupreisen, dabei eignet sich bei weitem nicht jedes Social Media Service für jedes Produkt. Tourismus allerdings ist ein hochgradig emotional besetztes Feld, ein Thema, über das Kunden freiwillig gerne und ausführlich diskutieren - und diese Tatsache ist die beste Grundlage für Social Marketing Kampagnen, die man sich wünschen kann.

braunsberg sonnenuntergang Gastbeitrag für die ÖW: Tourismusmarketing im Web 2.0

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Blogistan Panoptikum KW21 2009

Diese Woche kommt das Panoptikum mal wieder mit einem Tag Verspätung - den gestrigen Abend und einen Teil der Nacht habe ich am Braunsberg bei Hainburg verbracht, um ein paar Fotos vom Sonnenuntergang zu schießen. Und am Rückweg war ich deutlich langsamer unterwegs als üblich, denn ein nächtliches Rendez-Vous von Motorrad und Feldhase endet in der Regel für beide Seiten auf unerfreuliche Weise. Aber aufgeschoben ist natürlich nicht aufgehoben - dazu hat sich in dieser Woche ja schon wieder viel zu viel getan! Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Gewinnerin des meshed#1 Tickets heißt…

meshed - social media marketing konferenz in linz@linzerschnitte - Judith hat die meisten Fragen zuerst richtig beantwortet. Gratulation! Ich hab's den Teilnehmer bei der Twitter-Quiz-Premiere nämlich besonders schwierig gemacht: es gab jeden Tag mehrere Fragen zu nicht angekündigten Zeitpunkten, außerdem habe ich bemüht, einige Fragen zu stellen, die mit der Standard-Methode (=Google Suche) nicht so ohne weiteres zu beantworten sein sollten. Aber immerhin gibt's ja auch um eine Konferenzkarte im Wert von rund €700,-. Wer hier leer ausgegangen, hat noch eine zweite Chance: Jürgen Liechtenecker verlost auf seinem Blog ebenfalls eine Karte - und zwar nach dem Dalli-Dalli-Bilderrätselprinzip. Hier mein persönliches Fazit zum ersten datenschmutz-Twitter-Quiz:

Sich gute Fragen zu überlegen bzw. zu recherchieren ist gar nicht so einfach - im Zeitalter von Google lässt sich ein beträchtlicher Teil der Antworten ohne weiteres bereits mit der Google-Resultpage beantworten, und ausführliche Formulierungen scheiden aufgrund des 140-Zeichen Limits minus Tag sowieso aus. Die ganze Aktion hat mich stark an die Zeit erinnert, als ich bei der mobilkom für die Redaktion der Winnerzone, ein hauseigenes SMS-Quiz von A1, zuständig war. (Bei dem die Gewinnchancen auf neue Handys im Übrigen recht hoch sind - wer genügend SMS-Kontingent im Vertrag hat, dem kann ich Mitspielen nur empfehlen, es handelt sich *nicht* um eine Mehrwertnummer, derzeit ist allerdings kein Game online) Im großen und ganzen war die Aktion für mich ein voller Erfolg und - soweit ich weiß - im deuschen Sprachraum eine Premiere. Und das sind die Learnings, die ich aus meinem ersten Twitter-Quiz mitgenommen habe:

  • Der Zeitraum des Games spielt eine wichtige Rolle: wenn sich ein Quiz über mehrere Tage zieht, verliert man einige Mitspieler, die vielleicht nicht immer online sind - andererseits bekommt man insgesamt wohl mehr Response, denn es dauert eben ein bisschen, bis sich eine solche Aktion auf Twitter "herumgesprochen" hat. Allerdings werde ich beim nächsten mehrtägigen Quiz vorher den Zeitraum ankündigen, also z.B. drei Tage lang immer zwischen 15:00 und 16:00 Uhr fünf Fragen rausschicken.
  • Das Taggen funktioniert einwandfrei und erleichtert die Auswertung natürlich immens - und das Mitspielen für die Teilnehmer. Wer ein gut funktionierendes Echtzeit-Monitoring nutzt (z.B. den Tweetdeck-Client mit anpassbarer Suchspalte), hat garantiert höhere Gewinnchancen.
  • Je einfacher die Fragen, desto wichtiger die zeitliche Komponente: beim nächsten Mal werde ich vermutlich weniger, aber dafür schwierigere Fragen ausschicken.
  • Einen dedizierten Accounts für ein solches Gewinnspiel zu benutzen, wäre eher kontraproduktiv, denn ein netter Nebeneffekt besteht darin, dass man etliche neue Followers bekommt.

Nun bleibt mir nur mehr, gespannt drauf zu warten, welche österreichische "Viral Marketing Agentur" mir diese Idee als erste nachmacht und als ihr Konzept verkauft :mrgreen: Aber im Ernst: war für mich eine spannende Erfahrung, die ich sicherlich in Kürze wiederholen werde. </eigenwerbung on>Also an dieser Stelle ein kleiner Wink mit dem virtuellen Zaunpfahl an alle potentiellen Marketingpartner: attraktive Preise sind immer gern gesehen! Und da man mittlerweile mit datenschmutz als Partner in drei Tagen via Blog, Facebook, Twitter und Co. locker weit über 15.000 Personen erreicht, sind die Kontaktkosten sogar bei teuren Preisen sensationell niedrig... </eigenwerbung off>

Hier zur Nachlese nochmal alle Fragen, die ich im Lauf des meshed-Quiz über Twitter rausgeschickt habe. Übrigens: richtig beantwortet wurde jede einzelne Frage, sogar die mit dem Frosch-Traum.

11.05.2009 15:00
Frage 1: Microsoft zahlte 240 Mio $ an Facebook. Wieviele Unternehmensanteile (in Prozent) bekam MS dafür? #meshed-quiz
Antwort: 1,6 Prozent

11.05.2009 16:20
Frage 2: Wie heißt die kürzlich veröffentliche Social Network Software der WordPress-Macher? #meshed-quiz
Antwort: BuddyPress

11.05.2009 17:00
Frage 3: In welcher Kalenderwoche und welchem Jahr habe ich das erste Blogistan-Panoptikum auf datenschmutz veröffentlicht? #meshed-quiz
Antwort: 01/2007

11.05.2009 20:00
Frage 4: Wer gewann 2008 bei weblogawards.com in der Sparte "best technology blog"? #meshed-quiz
Antwort: ars technica

11.05.2009 21:30
Frage 5: Mit welchen beiden Vortragenden gemeinsam habe ich bei digitalks #10 twitter vorgestellt? #meshed-quiz
Antwort: Max Kossatz, Luca Hammer

12.05.2009, 10:00
Frage 6: Opa Ohm sagt: Fünf mal Strom ist gleich Spannung durch... #meshed-quiz
Antwort: 0,2 mal Widerstand (Ohm'sches Gesetzt: Strom/Spannung = Widerstand)

12.05.2009, 11:30
Frage 7: Tags: Louis, Flusser, Para, Recherche. Vervollständige: V*this *is #meshed-quiz
Antwort: Vampyroteuthis Infernalis (Buchtitel eines relativ unbekannten Werks von Vilém Flusser, das dieser gemeinsam mit dem Illustrator Louis Bec veröffentlichte.)

12.05.2009, 13:30
Frage 8: Der berühmteste SEO-Hund der Welt heißt ... #meshed-quiz
Antwort: Xsara

12.05.2009, 14:15
Frage 9: Wer spielt die Hauptrolle in der Solaris-Verfilmung, die Stanislaw Lem besser gefällt? #meshed-quiz
Antwort: Natalya Bondarchuk, Donatas Banionis, Jüri Jarvet (alle richtig)

12.05.2009, 15:30
Frage 10: Worauf hofft eine traditionelle Koreanerin, wenn sie einem Frosch träumt? #meshed-quiz
Antwort: Auf die Geburt eines Sohnes [Quelle: Wolfram Eberhard: Lexikon chinesischer Symbole, Hugendubel Verlag 2004 (erschienen in "Diederichs Gelbe Reihe")

12.05.2009, 17:30
Frage 11: Wie lautet das chinesische Wort für Frosch? (Standard Pinyin-Umaschrift, 2 Buchstaben) #meshed-quiz
Antwort: [qingwa] oder [Wa] [Quelle: Lexikon chinesischer Symbole]

13.05.2009, 11:30
Frage 12: Wie vielen Tweepern darf jeder neuer User auf Twitter folgen, bevor das 20%-Limit gilt? #meshed-quiz
Antwort: 2000, siehe Twitter-Nutzungsbedingungen

13.05.2009, 11:45
Frage 13: #meshed-quiz
Afro Samurai: Wer darf als einziger den Träger des "Ancient Headband #1" herausfordern? #meshed-quiz
Der Träger des Ancient Headband #2 [Afro Samurai ist eine geniale Manga-Serie bzw. ein Kinofilm mit Soundtrack von RZA]

13.05.2009, 13:30
Frage 14: #meshed-quiz
Hard drugs..., pflegte 69db von den Spirals zu sagen. #meshed-quiz
Antwort: Always fuck up the sound system

13.05.2009, 14:00
Frage 15: #meshed-quiz
Welcher Teil des CERN wird in Kürze in Betrieb gehen? #meshed-quiz
Antwort: Large Hadron Collider, LHC

13.05.2009, 14:30
Frage 16: #meshed-quiz 14:30
Wofür steht die Abkürzung RSS? #meshed-quiz
Antwort: keine einheitliche Bezeichnung vorhanden: Rich Site Summary, Really Simple Syndication, Rich Syndication Standard etc...

Freikarte für die meshed #1 zu gewinnen

meshed - social media marketing konferenz in linzEnde des Monats steht das Linzer ars electronica Center, üblicherweise eher ein Gravitationspool der Medienkunst, ganz im Zeichen des Online-Marketing. Jeder will wissen, wie dieses mysteriöse Social Marketing funktioniert - die meshed #1 Konferenz am 28./29. Mai bietet Antworten, ausführlich Gelegenheit zur Diskussion und Praxis-Workshops. datenschmutz verlost ein 2-Tages-Ticket für die Konferenz im Wert von €680. Wer mitspielen möchte, muss in den nächsten drei Tagen auf unserem Lieblings-Microblogging-Service Twitter möglichst viele meshed-Quizfragen richtig beantworten, die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird hier am Freitag bekannt gegeben. Das ist doch ein perfekter Anlass für einen Ausflug in die Kulturhauptstadt 2009!

Gratis-Ticket für die #meshed #1

Wer mitspielen möchte und das Gratis-Ticket (Verpflegung und eine Führung durch die aktuelle Ausstellung im ars-Center sind inkludiert) gewinnen will, braucht auf jeden Fall einen Twitter-Account - und etwas Glück bei der Beantwortung der Quizfragen:

  1. Folgen sie auf Twitter meinem deutschsprachigen Account @ritchie_tweets.
  2. Schicken Sie die folgende @-Reply Nachricht über Ihren Twitter-Account:

    @ritchie_tweets Ich möchte ein Konferenzticket für die meshed gewinnen, Details auf http://datadirt.net/meshed #meshed-quiz

  3. Ab sofort bis Mittwoch, 13. Mai 2009, werde ich über diesen Twitter-Account mehrere Fragen verschickten. Alle Quizfragen haben die Form Frage X: Frage? #meshed-quiz gekennzeichnet. X steht dabei für die Nummer der Frage. Um mitzumachen, schicken Sie ein Reply mit richtigen Antworten, der Fragen-Nummer und dem Tag #meshed-quiz an @ritchie_tweets. Beispiel:

    Quiz-Tweet: Frage 1: Wie heißt das Kunstfestival, das jährlich im ars electronica Center stattfindet? #meshed-quiz
    Beispielsantwort: @ritchie_tweets Frage 1: ars electronica #meshed-quiz

  4. Wer als erster eine Frage richtig beantwortet, bekommt einen Punkt. Am Ende gewinnt der Mitspieler bzw. die Mitspielerin mit den meisten Punkten die Freikarte, bei Gleichstand entscheidet das Los.

Die Anzahl der Fragen wird übrigens vorweg nicht bekannt gegeben, um das Ganze ein wenig spannender zu machen. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird von mir via Twitter-Reply und Direct Message kontaktiert - die genauen Teilnahmebedingungen gibt's am Ende dieses Beitrags.

€170 sparen mit Promotion-Code

Für Kurzentschlossene Konferenzbesucher habe ich ein besonderes Zuckerl anzubieten: wer bei der Kartenbestellung im Feld "Anmerkung" den Promotion-Code meshed_datenschmutz einfügt, bezahlt für das 2-Tages-Ticket statt €680 nur €520. Der Code gilt, solange Karten gekauft werden können, kann also auch problemlos nach dem Gewinnspiel noch eingelöst werden.

meshed #1 Konferenz: Twitter, Facebook, Youtube und Co.

Über die meshed #1

Unternehmen zeigen sich oft überrascht von den Erfolgen und Ergebnissen von Social Media und Online-Marketing und trauen sich kaum hier tätig zu werden - das Thema ist derzeit sehr erklärungsbedürftig und durchaus vergleichbar mit der generellen Skepsis gegenüber dem Internet in den späten 90ern. Vorteile müssen entsprechend aufgezeigt und argumentiert werden, denn vielen Unternehmen fehlen in diesem Bereich schlicht die Erfahrungen. Die meshed#1 bietet eine behutsame Einführung in dieses komplexe Thema und macht die Teilnehmer mit dem Umgang mit User Generated Content und Online Werbe-/Vertriebs-und Meinungsplattformen vertraut.

Am ersten Tag liefern Expertenvorträge und Praxisberichte Einblick in die Möglichkeiten des Social Web. Die Vortragenden Rolf Lührs, Innovationsleiter der TUTech Hamburg, Joachim Graf, Future-Evangelist, Publizist und Trendscout, Thomas Schwabl von marketagent.com, Oliver Hellriegel, Kommunikationsberater & Coach und Ralf Kammelberger von MediaAustria vermitteln Expertenwissen, berichten aus der Praxis, stellen Studien vor und zeigen den Teilnehmern, wie sie in den Bereich Social Media und Online Marketing erfolgreich Fuß fassen können, was zu beachten ist und welche Möglichkeiten es für Unternehmen gibt. Der zweite Konferenztag bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, in Workshops zu Twitter, Youtube, Xing und Facebook unter Anleitung eines Experte selbst aktiv zu werden.

Obwohl Social Media und Online-Marketing ständig wachsende und überaus potente Bereiche sind, gibt es noch immer viele Unternehmen, die diese Kanäle nicht nutzen. Die neu gegründete Konferenz will aufklären, Wissen vermitteln, Einblicke geben, Möglichkeiten aufzeigen und Unternehmen die Entscheidungsfindung in diesen Bereichen erleichtern. Die meshed findet 2009 zum ersten Mal statt und wird von Neural Communications veranstaltet.

Das TWOdays Ticket gibt es zum Preis von 680 Euro. Das ONEday-Ticket für Donnerstag ist für 480 Euro zu haben, für Freitag um 360 Euro. In die Tickets inkludiert ist neben der Verpflegung auch eine Führung durch die aktuelle Ausstellung des AEC.
 
Legaler Mumbo-Jumbo zum Gewinnspiel aka Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind die Followers des Twitter-Accounts ritchie_tweets. Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Über Gewinnspiele kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die TeilnehmerInnen erklären sich einverstanden, via Twitter über zukünftige Gewinnspiele informiert zu werden und sie erklären sich damit einverstanden, dass im Falle eines Gewinns der Twitter-Username veröffentlicht wird.

Sollte innerhalb von 48 Stunden keine Rückmeldung erfolgen, verfällt der Gewinnanspruch und es kommt ein Ersatz-Sieger zum Zug. datenschmutz übernimmt keinerlei Gewähr für Fehlauswertungen, die durch Downtimes von Twitter, maschinelle und/oder menschliche Such-Irrtümer oder sonstige kleinere und größere Katastrophen verursacht werden. Sollte aus irgendwelchen Gründen der ursprünglich geplante Modus der Gewinnausschüttung nicht möglich sein (es handelt sich um meine Twitter-Gewinnspiel-Premiere), so entscheidet das Los unter allen Teilnehmern.

Selbstverständlich werden niemals persönliche Daten an Dritte weitergegeben.

Gewinnansprüche sind nicht auf andere Personen übertragbar. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Abbildungen bzw. Beschreibungen der Gewinne dienen der Veranschaulichung und können von den tatsächlichen Gewinnen abweichen bzw. durch andere, gleichwertige Preise ersetzt werden. datenschmutz übernimmt soweit rechtlich zulässig keinerlei Haftung für Irrtümer, Tippfehler sowie mögliche bei der Inanspruchnahme von Gewinnen entstehende Schäden, es sei denn, diese Schäden sind auf Vorsatz und/oder grobe Fahrlässigkeit von datenschmutz zurück zu führen.

datenschmutz behält sich außerdem das Recht vor, Gewinnspiele ohne Angabe von Gründen vorzeitig zu beenden oder zu verlängern.

Social Marketing: Monitoring wird unterschätzt

Social Media MonitoringIch kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele Marketing-Profis, die mit ihren Strategien bisher mehr oder weniger gut fuhren, diese eins zu eins aufs Web übertragen möchten: aber weder Branding noch pure Präsenz führen im Web 2.0 zu einer messbaren Steigerung der Verkaufszahlen - der Schlüssel zum richtigen Start liegt im guten alten Monitoring. Deshalb an dieser Stelle ein paar montäglich-paradigmatische Gedanken über den Stellenwert der Web-Market-Intelligence, den schrumpfenden Stellenwert professioneller Presse-Spiegel Ersteller und einen Paradigmen-Wechsel von der Delegation hin zur Nutzung interner Unternehmensressourcen.

Das Thema "Informationsvorsprung" ist für PR-Profis nichts Neues: Vorstände, Politiker und andere überdurchschnittlich wichtige Proponenten des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens wissen seit Jahrzehnten um die Wichtigkeit eines möglichst vollständigen Pressespiegels bzw. Market Intelligence Reports. Doch das Zeitalter, in dem Nachrichtenagenturen und professionelle Recherche-Dienstleister noch exklusiv eine quasi-vollständige Zentralperspektive einnehmen konnten, ist längst vorbei. Wir lesen täglich, dass das kollaborative Web aus Konsumenten längst Prosumer gemacht hat, dass jeder Teilnehmer an diesem Marktplatz zum Micro-Medium wird. Und doch tut der Großteil der Entscheidungsträger in Werbung und Marketing das, was er schon immer getan hat. Er ordert bei seiner Agentur vielleicht eine Facebook Page, womöglich ein Twitter-Profil, vielleicht sogar eine neue "interaktive" Homepage, damit man "das Web 2.0 nicht versäumt".

Die genannten Umsetzungen sind ja schön und gut, aber bis es so weit ist, fehlt noch ein ganz essentieller Schritt: nämlich genau hinzusehen. Ebenso wie ein seriöser SEO-Anbieter eine neue Kundenbeziehung mit einer eingehenden Analyse des Status Quo statt mit blindwütigem Linkbuilding beginnen wird, sollte der erste Schritt jeder nachhaltigen Social Media Präsenz im Monitoring bestehen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Kein Händler mit auch nur einem Fünkchen Verstand würde seinen Stand planen, bevor er ein paarmal als wachsamer (und gesprächiger) Einkäufer über den Markt geschlendert ist, erklärte mir ein erfahrener Straßenhändler letzten Sommer in Ljubljana. Andras versicherte mir, dass er deshalb so gute Umsätze mache, weil er zuerst mit allen spreche, selbst einkaufe und so erst ein Gefühl für die Besonderheiten des jeweiligen Warenumschlagplatzes bekäme. Der Abend in der wunderschönen Altstadt der slowenischen Hauptstadt hat noch sehr lange gedauert, und ich habe viel mehr über Markt-Strategie gelernt als in allen einschlägigen Uni-Vorlesungen - Andras jedenfalls schwörte auf seine Erkundungsrundgänge.

Zugleich gilt aber auch, dass aus Agentursicht Monitoring eine nicht besonders beliebtes Produkt darstellt: einerseits fehlt vielen New Media Agenturen die Erfahrung mit diesem Thema, und die wenigen, die in diesem Bereich kompetent sind, wissen, dass das Web 2.0 praktischerweise seine eigenen Monitoring-Tools gleich mitliefert (Hans-Peter hat dazu kürzlich einen sehr empfehlenswerten Beitrag veröffentlich: 10 unverzichtbare Research Tools). Und wenn man dem Kunden einmal erklärt hat, wie's funktioniert, dann braucht der für diese Aufgabe gar keine Agentur mehr. (Zynische Key Accounter sprechen von "Google's Fluch".) Das ist einer der Hauptgründe, warum sich Social Marketing niemals sinnvoll auslagern lässt: Coaching- und Customer-Enabling werden zum Differenzierungskriterium - nur wer die relevanten Informationen immer "at his fingertips" hat, verfügt über die essentielle Grundlage für richtige Entscheidungen und bekommt ein Gefühl für den Marktplatz. Und daher bin ich äußerst überrascht, dass (noch) vergleichsweise wenige Unternehmen bzw. Marketing-Verantwortliche einem effizienten Inhouse-Monitoring-Setup jenen Stellenwert zuweisen, den es eigentlich haben sollte.

Facebook-Tipp: Keine Personenprofile für Nicht-Personen!

fgroups Facebook Tipp: Keine Personenprofile für Nicht Personen!Meine Friend-Add Policy bei Facebook ist nicht besonders streng: die meisten meiner virtuellen Freunde kenne ich zumindest vom (virtuellen) Sehen, im Zweifelsfall hilft eine kurze Nachfrage. In letzter Zeit fällt mir aber immer öfter auf, dass mehr und mehr "schlaue" Social Marketing Experten Personenprofile für Clubs, Vereine und sogar Veranstaltungen anlegen. Ein kleiner Ratschlag: Bad Idea, FB löscht solche Profile nämlich on demand.

Wer Partys bewerben möchte, verwendet am - irgendwie liegt's ja nahe - dazu am besten die Events-Applikation, Brands und Companys sind auf Pages gut aufgehoben und für alles andere gibt's schließlich noch die guten alten Gruppen, Causes und so weiter. Mag schon richtig sein, dass der Durchschnittsuser Freundschaftsanfragen eher beantwortet als Gruppen- und Eventeinladungen. Aber die Facebook-Policy ist in diesem Punkt sehr strikt: wer keine (im juristischen Termini "natürliche") Person ist, darf sich auch kein FB-Profil anlegen. Das macht organisations- und vermarktungstechnisch durchaus Sinn, sowohl für Facebook als auch den User: denn während es nicht möglich ist, allen Freunden eine Message zu schreiben, können sowohl Page- als auch Group-Admins ihre Fans respektive Mitglieder per Mausklick am laufenden halten.

Zwar zeigt sich Facebook im Ernstfall häufig kulant und erlaubt beispielsweise, bereits angesammelte Friends als "Fans" in eine Page zu übernehmen, allerdings sollte man das unnötige Risiko gar nicht erst eingehen. In diesem Sinne werde ich auch weiterhin Anfragen von Partys, Clubs, Vereine und sonstigen Nicht-Personen, die meine Freunde sein wollen, ablehnen. (Anders verhält sich's natürlich mit gut gefakten menschlichen Charakteren.) Was ich damit sagen will: besser keine sinnlose Arbeit in ein Profil investieren, das früher oder später sowieso gelöscht wird und für Marketingzwecke besser auf Pages und/oder Gruppen setzen!

Social Marketing: ein Genre erfindet sich

schalteraffe Social Marketing: ein Genre erfindet sichWährend Autohersteller händeringend um staatliche Zuschüsse flehen, können sich Social Marketer vor Aufträgen kaum erwehren: spätestens seit der amerikanischen Präsidentschaftswahl gilt Twitter vielen Marketing-Managern als "Non-Place to not be", sprich: hier kann ich direkt und echtzeitlich mit meinen Kunden repräsentieren, hier muss mein Brand vertreten sein - zumindest bevor jemand anderer meinen Nick registriert. Aber die Unsicherheit über die Best Practices ist (noch) groß, und die Anleitungen sprießen wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden. Hoffnungen und Bedenken prallen aufeinander wie die fette Lady und der Rugbyspieler, Angst vor Bloßstellung paart sich mit freudiger Erwartung proaktiven Kundenkontakts.

Befürchtung Nummer eins: man könnte zu viel Zeit mit Social Media verschwenden. Abhilfe schafft diese umfassende Liste von Artikeln zum Thema "wie ich beim Social Marketing Zeit spare" auf IIG:

In this post, we’ve put together a comprehensive list of articles with great advice, tips and tools to help you be more productive and efficient when using social media. We also have some posts that offer up general online productivity insights.

Bis man sich allerdings durch unter anderem "17 Firefox Add-Ons, die Bloggen einfach machen", "10 Greasemonkey-Scripts für mehr Produktivität", "40+ Tools und Hacks für Gmail" und Co. durchgearbeitet hat, sind locker 20 Viral Kampagnen ins Land gezogen. Ecce homo: nicht nur das Web 2.0 ist ein Zeitfresser, auch die Literatur über Social Marketing verlangt zukünftig wohl nach einem Vollzeit-Mitarbeiter für die "Current Web Trends Research" Abteilung. Doch trotz der gefühlten Urgenz und Komplexität einer durchdachten Präsenz überlässt man diesen Bereich gerne mal dem Praktikanten, wie Shelly DeMotte Kramer in einem lesenswerten Artikel auf SocialNetworkingSanDiego feststellt:

Social marketing is and should be a part of any serious business's marketing and communications plan – especially today. But, the interesting thing is, that so often people (read that "business owners") think that it’s just the perfect project to sink little Jenni on - you know, the one who just graduated from Community College last year and who just loooooves surfing the net. Or, maybe Johnnie, who’s in college and has a Facebook page – that'd be something he could do for us and we could pay him $200 and save a bunch of money. People – you don’t get it! Social marketing is serious stuff and is well on it’s way to replacing the traditional kinds of media that we’ve known and loved. Display ads are going the way of the dinosaur. Who reads magazines and newspapers when you can get instant news and any kind of content you would ever want online – through more sources than I can possibly articulate.

Natürlich handelt sich's bei dem Text in erster Linie um Eigenwerbung, trotzdem ist was Wahres dran: man kann ich Netz auch mit besser Ressourcenausstattung authentisch erfolglos sein. Oder mir etwas Originelles überlegen - so wie Jim, der mit seiner Aktion Twittermethis den Microblogging-Service als low-key Quiz-Tool benutzt. Andererseits zeigt ein Vergleich zweiter Zitate, wie nahe Wahnsinn und Methode beieinander liegen:

Unter Geisteskrankheiten oder Geistesstörungen wurden unterschiedliche Verhaltensbilder und Krankheiten zusammengefasst, die sich im Allgemeinen durch Verhaltensformen ausdrücken, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert sind.

Gammas geben hilfreiche Tipps nur zu gerne weiter und spielen daher im Kommunikationsprozess eine essentielle Rolle. Anders als Betas (AnhängerInnen/NachahmerInnen von Alphas) folgen sie zudem ihren eigenen Regeln und Werten und nicht denen anderer (z.B. der Alphas).

Bei ersterem handelt es sich um die Definition von Geisteskrankheiten aus der deutschsprachigen Wikipedia, bei zweiterem um die Definition eines Konsumentengruppe aus dem aktuellen ambuzzador-Newsletter. Der gute alte Foucault hatte eben doch recht: alles eine Frage der gesellschaftlichen Zuschreibungen. Und des Betrachterstandpunkts. Andererseits ist natürlich keine Marketingabteilung eine Insel, und insofern ist schon was Wahres dran an den Consequences of Social Media Silence:

At what point, however, does a refusal to participate begin to erode brand loyalty?
Your Competition Will Force You To Get in the Game. [...] It's always been so online. The early adopters set the rules and force the hands of the subsequent waves.

Dem möchte ich noch hinzufügen: Best Practices im Netz werden nicht rein aus universitärer Forschung und Erleuchtungserlebnissen geboren (obwohl diese natürlich auch eine wichtige Rollen spielen), sondern im Trial-and-Error Verfahren. Und deswegen lautet die wahre Herausforderung für Brands, die jetzt in Social Web einsteigen nicht, bewährte Taktiken zu kopieren - sondern die Zukunft des Onlinemarketing aktiv mitzugestalten!

Facebook: Gruppen umbenennen erlaubt

fbgroups Facebook: Gruppen umbenennen erlaubtMittelmäßig interessante Facebook-Neuigkeiten für Gruppen-Betreiber mit (Marketing-)Hintergedanken: seit 24. Februar darf man den Namen von Gruppen ändern. Auf weniger tauben Ohren stoßen dürfte die Facebook-Policy zum Thema "Gruppenmails" - bislang bestand ja keine Möglichkeit, als Administrator einer Gruppen sämtlichen Mitgliedern eine Message zu schicken. Den "Fans" einer Page kann man dagegen sehr wohl Updates senden.

Allfacebook.com schreibt dazu:

For the past 5 years administrators of Facebook groups have not been able to change their names. As of today, that restriction is being removed amidst continued feedback from group admins who want the ability to do so. While it's a seemingly small adjustment, it makes me wonder if we could soon see a mini-market for larger groups. [...] Facebook then reportedly removed that restriction but it's now somewhat unclear how many people you can message within a group. I’ve reached out to Facebook for clarification and should hear back shortly.

Facebook-Gruppen dürfen also ab sofort den Namen wechseln, bei Pages ist dies nicht möglich - meinen Erfahrungen mit dem durchwegs freundlichen und rasch reagierenden Facebook-Support nach dürfte aber eine Umbenennung in der Praxis, etwa bei einer Änderung des Firmennamens, durchaus on Request machbar sein. Bis die Frage, ob Brands besser in den Aufbau einer Gruppe oder einer Page Zeit, Energie und Geld investieren sollten, eindeutig gelöst ist, werden wohl weiterhin die meisten berufsaktiven Facebooker bei der zweigleisigen Strategie bleiben.

Dass es für Facebook ganz und gar nicht einfach ist, hier klare Vorgaben zu machen, liegt auf der Hand: Spamming soll und muss verhindert werden, die Kommunikation von Interessensgruppen darf darunter aber nicht leiden. Beim Versand von Updates verwendet Facebook diverse automatische Filter - wenn eine Message zuviele externe Links und/oder Sonderzeichen (z.B. deutsche Umlaute) enthält, dann läutet schonmal die Alarmglocke. Wie so viele Agenden ist die Regulierung dieses nicht unsensiblen Bereichs wohl als "Field Work in Progress" zu sehen.

Viral.Marketing: Interview mit UnrulyMedia CEO Scott Button

unrulylogo 1219317584 Viral.Marketing: Interview mit UnrulyMedia CEO Scott ButtonDie Viral Marketing Agentur Unruly Media ist spezialisiert auf das Seeding (=Verbreitung) von Videokampagnen. Ich wurde vor einigen Wochen von den Betreibern angeschrieben und gefragt, ob mich das Angebot interessiert - und ich kann nur sagen: Volltreffer. Vom sauber und übersichtlich programmierten Backend über den raschen und freundlichen Support bis hin zur - und das ist der wichtigste Punkt - Qualität der Video-Inhalte bin ich von dieser Werbeform ziemlich begeistert. Durchdachte und funktionierende Longtail-Werbeangebote sind in Europa nämlich beängstigend dünn gesät, daher war ich sehr daran interessiert, ein Interview mit Scott Button, CEO von Unruly Media, zu führen. Vielen Dank an Vivian Wagner (Campaign Manager Deutschland) für das Übersetzen des Videos! Die englische Originalversion des Interviews gibt's übrigens auf datadirt.

Wie funktioniert Viral Seeding?

Nach der Registrierung kann man beliebig viele Seiten eintragen - jeder Adresse wird dabei ein primäres "Zielgebiet" zugeordnet, denn Unruly Media teilt die Kampagnen nach Ländern ein. Auf Wunsch wird man via E-Mail verständigt, sobald ein passendes Video verfügbar ist, der Einbau des Players erfolgt über einen simplen JavaScript Code.

Unruly AutoUnit-Player

Jeder Kampagne ist dabei ein bestimmtes Gesamtbudget zugeordnet, die Übersichtsseite zeigt den Pay-per-View Preis des jeweiligen Videos sowie das verbleibende Guthaben als Balkengrafik - ist das Budget verbraucht, bleibt das Video zwar online, bringt jedoch kein Einkommen mehr. Manche Videos werden ausschließlich nach Clicks bezahlt, manchmal gibt's aber eine zusätzliche Einmalzahlung fürs Onlinestellen. Unruly wirbt für namhafte Kunden wie MTV, die Sony Playstation der Nokia - entsprechend aufwändig und unterhaltsam fallen die meisten Videos aus. Wer sich nicht um Kampagnen-Updates kümmern will, verwendet das "AutoUnit", in dem automatisch die aktuellsten Kampagnen bzw. ein Fallback-Inhalt, der vom User frei wählbar ist, gezeigt wird. Bei mir ist die durchschnittliche View-Rate mit 20% recht hoch - wesentlich lukrativer als Adsense sind die Videos auf jeden Fall.

Einziger Nachteil: Unruly Media betreibt (derzeit) kein Affiliate Marketing System - gerade bei Video würde aber eine Embed-Funktion im Player hochgradig Sinn machen. Und die meisten Videos zielen auf den englischen Markt ab, aber bei der derzeitigen großen Nachfrage vermute ich ganz stark, dass sich dies in Kürze ändern wird.

Das Geheimnis des Viral-Erfolgs

Unruly Media funktioniert meiner Ansicht nach deshalb so gut, weil es sich bei der "Werbung" großteils um Videos handelt, die so originell und/oder skurril sind, dass ich (und viele Blogger denken da sicherlich ähnlich) sie auch ohne Bezahlung online stellen würde. Unruly bringt seine Longtail-Werber damit gar nicht erst in den Gewissenskonflikt "nervige Werbung vs. Monetarisierung" und setzt auf Originalität - selbstverständlich kann jedes Video vor dem Publishen im Backend begutachtet werden. Der Player selbst kennzeichnet außerdem das Video als bezahlte Werbung, hier fliegt also niemand unterhalb des Legalitätsradars dahin. Soviel zum Background - und jetzt geht das Wort an Scott Button, CEO und Unruly Media.

Interview mit Scott Button: "Blogger lieben uns."

datenschmutz: Wann und mit welcher Intention wurde Unruly Media gegründet?

scottbutton 1219792582 Viral.Marketing: Interview mit UnrulyMedia CEO Scott ButtonScott Button, CEO

Scott: UnrulyMedia wurde in Januar 2006 gegründet. Wir haben erst mal damit angefangen, die coolsten Videos im Web zu sammeln und haben dann im September 2006 viralvideocharts.com ins Leben gerufen. Die Webseite verwendet eine Art Blogsuchmachine, die herausfinden kann, welche Videos am schnellsten von Bloggern verbreitet werden und wer sie verbreitet und erstellt dann daraus eine TOP 20 der populärsten Videos im Internet.

Das hat uns dann 2007 veranlasst, in den Vertrieb von Videos einzusteigen, weil es auch eine gute Möglichkeit war, das Projekt Viralvideocharts.com finanziell zu unterstützen, außerdem war die Nachfrage so riesig, dass wir eine Art Online Werbeagentur eröffnen konnten.

Heute haben wir eine Network von über 3000 Webseiten und Bloggern in ganz Europa und Nordamerika, die damit Geld verdienen können, Videos, Film- und Spieletrailer auf ihren Seiten zu zeigen.

?: Wie schätzen Sie die Zukunft des Video-Seeding ein?

!: Ich denke wir werden von den Begriffen "Viral Marketing" wegkommen. Wir sehen einen natürlichen Wechsel von 30-Sekunden Spots zu 60 bis 100-Sekunden Inhalt, damit es noch mehr Spaß macht und vor allem für Zuschauer unterhaltsamer gestalten werden kann.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Zuschauer mit kurzen kommerziellen und störenden Spots zu bombardieren wird jedes Jahr teurer und ist nicht mehr sehr effektiv oder attraktiv. Es wird selbstverständlicher werde, dass die Marken für Ihre Zuschauer etwas mehr bieten und etwas, was die Kunden und Fans auch wirklich sehen wollen.

Was uns angeht, wir bieten einfach eine Plattform, die qualitativ hochwertige Videos für Zuschauer anbietet, die ehrlicherweise daran interessiert sind diese zu sehen.
Natürlich werden das auch viele "klassische" Videos sein, die auf Sex und Witz setzen, aber es wird auch viele Videos geben, die außergewöhnliche Informationen bieten; etwa die so genannten "Infommercials", die spezielle Inhalte habe analog zu Filmvorschauen oder Spieletrailer.

?: Welche Reaktionen gab es bisher von Bloggern bzw. Webmastern, die als Affiliates am Netzwerk teilnehmen?

!: Wir bekommen jede Menge positives Feedback. Natürlich müssen wir das sagen! Aber im Ernst: Bloggers und Webmasters lieben wirklich unsere Model [1. Anmerkung von ritchie: Yup, kann ich mir vorstellen. Ich bin auch ziemlich angetan vom Unruly Network.].
Sie lieben es eben, ihren Lesern gute Inhalte zu bieten und keine langweilige Werbung und dafür noch bezahlt zu werden. Sie mögen es, dass die Besucher auch tatsächlich auf ihrer Seite bleiben, wenn sie Interesse an dem Video haben. Und unsere Blogger schätzen selbstverständlich die Tatsache sehr, dass Sie mehr verdienen können als bei AdSense oder anderen Anbietern.

?: Unterscheidet sich der deutschsprachige Viral-Marketing Markt vom amerikanischen. (z.B. in Bezug auf die Bereitschaft von Bloggern, bezahlte Postings online zu stellen.)

!: Wir finden, dass der deutsche Markt etwas schwerer zugänglich ist als der englische oder amerikanische Markt. Das ist aber durchaus unser Fehler. Obwohl wir deutschsprachige Mitarbeiter haben, die den diesen Markt betreuen, ist unser Network ausschließlich in englischer Sprache und mit US-Dollar als Währung verfügbar. Wir verstehen, dass das deutsche Kunden möglicherweise abschreckt, aber wir hoffen, dass wir dies in näherer Zukunft ändern und auf die jeweils nationale Sprache umstellen können.

?: Was sind Ihrer Meinung die Voraussetzungen für eine erfolgreiche virale Videokampagne?

!: Um erfolgreich zu sein, muss eine Kampagne besonders gut in einem der folgenden Features sein: Sex, Humor, Horror, Originalität, spektakuläre oder inspirierende Geschichten. Das sind die primären Gründe, warum ein Video verbreitet wird. Danach muss die Kampagne demographisch richtig vermarktet werden, meist an tausende User, für die die jeweilige Botschaft von Interesse sein könnte. Und natürlich muss das Video leicht zu verbreiten sein, besonders unter Bloggern; ein einfacher Code, der ohne besonders technisches Know-How problemlos auf jeder Seite platziert werden kann.

?: Wie wird die Zukunft aussehen und wie werden sich Ihrer Meinung nach in den nächsten 12 Monaten die Preise am Viralmarkt entwickeln?

!: Es wird viel mehr Inhalt geben, viel mehr Trubel. Die Sache ist doch, dass es immer schwieriger wird sich Gehör zu verschaffen. Ich meine, es ist schon jetzt sehr schwer, pro Tag werden alleine 30000 Video auf Video-Sharing Seiten hochgeladen. Aber wir haben noch lange nicht alles gesehen.

vivianwagner Viral.Marketing: Interview mit UnrulyMedia CEO Scott ButtonVivian Wagner, Campaign
Manager Deutschland

Auf der einen Seite wird der Bedarf für mehr Werbung die Preise in die Höhe treiben. Ich denke, dass der Fokus jetzt mehr auf die Qualität von Webseiten gerichtet wird, vor allem auf solche Seiten, die eine hohe Zahl an Besuchern aufzeigen können. Auf der anderen Seite wird ein Kunde, der aktiv an einem Video teilnimmt, weiter an Bedeutung gewinnen. Denn interessierte Kunden stellen eine lukrative Wechselwirkung zwischen Verkauf und Kundenzufriedenheit her. Das wird wiederum die hohen Preise der Werbung ausgleichen.

CPMs (Cost per 1000) sind jetzt schon in schaurige Höhen gestiegen, lassen sich aber trotzdem nicht vergleichen mit den Preisen, die etwa für Werbezeiten im Fernsehen kalkuliert werden müssen. Dazu kommt noch, dass ein Kunde, der sich entscheidet, einen 2-min Clip freiwillig anzuschauen, indem er drauf klickt, wesentlich wertvoller ist als ein Zuschauer vor dem Fernseher, der bei einem 30-Sekunden Werbespot durchaus auch gerade abgelenkt sein kann und womöglich gar nicht hinschaut. Wie gesagt: ein Kunde, der im Internet aktiv teilnimmt, ist besser als jemand, der vielleicht gerade aus dem Zimmer geht, dafür wird man dann auch in Zukunft gerne mehr zahlen.

Zusätzlich muss auch gesagt werden, dass der Werbemarkt im Internet viel ethischer und durchsichtiger werden wird. Wir sind besonders glücklich darüber, dass die EU Richtlinien für unerlaubte kommerzielle Tätigkeiten jetzt auch wirklich in fast jedem Mitgliedsstaat eingeführt hat. Das bewirkt, dass unethische und falsche Marketing Praktiken endlich unterbunden werden können. Darüber sind wir sehr froh, denn solche falschen Marketingstrategien gehen oft als "Viral Marketing" durch und ziehen damit Firmen, die ehrliches "Viral Marketing" betreiben, mit in den Dreck. Somit wird hoffentlich die Zukunft des Internets frei von Schleichwerbung, falschen Votings, geheuchelter Publicity und unlauterem Wettbewerb sein und Platz für fantastische Inhalte und durchschaubare Distributionswege bieten.

Beratung+Workshops

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Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Firma besser heute als morgen im Social Web aktiv werden sollte, stehen Sie vor zahlreichen Herausforderungen. Social Media Marketing greift tief in Unternehmensprozesse ein, betrifft Marketing- und PR-Abteilung ebenso wie die Bereiche CRM, Vertrieb und Human Ressources, stellt klassische Kommunikationskonzepte in Frage. Vermutlich stellen Sie sich Fragen wie:

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Ich kann Ihnen helfen, für Ihr Unternehmen die richtigen Antworten zu finden und in Ihr Geschäftsmodell zu integrieren. Als Berater sehe ich meine Aufgaben darin, Verständnis für Funktionsweise und Besonderheiten des Social Web zu schaffen und Unternehmen darin zu unterstützen, Web 2.0 Tools effizient und erfolgreich zu nutzen.

Anders als klassische Werbung orientiert sich Social Media Marketing nicht an Kampagnen: im Zentrum stehen Interessensgruppen (Seth Godin spricht von "Tribes") gleichgesinnter Nutzer, die nicht mehr als Empfänger von Botschaften, sondern als Dialogpartner agieren. Das Ziel jeglicher Social Marketing Aktivitäten besteht im langfristigen Aufbau von Vertrauen zwischen Kunde und Unternehmen - dieser Prozess ist herausfordernd, doch die Ergebnisse überzeugen mittel- und langfristig.

Sind Sie interessiert an einem Workshop oder an Social Marketing Beratung? Dann nutzen Sie bitte das Kontaktformular oder kontaktieren Sie mich via E-Mail, Facebook oder LinkedIn - ich freue mich auf Ihre Anfrage!

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Bei speziellen Aufgaben wie Serverhosting, SEO-Optimierung, Facebook-Applikationen etc. arbeite ich mit einem Pool kompetenter und verlässlicher Experten zusammen, um meinen Kunden stets höchstmögliche Qualität und effiziente Umsetzung anbieten zu können.


Viele sagen, wenn ich ein Modell habe, kann ich sowohl voraussagen als auch erklären - außer man hat ein Modell, das zeigt, dass man nicht voraussagen kann, wenn man ein System betrachtet, dessen wesentliche Eigenschaft Nicht-Trivialität ist. Das ist ein Modell, welches sich mit Operatoren beschäftigt, deren Operationen sich mit jeder Operation ändern. Dann kann ich nichts mehr erklären, außer ich baue diesen Operator und weiß deshalb, wie ich ihn konstruiert habe. Aber analytisch kann ich ihn nicht erklären.      Heinz von Foerster