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Blogistan Panoptikum KW01 2009

bewerbungDer letzte Rückblick des Jahres 2008 stand ganz im Zeichen 51 vorangegangener Sonntag respektive Wochen, die erste Blogistan-Panoptikum Ausgabe des neuen Jahres riskiert einen Seitenblick auf einige andere lesenswerte Rückblicke. Man muss ja auch mal aktiv was unternehmen gegen das Vergessen, heißt es. Obwohl ohne die gute alte Entropie, Königin unserer chaotischen Herzen, unsere Informationsverarbeitung wohl ziemlich langweilig wäre. Für mich persönlich jedenfalls hat das 2k9 mit einer äußerst erfreulichen multiplen Pagerank-Überraschung begonnen: datenschmutz hat in der deutschen Blogosphäre nicht gerade breit gestreuten Sechser bekommen, datadirt wurde von Big G zu Weihnachten mit einem Fünfer bedacht und einige weitere Pages erhielten ebenfalls kleine Päckchen. Da sag ich doch mal artig “Danke”, auch wenn das alles nicht völlig unerwartet kam :mrgreen:

Was ist ein Super-Affiliate?

Super Affiliate ist ein dummes Buzzword, das in der Affiliate-Blogging Community von Leuten verwendet wird, die dir einreden wollen, dass sie entweder mehr Geld verdienen oder auf irgendeine andere Weise besser sind als du. Als i8ch meine ersten 1000$ pro Woche mit einem sehr bekannten Affiliate-Netzwerk verdiente, sagten sie, ich sei jetzt ein “Super-Affiliate”, was mir sofort zeigte, dass dieser Begriff überhaupt nichts bedeutet. Jeder, der den Ausdruck “Super Affiliate” in einer nicht-ironischen Weise verwendet, speziell, wenn er damit sich selbst meint, ist unglaubwürdig und ein Idiot.

Sagt Nicky Cackes vom Reformed Blackhat bei Shoemoney (Übersetzung von mir), und dieser wunderschönen Definition ist schlicht und ergreifend nix mehr hinzu zu fügen.

Blicken rück und vor! Aber flott!

Jeremy blickt ordentlich auf das gesamte Jahr zurück, was übrigens auch aus seo-technischer Sicht (Stichwort: interne PR-Verteilung) ganz und gar keine blöde Idee ist. Netzwertig blickt zweifach nach vorne, die Autoren haben durchwegs gewisse Auffassungsunterschiede über die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Web 2.0 und einen Hang zu vagen Prognosen, wie Computernotizen bemerkt. Er stellt etwas konkretere Fragen, die auch Mathias Schindler beantwortete. Das Google Watchblog spekuliert naturgemäß über Big G’s Pläne für die nächsten 12 Monate, Phlow hatten eine äußerst hörenswerten, zweiteiligen Rückblick auf ein Jahr freie Musik zusammengestellt. Den grafisch reizvollsten Blick in den breiten Rückspiegel gibt’s bei Max in Form von Tagclouds und Steam-Grafiken.

TechCrunch und Twitter

Ein aktueller Artikel über ein Mash-Up, das Twitter-Messages an die eigene Mailbox schickt, evozierte eine eigenartige Diskussion auf TechCrunch. Babou fragt:

I really enjoy your blog for your insights and the posts of your team of writers but there is one thing: you really speak a lot about twitter.
Now I understand Twitter has become an important medium of communication but does it really deserve so much attention?

Nun ja… ich würd mal sagen: soviel Aufmerksamkeit, wie sich in 140 Zeichen eben unterbringen lässt – dafür aber mehrmals am Tag :mrgreen:

SEO-News der Woche

Tja, die meisten SEOs haben in den vergangenen sieben Tagen wohl ausgiebig gefeiert – anders die dünne Gesätheit aktueller Nachrichten wohl kaum zu erklären. Gerald schreibt über PR-Updates und Fehlalarme und Blogiger plagt sich mit dem Seotonie Wettbewerb. Irgendwie fasziniert mich das Business-Modell “SEO-Wettbewerb” ja ungemein – den Betreibern müssen solche Wettbewerbe, selbst bei sinnlosen Keywords, ja einiges an Linkjuice bringen. Wem es um (Geld)Preise geht, der sollte die Energie und den Zeitaufwand aber lieber anderswo investieren – beispielsweise in einen neuen Digg-Clon. Und weil der SEO-Lesestoff diese Woche so schmal ausfällt, wär vielleicht mal wieder ein Zeitungsabo angebracht: aber leicht wird einem das Bestellen ja nicht immer gemacht.

Video der Woche

Trainingsmaterial für die richtige Bewerbung gibt es genug, doch wer sich dieses Video von Ben Schwartz zu Herzen nimmt, muss nie mehr Angst haben, jemals eine Anstellung zu bekommen:

Und damit sind wir auch schon wieder an der äußersten Nordspitze des Panoptischen Kaps angekommen. Setzen Sie lieber Ihre Kapuzen auf, es bleibt weiter kühl! Im Übrigen wünsch einen chilligen Sonntag, wir lesen uns morgen.

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Blogistan Panoptikum KW51 2008

tangible interfacesWien wird weiße Weihnachten wollen – wenig wahrscheinlich, wenn wettermäßig Wärme wiederkehrt. Außerdem wollte ich schon immer mal einen Panoptikum-Satz mit lauter W-Wörtern beginnen, und das ist immerhin die vorletzte Gelegenheit in diesem Jahr. Übrigens sind mir so gut wie keine Blogs mit Weihnachtsdekoration und Lichterketten aufgefallen, oder sollte ich da was übersehen haben? Jedenfalls erwartet uns im Lauf der kommenden Tage gewiss eine Flut von Jahresrückblicken. Die Blogpiloten liegen jedenfalls nicht falsch, wenn sie 2008 das “Jahr der 140 Zeichen” nennen.

Endlich adäquate digitale Präsentationen

Slide-orientierte Präsentation waren gestern: Powerpoint ist ja bloß sowas wie Final Scratch für Vortragende, ein verzweifeltes Festhalten an der Folienmetapher. Die Ungarn zeigen, dass es auch anders geht: Max ist schwerstens angetan von seinem Closed-Beta Prezi Account. Mindmaps meet Flash-Ästhetik meet SaaS (Software as a Service): tolle Sache und hoffentlich bald öffentlich verfügbar. Auf der neuen Homepage sind einige Beispiels-Präsentation online, außerdem kann man den Editor schon mal testen. Ich freu mich jedenfalls sehr über meinen heute eingetroffenen Beta-Key: Adios, Powerpoint!

Den Clickpreis wählen

TechCrunch verbreitet ein interessantes Gerücht, demzufolge Digg mit Hochdruck an einem eigenen, AdWords-ähnlichen Werbesystem basteln soll:

One experiment Digg is working on, says one source close to the company, is a self service advertising product that will be somewhat similar to Google AdWords, but with a twist. The product would insert advertisements into the Digg news stream (presumably clearly marked). Where those ads end up, and how much an advertiser pays per click, would be based on user feedback.

Klingt in der Theorie gut – praktisch bezweifle ich aber stark, dass “echte” User Zeit und Energie ins Bewerten von Werbung investieren. Digg möchte wohl die Qualität der Werbung erhöhen, man braucht allerdings keine hellseherischen Fähigkeiten für eine kleine Zukunftsprognose: Digg-Mobs haben demnächst ein wesentlich lukrativeres Business-Model. (“‘tschuldigen’s, mei Glickbreis is zu hoh. I breichat wohts!”)

Der Ausverkauf des Web 2.0

Janko Röttgers hat einen lesenswerten Kommentar über den Ausverkauf des Web auf der ORF Futurezone veröffentlicht: angesichts der Übernahme und Schließung von Pownce durch 6Apart, der Übernahme und Schließung von Sandy durch Twitter und der Verknappung frischen Kapitalgeber-Geldes folgern Sequoia und Co., dass Web 2.0 Start-Ups profitabel werden müssen. Wer hätte das gedacht? Ein Vergleich mit der ersten Blase wäre allerdings völlig fehl am Platz, denn interessanterweise scheint das Geldverdienen derzeit eher den kleinen, wendigen SaaS-Anbietern zu gelingen als den Schwergewichten der Branche (Gruß an Yahoo und Facebook!). Außerdem schreibt Janko:

Fehlender Erfolg war nicht immer ein Grund für eine Übernahme mit Todeskuss. Branchenriesen gaben zu den Hochzeiten des Web-2.0-Booms viel Geld für Start-Ups aus, deren Nutzerzahlen alles andere als beeindruckend waren. So ließ sich Yahoo das soziale Widget myBlogLog zehn Millionen Dollar kosten, obwohl der Dienst zum Übernahmezeitpunkt Anfang des letzten Jahres gerade mal 45.000 registrierte Nutzer verzeichnete.

Ich würd allerdings behaupten, dass dies eine der besseren Investition in Yahoos wechselvoller Firmengeschichte der letzten 12 Monate war…

SEO-News der Woche

Für mich war’s eine sehr erfreuliche Woche mit einem angenehmen Highlight: bei den neu gelaunchten Twingly Blogcharts stieg datenschmutz auf Platz 44 der deutschsprachigen Rangliste ein – war ja auch wirklich höchste Zeit für einen Technorati-Nachfolger. Andererseits haben zwei meiner Network-Sites gravierend an Pagerank verloren – eine weitere Bestätigung der Tatsache, dass regelmäßig Update-Zyklen ein zunehmend größere Rolle für Big G spielen. Apropos Fakten: jede Menge davon gibt’s in der neu erschienen Ausgabe der Online-SEO-Zeitschrift Suchradar: “Zentrales Titelthema der aktuellen Ausgabe ist der Ausblick auf das Jahr 2009 im Bereich Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing”, so das SEO-Handbuch. Eines steht jedenfalls schon fest: OMD wird’s 2009 keine mehr geben, wie Sistrix. Und wie es eben seine Art ist, spekuliert er nicht wild drauf los, sondern hat ein aufschlussreiches Experiment durchgeführt:

Mit dem vorletzten Verlinkten (dem 8. Wort) allerdings schon, Google schneidet also einfach nach den 8 Worten ab. Das ist übrigens genau der Wert, den Shaun in seinem ursprünglichen Blogpost erwähnt hat – er hat daraus allerdings den falschen Schluss gezogen, dass Google den Linktext nach Anzahl von Buchstaben begrenzt. Dass dies nicht so ist und Google die Anzahl der Trennzeichen nimmt, glaube ich mit den 2 Tests gezeigt zu haben.

Keyword nicht gleich Keyword

SEO-United fasst einige Überlegungen zu den unterschiedlichen Typen von Keywords zusammen – gerade bei Longtail-Seiten steckt in dem Artikel interessantes Futter für Nischen-Konzepte:

Neben der Tatsache, dass Suchanfragen immer länger werden, also die Anzahl der eigegeben Begriffe steigt, unterscheidet man Keywords auch in Bezug auf deren Funktion. Etabliert hat sich hierbei die Unterteilung in informational, navigational und transactional, also in informierende, navigierende und agierende Suchanfragen bzw. Keywords.

Webseitenaufbau mit Sprites beschleunigen

Die Image-Slicer haben ihre goldenen Zeiten hinter sich: die Leitungen sind schnell genug, ob ein Bildchen 2 oder 5kB groß ist, macht weniger Unterschied als die Zahl der Requests. Google mag bekanntlich schnelle Responses mit wenigen Requests, also könnte der bei phlow beschriebene Sprite-Ansatz gerade bei icon-lastigen Web 2.0 Seiten sehr nützlich sein:

Insbesondere wiederkehrende Grafiken – z.B. Icons -, die man für CSS verwendet, können unter Umständen eine Menge Server-Anfragen produzieren. Um das zu verhindern baut man sich so genannte Sprite-Maps. Das sind Dateien, auf denen sämtliche Icons oder Layout-Grafiken in nur einer Grafikdatei abgespeichert (siehe Bild)werden. Glücklicherweise gibt es dafür einen Online-Service.

Video(s) der Woche: Tangible Interaction

Aus der Abteil: Wunschwerkzeuge eines jeden Visualisten. Tangible Interaction bauen, wie der Name nahelegt, diverse “full-sensory” Interfaces zu digitalen Medien. Klingt abstrakt, dürfte in der Bedienungspraxis aber riesigen Spaß machen – hier ein Video der Graffiti Wall. Sowas sollte eigentlich jedes Haus haben, an dem man vorbeispaziert :mrgreen:

Und wo das herkommt, gibt’s noch mehr: Scott Beale vom Lachenden Tintenfisch hat die HD-Videofunktion seiner neuen Canon 5D Mark II an Doc Populars Yoyo-Künsten getestet, und man kann nur sagen: geile Bildqualität, geile Tricks:

Und das war’s auch schon wieder mit dem vorletzten Blogistan Panoptikum dieses Jahres. Mögen Sie, hochgeschätzte Leser, die Weihnachtsfeiertage gut überstehen. Vorsicht jedenfalls vor Elchen im freien Fall, frohes Feiern und viel Glück und Durchhaltevermögen, falls Sie morgen bei der Last-Minute Geschenksrallye teilnehmen (müssen) – wir lesen uns morgen!

 

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digsby: das Schweizer Taschenmesser für Geeks

digsbydigsby ist gebenedeit unter den Instant Messengern – wobei diese Bezeichnung fast eine Beleidigung für diese E-Mail-legende Social Media Wollmilchsau darstellt: denn die Desktop-Software für Windows beherrscht nicht nur alle gängigen Chatprotokolle, sondern bietet dem User eine äußerst gelungene Zentralperspektive auf seine gesamten Social-Network Aktivitäten. Wer sich schon immer eine gemeinsame Kontaktliste für Live Chats, Facebook Twitter, Linked-In und Co. gewünscht hat, wird von digsby schlichtweg begeistert sein.

Als das Internet noch die Versionsnummer 1.0 trug und die Aufsplittung in verschiedene Chat-Systeme (IRC, ICQ, MSN, Yahoo…) die Installation mehrerer Messengers parallel langsam lästig wurde, tauchten Multi-Protokoll Tools wie Trillian auf, das unter einer übersichtlichen Oberfläche und einer gemeinsamen Kontaktliste alle Messenger-Formate unter einen Hut brachte. Digsby trägt diesen Ansatz elegant ins Web 2.0 und integriert neben den gängigsten Chatprotokollen (AIM, MSN, Yahoo, Google Talk, ICQ, Jabber und Facebook Chat) auch die beliebtesten Social Services, nämlich Facebook, Twitter, Myspace und LinkedIn und ein äußerst gelungenes E-Mail Benachrichtigungssystem, mit dem neue Nachrichten mit einem Mausklick gelöscht bzw. als gelesen markiert werden können.

Aus all den Kontaktdaten der einzelnen Chats/Networks erstellt Digsby eine gemeinsame Kontaktliste, in der unterhalb des Namens auch das jeweils aktuellste Status-Update sowie ein Icon für das jeweilige Chatsystem, das der betreffende User nutzt, angezeigt werden. Hovert man mit der Maus über einen Namen, wird ein Infofenster mit den zugehörigen Profil-Links und Status-Infos eingeblendet. So sieht mein digsby aus:

digsby Screenshot

Unterhalb der Kontaktliste tauchen die übrigen Services auf: via Mausklick liest man aktuellen Facebook-Friendfeed, wirft einen Blick in die Twitter-Timeline und sieht auf einen Blick, ob neue Mails eingetroffen sind. Die jeweiligen Alerts können detailliert an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, auf Wunsch blendet Digsby auch Quick-Icons in die Windows Startleiste ein. Mit der rechten Maustaste ruft man weitere kontextuelle Optionen auf: unter anderem kann man direkt aus digsby Tweets schicken, den Facebook-Status updaten, Myspace Bulletins aufrufen etc.

Auch beim Instant Messaging leistet sich der Client keinerlei Patzer: Um den Desktop nicht á la Skype mit Chat-Fenstern vollzustopfen, öffnet digsby lediglich ein Fenster – weitere Unterhaltungen werden übersichtlich in Tabs angezeigt.

Chat-Spaß mit Widgets

Die Betreiber biete nicht bloß ihren Desktop-Client an: über ein gelungenes Online-Interface lassen sich in Windeseile komplett anpassbare Widgets erstellen, die per Copy-and-Paste mit minimalem Aufwand die eigene Seite integriert werden können. Mit dieser Funktionalität rüstet man das eigene Blog im Handumdrehen mit einer Live-Chat Funktion aus. Diese Funktionalität bietet digsby auch für Facebook – durchwegs sinnvoll, da auf öffentlichen Profilen auch Benutzer, mit denen man nicht virtuell befreundet ist, die Chatfunktion nutzen können.

Chattende Besucher benötigen übrigens auch *keinen* Digsby-Account, sondern wählen im Widget einen beliebigen Nicknamen aus. Die Konversation poppt am Desktop in weiterer Folge als Standard-Chatfenster am eigenen Desktop auf. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise bei Small Business Sites mit minimalem Aufwand eine Live-Chat-Hilfe integrieren.

Next Level Social Chat

Viele gute (und gut umgesetzte) Ideen zeigen, dass sich die Betreiber eingehend mit dem Thema Online-Kommunikation auseinandergesetzt haben: die einzelnen Log-Ins werden serverseitig gespeichert, installiert man den auf einem weiteren Rechner, ist lediglich das Digsby-Login erforderlich. Design und Usability der Desktop-Software sind hervorragend gelungen, was sich an zahllosen kleinen Details von den liebevoll gestalteten Skins über das gelungene Hauptmenü bis hin zur Fenstergestaltung offenbart.

Fazit: Ich verwende Digsby auf Empfehlung von Topfmodel seit einigen Wochen und möchte dieses geniale Stück Social Software keinesfalls mehr missen. Da Digsby derzeit allerdings werbefinanziert ist, stellt sich die Frage, wie die Betreiber ihr Business-Modell langfristig anlegen. Auf jeden Fall bietet die Software dermaßen viel Mehrwert, dass ich lieber eine jährliche Gebühr bezahlen würde, als meinen Desktop mit Echtzeit-Werbung zu verunzieren. Social Geeks sollten sich den Client unbedingt installieren – ich garantiere Ihnen, dass Sie spätestens nach einigen Tagen digsby nicht mehr missen möchten: digsby.com.

Über die Arbeitsbedingungen der modernen Gatekeeper

Gatekeeping im WandelPassend zur aktuellen Debatte, warum deutsche Medienjournalisten soviel Zeit haben, mit Twitter und Facebook rumzuspielen, wo sie doch eigentlich andere User, die mit Facebook und Twitter rumspielen, über Twitter und Facebook interviewen sollten, fragt Günter nach den Schwerarbeitsbedingungen österreichischer Online-Journalisten. Die E-Mail trägt Siegel der Mediengruppe Online, bei der es sich, anders als der Name vermuten lassen könnte, keineswegs um radikal-aktionistische Medienkünstler handelt, sondern um eine Interessensgemeinschaft österreichischer Netzjournalisten

In Kooperation mit der Journalistengewerkschaft der GPA-djp werden anonym harte Daten und Fakten über die tägliche Einfuhr ins virtuelle Buchstabenbergwerk erhoben:

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Bedingungen und Akzeptanz für Online-JournalistInnen zu verbessern – egal, ob in klassischen Medienbetrieben oder in freien Unternehmen. Um gesicherte Daten über Online-Journalistinnen und Online-Journalisten zu erhalten brauchen wir Infos von euch, etwa zu Arbeitsbedingungen in Onlineredaktionen, Bezahlung, konkrete Arbeit, die Anbindung an andere Redaktionen usw.

Mit Günter habe ich anno dazumal diverse Seminararbeiten gemeinsam geschrieben, unter anderem erforschten wir seinerzeit die Arbeitsbedingungen von Journalisten im Irakkrieg (mir Primärinterviews und so) – eine gewisse Kontinuität lässt sich also durchwegs nicht verleugnen. Hier geht’s zur Umfrage und hier geht’s direkt zur Umfrage.

Quo Vadis, Gatekeeping?

Die Mediengruppe Online veranstaltet regelmäßige Treffen (das letzte fand am 2. Dezember statt) und vernetzt professionelle Netz-Schreiberlinge (also quasi eine Art Mini-Barcamp für Lohnsklaven). Die großen Verlage leiden bekanntlich darunter, dass sich Online mit den gewohnten Geschäftsmodellen nicht genug Geld verdienen lässt, also muss man nicht nur Stift und Papier, sondern auch Korrektor und aufwändige Recherchen einsparen: it’s not Show Business!

Aber egal, was Gatekeepern zu ihrer eigenen Rolle einfällt: Moritz Fürst hat letztens bei mir in der AT-KFOR Lehrveranstaltung eine kurze und knackige Präsentation gehalten, welche die tatsächlichen Veränderungen besser auf den Punkt bringt als seitenlanges Rotieren um ein unbestimmtes Gravitationszentrum: wie Seth Godin in seinem Tribes-Buch schreibt, übernehmen über digitalen Medien (ab)gebildete und vermittelte Netzwerke die Funktion eines dynamischen Gatekeepers: If an information is important enough, it will find me! Aber kein Grund zur Beunruhigung für die Betroffenen: solange bloß eine Hand voll Geeks bis zum Hals in die Web 2.0 Informationsflut eintaucht, werden sich Redaktionsräume nicht so schnell leeren. Auf mittelfristige Sicht allerdings wird Journalismus im klassischen Sinne in der Informationsvermittlung zur Nischentätigkeit, auch wenn die seltsame deutschsprachige Vorgeschichte samt Pressegesetz und Vierter-Gewalt-Idee seit Jahrzehnten konsequentest die streng riechenden Verbindungen zwischen Big Business und Big Meinungsspektrum wegdiskutieren lässt.

Eine kurze Nachlesen zur “Knüwer-Affäre” gibt’s bei Matthias Suess, der Artikel des Anstoßes hat mir bereits einmal ein Schmunzeln entlockt, da ich unangenehm an normative Entwürfe der frühen 70er erinnert fühlte: die Journalisten müssten dies und das tun, damit die Welt im Lot bleibt – Bullshit-Alarm! Die Journalisten müssen einfach nur das tun, was ihre Arbeitgeber wollen, oder sie machen sich selbständig und verlieren nicht nur den Lohnzettel, sondern auch die institutionelle Credibility. Und: Blogger sind keine Journalisten, die wenigsten wollen das überhaupt sein – bei Thomas dagegen liegt die Situation natürlich arbeitsrechtlich komplizierter, immerhin ist “Indiskretion Ehrensache” ja schließlich Teil des Handelsblatt-Portfolios. Wenn’s ein “echtes” Blog wäre, dann könnte er sich allerdings diese arbeitsrechtlichen Verrenkungen sparen und einfach nur sagen: “Ich hab den Kommentar gelöscht, weil er mir nicht gefallen hat.” Das ist keine Zensur, sondern völlig legitim – Zeitungen machen das dauernd. Mit dieser Instant-Beschwörung des alten Metternich’schen Konzepts entlarven sich Internet-Illiterati doch bloß selbst: unter den Bedingungen des digitalen Mediensystem bedeutet Zensur die Kontrolle über Informationszugang und Publikationsmöglichkeit – und sicher nicht das Löschen eines unliebsamen Kommentars am eigenen Blog.



Fotocredit Titelbild: News! von korkey/ pixelio.de


Der Affiliate-Text-Award des Jahres…

…für den schönsten kontraproduktiven Satz geht an einen bekannten, hier aber nicht genannt werden sollenden Anbieter telekommunikativer Services. Diese außergewöhnlich gelungene Konstellation der Sorte “Klingt beim ersten Durchlesen gut, da muss man über die eigentliche Bedeutung nicht weiter nachdenken” entstammt einem Newsletter, den die Firma an ihre Affiliate-Marketing-Partner verschickte. Danke dafür!

XY suggeriert mit typischen Web 2.0 Element wie der “Tag Cloud” populäre Informationen.

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Pownce stellt mit 15.12. den Betrieb ein

pownce sperrt zuDie Betreiber des Twitter-Klons Pownce glauben die Aussichtslosigkeit der Copycat-Lage erkannt zu haben und stellen mit 15. Dezember den Betrieb ihrer Microblogging-Plattform ein. Gegründet wurde der Service im Jahr 2006 von Digg-Mastermind Kevin Rose, er wechselt nun mit dem gesamten Team zum us-französischen Konzern Six Apart. Die auf Blogging-Software spezialisierte Company betreibt die TypePad Plattform, die Aggregator-Seite Blogs.com und entwickelt mit Movable Type den einzigen ernst zu nehmenden WordPress-Kandidaten. Beim neuen Arbeitgeber, der Pownce für eine ungenannte Summe aufkaufte, soll sich das Team neuen Aufgaben widmen.

Feature-technisch bietet/bot Pownce zwar einige Besonderheiten, für den vollen Funktionsumfang verlangten die Betreiber allerdings 20$ pro Jahr für einen Pro-Account. Das rasche Ende von Pownce führt einmal mehr vor Augen, dass man die eigenen Webpräsenz niemals in die Hände eines einzigen Drittanbieters legen sollte: zwar steht bis zum Runterfahren der Server eine Exportfunktion bereit, die einen Re-Import in WordPress und das CMS-System des neuen Arbeitgebers ermöglicht. Allfällige Suchmaschinen-Platzierungen sind allerdings futsch. Am Blog geben sich die Gründer relativ wortkarg:

We’ll be closing down the main Pownce website two weeks from today, December 15th. Since we’d like for you to have access to all your Pownce messages, we’ve added an export function. Visit pownce.com/settings/export/ to generate your export file. You can then import your posts to other blogging services such as Vox, TypePad, or WordPress. For our Pro members, we’ll be emailing you soon with more information about your Pro account.

Mir persönlich wird Pownce nicht fehlen: ich hab mich zwar irgendwann mal registriert, die Seite jedoch nie verwendet. Wozu auch? Im Gegensatz zum musikalisch orientierten blip.fm oder anderen Anbietern, die versuchen, die Microblogging-Mechanik multimedial auszuweiten, bietet Pownce keinen echten Mehrwert, und so hält sich die Trauer der Netzgemeinde in engen Grenzen:

I’ve been a member of Pownce since day one and at one point, a devoted member and daily visitor. However, as time went on, recurring bugs weren’t fixed, feedback wasn’t acted on, other services launched, original members abandoned ship and eventually, so did I.

TechCrunchIt geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht aufgrund der hohen Popularität des Duos Twitter/Friendfeed kaum Marktchancen für Konkurrenten:

If FriendFeed is a parasite service of Twitter, then the only conceivable entry point now is as a parasite service of FriendFeed. What would that entail? It would have to be a service that thrived on being absorbed as it seeded new functionality into the expanding messaging subsystem.

Der Anfang vom Web 2.0 Ende?

Anlass zu übermäßigem Pessimismus gibt das Ende von Pownce nicht, richtiger wäre es wohl, von einer Art Konsolidierungsphase zu sprechen. Andere Copycats, denen es bislang nicht gelungen ist, eine ausreichend große Community aufzubauen, werden Pownce mit Sicherheit folgen. Wie netzwertig schreibt, zählt am Ende des Tages eben nicht die Feature-Überlegenheit, sondern die Economies of Scale bestimmen, welcher Anbieter sich letztendlich durchsetzen kann.

Um die Zukunft der “Big 3″ Facebook, Twitter und Friendfeed muss man sich wohl wenig Sorgen machen, im übrigen dürfte die Luft in den nächsten Monaten etwas dünner werden. Entscheidend für die eigene Webpräsenz ist einzig und allein: wer Services wie Pownce und Co. im Marketingmix verwendet, sollte stets auf Diversifizierung achten. Und als primärer Hub macht sowieso einzig und allein eine selbst gehostete Seite Sinn.

Warum digitale Kultur keine Geburtsstätte hat

Wie(n)Web2.0Anfang Dezember überbrückt die Eröffnungsfeier zum Wie(n)Web2.0 die Wartezeit bis zum nächsten Digitalk im Jänner. Ab 10. Dezember aggregiert das Ding aus einer selben Welt (Wir schicken Russell Crowe da rein!) ein ganzes Portfolio von Wiener Web 2.0 Initiativen. Der bunte Web-Spartenkanal dokumentiert vollautomatisch Barcamps, Webmontage, Webpläusche, Digitalks, Bloegger-Treffen und die Accessibility Stammtische. Die Mission ist dabei klar definiert:

Ziel ist es, den Initiativen im Web 2.0 Umfeld, die weder Verein noch Institution sind, ein Sprachrohr zu geben und ihre Anliegen und ihr Dasein einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren bzw. zugänglich zu machen.

Breit bezieht sich in diesem Fall rein auf quantitative Aspekte. Die technische Realisierung erinnert durchwegs an Yahoo Pipes:

Mit Hilfe von RSS-Feeds wird ein Strom an Eindrücken der in Wien stattfindende Veranstaltungen erzeugt. Dazu werden die Schlagworte, im Web2.0 Jargon “Tags” (engl. für Kennzeichnung), die auf die Veranstaltungen zutreffen auf den Services wie flickR, youtube etc. und die Blogosphäre gesucht und zu einer sich immer wieder erneuernden Präsentation des Web-Lebens in Wien zusammengefügt.

Und wie wir wissen, bietet die automatische Portfolio-Generation bekanntlich ganz neue Diskursanknüpfungspunkte – wir schicken Crowe da wirklich rein:

Die Installation selbst ist nicht interaktiv. Wer mit in den Datenstrom kommen will, muss die Veranstaltungen besuchen, darüber berichten, zumindest aber die gleichen Bezeichnungen (Tags) verwenden, die die Installation speisen.

Der Umkehrschluss, dass jeder, der nicht “in den Datenstrom kommen möchte”, allen aggregierten Veranstaltung fern bleiben muss, ist durchwegs zulässig, trotzdem muss niemand Angst vorm Big Brother Award haben: Geeks lieben Selbstdarstellung. Ein beträchtlicher Teil des Ankündigungstextes ist allerdings Realsatire etwas unglücklich gewählt, zumindest mir ist neu, dass “die digitale Kultur” erst mit dem Bau des MQ begann:

Zu diesem Zweck wird die Wandinstallation “WienWeb2.0″ entwickelt und für diese als Raum MQ / quartier21 gewählt, da hier die Geburtsstätte und das Zentrum der digitalen Medien und digitale Kultur liegen.

Denn erstens weiß jeder, dass die Geburtsstätte der digitalen Medien in der Brünnerstrasse 34 bei Herrn Hausmeister Vyslozil im Schlafzimmer liegt (dort wurde 1996 das erste Stück Web 2.0 gefunden), und zweitens ist sowieso alles dezentral-gecloudet, also wozu eigentlich ein Zentrum? Schließlich ist das Web 2.0 quasi ein in sich geschlossenes Universum, welches sich zusammenzieht – und damit möglicherweise irgendwann im absoluten Nullpunkt in sich selbst kollabiert. Oder Vielleicht doch im Quartier21. Aber dass digitale Vernetzung außerhalb des Rechners stattfindet, habe ich definitiv noch nie erlebt. Die Leute dort kommen ja immer voll analog daher, mit Körper und so. Andererseits haben uns diverse Partnerbörsen beigebracht, dass sich Beziehungsanbahnung ganz gut irrationalisieren lässt:

Wie(n)Web2.0 will zeigen, dass digitale Vernetzung nicht nur am Rechner stattfindet. Gerade in Österreich und speziell in Wien, gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, bei der sich virtuelle Gemeinschaften in reale Treffen verwandeln. Digitalks, BarCamps, Webmontage und Webpläusche sind Beispiele einer Diskurskultur, die sich aus einer virtuellen Realität in eine reale Virtualität verwandeln. Denn bei den Veranstaltungen wird dann wieder für das Internet dokumentiert, fotografiert und berichtet, dass die Tastaturen nur so krachen. Damit wird greifbar, was es mit dem User Generated Content auf sich hat.

Wie(n)Web2.0 will mit zwei Bildschirmen diesen “geschlossenen Kreislauf durchbrechen”. Ich bin mir nicht sicher, ob die Aktion damit nahtlos an die Musealisierung des Trivialen anschließt, die im 20. Jahrhundert sozusagen den Diskurswert der modernen Kunst saniert hat, oder ob die Parallelgesellschaft “richtiges Leben” durch dünnwandige LCDs effektiver ins Netz gesogen werden kann. Spannend finde ich jedenfalls die Idee einer Bottom-Up-Initiativen-Aggregation. Schade, dass die Installation nicht interaktiv ist: ich wär für ein “Social Voting”, der Sieger darf eine Woche lang im Zentrum der Netz- und Medienkultur wohnen und schlafen: und zwar im gemeinsamen Doppelbett mit Russell Crowe. Two Thumbs Up – wir sehen uns am 10. Dezember im MuQa.

Mercur 2008 Gala: Innovationen feiern

mercur2008Merkur mag der Gott des Krieges gewesen sein, Mercur dagegen ist eine güldene Statuette, die besonders innovativen Wiener Unternehmen von der Wirtschaftskammer verliehen wird. Am 2. Dezember haben innovationsfreudige Interessierte die Möglichkeit, bei der Mercur-Ausstellung im Tech Gate Vienna die eingereichten Projekte aus der Nähe kennen zu lernen, um 18:00 Uhr beginnt die ebenfalls öffentlich zugängliche Mercur Gala inklusive Preisverleihung und Feier.

Was habe ich mit dem Mercur zu tun? Keine Angst, datenschmutz hat mitnichten den Preis fürs innovativste Twitter-Marketing gewonnen (ich hab mich als “Involvierter” auch gar nicht beworben). Gemeinsam mit den Mastercodern Bernd und Roman habe ich das elektronische Einreichsystem für die Wirtschaftskammer konzipiert und programmiert. Die Einreichfrist ist längst zu Ende, die Gewinner der einzelnen Kategorien dürften bereits feststehen. Preise werden vergeben für die beste “Innovation allgemein”, “Kreativität” (Multimedia) und den innovativsten Jungunternehmer:

Neben den Sonderpreisen FEMMINOVA und “Kooperation” wird auch der Sonderpreis ECONOVIUS verliehen – das innovativste Projekt eines Kleinunternehmens ist außerdem automatisch zum Österreichischen Staatspreis nominiert. Die Preise werden in einer Festveranstaltung Anfang Dezember verliehen, die Kategoriensieger sowie die Sonderpreisträger erhalten jeweils 1500 Euro.

Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftspreisen wurde die Einreichung bewusst knapp und einfach gehalten, schließlich haben Kleinunternehmen in der Regel recht begrenzte Ressourcen. Über 150 Teilnehmer gab es in diesem Jahr, wie auch aus gut informierten Insiderkreisen erfahren haben :mrgreen: Ich weiß nicht, ob Projekte aus dem Web 2.0 Umfeld vertreten sind, im Mai habe ich auf die Einreichmöglichkeit hingewiesen – Wiener Web-Bereich fallen mir einige potentielle Gewinner ein. Wer die Teilnahme in diesem Jahr versäumt hat, bekommt 2009 erneut die Chance zum Mitmachen.

Die Gala-Veranstaltung, bei der die Preise an die Kategoriesieger verliehen werden, ist öffentlich – interessierte Gäste sind gerne gesehen, und im Anschluss lädt die Wirtschaftskammer Wien zu Buffet und DrinX. Wer teilnehmen möchte, muss sich lediglich über dieses Formular anmelden und die Anzahl der Personen angeben.

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Symbaloo: Nicht die schlechteste Startseite

symbalooVersuche, den Absprungpunkt in die Weiten des Netzes möglichst komfortabel zu gestalten, gab es in der jungen Geschichte des Netzes bereits unzählige. Mitte der Neunziger wollte so gut wie jeder Anbieter ein eigenes Portal zimmern: um seine User zu finden, zu konvertieren und auf ewig zu binden :mrgreen: Aber kurze Zeit später kam Google mit dem enorm erfolgreichen Konzept des minimalistischen Suchfeldes dazwischen, und Alles-aus-einer-Hand Lösungen waren nicht mehr besonders gefragt. Aber jede Entwicklung verläuft bekanntlich zyklisch, und nun tritt Symbaloo in moderner Web 2.0 Optik an, um das Genre der personalisierten Portale erneut zu beleben.

Die Symbaloo-Startseite besteht aus drei Tabs, standardmäßig beginnt man mit dem sogenannten “Desktop” – und aus den Fehlern der Vergangenheit hat man offenbar gelernt: denn das Google-Suchfeld wurde zentral platziert, umgeben wird es von diversen thematisch gruppierten Icons, die häufig benötigte Services in jeweils neuen Tabs öffnen. Alle Icons sind via drag-and-drop beliebig im Grid platzierbar und selbstverständlich kann man auch eigene Links hinzufügen.

Symbaloo Startscreen

Der zweite Tab nennt sich “News” und präsentiert in der Standardeinstellung eine bildliche Übersicht aktueller Geschehnisse, die sich via Dropdown-Menü auf bestimmte Themenbereiche einschränken lässt und der dritte Tab, selbsterklärend mit “Feeds” betitelt, listet die aktuellsten Meldungen diverser RSS-Quellen. Diese Grundausstattung lässt sich um weitere, frei konfigurierbare Tabs ergänzen, die wiederum aus Vorlagen oder von Null weg gestaltet werden können. Neben den erwähnten Links und Feeds bietet Symbaloo diverse vorgefertigte Widgets, etwa zur Anzeige des aktuellen Horoskops, von Börsenkursen etc. an. Die Auswahl hält sich derzeit noch in relativ engen Grenzen, allerdings wollen die Betreiber weitere 3rd Party Widgets integrieren. Lokalisierung spielt für ein solches Projekt eine wichtige Rolle: im Gegensatz zu den meisten us-amerikanischen Start-Ups setze Symbaloo seit Beginn an auf Mehrsprachigkeit, wobei lokalisierte Inhalte und Seitensprache getrennt gewählt werden können.

Auch wenn Symbaloo gewiss keinen innovativen Durchbruch darstellt, so weiß die Seite doch durch schnelle Ladezeiten, nette Zusatzfeatures wie Kontaktverwaltung und hohe Flexibilität zu gefallen. Public Desktops fügen eine soziale Komponenten hinzu: registrierte User dürfen öffentliche Tabs freigeben, die andere User dann wieder in ihr Symbaloo-Setup einbinden können. Genau dieses Features bereite Online-Marketeers große Freude: denn wer sich die Zeit nimmt, eine gut sortierte Themenseite zum eigenen Fachgebiet zusammenzustellen und dort auch Links zu eigenen Projekten unterbringt, darf sich über umso mehr netten Zusatz-Traffic freuen, je populärer Symbaloo wird. Die Chancen dafür stehen durchaus gut, denn die derzeit noch vollkommen werbefreien Webstart-Applikation erfreut sich in den letzten Wochen zunehmender Beliebtheit – von einem Massenphänomen zu sprechen, wäre allerdings verfrüht, aber auch das könnte sich ändern.

Vom Online-Marketing haben die Symbaloo-Macher jedenfalls Ahnung: ein mir unbekannter User hat – was mich natürlich sehr freut – datenschmutz als erster seiner Symbaloo-Seite hinzugefügt. Ich erhielt darauf ein E-Mail mit der Aufforderung, ein Symbaloo-taugliches Icon beim Betreiber zu hinterlegen. Meine Kontaktdaten sind im ds-Impressum in maschinenlesbarer Form hinterlegt, trotzdem war ich durchaus überrascht über diese recht schlaue Form der viralen Verbreitung – denn erst über diese Notification habe ich Symbaloo kennen gelernt und in weiterer Folge dieses Posting verfasst :mrgreen:

Blogistan Panoptikum KW46 2008

Blogistan-PanoptikumIn punkto Community-Building-Speed ist Twitter der Schnell-Durchlauf-Erhitzer unter den Social Networks. Privatpersonen schätzen das Vögelchen als flexiblen semi-privaten Kommunikationskanal, Marketing-Pros freuen sich über den hervorragenden Traffic. Und ich? Ich freue mich über 1000+ Followers seit gestern, special thanks an alle Re-Tweeter! Twitter-Conversions sind derzeit sowas wie die Sahne auf dem Affiliate-Kuchen, und dementsprechend nimmt auch der Spam-Missbrauch zu. Im nächsten Podcast werde ich einige Tipps geben, wie man Twitter AGB-konform als Marketing-Tool einsetzen kann und wo die Stärken des Microblogging-Dienstes liegen. Und wo ich gerade dabei: endlich gab’s heute mal wieder eine der sehnlich vermissten Downtimes des Failwhales :mrgeen: Aber genug nach vorne geblickt – was hat sich in den vergangenen sieben Tagen im Web 2.0 getan?

Crowdsourcing: kollektives Artikulieren

Seth Godins Blog ist ein Must Read – wie kaum ein anderer versteht es der Amerikaner, das Wesentliche kurz und pointiert zusammenzufassen. In einem aktuellen Posting schreibt er über Internet und The Power of Movement:

Simple example: the Starbucks in Larchmont, NY keeps their thermostat at 64 degrees. And the stores in Breckenridge, Colorado keep their doors wide open all winter. If you’re raging mad about energy waste, you could say something. And nothing would happen. But if customers organized and ten people said something or a hundred people said something… boom, new rules. The system doesn’t know what to do with a movement.

Was macht eigentlich… die Finanzkrise?

Nun, sie ist in vollem Effekt, kann man mit Fug und Recht behaupten: die EU befindet sich zum ersten Mal seit ihrer Gründung in einer Rezessionsphase, wie Telepolis berichtet:

Das europäische Statistikamt Eurostat meldete in einer Schnellschätzung einen Rückgang von 0,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) im dritten Quartal 2008, das auf einen ebenfalls 0,2 prozentigen Rückgang im zweiten Quartal folgte. Für die größere EU27-Zone ermittelte Eurostat den gleichen Rückgang.

Zugleichen fallen die Börsen jeden Tag um weitere 2 bis 5 Prozent und die Liquiditätskrise der Banken, an der die staatlichen Zuschüsse weit weniger geändert haben als erhofft. In Deutschland stieg die Quote der bei der Nationalbank von Privatbanken “geparkten” Gelder, Kreditvergaben geschehen weiterhin sehr zögerlich und die Krise beginnt, auf die Automobilindustrie überzugreifen: es ist kein Zufall, dass Dacia zu den wenigen Firmen gehört, die derzeit Gewinne einfahren können. Der Medienbranche stehen aufgrund drastisch schrumpfender Werbebudgets gravierende Umbauten bevor. Früh dran ist die Süddeutsche Zeitung, die sich aufgrund der schwierigen Situation eine drastische Sparkur verordnen muss. Auf mittelfristige Sicht bedeutet dies eine Umschichtung zu Online-Budgets, allerdings wird das Interesse an Display-Kampagnen nachlassen: ich denke, dass die wirtschaftlichen Probleme in Europa Performance-Based Marketing zum Durchbruch verhelfen werden. Und: bevor es wieder aufwärts geht, geht’s noch ein ganzes Stück weiter abwärts.

Der kluge Mann plant vor

Tweets aus dem Jenseits? Kein Problem mit Twuffer – auch als virtuelle “Urlaubsvertretung” könnte das Tool nützliche Dienste leisten. Der Funktionsumfang ist schnell erklärt: einloggen, Tweets schreiben, Veröffentlichungs-Datum auswählen: wer also regelmäßige Gewohnheiten pflegt, kann ohne weiteres seine Statusmeldungen für die nähere und fernere Zukunft vorbereiten. Und weil man diverse Social-Status-Updates in anderen Networks via Twitter bespielen kann, ließe sich so ein recht aktiver Ghost-in-the-Machine konstruieren – tja, Live-Blogging war gestern, ab sofort wird vorgeplant :mrgreen: [via Blogpiloten]

SEO-News der Woche

Animierte Gifs leben! Gerald hat mit Liebe zum Detail eine echte Google-Penalty animiert in Szene gesetzt, der SEOnaut dagegen konzentriert sich beim aktuellen Radio4SEO Podcast naturgemäß auf auditive Information – unter anderem über das Thema Universal Search, das mysteriöse Halloween Update und die Ergebnisse aktueller Eyetracking-Studien. Wem der Sinn mehr nach Buchstaben steht, der könnte auch zu Mario Fischers Standardwerk “Website Boosting” greifen, das nun in einer stark erweiterten Neuauflage erschienen ist. [via Torsen Maue] Und weil man nie genug Informationen berücksichtigen kann, empfiehlt sich auch noch ein Blick auf Reiffix’ Liste von 10 kostenlosen SEO-Büchern: damit geht der Lesestoff nicht so schnell aus.

Göögle lässt diggen

Ayudo hat sie gesehen, die neuen Digg-artigen Buttons auf den SERP-Pages:

Google experimentiert scheinbar wieder mit Digg-ähnlichen Funktionalitäten. Auf einmal sieht man Promote/Remove/Comment Buttons in den SERPs. Scheinbar wird das nur für einen geringe %-Zahl der User ausgeliefert um ein A/B Testing zu ermöglichen. [...]
Der Footer wurde auch verändert. Es ist hier scheinbar jetzt möglich Webseiten vorzuschlagen die man in den Top10 sehen möchte. Zudem kann man dort “SearchWiki” Notes hinterlegen. Spannende Geschichte… Plant Google ein Suche-Wiki im großen Stil?

Nix Genaues weiß man nicht – Big G ist bekanntlich nicht sonderlich auskunftsfreudig, allerdings frage ich mich, ob die so gesammelten Daten in den “allgemeinen” Index einfließen werden, oder ob Google die Bewertungen für individuelle Index-Anpassungen eingeloggter User verwendet. Dass das System große Auswirkungen auf SEO-Tätigkeiten hat, kann ich mir nicht vorstellen: gegen Missbrauch wird Google vermutlich ausreichende Schwellen einziehen, und das Gros der User wird aufs Suchergebnis klicken und nicht auf die Bewertung.

AdSense Werbung via TKP-Abrechnung

Ja, das geht – Millionär wird man damit nicht unbedingt, aber wer einen entsprechenden Channel anlegt, tut gut daran, die Optimierungstipps von Allblogs zu beachten: aussagekräftige Informationen über die Seite, auf der gebucht werden soll, sind nun mal die halbe Miete. Und branding-technisch ist der Longtail alles andere als erschlossen.

Video der Woche

Fallout gehört zu den meist-erwarteten Single-Player Rollenspielen der letzten Jahre. Trotz ungebrochenem WoW-Boom und dem letzte Woche veröffentlichten Add-On “Wrath of the Lich King” sind die guten alten Einzelspieler-Games keineswegs ausgestorben. Während die meisten Gamestudios ihre Helden in Fantasywelten gegen Orks und Drachen kämpfen lassen, zeichnete sich die Fallout-Reihe von Beginn an durch ein schwer satirisches, retro-futuristisches Setting aus: die postnukleare Welt befindet sich in deprimierendem Zustand. Zwischen mutierten Riesenkakerlaken und ärmlichen Siedlungen erkundet der Spieler die Welt. Die beiden Computerspiel-Journalisten-Doyens Lenhardt und Langer haben ein ausführliches Test-Video ihrer “1. Fallout 3 Stunde” aufgenommen – gelungenes Format und offenbar gelungenes Spiel. Da wird mir wohl nix anders übrig bleiben, als am Wiederaufbau der Zivilisation mitzuarbeiten. [via Locoloki]:

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Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit dem Rückblicken – ich wünsche einen herbstlich-beschwing-entspannten Wochenausklang, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick – für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink! Hier geht’s zum Einreich-Formular.

Blogpiloten-Kolumne: Facebook vor dem Aus?

Im Oktober bin ich zum Autorenzirkel der Blogpiloten gestoßen. Die Einladung hat mich deshalb sehr gefreut, weil dieses kollaborative Projekt schon längere Zeit eines meiner deutschsprachigen Blogs ist. Die Themen sind so breit gestreut wie auf datenschmutz, regelmäßig sorgen Themenschwerpunkt für sehr unterschiedliche Schlaglichter auf aktuelle Netz-Trends. In diesem Beitrag geht’s um das Thema Social Networks und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Facebook und die laufenden KostenDie Userzahlen wachsen, die Kosten explodieren: eine Million Dollar gibt Facebook im Monat allein für Strom (!) aus, hunderte Millionen fließen in den Ausbau der Serverinfrastruktur. Obwohl erst vor kurzem erfolgreich 500 Millionen “geraised” werden konnte, muss sich das erfolgreichste Social Network schon wieder auf die Suche nach frischem Kapital machen, und das könnte in Krisenzeiten weit schwieriger werden als gewöhnlich. Ein Leben ohne Attack, Superpoke und Status Updates muss derzeit zwar noch niemand befürchten – in einem halben Jahr könnte die Situation allerdings schon ganz anders aussehen, denn Facebook leidet unter einem Paradoxon des Web 2.0: die explodierenden Userzahlen verursachen Kosten, die durch die Werbeeinahmen nicht mal ansatzweise gedeckt werden können.
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Usernamecheck: Nützliches Tools fürs Online-Identitäts-Management

Nickname CheckGoethe hatte es mit seinen Ansprüchen weiland noch vergleichsweise einfach: “Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein”, schrieb er. Im Zeitalter des Social Web liegt die Sache wesentlich komplizierter, denn der Frage “Bin ich hier User, darf ich’s hier sein?” geht die Überlegung “Ist mein Nickname bei der Community XY eigentlich noch frei?” voran. Diese lässt sich allerdings dank eines simplen, aber zeitsparenden Services ab sofort komfortabel beantworten.

Das Interface von usernamecheck.com ist denkbar simpel: ins die Textbox kommt der zu überprüfende Username, nach dem Klick auf “Check” zeigt eine dreispaltige Liste diverser Community- und Social-Web Services, ob der gewünschte Nickname bei der jeweiligen Seite noch verfügbar ist. Der Umfang ist beeindruckend, fast alle relevanten Web 2.0 Services (außer Soup.io) sind vertreten, nämlich derzeit genau 68, die Liste wird allerdings laufend erweitert:

usernamcheck Screenshot

Usernamecheck bietet sich für Online-Identity-Management Profis und interessierte Laien damit für zwei Einsatzszenarien an: man kann mit dem Tool entweder überprüfen, wie es um die Verfügbarkeit eines bestehenden Nicknames auf weiteren Communities steht. Oder man kann die Seite in der Frühphase der Brand-Konzeption nützen, um mögliche Markennamen und/oder Nicknamen auf potentielle Web 2.0 Präsenz hin überprüfen. [Und ruchlose Jedis könnten das Tool auch für die dunkle Seite der Macht einsetzen, etwa um gezielt Markenrechtsverstöße zu eruieren.] Denn was nützt einem StartUp der tollste Name, wenn er bei allen relevanten Communities bereits vergeben ist? Praktischerweise listet die Seite neben den jeweiligen Services auch gleich den Link zur Registrierung (falls der Nick noch frei ist) bzw. zur existierenden Profilpage.

Wer aus Spaß an der Freude online multiple Identitäten auslebt, wird wenig mit den Username-Check anfangen können, um Markenaufbau bemühte Blogger und Kommunikationsprofis sollten die Seite unbedingt bookmarken. Professionelle Web-Worker legen in der Regel Wert auf einen wiedererkennbaren Usernamen und verwenden diesen konsequent auf allen Plattformen, auf denen sie aktiv sind. Der praktische Check spart bei dieser Form der Web 2.0 CI-Erstellung immens viel Zeit. Ein klarer Fall von simple is beautful!

Blogistan Panoptikum KW42 2008

Collaborate!Dieser Rückblick beginnt mit einer Durchsage in eigener Sache: datenschmutz entwickelt sich äußerst zufriedenstellend, und der wöchentliche Rundblick hat immer mehr Leser, von denen die meisten online selbst äußerst aktiv sind. Daher bitte ich zukünftig um Mitarbeit, denn: Ab sofort kann jeder Leser News für das Blogistan Panoptikum einreichen. Ich habe dazu ein eigenes Kontaktformular eingerichtet, das Ganze funktioniert auf Wunsch anonym oder mit Namen. Erforderlich sind lediglich eine URL zur Originalnachricht bzw. -seite sowie einige Zeilen Text. Wer möchte, hinterlässt Name, E-Mail Adresse für Rückfragen und optional eine URL – die wird dann, falls ich die betreffende News auswähle, natürlich im Wochenrückblick verlinkt. Ob es sich um eigene Projekte oder interessante Neuigkeiten von “anderswo” handelt, spielt keine Rolle. Die Auswahlkriterien sind völlig subjektiv: wenn ich die Nachricht interessant finde, präsentiere ich sie an dieser Stelle zukünftig meinen Lesern. Ab sofort finden Sie dazu am Ende des Wochenrückblicks einen Link zur Einreichung – über rege Beteiligung freue ich mich natürlich.

Twitter neu entdecken

Manchmal ist man sofort Feuer und Flamme, manchmal dauert das Warmwerden etwas länger – dafür gestaltet sich die Beziehung dann in der Regel um so intensiver. So in etwa erging es Jeremy mit Twitter – der Erfahrungsbericht erinnert mich an meine ersten Zweifel, ob das Echtzeit-Microblogging Service denn für irgendwas zu gebrauchen sei. Von den 15k Followers, die User shoemoney bis Ende des Jahres haben will, bin ich zwar noch weit entfernt: aber ich kenne kein anderes Online-Service, bei dem Spaß und Ernst so nahtlos ineinander fließen.

Der Drucker-Geheimcode

Max hat das aktuelle EFF (Electronic Frontier Foundation) Video gepostet, indem Seth Schoen und Danny O’Brien den “geheimein Laserdrucker Code” erklärten. Unglaublich, aber wahr: alle modernen Farb-Laser drucken ein fast unsichtbares gelbes Muster auf *jede* Seite, anhand dessen sich der Hersteller bzw. Druckertyp identifizieren lässt. Kein urbaner Mythos, sondern harte Realität: Max hat das Ergebnis des “Nachweisexperiments” gleich mit veröffentlicht.

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SEO-News der Woche

Es geht bekanntlich nix über Vertipper, denn warum sollte man Fehler des Nutzers nicht gleich in Conversions umwandeln? Denkt sich zumindest AOL… aber was nützt der schönste Collateral Traffic, wenn der resultierende CPC nicht stimmt? SumaTopfmodel sucht AdSense Alternativen und hat dazu ein Vergleichsexperiment gestartet. Und wenn das Geld dann mal in Strömen reinfließt, wird’s Zeit für den Reality Check mit dem Finanzamt: SEO-Handbuch hat diesbezüglich einige Tipps aus der Abteilung “frühzeitige Steuerstrafenvermeidung” parat.

Teurer Marktvergleich: nix is’ mehr mit Sistrix’ gratis Toolbox, ab sofort wird für die Benutzung jedes einzelnen Moduls ein Hunderter pro Monat fällig, das ergibt saftige 5k pro Jahr – da lob ich mir doch die neue SEOMoz Tarife, wenngleich Sistrix’ Setup für .de Webmaster-Zwecke vermutlich besser gerüstet ist. :mrgreen:

Wie ich in den Kommentaren zu den Postings bereits angedeutet habe, kann der Zugriff auf diese Module nicht kostenlos sein: über 100 GB RAM, mehrere Terabyte performante Festplattenkapazität, sehr viel Bandbreite und eine ganze Kiste CPUs gibt es leider nicht geschenkt und auch der Betrieb des Systems frisst regelmäßig eine Menge Geld. Jedes dieser Module kostet monatlich 100 Euro netto und die Zusammenstellung der Module kann beliebig miteinander kombiniert werden. Da ich von dem Nutzen der Tools und Daten überzeugt bin, gibt es den Komplettzugriff auf alle vier Module bis Ende dieses Jahres zum Einführungspreis von 400 Euro netto.

AdSense Daten endlich in Analytics: Jojo berichtet, dass Google Analytics nun doch für alle User AdSense in Analytics integriert – speziell die Auswertung von Profit pro Referrer dürfte für viel Gesprächsstoff sorgen. Die neuen Funktionen sollen nach und nach für alle User zugänglich gemacht werden, die das offizielle Analytics Blog berichtet. Ob Google die hausinterne Volkswirtschaft ankurbeln will oder einfach nur Angst hat, dass noch mehr User vor Analytics davon laufen? Vermutlich spielen beiden Faktoren eine Rolle dafür, dass man sich doch noch dazu durchgerungen hat, Webmistressen die Optimierung zu erleichtern.

Große asymmetrische Worte: Asymetrisches Community Management stellt Eikyo vor. Klingt irgendwie hochgestochen, ist aber beängstigend simpel. File unter “Willkommen im Web 2.0″ oder auch “nona”:

Das Community Management findet dort statt wo die Zielgruppe und die User zu finden sind, ob dies XING, Twitter, MySpace oder Youtube ist.

Neues aus dem Land der Videocommunities

Vimeo wäre endlich einer kostenpflichtigen Plus-Fassung verfügbar, die das 500MB pro Woche Limit auf 2 Gigs aufbohrt, für Vorzugsbehandlung in der Transcoding-Queue sorgt und mehrere Channels pro User erlaubt. Außerdem sinn 1.000 embedded HD-Plays inkludiert, weitere können dazu gekauft werden. Der Preis ist mit 59,95$ pro Jahr scharf kalkuliert – ich hatte bereits meine Paypal-Adresse gezückt, aber:

For now, we only accept orders from US residents only – International support coming soon!

Mal sehen, was mit “soon” gemeint sein könnte… in der Zwischenzeit hab ich mir auch mal Viddler angesehen: sehr nett für amerikanische Videos, aber wie die das hinkriegen, dass man in den Beschreibungsboxen keine Umlaute eingeben kann (Firefox 3, Standardeinstellungen – ich hab nicht versucht, mit der Codepage rumzuspielen), ist mir ein Rätsel.

Video der Woche: Howard Rheingold über Netflics

Howard Rheingold, eine der großen Integrationsfiguren der amerikanischen Internet-Szene, wirkt nicht nur in jedem seiner Vorträge unglaublich sympathisch, sondern hat auch ein Talent dafür, komplexe Zusammenhänge sehr verständlich zu erklären. Sein aktuelles Kurzfilm “Vernacula Video in Culture an Education” – wie verändern Netflics unsere Bewegtbildkultur? – gefällt mir ausgesprochen gut:

Das war’s auch schon wieder für diese Woche: Ich wünsche einen erbaulichen Restsonntag. Und niemals vergessen: “Wer ander’n eine Grube gräbt, hat viel Arbeit, auch wenn er eine Schaufel hat.” Wir lesen uns am Montag!

blogistan inputHaben Sie Vorschläge und Themen fürs Panoptikum? Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten? Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick – hier geht’s zum Einreich-Formular.

Twitterless: Pro-Tool für Social Marketeers

twitterlessTwitter fehlen zwei ganz wesentliche Features: erstens kann man keine Gruppen-Feeds erstellen und zweitens bietet die Seite nirgendwo Statistiken über die eigenen Followers an. Auf die Gruppen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, das zweite Problem hat Twitterless elegant gelöst: der Service versorgt Pro-Tweeter und interessierte Laien mit enorm hilfreichen Zusatzinfos.

Wer die Übersicht über Unfollows und den zeitlichen Verlauf seiner “Fanbase” behalten möchte, wird auf twitterless nach kurzer Zeit nicht mehr verzichten wollen:

Twitterless will notify you when somebody stops following you and tell you who it is and your follower history is graphed out over time. Find out why you’re losing or gaining followers.

Die Unfollow-Infos kommen als direct tweet, auf Twitterless selbst werden hochinteressante Zusatzfeatures angeboten: man kann die eigenen Followers nach Keywords filtern bzw. deren Posts durchsuchen – unglaublich hilfreich sowohl für die Jedi Knights als auch Sith Lords. Wer immer schon mal wissen wollte, wo seine Kontakte (vorgeblich) ihren festen Wohnsitz haben, wirft einen Blick auf das Google-Map Mash-Up.

Auch an Faule (und Twitter-User mit sehr vielen Followers) hat Twitterless gedacht: das den Regeln der Web 2.0 Höflichkeit entsprechende Follow-Back lässt sich anhand verschiedener Kriterien automatisieren:

Twitterless also provides mechanisms to auto-follow or auto-block users based on criteria you specify. Stop spammers and build your friends list without putting in any effort of your own.

Eher ein nettes Gimmick ist die Zusatzfunktion, direkt aus der Firefox-Adressezeile heraus zu tweeten – ich bevorzuge da ohnehin Twhirl am PC und TinyTwitter unter Windows Mobile.

Wie komm ich zu meinem Twitterless-Account?

tlessSelbstverständlich befindet sich der Service in der Betaphase. Für die Registrierung ist also ein heiliger Beta-Code erforderlich. Um den zu erlangen, muss man reinen Herzens sein, einen Drachen besiegen und dessen Eingeweide unter einer dreijährigen Fichte vergraben. Die erste Taube, die man anschließend mit einer magischen Steinschleuder erlegt, hat den Code im Schnabel. Die weniger spektakuläre Möglichkeit wäre, tless auf Twitter followen und ein wenig Geduld aufbringen – mein Code traf nach eineinhalb Tagen ein. Für die nächsten Wochen und Monaten haben die Betreiber außerdem zusätzliche Features angekündigt: wenn da noch so etwas wie eine “Gruppenverwaltung” mit eigenen Tweet-Feeds dazukommt, dann wär Twitterless in der Tat die wollmilchfressende Eiersau. Mit oder ohne Tauben-Abschuss.

US-Wahlkampf: Twitter kam ins Fernsehen

current.comDer österreichische Nationalratswahlkampf zeigte bereits erste Ansätze einer Integration neuer Medien. Dabei steht keineswegs die Technikverliebtheit im Vordergrund, sondern direktes Feedback, Wählfragen und -kommentare sollen integriert werden. Das Fernsehen als klassisches Einweg-Medium zieht beratende Experten hinzu, lässt Zuseher Videos auf Youtube hochladen, die dann teilweise in den Live-Sendungen abgespielt werden. Einen ganz anderen Ansatz in Sachen Realtime-Feedback wählte die aktuelle Twitter/Current-Kooperation: unter genialen Titel Hack the Debate wurden Twitter-User aufgerufen, während der Übertragung der Live-Debatte am 15. Oktober mit dem Tag #current ihre Meinung über die Konfrontation und die Argumente von Obama und McCaine zu tweeten.

Current integrierte so viele Tweets wie möglich als Laufschrift in den Live-Videocast und schafft dadurch eine Art Meta-Layer. Hier bekommen also nicht die Diskutanten direktes Feedback, sondern die Zuseher chatten live via Twitter. Simpel umzusetzen und eine nette Idee: zweifellos wird in zahlreichen Chats ohnehin diskutiert, aber kurze und knappe Meldungen auf diese Weise zu bündeln, hat einen besonderen Reiz.

Da Twitter die Aktion mit einem sehr prominenten Link direkt unter dem Hauptmenü bewarb, war die Teilnehmerzahl entsprechend hoch. Man sieht also: auch im Web 2.0 fällt die gute alte Gatekeeper-Funktion keineswegs flach. Und so sahen die Regeln in der Praxis aus:

  1. Tune in on October 15th at 9pm EST/ 6pm PST for the Live Presidential Debate. Find Current TV on your local cable/satellite provider or come here to watch the live stream of our broadcast.
  2. Make sure you’ve registered with Twitter to participate. NOTE: You’ll need to have your Twitter timeline set to public to participate.
  3. During the debates, chime in by including “#current” in your tweet. Example:
    “This discussion about universal healthcare makes me want to pop some pills! #current”
  4. We won’t be able to air every single tweet on TV, but you can see all of the #current tweets by searching #current on Twitter search.

Das wär doch mal eine Anregung für ORF, ATV oder puls4 für die nächsten Live-Debatten!

Exklusive Preview: ATV launcht Video-Community

Am vergangenen Barcamp präsentierte ein Team von ATV ein hochinteressantes Projekt: der Sender launcht demnächst eine Video-Community, die alle Web 2.0 Stückerl spielt und das On-Air Programm um Channels mit hoher Zuseherbeteiligung erweitert. Das folgende Video war ursprünglich “nur” zur Präsentation am BC gedacht, allerdings haben Max und ich Judith so lange mit Tweets terrorisiert, bis den Trailer dann doch rausrückte. Et voila, live und exklusiv auf datenschmutz und wissenbelastet – ATV präsentiert sein neues Videoportal!

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Mitglieder gesucht: deutschsprachige Blogs auf Blogcatalog

deutschsprachige Blogs bei blogcatalog.comDer amerikanische Aggregator blogcatalog.com ist einer der derzeit interessantesten Blogging-Kataloge, sowohl von den Diskussions- und Vernetzungsmöglichkeiten als auch von der Marketing-Power: die Seite kommt im Jahr auf über 30 Millionen (!) unique visits, Design und Usability bilden ein vorbildliches größeres Ganzes und die Kommunikationsfunktionen sind äußerst durchdacht. Einziger Nachteil: wie alle Cutting-Edge Web 2.0 Services scheint bc so gut wie ausschließlich aus US-Blogs bestehen. Um das ein wenig zu ändern, hab ich soeben die Gruppe Weblogs in German language eingerichtet und freue natürlich über jeden Beitritt: registriert sind nämlich bereits rund 1.000 Weblogs in deutscher Sprache.

Die Gruppe kommt ganz frisch aus dem Ofen und ist sozusagen noch heiß – so sieht das ganze aus:

blogcatalog Gruppen-Screen

Eine der Stärken von Blogcatalog ist das sehr gut gemachte Gruppen-Diskussionsforum, allein dafür lohnt sich schon die Einrichtung der Gruppe. Außerdem kann’s nie schaden, der eigenen Seite ein bisschen mehr Visibility (und Google-Juice, bc selbst hat Pagerank 7) zu verschaffen, denn die Registrierung ist flott erledigt und es zahlt sich auf jeden Fall aus, dort präsent zu sein. Generell hab ich überhaupt den Eindruck, dass die deutschsprachige Blogosphäre den Wert von (gut gemachten, Crap gibt’s da draußen in Massen) Blogverzeichnissen unterschätzt. Ich denk mir: lieber in 5 gut platzierten Verzeichnissen drinstehen als in 1000 unnötigen Directories! Und zum ersten Mal mach ich sowas ja nicht – die Bumpzee und Mybloglog Gruppen haben sich als voller Erfolg erwiesen, wobei ersteres Service im Vergleich zu mbl in den letzten Wochen stark ins Hintertreffen geraten ist.

Beim Anlegen des Blogcatalog-Profils wählt man zwar die Blogsprache aus, gezielt nach Inhalten einer Sprache zu suchen, funktioniert allerdings nicht. Ein Auflistung erhält man, wenn man im Suchergebnis auf den betreffenden Language-Tag klickt – und da war ich durchaus überrascht über die große Zahl der Blogs by language / German. Um die fehlende Sprach-Suchfunktion ein wenig auszugleichen und auch untereinander diskutieren zu können, wär eine solche Gruppe also äußerst hilfreich. Beitreten kann man nach erfolgter Registrierung unter dem unten angegebenen Link. Dass die Gruppen-Diskussion als RSS-Feed abonnierbar werden kann, ist ein nettes Zusatzfeature. Also auf zum Erfahrungsaustausch! Den Beitritt hab ich auf händische Überprüfung eingestellt, für die Aufnahme gibt zur Abschreckung von Spammern 2 Kriterien:

a) Die Einträge müssen vorwiegend in deutscher Sprache verfasst ein.
b) Das Blog muss aktiv sein und mindestens 1 Eintrag in den letzten 3 Monaten aufweisen.

Wenn die Gruppe ausreichend wächst, kann man ja später mal thematische Differenzierungen hinzufügen, allerdings macht das natürlich erst Sinn, wenn genügend Teilnehmer beigetreten sind. Also geben Sie Ihrer Maus einen Ruck:

Hier geht’s zum Beitritt: Weblogs in German language auf blogcatalog.com

Seit kurzem bietet bc übrigens auch diverse Premium-Placement-Features an, die mir ebenfalls sehr gut gefallen – dazu hab ich am Wochenende ein Posting auf datadirt geschrieben: Blogcatalog premium features rule supremely. Ich hab mir mal testweise für drei Monaten den Suppsorter-Status geholt und halte die zusätzliche Exposure für recht sinnvoll, wobei man aber keineswegs Münzen einwerfen muss, um von den Vorteilen zu profitieren.

bcv08 – Barcamp Vienna 2008: Fotos und Fazit

bcv08 - barcamp viennaFür österreichische Verhältnisse war das heute zu Ende gegangene, zweitätige Barcamp bei HP eine riesige Veranstaltung: 180 Unique Visitors zählte Hauptorganisator Dieter Zirnig insgesamt und zeigte sich bei der Feedbackrunde zufrieden mit der hohen Response-Rate. Zwar war die Veranstaltung unter dem Schwerpunkt “Marketing” gelaufen, die Themen waren jedoch sehr vielfältig – vor allem heute standen etliche Präsentationen zu gemeinnützigen Projekten im Vordergrund. Ein paar Fotos hab ich natürlich auch wieder geschossen, wenn auch bei weitem nicht so hochauflösend wie Stephans Gruppenpanorama, das wirklich super-gut geworden ist!

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Geld verdienen mit/im Web 2.0

Mir persönlich hat die samstägliche Diskussion zum Thema “Geld verdienen mit Web 2.0 Consulting” sehr gut gefallen. Bei der von Karin initiierten Runde ging’s um Erfahrungsaustausch: ein Web 2.0 Consultant mit 2 bis 3 Jahren Berufserfahrung ist ja nahezu eine graue Eminenz im Business :mrgreen: Hans-Peter brachte die Diskussion auf den Punkt: ob man mit Web 2.0 Consulting oder mit Web 2.0 direkt (Blogs etc.) Geld, macht einen ziemlichen Unterschied aus. Ich hab mich für zweiteres entschieden, und die Strategien, die funktionieren, biete ich meinen (SEO)-Kunden als Consulting-Leistung an. Ohne eingehende eigene Erfahrungen kann die Beratung imho nicht funktionieren. Und wer selbst erfolgreich einen Web-Brand aufbauen möchte, muss vor allem eines besitzen: Durchhaltevermögen. 99% all jener, die scheitern, sind keineswegs zu untalentiert oder unfähig, sondern bloß auf Dauer zu wenig engagiert. Daher ist es für Blogger unerlässlich, sich nicht bloß eine lukrative thematische Nische zu suchen, sondern eine, für die man sich langfristig von Herzen begeistern kann, denn das ist die beste Motivation für Langzeit-Projekte. Unsere Diskussion ist neben zahlreichen anderen Clips auf bei Max respektive Mogulus verfügbar: Barcamp Vienna 2008 Sessions.

Der Barcamp-Sonntag

Am Sonntag hab ich’s erst mit Verspätung geschafft und daher Christoph Chorherrs Auftakt-Session zum Thema “Wahlkampf aus der Sicht eines Akteurs” versäumt, kann mich Max aber nur anschließen: toll, dass Christoph am Barcamp a) anwesend und b) aktiv war. Angehört habe ich mir heute Manfred Krejciks Vortrag über Radio Orange / Freie Radios und Karola Rieglers Präsentation über ICT4D: Information und Communication Technologies for Development unterstützt Projekte, die sich mit der Nutzung modernen Kommunikationstechnologien (primär Handy) in Afrika befassen:

We develop projects for a developing world. To encourage people to interact with the global network and the cellular technology as a key instrument for knowledge dilution to achieve a better life.

Helge, der sich im Rahmen der Initiative laafi schon lange mit Gesundheitsprojekten in Afrika befasst hob die Wichtigkeit der Vernetzung hervor: dank Web 2.0 können kleine, unabhängige Initiativen den Informationsvorsprung großer Organisationen ausgleichen. Dabei geht’s um so triviale, aber aufwendig zu recherchierende Fakten die Import-Bestimmungen, günstige Flüge und Ähnliches.

Die bcv08 Schuh-Gallerie

Nein, die Schuhgallerie hat keinerlei Fetischgründe, ich finde bloß, dass man ab und an auch mal das andere Ende des Menschen ins Bild rücken muss. Während Regierungen sich über automatische Gesichtserkennungs-Systeme an öffentlichen Orten freuen, arbeitet die datadirt media group [brand new] mit Hochdruck an einer automatischen Schuh-Erkennungs-Software. Aber bis die 100%ig funktioniert, muss distributed human intelligence ran: denn die Bilder gibt’s auch auf Facebook – Personentagging ist natürlich erwünscht, obwohl ich mit wenigen Ausnahmen natürlich nicht mehr weiß, wem welche Schusters Rappen gehören.

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Fazit und Weitere Barcamp-Berichte

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Michaela, Max und ganz besonders Dieter: wie erwartet war’s ein super-spannendes Wochenende, die Zeit verging rasend schnell und wir haben alle viel gelernt, viel gedacht und viel gelacht. Ebenfalls thx an sämtliche Sponsoren, nachzulesen auf Barcamp.at. Ich freu mich schon aufs nächste Mal – das BC Oberkärnten am 15. November ließe sich gut mit einem Abstecher nach Lienz verbinden, in Graz geht’s eine Woche später zur Web 2.0 Sache. Da muss ich wohl eine Münze werfen…

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