Tja, es gibt da eine TV-Werbung, deren Soundtrack bei Dauerwiederholung eine gewisse Ohrwurmqualität nicht abzusprechen ist. Es geht dabei um einen Schokoriegel, beim gleichnamigen Protagonisten handelt es sich um niemand geringeren als Ferreros Maxi King, den gekrönten Un-König des Werbepausen Hip Hop. Da trifft es sich ja ganz hervorragend, dass in der virtuellen Heimatstadt des Maxi King gerade ein großer Remix-Wettbewerb läuft, bei dem man sich eine Alternativversion zusammenklicken kann: 2 Wochen Miami sind der Hauptpreis, remixed wird über eine simples Flash-Applikation, und die sorgt durchwegs für ein paar Minuten fröhliche Song-in-a-Box Unterhaltung. Diesen Beitrag weiterlesen »
Niko, frisch von der Novarock-Müll-Famiglia um 5 Euro gerippt, hat mich zur von Vice mit veranstalteten Rudi Dassler Night in den Volksgarten eingeladen - dort galoppiert am Montag der New Young Pony Club live, die Gang Bang Deejays von Modular, Munk und Marflow bedienen die 1210er. Sicher eine feine Party; Vice hat bislang in dieser Hinsicht noch nie enttäuscht. Extra-spannend find ich in diesem Fall allerdings die Viral-Kampagne zur Kartenvergabe.
Man muss dazu nämlich wissen: Vice-Partys kosten keinen Eintritt. Dafür gibt's häufig Gratis-Wodka & Co. in semi-tödlichen Mengen und dazu üblicherweise grandiose Soundtracks. (Wären wir 14, müssten sich unsere Eltern tatsächlich Gedanken über fallweises Komatrinken machen.) Und weil sich das mittlerweile herumgesprochen hat, sind die Ressourcen - naturgemäß begrenzt durch die jeweilige Location - immer schnell aufgebraucht. Also keine künstliche, sondern eine tatsächliche Verknappung.
Wozu also etwas bewerben, das ohnehin gut läuft? Die Partys sind Bestandteil des Vice'schen* Marketingkonzepts - dazu hat sich Mastermind Häckl eine lustige Facebook-Kampagne ausgedacht:
Dieses Mal funktioniert die Gästeliste so, dass man sich hier auf der Microsite anmeldet. Das gibt einen Gästelistenplatz. Willst du mehr Freunde mitnehmen, so musst du die zu deinen Groupies machen. Das geht über Facebook. Ihr kennt das ja. Wer am Ende die meisten Groupies hat bekommt tatsächlich noch weitere Tickets in die Hand
Spannend find ich das in mehrfacher Hinsicht, weil das Konzept wesentlich komplexer ist als das altbekannte Seeden irgendeines Videos, das sowieso alle sehen wollen. Vice nutzt ein etabliertes Produkt, nach dem große Nachfrage besteht - die Party - um seine potentiellen LeserInnen zu Brand-Evangelists zu machen: die Kids sind mittlerweile die dauernden Invitations und Schwanzlängenvergleiche (hehe, ich fahr bei OneTrack schon lang das Hellbike) mehr als gewohnt.) Mit anderen Worten: die Mechanik ist gelernt, jeder nutzt seine Freundeslisten, trägt die Botschaft in die Welt heraus und hat am Ende, wenn er oder sie erfolgreicher Groupie-Sammler war, auch noch was davon. Endlich mal ein originelles Event-Marketingkonzept, das sich auf die klassischen Stärken einer guten Party statt auf schwurbelige Marketingtexte ("diese Party ist ein Kunstevent") verlässt. Big up! Hier geht's zur Gästelisten-Anmeldung.
Ah ja, da war noch was: Vice hat aufgerufen, die Ö-Nationaltrikots neu zu designen:
Einfach die Vorlage des roten oder schwarzen Österreich Trikots runterladen, im Programm deiner Wahl mit Design versehen, wieder raufladen und sich dem User Voting stellen - Das beste Design wird 11 Mal als Trikot produziert. Damit nicht genug, du steckst 10 deiner besten Freunde in die Trikots und ihr kommt als Mannschaft ins PUMA-Haus. Dort wartet eine gediegene, TV-Lounge auf euch, samt riesigen Flatscreens, Getränken ohne Ende und allem, was zu einem VIP-Treatment dazu gehört. In dieser exklusiven Atmosphäre seht ihr euch das Finalspiel der UEFA EURO 2008 an, das am 29.06.2008 steigt.
Ebenfalls sehr steile Idee - ich hab die Aktion zu spät bemerkt, leider ist am 23. schon Schluss, wird also knapp mit der Einreichung... auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf die bisherigen Designs: in der Gallerie finden sich einige sehr phatte Shirts.
| 22. November 2007 | ||
| 17:00 | bis | 20:00 |
Supershirts "Kauf weniger ein, dann brauchst du weniger Geld" gilt explizit nicht beim Lifeball-Shopping im Turek Shop. gaposlovakia beschallt den spätnachmittäglichen Konsum-Event, auf dass der Euro vorweihnachtlich locker sitzen möge zugunsten der guten Sache des Vereins "positiver Dialog".
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So denn, der SommerSoundTrack-Karneval hat sich die längste Zeit seinem Ende zugeneigt, nun stehen die GewinnerInnen der 6 Alben fest. Besten Dank nochmal an alle TeilnehmerInnen! In den nächsten Wochen folgen eine ganze Reihe von Gewinnspielen, unter anderem gibt's die neuen Longplayer von Rodney Hunter, Wolfgang Muthspiel und Fadi Dorninger zu gewinnen: Details in den nächsten Tagen, so stay tuned!
Die CDs sind bereits eingetütet und werden morgen auf die Post gebracht, sollten also spätestens in einer Woche an ihrer Destination landen. Und hier die glücklichen GewinnerInnen der ersten datenschmutz-Blogparade:
| 13. Oktober 2007 | bis | 2. November 2007 |
datenschmutz ruft auf zum ersten Blogkarneval mit vertikal integrierter Verlosung! Die Ultra-Kurz Version: der Sommer ist eindeutig vorbei, im besten Fall folgt ein milder Herbst. Der Popjournalist und Musikliebhaber in mir möchte von seinen LeserInnen wissen: was war Ihr/euer persönlicher Soundtrack des Sommers? Welche Beats erinnern an die Tage, an denen das Thermometer weit über 30 Grad geklettert ist? Als kleiner zusätzlicher Ansporn werden unter allen, die mitmachen und sich als Blog-Musikkritiker betätigen, werden eine Reihe von CDs verlost.
Im Sommer macht's in unseren Breiten einfach mehr Spaß, draußen zu sein - und Party-Locations mit Open Air Tanzmöglichkeit gewinnen immens an Attraktivität. Und daher lautet meine Frage: was war euer persönlicher Lieblings-Sommer-Soundtrack in den letzten paar Monaten? Egal ob aktuell, mittel- oder uralt, ob Longplayer, Compilation, Single, DJ-Set oder eine Mischung aus allem: welcher Sound hat gerockt? Welche Beats erinnern euch an die heißen Tage im Juni, Juli und August? Welche Künstler und/oder Songs lassen auch im Herbst das innere Thermometer steigen? Mein eigener Beitrag folgt in den nächsten Tagen.
Beim sogenannten Weblog-Karneval, auch als Blog-Parade bezeichnet, sind Blog-AutorInnen aufgerufen, innerhalb eines definierten Zeitrahmens einen Beitrag zu einem bestimmen Thema zu verfassen. Ab hier gibt's zwei Varianten:
Oldschool: Nach Ablauf dieser Frist werden alle eingereichten Beiträge vom Initiator-Blog abschließend präsentiert und verlinkt.
Nuschool: Nach Ablauf der Frist erstellt der Initiator eine Liste mit Links zu allein eingereichten Beiträgen und verschickt selbige an alle TeilnehmerInnen. Die wiederum veröffentlichen besagte Liste; so profitiert nicht nur das Blog, das die Aktion gestartet hat, sondern alle bekommen Linklove ab. (An dieser Stelle: Gruß an meine Nuschooler Yannick, Blogformoney und René! Good work!)
datenschmutz school: Wie Variante zwei, nur mit einem zusätzlichen Plug-In: unter allen TeilnehmerInnen werden Preise verlost. Und weil's ja um Beats und Sounds geht, gibt's in diesem Fall folgerichtig selbige zu gewinnen, und zwar auf Silberscheibe.
Mit anderen Worten: wer teilnehmen möchte, schreibt bis zum 2. November einen Beitrag zum Thema Mein SommerSoundTrack 2007 und hinterlässt einen Kommentar zu dieser Story (wichtig für die Verlosung: mit E-Mail Adresse!) oder sendet eine E-Mail mit dem Link an: datenschmutz [at] gmail.com
Ich werde alle Beiträge sammeln und am Ende des Karnevals (da geht's bekanntlich immer am turbulentesten zu, denn direkt im Anschluss beginnt die Fastenzeit) die Liste aller teilnehmenden Blogs zusammenstellen und ausschicken. Die Veröffentlichung dieser Liste erfolgt selbstverständlich freiwillig und ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an der Blogparade oder für die Teilnahme an der Verlosung.
WICHTIG: wer die Liste mit Links zu allen Karnevalsartikeln auf seinem eigenen Weblog veröffentlicht, die/der erhält für die Verlosung ein zweites Los und hat damit die doppelten Gewinnchancen!
Unter allen Karnevals-TeilnehmerInnen werden nach dem gewohnten Zufallsprinzip folgende Alben quer durch den Stil-Gemüsegarten verlost:
Selbstverständlich ist wie bei allen datenschmutz-Gewinnspielen der Rechtsweg ausgeschlossen, die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Im übrigen gelten die Standard Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.
Wie genaue BeobachterInnen bereits festgestellt haben: drei Wochen sind eine lange Zeit. Dass im Lauf der Zeit noch weitere Preise hinzukommen, ist keineswegs ausgeschlossen... und bei den üblichen Karnevals-Teilnahmeraten dürften die Gewinnchancen für jede Einreichung deutlich über 1:10 liegen - da kann keine Lotterie mithalten, höchstens die Tombola beim Feuerwehrfest
In diesem Sinne - was war Ihr Soundtrack des Sommers 2007? Ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Beiträge!
"Wholetrain" inszeniert den rasanten, adrenalinschwangeren Alltag der Graffitiszene als fesselndes Kinodrama mit hohem Realitätsbezug. Florian Gaag gelang es in seinem Spielfilm-Debut, die Atmosphäre einer Underground-Szene glaubwürdig einzufangen. Verzicht auf Mystifikation, ein fantastischer Soundtrack und die geschickt montierten Low-Tech Kamerabilder überzeugt auch die Jurys zahlreicher Filmpreise. (erschienen im Ray Kinomagazin, Juni 2006)
Regie: Florian Gaag Kamera: Christian Rein Drehbuch: Florian Gaag Schnitt: Karl Schröter Darsteller: Mike Adler (David), Florian Renner (Tino), Elyas M'Barek (Elias), Jacob Matschen7 (Achim), Karina Fallenstein (Maria), Kristina Karst (Dina) u.a. Musik: Florian Gaag Graffiti: David "Cemnoz" Kamerer, Alexej "Neon" Tursan, Markus "Won" Müller u.a. Produktion: Christoph Müller / Goldkind Film
www.wholetrain.com
Als "Whole Train", also "ganzen Zug" bezeichnen Graffiti-Artists ihre respekt-technisch höchst dotierten Werke: gemeint ist damit das Besprayen einer kompletten Zuggarnitur vom ersten bis zum letzten Wagon. Da meist weder öffentliche Verkehrsbetriebe noch Betonflächerbesitzer diesem unbestellten optischen Tuning etwas abgewinnen können, spielt sich die Kunst der Sprayer stets im Graubereich zur Gesetzesübertretung ab und endet nach allfälliger Polizeiintervention in der Regel mit hohen Strafen wegen Sachbeschädigung.
Doch Florian Gaags Protagonisten, die KSB-Crew, ist bereit, für die Präsenz ihrer kunstvollen Designs im öffentlichen Raum alles zu riskieren. Als neben dem Dauerfeind Polizei auch noch eine zweite Crew auftaucht, ein Wettstreit unabdingbar wird und private Probleme den vier Freunden zusätzlich zu schaffen machen, verengen sich die Freiräume zusehends. Doch der wahre Graffiti-Künstler wächst an seiner Herausforderung, und so beschließen KSB, einen Wholetrain durch die Stadt zu schicken.
Außerhalb des Hip Hop Kosmos rutschte Graffiti bislang selten in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit: dort ein Zeitungsbericht über verurteilte Sprayer, da ein kunsttheoretischer Aufsatz von Jean Baudrillard. Dieses Universum der Eroberung urbaner Räume in den Mittelpunkt eines Dramas zu rücken, erlaubt Florian Gaag, Graffiti differenzierter zu analysieren, als dies aus der Distanz des Dokumentarfilmers je möglich wäre. Dass der Regisseur selbst mehrere Jahre zur Münchner Graffiti Szene gehörte, spiegelt sich in der Authentizität der Codes und Dialoge unverkennbar wieder. Vom beklemmenden Intro im Gerichtssaal bis zu den furios mit Low-Tech Mitteln inszenierten Graffiti-Streifzügen der Protagonisten bedient sich der Film einer dynamischen, fließenden Formensprache, die Handkamera-Einstellungen, Tiefenschärfe und natürliche Beleuchtung nutzt, um die Zuseher mitten ins Geschehen zu holen.
Multitalent Gaag, der an der Tisch School of the Arts in New York Film studierte, zeichnet nicht bloß für Drehbuch und Regie verantwortlich, er produzierte auch den Soundtrack zu seinem Spielfilm-Erstlingswerk. Seine Beats sind ebenso am Punkt wie seine Dialoge, als furiose Reimgaranten holte er unter anderem KRS-One, Freddie Foxxx und Afu-Ra ins Studio. Für die im Film gezeigten Pieces (Graffiti-Bilder) engagierte Gaag einige der besten Sprayer Deutschland. Kein Wunder, dass "Wholetrain" bei so hochqualitativen Ingredienzien einen Cocktail ergibt, der internationalen Filmjurys ausgesprochen gut mundete.
Das aktuelle Mixtape von DJ Food lässt Genregrenzen hinter sich und benützt Hip Hop als genre-verbindendes Format.
Mix- und scratchtechnisch werden hier sowieso nur Übergänge vom feinsten serviert, die Deluxe-Trackauswahl von Primal Scream über Aphex Twin und Pepe Deluxe bis zu Pendulum erstaunt, überrascht und erfreut das Herz des Beatdiggers. Der erste Soundtrack zum Sommer 2k7, serviert von zwei Meistern ihres Fachs.
Mit der Jazz Breaks Serie stellt DJ Food sein Talent fürs Crate-Digging schon seit Jahren unter Beweis - dass der Solid Steel (a Subdivision of Ninja Tunes) Mastermind auch an den Turntables einiges drauf hat, hört man jeder Sekunde von "Now listen again" an. Perfekt getimte Scratches, minutiöse Planung der Übergänge - natürlich handelt es sich um einen Studiomix, der allerdings genau jenes Quentchen Perfektion verströmt, das man sich von einem solchen Unterfangen erwartet.
Label: Solid Steel