Längst haben internationale Spitzensportler professionellen Ravern das Monopol auf Ge- und Missbrauch von körper- und bewusstseinserweiternden Substanzen genommen. Doch während sich 3-Tage-wach-Tänzer bloß mit der einen oder anderen Drogenrazzia herumschlagen müssen, sitzt den lieben Leichtathleten und den randvollen Radfahrern die Doping-Detektei permanent im Nacken. Und selbst wenn EPO, Sustanol und Co. keinen Profil mehr hinter dem Ofen vorlocken, so kann man doch mit Fug und Recht behaupten: die Vorbild-Wirkung der Sporthelden entfaltet auch im Doping-Bereich ihre volle Wirkung auf brave Hobbysportler. Am Montag zeigt ATV Martin Thürs Doku über Doping - dabei geht es explizit nicht bloß um hochbezahlte Radrenn-Teams, sondern um auch um Otto-Normalkokser (ja, auch Freuds weißes Lieblingspulver wirkt nicht bloß als Ego-Booster für armselige Werbefachmänner, sondern scheint auch der Liste der verbotenen Leistungssteigerer auf). Ausstrahlungstermin ist Montag, 22. Juni um 21:45 Uhr. Moderiert wird die Eigenproduktion von Sylvia Saringer, hier der Trailer:
Mit Getränkedosen konnte man bisher nicht telefonieren, und Handys halten zwar manchmal wach, schmecken aber dafür nicht übermäßig süß. Beides ändert sich auch durch eine aktuelle Kooperation zwischen A1 und Red Bull auch weiterhin nicht. Aber Red Bull Mobile User können ab sofort speziell gebrandete Handys mit spezielle Tarifen nutzen, um unlimitiert am RB-Portal surfen zu können. Eines der Handys sowie die gesondert erhältliche Action-Cam und das zugehörige Headset habe ich von der mobilkom zum Testen bekommen - hier ein Video über den Gadget-Park für Hardware-Sammler:
Wir kämpfen den gerechten Kampf - gegen Windmühlen, den Küniglberg und das Vergessen. Und für die Rückkehr des Mannes, den sie Heinz Prüller nannten. Dass selbst ich bei meiner ausgeprägten Abneigung gegen fern-elektro-mediale Sportbeobachtung (mit Ausnahme von K1) diesen Namen kenne, liegt einzig und allein daran, dass Meister Prüller eine wandelnde Motorsportlegende ist.
Ja, man könnte durchaus so weit gehen zu behaupten, dass jeder Österreicher, der im Lauf seines Lebens die markigen Worte des Formel-1-Kommentators geradezu mit der Muttermilch aufgesaugt hat. Doch nun der große Schock:
Erdbeben in der österreichischen Formel-1-Medienlandschaft: Heinz Prüller, seit 1965 ununterbrochen Grand-Prix-Kommentator für den öffentlich-rechtlichen TV-Sender 'ORF', wird 2009 abgelöst. Als Nachfolger wird der bisherige Boxengassenreporter Ernst Hausleitner das Mikrofon übernehmen.
Eine offizielle Bestätigung seitens des 'ORF' steht noch aus. Ein Sprecher des Senders erklärte jedoch auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com', dass es zu diesem Thema heute noch eine Presseaussendung geben wird.
So spricht die Facebook-Gruppe, die sich in bester Social Media Campaigning Tradition für die Rückkehr der Legende ans Mikro einsetzt. Die Zitate der User sagen alles:
"Ich werde es vermissen, wie er "Hydraulik" sagt... seufz!"
"heinz prüller ist österreichs john madden!!! ohne den geht's nicht!!!"
"Formel 1 ohne Heinz macht keinen sinn !!!"
Vorschläge, Protestaktionen, öffentliche Fernseher-Verbrennungen (man weiß eh nicht, wohin mit der alten Röhrnkiste) sind angesagt. 1.123 Mitglieder erreichte die Gruppe in Rekordzeit, und mir fällt eigentlich nur ein einziges Exit-Szenario ein: wenn die Rückkehr zum Staatsfunk nicht klappt, dann muss Heinzi zukünftig eben auf ATV Motorsport moderieren. Die Formel 1 Rechte werden zwar kaum leistbar sein, aber da der sowieso der Kommentator im Vordergrund steht, tut's ja vielleicht auch die österreichische Auto-Crash-Meisterschaft in Wolkersdorf.
Gemeinsam mit Walter habe ich seinerzeit per mp3.lion.cc der AUME und der AKM schlaflose Nächte bereitet und die erste mp3-Seite Österreichs hochgezogen. Nach dem raschen Dotcom-Tod (oder in dem Fall: dot.cc Tod) trennten sich unsere berufliche Wege auf erstaunlich symmetrische Weise - wir hämmern beide nach wie vor als selbständige Unternehmer viel zu viel Datenschmutz in die Tastatur, ich über die Blogosphäre, und Walter über österreichischen Football. Mit seinem Herzblutprojekt Football Austria hat Walter nun den "Sports Media Austria Preises für Journalisten 2008" gewonnen, und zwar in der Kategorie "beste Website". Dazu möchte ich ganz herzlich gratulieren - Football-Fans die Seite zu empfehlen hieße wohl, Eulen nach Athen zu tragen, denn wer sich Österreich für das Spiel mit dem ovalen Bällchen interessiert, dem ist Football-Austria.com sowieso längst ein Begriff.
In seinem Statement dankte Walter der Jury und wies nachdrücklich darauf hin, dass F-A keineswegs eine One-Man-Show ist:
Der Preis ist ein schöner Punkt im Lebenslauf. Darüber bin ich natürlich erfreut. In erster Linie sehe ich es aber als Auszeichnung für den Football und daher für viele Menschen. Für mein Team, den Redakteuren, Fotografen und Kolumnisten von FA, im besonderen aber auch für die Spieler, Trainer und Funktionäre in den Vereinen und im Verband. Den Sportjournalistenpreis mit einer Football-Webseite zu gewinnen, war vor fünf Jahren ca. so realistisch, wie den Literatur-Nobelpreis mit einem Limerick zu ergattern. Es ist also auch der Sport, vor dem man sich hiermit verbeugt, eine Ehrung der guten Arbeit, die geleistet wurde, um Football ein ganz kleines Stück weit weg vom Rand zu bringen. Dafür danke ich allen, die daran beteiligt waren und sind.
Den Spartenpreis hat Walter also bereits in der Tasche, aber die Spannung steigt heute abend nochmal ganz gewaltig, denn FA ist auch für den Gesamtsieg nominiert - in der Jury sitzt ein Journalist, den Captain Reiterer ausgesprochen schätzt:
Es ist mir eine Freude, dass ich Football-Austria in so einem tollen Rahmen präsentieren darf, sollte jetzt noch etwas dazu kommen, wäre das wohl mehr als eine Überraschung. Ich bin glücklich, einen "Oscar" für die beste Webseite mitnehmen zu können, ob der für die beste Regie dazukommt, das wage ich zu bezweifeln. Falls dem so ist, dann werde ich ihn allerdings nicht ablehnen. Mein einziger Wunsch ist es, das Jury-Mitglied Dr. Sigi Bergmann persönlich kennen zu lernen. Er ist für mich der beste und gleichzeitig unterhaltsamste Sportjournalist im deutschsprachigen Raum. Ich schaue mir die olympischen Spiele quasi ja nur wegen seiner Kommentare an. Mutterwitz, Ironie und Fachwissen in Personalunion – da bekomme ich ein stets eine Gänsehaut."
Ich persönliche finde Walters Schreibstil großartig und hab auch die Evolver-Stories immer sehr gern gelesen. Mit American Football hab ich zwar in etwa so wenig oder so viel am Hut wie mit Fußball, aber dass ein journalistischer Autodidakt, der längst zu einem Profi geworden ist, in einer Liga mit ebendiesen mitspielt, freut mich sehr - und ich würde mich noch mehr freuen, wenn heute Abend noch der Gesamtpreis hinzu kommt: denn das wäre nicht nur eine tolle Ehre für den Ausgezeichneten, sondern auch ein imposantes Signal für den Stellenwert des Online-Journalismus in der Welt des Sports. Weiter so, Walter!
Man möchte meinen, dass in Zeiten bewegungs-sensitiver Controller bloße Grafiksensationen längst nicht mehr ausreichen: aber weil's da beispielsweise mit dem Schwimmen im Schmetterlingsstil in beengten Studentenwohnungen schnell zu eng wird, haben auch klassische Sportspiele nach wie vor ihre Berechtigung. Sega verspricht für Bejing 08 völlig unterschiedliche Steuerungsmodi (für das Spiel, nicht die Veranstaltung) und will den Spieler "mittens ins Geschehen" hieven, ganz ohne Flugreise.
Die folgenden drei Preview-Videos zeigen erste Szenen aus dem offiziellen Olympia-Spiel. Beeindruckend finde ich vor allem die Bewegungsabläufe der virtuellen Sportler - wie gut sich das ganze dann aber tatsächliche spielt, wird erst die Praxis zeien, ein Augenschmaus dürfte aber garantiert sein:
Edda Obernosterer, eine Schulkollegin aus wilden Lienzer Volksschul- und Gymnasialzeiten, war schon in frühester Jugend sehr dem Spiel der Könige außergewöhnlich zugetan. Nun hat die Juristin ihr erstes Buch veröffentlicht - und das hat nix mit Paragraphen, dafür aber umso mehr mit Bauern, Springern und Läufern zu tun: Kater Rob spielt Schach richtet sich an den Schach-Nachwuchs; der Untertitel des Buches lautet: "Eine Schachnovelle der besonderen Art und gleichzeitig ein Schachlehrbuch für kleine und große Interessierte". Ich hab mit der Autorin ein kurzes Interview über ihr Erstlingswerk geführt - Schachfans sollten auf jeden Fall einen Blick auf Kater Rob werfen. Trotz Age of Conan!
datenschmutz: Wann hast du begonnen, aktiv Schach zu spielen?
Edda Obernosterer: Im Kindergarten, noch bevor ich Lesen und Schreiben konnte.
?: Worin liegt für dich der Reiz des Spiels?
!: Zum einen braucht man keinerlei besondere Voraussetzungen. Jedermann jeden Alters kann das Schachspielen erlernen. Einfache Regeln zu Beginn - für eine Spezialisierung sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt.
Das Spiel ist generationenverbindend. Der Großvater kann sich dadurch mit seinem Enkel stundenlang beschäftigen, auch unabhängig von körperlichen Gebrechen.
?: Was hat dich bewogen, ein Schachbuch speziell für Kinder zu schreiben?
!: Schachspielen erlernt man meist im Rahmen der Familie. Ich wollte den Zugang zum Spiel bzw. das Interesse daran auch für Kinder eröffnen, deren Eltern nicht Schachspielen können. Im Rahmen des Schulschachs oder eines Schachklubs können die Kinder das Spiel jederzeit sportlich weiterentwickeln.
?: Glaubst du, dass im Zeitalter von World of Warcraft & Co. "analoges" Schachspielen dennoch weiterhin beliebt bleibt?
!: Auf jeden Fall. Zwischenmenschliche Kommunikation wird man nicht abschalten können. Auch ist es lustiger, Figuren mit den eigenen Händen anzugreifen als virtuell Schlachten zu schlagen.
?: Welche Tipps würdest du jemandem geben, der mit dem Schachspielen beginnen will?
!: Zu allererst mein Buch erstehen und anschließend einen Schachklub in der Nähe des Wohnortes aufsuchen. Dort erfährt man viel Wissenswertes in kürzester Zeit, ohne hochwissenschaftliche Schachbücher mühevoll studieren zu müssen.
?: Eignen sich die Lektionen von Kater Rob auch für Erwachsene?
!: Ja, sicherlich. Auch zum Vorlesen. Das Buch ist übersichtlich, witzig gestaltet. Für Schachspieler ein Liebhaberstück und für Nicht-Schachspieler mit Nachholbedarf regelrecht ein Muss
Der Camino del Rey, liebevoll diminutiv auch Caminito del Rey oder zu deutsch Königspfad genannt, ist ein schmaler, von 1901 bis 1905 erbauter künstlicher Steig, über den heute (Extrem)Kletterer den Makinodromo, das berühmte Kletterparadies des El Chorro, erreichen. Ursprünglich diente er spanischen Arbeitern als Transportweg. 1921, 16 Jahre nach der Fertigstellung, beschritt König Alfonso XIII den Caminito, um den Conde del Guadalhorce Staudamm einzuweihen und gab dem Weg seinen jetzigen Namen.
Der unbarmherzige Zahn der Zeit hat mittlerweile an den Steinplatten genagt, in hundert Jahren wird wohl nicht mehr viel übrig sein von diesem poetischen Zeugnis menschlicher Determiniertheit, das bis heute nichts von seinem Nimbus eingebüßt hat, ganz im Gegenteil: inmitten der wild-zerklüfteten senkrechten Steilwände, unzählige Meter über dem Meer und über dichtbewachsenen Strand-Wäldern wirkt der Steig wie eine archaische Metapher.
Auf Brightcove gibt's ein wunderschönes Video, das die gesamte Strecke aus der Ich-Perspektive des Protagonisten zeigt. Besonders spektakulär sind jene Stellen, an denen die ursprünglichen Platten weggebrochen sind: dort führt nur mehr ein schmaler Metallbalken auf die andere Seite, der ein gewisses Maß an seiltänzerischen Skills erfordert... ohne Schwindelfreiheit und sicheren Tritt geht da gar nix! Am besten Zurücklehnen und genießen. [via Ulrich]
Auf youtube hab ich noch weitere Videos gefunden - zum Beispiel Bruder und Schwester am schmalen Pfad, quote:
dude you're checking out your sister's ass.
Und dann gibt's noch dieses hier - aber an die poetische, fast hypnotische Kraft des ersten Films kommt dieser Clip natürlich auch nicht ran:
Man kann sich auch virtuell zum El Chorro geben: die beiden Animations-Künstler Dave Jones und Jill McLeod besuchten die Gegend um den Caminito del Rey im Jahr 2000 und ließen sich zu einem Flash-Spiel inspirieren: in Chasm begleitet der Spieler Hauptcharakter Joe - überraschenderweise handelt sich's aber nicht um ein Geschicklichkeitsspiel, sondern um ein Adventure.
Früher mal hat so ziemlich alles, was der österreichische Energiegetränk-Hersteller angefasst hat, Flügel bekommen. Im Formel- und Fußball-Sektor musste die Firma samt ihrem charismatischen Österreich-Geschäftsführer erstmals erleben, dass im Mainstream-Sportbereich andere kommunikative Gesetze gelten als in der extremen Nische. In .at soll das Renommierhefterl Red Bulletin dick auftragen und die printkommunikativen-Bedürfnisse elegant abdecken. Allein: die sechste Ausgabe des permanent relaunchten Druckwerks nähert sich der herkömmlichen An-einen-Haushalt-Postwurfsendung beängstigend weit an.
Doch während bei Aldi zumindest verschiedene Produkte für rudimentäre Abwechslung sorgen, geht's im RB auf 100 Seiten immer nur um das eigenartig schmeckende Zuckerwasser - sogar New York Times Autor Simon van Booy, verantwortlich für den literarischen Beitrag "Kein besseres Geschenk", hat in seinen suboptimal übersetzten, aber ansonsten sehr erfrischenden Zeilen, eine Getränkedose misplatziert. Und das ist symptomatisch für das ganze Heft: hier wird unglaublich viel Geld in die Hand genommen, aber irgendwo hakt's ganz gewaltig: denn gerade die teuren Fotos und Texte funktionieren überhaupt nicht als Verschleierungstaktik für die Überdosis Marktkommunikation. Da engagiert man einerseits Edelfedern wie die exzellenten Food-Journos Christian Grünwaldt oder Christian Seiler (deren Witzigmann-Risotto respektive Modena-Stories sind fast die einzigen, einigermaßen unpenetranten, flockigen Stories) und ist gleichzeitig zu feig - oder zu sehr in den 80ern verhaftet - um auch nur einen einzige Beitrag ohne Product Placement zu riskieren.
Natürlich steht auch bei den Waxos ganz zufällig eine Dose am Tisch; Simon Schreyer hat mit dem Interview übrigens einen recht guten Job gemacht, halt leider ein paar Jahre zu spät - aber als wir anno dunnemal Felix, Buzz und Zuzee am gap-Cover hatten, gab's ja noch kein Red Bulletin. Ich halte diese Strategie insgesamt für extrem kontraproduktiv. Denn jeder weiß, wo RB herkommt und worum's geht - man muss die LeserInnen nicht alle 20 Zeilen dran erinnern, wer Druck und Inhalte bezahlt hat. Wenn man ein Suchspiel draus machen könnte, das eine Foto zu finden, auf dem sich kein Red Bull Logo und keine Brand-Erwähnung in der Bildunterschrift findet, dann ist wohl irgend jemand bei der Idee, ein cooles Magazin mit fetten Placement-Möglichkeiten zu machen, weit übers Ziel hinausgeschossen. Somit bleibt mir für diese Mini-Blattkritik eigentlich nur ein Verbesserungsvorschlag: die Nummer sieben würd ich 200 Seiten dicken machen und alle Inhalte nur auf die linken, geraden Seiten drucken. Dann wär noch Platz für 100 großartige Red Bull Getränkedosen, am besten mit Preisangabe. Oder einfach nur 100 Seiten lang "All content and no Red Bull makes Jack an unhappy fool."
Dass nicht nur RB in den letzten Jahren verstärkt Schwierigkeiten mit der Fernseh-Distribution der eigenen Events hatte, weil sich immer mehr Networks weigern, Sportclips, in denen die Protagonisten aussehen wie visual Testimonials, während jede freie Bande mit dem gleiche Logo zugepflastert ist, als Gratis-Werbeclips abzuspielen, ist eine Sache - dass man am B2C Printsektor voll und ganz auf Overbranding setzt, eine andere; so verspielt Red Bulletin jegliche Möglichkeit, anders als eine Werbebroschüre wahrgenommen zu werden. Aber mit dieser Meinung steh ich sicherlich ganz allein: denn die Leserbriefe suggerieren immerhin eine unvorstellbar enthusiasmierte Fangemeinde. Aber es geht bekanntlich nix über Meinungsforschung: was meinen Sie, werte datenschmutz LeserInnen, zur sechsten Ausgabe des Red Bulletin?
Am Heimweg vom Schottenring in die Untere Augartenstraße hab ich heute auf einem Laternenpfahl einen der besten Sprüche der letzten Zeit auf einem Sticker gelesen. Here it comes: Chuck Norris kann durch Null teilen.
Der untere Teil war leider bereits von den Elementen unkenntlich gemacht worden (nicht von den kriminellen, die dort nächtens immer versuchen, Drogen bzw. Drogenimitate zu verkaufen, sondern von den wetterbedingten), ich werde also wohl niemals erfahren, wer der großen tragikomischen Figur der Popkultur hier ein weiteres Denkmal gesetzt hat. "I'm living hardcore stories / as if my name was Chuck Norris", toastete einst ein jamaikanischer MC, und beliebtes Motiv auf T-Shirts ist der All-American Dumbass seit Jahrzehnten.
Die Teilung durch Null, so beschlossen Mathematiker einst axiomatisch, gibt es nämlich nicht. Man hätte auch festlegen können, dass besagte Rechenoperation die gute alte liegende Acht, also unendlich, ergibt, aber dass man durch nichts nicht teilen kann, liegt dem Hausverstand wohl irgendwie. Nun sorgt diese kleine, relativ unscheinbare Festlegung für die permanente Unlösbarkeit einer ganzen Klasse von Gleichungen. Doch Chuck Norris revolutioniert nun anscheinend nicht nur den Langeweilefaktor in Kampfsportfilmen (um nicht falsch verstanden zu werden: ich liebe K1 und steh generell sehr auf Martial Art Movies) und mistigen Fernsehserien, sondern auch noch die höhere Mathematik. Grandios! Vielleicht druck ich mal ein paar T-Shirts mit dem Slogan "datenschmutz kann durch Null dividieren".
Der Sonntag neigt sich dem Ende Zug und Europa bejubelt seinen neuen (und zugleich den allerersten) Faceball Meister. Martin hat jahrelang hart für diesen Erfolg trainiert - dass für die neue Trendsportart aus den USA noch keinerlei Doping-Einschränkungen gelten, dürfte die ganze Sache allerdings durchaus erleichtert haben. Spannung, sportliche Höchstleistungen und Ballakrobatik vom allerfeinsten - mit einem Barcamp Senza Confini kann eben keine Fußball-EM mithalten
Meine Aufstiegschancen hat Max zunichte gemacht... die Revanche folgt im nächsten Jahr. Das Barcamp ging mit der erwähnten Meisterschaft am Sonntag zu Ende (Fotomaterial wird's massig geben), wir hängten dann noch eine letzte 4stündige Session im Intercity nach Wien dran - ohne Strom und Netz und ganz analog. Grosso Modo war das Klagenfurter Barcamp etwas intimer als die Wiener Ausgabe und thematisch nicht ganz so intensiv, dafür aber ausgesprochen chillig. Gemeinsam mit Max hab ich am Nachmittag eine kleine Session zum Facebook Advertising und Naymz gehalten - sehr spaßig: die FB Ad-Applikation gibt tiefe Einblicke in die derzeitige demographische Struktur der schnellst wachsenden Social Networks. In Zahlen ausgedrückt: knapp über 80k Ösis treiben sich derzeit im Netzwerk Austria rum - wider Erwarten ist die Marktdurchdringung eine ganze Latte höher als in .de: nur knapp 1/2 Million Deutsche haben bisher Profilpages angelegt, das entspricht unter rund 0,7% der Gesamtbevölkerung im Vergleich zu einem Prozent in Österreich. Über das Thema "Facebook-Marketing" werd ich demnächst einen Beitrag schreiben... die Preise sind derzeit einfach so dermaßen konkurrenzlos günstig, dass ich sofort eine neue datenschmutz-Kampagne geschalten habe: besagte 80.000 Österreicher zu erreichen kostet gerade mal ein paar Euros - fascinating stuff, Details asap. Harte Zeiten jedenfalls für Schaltagenturen...
Am Vormittag sammelte Heinz Wittenbrink Ideen fürs kommenden Politcamp in Graz, das ich auf jeden Fall besuchen möchte - dürfte eine spannende und vor allem hitzige Veranstaltung werden, vor allem dann, wenn's tatsächlich gelingt, dass ÖVP-Baseheads auf grüne Idealisten treffen. Übrigens war jede Menge Action auf der Uni - keine Ahnung, was die Klagenfurter StudentInnen während der Semesterferien und dann sogar nach am Sonntag in den Hörsaal treibt... Berichte online gestellt haben bisher Achim vom Almstudio, Stefan, Martin, Horst, EolRuin und Max. Christian widmete sich der kulinarischen Seite (hm, die Pizza war in der Tat *sehr* lecker) und selbstverständlich hab's auch einen Twitter-Feed. Mittlerweile sind auf FlickR auch schon jede Menge Fotos online, und dChris hat seinen Panorama-Shot veröffentlicht.
Herzlichen jedenfalls an Georg Holzer und Ed Wohlfahrt für die Organisation von Senza Confini - für einen Badeausflug an den Wörther See fehlten zwar noch einige Grade, aber abgesehen davon war's ein sehr entspanntes und nettes Camp. Die Kamera hab ich leider vergessen, aber dafür gibt's einen ganz spezielle Screenshot aus FB

Es soll ja Produkte geben, die sich nicht übermäßig gut für den Online-Verkauf eignen: Feinkostwurstwaren zum Beispiel. Und so manche/r möchte den neuen Anzug von der Stange lieber mal probetragen. Anders sieht die Sache bei Rucksäcken aus: hier zählt in erster Linie die Auswahl, Schwierigkeiten mit der Passform sind wohl eher nicht zu erwarten.
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Seinerzeit mit 15 waren wir tierisch stolz drauf, dass wir uns trauten, auf der Pustertaler Hochalpenstraße in Osttirol mit dem Mountainbike mit 100km/h abwärts zu fahren. Damit waren wir nicht mal halb so schnell wie der derzeitige Weltrekordhalter.
Ab etwa 80km/h vermitteln die groben Stollenreifen auf Asphalt soviel Bodenführung wie Pudding; beim ersten Versuch hat's nicht geklappt, also mussten beim zweiten Mal die ausgesprochen un-windschlüpfrigen Jacken weg. Als unsere Radcomputer knapp über 100 anzeigten, war die Sache erledigt, und wir konnten unsere persönliche kleine Mutprobe, inspiriert von einem Editorial eines Mountainbike-Magazins, abhaken.
So schnell war ich später nie mehr auf einem unmotorisierten Zweirad unterwegs... dem Extremsportler Markus Stöckl reicht das aber noch lange nicht: kürzlich stellte er einen neuen MTB-Highspeed-Weltrekord auf. Mit 210,4km/h raste der Österreicher in den chilenischen Alpen auf einer Schneepiste zu Tal. Gratulation! Das muss sich sehr heftig anfühlen... [via Chaoszone]
Wollen Paragleiter unter sich bleiben? Oder Bergläufer? Oder Kegelvereine? Nicht unbedingt, meint Sportsfreunde.de und präsentiert sich als webzweinullige Plattform, die alle Facetten von König Sport beleuchten will und sich vom Gelegenheitswalker bis zum potentiellen Weltrekordler an ein breit gefächertes Publikum richtet.
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