Exakt sieben Tage zogen seit dem letzten Panoptikum ins Land - also genau der passende Zeitblick, um Rückschau zu halten auf die blogosphärischen Geschehnisse der vergangenen Woche. Und offensichtlich haben Geeks weltweit bislang auf den Besuch von Weihnachtsmärkten ("Werft die Krämer aus dem Haus meines Vaters!" soll der Sohn von Michael Häupl mal gesagt haben) weitgehend verzichtet: anderweitig wäre kaum erklärbar, wie schon wieder so viel passieren konnte. Google führt (fast unbemerkt) Breadcrumbs ein, die neuen Trends lautet Foursquare und Megablogging. Gleich können Sie mit all diesen neuen Buzzwords was anfangen, denn Linzerschnitte und datenschmutz haben die Chronik soeben fertig gestellt.
Diese Frage stellen sich derzeit die Nutzer von foursquare.com. Kein anderes Social Network freut sich über derartige Zuwachsraten im Geek-Segment, seit Judith letzte Woche über den neuesten Hype am Sektor "freiwillige Lokalisierung" berichtete. Denn Überwachungskameras waren gestern - heute machen wir unsere "check ins" freiwillig, und wer einen Ort am häufigsten besucht, wird - zumindest solange, bis ihn ein anderer User von der Spitze der Georeferenzierungs-Pyramide verdrängt - zu dessen "Mayor".
Im ersten Moment hab ich ja auf eine Viral-Kampagne von Qype getippt, aber denen trau ich nicht genug Originalität zu. Viel mehr als die Eincheck- und Shout-Funktionen bietet die Plattform bisher noch nicht - trotzdem meinen wir: das Ding könnte Zukunft haben, denn Foursquare ist simpel und auf den ersten Blick vollkommen sinnlos: und das sind, wie uns Twitter gezeigt hat, wohl die besten Voraussetzungen für einen lang anhaltenden Hype. Obwohl Michael Arrington da durchaus gewisse Bedenken hat:
But all this time I've had a nagging feeling that Foursquare, at least in its current form, is not going to be the next Twitter, as some people have concluded. Because as good as Foursquare is at figuring out where and what your friends are up to, they can’t hope to compete with Facebook. That is, if Facebook does Geo right.
Wer sich für das Potential von Foursquare näher interessiert, sollte sich Zeit nehmen für dieses ausgedehnte Posting - Michael vermutet, dass der spielerische Aspekt der Badges nur kurzfristige Anreize bietet und spricht davon, dass sich in 2 Jahren niemand mehr für die Zahl der Logins interessieren wird. Ich denke, in 24 Monaten werden sich die Betreiber noch einiges einfallen lassen. Ob der Vorsprung reicht, muss sich aber tatsächlich erst zeigen: die Gerüchteküche weiß, dass Facebook in Kürze mit eigenen Location-based Services starten will.
Manch Realitätsverweigerer im Alpenvorland mag noch immer glauben, dass Twitter ein Tool zur Befriedigung persönlicher Kommunikationsbedürfnisse sei und jeden verfluchen, der nicht nur uneigennützig launige Tweets mit reinem Herzen verschickt.
Doch einmal mehr wird klar, wohin es mit Twitter gehen wird - und wohl auch gehen soll, zumindest um Geld zu verdienen: Twitter wird ab Anfang 2010 Commercial Accounts launchen. Hoffen wir, dass das Ganze nicht so ein Feature Desaster wird wie zuletzt bei den Twitter Lists und beim Retweet Feature. Was soll das neue Feature können? Techwatch weiß Näheres:
The paid-for commercial accounts would offer extra services. Talking to the BBC, Stone said "You will be able to pay for an additional layer of access to learn more about your Twitter account – get some feedback, some analytics, become a better 'Twitterer'."
Was aber ist nun ein "Commercial Tweeper"? Interessiert es mich nicht auch als Casual User, für welche Themen meine Follower sich interessieren und welche Links sie klicken? In Anbetracht der oben erwähnten Feature-Unausgereiftheiten darf man sich ein bisschen Sorgen machen, wer nun als Commercial Tweeper gelten wird und welche Bürden einem auferlegt werden.
Ich nutze für automatisierte Log-Ins seit langem das geniale Roboform, das unglaublich viele Copy-Paste spart und noch dazu multiple Identitäten perfekt verwaltet, schließlich sind wir Social Web Pros manchmal alle ein bisschen schizo. Ein solches Helferlein könnte für Firefox-User aber bald überflüssig werden, wie ReadWriteWeb berichtet:
Firefox gets distributed social networking and identity management. The good people who work on the revolutionary, open-sourced, and occasionally maligned browser have been hard at work on making cross-site navigation and portable IDs a solvable problem. A discrete button to the left of the URL that can tell users whether or not they are logged in to a particular site and allow them to log in without further navigation
Details zur Implementierung und Screenshots gibt's im Weblog von Mozilla-Entwickler azarask. Mehr in theoretische Spekulationen als in die Frage der praktischen Umsetzung vertieft sich ein ausführlicher Beitrag auf Stay'n'Alive: The Future has no Log In Button:
For this to happen we need more involvement from all. Maybe I'm crazy, but this future is as clear as day for me. I see a future where I go do what I want to do, when I want to, and I get the exact experience I asked for. This is entirely possible. Why aren't we all focusing on this?
Aber tun wir doch ohnehin! Wird wohl bloß noch ein Weilchen dauern
Wikipedia, die fünfthäufigst geklickte Website der Welt, ist so suprig, dass einem fast die Superlative ausgehen. Man findet beinahe jede nur erdenkliche Info, die Inhalte sind mittlerweile so gut, dass man bedenkenlos fürs Unireferat Copy-Pasten kann, die Enzyklopädia Britannica wurde sowohl in Bezug auf Qualität der Artikel wie auf Aktualität meilenweit abgehängt und am suprigsten: Die Schwarmintelligenz. Wisdom of the Crowds. Ein Märchen, das wahr geworden scheint. Leider ist nicht alles so rosig im Reich von Wikipedia und seiner Schwarmintelligenz. Denn wie wir alle aus der Schule, von der Uni oder aus dem Berufsleben wissen: So schön es sein kann, wenn man in Gruppen arbeitet - meist gibt es nichts schlimmeres, als in Gruppen arbeiten zu müssen. Und dies scheint zuletzt auch die Motivation der freiwilligen Wikipedia Mitarbeiter zu sein:
"Wikipedia is becoming a more hostile environment," contends Mr. Ortega, a project manager at Libresoft, a research group at the Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. "Many people are getting burnt out when they have to debate about the contents of certain articles again and again." [...] Wikipedia's struggles raise questions about the evolution of "crowdsourcing", one of the Internet era's most cherished principles. Crowdsourcing posits that there is wisdom in aggregating independent contributions from multitudes of Web users. It has been promoted as a new and better way for large numbers of individuals to collaborate on tasks, without the rules and hierarchies of traditional organizations."
Klingt nach Crowd Ebbing....
Ein interessantes Beispiel von Crowd Fail, dem Versagen der Schwarmintelligenz beschreibt übrigens Jaron Larnier auf edge.org.
Für erhitzte SEO-Gemüter (aber andererseits gilt das für jedes Posting am offiziellen Google-Blog) sorgte kürzlich die Ankündigung des neuen Format "Breadcrumbs" in den Suchergebnissen:
The new display provides valuable context and new navigation options. The changes are rolling out now and should be available globally in the next few days.
Some web addresses help you understand the structure of the site and how the specific page fits into the site hierarchy. For example, consider a search for the biography of Vint Cerf (Google's Internet Evangelist). The URL for one result, "www.google.com/corporate/execs.html," shows that the page is located in a page about "execs," under "corporate," which is on the "google.com" site. This can provide valuable context when deciding whether to click on the result.
Klingt unverständlich? Am Screenshot wird das ganze Ausmaß des Dramas sofort klar:

Klingt auf den ersten Blick gut, hat aber viel weniger mit Usability als mit Markt-Protektionismus zu tun, wie John On völlig zutreffend anmerkt:
In the example Aaron provided, Google has replaced a very helpful, meaningful and rich URL with a much less relevant breadcrumb. But Google wants everyone to watch how those breadcrumbs help average web sites, because Google doesn't want you to look behind the curtain. [...] This URL removal is an anti-competitive practice that seeks to hinder the efforts of companies that re-sell Google's data, whether they be SEO research services or re-purposers (scrapers). It is the unique URL (and unique domain name) that enables everyone else to make money on the web. As long as every consumer has to go through Google to find a web page, Google has a chance to take a piece of the profits.
Und warum macht das überhaupt einen Unterschied, wo die Seiten doch auf den SERPs verlinkt sind? Nun, dazu muss man sich vor Augen halten, dass Google in den letzten Monaten immer mehr Links durch Redirects ersetzt hat - in der Tat deutet die ganze Entwicklung stark drauf hin, dass in absehbarer Zeit keine Third Party Applikation mehr umfassende Einsicht in Googles Spielweise haben wird.
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I don't think "mega-blogging" is actually a thing, I just made it up to make the title sound more dramatic. But if mega-blogging were a thing, you would do it with WordPress. Micro-blogging is a thing, ash a lot of people do it with Twitter.
Von wem könnte dieses Zitat wohl stammen? (Es folgt eine Nachdenk-Leerzeile.)
Genau - Matt Mullenweg hat sich Gedanken über Twitter vs. WordPress, oder genauer gesagt über Twitter neben WordPress gemacht. Auslöser war ein Statistik-Posting auf TechCrunch mit dem inhalts-erklärenden Titel Blogging Vs. Microblogging: Twitter's Global Growth Flattens, While WordPress' Picks Up.
Vor einigen Monaten war ja mal die Rede davon, dass Micro-Blogging "normale" Weblogs mittelfristig verdrängen würden. Dabei handelte es sich aber, was schon damals klar ersichtlich war, um eine grobe Fehleinschätzung: die beiden Formaten leisten Unterschiedliches, ergänzen sich aber hervorragend. Und ohne "Mothership" lässt sich's im Social Web nun mal schwer navigieren. Matt spricht aber auch ein Thema an, das mir auch schon einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat:
How tweets get imported into a blog is still an open question for me. I've seen lots of ways people have attempted it but when a blog becomes an activity stream it becomes a weak version of all the things it aggregates, less than the sum of its parts, because of the loss of context.
Nach einer harten Woche in Social Media Land kann nur eines helfen - Katzencontent. Dieser ist so süß, dass Diabetikern vom Genuss abgeraten werden muss!
PS: Keine Sorge, der Katzencontent wird mir nieeeee ausgehen!
"This week in Startups" heißt der Video-Podcast von Jason Calacanis - letzte Woche waren Programmier-Guru Joel Spolsky und WordPress-Mastermind Matt Mullenweg zu Gast: absolut sehenswertes Interview für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie das populärste CMS der Welt eigentlich entstanden ist.
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Das war's auch schon wieder für diese Woche - wir danken artig für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen uns - alle sieben Tage wieder - dass Sie unserer allwöchentlichen Rückblickerei auch weiterhin gewogen bleiben. Auf datenschmutz tut sich nächste Woche wieder einiges: zwei neue Gewinnspiele scharren in den Startlöchern, morgen gibt's ein Interview mit Loic le Meur zu Twitter. In diesem Sinne: schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
Die datenschmutz-Redaktion im Blogistan-Panoptikum Fieber: Eifrig wird getippt, verifiziert, herumtelefoniert, Brieftauben bringen Nachrichten aus aller Welt, Ballonfahrer werfen Infopakete über Wien ab - jeden Sonntag bricht erneut Hektik in der Redaktionsstube aus, denn es gilt, Millionen Tweets, Blogbeiträge und Status-Updates in einen einzigen Rückblick zu pressen. Linzerscnitte und datenschmutz haben auch diesen Sonntag wieder für Sie die große Hydraulikpresse angeworfen und begrüßen die hochverehrte Leserschaft zu einem Mitternachts-Snack ins virtuelle Zirkuszelt - fast wie Palazzo, nur ohne Dinner und Artisten.
Dass Twitter sich im Wachstum befindet, merkt man nicht nur an der ausufernden Berichterstattung der Mainstream-Medien. Wieviele User gibt es aber jetzt genau? Wieviele kommen jeden Monat hinzu? Wieviele Follower hat der durchschnittliche Twitteruser, wie splitten sich seine Tweets in Replies, Retweets und ähnliches -diese Fragen stellen sich neben wirklich an Twitter interessierten Menschen vor allem die vielzählen Social Media Consultants! Und Sistrix war so frei, diesem Bedürfnis Befriedigung zu verschaffen - und wie immer ist die Stichprobe sehr repräsentativ ausgefallen:
Da Twitter sich leider nicht in der Lage sah, mir einen Datenbank-Dump auf einem USB-Stick zuzuschicken, musste ich einen anderen Weg finden, um an eine ausreichende Datengrundlage zu kommen. Glücklicherweise hat Twitter eine recht umfangreiche API, die bei der richtigen Sonne-Mond-Konstellation sogar manchmal funktioniert. Wenn man sich bei Twitter anmeldet, erhält man eine aufsteigende Nummer (ID). Aktuell liegt diese Nummer bei rund 85 Millionen. Ich habe nun ein kleines Script geschrieben, das die Daten von Twitter-Accounts über die API abfragt und speichert. Rund 10% aller Accounts scheinen mir ausreichend, um aussagekräftige Schlüsse zu ziehen.
Salvia Divinorum habe sich das Orakel von Delphi vor seinen mehrdeutigen Zukunftsprojektionen "reingezogen", heißt es. Über die Konsumationsgewohnheiten des Teams rund um die Internationale Delphi-Studie 2030: Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien, sicher ist nur so viel:
Die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Medien für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist größer als je zuvor. Um Einblicke in die langfristigen Entwicklungen dieser Branchen zu erhalten, hat der Münchner Kreis gemeinsam mit dem EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest sowie den Förderern und Unterstützern Siemens, Vodafone, Focus, VDE, SAP, Alcatel-Lucent Stiftung, IBM sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Studien „Zukunft der deutschen IKT“ sowie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien" durchgeführt.
Das Baby kam als gesundes PDF-File mit einem Gewicht von 18MB auf die Welt und ist für Eilige auch als Executive Summary verfügbar. Aber nur hier auf datenschmutz gibt's die Ultra-Executive Frosch-Version, sozusagen die Small-Talk Version fürs Büro:
Haben Sie schon die letzte Woche erschienene Delphi-Studie gelesen? Der "Mediensektor wird durch Digitalisierung nachhaltig beeinflusst und verändert."
Alternativ-Version für Old Media Verlagshäuser, bei denen aufgrund bevorstehender Kündigungswellen wegen des "Scheiß Internet" (siehe nächsten Beitrag) dieses Bonmot makaber wirken könnte:
Schrottprämie hin oder her: Ich warte noch 504 Monate mit Autokauf! In der letzte Woche erschienen Delphi Studie über das Jahr 2030 steht: "IKT wird im Automobil die Sicherheit und Effizienz erhöhen."
Der Preis für den schrägsten Vergleich der Woche geht an Maestro Shoemoney, der von einer National Geographic Docu über den Schweinegrippen-Virus nahtlos zu Online-Businessmodellen überleitet:
One of the things the show also talked about is how many people don't know that a virus goal actually NOT to kill people. Its goal is to reproduce and sustain life for as long as possible. When it's living in a human and the human dies then it dies too.
So how does this apply to internet marketing?
Well everyone is trying to create something "viral". But most of the time they don't have an end goal. I know some of the most gifted programmers/designers in the world who have created some of the most viral websites on the internet yet can't figure out how to profit from them.
Plötzlich war es da. Und dann auch schon wieder weg. Das von Twitter angekündigte Retweet-Feature gab letzte Woche auf einigen weniger Twitterprofilen ein kurzes Gastspiel, darunter auch auf meinem. Und natürlich hab ich das Retweeten gleich ausprobiert. Bei Mouse-Over erschien auf dem Tweet neben Reply die Option "Retweet". Nach dem Klicken erschien ein Dialogfenster, und fragte den User, ob man diesen Tweet wirklich retweeten möchte. Nach dem "OK" war der Tweet dann auch schon retweetet - ohne die Möglichkeit des Editierens oder die Notwendigkeit, die Nachricht gegebenenfalls auf 140 Zeichen zu kürzen. Der Retweet erschien nicht in meiner eigenen Timeline, dafür aber in der Timeline meiner Follower. Jedoch nicht mit meinem Avatar, sondern als "Forward" des Originaltweets inklusive mit einem kleinen Textlink ("retweeted by xy").
Außerdem implementiert tauchte im Sidebar Menü ein neuer ReTweet-Filter auf und kurze Zeit später erschien dort auch ein Link auf ein Feedback-Formular, in dem ich sogleich mein Missfallen über das neue Feature kund tat - mit Erfolg, tags darauf war es verschwunden! (und vorläufig zurückgekehrt am 13.11.);) Digiom machte mich dann auf einen Blogbeitrag von Twitter-CEO Evan Williams aufmerksam, der erklärt, warum die Retweet Funktion so ist, wie sie ist. Besonders interessant und zutreffend fand ich den Absatz über den "Lärm", den manche notorischen Retweeter verursachen:
Noisiness. Let's face it: Some people over-retweet. You may be interested in what they personally say, but you don't need to know about every link and charity cause they pull their RT-happy trigger finger on. The only choice you have today is deciding if the benefit of getting their occasional gems is worth the cost of their retweetarrhea.
Aber auch wenn Retweets eine schlimme Form von "Stream Pollution" sind, editiere ich meine eigenen RTs natürlich, um meinen Senf dazuzugeben. Das Retweet Feature, so wie es bisher geplant war, würde ich wohl nur in manchen Situationen einsetzen - und ansonsten beim klassischen, manuellen "RT" bleiben.
Anomaly Systems arbeiten an einem neuen Projekt, das Geeks helfen will, die Redundanz in der persönlichen Informationsflut einzudämmen, indem Dubletten aus Twitter, Friendfeed und verschiedenen Feed-Quellen eliminiert und zusammengehörige Einträge gruppiert werden. Lous Gray hat Cadmus getestet und ist recht angetan:
In my testing of Cadmus, I found it correctly detected retweets, replies from others to the original sender, copies of tweets sent to FriendFeed, and other topically-related items, even if they did not share keywords. Cadmus was even able to find similar updates that were hours or days apart.
On average, each refresh of Cadmus filtered around 10 percent of my updates. For runs that included 3,000 or so updates, 300 individual items would be grouped or filtered - and testing of a smaller account in the low hundreds also showed a similar 10 percent filter rate. In fact, the more updates I filtered, the higher the percentage filtering would be found. In a run comprising more than 8,000 items, almost 1,000 were "related".
Zeitungen wie "Der Standard" oder "Die Kronenzeitung" haben nach dem Tod von Jörg Haider und Michael Jackson schnell Dossiers über die verstorbenen Persönlichkeiten online gestellt und diese mit Google Adwords beworben. Sie wollten gefunden werden, sie wollten Traffic und User auf ihre Seiten locken. Das wollen eigentlich alle Medienunternehmen. Alle, nein einen großen Medienkonzern gibt es da, der sich wohl demnächst einen Consultant in Sachen "Negative SEO" (Copyright @navofignorance) suchen wird: Rupert Murdoch. Er hat die Nase voll davon, dass die "content kleptomaniacs" Google & Co. seinen hochwertigen journalistischen Content einfach zu Customized Online-Newspapers zusammenwürfelt. Darum will er seinen Content nun ...verstecken.
Und Douglas Rushkoff, Professor für Media Studies findet diese Idee gut:
Of course, Murdoch's remarks are really just a trial balloon. He has initiated a conversation—but one that few of us are in a position to back up with a multibillion-dollar media empire. By suggesting that he is ready to pull the plug on universally searchable news, he is inviting other publishers in the same position to consider taking the same leap.
Mal sehen, ob die anderen Lemminge Rupert Murdoch folgen würden...
Dass Twitter in absehbarer Zeit Geo-Info in Tweets integrieren will, wurde bereits im August angekündigt - nun zeichnet sich ab, dass die neue API-Funktionen auf absehbare Zeit jedem Städtchen sein eigenes Trendbarometer verschaffen wird, wie Ben Parr auf Mashable berichtet:
The new API will open up the ability for Twitter apps to figure out what's trending in a pre-defined set of locations. This means that while San Francisco will almost certainly have a set of local trends, my hometown of Princeton, IL (7200 residents) probably will not, at least in the beginning.
Dazu passt auch ganz hervorragend der Beitrag How Social Media is taking the News local von Leah Betancourt, ebenfalls auf Mashable:
"I sense inevitability is setting in with media companies with regard to social media. Those that thought... it was a fad that would quickly fade away are beginning to resolve themselves to the cold reality that social media is here to stay and will have to play a role in news coverage and audience building for a long time to come," Briggs said.
Das Thema Bürgerjournalismus haben wir auch am World Blogging Forum ausführlich diskutiert - Tenor: die Tools und Möglichkeiten sind, wie die ökonomischen Grundlagen einer partizipativen Berichterstattung aussehen können, ist dagegen noch recht unklar: erste Versuche mit Beteiligung der User an den Werbeeinnahmen verlaufen für alle Beteiligten bislang noch nicht übermäßig einträglich.
Chrome OS wird innerhalb einer Woche zum Download bereit stehen, weiß Michael Arrington. Googles im Juli angekündigten PC-Betriebssystem dürfte damit wohl das raschest entwickelte OS aller Zeiten sein. Über den Umfang der unterstützten Hardware sind noch keine Details bekannt, sicher ist aber, dass vorerst nur bestimmte Devices unterstützt werden:
We expect Google will be careful with messaging around the launch, and endorse a small set of devices for installation. EEE PC netbooks, for example, may be one set of devices that Google will say are ready to use Chrome OS. There will likely be others as well, but don't expect to be able to install it on whatever laptop or desktop machine you have from day one. Google has previously said they are working with Acer, Adobe, ASUS, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments, and Toshiba on the project.
Über genaue Details der Softwarearchitektur ist bislang wenig bekannt. Big G entwickelt sein OS allerdings nicht von Null auf, sondern es beruht auf einem nicht näher spezifizierten Linux-Kernel. Avisiert wird die immer populärere Gruppe der Netbooks, deren Löwenanteil immer noch mit dem 8 Jahre alten XP auskommen muss. Chrome OS dagegen soll schlank und ressourcenschonend sein und dem Chrome-Browser eine optimale Systemumgebung bieten. Ich bin da relativ skeptisch, da es mir wesentlich wichtiger ist, gewohnte Software auch am Netbook verwenden zu können - das erfordert zwar in vielen Fällen etwas mehr Geduld als am Desktop, erhöht den Unterwegs-Nutzwert aber immens. Mehr über Google Chrome erfährt man in diesem TechCrunch Beitrag.
Das neue Social-Network für Unternehmer und KMUs konzentriert sich ganz auf die berufliche Seite des Microblogging-Lebens und stellt daher konsequenterweise auch die Frage: "What are you working on?" statt "What are you doing?" Es reicht ohnehin schon Echtzeit-geplagten Entrepreneuren also nicht mehr, sich mit LinkedIn Messages zu bombardieren, weiß The next web:
Sarah Prevette, the founder and CEO, believes that "Sprouter can provide the forum for real-time networking and collaboration so everyone can benefit from mistakes and successes.". Indeed it does and after it's beta launch back in August 2009, it's providing it's user with a unique space to market themselves, their ideas and businesses.
Mit anderen Worten: das Zeitalter der EPUs ist vorüber, denn kein KMU kann in Zukunft auf einen CSO - Chief Sprouting Officer verzichten können. Einziges Distinktionskriterium gegenüber dem großen Vorbild: Sprouter beherrscht Threading, also die von Foren gewöhnte Einrückung zusammengehöriger Konversationen. Der Name steht für "Keim, Spross, Trieb" - ich bezweifle allerdings stark, dass die Business-Welt ein eigenes Twitter-Network braucht. Prädikat: "Sprout Inhibition" (Keimungsunterdrückung)
Wenige Wochen nach ihrer Einführung ist es schon wieder ruhig um die Twitterlisten geworden. So richtig kann wohl niemand was damit anfangen. Oder doch?
The Conversation-List ist in etwa die Anti-These zur Karteileichen-Liste - dort finden sich 25 oder mehr Personen, mit oder über die man im Gespräch ist.
The list is automatically updated daily, so that it always reflects the people that you are paying attention to right now. If you @reply (or @mention) someone, they're added to your list. If you stop talking to that person, they drop off your list.
Klingt nett, installiert sich quasi wie von selbst, und kann auch einfach wieder entfernt werden. Hilft's nix, schadet's nix: conversationlist.com.
PS: schon irgendwer einen echten Nutzen für die Twitterlists entdeckt? JohnOn geht ja beinhart davon aus, dass Google Twitter bald für 6 Milliarden gekauft haben wird müssen:
That's the headline I think we'll see soon enough, when Google gets over itself and swallows the bitter pill. The mistake was already made... more than once... when Google failed to truly demonstrate the value of Twitter to its future. Had it offered a sweet enough deal, it could have bought Twitter before. Everyone has a price. But with each passing week, Google (and the rest of us) see more and more clearly just how essential Twitter is to Google's future. And each week, the cost of acquiring Twitter goes up.
...hat Christ Walker der Cyber-Entität Scobleizer gestellt, noch dazu auf Twitter: Any advice on getting followers?
It's the worst question in social media. Sorry Chris for picking on your question. It's actually a question lots of people wonder, but it's the kind of thing that no one really can answer.
Why?
Because we're not in control of who follows us. So, I'd rather not think about it. I rather think about things I CAN control. What are those?
1. What I write about.
2. Who I follow.
3. Who I hang out with.
4. The lists I follow and steal from.
Also bitte, lieber Scoble: Wer stiehlt denn? Wir remixen doch bloß!
Die Grünen sammeln Auszeichnungen wie andere Parteien Strafzettel in Brüssel. Durften sich die an Einmischung in in- und oder externe Affären wenig interessierte Partei in diesem Jahr bereits für die Forderung nach Internet-Sperren bereits über den Big Brother Jackpot freuen, so knallten gestern erneut die Korken:
Die Wiener Grünen sind die ersten Träger des Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten. Er belohnt sie für das "Kommunikationsdesaster" rund um die Grünen-Vorwahlen. Durch die Ablehnung eines Teils interessierter Nichtmitglieder zur aktiven Teilnahme an den parteiinternen Abstimmungen über die Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl hat die Partei einen Teil der Wiener Webszene enttäuscht.
Es kann nicht leicht gewesen sein, sich gegen diese übermächtige Konkurrenz durchzusetzen, und ich beneide die Jury nicht um die gewiss schwierige Entscheidungsfindung. Und die Nominierungsliste hat es definitiv verdient, an dieser Stelle in voller Länge wieder gegeben zu werden:
1. Nominierung: die ORF ON-Direktoren für 15 Jahre fehlende Barrierefreiheit im Scheißinternet und generelle Ignoranz; denn ORF ON endet als Versorgungspostenpool, der sich in der Konzeption von ORF-Dörfern und TV-Theken ergeht, anstatt eine umfassende Internetstrategie zu entwickeln.
2. Nominierung: Plagiatsjäger Stefan Weber für seine Leistungen als Blockwart eines konservativen Wissenschaftsbetriebes, der Studierenden Dummheit und Internetkriminalität vorwirft, anstatt Überlegungen über einen zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb des Web 3.0 zu machen.
3. Nominierung: der Bühnenabend "Menschmaschine" im Rabenhof in der Kategorie fehlgeleitetes Infotainment für die Leistung, das Web 2.0 auf die Formel "Beidlwitze" zu reduzieren.
4. Nominierung: Ibrahim Evsan - stellvertretend für alle Social Media Gurus, die den Übergriff der Technik ("Fixierungscode") predigen und gut daran verdienen.
5. Nominierung: Armin Thurnher in der Kategorie beleidigter Leitartikler; große Verdienste um die österreichische Medienlandschaft sind noch lange kein Freibrief für unreflektiertes Gegrantel.
6. Nominierung in der Kategorie Abmahnwahn: Jako und Jack Wolfskin für ihren unglaublichen juristischen Umgang mit Kleinst-Bloggern und Hobby-Bastlern mit Netzzugang
7. Nominierung in der Kategorie ProfilneurosendistinktionsgewinnlerInnen: ein paar KolumnistInnen (u.a. Doris Knecht und Polly Adler/Angelika Hager) für ihre medialen Anti-Social-Media-Koketterien.
8. Nominierung: die Wiener Grünen für ihre missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance.
9. Nominierung: Franz Medwenitsch für seine jahrelange Tätigkeit als Blockierer von fairen Verwertungsmodellen und diesbezüglicher lobbyistischer Begleitung von allen Gesetzesnovellen auf staatlicher und gemeinschaftlicher Ebene.
10. Nominierung: Wolfgang Schüssel - fürs Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten, denn er strafte die von ihm ungeliebte "Internetgeneration" mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik ab.
Nein, es gibt wirklich kaum eine bessere Metapher für die Krise der Immobilienindustrie - und wären die Häuser näher beieinander gestanden, dann hätte es auch noch einen Domino-Effekt gegeben. Was genau hier [Foto] passiert ist, weiß Mish [via @muesli]:
- An underground garage was being dug on the south side, to a depth of 4.6 meters.
- The excavated dirt was being piled up on the north side, to a height of 10 meters.
- The building experienced uneven lateral pressure from south and north.
- This resulted in a lateral pressure of 3,000 tons, which was greater than what the pilings could tolerate. Thus the building toppled over in the southerly direction.
Clean your screen. Wenn ich meine Katze dazu überreden könnte, das zu machen... ach wäre das Leben schön.
Vielleicht kann Religion die Menschheit doch noch retten - zumindest drängt sich dieser Gedanken bei Jesus 2000 auf:
http://www.vimeo.com/6547492Aber damit's nicht heißt, ich würde hier im Panoptikum bloß religiösen Fanatismus verbreiten, hier noch eine Perle von Rocketboom, nämlich die Kulturgeschichte des beliebten Audio-Produktions-Plugins Autotune. Merke: It's not a vocoder!
http://www.vimeo.com/7545734Und das war auch schon wieder unser wilder Galopp-Ritt durch sieben Tage Social Media. Danke für Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und lassen Sie sich auch weiterhin nicht durch Echtzeitmedien vom Panoptikum-Konsum abhalten - und vor allem nicht von Kommentare und Anregungen. Wir wünschen schöne restliche Sonntagsminuten, einen erquicklichen Wochenbeginn und lesen uns morgen!
Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch - eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht... nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. Linzerschnitte und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!
Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit beschäftigt, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind - und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:
Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today's culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.
Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der "twitternden" Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. "Kollegenorientierheit" heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich - lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!
Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie thenextweb berichtet:
You'll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.
Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:
To make a call simply send a tweet with "@call @username" where the 'username' is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.
Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren - vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.
Stan Schroeder weist auf Mashable auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans JSNES Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen - die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:
Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.
Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts- und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.
Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat "Am Punkt" auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch Subnet Gemeinschaftsprojekt. "Am Punkt" ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog blog.atv.at/ampunkt wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen; per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, Twitter oder Facebook. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am Blog eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle - und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 - 29-Jährigen. "Am Punkt" gibt's immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.
In Old School vs. New School Marketing beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::
After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He's a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven't I learned to cook yet?
Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:
The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn't mean people are any better about implementing them. Today's empowered consumer means that "the basics" are more important than ever. Because now if someone doesn't like you, it's not just them and their three friends that hear about it. We all hear.
Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen - und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:
But there's a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.
Das Google sich nun reCAPTCHA einverleibt hat, ist nur konsequent - der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche launchte Google offiziell den neuen Newsreader Fastflip:
Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.
[...]
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.
Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert - und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden
Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang "informelle" ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. CNET News kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln - und bei mehr als 100 ReTweets gibt's einen Cut-Off:
What's interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.
What's also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply "100+." I'm guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.
Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen "Retweet" Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) - und auch eine gewisse Retweet-Müdigkeit bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Karrierebibel hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt's noch folgende Tipps:
- Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.
- ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.
- Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.
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"Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die FAZ meint, er sei eine Sensation.
Eine Leseprobe gibt's im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter Electrocomics.com zu finden, bei Amazon kann man bereits vorbestellen
Laertes hat Oola auf ihrem Wachtposten geknipst. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich - die Sitzposition dagegen durchaus:

Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden - zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel - allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!
Noch unterhaltsamer: Facebook Manners and you. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don'ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:
Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach - denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt - vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben - bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.
Dieses Panoptikum erscheint mit Verspätung und fasst sich kurz, denn in den letzten sieben Tagen ging's Schlag auf Schlag: am Donnerstag/Freitag war ich beim Werbeplanung Summit, am Samstag bei Patti Smith in Wels und am Sonntag mit Red Bull Mobile beim XAlps Start in Salzburg. 50km/h Windböen verhinderten leider sehr effektiv unseren geplanten Paragleit-Tandemflug, die Gleitschirm-Profis Vertikal-Loopings direkt überm Mozartplatz drehen zu sehen, war allerdings definitiv beeindruckend. Mobiltechnologie hat mittlerweile auch Einzug in den Extremsport gehalten: alle Athleten, die an der 14tätigen Überquerung der Alpen per pedes und Paragleiter teilnehmen, sind mit GPS-Devices und Handys ausgerüstet, die ein Live-Tracking während des Bewerbs erlauben, das von der "Average Resting Time per Day" bis zur aktuellen Position alle Details verrät. Ich schätze, es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis man den Pulsschlag der Formel1-Fahrer während des Rennens live am Handy abrufen kann
Aber nun without much further ado zum gemeinsamen Rückblick von Linzerschnitte und datenschmutz: ab sofort sind die jeweiligen Beiträge mit Autor- bzw. Autorin-Icon gekennzeichnet.
Diese Woche fiel der Startschuß für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitte-Gemeinschaftsprojekt: Geekly News, das ist ein Videochannel der Platz bietet für seriöse Technologienews, Gadget-Fetischismus bis hin zu geekigen Lifestyle-News. Die ersten Videos sind schon online, wer also noch nicht genug über Poken weiß oder sich für einen Datenschmutz-Videopodcast zum neuen Nokia N97 interessiert, möge gleich mal reinschauen! Und wer nicht weiß, was auf einer Unix-Timestamp-Party eigentlich gefeiert wird, findet auch die passende Antwort. Hier geht's zum neuen Channel: atv.at/geeklynews
Und das wichtigste: wer selbst Video-Podcasts zu den Themen Technologien / Web / Geek-Stuff dreht und veröffentlicht, ist als Gast-Video-Blogger herzlich willkommen! Als Belohnung winkt Coverage auf der ATV-Startseite.
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Darum wird ein 15jähriger Praktikant bei Morgan Stanley nicht zum Kaffeekochen verdonnert, sondern bekommt den Auftrag, das Mediennutzungsverhalten seiner Freunde zu dokumentieren. Das Ergebnis seiner Recherche wurde von Morgan Stanley und schließlich auch von der Financial Times veröffentlicht und lässt Old Media erzittern. Ein Zitat:
No teenager that I know of regularly reads a newspaper, as most do not have the time and cannot be bothered to read pages and pages of text while they could watch the news summarized on the internet or on TV. The only newspapers that are read are tabloids and freesheets (Metro, London Lite…) mainly because of cost (...).
Sieht aus, als ginge wieder mal ein Punkt an Chris Anderson mit seiner Theorie der "Freeconomics" und als wären Zeitungsabonnenten tatsächlich vom Aussterben bedroht. Hier der Artikel von Morgan Stanley: How Teenagers Consume Media.
Um zweieinhalb Stunden hinken Blogs professionellen Nachrichtenmedien hinterher, berichtet Telepolis [via Philip Budka]:
Traditionelle Medien haben den Ruf langsam zu sein. Das trifft zu bei den Nachrichten, die in Printmedien veröffentlicht werden. Sie sind immer zu spät dran gegenüber dem Internet oder anderen 24-Stunden-Medien wie dem Radio oder dem Fernsehen. Aber wenn es darum geht, wer schneller ist, dann siegen weiterhin wenig erstaunlich die Online-Redaktionen der traditionellen Medien über die Blogger. Normalerweise haben sie, so eine Studie von Jure Leskovec, Lars Backstrom und Jon Kleinberg von der Cornell bzw. Stanford University über die letzten drei Monate der US-Präsidentschaftswahl vom 1. August bis zum 31. Oktober 2008, einen Vorsprung von 2,5 Stunden.
Trotzdem gäbe es flinke Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Ich habe mich nicht näher mit der Methodologie der Studie beschäftigt, aber dass Blogger im Durchschnitt so rasch reagieren, wundert mich - ob da wohl eine Content-Scraper Scripts die Statistik beeinflusst haben?
Die Fast-Vizekandidaten mit Alaska und Schusswaffenerfahrung geht radikal gegen Blogger vor, das mittlerweile als falsch eingestufte Gerücht verbreiten, sie habe Baumaterialien eines Sportgebäudes für ihre Privathütte verwendet. Dabei ist es laut amerikanischem Medienrecht keineswegs verboten, falsche Vermutungen zu publizieren, sofern diese als "Annahme" und nicht als Faktum deutlich gekennzeichnet sind, wie Technewsworld betont:
That didn't stop Palin's attorney from threatening to bring defamation charges against anyone who had repeated the allegation. Singled out were the The Huffington Post, The Washington Post -- and Alaskan blogger and radio host Shannyn Moore.
Moore, for her part, was not cowed -- and rightly so. She had the law on her side. It is not illegal to publicize rumors as long as statements are couched with appropriate qualifiers such as "alleged," "reportedly," etc., or clearly are written as opinions. For instance, you can say "I think so-and-so is a crook." What you can't say is "So-and-so is a crook because he is embezzling funds from his company" -- unless, of course, it's true. The law allows even greater latitude when it comes to comments made about public figures such as Palin.
Wer nun schon die Koffer packt, sei gewarnt: um einen Freifahrtsschein handelt es sich keineswegs:
There are limits to what the law permits, however. Bloggers don't receive a Get Out of Jail Free card just by strategically modifying any outlandish claim with words such as "maybe" or "I've heard."
Der Prozess ist noch im Laufen, Palin wurde aber wieder mal heftig kritisiert - von einer Politikerin erwarte man sich eine dickere Haut, so der Tenor vieler Medien. Die HuffingtonPost meint dazu:
By specifically singling out and naming Moore, Palin has done two things; she has shown herself to be a reactionary immature politician, and she has made Shannyn Moore a lot better known.
Erwartungsgemäß lässt sich Shannyn keineswegs einschüchtern und schreibt weiter unerschrocken über respektive gegen Sarah Palin - und Lachs: yummy!
Wenn ein Online-Marketer unter geändertem Namen über Realitäten und Normen in der Welt des eCommerce schreibt, dann ist höchste Skepsis angebracht: ob "Werner Schoppelhuber" tatsächlich Konversionsraten über 10 Prozent erzielt oder nicht, ist aber im Kontext dieses Artikels völlig irrelevant - denn die hier präsentierten Überlegungen (vor allem jene zu Messbarkeit und Optimierung) sollte sich jeder, der online etwas verkaufen möchte, eingehend durch den Kopf gehen lassen:
Den meisten E-Commerce-Anbietern gehen mittlerweile die Ideen für weitere Optimierungen aus. Beinahe hilflos stochern sie im Internet-Fundus und scheuen sich nicht vor den abenteuerlichsten Experimenten. Dabei vergessen sie: Konversion passiert im Kopf des Kunden. Der Blick auf die Kauf- und Entscheidungsprozesse des Konsumenten liefert viele effektive Ideen für Optimierungen. Meist sind es nämlich nicht die kostspieligen Features sondern die kleinen Details, die für eine hohe Konversionsrate sorgen.
Ein Sicherheitsleck machte diese Woche Twitter das Leben schwer: ein "Hacker" hatte das Mail-Passwort einer Mitarbeiterin erraten und daraufhin Zugang zu über 300 "geheimen" Dokumenten erlangt. Inhaltlich ist die Bandbreite groß, vom Pitch für eine Twitter TV Show ist die Rede, Vereinbarungen mit AOL, Dell, Nokia und Ericson, finanzielle Ein- und Ausblicke usw. Aber auch Infos über ein strategisches Meeting waren dabei und wurden schließlich von Techcrunch (nach Rücksprache mit Twitter!) veröffentlicht:
One of the audacious goals laid out in the notes of the strategy meeting is for Twitter to become the first Web service to reach one billion users. The notes are laid out in bullet points with each one reading like a Tweet: "If we had a billion users, that will be the pulse of the planet.
Mal sehen, wohin die Reise für Twitter geht - und wann die Critical Mass erreichen wird. Diese dazu auch dieses Scribble von Wikipedia zum Pulse of the Planet.
Eine aktuelle Beobachtung des Copybloggers kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen: immer mehr Leute setzen Social Media mit Networking gleich, während Blogs als etwas "anderes" betrachtet werden:
Maybe the fact that "old media" has co-opted those aspects of blogs is the reason that some people no longer see blogging as social media. I think that's a bit silly.
Absolut lesenswerter Beitrag - angesichts der Masse an Diskussionen zum Thema Friendfeeden vs. Twittern vs. Bloggen tendieren viele User dazu, kommerzielle und ideelle Interessen zu verwechseln:
When you think like a media producer in this brave new social media world, it's your content that social networkers are sharing and promoting, and that translates into your cash. If you're only social networking, you're only someone's user-generated content, and even your digital overlord struggles to make money.
Der "Application-Provider" Facebook (Quote: Andi Klinger am Werbeplanung Summit) wird im fünften Jahr seines Bestehens mit 6,5 Milliarden Dollar bewertet. Der Russische Technologiekonzern Digital Sky Technologies (mail.ru) hat weitere 200 Millionen Dollar in Facebook investiert und nun seine Anteile auf 3,5 Prozent des Unternehmens erhöht. Das hat auch einige Analysten überrascht, dennoch ist auch diese Woche wieder davon die Rede, dass Facebook das neue Google sei bzw. sein werde.
Diese Einschätzung wird Mark Zuckerberg viel Freude bereiten, anscheinend ist es ja sein Masterplan, eines Tages Google in die Tasche zu stecken.
Scobble macht sich Gedanken über das langsame Dahinsiechen seines Lieblingspatienten: der einstige Heavy-Tweeper führt seine Konversationen mittlerweile ja primär via FriendFeed. Das einzige Problem: alle finden die technischen Features toll, aber so gut wie niemand nutzt die neuen Real-Time Möglichkeiten. Aber Scobble bleibt standhaft:
Will I leave FriendFeed? Stop talking about it so much? No and no. Why? Because it lets me differentiate what I do from other bloggers and it has helped me build an innovative media platform that is paying me and Rackspace dividends. Lots of people at the TechCrunch event in Europe say they like reading me there, which demonstrates to me that I’m reaching the audience I wanted to, even if FriendFeed hasn’t reached its own potential yet.
David Gilmour nimmt den Rockklassiker "Chicago" neu auf, um Spenden für einen Hacker zu sammeln - und EMI veröffentlicht auf der eigenen Homepage einen Pressetext über die Aktion. Und da soll nochmal einer sagen, wir lebten nicht in einer postmodernen Wertewelt:
Unter der Mitwirkung von Chrissie Hynde, Bob Geldof und Gary McKinnon selbst wird die von Chris Thomas produzierte Coverversion als kostenfreier Download ab dem 20. Juli über die Webseite der britischen Zeitung The Daily Mail angeboten, allerdings verbunden mit der Aufforderung, eine Spende – gleich welcher Höhe – zu leisten, um damit Gary McKinnon zu unterstützen. Mit dem Einverständnis des Songkomponisten Graham Nash hat Janis Sharp, Garys Mutter, für den Song einen neuen Text geschrieben, der sich unmissverständlich an den US-Präsidenten Barack Obama wendet, damit er sich der Sache ihres Sohnes persönlich annimmt.
"aaaaaa........" nennt mamnaimie diesen äußerst gelungenen Shot einer Ringelspielfahrt... es muss zum Glück eben doch nicht *immer* HDR sein:

Rache ist das Thema einer noch unveröffentlichten Dokumentation - und das sind drei Shots daraus. Mein Conclusio: Rache ist prickelnd und wird am besten kalt serviert.
Ich konnte mich schon wieder nicht entscheiden - Vimeo liefert jede Woche so viel großartiges Material, dass die Auswahl wirklich schwierig fällt. Da wäre zum einen "Sportberichterstattung mal anders" von Ken Loutit: mein Interesse an Sportberichterstattung hält sich in extrem engen Grenzen, aber dieser Ästhetik-Shift ist mehr als gelungen:
A propos Ästhetik: Makoto Yabuki gelang mit seiner "White Box" eine wunderbare visuelle Metapher zum Thema Kreativität:
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des Rückblicks angelangt - Linzerschnitte + datadirt bedanken sich artig Ihre Whuffies (ja, so heißt neuerdings die Währung der Aufmerksamkeit), wir lesen uns morgen.
Immer wieder Freitags tauchen zunehmen mehr Tweets mit dem mysteriösen Hash-Tag #followfriday in den Timelines ahnungsloser Twitter-User auf. Aber keine Angst: es handelt sich mitnichten um eine internationale Interessensvertretung von Wochenende-Stalkern. Begonnen hat die ganze Sache mit diesem simplen Tweet von @micah am 16. Jänner diesen Jahres:

Ich kann kaum schreiben, so geblendet bin ich von den strahlend weißen Wänden meines Büros. Dank massivem Abdeckfolien-Einsatz haben alle elektronischen Devices die Streichaktion farbkleks-frei überstanden. Wer auch demnächst mal die Silhouetten einstigen Wandschmucks in die ewigen Jagdgründe schicken will, dem kann ich die Innenraum-Dispersionsfarbe, die Hornbach als Eigenmarke verkauft, nur empfehlen: tolle Deckkraft und hohe Ergiebigkeit - was ich wieder zurück bringt zum dieswöchigen Panoptikum, denn dasselbe kann man mit Fug und Recht von Filesharing respektive Torrent-Downloads behaupten.
Naja, zugegeben - vielleicht nicht Deckkraft und Ergiebigkeit, sondern Marktdurchdringung und Geschwindigkeit, und genau deshalb werden Torrent-Pages auch nicht so schnell verschwinden, so Erik Dubbelboer und Niek van der Mass im Futurezone-Interview. Die Namen der beiden Herren lassen fraglos auf niederländische Herkunft schließen, aber was sie darüberhinaus zu dieser Aussage qualifiziert ist ihr Job: das Duo betreibt Mininova, laut eigenen Aussagen die populärste Torrent-Suchmaschine. Zwar kommt bald ein Prozess auf die Firma zu, aber dem sieht das Duo recht gelassen entgegen: [via phlow]
Wir denken, dass die klassischen Medien wie das Fernsehen nicht mehr funktionieren. Der freie Informationsfluss im Internet ermöglicht viel bessere Distributionswege. Ich selbst sehe kaum noch fern. Ich möchte Inhalte sehen, wenn ich Zeit dafür habe - und nicht dann, wenn sie gerade von einem Sender ausgestrahlt werden. Manche Unternehmen beginnen schon umzudenken und fragen uns etwa, wie sie von unserem "Content Distribution"-Modell profitieren können. Sie erkennen, dass der Kampf gegen Filesharing aussichtslos ist.
Man kann auf Twitter gar nicht öffentlich rülpsen - also was sollen schon für Benimmregeln gelten, fragt sich der Unbedarfte Neoblogger! Und zwar genau 20 Stück, glaubt man dem PR-Blogger. Und weil journalistische Reduktionsleistung und Fakten richtig wiedergeben Bloggern nicht liegt, wie Armin Durnher in Falter-Editorials dauernd schreibt, hier ein exklusiver Remix der Regeln 12. und 16. für datenschmutz-Leser:
Unerwünscht Twitter-Betteln ohne jeglichen Kontext ist "Gute Idee!" Und Zusammenhang nervt nur. Deshalb verzichten Sie auf Freiwilligkeit. Es funktioniert ebenso bei Tweets: jeder folgt Ihren Twitter-Gesprächen. Antworten irritieren. Ein wirrer Tweet für jeden, der das Prinzip "Klick mich" nicht kennt.
Drei Jahre alt wurde Microblogging-Service gestern, und sprechen hat er auch schon längst gelernt! Als Spätzünder kann man das Baby mittlerweile wirklich nicht mehr bezeichnen - es wird immer schwieriger, Personen zu finden, die nicht auf Twitter vertreten sind
TechCrunch hat aus jubilativen Gründen das Gründungslogo noch mal ausgepackt. Herzliche Gratulation!
Nicht Geheimagenten, um die muss man sich im Zeitalter der Constant Paranoia nun wirklich keine Sorgen machen. Aber Travel Agents, Stock Agents und so weiter... Seth Godin bringt's auf den Punkt:
The problem with being a helpful, efficient but largely anonymous middleman is pretty obvious. Someone can come along who is cheaper, faster and more efficient. And that someone might be the customer aided by a computer.
Und wie immer hat Seth auch die passende Antwort bereit - die liegt seiner Meinung in der vielbeschworenen Nische. Mit anderen Worten: die Paradigmen des Online-Marketing greifen langsam auf die "echte" Welt über:
To thrive in a world of self-service, agents have to hyperspecialize, have to stand for something, have to have the guts to say no far more than they say yes. No, you can't publish this book. No I won't represent you. No, don't take that flight. No, I won't sell this house, it's overpriced, list it yourself.
Eine eigene Rubrik zu diesem Thema bietet sich mittlerweile definitiv an - schließlich erscheinen jede Woche spannende Artikel zu den vielen Facetten des Zusammenbruchs klassischer Marketing-Modelle. Futurelab hat eine kurze Definition des Begriffsfeldes für Neueinsteiger:
Social media is part of the same "sharing" meme that has brought us the open-source movement, open APIs, Wikipedia and other examples of mass collaboration. An opportunity exists for "sharing" to penetrate into new areas of society and business via new innovations in social media. Opportunities also exist in the creation of new business models in which companies "outsource" tasks (i.e. marketing, R&D) to consumers.
Wer lesefaul ist, muss dagegen mit solchen Videos vorlieb nehmen. Aber der Wagen der rollt, und das Interesse steigt, weiß die Statistik. Und wie eine solche Social/Viral Kampagne im Bereich Soziales aussehen kann, zeigt ein aktueller Beitrag im Weburbanist.
Die Rückblicke auf die SEO-Campixx nehmen kein Ende: die SEOnauten haben ein Video mit den obligatorischen Crackhuren und Carlos hat 12 Teilnehmer vor seine Kamera gebeten, um sie zu Traffic-Tipps & Co. zu befragen [via SEOnauten].
Es soll ja SEOs geben, die aus abgelaufenen Domains ganze Satellitenstädte errichtet haben. Die SEOuxindianer stellt mehr und weniger empfehlenswerte Services zur rechtzeitigen Identifikation von Kaufkandidaten vor. Was mich doch einigermaßen überrascht, ist der die Tatsache, dass dieser Markt mittlerweile auch in .de sehr umkämpft scheint, schenkt man diesem Zitat Glauben:
Zonespy aktualisiert ein paar Mal in der Minute und ist damit sehr aktuell. Neben der Echtzeitsuche gibt es auch ein Archiv, mit den Domains der letzten 30 Tage. Dort findet man aber so gut wie nie etwas, da die Daten meistens nicht mehr stimmen und gute Domains nie länger als eine viertel Stunde frei bleiben. Trotzdem ganz interessant.
Das SEO-Handbuch empfiehlt Rücksichtnahme auf die stetig steigende Gruppe der Lohas - und in der Tat frisst der frühe Vogel den Wurm, denn eines steht fest: "ungespritztes Gemüse" ist ein weit weniger stark umkämpftes Keyword als "Klingelton":
Zugegeben, schaut man sich auf diversen Affiliate-Marketing Plattformen um, so muss man Öko-Produkte teilweise noch mit der Lupe suchen. Aber es gibt sie - auch außerhalb der etablierten Anbieter! Man muss nur etwas Suchen.
Themenspezifische Social News Portale bringen beträchtliche Vorteile gegenüber Generalisten - anlässlich dieser Tatsache preist Carlec-Webdesign die Vorzüge von SEOigg gegenüber Yigg:
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es mir in diesem Mini-Test nicht darum ging, wie viel Besucher ich direkt über Yigg oder SEOigg bekommen kann. Das wird die Statistik erst in einiger Zeit hergeben, sondern lediglich über den positiven Effekt eines themenspezifischen, vertrauensvollen Links in den Suchergebnissen.
In der Tag - SEOigg rockt und ist so gut wie spamfrei... kein Wunder, dass Big G der Seite hohen Trust ausspricht.
Tja, blöd gelaufen: da rennt man dem saftigen, riesigen Knochen hinterher, und dann ist da diese blöde Wand dazwischen! Moment mal, wo bin ich hier überhaupt? Legendärer Sleepwalking-Fail von Wuffi - entnommen übrigens aus dem grandiosen Failblog, dessen RSS-Feed in keinem zynischen Newsreader-Portfolio fehlen darf.)
Und das war's auch schon wieder mit dieser Woche: besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Und ein besonderes Shout-Out an RowC, der mich bei Mr. Tweet mit folgender Begründung empfohlen hat: "because he invented the Blogistan Panoptikum." Das freut mich natürlich - besten Dank und schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
Langsam reicht's mit der weißen Pracht dann auch wieder mal - ich hab in den letzten sieben Tagen im Gasteinertal meine jährliche Dosis Powder im Übermaß abbekommen. Dabei scheint die Wirtschaftskrise durchwegs ihre Spuren hinterlassen zu haben: der Ansturm auf die Lifte war enden wollend, die teuren Restaurants vorwiegend mit Russen besetzt. Trotzdem haben die Einheimischen schon vor Jahren kapiert, dass man die eigenen Revenue-Streams entlang der Wertschöpfungskette positionieren muss, dann klappt's auch in Non-Boom Zeiten mit der Diversifizierung - was Online-Marketer von Tourismus-Bauern lernen könn(t)en, werde ich demnächst in einem dedizierten Posting erklären. Aber nun, without much further ado folgt die Kopfdrehung um 180 Grad:
Reicht Geld als Incentive in der Arbeitswelt? Mir persönlich vollauf, aber ich bin ja auch selbständiger Einzelunternehmer. In größeren, schwerfälligen Strukturen, auch bekannt als "Companys", liegt die Sache aber wesentlich komplizierter, wie Pete in einem äußerst instruktiven Beitrag erklärt:
Ich denke ohne neuen Incentives die längerfrisitg orientiert sind, eine gewisse Sustainability ermöglichen, und nicht nur das Individuum belohnen werden wir aus der aktuellen Krise nicht herauskommen.
Tja, man kriegt eben, wofür man bezahlt - aber ich habe nicht den Eindruck, dass besonders viele Manager abseits von Konferenz-Geschwurbel und paradigmatischen Willenserklärungen einen ernsthaften Unterschied zwischen Sach- und Human-Ressourcen machen.
Auf Helge.at stapelt sich der Lesestoff, denn der Autor hat für die kommende Ausgabe des Werbeplanung Guides 2009 einige lesenswerte Interviews geführt: zum Beispiel mit 1-2-3 People's Bernhard Lehner und Pop-URLs Mastermind Thomas Marban. Mindestens ebenso lesenswert: ein nachdenklich machender Incident zum Thema Personalchefs und Identitätsmanagement:
Und, wie Martin es ganz gut auf den Punkt bringt, global Öffentliches ist nicht privat. Was es braucht, ist Medienkompetenz - und die beginnt beim Problembewusstsein.
In der Tat! Neu ist allerdings, dass so mancher bitterlich über verschüttete Milch weint: aber die Next Generation wird unsere Anfängerfehler gewisse vermeiden!
Kunst kommt vielleicht von können. Und bekanntlich gilt ab sofort "Yes we can". Wir können beispielsweise sämtliche Werbebanner mittels Blocker-Tools und Firefox-Plugins entfernen, aber mit den vielen Whitespaces sehen Spiegel Online, TechCrunch und Co. dann gleich viel langweiliger aus. Da gefällt mir Max' Neuentdeckung schon wesentlich besser: Kunst statt Kommerz sozusagen:
Das Firefox-Plugin (Add-Art) funktioniert ganz einfach, im Zusammenspiel mit "Adblock Plus" werden Werbebanner auf fast allen Seiten entfernt. Aber die "Plätze" bleiben nicht leer sondern werden mit wechselnden Kunstausstellungen bespielt.
Wer also schon immer mal seine Bildungslücken in Sachen klassischer net.art auffüllen will, schlage zu: Jodi.org passt beängstigend gut in den 468x60er Rahmen :mrgeen:
Grandioses, unbestrittenes Highlight der vergangenen sieben Tage: die SEO-Bauernregeln auf SEO-United.de. Das klingt ungefähr so:
Kommt mehrmals am Tag der Googlebot, steigt das Ranking ziemlich flott.
Ich hab ja gerade sieben Tage in einem touristisch erschlossenen Bauernhof gewohnt, wo die Originale säuberlich gestickt an der Wand hängen - so ein Stick-Deckerl mit den SEO-Bauernregeln tät sich in meinem Office aber auch gut machen! Auch nicht schlecht: die kürzlich veröffentlichten SEO-Witze. Mein Favorit:
Wie viele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?
Keinen, Dunkelheit wird zum neuen Rankingfaktor erhoben.
Man mag ja kaum glauben, dass Google sich tatsächlich traut, multimediale Inhalte in die Suche einzustreuen - Multimedia statt Semantik? Aber der Linkvendor hat genauer hingeschaut und rät, Videos dringend in die SEO-Strategie mit einzubeziehen:
Die Ergebnisse sind erstaunlich und bestätigten den subjektiven Eindruck. Jeder der Videos und News (falls relevant) nicht in seine SEO-Strategie einbezieht wird 2009 echt was verschlafen. Ich werde daher ab sofort jeden Monat einmal Googles Blended Search, vornehmlich die Videos analysieren.
Selbstverständlich muss sich Big G auch im Bewegtbildbereich ein Relevant-Kriterium einfallen lassen - ich könnte mir gut vorstellen, dass die Zahl der indizierten Embeds dabei eine gravierende Rolle spielt, denn eine Video-Einbindung ist meiner Meinung nach das exakte Gegenstücke zu einem Backlink auf textuelle Informationen.
Preisvergleiche sind die wollsaulegenden Eiermilchkartons im Waffenarsenal avancierter Affiliates. Man muss aber nicht mal unbedingt selbst Hand anlegen - Contaxe und Ecato bieten fix-fertige, live aktualisierte Vergleichs-Tools. Auf Allblogs gibt's einen Erfahrungsbericht zu den zwei genannten Systemen. Dem Fazit des Autors kann ich mich nur anschließen:
Gerade bei recht technisch affinen Blogs finde ich diese Möglichkeit der Monetarisierung nicht die Schlechteste, da man ja doch hin und wieder einmal Produkte vorstellen und anstatt die idealos dieser Welt zu verlinken, warum nicht auf den eigenen Preisvergleich verweisen und für seine Recherchen belohnt werden? Schaden kann es sich nicht! Und so lange man es nicht übertreibt mit der Einbindung, ist es sicher ein sehr effektives Werkzeug im Marketingmix/Vermarktungsmix einer Webseite.
Der Blogrammierer stellt zwei interessante Tools vor: der Piwik Connector und die Desktop Web Analytics For Piwik liegen als Open Source Programme vor und holen Server-Statistiken übersichtlich auf den Desktop. Beide Tools benötigen Adobe Air, die Desktop Web Analytics liefern umfangreichere und grafisch recht liebevoll aufbereitete Stats:
Viele Daten werden mit unterschiedlichem Diagramm dargestellt, was eine schnelle Erfassung der wichtigsten Daten ermöglicht. Es gibt einen Site-Manager, mit dem die eingetragenen Webseiten leicht verwaltet werden können bzw. man schnell zu anderen Projekten springen kann.
Wunderschön elegische inszenierte Shots eines verlassenen Luna-Parks: was soll man dazu schon noch sagen?
Und damit wären wir auch schon wieder am panoptikalischen Ende angelangt - möge das Aufbäumen des Winters ein letztes gewesen sein für diese Saison. Mich dürstet nämlich nach Wassersport-Arten, bei denen das H2O nicht (notwendigerweise) gefroren ist! In diese Sinne wünsche ich Ihnen einen geruhsamen Rest-Sonntag, wir lesen uns am Montag.
Die Social Media Suchmaschine Twingly hat das Potential, zum neuen Technorati zu avancieren. Während Big T. seit Monaten mit Aktualisierungs- und Verfügbarkeitsproblemen zu kämpfen hat, haben sich die Schweden für ihre Charts einiges überlegt: endlich gibt's eine standardisierte, nach 12 Sprachen getrennte Hitparade; and guess what: datenschmutz ist auf Platz #44 in der gesamten deutschsprachigen Blogosphäre!!!
Daher erstmal ein herzliches Dankeschön an all die Stammleserinnen und -leser, die datenschmutz diesen äußerst motivierenden Erfolg ermöglicht haben. Und ein extra-großes Danke an alle, die mich in den letzten 12 Monaten verlinkt haben. Ich revanchier mich bekanntlich gerne - eine gute Gelegenheit, Backlinks abzustauben, bietet mein wöchentliches Blogistan-Panoptikum: passende Themen können derzeit via Formular eingeschickt werden. Und Gratulation an Rob - er regiert souverän die deutschsprachige .at/.ch./.de Wertung. Die gesamte und die englischsprachige Wertung führt übrigens TechCrunch an, die sich natürlich erfreut zeigen, aber auch skeptisch:
Sweden-based Twingly, not to be confused with Twing, doesn't share much about the underlying technology and only says its ranking system focuses on 'inlinks and likes among other things'. They also stress that it shows the blogosphere according to their data, and that it’s not necessarily 100% accurate. It’s a nice feature, but late in the game, and you’ve got to ask yourself how obsolete both Twingly’s and Technorati's ranking would be if Google were actually the next to introduce the next 'Google PageRank for blogs'.
In der Tat - sollte irgendwann Big G eine eigenes Blogranking pushen, würden alle anderen Listen ziemlich obsolet. Aber ds wär mit Sicherheit unter den Top 100 Blogs zu finden: denn anders als bei den dbc werden hier keine "unliebsamen" Einträge händisch entfernt. Übrigens ebenso wie bei den Twitter Charts. Um nicht falsch verstanden zu werden: jeder, der seine eigene Hitparade baut, darf daran gerne rum-manipulieren wie's im beliebt. Unsympathisch finde ich beim Popkulturjunkie allerdings, dass er nicht unbeträchtlichen Aufwand betreibt, um den Eindruck von Objektivität zu erwecken: sozusagen Hausordnung als Farce, aber andererseits auch wieder zu unwichtig, um sich drüber aufzuregen.
Aber zurück zu erfreulicheren Dingen: dass es mit einem deutschsprachigen Blog schwierig bis unmöglich sein dürfte, in die Gesamtwertung zu rutschen, zeigt sich deutlich an der Tatsache, dass nicht mal BasicThinking unter den weltweiten Top 100 vertreten ist. Englisch ist und bleibt eben die Geschäftssprache der Blogosphäre - insofern bin ich auch recht froh über meinen erfreulich anlaufenden Einstieg ins anglo-amerikanische Netz aka datadirt. Hier geht's zu Twingly's deutschsprachigen Blogcharts.
PS: Ich hab mir Twingly bislang noch nicht näher angesehen - aber die (werbefreie!) Suchfunktion macht einen mehr als brauchbaren Eindruck. Ich sag nur: Pêche Rodemaque Royal
Hinter einer grauen Tür in einer grauen Holzwand verbirgt sich die Geschichte einer Menge Bilder: letzte Woche wurde das 3-milliardste Foto auf FlickR hochgeladen. Das sind insgesamt eine Menge Pixel, leider gibt's keine zusätzlichen Statistiken - eigentlich ein Kuriosum, denn das Web 2.0 ist ja die reinste Spielwiese für Zahlen-Jongleure. Bei der Gelegenheit fällt mir ein: was ist eigentlich aus Technorati geworden? Die Seite gibt's zwar noch, aber interessiert sich außer dem Betreiber der deutschen Blogcharts noch irgendjemand dafür? Mir ist grade aufgefallen, dass ich das letzte Mal vor drei Monaten dem T-Monster einen Besuch abgestattet habe... schade eigentlich um die schöne Spielweise.
Barbara Ondrisek und Peter Purgathofer, beide an der TU-Wien tätig, beschäftigten sich in äußerst fundierter und kritischer Weise mit dem Thema elektronischen Wahlen. Dabei geht's nicht um Ablehnung, sonder um eine kritische Auseinandersetzung mit einer zukünftigen "Kerntechnik" der Demokratie, die sich für viele Bürger im Gegensatz zu Stift und Zettel als undurchschaubare Blackbox präsentiert. Ein Besuch neu gelaunchten Plattform Papierwahl.at wird dringend empfohlen - wenn schon die staatlichen Medien ihrer Informationspflicht nur derart ungenügend nachkommen, dann springen eben Blogger in die Bresche!
Yahoo sucht händeringend eine neue Käufer, nachdem die Werbe-Allianz mit Google platzte, oder besser gesagt: implodierte. Jerry Yang hofft nun auf ein Kaufangebot von Microsoft - und die Ex-Firma von "Pension ist" Bill Gates könnte in Zeiten von Nasdaq-Kellerparties ein Schnäppchen machen. Noch im Mai dieses Jahres war ein Übernahmeangebot am Kaufpreis gescheitert. In den letzten Jahren konnte Yahoo einige sehr spannende Services launchen und/oder aufkaufen (MyBlogLog, Pipes), aber der Marktanteil in Europa ist wesentlich zu gering, um nachhaltigen Impact zu entwickeln, den USA allerdings suchen noch immer über 10 Prozent der User via Yahoo.
In der Tat gibt es genug übermäßig evangelistische Prosumers, ein Artikel von Holger Rust in der Wiener Zeitung lässt das Pendel aber gar etwas stark in die andere Richtung ausschlagen [via Pete]:
Erfolgreiche Revolutionen im Konsumbereich resultieren meist aus dem Bestreben der Kunden, mit möglichst innovativen Mitteln alles beim Alten zu belassen.
Tja, die gute alte Kategorienverwechslung ist eben doch der direkte Weg zum markigen Nullaussage!
Stermann meinte dazu im "Falter", wenn man im Internet Postings von Leuten lese, "die busweise dort hinfahren möchten, damit wir in Särgen zurück geschickt werden, dann ist das keine gute Voraussetzung für einen lustigen Abend".
Schreibt der Standard über die Causa Kärntner Pietät vs. Freiheit der Kunst. Stein des Anstoßes war die "Willkommen Österreich" Ausgabe vom 23. Oktober, in der auf angeblich "für Kärnten untragbare Weise" (der neue Landeshauptmann) mit dem Tod Jörg Haiders umgegangen wurde. Drohungen trafen ein, auf den Veranstalter soll gar ein Anschlag verübt worden sein. Auch Marflows Telefon dürfte vor kurzem heiß gelaufen sein, denn am letzten Partyflyer war der bewusste Phaeton abgelichtet mit dem Spruch: "Gratis Eintritt ab 1,8 Promille". Nil nisi bonum gilt für Personen des öffentlichen Lebens eben nur sehr eingeschränkt - ich hab die WK-Österreich Sendung nicht gesehen, den Flyer fand ich persönlich sehr geschmacklos, aber dennoch: diese Karikatur bringt des Pudels Kern ganz gut auf den Punkt.
Keiner drei Milliarden Fotos bedurfte es, um die Läuterung des Mediadonis zu dokumentieren: von Playboy-Haserln zu Klosterschwestern! Da soll noch einer behaupten, es spiele keine Rolle, ob der Google Slap von Bunnies oder Klosterschwestern ausgeteilt wird! Noch ernsthafter geht's anderswo zu: am Sumablog gibt's einen Vergleich gängiger SEO-Software-Suiten; ich habe alle gelisteten Programme getestet, meiner Meinung nach kann keines davon auch nur ansatzweise mit den SEOMoz-Tools mithalten - allenfalls die Reporting-Funktionen ersparen einiges an Zeitaufwand. Aber wozu man zum Recherchieren von themenrelevanten Link-Tausch Sites einen spezialisierten Crawler braucht, werde ich sowieso nie verstehen - die direkte Konkurrenz um eine Werbeschaltung zu bitten, halte ich für wenig effizient
Geld in alte Domains zu investieren, macht da schon deutlich mehr Sinn, wie einem aktuellen Posting am SEO-Handbuch zu entnehmen ist. Natürlich sollte man Senioren-URLs auswählen, die keiner Google-Penalty unterliegen - Sistrix hat unter Zuhilfenahme seiner eigenen Toolbox einen äußerst instruktiven Artikel zu diesem Thema geschrieben.
Herr Helmschrott does it again: weil Frank mit seinem Blog umzieht, hat er die Gelegenheit genutzt, um eine immens praktische Checklist zu veröffentlichen:
Um dem ein oder anderen behilflich zu sein, der in Zukunft irgendwann mal seinen WordPress-Blog umziehen will, halte ich hier mal die Schritte fest, die ich durchgeführt habe und die bei vermutlich jedem anderen Umzug nahezu identisch sein werden.
Ich hab's an der Stelle schon öfter gesagt und denk's mir jedes Mal wieder: FH's WordPress Checklists, Anleitungen und Tutorials gehören zu den kompetentesten, best-aufbereiteten WordPress-Infos, die das deutschsprachige Netz zu bieten hat. Und grade bei einem Umzug kann eine Menge schief gehen: und Franks Liste wird zukünftig einige Blogger vor diversen Katastrophen bewahren!
SEO-United bringt ein Wikipedia-Statistik-Update und kommt zu einem beeindruckenden Ergebnis:
Das Wissensportal Wikipedia konnte innerhalb eines Jahres weiterhin viele gute Platzierungen erreichen. Mit über 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit ist mindestens eine Wikipedia-Domain unter den Top 10 vertreten.
Mit anderen Worten: der Aufwand, den man betreiben muss, um einen Link in der WP zu platzieren, zahlt sich noch mehr aus als vor einem Jahr!
Reiffix listet wieder mal die Monatseinkommen deutschsprachiger Blogs - immer wieder beruhigend, kann ich nur sagen. Eine kurze Frage nur dazu (das Schimpfen überlass ich Baynado): wo bleibt die Umwegrentabilität, auch Kollateralnutzen genannt?
Nützt eigentlich irgend jemand Identi.ca? Sieht wohl ganz so aus, als ob unser Lieblingsvögelchen Twitter in den letzten Wochen zum Lieblings-Trafficbringer us-amerikanischer SEOs avancierte. Dazu passt auch, dass die Zahl an Rotlicht-Spammern gravierend zunimmt, und das wiederum wollen sich die Betreiber nicht bieten lassen: Twitter führt schon länger eine interne Blacklist, und wer dort etwas tut, was den unausgesprochenen Regeln zuwiderläuft (z.B. zuviele Follow-Requests rausschicken), erlebt relativ flott ein unangenehme Überraschung. Dass eifrige Blockwarte kurzzeitig ein Drittanbieter-Blacklist-Service ins Leben riefen, ist in der Tat ein schönes Eingeständnis der mangelnder Medienkompetenz... let's face it: die kurze Zeit, in der Twitter primär als "privates" Service benutzt wurde, ist vorüber: da ändern noch so viele Blacklists nix dran. Demnächst mehr zum guten alten Schinken-in-Dosen-Thema im kommenden Videopodcast.
Barrack Obama hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Die größte Überraschung dabei: Twitter war nicht down.
Nun fragen sich alle: is Obama beautiful world? Die Einwohner dieses japanischens Dorfes, das übrigens auch Obama heißt, sagt vermutlich "ja", aber die japanischen Strophen kann ich leider nicht verstehen [via Und damit wären wir auch schon wieder am Endes dieses Panoptikums angelangt - nächste Woche gibt's unter anderem wieder eine neue SEO-Dog-Folge starring Xsara, einen Videopodcast zum Thema Twitter und einen äußerst spannenden Gastbeitrag über symbolische Kommunikation in sozialen Medien. Wie an dieser Stelle bereits erwähnt: Input, Anregungen und Infos fürs Blogistan-Panoptikum sind immer willkommen. Ich wünsche einen schönen Restsonntag - wir lesen uns am Montag!
Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.
Twitter fehlen zwei ganz wesentliche Features: erstens kann man keine Gruppen-Feeds erstellen und zweitens bietet die Seite nirgendwo Statistiken über die eigenen Followers an. Auf die Gruppen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, das zweite Problem hat Twitterless elegant gelöst: der Service versorgt Pro-Tweeter und interessierte Laien mit enorm hilfreichen Zusatzinfos.
Wer die Übersicht über Unfollows und den zeitlichen Verlauf seiner "Fanbase" behalten möchte, wird auf twitterless nach kurzer Zeit nicht mehr verzichten wollen:
Twitterless will notify you when somebody stops following you and tell you who it is and your follower history is graphed out over time. Find out why you're losing or gaining followers.
Die Unfollow-Infos kommen als direct tweet, auf Twitterless selbst werden hochinteressante Zusatzfeatures angeboten: man kann die eigenen Followers nach Keywords filtern bzw. deren Posts durchsuchen - unglaublich hilfreich sowohl für die Jedi Knights als auch Sith Lords. Wer immer schon mal wissen wollte, wo seine Kontakte (vorgeblich) ihren festen Wohnsitz haben, wirft einen Blick auf das Google-Map Mash-Up.
Auch an Faule (und Twitter-User mit sehr vielen Followers) hat Twitterless gedacht: das den Regeln der Web 2.0 Höflichkeit entsprechende Follow-Back lässt sich anhand verschiedener Kriterien automatisieren:
Twitterless also provides mechanisms to auto-follow or auto-block users based on criteria you specify. Stop spammers and build your friends list without putting in any effort of your own.
Eher ein nettes Gimmick ist die Zusatzfunktion, direkt aus der Firefox-Adressezeile heraus zu tweeten - ich bevorzuge da ohnehin Twhirl am PC und TinyTwitter unter Windows Mobile.
Selbstverständlich befindet sich der Service in der Betaphase. Für die Registrierung ist also ein heiliger Beta-Code erforderlich. Um den zu erlangen, muss man reinen Herzens sein, einen Drachen besiegen und dessen Eingeweide unter einer dreijährigen Fichte vergraben. Die erste Taube, die man anschließend mit einer magischen Steinschleuder erlegt, hat den Code im Schnabel. Die weniger spektakuläre Möglichkeit wäre, tless auf Twitter followen und ein wenig Geduld aufbringen - mein Code traf nach eineinhalb Tagen ein. Für die nächsten Wochen und Monaten haben die Betreiber außerdem zusätzliche Features angekündigt: wenn da noch so etwas wie eine "Gruppenverwaltung" mit eigenen Tweet-Feeds dazukommt, dann wär Twitterless in der Tat die wollmilchfressende Eiersau. Mit oder ohne Tauben-Abschuss.
Clicky, mein Lieblings Webstatistik-Tool, unterscheidet sich in einigen Punkten gravierend von Google Analytics: anstelle der stundenlangen Zeitverzögerung gibt's alle Statistiken in Echtzeit. Das übersichtliche User-Interface macht das Absurfen der eigenen Zugriffsstatistiken zum Vergnügen - und die sauber gelöste WordPress-Integration via Plugin ist für Blogger ein zusätzlicher Pluspunkt.
Ich hab mich seinerzeit beim Launch für eine Testaccount registriert und war anschließend so angetan von dem schlanken und flotten Interface, dass ich mir gleich mal einen Jahreszugang für die Professional Version zugelegt habe, denn damit kann man im Gegensatz zum Blogger-Account beliebig viele Seiten tracken. Das zahlt sich definitiv aus - ohnehin weiß nur der Geier, was Google mit den Analytics-Daten so alles macht. Doch wer sich die paar Dollar sparen will, sollte im Juli einen näheren Blick auf Clicky werfen, denn die Betreiber verschenken 100 Pro-Accounts. Wer Clicky also zwölf Monate lang gratis nutzen möchte, schreibt einen mindestens 300 Wörter langen Review inklusive Screenshot und sagt anschließend Sean via Kontaktformular Bescheid. Wer mehr als 100 Besucher pro Tag hat, bekommt einen Pro-Account (regulärer Preis für 12 Monate: 60 Dollar), wer darunter liegt staubt einen Blogger-Account (Jahrespreis: 24$) ab. Für einen gratis Pro-Account muss man allerdings den Clicky-Tracking-Code installiert haben, um die Besucherzahl zu verifizieren.
Alleinstellungsmerkmal von Clicky ist der sogenannte "Spy" dieser live aktualisierte Feed zeigt in Echtzeit die Zugriffe auf die eigene Homepage an: wenn also mal wieder nix Brauchbares im Fernsehen läuft, kann man live nachsehen, wie die Besucherfluten über den eigenen Server hereinbrechen

Über Referrals durch Suchen mit den verschiedenen Engines (Yay! Ich hatte heute 1,5 Prozent Traffic von Yahoo und 0,3 von Google.ru!) gibt Clicky ebenso bereitwillig Auskunft wie über die Visitors samt Stadt, Land und Referrer plus Systemdaten (Bildschirmauflösung, Browser etc.). Zu jedem Visitor gibt's eine Detailpage, auf der dessen Actions und alle bekannten Daten verzeichnet sind. All diese Parameter und einige mehr fasst das frei anpassbare Dashboard auf einen Blick zusammen, für Archivzwecke oder Präsentationen lassen sich alle Daten als CSV- oder XML-Dateien problemlos exportieren. Größter Bonus gegenüber Google ist meiner Ansicht nach neben der erwähnten Echtzeit-Analyse die sympathische und schlanke Benutzeroberfläche - selbst wenn man im Juli keinen Pro-Account abstauben kann, sind die 24$ bzw. 60$ pro Jahr für jeden Webmaster einen lohnende Investition - so let's get Clicky.
Bei IQ League gibt's diverseste Intelligenz-Test, darunter auch eine 60-Sekunden Schnellbefragung für eilige - man erfährt am Ende nicht nur den eigenen IQ, sondern auch die Ranglisten-Position im Vergleich zu allen UserInnen, die bereits vorher mitgemacht haben. Aber weil Statistik ohne lustige Korrelationen nur die halbe Miete ist, haben die Betreiber ein paar genauere Blicke in ihre Serverlogs geworfen und festgestellt, welche Browser/OS Kombinationen am schlechtesten respektive am besten abschneiden.
Slashdot schreibt dazu:
Interestingly, they correlate the results of this test with a number of statistics available from their server logs. Along with the geographical distinctions like city and country, the referrer and OS/Browser user-agent strings are also mined, to determine the Smartest Browser and OS.
Die komplette Ergebnisgrafik, die ab sofort auch laufend weitergeführt wird, findet sich hier - zur Executive Summary: am smartesten Antworten BenutzerInnen, die mit Safari auf AppleMac/Unix surfen mit einem Durschnitts-IQ von 104,85. Und auf den hinteren Rängen landen Firefox on Win95 (92,57), AppleMac-Safari und WinNT (91,43) und Netscape on Unknown (89,24). Opera-Surfer sind ganz gut mit dabei, mit MacPPC landen sie auf Platz 8 und erreichen 101,05, sogar mit der wicked combination Opera on Win98 reicht's mit 100,90 Punkten gerade noch für Platz 10.
Btw: der 60-Sekunden Test ist wirklich unterhaltsam, für non-native Speakers allerdings recht unfair... ich find's immer wesentlich schwieriger, Anagramme in Fremdsprachen zu lösen.
| 29. April 2008 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Der dreimaldritte Fachvortrag der q/uintessenz aka q/talk beschäftigt sich mit einem hochaktuellen Thema. Gerald Reischl, der kürzlich das Buch "Die Google Falle" veröffentlichte, spricht über die zunehmende Vereinnahmung der digitalen Lebenswelt durch Tante G. Über die Bühne geht der Vortrag im Museumsquartier.
Ort: MQ Wien, Electric Avenue, quartier21, Raum D
Das Szenario, das der Vortragende zeichnet, geht von radikaler Monopolisierung aus; ich persönlich denke, dass ab einer gewissen Größe auch die Angreifbarkeit überproportional steigt - vor ein paar Jahren hatten alle höllische Panik vor Microsoft von wegen IE und so... kaum eine Dekade vergangen, und schon fühlt sich niemand mehr wegen eines potentiellen Redmonder Monopols gestresst. In beiden Fällen ging's um das Monopol der Schnittstelle. Ich bin jedenfalls gespannt auf den gewiss sehr hörenswerten Vortrag:
Haben Sie schon mal gegoogelt? In ein paar Jahren wird man bei dieser Frage nicht mehr das Suchen im Internet meinen, sondern unter googeln wird man den Kontakt eines Menschen mit moderner Technologie verstehen (http://www.google.at/intl/de/options/), dem Lesen von News und Blogs, von Büchern und Mails, dem Anschauen unserer Photos und Videos, die Statistik unsere Webseiten aber auch unsere Büroarbeit bis hin zu unserem Betriebssystem, Internetanbieter und Handyanbieter - das ganze zwar gratis aber nicht kostenlos - denn wir bezahlen mit unserem Leben, denn alles was wir machen bis zu unseren Gedanken und Genen gehört einer Firma - Weltweit - einer Firma die nur ein Ziel verfolgt - den Gewinn ihrer Aktionäre zu maximieren ...
Weitere Infos gibt's auf der quisse Homepage, der Eintritt ist wie bei allen q/talks gratis.
"Ich werbe auch aus Lust am Experiment" lautet der Untertitel des Interviews, das Georg Holzer für die Multimedia-Beilage der Kleinen Zeitung mit mir geführt hat. Im Fokus stand zum 10. Mal das Web, ich freu mich natürlich, in der "Jubiläumsausgabe" mit dabei zu sein. Übrigens gibt's auch lässige Faceball-Fotos und aufschlussreiche Statistiken über die Online-Faulheit der ÖsterreicherInnen.
?: Auch Blogger sollten Werbung machen. Sind Social Networks dafür der richtige Ort?
!: Sicher. Grundsätzlich sollte man seine Inhalte dorthin bringen, wo viele Nutzer sind. Statt etwa Videos am eigenen Server zu hosten, ist es besser, man stellt sie auf YouTube und große deutsche Plattformen. Durch den generellen Traffic dort bekommt man schneller Zuseher.
? Warum schaltest du Werbung für deinen Blog?
! Ich mache das mit relativ kleinen Beträgen und auch aus Lust am Experiment. Ich will wissen, wo es am günstigsten und effizientesten ist. Die Preise und Klickraten verändern sich ständig. Spannend ist die Möglichkeit, Social Actions mit Ads zu verknüpfen. So sehen Nutzer, welche ihrer Freunde auch eine Werbung geklickt oder ein Produkt gekauft haben. Das bringt extreme Aufmerksamkeit, weil die Leute sich kennen und vertrauen.
? Welche Möglichkeiten bieten Social Networks noch?
! Bei Facebook kann man Gruppen und Seiten für ein Produkt oder einen Blog erstellen. Normale Nutzer können sich dann als Fan ausweisen. Bessere Werbung gibt es wohl nicht. Statt Werbung kann man auf Facebook auch Anwendungen anbieten.
? Wie groß ist der Aufwand?
! Im Prinzip ist es einfache PHP-Programmierung. Der Aufwand ist extrem unterschiedlich - je nach Komplexität von ein paar Stunden bis zu Wochen.

Ein neues Blogosphärenjahr hat begonnen - und spätestens seit Tex Rubinowitz "Listen, die die Welt bedeuten" (Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen) hat das gute alte Aufzählungsformat-Format wieder immens an Kultstatus zugelegt. Also höchste Zeit für eine weitere bedeutungsvolle Liste, die allerdings ganz und gar ernst gemeint ist. datenschmutz presents: 33 Tipps für mehr Blogtraffic. Von SEO über Plugin-Tipps bis Viral Marketing - da sollte für jede/n BloggerIn was Passendes dabei sein.
Eine Bitte vorweg: wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, dann wär ein nettes Dankeschön zum Beispiel, vom Link "Feed abonnieren, Beitrag emailen oder bookmarken..." direkt unter dem Artikel Gebrauch zu machen und den Beitrag bei Digg, SEOigg, Yigg, Webnews, Del.icio.us oder ihrem Lieblings-Social Bookmark Dienst abzuspeichern. Dankeschön!
Die Reihenfolge der Tipps soll keinerlei Wertung implizieren - ich habe einfach zusammengeschrieben, was ich aus persönlicher Erfahrung für deutschsprachige Blogs als sinnvolle Maßnahmen erachte. In diesem Sinne wünsche ich allen "alten" Bloggern ein erfolgreiches ein erfolgreiches Jahr und den Neueinsteigern 2008 einen guten Start! Ältere Hasen werden die meisten Tipps bereits kennen, aber die eine oder andere bisher unter dem Fokus der Wahrnehmung gebliebene Perle könnte ja doch dabei sein - oder fehlen, und in diesem Fall bitte ich um Ergänzung, denn: idealerweise sollte diese Liste im Laufe des Jahres erweitert werden und irgendwann vielleicht auf 66 oder gar 99 Tipps anwachsen - daher freue ich mich über Ergänzungen und/oder Berichtigungen in den Kommentaren oder via Kontaktformular. Zusätzliche Tipps werde ich natürlich ausprobieren und in die Sammlung aufnehmen, außerdem möchte ich zu diesem Thema weitere Artikel veröffentlichen.
Eine technische Anmerkung: die diversen Plugin-Tipps gelten immer für WordPress-User; für Serendipity und Co. existieren vermutlich ähnliche Lösungen.
So, das wär's fürs erste mit den 33 Tipps. Über Ergänzungen freue ich mich und wie eingangs angekündigt, wird die Sammlung im Lauf der Zeit noch anwachsen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche maximalen Erfolg mit allen eigenen Blogprojekten.