Die datenschmutz-Redaktion im Blogistan-Panoptikum Fieber: Eifrig wird getippt, verifiziert, herumtelefoniert, Brieftauben bringen Nachrichten aus aller Welt, Ballonfahrer werfen Infopakete über Wien ab - jeden Sonntag bricht erneut Hektik in der Redaktionsstube aus, denn es gilt, Millionen Tweets, Blogbeiträge und Status-Updates in einen einzigen Rückblick zu pressen. Linzerscnitte und datenschmutz haben auch diesen Sonntag wieder für Sie die große Hydraulikpresse angeworfen und begrüßen die hochverehrte Leserschaft zu einem Mitternachts-Snack ins virtuelle Zirkuszelt - fast wie Palazzo, nur ohne Dinner und Artisten.
Dass Twitter sich im Wachstum befindet, merkt man nicht nur an der ausufernden Berichterstattung der Mainstream-Medien. Wieviele User gibt es aber jetzt genau? Wieviele kommen jeden Monat hinzu? Wieviele Follower hat der durchschnittliche Twitteruser, wie splitten sich seine Tweets in Replies, Retweets und ähnliches -diese Fragen stellen sich neben wirklich an Twitter interessierten Menschen vor allem die vielzählen Social Media Consultants! Und Sistrix war so frei, diesem Bedürfnis Befriedigung zu verschaffen - und wie immer ist die Stichprobe sehr repräsentativ ausgefallen:
Da Twitter sich leider nicht in der Lage sah, mir einen Datenbank-Dump auf einem USB-Stick zuzuschicken, musste ich einen anderen Weg finden, um an eine ausreichende Datengrundlage zu kommen. Glücklicherweise hat Twitter eine recht umfangreiche API, die bei der richtigen Sonne-Mond-Konstellation sogar manchmal funktioniert. Wenn man sich bei Twitter anmeldet, erhält man eine aufsteigende Nummer (ID). Aktuell liegt diese Nummer bei rund 85 Millionen. Ich habe nun ein kleines Script geschrieben, das die Daten von Twitter-Accounts über die API abfragt und speichert. Rund 10% aller Accounts scheinen mir ausreichend, um aussagekräftige Schlüsse zu ziehen.
Salvia Divinorum habe sich das Orakel von Delphi vor seinen mehrdeutigen Zukunftsprojektionen "reingezogen", heißt es. Über die Konsumationsgewohnheiten des Teams rund um die Internationale Delphi-Studie 2030: Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien, sicher ist nur so viel:
Die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Medien für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist größer als je zuvor. Um Einblicke in die langfristigen Entwicklungen dieser Branchen zu erhalten, hat der Münchner Kreis gemeinsam mit dem EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest sowie den Förderern und Unterstützern Siemens, Vodafone, Focus, VDE, SAP, Alcatel-Lucent Stiftung, IBM sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Studien „Zukunft der deutschen IKT“ sowie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien" durchgeführt.
Das Baby kam als gesundes PDF-File mit einem Gewicht von 18MB auf die Welt und ist für Eilige auch als Executive Summary verfügbar. Aber nur hier auf datenschmutz gibt's die Ultra-Executive Frosch-Version, sozusagen die Small-Talk Version fürs Büro:
Haben Sie schon die letzte Woche erschienene Delphi-Studie gelesen? Der "Mediensektor wird durch Digitalisierung nachhaltig beeinflusst und verändert."
Alternativ-Version für Old Media Verlagshäuser, bei denen aufgrund bevorstehender Kündigungswellen wegen des "Scheiß Internet" (siehe nächsten Beitrag) dieses Bonmot makaber wirken könnte:
Schrottprämie hin oder her: Ich warte noch 504 Monate mit Autokauf! In der letzte Woche erschienen Delphi Studie über das Jahr 2030 steht: "IKT wird im Automobil die Sicherheit und Effizienz erhöhen."
Der Preis für den schrägsten Vergleich der Woche geht an Maestro Shoemoney, der von einer National Geographic Docu über den Schweinegrippen-Virus nahtlos zu Online-Businessmodellen überleitet:
One of the things the show also talked about is how many people don't know that a virus goal actually NOT to kill people. Its goal is to reproduce and sustain life for as long as possible. When it's living in a human and the human dies then it dies too.
So how does this apply to internet marketing?
Well everyone is trying to create something "viral". But most of the time they don't have an end goal. I know some of the most gifted programmers/designers in the world who have created some of the most viral websites on the internet yet can't figure out how to profit from them.
Plötzlich war es da. Und dann auch schon wieder weg. Das von Twitter angekündigte Retweet-Feature gab letzte Woche auf einigen weniger Twitterprofilen ein kurzes Gastspiel, darunter auch auf meinem. Und natürlich hab ich das Retweeten gleich ausprobiert. Bei Mouse-Over erschien auf dem Tweet neben Reply die Option "Retweet". Nach dem Klicken erschien ein Dialogfenster, und fragte den User, ob man diesen Tweet wirklich retweeten möchte. Nach dem "OK" war der Tweet dann auch schon retweetet - ohne die Möglichkeit des Editierens oder die Notwendigkeit, die Nachricht gegebenenfalls auf 140 Zeichen zu kürzen. Der Retweet erschien nicht in meiner eigenen Timeline, dafür aber in der Timeline meiner Follower. Jedoch nicht mit meinem Avatar, sondern als "Forward" des Originaltweets inklusive mit einem kleinen Textlink ("retweeted by xy").
Außerdem implementiert tauchte im Sidebar Menü ein neuer ReTweet-Filter auf und kurze Zeit später erschien dort auch ein Link auf ein Feedback-Formular, in dem ich sogleich mein Missfallen über das neue Feature kund tat - mit Erfolg, tags darauf war es verschwunden! (und vorläufig zurückgekehrt am 13.11.);) Digiom machte mich dann auf einen Blogbeitrag von Twitter-CEO Evan Williams aufmerksam, der erklärt, warum die Retweet Funktion so ist, wie sie ist. Besonders interessant und zutreffend fand ich den Absatz über den "Lärm", den manche notorischen Retweeter verursachen:
Noisiness. Let's face it: Some people over-retweet. You may be interested in what they personally say, but you don't need to know about every link and charity cause they pull their RT-happy trigger finger on. The only choice you have today is deciding if the benefit of getting their occasional gems is worth the cost of their retweetarrhea.
Aber auch wenn Retweets eine schlimme Form von "Stream Pollution" sind, editiere ich meine eigenen RTs natürlich, um meinen Senf dazuzugeben. Das Retweet Feature, so wie es bisher geplant war, würde ich wohl nur in manchen Situationen einsetzen - und ansonsten beim klassischen, manuellen "RT" bleiben.
Anomaly Systems arbeiten an einem neuen Projekt, das Geeks helfen will, die Redundanz in der persönlichen Informationsflut einzudämmen, indem Dubletten aus Twitter, Friendfeed und verschiedenen Feed-Quellen eliminiert und zusammengehörige Einträge gruppiert werden. Lous Gray hat Cadmus getestet und ist recht angetan:
In my testing of Cadmus, I found it correctly detected retweets, replies from others to the original sender, copies of tweets sent to FriendFeed, and other topically-related items, even if they did not share keywords. Cadmus was even able to find similar updates that were hours or days apart.
On average, each refresh of Cadmus filtered around 10 percent of my updates. For runs that included 3,000 or so updates, 300 individual items would be grouped or filtered - and testing of a smaller account in the low hundreds also showed a similar 10 percent filter rate. In fact, the more updates I filtered, the higher the percentage filtering would be found. In a run comprising more than 8,000 items, almost 1,000 were "related".
Zeitungen wie "Der Standard" oder "Die Kronenzeitung" haben nach dem Tod von Jörg Haider und Michael Jackson schnell Dossiers über die verstorbenen Persönlichkeiten online gestellt und diese mit Google Adwords beworben. Sie wollten gefunden werden, sie wollten Traffic und User auf ihre Seiten locken. Das wollen eigentlich alle Medienunternehmen. Alle, nein einen großen Medienkonzern gibt es da, der sich wohl demnächst einen Consultant in Sachen "Negative SEO" (Copyright @navofignorance) suchen wird: Rupert Murdoch. Er hat die Nase voll davon, dass die "content kleptomaniacs" Google & Co. seinen hochwertigen journalistischen Content einfach zu Customized Online-Newspapers zusammenwürfelt. Darum will er seinen Content nun ...verstecken.
Und Douglas Rushkoff, Professor für Media Studies findet diese Idee gut:
Of course, Murdoch's remarks are really just a trial balloon. He has initiated a conversation—but one that few of us are in a position to back up with a multibillion-dollar media empire. By suggesting that he is ready to pull the plug on universally searchable news, he is inviting other publishers in the same position to consider taking the same leap.
Mal sehen, ob die anderen Lemminge Rupert Murdoch folgen würden...
Dass Twitter in absehbarer Zeit Geo-Info in Tweets integrieren will, wurde bereits im August angekündigt - nun zeichnet sich ab, dass die neue API-Funktionen auf absehbare Zeit jedem Städtchen sein eigenes Trendbarometer verschaffen wird, wie Ben Parr auf Mashable berichtet:
The new API will open up the ability for Twitter apps to figure out what's trending in a pre-defined set of locations. This means that while San Francisco will almost certainly have a set of local trends, my hometown of Princeton, IL (7200 residents) probably will not, at least in the beginning.
Dazu passt auch ganz hervorragend der Beitrag How Social Media is taking the News local von Leah Betancourt, ebenfalls auf Mashable:
"I sense inevitability is setting in with media companies with regard to social media. Those that thought... it was a fad that would quickly fade away are beginning to resolve themselves to the cold reality that social media is here to stay and will have to play a role in news coverage and audience building for a long time to come," Briggs said.
Das Thema Bürgerjournalismus haben wir auch am World Blogging Forum ausführlich diskutiert - Tenor: die Tools und Möglichkeiten sind, wie die ökonomischen Grundlagen einer partizipativen Berichterstattung aussehen können, ist dagegen noch recht unklar: erste Versuche mit Beteiligung der User an den Werbeeinnahmen verlaufen für alle Beteiligten bislang noch nicht übermäßig einträglich.
Chrome OS wird innerhalb einer Woche zum Download bereit stehen, weiß Michael Arrington. Googles im Juli angekündigten PC-Betriebssystem dürfte damit wohl das raschest entwickelte OS aller Zeiten sein. Über den Umfang der unterstützten Hardware sind noch keine Details bekannt, sicher ist aber, dass vorerst nur bestimmte Devices unterstützt werden:
We expect Google will be careful with messaging around the launch, and endorse a small set of devices for installation. EEE PC netbooks, for example, may be one set of devices that Google will say are ready to use Chrome OS. There will likely be others as well, but don't expect to be able to install it on whatever laptop or desktop machine you have from day one. Google has previously said they are working with Acer, Adobe, ASUS, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments, and Toshiba on the project.
Über genaue Details der Softwarearchitektur ist bislang wenig bekannt. Big G entwickelt sein OS allerdings nicht von Null auf, sondern es beruht auf einem nicht näher spezifizierten Linux-Kernel. Avisiert wird die immer populärere Gruppe der Netbooks, deren Löwenanteil immer noch mit dem 8 Jahre alten XP auskommen muss. Chrome OS dagegen soll schlank und ressourcenschonend sein und dem Chrome-Browser eine optimale Systemumgebung bieten. Ich bin da relativ skeptisch, da es mir wesentlich wichtiger ist, gewohnte Software auch am Netbook verwenden zu können - das erfordert zwar in vielen Fällen etwas mehr Geduld als am Desktop, erhöht den Unterwegs-Nutzwert aber immens. Mehr über Google Chrome erfährt man in diesem TechCrunch Beitrag.
Das neue Social-Network für Unternehmer und KMUs konzentriert sich ganz auf die berufliche Seite des Microblogging-Lebens und stellt daher konsequenterweise auch die Frage: "What are you working on?" statt "What are you doing?" Es reicht ohnehin schon Echtzeit-geplagten Entrepreneuren also nicht mehr, sich mit LinkedIn Messages zu bombardieren, weiß The next web:
Sarah Prevette, the founder and CEO, believes that "Sprouter can provide the forum for real-time networking and collaboration so everyone can benefit from mistakes and successes.". Indeed it does and after it's beta launch back in August 2009, it's providing it's user with a unique space to market themselves, their ideas and businesses.
Mit anderen Worten: das Zeitalter der EPUs ist vorüber, denn kein KMU kann in Zukunft auf einen CSO - Chief Sprouting Officer verzichten können. Einziges Distinktionskriterium gegenüber dem großen Vorbild: Sprouter beherrscht Threading, also die von Foren gewöhnte Einrückung zusammengehöriger Konversationen. Der Name steht für "Keim, Spross, Trieb" - ich bezweifle allerdings stark, dass die Business-Welt ein eigenes Twitter-Network braucht. Prädikat: "Sprout Inhibition" (Keimungsunterdrückung)
Wenige Wochen nach ihrer Einführung ist es schon wieder ruhig um die Twitterlisten geworden. So richtig kann wohl niemand was damit anfangen. Oder doch?
The Conversation-List ist in etwa die Anti-These zur Karteileichen-Liste - dort finden sich 25 oder mehr Personen, mit oder über die man im Gespräch ist.
The list is automatically updated daily, so that it always reflects the people that you are paying attention to right now. If you @reply (or @mention) someone, they're added to your list. If you stop talking to that person, they drop off your list.
Klingt nett, installiert sich quasi wie von selbst, und kann auch einfach wieder entfernt werden. Hilft's nix, schadet's nix: conversationlist.com.
PS: schon irgendwer einen echten Nutzen für die Twitterlists entdeckt? JohnOn geht ja beinhart davon aus, dass Google Twitter bald für 6 Milliarden gekauft haben wird müssen:
That's the headline I think we'll see soon enough, when Google gets over itself and swallows the bitter pill. The mistake was already made... more than once... when Google failed to truly demonstrate the value of Twitter to its future. Had it offered a sweet enough deal, it could have bought Twitter before. Everyone has a price. But with each passing week, Google (and the rest of us) see more and more clearly just how essential Twitter is to Google's future. And each week, the cost of acquiring Twitter goes up.
...hat Christ Walker der Cyber-Entität Scobleizer gestellt, noch dazu auf Twitter: Any advice on getting followers?
It's the worst question in social media. Sorry Chris for picking on your question. It's actually a question lots of people wonder, but it's the kind of thing that no one really can answer.
Why?
Because we're not in control of who follows us. So, I'd rather not think about it. I rather think about things I CAN control. What are those?
1. What I write about.
2. Who I follow.
3. Who I hang out with.
4. The lists I follow and steal from.
Also bitte, lieber Scoble: Wer stiehlt denn? Wir remixen doch bloß!
Die Grünen sammeln Auszeichnungen wie andere Parteien Strafzettel in Brüssel. Durften sich die an Einmischung in in- und oder externe Affären wenig interessierte Partei in diesem Jahr bereits für die Forderung nach Internet-Sperren bereits über den Big Brother Jackpot freuen, so knallten gestern erneut die Korken:
Die Wiener Grünen sind die ersten Träger des Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten. Er belohnt sie für das "Kommunikationsdesaster" rund um die Grünen-Vorwahlen. Durch die Ablehnung eines Teils interessierter Nichtmitglieder zur aktiven Teilnahme an den parteiinternen Abstimmungen über die Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl hat die Partei einen Teil der Wiener Webszene enttäuscht.
Es kann nicht leicht gewesen sein, sich gegen diese übermächtige Konkurrenz durchzusetzen, und ich beneide die Jury nicht um die gewiss schwierige Entscheidungsfindung. Und die Nominierungsliste hat es definitiv verdient, an dieser Stelle in voller Länge wieder gegeben zu werden:
1. Nominierung: die ORF ON-Direktoren für 15 Jahre fehlende Barrierefreiheit im Scheißinternet und generelle Ignoranz; denn ORF ON endet als Versorgungspostenpool, der sich in der Konzeption von ORF-Dörfern und TV-Theken ergeht, anstatt eine umfassende Internetstrategie zu entwickeln.
2. Nominierung: Plagiatsjäger Stefan Weber für seine Leistungen als Blockwart eines konservativen Wissenschaftsbetriebes, der Studierenden Dummheit und Internetkriminalität vorwirft, anstatt Überlegungen über einen zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb des Web 3.0 zu machen.
3. Nominierung: der Bühnenabend "Menschmaschine" im Rabenhof in der Kategorie fehlgeleitetes Infotainment für die Leistung, das Web 2.0 auf die Formel "Beidlwitze" zu reduzieren.
4. Nominierung: Ibrahim Evsan - stellvertretend für alle Social Media Gurus, die den Übergriff der Technik ("Fixierungscode") predigen und gut daran verdienen.
5. Nominierung: Armin Thurnher in der Kategorie beleidigter Leitartikler; große Verdienste um die österreichische Medienlandschaft sind noch lange kein Freibrief für unreflektiertes Gegrantel.
6. Nominierung in der Kategorie Abmahnwahn: Jako und Jack Wolfskin für ihren unglaublichen juristischen Umgang mit Kleinst-Bloggern und Hobby-Bastlern mit Netzzugang
7. Nominierung in der Kategorie ProfilneurosendistinktionsgewinnlerInnen: ein paar KolumnistInnen (u.a. Doris Knecht und Polly Adler/Angelika Hager) für ihre medialen Anti-Social-Media-Koketterien.
8. Nominierung: die Wiener Grünen für ihre missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance.
9. Nominierung: Franz Medwenitsch für seine jahrelange Tätigkeit als Blockierer von fairen Verwertungsmodellen und diesbezüglicher lobbyistischer Begleitung von allen Gesetzesnovellen auf staatlicher und gemeinschaftlicher Ebene.
10. Nominierung: Wolfgang Schüssel - fürs Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten, denn er strafte die von ihm ungeliebte "Internetgeneration" mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik ab.
Nein, es gibt wirklich kaum eine bessere Metapher für die Krise der Immobilienindustrie - und wären die Häuser näher beieinander gestanden, dann hätte es auch noch einen Domino-Effekt gegeben. Was genau hier [Foto] passiert ist, weiß Mish [via @muesli]:
- An underground garage was being dug on the south side, to a depth of 4.6 meters.
- The excavated dirt was being piled up on the north side, to a height of 10 meters.
- The building experienced uneven lateral pressure from south and north.
- This resulted in a lateral pressure of 3,000 tons, which was greater than what the pilings could tolerate. Thus the building toppled over in the southerly direction.
Clean your screen. Wenn ich meine Katze dazu überreden könnte, das zu machen... ach wäre das Leben schön.
Vielleicht kann Religion die Menschheit doch noch retten - zumindest drängt sich dieser Gedanken bei Jesus 2000 auf:
http://www.vimeo.com/6547492Aber damit's nicht heißt, ich würde hier im Panoptikum bloß religiösen Fanatismus verbreiten, hier noch eine Perle von Rocketboom, nämlich die Kulturgeschichte des beliebten Audio-Produktions-Plugins Autotune. Merke: It's not a vocoder!
http://www.vimeo.com/7545734Und das war auch schon wieder unser wilder Galopp-Ritt durch sieben Tage Social Media. Danke für Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und lassen Sie sich auch weiterhin nicht durch Echtzeitmedien vom Panoptikum-Konsum abhalten - und vor allem nicht von Kommentare und Anregungen. Wir wünschen schöne restliche Sonntagsminuten, einen erquicklichen Wochenbeginn und lesen uns morgen!
Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!
Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:
First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.
Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.
Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com
Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:
Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.
Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:
I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?
- Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
- Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints
How are my TwitPoints used?
- Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
- Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
- To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.
Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!
Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:
Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]
Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.
Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:
So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.
Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!
Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:
So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.
Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:
- Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
- Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
- Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
- 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
- Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.
Downloadlink zur Studie.
Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:
To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.
Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.
Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...
http://www.vimeo.com/6187842Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:
Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!
Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.
Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:
Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.
Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:
Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.
Hmm. True.
Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:
EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."
Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:
"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.
Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:
He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".
Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.
Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:
I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.
This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.
Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.
Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:
But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.
So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:
Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?
Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:
Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.
Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:
The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!
Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:
Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.
Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!
Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!
| 30. Juli 2009 | ||
| 18:30 | bis | 20:30 |
| 18:30 | bis | 20:30 |
Die APA EBC (E-Business-Community veranstaltet im Haus der Musik in Wien regelmäßig Expertendiskussionen zu verschiedenen IT- und Internet-Themen. Bei der morgigen Veranstaltung mit dem Titel Online-Marketing: Der Kampf um die Aufmerksamkeit werde ich ein kurzes Impulsreferat halten und anschließend in einer illustren Runde hoffentlich kontrovers (sonst wird's fürs Publikum sehr schnell langweilig) und instruktiv diskutieren:mrgreen:
Mit mir am Podium sitzen Peter Drössler (WKO), Geza Dunzer (WirtschaftsBlatt), Carmen Hickl-Szabó (seeyou 3.0), Alf Netek ( Kapsch AG), Yuki Sakurai (diamond:dogs), Dieter Zirnig (Hewlett-Packard). Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, hier geht's zur Anmeldung.
Datum und Zeit: Donnerstag, 30. Juli 2009. 18:30 Uhr
Ort: Haus der Musik, 1010 Wien, Seilerstätte 30, Café Cantino, Erdgeschoss
Meine Meinung zu dem Thema ist sehr eindeutig: im Online-Marketing ist die Kontaktgenerierung (in alle ihren Ausprägungen, ob Social Network, AdWords, SEO, Newsletter, Twitter... you name it) nur der erste Schritt - und zugleich jener, der finanziell am ungünstigsten skaliert. Die entscheidenden Fehler begehen die meisten Akteure nicht bei der Mediaplanung, sondern auf der eigenen Homepage, in der Servicierung und Nachbetreuung ihrer Kunden.
Das Web 2.0 mag einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Art und Weise der Marktkommunikation einläuten, an der klassischen Verkaufsstrategie ändert sich dagegen gar nichts: um jeden Preis erhaschte Aufmerksamkeit stellt sich in der Praxis als wertlos heraus. Wertvolle "Whuffies" (so nennt Tara Hunt die "Währung" der Aufmerksamkeit) bekommt man durch den Aufbau von Vertrauen und Kompetenz. Beides entsteht durch langfristiges Beziehungsmanagement und die Bereitschaft, im Dialog mit den eigenen Kunden Mehrwerte zu schaffen. Alles andere ist bloß Mittel zum Zweck: zwar bietet das Web 2.0 effizientere und vor allem *viel* billigere Kontaktmöglichkeiten als Old Media, aber die Relation zwischen "Werber" und "Zielgruppe" ist eine grundsätzlich andere.
Es mag den einen oder anderen User geben, der alle heiligen Zeiten mal zufällig auf ein Banner klickt - aber Internet-Nutzer sind keine Fernsehkonsumenten, die man mit einem vorgegebenen Programmablauf und abgesehen von demographischen Kriterien vollkommen arbiträrer Werbung zuschüttet. Internet-Nutzer sind aktive Informationssucher, die verschiedenste Strategien nutzen, um jene Informationen und Produkte zu finden. Wer diese Tatsache ernst nimmt, wird sich auch nicht über Gebühr darum bemühen, das eigene Arsenal im Kampf um die Aufmerksamkeit hochzurüsten, sondern Ressourcen lieber nutzen, um die eigenen Produkte und Services so sehr zu verbessern, dass die Kunden von ganz allein kommen. Mal sehen, was der Rest der Runde morgen dazu sagt - hier mein Vortrags-Abstract:
Die Regelungen für den deutschsprachigen Internet-Markt sind im internationalen Vergleich sehr streng: doch trotz Double Opt-In und gutgemeinter Datenschutzbestimmungen prasseln auf fast jeden User täglich mehrere Spam-Mails, diverse Social-Media Notifications, Newsletter, Twitter-Messages und sonstige digitale Informationsschnipsel ein. Zugleich sprechen Web 2.0 Evangelisten seit einigen Jahren davon, dass der grundlegende Paradigmenwechsel vom Kon- zum Prosumer Märkte in Dialoge verwandelt. Aufmerksamkeit erlangt im Social Web aber nicht der, der am lautesten oder am häufigsten schreit - entscheidende Erfolgsfaktoren sind neben dem richtigen Kontext für die eigenen Werbemaßnahmen die laufende Optimierung der gesamten Vertriebskette von Werbeschaltungen über den Verkauf bis zur Nachbetreuung des Kunden: denn das Web 2.0 lässt mittelfristig die klassisch getrennten Unternehmensbereiche Werbung, Marketing und CRM verschmelzen und löst damit einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel aus.
Willkommen zur besinnlichen Rückschau auf sieben Tagen Social Media, Blogging und Twitter-Wahnsinn! Nachdem nun hoffentlich jede/r den gewünschten Facebook-Namen hat (heute begann die Grabbing-Phase für Pages über 100 und unter 2.000 Fans, die bisher keine Short-URL haben durften), können wir beruhigt zum üblichen Programm übergehen. Vorher allerdings noch eine mysteriöse Ankündigung: ab nächster Woche wird's an dieser Stelle ernst: denn zukünftig entsteht das Panoptikum im Duo - vorstellen werde ich meine Partnerin in Crime in der nächsten Ausgabe, natürlich darf gerne spekuliert werden.
Jede Menge Diskussion gab's in der letzten Woche um die Zukunft von Facebook. Der Regular Geek sieht in der Profilsuche und der neuen Multi-Query-API zwei durchwegs taugliche Strategien gegen den Closed Garden:
There is a very strong feeling from developers that a closed system like Facebook cannot succeed. While I tend to agree that a completely closed system will have difficulties, Facebook has slowly opened up little by little to a decently open system. They still have some work to do before they become as open as Twitter, but the foundation has been started.
Noch einen Schritt weiter geht der Copyblogger, wenn er schreibt "How Facebook kills SEO":
But the rise of Facebook creates a growing segment of the web that’s completely invisible to search engines - most of which, Facebook blocks - and can be seen only by logged-in Facebook users. So as Facebook becomes ever larger, and keeps more users inside its walled garden, your web site will need to appear in Facebook’s feeds and searches or you will miss out on an important source of web traffic.
Und ReadWriteWeb stellt die spannende Frage, ob Facebook in einigen Jahren noch relevant sein wird. Vor allem Szenario 4, "Distributed Social Networking", erscheint mir als sehr zukunftsträchtig:
The next step after Facebook may be no social network in particular at all - it may be social networking as a protocol. A set of standards that let you message, share with and travel to any social network you choose. Suddenly all the social networks have to improve because they are competing on quality of service, over customers that have free will and are able to leave at any time.
Seit vielen Jahrzehnten ist Bloggen tot (zumindest liest man das immer wieder), aber nun taucht mit Lifestreaming ein Silberstreif am Horizont auf. In der Tat sind Social Feeds gern gesehener Gast in Sidebars (so auch hier), allerdings können 140 Zeichen oder ein Status-Update kein Tutorial ersetzen. Aber die Zeitbudgets verschieben sich, da hat Jeremiah Oywang definitiv recht:
It seems as if blogging is becoming old hat, or at least evolving into something smaller, faster, and more portable. I’m with Louis Gray, I’m not going to give up my blog, instead, I think of it as the hub of content, and the rest of the information I aggregate (notice the Twitter bar up top and the Friendfeed integration below). To me, joining the conversation is certainly important, but it doesn’t mean the hub (or corporate website) goes away.
Mashable lässt mit einem Softwarevergleich die Herzen von Client-Sammlern höher schlagen - vom 20-spaltigen Info-Overload Setup bis zu minimalistischen Feed-Only Readern: hier sollte jeder fündig werden:
Now that Twitter is older than a toddler, you have a variety to choose from. From apps for groups, Mac and PC specific clients, and apps that let you do a whole lot more than tweet, you can use this guide to help you find the desktop client that’s right for you.
Und wem das noch nicht reicht, der findet ebenfalls auf Mashable einen Artikel mit äußerst brauchbaren Twitter-strategischen Ratschlägen.
Auf Lifehacker habe ich ein Video von Henri gefunden, das alle Matrix-Fans und Krawattenträger freuen dürfte:
If you're a very sharp-eyed fan of Matrix movie trilogy, you'll recognize the knot captured below as a rare specimen sported by "The Merovingian." The knot itself didn't originate with the movie, and isn't rightfully named "The Merovingian Knot," but the Ediety Knot. Still, it's nearly impossible to find any reference to it independent of the movie, so let's just keep the Wachowski-an etymology for now.
Ich hab ein paar Versuche gebraucht und er ist noch immer nicht symmetrisch, ich muss aber sagen: cooler Knoten.
Es ist ein Weilchen her, dass Sacha Baron Cohen als kasachstanischer Reporter Borat s
Man's Best Friend nennt zedzap seine Schwarz-Weiß-Aufnahme vom Dogwalking... großartiger Minimalismus und höchste Zeit für einen BW-Shot nach all den HDR-Bildern

Dieser Film hat einfach alles: unglaubliche Action, rasante Verfolgungsjagden, unvorstellbar romantische Liebesszenen... im Gegensatz zum Regisseur des aktuellen Bond-Movies hat Asim Varol ganze Arbeit geleistet!
Und damit, sehr geehrte Damen und Herren, sind wir am Ende der wöchentlichen Nachrichtensendung angelangt. Bleiben Sie uns gewogen, schalten Sie nächstes Woche wieder zu, wenn es heißt: auf zum Original-Fidelen Blogistan Panoptikum! Wir lesen uns morgen.
Diese Woche kommt das Panoptikum mal wieder mit einem Tag Verspätung - den gestrigen Abend und einen Teil der Nacht habe ich am Braunsberg bei Hainburg verbracht, um ein paar Fotos vom Sonnenuntergang zu schießen. Und am Rückweg war ich deutlich langsamer unterwegs als üblich, denn ein nächtliches Rendez-Vous von Motorrad und Feldhase endet in der Regel für beide Seiten auf unerfreuliche Weise. Aber aufgeschoben ist natürlich nicht aufgehoben - dazu hat sich in dieser Woche ja schon wieder viel zu viel getan! Diesen Beitrag weiterlesen »
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele Marketing-Profis, die mit ihren Strategien bisher mehr oder weniger gut fuhren, diese eins zu eins aufs Web übertragen möchten: aber weder Branding noch pure Präsenz führen im Web 2.0 zu einer messbaren Steigerung der Verkaufszahlen - der Schlüssel zum richtigen Start liegt im guten alten Monitoring. Deshalb an dieser Stelle ein paar montäglich-paradigmatische Gedanken über den Stellenwert der Web-Market-Intelligence, den schrumpfenden Stellenwert professioneller Presse-Spiegel Ersteller und einen Paradigmen-Wechsel von der Delegation hin zur Nutzung interner Unternehmensressourcen.
Das Thema "Informationsvorsprung" ist für PR-Profis nichts Neues: Vorstände, Politiker und andere überdurchschnittlich wichtige Proponenten des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens wissen seit Jahrzehnten um die Wichtigkeit eines möglichst vollständigen Pressespiegels bzw. Market Intelligence Reports. Doch das Zeitalter, in dem Nachrichtenagenturen und professionelle Recherche-Dienstleister noch exklusiv eine quasi-vollständige Zentralperspektive einnehmen konnten, ist längst vorbei. Wir lesen täglich, dass das kollaborative Web aus Konsumenten längst Prosumer gemacht hat, dass jeder Teilnehmer an diesem Marktplatz zum Micro-Medium wird. Und doch tut der Großteil der Entscheidungsträger in Werbung und Marketing das, was er schon immer getan hat. Er ordert bei seiner Agentur vielleicht eine Facebook Page, womöglich ein Twitter-Profil, vielleicht sogar eine neue "interaktive" Homepage, damit man "das Web 2.0 nicht versäumt".
Die genannten Umsetzungen sind ja schön und gut, aber bis es so weit ist, fehlt noch ein ganz essentieller Schritt: nämlich genau hinzusehen. Ebenso wie ein seriöser SEO-Anbieter eine neue Kundenbeziehung mit einer eingehenden Analyse des Status Quo statt mit blindwütigem Linkbuilding beginnen wird, sollte der erste Schritt jeder nachhaltigen Social Media Präsenz im Monitoring bestehen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Kein Händler mit auch nur einem Fünkchen Verstand würde seinen Stand planen, bevor er ein paarmal als wachsamer (und gesprächiger) Einkäufer über den Markt geschlendert ist, erklärte mir ein erfahrener Straßenhändler letzten Sommer in Ljubljana. Andras versicherte mir, dass er deshalb so gute Umsätze mache, weil er zuerst mit allen spreche, selbst einkaufe und so erst ein Gefühl für die Besonderheiten des jeweiligen Warenumschlagplatzes bekäme. Der Abend in der wunderschönen Altstadt der slowenischen Hauptstadt hat noch sehr lange gedauert, und ich habe viel mehr über Markt-Strategie gelernt als in allen einschlägigen Uni-Vorlesungen - Andras jedenfalls schwörte auf seine Erkundungsrundgänge.
Zugleich gilt aber auch, dass aus Agentursicht Monitoring eine nicht besonders beliebtes Produkt darstellt: einerseits fehlt vielen New Media Agenturen die Erfahrung mit diesem Thema, und die wenigen, die in diesem Bereich kompetent sind, wissen, dass das Web 2.0 praktischerweise seine eigenen Monitoring-Tools gleich mitliefert (Hans-Peter hat dazu kürzlich einen sehr empfehlenswerten Beitrag veröffentlich: 10 unverzichtbare Research Tools). Und wenn man dem Kunden einmal erklärt hat, wie's funktioniert, dann braucht der für diese Aufgabe gar keine Agentur mehr. (Zynische Key Accounter sprechen von "Google's Fluch".) Das ist einer der Hauptgründe, warum sich Social Marketing niemals sinnvoll auslagern lässt: Coaching- und Customer-Enabling werden zum Differenzierungskriterium - nur wer die relevanten Informationen immer "at his fingertips" hat, verfügt über die essentielle Grundlage für richtige Entscheidungen und bekommt ein Gefühl für den Marktplatz. Und daher bin ich äußerst überrascht, dass (noch) vergleichsweise wenige Unternehmen bzw. Marketing-Verantwortliche einem effizienten Inhouse-Monitoring-Setup jenen Stellenwert zuweisen, den es eigentlich haben sollte.
Mittelmäßig interessante Facebook-Neuigkeiten für Gruppen-Betreiber mit (Marketing-)Hintergedanken: seit 24. Februar darf man den Namen von Gruppen ändern. Auf weniger tauben Ohren stoßen dürfte die Facebook-Policy zum Thema "Gruppenmails" - bislang bestand ja keine Möglichkeit, als Administrator einer Gruppen sämtlichen Mitgliedern eine Message zu schicken. Den "Fans" einer Page kann man dagegen sehr wohl Updates senden.
Allfacebook.com schreibt dazu:
For the past 5 years administrators of Facebook groups have not been able to change their names. As of today, that restriction is being removed amidst continued feedback from group admins who want the ability to do so. While it's a seemingly small adjustment, it makes me wonder if we could soon see a mini-market for larger groups. [...] Facebook then reportedly removed that restriction but it's now somewhat unclear how many people you can message within a group. I’ve reached out to Facebook for clarification and should hear back shortly.
Facebook-Gruppen dürfen also ab sofort den Namen wechseln, bei Pages ist dies nicht möglich - meinen Erfahrungen mit dem durchwegs freundlichen und rasch reagierenden Facebook-Support nach dürfte aber eine Umbenennung in der Praxis, etwa bei einer Änderung des Firmennamens, durchaus on Request machbar sein. Bis die Frage, ob Brands besser in den Aufbau einer Gruppe oder einer Page Zeit, Energie und Geld investieren sollten, eindeutig gelöst ist, werden wohl weiterhin die meisten berufsaktiven Facebooker bei der zweigleisigen Strategie bleiben.
Dass es für Facebook ganz und gar nicht einfach ist, hier klare Vorgaben zu machen, liegt auf der Hand: Spamming soll und muss verhindert werden, die Kommunikation von Interessensgruppen darf darunter aber nicht leiden. Beim Versand von Updates verwendet Facebook diverse automatische Filter - wenn eine Message zuviele externe Links und/oder Sonderzeichen (z.B. deutsche Umlaute) enthält, dann läutet schonmal die Alarmglocke. Wie so viele Agenden ist die Regulierung dieses nicht unsensiblen Bereichs wohl als "Field Work in Progress" zu sehen.
Die überwiegende Mehrheit meiner (virtuellen) Bekannten, die mir eine Frage zum Thema Blogging stellen, wollen wissen, wie man am besten mit einem Weblog Geld verdient. Nun, die Antwort ist bestechend simpel: am besten gar nicht. Nein, wirklich: Blogs sind keine Cash Cows. Ich kann das guten Gewissens sagen, denn ich hab alles Mögliche ausprobiert. Aber das ist mir auch ziemlich egal - natürlich freu ich mich über jeden Leser und Kommentar, aber ich würde hier auch weiterschreiben, wenn kein Mensch mehr meine Artikel liest.
Glauben Sie mir: wirtschaftlich gesehen ist der Betrieb eines Blogs eine ziemlich dämliche Idee, denn das Businessmodell skaliert langfristig so gut wie gar nicht. Irgendwann ist die Traffic-Decke in der Nische erreicht, und beliebig viele Blogs kann man auch nicht betreiben. Schließlich erfordert die dauernde Posterei hohen Zeiteinsatz, doch dem stehen magere Einkünfte entgegen: da und dort mal eine trigami-Rezension, für die Mutigen vielleicht ein paar vermietete Links plus spärliche Klicks auf die PPC-Werbemittel - mit Postings ist der Weg zum Geldspeicher definitiv nicht gepflastert.
Umwegrentabilität dagegen ist zweifellos ein Thema: als Ein-Mann-Unternehmen generiere ich über mein Blog Werbung, Aufmerksamkeit, Medienpräsenz und damit letztendlich auch Leads - und tue genau das, was mir am meisten Spaß macht. Zweifellos mag die Verzahnung von Bloggen und Jobben in meinem Fall besonders eng sein, schließlich berate ich meine Kunden zum Thema Webstrategie. Trotz bin ich überzeugt davon, dass ein Weblog für jedes B2C-Unternehmen einen idealen Kommunikationskanal darstellt - aber ein Blog als monetären Selbstzweck zu betreiben, macht einfach keinen Sinn.
Klar, ich verdiene mittlerweile einen vierstelligen Betrag pro Monat direkt mit datenschmutz und meinen anderen Blogs. In Relation zu der Zeit, die ich dafür aufwende, ist der Stundenlohn im Vergleich zu meinen übrigen Jobs trotzdem bestenfalls lächerlich - als Kellner könnte ich finanziell besser aussteigen, aber Getränke rumzutragen macht mir halt höchstens einen Abend lang Spaß: beim Bloggen verhält sich das aber ganz diametral. Als ich mit datenschmutz begonnen habe war's ein reines Spaßprojekt, und die Lust am Experiment an der Schnittstelle zwischen Geschreibsel und Technik hat bis dato für mich nix von ihrer Faszination verloren. Als ich vor über 10 Jahren begonnen habe, mich mit SEO zu beschäftigen, geschah dies ebenso aus purem Spieltrieb - ich verschwendete damals keinen Gedanken daran, jemals Geld mit der Positionierung von Webseiten zu verdienen. Als wir in den Neunzigern unsere ersten Web-Communities (medianexus.net) bauten, da dachten wir nicht an Bannerschaltungen, sondern hatten plötzlich ein neues Lieblings-Hobby gefunden. Aufgrund dieser immer wiederkehrenden Erfahrung, dass alle meine erfolgreichen Projekte aus der Beschäftigung mit Dingen, die ich sehr gern tue, entstanden sind, bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass der wahre Wert eines Blogs nicht in Werbeeinnahmen aufzuwiegen ist.
Selbständige Unternehmer und Projektmanager wissen, dass die Flucht in die Prokrastination keine dauerhaft valide Strategie beim Aufbau des eigenen Business sein kann. Und wenn das Geschäft mal floriert und der wilde Mix aus Textnotizen, Excel-Sheets und Word-Dokumenten auszuufern droht, dann wird's höchste Zeit für eine Projekt-Management Software. Die Verwendung eines webbasierten-Systems liegt nahe, und mit Projectplace steht sogar ein Gratis-Produkt zur Verfügung. Bewähren sich die angebotenen Werkzeuge auch in der Praxis? Diesen Beitrag weiterlesen »
Für österreichische Verhältnisse war das heute zu Ende gegangene, zweitätige Barcamp bei HP eine riesige Veranstaltung: 180 Unique Visitors zählte Hauptorganisator Dieter Zirnig insgesamt und zeigte sich bei der Feedbackrunde zufrieden mit der hohen Response-Rate. Zwar war die Veranstaltung unter dem Schwerpunkt "Marketing" gelaufen, die Themen waren jedoch sehr vielfältig - vor allem heute standen etliche Präsentationen zu gemeinnützigen Projekten im Vordergrund. Ein paar Fotos hab ich natürlich auch wieder geschossen, wenn auch bei weitem nicht so hochauflösend wie Stephans Gruppenpanorama, das wirklich super-gut geworden ist!
Mir persönlich hat die samstägliche Diskussion zum Thema "Geld verdienen mit Web 2.0 Consulting" sehr gut gefallen. Bei der von Karin initiierten Runde ging's um Erfahrungsaustausch: ein Web 2.0 Consultant mit 2 bis 3 Jahren Berufserfahrung ist ja nahezu eine graue Eminenz im Business
Hans-Peter brachte die Diskussion auf den Punkt: ob man mit Web 2.0 Consulting oder mit Web 2.0 direkt (Blogs etc.) Geld, macht einen ziemlichen Unterschied aus. Ich hab mich für zweiteres entschieden, und die Strategien, die funktionieren, biete ich meinen (SEO)-Kunden als Consulting-Leistung an. Ohne eingehende eigene Erfahrungen kann die Beratung imho nicht funktionieren. Und wer selbst erfolgreich einen Web-Brand aufbauen möchte, muss vor allem eines besitzen: Durchhaltevermögen. 99% all jener, die scheitern, sind keineswegs zu untalentiert oder unfähig, sondern bloß auf Dauer zu wenig engagiert. Daher ist es für Blogger unerlässlich, sich nicht bloß eine lukrative thematische Nische zu suchen, sondern eine, für die man sich langfristig von Herzen begeistern kann, denn das ist die beste Motivation für Langzeit-Projekte. Unsere Diskussion ist neben zahlreichen anderen Clips auf bei Max respektive Mogulus verfügbar: Barcamp Vienna 2008 Sessions.
Am Sonntag hab ich's erst mit Verspätung geschafft und daher Christoph Chorherrs Auftakt-Session zum Thema "Wahlkampf aus der Sicht eines Akteurs" versäumt, kann mich Max aber nur anschließen: toll, dass Christoph am Barcamp a) anwesend und b) aktiv war. Angehört habe ich mir heute Manfred Krejciks Vortrag über Radio Orange / Freie Radios und Karola Rieglers Präsentation über ICT4D: Information und Communication Technologies for Development unterstützt Projekte, die sich mit der Nutzung modernen Kommunikationstechnologien (primär Handy) in Afrika befassen:
We develop projects for a developing world. To encourage people to interact with the global network and the cellular technology as a key instrument for knowledge dilution to achieve a better life.
Helge, der sich im Rahmen der Initiative laafi schon lange mit Gesundheitsprojekten in Afrika befasst hob die Wichtigkeit der Vernetzung hervor: dank Web 2.0 können kleine, unabhängige Initiativen den Informationsvorsprung großer Organisationen ausgleichen. Dabei geht's um so triviale, aber aufwendig zu recherchierende Fakten die Import-Bestimmungen, günstige Flüge und Ähnliches.
Nein, die Schuhgallerie hat keinerlei Fetischgründe, ich finde bloß, dass man ab und an auch mal das andere Ende des Menschen ins Bild rücken muss. Während Regierungen sich über automatische Gesichtserkennungs-Systeme an öffentlichen Orten freuen, arbeitet die datadirt media group [brand new] mit Hochdruck an einer automatischen Schuh-Erkennungs-Software. Aber bis die 100%ig funktioniert, muss distributed human intelligence ran: denn die Bilder gibt's auch auf Facebook - Personentagging ist natürlich erwünscht, obwohl ich mit wenigen Ausnahmen natürlich nicht mehr weiß, wem welche Schusters Rappen gehören.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Michaela, Max und ganz besonders Dieter: wie erwartet war's ein super-spannendes Wochenende, die Zeit verging rasend schnell und wir haben alle viel gelernt, viel gedacht und viel gelacht. Ebenfalls thx an sämtliche Sponsoren, nachzulesen auf Barcamp.at. Ich freu mich schon aufs nächste Mal - das BC Oberkärnten am 15. November ließe sich gut mit einem Abstecher nach Lienz verbinden, in Graz geht's eine Woche später zur Web 2.0 Sache. Da muss ich wohl eine Münze werfen...
SEOs, die in hoch-kompetitiven Märkten tätig sind, finden sich in einer ähnlichen Situation wieder wie Hacker, die versuchen, einen Verschlüsselungs-Algorithmus zu knacken: man kann entweder wie bei einer Brute-Force Attacke ins Blaue hinarbeiten und auf Masse setzen, oder man entscheidet sich für Reverse Engineering und macht mögliche Schwachstellen des Zielobjekts aus. Aber dazu muss man erstmal dessen Stärken kennen. Vor einigen Wochen ist mir eine Analyse-Software untergekommen, die getreu dem Motto "Know your enemies" Webmaster und SEOs zwar nicht arbeitslos macht, aber ihnen eine Menge Zeit spart. Das SEO SpyGlass bereitet eine Flut von Informationen so auf, dass man sich mit einem Blick Klarheit über die Linkstruktur konkurrierender Webseiten verschaffen kann.
Eine wichtige Regel im SEO-Business lautet bekanntlich: wer Geld verdienen will, muss auch Geld ausgeben: Bei PPC-Kampagnen sowieso, aber genauso im Bereich Linkbuilding und Konkurrenzanalyse. Zahllose Softwarepakete buhlen um die Gunst der SEOs, eierlegende Wunder-Wollmilchsau ist keine darunter. Kreativität und gute Planung lassen sich (noch) nicht in Software auslagern, aber die Stärke der besten Tools liegt meiner Erfahrung in einem einzigen Punkt: sie sparen Zeit! Einige der wertvollsten SEO-Tools machen nichts weiter, als ohnehin in Suchmaschinen-Indizes frei zugängliche Daten gut strukturiert aufzubereiten: und das spart unglaublich viel Zeit. Ich bin schon lange Fan der SEOmoz.org Pro Tools, denn diese Online-Werkzeugkiste deckt die gängigsten Anforderungen hervorragend ab. Die 49$ im Monat sind gut investiert, speziell beim derzeitigen niedrigen Dollarkurs.
Daneben benutze ich allerdings auch noch eine Reihe von lokalen Programmen. Relativ neu in der Sammlung ist SEO SpyGlass von LinkAssistant. Der Claim auf der Seite ist zweifellos maßlos übertrieben:
Here's A 100% Proven Way To Quickly And Easily Outrank ANY Site, For ANY Keyword, And Get A Top Google Ranking (Read Full Proof Below.)
Aber, und das spricht sehr für die Software, die Analysefunktion spart unglaublich viel Zeit, wenn man in kompetitiven Branchen unterwegs ist. Das SpyGlass analysiert in einem einzigen Arbeitsschritt die Backlink-Struktur von Konkurrenzseiten (entweder via Keyword oder URL) und bereitet die Ergebnisse so auf, dass selbst Anfänger im Handumdrehen die sinisteren Machenschaften der Konkurrenz durchschauen. Und die genauen Link-Strategien zu kennen ist ungemein nützlich bei der Optimierung der eigenen Seite. Ein Riesenvorteil ist, dass sich SEO SpyGlass im Gegensatz zu den meisten derartigen Tools nicht auf den Standard-Google-Index beschränkt: Ask.com, MSN, Yahoo und andere Suchmaschinen lassen sich ebenso nutzen wie die länderspezifischen Google-Indizes. Für diesen Funktionsumfang sind 87$ für jeden Webmaster, der seine Seite nach vorne bringen will, ein guter Deal. Für professionelle SEOs bietet LinkAssistant eine Enterprise Edition an: die kostet 267$ und unterscheidet sich nicht in der Grundfunktionalität, sondern ermöglicht in erster Linie automatisiertes Reporting an Kunden.
Extrem hilfreich ist die Software für all die armen Webmaster, die mangels eigener Networks Links bei Drittanbietern wie Teliad einkaufen müssen. Denn wenn es darum geht, en ersten Platz im Suchergebnis einzunehmen, dann will man schließlich keinen Cent mehr ausgeben als erforderlich; und möglicherweise lässt sich ja sogar der eine oder andere mietbare starke Backlink ausmachen, der dem "Gegner" seinen Vorsprung verschafft :evil:
Wer sich von den Vorzügen der Linkspionage vorab überzeugen, kann die kostenlose Testversion nutzen. Ich habe mir die Software in erster Linie für meine eigenen Pages gekauft, da ich mit den Resultaten äußerst zufrieden war, setze ich SEO SpyGlass mittlerweile auch gerne bei Kundenprojekten an. Kein anderes Tool ermöglicht einen so raschen Überblick über die Linkstrukturen der Konkurrenz - und der wichtigste Erfolgsfaktor im SEO-Business war schon immer das entscheidende Quäntchen Informationsvorsprung.
240 Siedler leben im europäischen Internet, die größte Zuwachsrate hat derzeit Russland, gefolgt von Frankreich. Mehr über die aktuelle Vermessung europäischer Online durch Comscore weiß Gis. Pete rät der ÖVP zu einer Reise nach Alaska, Hannes stellt Hochzeitsringe für IT Freaks vor, Xsara hat Loki als neuen SEO-Kunden gewonnen und Max ruft zur Do-it-yourself Statistik in punkto Wahlplakat-Dichte auf: jeder ist aufgerufen, eigene Fotos auf wp08.at hochzuladen, folgende Idee steckt dahinter:
Lasst uns gemeinsam eine Landkarte der Wahlplakate zur Nationalratswahl in Österreich erstellen! Welche Partei plakatiert wo? Wie viele Plakate gibt es in Österreich? Wo gibt es die witzigsten Kombinationen?
Was die Definition von fett ist, wissen wir dank des gleichnamigen Songs von den Fetten Broten schon lange. Shoemoney allerdings hat unlängst eine Umfrage zum Thema Was ist SEO? unter den einschlägig vorbelasteten Gurus durchgeführt und wollte wissen, wie selbige ihren Broterwerb definieren. Mit Marcus Tandler aka Mediadonis ist auch ein Deutscher mit in der illustren Runde dabei, zu der unter anderem auch Neil Patel, Andy Beal, Dax Herrera, Patrick Gavin, Danny Sullivan, Joost Devalk und Quadzilla gehören.
Besonder gut gefällt mir die Definition von Rebecca Kelley (SEOmoz):
In my opinion, SEO is simply a facet of traditional marketing that focuses on the Internet medium. It involves implementing strategies and changes that make your website both search engine and user friendly - search engine friendly so that your site ranks well in search engine results for appropriate keyword searches, and user friendly so that you can provide a solid customer experience and yield high conversions.
Dabei wird der zentral Punkt angesprochen - "gute" SEO bedeutet eben immer, beide Seiten - die dummen Google-Bots ebenso wie die schlauen menschlichen Besucher - im Hinterkopf zu behalten und Webpräsenzen so zu bauen, dass beide "Zielgruppen" möglichst viel Freude mit der besuchten Seite haben. Und ich weiß, dass hier einige Online-Pros mitlesen, daher eine Frageeee: was verstehen Sie, verehrte LeserInnen, unter (Blog)SEO?
| 3. September 2008 | bis | 5. September 2008 |
Von 5.-7. September findet in Graz die Triple-I statt. Alexander Stocker hat mich zu einem Praxisvortrag zum Thema "Social Media Marketing" eingeladen, das Abstract habe ich soeben geschrieben und der innere Text-Hibitionist zwingt mich natürlich, meine Einreichung gleich tippwarm hier aufs Blog zu stellen. Genannt habe ich meinen Praxisvortrag Social Media Marketing: Best Practices statt Selbstläuferei:
Der Name zielt natürlich auf die recht weit verbreitete (naive) Vorstellung ab, virales Marketing beruhe auf selbststeuernden Effekten, die quasi ganz von allein auf den berühmten Tipping Point zusteuern. Crap, I say: hinter jedem erfolgreichen Blog und Social Media Projekt steckt viel harte Aufbau(marketing)arbeit. Wie sich diese in etwa gestalten könnte und auf welche Tätigkeitsbereiche man seine - zwar unterschiedlich, aber stets - begrenzten Ressourcen konzentrieren sollte, möchte ich in meinem Vortrag aufzeigen.
Social Media Marketing, also der Betrieb von Corporate Weblogs, die permanente Wartung der eigenen Social Profiles auf Communities wie Facebook, Myspace oder Twitter sowie sämtliche ââ¬Å¾viralen Marketingmaßnahmen", die sich auf Web 2.0 Services wie Youtube, FlickR & Co. stützen, unterscheidet sich in einem Punkt grundsätzlich von ââ¬Å¾klassischen" Online-Maßnahmen: anstatt über einen klar definierten Zeitraum einen bestimmten Effekt zu erzielen (wie es etwa bei Bannerschaltungen der Fall ist), steht der nachhaltige Aufbau einer Webpräsenz im Vordergrund. Effizienz und Kostenstruktur unterscheiden sich dabei grundlegend von üblichen Online-Kampagnen, der Fokus liegt trotz aller Echtzeit-Kommunikation nicht auf Quick-Wins, sondern auf Langzeiteffekten. Eine weitere Besonderheit des Social Media Marketing ist die extrem enge Verzahnung von Inhalt, Technologie und Werbeerfolg, gemeinhin auch als SEO/SMO bezeichnet. Im Vortrag werden anhand des Beispiels datenschmutz einige Strategien und Erfolgskriterien für solche Social Media Kampagnen beschrieben und diskutiert.