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Artikel-Schlagworte: „Studie“

Junistöckchen: Vollende den Satz

"Vollende den Satz" lautet die Aufgabe - gestellt hat mir sie mir Frank, hier also das zugleich beängstigende und fröhliche Resultat des Blog-Stöckchens. Allfällige Fragen dazu am besten ans datenschmutz-Department für Lebensphilosophie.

  • Das Leben ist... kreisrund mit Birnengeschmack, Schokostückchen und trägt einen extrem coolen Hut.
  • Sterben müssen heißt... leben (übernommen von Frank, das ist keine Meinungsfrage, darauf gibt's nur die eine richtige Antwort :-).
  • Menschen können... nett zueinander sein.
  • Menschen sollten... häufiger nett zueinander sein.
  • Die Welt braucht... nichts.
  • Das Wichtigste im Leben ist... die Welt.
  • Unwichtig ist... was in der vierten Staffel von Desperate Housewifes passiert.
  • Vergangenheit ist... die erste Staffel von Heroes.
  • Zukunft bedeutet... mehr Trailer Park Boys Episoden.
  • Zeit ist... 's für die Zukunft.
  • Liebe ist... ein extrem untrivialer Algorithmus.
  • Freunde haben ist... beruhigend.
  • Glück ist... ein Vogerl.
  • Gefühle sind... echte Illusionen.
  • Konflikte bedeuten... auf Dauer Stuhlprobleme.
  • Hoffnung ist... das Gegenteil von Planung.
  • Glauben können ist... in gewissen Situation vermutlich recht hilfreich, wenn man's kann.
  • Träume sind... auf unrealistische Weise wirklich.
  • Visionen sind... in Österreich eine offiziell anerkannte psycho-pathologische Erkrankung.
  • Veränderung bedeutet... Zeit.
  • Stagnation bedeutet... Langeweile.
  • Ich brauche... Zeit.
  • Angst habe ich vor... einigen Fernsehmoderatorinnen.
  • Mut bedeutet... keine Angst zu haben.
  • Das Allerschwerste ist... Lawrencium (103Lr), da uns allerdings nur wenig Lawrencium zur Verfügung steht, ist über die Eigenschaften noch nicht viel
  • bekannt.
  • Es ist so leicht... über die Eigenschaften von Lawrencium zu spekulieren.
  • Verlieren bedeutet... ganz Unterschiedliches, je nachdem, was man verliert.
  • Gewinnen heißt... Verantwortung tragen und/oder posen müssen.
  • Perfekt sein bedeutet... Stagnation.
  • Versagen bedeutet... nichts.
  • Verlust ist... angenehm, wenn man etwas Unangenehmes verliert.
  • Schmerz ist... ein Signal, etwas zu verändern.
  • Arbeiten bedeutet... das, was man draus macht.
  • Geld bedeutet... im besten Fall eine Erweiterung der Möglichkeiten.
  • Leistung ist... Kraft mal Weg.
  • Stärke ist... gut dosierbar.
  • Phantasie kann... kost nix.
  • Kreativität ist... undefinierbar.
  • Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen... sind Bildhauer in Ausbildung.
  • Gesundheit für meine Lieben... please.
  • Gerechtigkeit... ist nur sozial definierbar.
  • (Noch) Unerreichbares... wird erreichbar, wenn man ordentlich auf's Gas steigt.
  • Mein Gefühlsleben... gleicht in kostbaren Momenten dem eines Piratenkapitäns.

Und für alle, die vergleichende literaturwissenschaftliche Studien anstellen
möchten, hier der Weg des Stöckchens, aufgerollt von hinten: Frank via Blogwiese via Sari via Schokoladeschaf, das von Janina zurückgeklaut hat, was diese bei Barbara mitgehen ließ, die's von Gerlinde hat. Und die wiederum war bei Christa zu Besuch, die das originale Stöckchen von Sinoskop bekommen hat.

So... dann wirf ich mal weiter an Rimien, Nessy, Wort|ge|fecht, Entering Eternity und Niko. Bin schon gespannt auf eure Antworten.

Blogistan-Panoptikum Woche 18 2k7

Retro-Gamer aufgepasst: Robert hat das ultimative WordPress Theme für C64 Fans aufgespürt, und es hat nicht die Form eines Brotkastens. Patrick Breitenbach dagegen wundert sich ein wenig über die fehlende Medienkompetenz der StudentInnen an einer FH für MultiMediaArt:

Spannend war in der anschließenden Diskussion auch zu merken, dass die neue Medien als alltägliches Werkzeug noch nicht wirklich bei allen Studenten Verwendung findet - erschreckend, da gerade die Studenten im Bereich Multimediadesign in Zukunft verstärkt in diesem Gebiet arbeiten werden. Deshalb ging ich auch noch verstärkt auf meine Herzensangelegenheit Medienkompetenz ein. Wir müssen dringend damit beginnen, diese Disziplin an Hoch- und Regelschulen zur (nicht lästigen) Pflicht zu machen.

About the Process gewährt Einblick in die Arbeit von Designer - ein Blick in das zweisprachige (en/fr) Gratis-PDF zahlt sich für Designinteressierte jedenfalls aus. [via Dr. Web]

Das WordPress Shirt

Wer seine Zuneigung zum Blog-Publishing System mit dem großen W auch öffentlich zeigen möchte, sollte schnellstens den WordPress T-Shirt Shop besuchen. Kurz gesagt:

Nachtschwarz aus reiner Baumwolle mit weissem Logo in schwerer 195g/m² Qualität, zu einem fairen Preis von EUR 16.99 pro Shirt - inklusive Versand (innerhalb Deutschlands, EUR 18.99 innerhalb Europas). Die Shirts sind in einer kleinen Auflage in den Größen S bis XXL zu haben.

Ein Bild von dem rabenschwarz-grellweißen Schmuckstück gibt's am WordPress Deutschland Blog.

Schmutz in Blogs

Okay, hier ist der Name Programm - aber auch anderswo wird ordentlich gesaut, wenn auch meist unfreiwillig, wie Bloganbieter.de berichtet:

Eine neue Studie von ScanSafe hat gezeigt, dass schätzungsweise 80 Prozent der Weblogs "offensive content", also anstößliche Inhalte, beinhalten. Diese Anstößlichkeiten wurden sowohl in den Kommentaren, als auch in den Blogartikeln gefunden. Die Anstößlichkeiten umfassen pornografische Bilder oder Schriften und Malware.

Ein großer Teil der Anstößigkeiten ist wohl auf schlüpfrige Spam-Kommentare zurückführen - im Volltext gibt's die Studie hier.

Mehr weniger Spam

FranzToo empfiehlt Tan Tan Noodles, einen neuen Spam-Filter für Wordpress, der eine Vorauswahl für Akismet trifft:

Hier greift dann das neue Plugin von tan tan noodles, das vor Askimet die auffälligsten Muster checkt und Kommentare sofort blockiert, wenn diese auftreten (mehr als fünf Links, bbcode style links, Keywords). Erst wenn dieser Vorfilter passiert ist, wird der Kommentar an die anderen Spamfilter weitergereicht.

Alles rund um Domains

Werkzeug-Galore bei Dr. Web: Domainnamen finden, Domain-Tools, Foren, in denen über Domains diskutiert wird, Foren, in denen über Foren, in denen über Domains diskutiert wird, diskutiert wird und so weiter - diese Linksammlung kennt sie alle. Vom Generator bis zum Restaurator: das volle Programm.

Shoppero wird diskutiert

Businessmodell und Umgang mit Kundendaten: nur im Idealfall kein Antagonismus, wie die aktuelle Causa Shoppero belegt: das VisualBlog hat die Vorgänge rund um den Launch der Plattform zusammengefasst: konkret ging's um übersehen Unstimmigkeit in den AGBs und um technische Probleme - wie sich die Idee, Blogger für aggregierte Produktreviews zu bezahlen, in der Praxis entwickelt, werden wohl die nächsten Monate zeigen. Mehr Infos zum Geschäftsmodell gibt's beiExciting Commerce und Robert:

User generated Content und Beteiligung am Gesamterfolg: Ein interessantes Modell, das so noch niemand in Angriff genommen hat meines Wissens. Ich bin gespannt, wie das der Web-Markt aufnehmen wird. Imho muss dieser Aspekt viel stärker hervorgehoben werden als bisher.

Die Betreiber selbst haben ihre Sicht der Dinge am firmeneigenen Blog ebenfalls ausführlich dargelegt:

Wir wollten vorher nicht so genau erzählen, was wir machen, aber haben dann beim Start das Thema nicht so gut rüber gebracht, wie wir es wollten. Das sollte in den nächsten Tagen schleunigst nachgeholt werden.

Daran sollte das Team in der Tat schleunigst arbeiten - wer sich bei Shoppero umschaut, findet weit und breit keine Erklärung zum Sinn und Zweck der Plattform. Ansonsten bleibt nur mehr, einen schönen Restsonntag zu wünschen!

Wie das Leben 23,4 Prozent aufregender wird

Nein, keine Spam-Mail, die hier breitgetreten werden soll, sondern eine Auftragsstudie: Wie Netzonfire berichtet, hat myspace.com sich von Isobar selbst untersuchen lassen und ist - oh Überraschung - draufgekommen, dass stundenlanges Kontaktmanagment und Ladefehler User nicht zu vereinsamten Aggro-Nerds, sondern komplett glücklich machen.

Rund 70% der Amerikaner, die zwischen 15-34 Jahre alt sind, sitzen mehr als 7 Stunden pro Woche vor dem Kasterl und nutzen Social Networking Portale, um sich neue Freunde zuzulegen und/oder mit alten Freunden zu tratschen.

Eine Menge Zeitbudget also, die das Web mittlerweile im US-Mainstream in Anspruch nimmt - und sicherlich auch eine Erklärung dafür, warum dortzulande Blogs einen ganz anderes medialen Impact besitzen als im deutschsprachigen Raum; allerdings tippe ich mal drauf, dass sich das in den nächsten Jahren noch gravierend ändern wird, aber zurück zum Thema:

Aber am interessantesten fand ich doch folgendes, doch sehr merkwürdige Ergebnis: "More than 48% said they are having more fun in life in general and 45% said their lives are more exciting as a result of spending time networking online".

Naja, ein Schelm, wer da an den alten chinesischen Fluch "Ich wünsche dir ein interessantes Leben" denkt.

Blogistan-Panoptikum Woche 16 2k7

Will Friedwald hat keine kleine Musiksammlung, wie Glenn Wolsey berichtet. Der stolze "Besitzer" der größten itunes Collection der digitalen Welt hat 200.000 Songs zur Verfügung - die Statistiken können sich sehen lassen:

849 GB | 172,150 tracks | 809.2 days
2,935 artists | 11,561 albums
iTunes library database file - 282 MB
iTunes library XML file - 259 MB

Ich bin mir allerdings sicher, dass da draußen eine Menge Jäger und Sammler sind, deren Non-Itunes Collections weit, weit mehr als ein knappes Terabyte umfassen. ABer sei's drum: Apple-User sind bekanntlich leicht zu beeindrucken!

Heast, da neiche ORF

Franzobel findet die passenden Worten zum neuen ORF:

Reform? Eine Katastrophe! Eine einzige zur Schau getragene Freude an sich selbst, aber keine Bildung, keine Kunst, keine Kultur, der ORF ist auferstanden und du legst dich nieder. Das so genannte Programm ist eine fortgesetzte, eine ununterbrochene Volksverblödungssauerei, ein verstandfreies unterhaltungsresistentes Da-setzt-di-nieder, oder besser nicht, ein völliges Vorbeizielen an jedem Kultur- und Bildungsauftrag, ein hirnloses Desaster, ein ... Nein, so schlimm ist es gar nicht, ich wollte nur ein bisschen schimpfen.

Punctilio hat auch keine rechte Freude mit dem neuen Programm, genauso wenig wie die Standard-Leser.

The Lady Game

Sharon Knight von Electronic Arts hielt die Keynote Speech auf der Woman in Games Konferenz - sehr interessanter Vortrag, das Wonderlandblog hat den kompletten Vortragstext und die zugehörigen Folien [via trendforscher]:

The enhanced communities look like avatars and forums and chat and save-and-share; competitions and tourneys and matchmaking and leaderboards: all of this is going to become more and more visible to gamers. You'll see not just advertising messages and marketing, but more stuff that will increase stickiness of experience.
So where are the women?

Wirksam werben

Die Kleine Zeitung hat gemeinsam mit Evolaris eine Studie zur Wirksamkeit verschiedener Online-Werbemittel durchgeführt. Zum Einsatz kamen dabei sowohl Eyetracking als auch eine anschließende Befragung der Probanden. Das überraschendes Resumé von Online-Verkaufsleiter Peter Fahrleitner :

Die Studie wurde bewusst ohne Klickratenmessung durchgeführt, denn diese misst nur die Aktivierung. Online-Werbemittel funktionieren genauso wie Print-Inserate schon allein durch das Gesehen werden. Und bei einem Print-Inserat würde auch niemand verlangen, dass man es anklicken kann.

Diese Darstellung widerspricht doch recht deutlich der Erfahrung vieler Surfer: einerseits gibt's die altbekannten Adblocker, andererseits ist die direkte "Erfolgsmessung" ja gerade der Hauptvorteil für Werbende. Das Werbeplanung.at:Blog weiß mehr.

8Bit Binder

debug konnte nicht so richtig drüber lachen, trotzdem bleibt zu vermuten, dass die 8Bit Krawatte definitiv ein Hingucker auf jeder Nerd-Party ist. Wenn dort auch Frauen anwensend wären, hätte man einen perfekten Einsteig ins Gespräch. Aber auch so überbrückt das Accessoire spielen peinliche Gesprächtspausen.

Rezeptionsforschung: kurz oder lang hinschauen?

Von wegen Online-Medien und flüchte Informationsaufnahme: unter dem Namen "The Long and the Short of Media" berichtet Steve Rubel über die neueste Augenbewegungs-Studie ("Eye Tracking") von Poynter. Überraschendes Ergebnis: online lesen die Konsumenten im Durchschnitt länger an ein und denselben Text.

Eye-Tracking erfreut sich als indirekte Meßmethode der Mediennutzung recht großer Beliebtheit - anstatt Angaben über sein Verhalten zu machen, wird der Aufmerksamkeitsfokus gemessen - die Werbeindustrie ermittelt mit derselben Methode "Hotspots" auf Kontaktflächen. Vermessen hat Poynter 600 Probanden:

That was the predominant behavior of roughly 600 test subjects -- 70 percent of whom said they read the news in print or online four times a week. Their eye movements were tracked in 15-minute reading sessions of broadsheet, tabloid and online publications. Evidence from these sessions revealed how long readers spend with the stories they pick, as well as a host of other details about reading patterns.

Steve Rubel findet die Ergebnisse überraschend, zumal gerade Onlinern idR eine besonders kurze Aufmerksamkeitsspanne zugeschrieben wird:

They found that people read farther into online stories (77%) more than they do when perusing print (roughly 60%). [...] If a client appears at the bottom of say an AP news story that runs online, it's actually more valuable than the same story that runs print.

Hier geht's zu den Slides der Originalpräsentation.

Besser LSD als Alkohol und Nikotin

Denn das beste Verhältnis von Glücksgefühl zu Gefährlichkeit bietet Albert Hofmanns Sorgenkind. Sagt nicht Timothy Leary, sondern eine aktuelle Studie von britischen Wissenschaftlern, die ein Framework zur Einschätzung verschiedener Drogen entwickelt haben. [via Helge Fahrnberger:

Die Gefahren werden dabei in drei Gruppen geteilt: physische Schäden (wiederum geteilt in akute, chronische und durch intravenöse Anwendung verursachte Folgeschäden), Abhängigkeit (konkret: Stärke des ausgelösten Glücksgefühls, psychische Abhängigkeit, physische Abhängikeit) und soziale Schäden (konkret: Stärke der Berauschung, Gesundheitskosten, sonstige soziale Schäden).

Dieses Framework wendeten ebenfalls britische Drogenexperten in weiterer Folge auf verschiedene legale und illegal Substanzen an - das veröffentlichte Ranking überrascht durch die hohe Gefährlichkeit gerade jener Substanzen, die von den meisten Staaten als unbedenklich ab dem Alter von 16 Jahren eingeschätzt werden:

Alkohol landet auf Platz 5, hinter Heroin, Kokain, Barbituraten und Methadon. In der Kategorie soziale Schäden landet Alkohol sogar auf Platz 2. Es schlägt Cannabis in jeder der neun Einzelwertungen.
Tabak landet auf Platz 9, noch weit vor Cannabis, LSD und Ecstasy. Besonders schwerwiegend: Chronische Schäden, psychische Abhängigkeit und Gesundheitskosten.

Den Volltext gibt's online im Lancet (Registrierung erforderlich). Reinlesen bestätigt, was wir eh schon immer vermutet haben: die Klassifizierung diverser Substanzen gehorcht nicht unbedingt den Kriterien von Wissenschaft, Medizin und/oder Hausverstand:

We developed and explored the feasibility of the use of a nine-category matrix of harm, with an expert delphic procedure, to assess the harms of a range of illicit drugs in an evidence-based fashion. We also included five legal drugs of misuse (alcohol, khat, solvents, alkyl nitrites, and tobacco) and one that has since been classified (ketamine) for reference. The process proved practicable, and yielded roughly similar scores and rankings of drug harm when used by two separate groups of experts.
[...]
Interestingly, alcohol and tobacco are both in the top ten, higher-harm group. There is a rapidly accelerating harm value from alcohol upwards. So, if a three-category classification were to be retained, one possible interpretation of our findings is that drugs with harm scores equal to that of alcohol and above might be class A, cannabis and those below might be class C, and drugs in between might be class B. In that case, it is salutary to see that alcohol and tobacco-the most widely used unclassified substances-would have harm ratings comparable with class A and B illegal drugs, respectively.

Die Kolumne #62 (Juni 2005)

Diesmal: Die gesellschaftlichen Aufgaben des Journalismus im genderspezifischen Wandel.
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Die Kolumne #47 (April 2002)

Zeter herum, Zensor der Ländermesse!
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