Smartphones sind aufgrund diverser Background-Services häufig ohnehin laufend online - ein Webservice als Erweiterung der Gerätefunktionen liegt also nahe. Apple-Telefonierer kaufen ihre Software im iPhone Store, Android-User shoppen und synchronisieren online, und Nokia-Nutzern steht das Full-Service Portal OVI (finnisch: Tür) zur Verfügung. Karli Pletschko, Mein ehemaliger mobilkom-Arbeitskollege Karl Pletschko, Head of Internet Services Markets bei Nokia Österreich, erklärt die Philosophie hinter dem Full-Service Portal im Video-Interview:
Der orange-blaue Fuchs rangiert in der Lieblings-Browser-Liste von Geeks ganz weit oben - nicht zuletzt aufgrund der fast grenzenlosen Erweiterbarkeit mit diversen Plug-Ins, in FF-Terminologie "Extensions" genannt. Ob ein SEO Zusatzinfos zu Webseiten sucht, ob ein Webmaster seine Page optimieren will oder ob Otto Normalsurfer sich mehr Komfort wünscht: die nützlichen Helferlein erfüllen fast jede Anforderung.
Auf MacStories.net erschien vor kurzem ein lesenswerter Beitrag mit Reviews diverses Zusatz-Tools, die man nach kurzer Eingewöhnungszeit kaum mehr wird missen wollen. Bei einigen der Erweiterungen handelt es sich um Scripts für Greasemonkey - dieses Framework erlaubt tiefe Eingriffe in alle möglichen Inhalte. Vom Facebook-Umfärben bis zum Usability-Bonus für diverse Online-Services finden sich mittlerweile tausende Scripts, darunter auch das großartige YSlow, wohl eines der avanciertesten Gratis-Werkezuge zur Performancenanalyse. Kurz gesagt: Greasemonkey gehört zu Firefox wie AdWords zu Google.
Auch zur RSS-Verwaltung gibt's einige interessante Plugins, allerdings manage ich meine Feeds nicht mit Firefox: die Nachrichten lese ich mit dem großartigen SnackR, für Monitoring-Zwecke verwende ich Snarfer, das sich im Umgang mit großen (und damit meine ich: riesigen) Mengen von Feeds exzellent bewährt hat.
Ungemein das Leben erleichtert hat mir allerdings eine kleine Ursache mit großer Wirkung: beim Vertical Tabbing werden die einzelnen Browser-Tabs untereinander angeordnet: klarer Vorteil für alle Surfer, die unter der "kein-Monitor-ist-breit-genug-für-meinen-Firefox" Problematik leiden. TreeStyleTab bietet zusätzlich Hierarchie- und Gruppierungsfunktionen, während FobTab 1.1.2 das Switchen zwischen Tabs beschleunigt und behübscht.
Ein weiteres für mich mittlerweile unverzichtbares Plugin ist der SEOMoz Toolbar, der alle SEO-relevanten Infos zu SERPs und einzelnen Homepage ausspuckt. Wer öfter mal anonym unterwegs sein will, wird sich über den zeitsparenden Switch Proxy freuen, und seit ich XMarks (früher Foxmarks) verwende, hab ich tatsächlich nützliche Firefox-Favoriten, die nicht bei jeder Neuinstallation verloren gehen. Ja, ich weiß, dass man ein Backup machen *könnte*, aber das wäre mehr Arbeit. Und wehe, man vergisst mal. Die Auslagerung nach Delicious ist übrigens auch keine Option, denn mir geht's in erster Linie um diverse Bookmarklets, und auch deren Synchronisation klappt mit XMarks hervorragend. Das sind also meine Firefox-Favoriten - welche Extensions machen Ihr Surfleben leichter?
Youtube gibt's ab sofort auch in Super-HD - die Synchronisation der vier einzelnen Videos funktioniert erstaunlich gut. Wem der Sinn eher nach Hard- als Software-Gadgets steht, findet bei Shoemoney ein Video von Loren Feldman zum iPhone-Killer Google Android Phone. Und eine Durchsage in eigener Vernetzungssache: die Gruppe Weblogs in German language auf blogcatalog.com sucht weitere Mitglieder - nach nicht ganz einer Woche halten wir bisher bei 55 Bloggern.
Ein Skandälchen im Kulturleben zog seine Spuren durch die Blogosphäre: Marcel Reich-Ranicki hat den deutschen Fernsehpreis abgelehnt:: er habe stundenlang auf einem harten Stuhl sitzen müssen, außerdem gingen ihm die vielen Köche auf den Wecker. Was für ein Eklat! Als Österreicher wundert man sich ja über Qualitätsdiskussionen und den Vorwurf von "zu wenig Kultur" im öffentlich-rechtlichen Fernsehen...
Georg vermutet, dass gerade wegen des Bankencrashs und der globalen Rezession für flexible Kleinunternehmer sehr erfreuliche Zeiten anbrechen:
Aber was bedeutet das für Blogger oder Podcaster? Die nächsten ein, zwei Jahre werden großartig! Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für flexible Unternehmertypen. Warum? Weil es in manchen Bereichen weniger Wettbewerb geben wird.
Beispiel Technikpodcast: Wenn es – was abzusehen ist - weniger Werbegeld gibt, wird eine Futurezone, ein Heise-Verlag oder andere IT-Medien wohl kaum expandieren und neue Angebote machen.
Ich bin genau der gleichen Meinung - Finanzierungsmöglichkeiten werden rarer, die Gelegenheiten zum Markenaufbau und zur Schaffung neuer Angebote wesentlich größer. Also antizyklisch planen und keinesfalls in Panik verfallen!
Radio4SEO hat die erste Outdoor-Sendung aufgenommen, und daraus sind gleich mal die 10 Affiliate-Gebote entstanden, weitere Tipps werden kollektiv bei der Linkmafia gesammelt. Seokratie hat einen äußerst lesenswerten Rückblick zum Thema 1 Jahr SEO veröffentlicht und weil das Internet bekanntlich nicht nur aus Buchstaben besteht, hat iNetzwerk ein paar Tipps für die die Optimierung von grafischen Elaboraten für die Google-Bildersuche.
RSS-Feeds für die SERPS:Die Nachricht schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe: Google bestätigte, dass man in Kürze die SERPs auch als RSS-Feeds anbieten werde. Baynado zeigt sich recht angetan, auch wenn sich's nur um einen "Komfortgewinn" handelt: Spezialisierte SEO Tools tun ja derzeit auch nix anderes, als die Ergebnisseiten zu parsen. Feeds haben allerdings den Vorteil, dass jeder Web 2.0 Bastler zum Beispiel mit Yahoo Pipes sein eigenes Alert-System bauen kann.
Wer ist hier der Blogproll? In Foren waren es noch die Trolle, in der Blogosphäre sind's die Prolos: Baynado schrieb letztens, dass er Blogger ziemlich peinlich findet, die ihre Monatseinnahmen veröffentlichen - speziell wenn diese im einstelligen Euro-Bereich angesiedelt sind. Ich persönlich find das auch sehr peinlich und hab mir einen recht ähnlichen Artikel verkniffen... dass datenschmutz aber viel mehr Unique Visits hat als der Spitzenreiter in reiffix' Liste war dann doch eine recht erfreuliche Erkenntnis
TC Stahl findet, dass Baynado sich im Ton vergriffen hat - ich denk mir: ist doch schön, wenn man sich auch über Kleinigkeiten so freuen kann...
Es weihnachtet sehr: Zumindest bei den Online-Shops: denn Keyword-Optimierungen haben nun mal eine längere Vorlaufzeit als Schaufensterdekos. Online-Shopbetreiber sollten sich die Tipps von SEO-Handbuch bereits jetzt zu Herzen nehmen, denn gute Vorausplanung ist bekanntlich mindestens der halbe Umsatz.
Genug von Bräunungsstudio und "gesunder" Hautfarbe? Dann wird's Zeit für NicoClean, die Gesichtscreme mit Tabakextrakten: sie sorgt innerhalb von wenigen Minuten für den klassisch aschgrauen ungesunden Teint:
Auch nicht schlecht: NicoCalm: "Make unwanted erections go away in Seconds" - das stärkste Anti-Viagra der Welt:
In diesem Sinne wünsche ich einen gesunden Start in die Woche (Über die morgendliche Nasenspülung mit Salzwasser geht nix, da hatten die alten Yogis schon recht) und einen beschaulichen oder aufgeregten Sonntagabend, je nach persönlicher Präferenz. Wir lesen uns am Montag!
Nein, ist keineswegs ein Schreibfehler und soll auch nicht Fadisierung heißen, obwohl man im Falle der nix-wissenden Müllhalde myspace durchwegs auf diese Idee kommen könnte. Vielleicht ist Feedisierung auch nicht ganz der treffende Begriff, Rupert Murdochs Musikantenspielplatz, trotz all seiner Schwächen nach wie vor quantitativ Social Network #1*, spricht von Data Availability. Dabei geht's keineswegs um eine neue Homeland-Security Abteilung, sondern um die Möglichkeiten, die eigenen Myspace-Profildaten hinkünftig mit anderen Social Services wie Twitter, Photobucket etc. zu synchronisieren.
Facebook war mit seiner teil-offenen API bislang bekanntlich äußerst erfolgreich - in Zukunft soll auch myspace-Usern die Mehrfach-Eingabe von Daten bzw. der doppelt gemoppelte Upload von Fotos, Videos erspart bleiben. Auch die Freundeslisten lassen sich sharen - und zwar nicht bloß einmalig, sondern in Realtime: Änderungen am einen Datenbestand sollten auch beim jeweiligen Partner durchgeführt werden. Mit an Bord sind vorerst Yahoo, eBay, Photobucket und Twitter, zukünftig soll die Schnittstelle allen interessierten Partnern zur Verfügung stehen.
Martin Weigert hat einen sehr gelungenen Kommentar verfasst, seinem Fazit kann ich mich nur anschließen:
Die Idee der Portabilität seiner Profildaten von einem "Mutternetzwerk" aus ist trotz der dadurch entstehenden Kontrolle eines einzigen Anbieters über die Informationen ein willkommener Schritt. Ich kann aber nicht leugnen, dass ich diesen lieber von Facebook als von Myspace gesehen hätte. Während Facebook-Anwender in der Regel exakte Personendaten angeben und sich von ihrer "echten" Seite zeigen, nutzen die meisten Myspace-Mitglieder Spitznamen und stellen sich häufig in subkulturell geprägten (Wunsch-)Kontexten dar. Welchen Mehrwert eine Synchronisation dieser Informationen mit einem eBay- oder Yahoo-Account haben soll, ist mir zum aktuellen Zeitpunkt nicht klar.
Wird auch Konkurrent Facebook DA nutzen? Most unlikely. Bloß zwei Tage, nachdem die Welt von Myspace'ns Vorpreschen erfuhr, kündigte der Konkurrent eine neue Schnittstelle namens Facebook Connect an, die genau das gleiche tun wird - als erster Partner ist, wie Techcrunch zuerst und dann das Facebook Developper Blog heute berichteten, Digg mit an Bord. Wird also wohl nix mit OpenID auf breiter Basis, und auch Google scheint langsam aber sicher zu unflexibel und behäbig zu werden, um OpenSocial anständig in die Gänge zu bringen. Facebook hat den riesigen Vorteil, dass sich dort zurzeit in erster Linie echte Personen rumtreiben - was auf mittelfristige Sicht die Chance, zur primären Identitäts-Verwaltungs-Infrastruktur zu werden, gravierend erhöht. Ich seh das genauso wie Martin:
Ging es bisher hauptsächlich darum, innerhalb eines mehr oder weniger abgeschlossenen Raumes mit anderen Menschen zu kommunizieren, so sind Myspace, Facebook und Google (bzw. OpenSocial-Partner) dabei, diese Räume zu öffnen, so dass Personen ihre Kommunikation auch andernorts fortführen können. Das Motiv dabei ist klar: Wer jetzt nicht mitzieht, hat später keine Chance mehr, selbst zum "Mutternetzwerk" zu werden. Dieser Status ist aber (für die großen Player) notwendig, um Mitglieder langfristig an sich zu binden und eine bestmögliche Ausgangsposition für die Monetarisierung des Social Webs zu haben.
Weitere spannenden Überlegungen zum Thema Valorisierung von Identitäten und Kampf um die Vorherrschaft als Netz-Meldeamt hat Marcel Weiss zusammengefasst:
Wie auch immer Facebook oder jedes andere Social Network die Informationen über die Identität der Nutzer einsetzt, das soziale Layer, das Social Networks über das Netz, bzw. ihren Teil des Netzes legen, liegt nach wie vor brach. Diese Informationen warten darauf, im gesamten Netz zum Einsatz zu kommen.
Ein genauer Startzeitpunkt ist weder für Myspace Data Availability noch für Facebook Connect bekannt. Allerdings kann man Gift drauf nehmen, dass beide Entwicklerteams auf höchsten Koffeinlevel eingestellt sind im Rat Race um den virtuellen Besitz unserer Identitäten. Ach ja: datenschmutz nimmt keine Wetten an. Ich geh davon aus, dass Facebook gewinnt.
Wie an dieser Stelle schon mal erwähnt bin ich seit einigen Wochen hocherfreuter Besitzer eines HTC-Geräts, in meinem Fall gebrandet als T-Mobile MDA III. Mein kleiner Tricorder* verrichtet brav seine HSDPA, WLAN, Bluetooth und GPS Dienste, mittlerweile hab ich auch schon einiges an brauchbarer Software entdeckt und werde daher in unregelmäßigen Abständen immer wieder mal Windows Mobile Tipps veröffentlichen. Los geht's mit einigen Hinweisen zur reibungslosen Synchronisation auch bei aktivierten Firewall sowie ein paar Software- und Stromspar-Tipps.
Microsoft Active Sync nutzt das TCP-IP Protokoll zur Synchronisation des mobilen Geräts. Häufig entstehen dadurch allerdings Probleme mit Firewalls - die windows-eigene FW macht natürlich keine Schwierigkeiten, aber ZoneAlarm und Co. kommen mit der Synchro ganz und gar nicht zurecht. Weil's aber erstens lästig und zweitens unsicher ist, bei jedem Abgleich die Firewall runterzufahren, kann man mit einigen händischen Eingriffen Abhilfe schaffen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung zur Konfiguration der weit verbreiteten ZoneAlarm (Pro) Firewall bietet Microsoft hier.
Im Prinzip geht's darum, den ActiveSync Komponenten WCESMgr.exe, Wcescomm.exe, Rapimgr.exe und CEAPPMGR.exe unter dem Punkt "program control" vollen Zugriff zu gewähren inklusive E-Mail Versand, da diese Ports anscheinend wohl auch benötigt werden. Alle vier Dateien finden sich im Active-Sync Ordner, standardmäßig zu finden unter C:\Program Files\Microsoft ActiveSync bzw. C:\Programme\Microsoft ActiveSync in deutschsprachigen Windows-Versionen. Zusätzlich muss das ActiveSync TCP Protokoll für alle Ports freigegeben werden. [Wobei ich mich mit meinen bescheidenen Firewall-Kenntnissen allerdings Frage, ob allein die Benennung dieses Scheunentors möglicher böswilliger Software nicht ebenfalls einen Eingang öffnet? An Kommentaren von IT-Experten dazu bin ich sehr interessiert.]
Wesentlich mehr Spaß macht so ein Device natürlich mit umfangreicher Softwareausstattung. Die Standard-Programme für Office- und Netz-Anwendungen brachte mein digitaler Assistent bereits mit; mittlerweile habe ich die vorinstallierte Software um einige äußerst nützliche Progrämmchen erweitert:
Das von T-Mobile MDA III getaufte Gerät wird vom Hersteller als HTC TyTN II oder auch HTC Kaiser bezeichnet. Es handelt sich um ein vergleichsweise neues Modell, und die vielen stromhungrigen Chips fordern ihren Tribut: wer vorher ein normales Handy gewohnt war, das problemlos mal drei Tage ohne Aufladen durchhält, wird umdenken müssen: mein HTC will jeden Tag mindestens einmal an die Steckdose.
Gravierend verlängern lässt sich die Akkulaufzeit, indem man nicht benötigte Kommunikationsprotokolle abdreht, also beispielsweise WLAN nur dann aktiviert, wenn man es auch tatsächlich verwendet. Leider gibt's für den mitgelieferten 1350 mAh Akku noch kein stärkeres Austauschmodell. Theoretisch ließe sich der PDA zwar an jedem USB-Anschluss aufladen, da er über einen Mini-USB Anschluss verfügt; mein brandneuer Compaq-Laptop allerdings liefert ausschließlich mit einem Dual-USB-Kabel, das zwei Ports auf einen Mini-USB Anschluss zusammenführt, ausreichend Ladestrom - selbst beim Anschluss an meinen externen powered-Hub geht der Aufladevorgang quälend langsam vonstatten, sodass trotz dieser Möglichkeit das Ladegerät auf Ausflügen, die länger als einen Tag dauern, immer dabeihaben sollte.