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	<title>datenschmutz &#187; Tante Brigitte</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Die Kolumne #82 (November 2007)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 16:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Teufel kommt selten allein, meinen die einen - don't fear the reaper sagen die anderen. Die Wahrheit kennt nur dieser Roboterhund von Sony, aber der kann im Gegensatz zu Tante Brigitte nicht sprechen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Kolumne</a> erscheint regelmäßig in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>.</em><br />
<strong>Diesmal: des  Teufels Dampfer evangelisiert am falschen Holzweg.</strong><br />
“Es wäre wieder an der Zeit, die Schlittenhunde aus dem Keller zu holen”, erinnerte mich Brigitte. “Wie du weißt, sind Segways mit Schneeketten ein Gadget für die Unterschicht. Ich bevorzuge ganz klar den klassischen Schlitten mit 33 vorgespannten Sony Aibos.” </p>
<p><span id="more-1428"></span></p>
<p>“Roboterhunde sind im laufenden Betrieb gewiss günstiger als der Durchschnittshusky — und brauchen weniger Zuwendung, das muss ich zugeben.  Aber eine Steckerleiste mit 33 Ladegeräten?“<br />
“Kein Problem, ich habe den ihnen beigebracht, sich selbständig sequentiell aufzuladen — wäre ja nicht das erste Mal, dass mir meine ausgedehnten Berufserfahrungen im Filmbiz hilfreich zu Seite stünden…” Mir trat der kalte Schweiß auf die Stirn: “Nein, tu das nicht! Die Asimov’schen Gesetze der Robotik* dürfen niemals übergangen werden, du weißt doch, was aus dem BZÖ geworden ist, oder hast du Gorbachs Berufsgesuch etwa nicht gelesen?”</p>
<p>Aber Brigitte zerstreute meine zweitschlimmsten Befürchtungen wie immer mit einer eleganten Kombination aus Striptease und Powerpoint-Votrag: “Vergiss vorerst unsere Roboterarmee. Zuerst erobern wir virtuelle Welten. Xing und Myspace sind von gestern, die hab ich immer ignoriert — aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> heißt der neue <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hype/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hype">Hype</a> der nächsten Tage und Stunden: jeder Benutzer kann eigene Erweiterungen und Zusatzprogramme schreiben, und wir beide werden die erste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gangbang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gangbang">Gangbang</a>–Applikation für Facebook programmieren!”</p>
<p>Ich muss zugeben: mit meinen php-Kenntnissen und Brigittes umfangreichem Fotoarchiv könnten wir in der 18+ Abteilung zweifellos mehr Interesse wecken als Zombies und Vampire. “Das Projekt steht und fällt mit den Privacy-Optionen,” wandte ich ein. “Ich möchte nicht schuld sein an virtuellen Beziehungskrisen… aber die Pyramidenspiel-Idee gefällt mir.” Brigitte fuhr fort: “JA, ganz genau. Je mehr Freunde du zum Gangbang einlädst, desto mehr Bonus-Viagra bekommst du — außerdem gibt’s dann Extra-Actions, wie…” An dieser Stelle muss ich unterbrechen, bereits die vorige Erstdruck-Auflage von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> #81 musste aufgrund verbaler Entgleisungen aus Tante Brigittes Mund vollständig vernichtet werden. </p>
<p>“Ich such eh schon die längste Zeit nach einem 18+ Volljährigkeits-Checkprogramm für meinen privaten Facebook-Fotoclub, da könnten wir doch zwei Nashörner mit einer Wäscheleine erdrosseln, was meinst du?” Ich warf noch einen letzten abschätzenden Blick auf Tantchens Profil und antwortete: “Wenn irgendjemand auf dieser Welt Gangbanging salonfähig machen dann, dann du. Ich bin dabei.”</p>
<p><strong>Das Rätsel des Monats</strong></p>
<p>Man muss keine katholische Priesterin sein, um das folgende Gedicht zu verstehen, eine Päpstin in der näheren Verwandtschaft aber sei hilfreich, Amen. Doch genug der Hinweise! Wer das folgende und mit Halloweenkostüm verkleidete Gedicht erkennt, gewinnt die Erkenntnis, dass sie ein schlauer Fuchs ist… Lösungsvorschläge bitte an: loesungsvorschlaege [at] gammelfleisch.at</p>
<p><em>Komplott! Fass Estrich, Dieb!<br />
Kette seine Pfähle,<br />
lass mich, kleiner Rabe.</em></p>
<hr />
 *) 1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird. /   2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen — es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren. /  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kolumne #81 (Oktober 2007)</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 06:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unerwarteter Besuch aus Russland bringt Tante Brigitte in eine verfickte Situation, während sich die letzten Helden der Arbeit fragen: should I stay or should I do blow?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Kolumne</a> erscheint regelmäßig in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>.</em><br />
<strong>Diesmal: Oder ein Querulant schwimmt selten aufwärts gegen den Strom.</strong><br />
Gorkuv besuchte mich letzthin zu meiner großen Freude, ein schmächtiger, aber nachdrücklicher Ex-KGB Doppelagent, den ich zu jener turbulenten Zeit kennen gelernt hatte, als der vierschrötige Zwerg für die Regie bei Brigittes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gangbang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gangbang">Gangbang</a>–Weltrekordversuchen zuständig war. Seine natürliche Autorität kam ihm dabei zupasse, seine immenses Untalent punkto Kameraführung naturgemäß weniger. Darum, nur darum erhielten die über 30stündigen Videos von der Bundespornoprüfanstaltet für Erwachsenen-gefährdende Schriften das Prädikat “bis höchstens 16″.<br />
<span id="more-1341"></span><br />
Gorkuv, wie ihn sein polnischer Vater nannte, oder Gorsuv, wie ihn seine russische Stiefmutter rief, war mit nur einer Leber zur Welt gekommen. Wann immer es das Wetter möglich machte, hielt er jedem nachdrückliche Vorträge über die Nachteile von papiernen Einkaufstaschen. Brigitte und der Halbrusse hatten sich wie jedem wöchentlichen Wiederstehen bis zur gegenseitigen Unkenntlichkeit betrunken und durchstreiften anschließend das übelste Pflaster von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>, erfolglos auf der Suche nach Ärger.</p>
<p>“Im Internet gibt’s nun mal kein Interesse an weder jugendgefährdenden noch staatszersetzenden Schriften,” hatte Brigitte mir nach Jahre nach dem Gangband-Incident jeden Abend nach der zweiten Flasche Mezcal ihr Leid geklagt. “Hey, du  kaufst und verkaufst doch mittlerweile selbst Slips online,” wandte ich ein. “Ich sag ja auch nix gegen den E-Kommerz, obwohl ich den Eindruck habe, dass das Netz Alkohol– und Viagraverbote elegant unterläuft. Außerdem umgebe ich meine Arschbacken aufgrund des Wortwitzes nur mit Boxershorts.” widersprach Brigitte. “Das Zeug, das Gorkuv in deiner Küche in Kapseln abfüllt und das du mit deinen Spam-Mails bewirbst, ist erstens kein echtes Viagra. Wenn irgendjemand das wissen müsste, dann du. Aber typisch: kaum arbeitest du nicht mehr als Live-Cam Model, ist bequeme Wäsche angesagt. Dabei hast du immer behauptet, du fühltest dich in Korsetten und Strapsen einfach wohler!”</p>
<p>“Wer sagt denn, dass ich keine Strapse trage? Ich arbeite den ganzen Tag als Slip-Broker für gebrauchte Ware und vermittle gegen Kommission zwischen Bedürftigen und NachfragerInnen, da kann ich Privat einfach keine Slips mehr sehen. Wie hätte ich denn auch ahnen sollen, dass aus einem Nebenjob innerhalb von 7 Tagen ein Firmenimperium erwächst? Berufsrisiko eben — oder hast du schon mal einen Metzger gesehen, der am Abend Roastbeef ist oder isst? Oder einen Schuster, der sich eine Suppe aus einer Ledersohle kocht? Oder einen Rotwild-Besamungsspezialisten, der…”  “Ich versteh schon, hör auf, bevor mit der Appetit vergeht,” unterbrach ich aus Selbstschutzgründen. “Erklär mir lieber nochmal dein neues Businessmodell!</p>
<p>Brigitte grinste breit: “SlipR (beta) setzt erstmals auf die gigantischen Möglichkeiten des Web 2.0 (wie zum Beispiel abgerundete Logoecken), und verwendet sowohl RSS Feeds als auch ein Blog, um über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass einfach nur chinesische Unterwäsche erneut und vor allem überteuert in den Fetisch-Kreislauf eingebracht wird! Über uns haben schon zwei Blogs berichtet, und du wolltest auf datenschmutz doch auch…” “Besser,” fiel ich meiner Lieblingstante erneut ins Wort, “ich schreib in meiner gap–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> drüber, die wird laut Österreichischer Presse Rezeptions-Kontrolle ohnehin vorwiegend von Fetischisten gelesen. Dafür legst du jeder Bestellung meine Visitenkarte bei: schmutziges Blog sucht willige LeserInnen. Alles ist möglich unter http://blog.datenschmutz.net”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #80 (September 2007)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-09/die-kolumne-80-september-2007/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 07:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor man mit Werbung Geld verdient, muss man erstmal die Zielgruppe richtig kennen lernen - welcher Ort wäre dazu geeigneter als ein Pornofilmset?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Kolumne</a> erscheint regelmäßig in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>.</em><br />
<strong>Diesmal: Päpste kommen mit Pomp, ein Meer von Monatsmagazin zieht über’s Land und frißt Heuschreckenschwärme.</strong><br />
Eine nicht näher genannt werden sollende Frauenzeitschrift rief unlängst anläßlich Darth Vaders Inlands-Visite <strike>seine</strike> ihre Schäfchen auf, respektlose T-Shirt und Stickersprüche für den Besucher seiner heiligen Exzellenz einzusenden. Daß im folgenden Monat die mit unüblich-üblen Pomp und üblichen-übrigen Kosmetika-Proben angeheizte Version sanglos nicht in die verlängerte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/auswertung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Auswertung">Auswertung</a> ging, läge ganz allein am Mangel an harmlosen Sprüchen. “Wir wollen uns nicht mit der Rechtsabteilung des Vatikans anlegen”, erklärte mir Brigitte vertraulich, nachdem ich das übliche Non-Disclosure Agreement widerwillig unterzeichnet hatte.<br />
<span id="more-1173"></span><br />
“Okay, ich werde nicht drüber reden, zumindest nicht in meiner Fernsehsendung,” hatte ich, beleidigt und präventiv als Klatschonkel eingestuft, geantwortet und mit Blut meine drei X unter den letzten Paragraphen gesetzt. “Aber ich werde früher oder später darüber schreiben, denn neben Wolfgang Fellners beherz– und –hirnten Kommentaren zum Staatsgeschehen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> darf zumindest eine zweite <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> sich des der Leserschaft Entgegenschleuderns von unbequemen Tatsachen nicht entsagen, –halten und –schreiben, dachte ich in komplizierten Präpostionals-Adverbial-Dingsbums Konstruktionen. Ich zumindest hätte sofort ein T-Shirt mit dem Siegeraufdruck gekauft:</p>
<p>Der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/papst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Papst">Papst</a> verspricht seinen Besucher die Vermehrung der Verklärung /<br />
meine Gäste sind zwar sehr dumm, doch damit kriegt er sie schwer rum:<br />
ich betreib’ das einzige Bordell / in Mariazell!</p>
<p align="center">***</p>
<p>Leicht beunruhigt hatte mich die Einkommenssegment-Analyse, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> im Auftrag von pettauer.net Consulting mit der Frau und dem Mann von der Straße, großteils gegen deren Willen, “durchgeführt” hatte. Eine solche Kundensegmentanalyse sei unerlässlich, wenn man Medienprodukte monetarisieren möchte, hört man. (Ich möchte nämlich hier innerhalb der Kolumne in Zukunft <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> verkaufen — nach demselben System wie diese Backlinkvermietung im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>. Kunden kaufen einzelne “Keywords”, und ich schreib dann dahinter in eckige Klammern eine URL hin. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> hat derzeit einen Page Rank von über 100, da kann keine Internetseite [http://blog.datenschmutz.net] mithalten. Aber bitte erzählen Sie meinem Chefredakteur Thomas Weber nichts davon — ich hab vor über 10 Jahren diesen Knebelvertrag unterschrieben, der mir verbietet, Werbung innerhalb meiner eigenen Kolumne zu verkaufen — jung und dumm halt. Also kontaktieren Sie meine Brokerin bitte direkt unter: tante.brigitte@trendforscher.net.)</p>
<p>Jedenfalls konnte mich Brigittes Ergebnisse wenig überraschend: “Dass 75% meiner Stammleser kein einziges Wort deutsch verstehen, leuchtet mir ja noch ein. Aber 50%, die bereits eine mehrfache Geschlechtsumwandlung hinter sich haben? Das erscheint mir ebenso unglaubwürdig wie die bloß 25%, die regelmäßig BHs tragen und ihren Intimbereich rasieren…“<br />
“Was weiß ich als gelernte Kunsthistorikern und Pussy Make-Up Artist schon von Sozialforschung? Vielleicht hätte ich mehr als vier Personen befragen sollen, und ja, vielleicht hätte ich Interviews nicht am Set und im Bett führen sollen, aber du wolltest die Ergebnisse ja unbedingt innerhalb einer Woche.“<br />
So verstrich also eine weitere Chance, alles über Sie, werte LeserInnenSchaft, zu erfahren. Aber vielleicht kann ich der nächsten Kolumne ja direkt einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fragebogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fragebogen">Fragebogen</a> beilegen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>Beats for the road: Auto.Radio.Wahl</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neues Autoradio gefällig? Shopping.com hat den passenden Einkaufsberater und bietet eine umfassende Produktauswahl.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;margin-bottom:2px;padding:3px;background-color:#ededed;font-size:11px;border:1px solid #dddddd;">[<a href="http://www.trigami.com?blog=http://blog.datenschmutz.net" rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal">Trigami-Review</a>]</div>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/shopping.jpg' alt="shopping Beats for the road: Auto.Radio.Wahl" style="float:right;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-left:9px;border:1px solid gray;" title="Beats for the road: Auto.Radio.Wahl" />Die Wichtigkeit des gemeinen Autoradios kann gar nicht überbetont werden. Und schreibe ich noch nicht mal über getunte, Kofferraum-fressende Monster-Bassboxen: schon die Frage, welcher Hersteller den Ehrenplatz zwischen Bei– und Fahrer erhalten sollen, will peinlichst genau erwogen werden. Ob Preis, Marke oder Ausgangsleistung: der <a href="http://einkaufsberater.shopping.com/audio/autoradios.htm" rel="nofollow" class="liexternal">Autoradio</a> Produktvergleich weiß über alle klingenden Details Bescheid.<br />
<span id="more-1022"></span><br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/shoppingscreen.gif" rel="lightbox" title='shoppingscreen' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/shoppingscreen.thumbnail.gif' alt="shoppingscreen.thumbnail Beats for the road: Auto.Radio.Wahl" style="float:left;border:1px solid orange;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-right:9px;" title="Beats for the road: Auto.Radio.Wahl" /></a>Man möchte ja meinen, dass die Gerätekategorie “Autoradio” in punkto Userinterface und Benutzerfreundlichkeit quasi ausgereizt ist: so schwierig gerade die bei der mobilen Variante der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boombox/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boombox">Boombox</a> das Thema Bedienung fällt (man soll beim Sendersuchlauf mit 130 auf der Autobahn ja nicht nur das Display, sondern idealerweise auch die Straße im Blick haben), die bekannten Hersteller hatten immerhin einige Jährchen Zeit, über ihre Konzepte nachzudenken. Automatische Umschaltung zum Verkehrsfunk, automatische Senderspeicherung, Frequenzumschaltung… Pflicht. Selbst <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a>–Wiedergabe zählt kaum mehr zur Kür.</p>
<p>Man kann, wählt man ein Markengerät, nicht viel falsch machen, dachte sich also auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> bei ihrem letzten Autoradiokauf. “Ich wollte ja bloß meine mp3-CDs im Barchetta umspielen, und seitdem vermisse ich bei jedem einzelnen Bedienungsschritt den Komfort meines Vorgängermodells aus den frühen Fünfzigern”, liegt sie mir seitdem beständig in den Ohren. Ich geb ja zu: als Motorradfahrer ist man mit dem Thema eher selten konfrontiert, aber dennoch: mit dem <a href="http://einkaufsberater.shopping.com/audio/autoradios.htm" rel="nofollow" class="liexternal">Autoradio Einkaufsberater</a> von Shopping.com wär das nicht passiert: der sortiert alle verfügbaren Modelle nämlich nach Preis, Marke, Ausgangsleistung (Rrrrr!), unterstützten Wiedergabeformaten (soll ja auch Freaks geben, die ihre Musik im WMA-Format archivieren) und Empfängertyp, Stichwort RDS und DAB. Außerdem helfen Userbewertungen bei der schnellen Orientierung über die umfassende Modellpalette.</p>
<p>Hätte meine Hornet einen Autoradio-Einbauslot, dann dürfte ihn wohl der <a href="http://de.shopping.com/xPO-Sony-Sony-MEX-BT-5000-Silber-Anthrazi" rel="nofollow" class="liexternal">Sony MEX-BT 5000 CD</a> okkupieren: wer weiß, vielleicht kann man mit dem hübschen Joystick auf dem hochauflösenden Display sogar Rennspiele während der Fahrt spielen — aber natürlich nur als Beifahrer.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kolumne #78 (Juli 2007)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 09:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gretchenfragen und Intelligenztests - eine golden match. Hier der Test für alle, die sich ihrer geistigen Leistungsfähigkeit versichern wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Kolumne</a> erscheint regelmäßig in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>.</em><br />
<strong>Diesmal: Klimaeskalationen treten sanft die Himmelstür ein.</strong><br />
“Eine Aufregung war das, sag ich dir! Gewissenhafte, hübsche Teilzeit DJs, die Provinz-Intelligentsia, GästelistInnennschnorrer, Rockernachwuchs der zweiten Generation, Kopfhörer-Models, Autoerotiker und arbeitswillige Cineasten, all  nur auf ein Ziel programmiert,” ereiferte sich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a>. “Sprich nicht so abwertend über die Teilnehmer am gap Ässässmänt-Sänta, schließlich hast du auch mal klein und nackt angefangen,”  bremste ich ein.<br />
<span id="more-945"></span><br />
“Abwertend? Die EU-Testosteron Indoor-Grenzwerte wurden gravierend überschritten, ich fühlte mich wie seinerzeit in der alten Dachterassen-WG gemeinsam mit  den10 Strippern”, korrigierte Brigi meine vorschnelle Einschätzung: “Aber du weißt, doch daß ich als Vater meiner Zwillinge nur einen potentieller Atomphysiker oder gap-Redakteur in die engste Wahl ziehe. Und leider hat keiner der Kandidaten die notwendige Punktezahl erreicht, und ich bin nach wie vor Single,” seufzte mein Lieblings Ex-Playmate. </p>
<p>Und wie halten Sie’s mit Gretchenfragen, werter Leser? Der folgende Test wurde in jahrelanger Feinarbeit von einem 27köpfigen Expertenteam entwickelt, verfeinert und 1000fach erprobt. Im Gegensatz zum Psychotest in der Sonntagsausgabe bunter Tageszeitungen verrate ich Ihnen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/auswertung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Auswertung">Auswertung</a> sofort: Sie sind ein Genie und damit qualifiziert für ein Praktikum beim monopol-Verlag oder ein Date mit Tante Brigitte, wenn Sie mindestens 4 Fragen, also mehr als die Hälfte richtig beantworten. Selbstverständlich ohne Hilfsmittel!</p>
<ol>
<li>Wie lange dauerte der 100jährige Krieg?</li>
<li>In welchem Land werden hauptsächlich Panama-Hüte produziert?</li>
<li>In welchem Monat feiert Rußland die Oktoberrevolution?</li>
<li>Woraus wird eine Kamelhaarbürste gemacht?</li>
<li>Nach welchem Tier wurden die Kanarischen Inseln benannt?</li>
<li>Wie lautet der Vorname von König George des Vierten?</li>
<li>Woher stammen chinesische Stachelbeeren?</li>
</ol>
<p>Haben Sie Ihre Antworten auf einem Zettel notiert? Hervorragend. Das Diplom zum Ausdrucken folgt in der nächsten Ausgabe, smarter Leser! Nur noch eine kleine Formalität: die wahren schönen guten und vor allem richtigen Antworten:</p>
<ol>
<li>Der 100jährige Krieg dauerte 116 Jahre.</li>
<li>Panamahüte werden in Ecuador hergestellt.</li>
<li>Die Oktoberrevolutions-Feierlichkeiten finden immer im November statt; der russische Kalender hinkte dem Europäischen seinerzeit 13 Tage hinterher.</li>
<li>Kamelhaarbürsten werden aus den Borsten kleiner Nagetiere, z.B. Eichhörnchen, hergestellt.</li>
<li>Ein Kanarienvogel war nicht im Spiel; der Name geht auf die ursprüngliche lateinische Bezeichnung “Insularia Canaria” zurück, also “Hundeinsel”.</li>
<li>Albert. Bei seiner Thronbesteigung im Jahr 1936 ließ er sich dem Wunsch von Königin Victoria folgend, daß kein zukünftiger König Albert gerufen werden sollte, George nennen.</li>
<li>Aus Neuseeland, woher sonst?</li>
</ol>
<p>Alles gewußt, nehme ich an? Herzliche Gratulation — ich hätte von meinen KolumnenleserInnen auch keinesfalls etwas anderes erwartet!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #77 (Mai 2007)</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 10:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich habe sie das fiktive Weibi-Magazin ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit von hinten durchpflügt, nur um feststellen zu müssen, dass ihr Name nicht in der Liste der 200 Topf Frauen aufscheint. “Ein Affront gegen meine Koch-, Model– und Bettkünste,” erbrüstete sich Tante Brigitte um mindestens eine BH-Größe, “sogar die analoge Halluzinelle des Herrn Ijon Tichy [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe sie das fiktive Weibi-Magazin ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit von hinten durchpflügt, nur um feststellen zu müssen, dass ihr Name nicht in der Liste der 200 Topf Frauen aufscheint. “Ein Affront gegen meine Koch-, Model– und Bettkünste,” erbrüstete sich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> um mindestens eine BH-Größe, “sogar die analoge Halluzinelle des Herrn Ijon Tichy wird erwähnt — für schelmisch-reflektierte post-feministische Dienstbarkeit gegenüber ihrem Herrn.”</p>
<h2 id="toc-fixerjobs-flexibilisieren-eine-erbrochene-arbeitswelt">Fixerjobs flexibilisieren eine erbrochene Arbeitswelt.</h2>
<p>Als gelernter Sozialwissenschaftler und bedingungsloser Anhänger jeglicher quantifizierender Wissenschaft blieb mir nur, mit meinem Standard-Totschlag Argument Nr. 26 (Tags: Diskussion, Topfrauen, Hitparade) zu antworten: “Liebe Brigitte, zur Lösung des Quantifizierungsproblem können Top-Frauen-Hitparaden einen multidimensionalen Ansatz verfolgen: Durch die Verwendung von quantitativer Forschung in Verbindung mit emotionalem und nutzerzentrierten Bewertungsdesign können die Vorteilspotentiale auch anhand ökonomischer Größen aufgezeigt werden. Aktuell wird diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/design/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Design">Design</a>–Measurement-Strategie noch in den wenigsten Top-Frauen-Rankings in dieser Form umgesetzt. Herausforderung ist häufig der damit verbundene Veränderungsprozess und ein zu starker Fokus auf die kurzfristig entstehende Überheblichkeit der Gereihtenn, statt sich auf die mittel– und langfristigen Synergie-, Umsatz– und Marketing-Potentiale auszurichten,” bemühte ich mich zu kalmieren.</p>
<p>“Ich wette, Sascha Walleczek schlammrang sich mit Marika Lichter um den ersten Platz,” giftelte Brigi meine Ausführungen auf den Mattenboden erlogener Tatsachen zurück, was mich zum Sticheln zwang: “Du bist ja nur neidisch, weil deine Einläufe bei weitem nicht so kraftvoll den reinigen wie die der Siegerin!”</p>
<p>“Meine Einläufe dienen ja auch nicht der Darmentgiftung, und schon gar nicht dem Abnehmen — frag ruhig nach in meinem Bekanntenkreis. Meine Einläufe ergänzen die moderne Leistungssportlerernährung um jene 10 Prozent fehlender tierischer Proteine, die oral nicht aufgenommen werden können.”</p>
<p>“Da könntest du ja ebensogut bei Steirisch Tauchen von der Südautobahn abfahren und ein paar Runden im Kürbiskernölbecken drehen. Ich bin sicher, du erinnerst dich noch lebhaft an die Zeit, als Ernährungsberaterin von David Hasselhoff. Die fettigen Details erspare ich uns beiden und den Leserinnen für’s erste.”</p>
<p>An dieser oder einer ähnlichen Stelle musste ich bereits einmal, um dem Leser den Fortgang der Geschichte zu verdeutlichen, auf Brigittens’ unzureichendes lukullisches Talent hinweisen. (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> 74, ” Der mit der Büffelwurst antanzt, steht auf tierische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/action/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Action">Action</a>.”) Eine ob ihres Mitlesens während meines momentanen Tippens besonders unangenehme Pflicht — wenngleich ihr Anblick in schwarzen Strapsen vor Edelmetall-Kochgeschirren stets ein reizender ist. “Du hättest eben niemals die Nackt-Küchen-Model Karriere für die Nackt-Köchin Laufbahn aufgeben sollen, nicht wahr?” schrieb ich. In diesem Moment beugt sich Brigitte über meine Schulter und fragt: “Schreibst du das jetzt oder fragst du mich?” “Ich dokumentiere,” antworten der fiktive Erzählcharakter dieser Kolumne und ich beiden Brigittes, “das ist der erste Echtzeit-Dialog in einem Printmedium, und du bist die berühmteste fiktive Kolumnenpersönlichkeit Ostösterreichs — da können Dick-und-Dünn BeraterIn noch so viele Listen anführen!”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #76 (April 2007)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-04/die-kolumne-76-april-2007/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2007 06:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die kleinen Fehlerchen machen nicht nur in der Regel schöne Frauen attraktiver: perfekte Symmetrie turnt ab, teilen uns professionelle Gesichtserkenner mit. Ein Schönheitsfleck muss sein oder drei. Wo der fehlt, tut’s zur Not auch die Krächzestimme zum Engelsgesicht. Konterkarrikismo nennt der Südamerikaner diesen unseren indianischen Vorfahren wohlbekannten Effekt.
Säugetiers vorstellbar unwichtiger Beitrag zu allem
“Nie wäre ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/04/kolumne76.jpg" rel="lightbox" title="Kolumne76" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/04/kolumne76.thumbnail.jpg" alt="kolumne76.thumbnail Die Kolumne #76 (April 2007)" style="border: 1px solid gray;float:left;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" title="Die Kolumne #76 (April 2007)" /></a>Die kleinen Fehlerchen machen nicht nur in der Regel schöne Frauen attraktiver: perfekte Symmetrie turnt ab, teilen uns professionelle Gesichtserkenner mit. Ein Schönheitsfleck muss sein oder drei. Wo der fehlt, tut’s zur Not auch die Krächzestimme zum Engelsgesicht. Konterkarrikismo nennt der Südamerikaner diesen unseren indianischen Vorfahren wohlbekannten Effekt.</p>
<h2 id="toc-sugetiers-vorstellbar-unwichtiger-beitrag-zu-allem">Säugetiers vorstellbar unwichtiger Beitrag zu allem</h2>
<p>“Nie wäre ich mit Madonna während ihrer Bi-Phase ins Bett gegangen, doch die unterschiedliche Länge und Form ihrer Schamlippen hat mich zugleich erregt und neidisch gemacht,” konfessionierte unlängst <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> in mich. “Aber woher wusstest du, bevor ihr im wart, dass… ich meine.…,” in diesem Augenblick fiel mir wieder ein, wo Bartl Gaultier den Most der Bühnenoutfits in den 80ern herholte und wie ein Blitz traf mich die Erinnerung an die von Madonna <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> entworfene Kleidungskollektion für Plakatwände. Brigitte las meine Gedanken und warf mir, der ich im Strudel übermächtiger medialer Weiblichkeitsimages, bedrohlicher als jeder Cyberfeminotron, zu ertrinken drohte, einen Rettungssatz zu: “Mit 70 noch auszusehen wie Sharon Stone mit 60 ist auch eine Leistung, die man den modernen Haut-Textur-Programmen gar nicht niedrig genug anrechnen kann!“<br />
“Ich dachte, ihr Powerfrauen hieltet immer zusammen?” verwunderte es mich. “Ich bin ein Rrrriot Grrl, Madonna hat für die Frauenbewegung soviel getan wie ich für die Propagation von Keusch– und sexueller Enthaltsamkeit! Frauenbewegungen müssen nicht mal auf der Bühne immer nur rhythmisch erfolgten.” “Wir sprechen aber schon über die von den Protestanten hartnäckig als unheilig befleckt verehrte Gottesmutter?” erkundigte ich mich schließlich verspätet nach dem Kontext unseres Gesprächs. “Ja natürlich! Dachtest du denn etwa, ich würde mit einem Popstar ins Bett gehen?”</p>
<div align="center">*** </div>
<p>Ein Stufenmodell der Wirklichkeit zum selber Ausschneiden und (notfalls mit Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten) Zusammenkleben wohnt dieser Kolume leider nicht bei — sonst müssten Sie ihre Ausgabe gar zerschneiden oder wahlweise diese Seite auf dünnen Karton kopieren, und Kopierer stoßen ordentlich Zehjozwei aus und atmen womöglich auch noch kostbaren Sauerstoff — im übrigen neben der Kontrast-Einstellmöglichkeit ihre einzige Gemeinsamkeit mit Säugetieren. Allfällige Falzlinien entfallen, auf den Seiten des Dodokatheters stünde jeweils die Wortkombination vor der Klammer, auf der hinteren gegenüberliegenden Seite das erste Adjektiv vor dem Bindestrich, auf der vorderen halbdiagonalen Seite das zweite, sodass sich der geneigte Betrachter je nach Blickwinkel und vorgesehenen Freiheitsgraden eine nahezu beliebige Ansicht zusammenbasteln kann, erweiterbar bis hin zu einer individuellen Meinung:</p>
<p>wirkliche Wirklichkeit (verkennbar-religiös)<br />
unverkennbare Wirklichkeit (verkannt-ideologisch)<br />
wirkliche Realität (postuliert-hautnah)<br />
wahrnehmungsgefilterte Realität (vermutet-erlebt)<br />
Medienrealität (konstruiert-banal)</p>
<p>Prinzipiell hätten wir zumindest der Premium-Verkaufsausgabe gerne eine Bastelbogen beigelegt, allerdings gelang es uns bislang nicht, Eschers Erben aufzuspüren, also appellieren wir weiterhin an Ihre überdimensierte Vorstellungskraft, lieber gap Leserin.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Kolumne #75 (März 2007)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 09:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[It’s Kolumnentime again. Ich hab das übliche Rezept gegen Schreibblockade angewandt: Kaffeetrinken mit Tante Brigitte und mitstenographieren. Und sowas wird dann im März auch noch im the gap abgedruckt, aber lesen Sie selbst!
Weiblichkeit reist beileibe nicht körperlos.
Musikjournalisten sind da anders: sie führen gerne längliche Diskurse über die Vorteile der Nachteile von Vinyl. “Anders wie wer?” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>It’s Kolumnentime again. Ich hab das übliche Rezept gegen Schreibblockade angewandt: Kaffeetrinken mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> und mitstenographieren. Und sowas wird dann im März auch noch im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> abgedruckt, aber lesen Sie selbst!</p>
<h2 id="toc-weiblichkeit-reist-beileibe-nicht-krperlos">Weiblichkeit reist beileibe nicht körperlos.</h2>
<p>Musikjournalisten sind da anders: sie führen gerne längliche Diskurse über die Vorteile der Nachteile von Vinyl. “Anders wie wer?” fragt Tante Brigitte. Ich meine, korrigierend eingreifen zu müssen und merke an “Du meinst: anders als wer?” “Nein, ich meine: auf die selbe Art und Weise anders wie die Stadt Wehr im Badischen, die sich als ausgesprochen dynamisch bezeichnet, Fragezeichen. Klammer auf <a href="http://www.wehr.de" class="liexternal">hatetepeh-wewewewea-de-eh</a> Klammer zu.”</p>
<p>Es kann nur ein historischer Moment in der Geschichte der Menschheit und ganz besonders der steinzeitlichen Sprachphilosophie gewesen sein, als das erste Missverständnis ob des Gleichklangs zweier verschiedener geschriebener Worte entstand. In dieser Geburtsstunde der Medienwissenschaft aus dem Geiste des Missverständnisses muss eine/r daneben gestanden haben oder sein um live oder zeitversetzt darüber zu berichten — zum Beispiel im Mittelalter, wo die fahrenden Boten die Nachrichten am Dorfplatz bekanntlich singend intonierten: voila, Musikjournalismus in Reinkultur. Wir erbten die politische Verantwortung, büßten die Sangeskraft ein oder mussten sie vielmehr abtreten an TV-Talent Shows und leiden seither unter niedrigem Blutdruck und hohem Nachruf. In der Tat: die ersten drei Stichwörter, die dem Durchschnittsösterreich zur schreibenden Zunft einfallen lauten: Dynamohaftigkeit. Dynamismus. Dynamizität. Behauptet eine Umfrage, die der “Bund zurückgebliebener Printjournalisten” unter sich selbst durchgeführt hat.</p>
<p>Online hätte sich ein ganz anderes Bild ergeben. Ich hab nur mal stichprobenartig nachgefragt: Polen, Horngacher und karamelisierte Birne waren die häufigst genannten Assoziationen im Chatkanal. Das ergibt zwar alles keinen Sinn mehr, aber diese Sinnlosigkeit schafft andererseits eine warme Aura zwischemenschlicher Gefühlsduseligkeit, die schon fast an Ostern grenzt. Also österlich-fresh zurück aus der Virtualität zu schmerzhaft realen heidnisch-katholischen Tradionen: Wie jedes Jahr hatte Tante Brigitte bereits alles vorbereitet, um mir die Eier zu färben (ich meine natürlich: um meine Eier zu färben). Angesichts der giftgrünen, brodelnden Brühe wurde ich dann allerdings skeptisch. Brigitte las meine Blicke und kam jeglichem Einwand zuvor: “Nein, das färbt schon nicht ab, keine Sorge — und wenn doch: ist lebensmittelecht und kann mit Spucke entfernt werden.” Nun bin ich vorbereitet, die zwarten Frühlingsosterhäschen mögen kommen.</p>
<p>Um deren karnickelhaften Gedankensprüngen folgen zu können, wollen die Gehirnjoggingschuhe fest zugebunden sein — Balance ist zwar alles, denn “The ultimate Warrior is the Ninja, hiding in stealth,” wie uns die BBC Doku “Fight Science” weismachen möchte, aber ich sage: the female pirate is the ultimate warrior, was sind schon schwankende Trainingspfähle gegen echt schwankende Schiffsplanken? Bevor der Ninja auch nur “Friss meine schwarzen Shorts, Pirat!” heraushaucht, hat der mit seiner Hakenhand schon kräftigst zugelangt. Arrr! Arrr!<br />
Auf “gut” deutsch:</p>
<ul>
<li>Der weibliche Pirat ist die ultimative Kriegerin.</li>
<li>Die weibliche Piratin ist der ultimative Krieger.</li>
<li>Der weibliche Pirat ist der ultimative Krieger.</li>
<li>Der weibliche Pirat ist die ultimative Kriegerin.</li>
</ul>
<p>Sämtliche viere sprach-generisch, aber genderisch nicht kürrekt! Die einzig politisch vertretbare Form (griechisch: hyle, hence the german word “Hülle”) in einer Stadt, die zwar im Rathaus 50% der Terrorherrschaft maskuliner Wegweiser durch weibliche PiktogrammInnnen (Brigitte warf an dieser Stelle klärend ein: Piktogramme, deren symbolhaft dargestellte Persönchen sekundäre Geschlechtsmerkmale weiblicher Natur erahnen lassen) elegant ersetzen, auf Trümmerlsets aber immer noch “Hundekot” statt HündIennkot drucken lässt:</p>
<p><strong>Die/der weibliche/r PiratIn ist die/der ultimative/r KriegerIn.</strong></p>
<p>Fast wie Sprache remixen mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hip-hop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hip Hop">Hip Hop</a> Technik, liest sich irgendwie gescratched. Nix mehr mit der elementischen Einheit von Laut– und Schriftbild, deren Auflösung die Metaphysik begründete, die bei Heidegger schließlich in der Reflexion der Verschränktheit von Mensch und Technik endet. Womit wir wieder beim einleitenden Mistverständnis wäre und sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> einmal mehr verdammt rekursiv in den Anfang beißt. Fröhliche Ostan.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #65 (Dezember 2005)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Dec 2006 13:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Zeitgeist. Ein faltbarer Post-Weihnachtsdialog über die feuchteste Zeit im Jahr.

“Wie sieht dieser Zeitgeist denn aus, frage ich mich?” frug sich ein Diskutant neulich im ORF an einer der vielen Stellvertreterkriegsfronten des Konflikts Liberalisierung vs. vermutete verminderte Lebensqualität — recht haben Sie geraten, spitzfindiger Leser: es ging um Geschäfte-offen-am-Sonntag-oder-nicht.  Da ich persönlich zwar einerseits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zeitgeist. Ein faltbarer Post-Weihnachtsdialog über die feuchteste Zeit im Jahr.<br />
<span id="more-527"></span><br />
“Wie sieht dieser Zeitgeist denn aus, frage ich mich?” frug sich ein Diskutant neulich im ORF an einer der vielen Stellvertreterkriegsfronten des Konflikts Liberalisierung vs. vermutete verminderte Lebensqualität — recht haben Sie geraten, spitzfindiger Leser: es ging um Geschäfte-offen-am-Sonntag-oder-nicht.  Da ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> zwar einerseits diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> meist am Tag des Herrn schreibe, mir also die Selbstausbeutung wider Sein Gesetz alles andere als fremd ist, andererseits aber die spezifisch sonntägliche Gewissheit, dass alle Einkaufszentren zugesperrt sind/haben*, für das Schreiben selbiger <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> zur unabdingbaren Voraussetzung ward, finde ich mich wie meist in einer rückgekoppelten Zwickmühle der Entscheidungsfindungsunmöglichkeit und tue als willenloser, quasi programmgesteuerter Roboter dann das, was die entsprechende then Verzweigung der*** if Schleife vorschreibt.</p>
<p>Nach dem dritten Klingen hob <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> schließlich auch ab und zeigte sich erstmal erstaunt über die ungewöhnliche Uhrzeit meines Anrufs. “Wie sieht deiner Meinung nach der Zeitgeist aus? So eine Art semi-transparenter MTV-Moderator mit Baseballcap mit unverbogen-geradem Dämlack-Schild, so wie’s gerade Hype ist?” “Den Zeitgeist musst du lokal begreifen, in Holland trägt er zweifellos Holzpantoffeln und ist die ganze Zeit so bekifft, dass sich, zeitgeistig gesehen, im Prinzip kaum jemals was ändert. Den österreichischen stell ich mir eher so vor wie eine semitransparente ORF-Kulturmoderatorin mit der Frisur Hansi Hinterseers.” “Na komm, nur weil DJ Ötzi ähnliche Synths verwendet wie Pendulum****,” aber weiter kam ich nicht. “Nein, vergiss, was ich gesagt habe. Zu luftig. Der österreichische Zeitgeist sportet erdigere Styles, fällt mir ein, jetzt wo du Ötzi sagst. Erdigkeit und Widersprüche sozusagen, ORF Kulturmoderatorinnen haben etwas flattriges, und wie jeder Vogelfänger weiß, sind Vögel die unwidersprochensten Kreaturen zwischen Himmel und Erde.” “Also Richard Lugner mit Bocksfuss und Heiligenschein? Oder Hardcore Strache mit Kopftuch?” “Da Arnold Schwarzenegger seiner Heimatstadt verboten hat, mit seinem Namen zu werben, vermutlich ja. Der Grazer Bürgermeister kann ja auch leicht Kritik üben: immerhin datiert das letzte Todesurteil durch Ertrinken im Kernölkessel bis ins Mittelalter zurück. Warum gerade die steirische ÖVP allerdings Arnolds terminatorhaften Umgang mit Gnadengesuchen zu rechtfertigen versucht, weiß nur der Weihnachtsmann.” Ich begann mich endlich etwas adventlicher zu fühlen: “Mit Asozialen-Abstandhaltern in Sperrkettenform, die Punks effektiv davon abhalten, in den Blumenkübeln am Hauptplatz zu übernachten, erntet man eben schneller Zustimmung bei der Bevölkerung!” “Zu wahr! Doch so gern ich mich weiter mit dir unterhielte — ich muss mich um die Reste meines Neujahrs-Devonitonalien Verkaufs kümmern. Wie du ja selbst am besten weißt, waren Marzipan-Schweinchen in ausgesprochen anstößigen Positionen heuer nicht wirklich das Must-Have zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jahreswechsel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jahreswechsel">Jahreswechsel</a>. Und es wird eine kein Zuckerlecken, die 20.000 Pärchen zu anständigen, gottesfürchtigen Osterhasen umzukneten.”</p>
<p>In diesem Sinne, lieber LeserInnenSchaft, ein herzliches Dankeschön für die vielen Bargeldzusendungen und eine Ankündigung in eigener Sache: 2005 ist laut Trendforschern des Hoax Instituts so out, dass die Redaktionskonferenz beschlossen hat, so zu tun, als wäre schon 2006. Die Kolumne schließt sich dem an. Falls rund um Sie sonst auch 2006 ist, dann waren es einmal die anderen, die unserer Spürnase für den Geist der Zeit gefolgt sind und jetzt versuchen, den Jahreswechsel als ihre eigene Idee auszugeben. Aber wir wissen, dass Sie darauf nicht reinfallen, denn durch gezielt strategisch platzierte Bundesheerwerbungen haben wir unsere Leserschaft schon längst gegen die subtilen Manipulationsmechanismen unserer hochvernetzten Mediengesellschaft immunisiert. In diesem Sinne — Prosit!</p>
<hr />
<p>* Das Binnen-I ist seit GrünspitzenpolitikerInnen das Wahlniederlagengetränk ihrer Wahl Dopplerin** nennen, sooooo 90ies — wir splitten jetzt West-/Ostösterreichisch, wie seinerzeit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/berlin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Berlin">Berlin</a>. Zugesperrt haben wär also als Tiroler meine native Ausdrucksweise, auch wenn meine grammatikalische Spät-Sozialisation mir anderes zu vermitteln sucht.</p>
<p>** Ja, verdammt — bevor ich mich im nachhinein rechtfertigen muss: der ist geklaut von dem witzigen Profil-Autor, der diese fiktiven Dialoge zwischen PolitikerInnen satiriert. Wir könnten aber genauso gut auch zufällig die selbe Idee gehabt haben. Wer kann das im Copy-Paste-Zeitalter schon noch so genau sagen?</p>
<p>*** genetivus possesivus: die Verzweigung der if-Schleife ist gemeint und nicht, dass die if-Schleife der Verzeweigung etwas vorschreibt, obwohl Lacan ja das Vorausgehen des Symptoms der Ursache postulierte.</p>
<p>**** Der dagegen ist geklauft von drumandbass.at, er wäre mir so vermutlich nicht eingefallen, was den Wahrheitsgehalt der Aussage indes keinesfalls schmälert.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #64 (Oktober 2005)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 10:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Politischer Akribismus ist so von morgen! Fangquoten statt Walempfehlungen!

Lange hat diese Kolumne*** überlegt, ob sie eine Wahlempfehlung für die Wiener Gemeinderatswahlen abgeben soll — um sich dann im Beisl ums Eck der Folgefrage zu widmen: widerspräche diese dem Geist des liberalen Gastgeberblattes? Hat sich diese Kolumne jemals um Blattlinien geschert? Um Blutlinien, möglicherweise (DNA Extraktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Politischer Akribismus ist so von morgen! Fangquoten statt Walempfehlungen!<br />
<span id="more-526"></span><br />
Lange hat diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a>*** überlegt, ob sie eine Wahlempfehlung für die Wiener Gemeinderatswahlen abgeben soll — um sich dann im Beisl ums Eck der Folgefrage zu widmen: widerspräche diese dem Geist des liberalen Gastgeberblattes? Hat sich diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> jemals um Blattlinien geschert? Um Blutlinien, möglicherweise (DNA Extraktion beweist: Eichhörnchen stammen direkt von Urfischen ab!), aber doch nicht um Blattlininie? Schnell wurde klar, dass diese Frage sich ausschließlich “bei” einer Knoblauchsuppe* lösen lassen ließe**.</p>
<p>Aber nach so vielen Fussnoten Zurückwechsel in die eigentlich Tonart: machte in den letzten beiden Issues der Tod die Musik, so musiziert diesmal das Brot gemeinsam mit Ursula Stenzel unter dem Motto: </p>
<h2 id="toc-brot-so-viel-mehr-als-nur-ein-grundnahrungsmittel">Brot — so viel mehr als nur ein Grundnahrungsmittel</h2>
<p>“Diese Fortbildungsseminare der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> für progressive Aktmalerei können manchmal ganz schön anstrengend sein,” seufzte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a>. “Jenes jedoch, von dem ich, wie du weißt, vorgestern zurückgekommen bin, konnte einfach alles: Haushalt, Beruf, Familie, Autos, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sex/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sex">Sex</a>, Motorräder und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> in einem sechstündigen Vortrag zu einer Symphonie des integrierten Denkens zu vernetzen, dazu gehört schon mindestens ein jahrelang erfahrener Teleshopping Verkäufer!” Nun doch neugierig geworden, musste ich näheres wissen. “Sag an, worüber seminierte dieser Adonis der Bühnenbretter?“<br />
“Nebst äußerst ungewöhnlichen Techniken zur Verbesserung der eigenen Rückgratbeweglichkeit lobte er die Reinigungskraft des Brotes über alle Maßen — zur schmutzabweisenden Imprägnierung von Haushaltsglasflächen ebenso wie zum Entfernen festsitzender Insektenreste vom Kühlergrill!” “Bodenfeuchtreinigung?” wagte ich einzuwerfen. “Trockenreinigung, natürlich. Für Naturholzböden empfahl man uns Vollkornbrot, es pflege die Oberfläche.”</p>
<p>***</p>
<p>Der Vorwurf des Monats: Johannes Hahn hat meinen Welcome Sound kaputt gemacht. Zumal in Zeiten der eiweißen Knopfhörer ghettoblasterndes Aufdrängen der eigenen Geschmacksverwirrung ganz der individuellen kulturellen Fehlleistung wich, bieten erstgenannte “Welcome Sounds”, die der Angerufene vorgibt und die subsequent der Anrufende anstatt des Freizeichens hören muss, dem manischen Missionierer sein letztes Bollwerk. Einfühlsam und geschmackssicher ließ ich Saint Privat in Form von “Bach en Dub” zwei Welten vereinen, und was tut Johannes Hahn? Er und sein “junges Team****” kapern den Song für den Wienwahl TV-Spot, während ich, der schon längst wieder vergaß, dass er sich dereinst für Welcome Sounds interessierte, von anrufenden Pimps und Plattenverlegern gefragt werde, ob ich denn Wahlwerbungstantiemen von jenen Wiener Schwarzen, die keinen Dancehall mögen, entgegen nehme. Selbst die Eselsbrücke Hahn — Morgen — Sunshine — Reggae konnte mich nicht mehr am eigenen Schopf aus der Patsche ziehen, und so blieb selbst mir, dem anscheinend letzten verbliebenen respektlosen österreichischem Printsatiriker, zähneknirschend vor der Perfidie unseres Politsystems zu kapitulieren.</p>
<p>Deshalb vergesse ich die Politik und widme mich ab sofort der guten RETROSEXUALITÄT, die laut gewöhnlich ungut informierenden Frauenzeitschriften ihre Vorgängerin, die Metrosexualität, ablöst. Dieser Begriff musste einmal in dieser neoliberalen Postille einmal fallen, darum will ich der Leserschaft die erste Strophe des kommenden Superhits der the gap allstars an dieser Stelle auch nicht vorenthalten:</p>
<p>Das Aufspüren von Trends /<br />
gehört zum Neoliberalismus /<br />
wie Nasenbären auf  Dattelbäume /<br />
Wir bleiben unseren –ismen treu /<br />
Und errichten weiter metaphorische Elektrozäune.</p>
<hr />
<p>* Deutlich zeigt sich das Vollsein des einen Glas’ “mit” Knoblauchsuppe am Ergebnis der deutschen Bundestagswahl: Merkelchen wie Schröderillo oder im roten Fall Müntefering, der portugiesisch-protestantische Wanderprediger, sahen ihre jeweiligen Gesinnungsgemeinschaften als die fast eindeutigen Sieger besagter Urnenschlacht. Selbiges bewog diese Kolumne letztendlich zum Verzicht auf Wahlempfehlung.</p>
<p>** Knoblauchsuppe kommt hier mehr metaphorisch rüber denn als Lebensmittel; keineswegs jedenfalls will diese Kolumne in den Gefilden der hochgeschätzen Kollegin Hummel wildern — es wird zwar ab jetzt Brot das Thema sein, nicht jedoch primär in kulinarischen Kontexten!</p>
<p>*** Jeder muss sich mal an der Nase nehmen, so auch diese Kolumne: zu recht beeinspruchte eine aufmerksame LeserIn, dass “priestern” sehr wohl ein Verb sei, ohne einen konkreten Beweis zu erbringen.</p>
<p>**** Ursula Stenzel forderte die Einstellung aller Unkulturaktivitäten (Punschstände, Open Air Veranstaltungen in Parks, das ÖVP-Stadtfest etc…) im ersten Bezirk und konnte somit als einzige die Kernmessage derr Jugendlichkeit des Teams in schmerzlicher Glaubwürdigkeit transportieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Your **** in a Box</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Dec 2006 21:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verzweifelte Männer, in letzter Minute auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk für Mrs. Columbo? Der gut ausgebildete Marketing-Stratege weiß längst: alles nur eine Frage der Verpackung(en). Und noch etwas hat er im Lauf der Jahre gelernt: es sind stets die großen Sachen, die am meisten Freude machen. Lassen Sie sich also inspirieren zu einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verzweifelte Männer, in letzter Minute auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk für Mrs. Columbo? Der gut ausgebildete Marketing-Stratege weiß längst: alles nur eine Frage der Verpackung(en). Und noch etwas hat er im Lauf der Jahre gelernt: es sind stets die großen Sachen, die am meisten Freude machen. Lassen Sie sich also inspirieren zu einem Weihnachtsgeschenk der besonders persönlichen Sorte!</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-12/your-in-a-box/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>[via <a href="http://sistaweb.de/2006/12/19/merry-christmas-ladies/" class="liexternal">Sistaweb</a>]</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Kolumne #63 (August 2005)</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Dec 2006 14:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal: Wurst — Evolution — Hilflosigkeit

Würste verschiedenster Art und von differentem Naturell hätten längst Thema eines dieser verbalen Ausritte sein sollen. Nicht oft genug kann in jenen Zeiten des latenten Amerikahasses die sprachliche Gemeinsamkeit des gefüllten Kalbsdarms pazifistische Mordlust übertünchen: Wurst bleibt Wurst und klingt anglikanisch dann gleich wie worst, während wir immer schon vermuteten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal: Wurst — Evolution — Hilflosigkeit<br />
<span id="more-528"></span><br />
Würste verschiedenster Art und von differentem Naturell hätten längst Thema eines dieser verbalen Ausritte sein sollen. Nicht oft genug kann in jenen Zeiten des latenten Amerikahasses die sprachliche Gemeinsamkeit des gefüllten Kalbsdarms pazifistische Mordlust übertünchen: Wurst bleibt Wurst und klingt anglikanisch dann gleich wie worst, während wir immer schon vermuteten, dass nur der Fleischer weiß, was in der Wurst ist — WorstCase-Szenarien also schon wieder allenthalben statt nur beim Würstler um die Ecke. Einmal fand ich ein legales, aber möglicherweise lethales Rezept, welches als Zutat die Füllung einer Wurst benötigt, seitdem weiß ich, dass auch dieses Unaussprechliche einen Namen trägt — aber die Gnade einer frühen Geburt hat mir das Vergessen zuteil werden lassen. Im Vergessen bestünde ja auch die eigentliche Leistung des menschlichen Gehirns, das müsse der Computer erst lernen, schrieb irgendwann irgendwo der stets zitierfähige Hartmut Winkler.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> stimmte mir und dem Kollegen Winkler da keineswegs zu: ständig vergäße ihr Rechner irgendwas. “Außerdem weiß doch jedes Kind, dass man selbst gebrannte CDs in längstens 10, DVDs wahrscheinlich in 5–6 Jahren kaum mehr lesen wird können,” erklärte sie weiter, “denn anders als maschinell hergestellte Silberscheiben enthalten die brennbaren einen organischen Farbstoff: Wird er mit energiereichen Laserstrahlen beschossen, zerfällt die Farbe, so entstehen beim so genannten “Brennen” die Pits — Einbuchtungen — auf der CD-Oberfläche, ihrerseits wiederum physikalische Grundlage der Bits und Bytes, also der eigentlichen Daten. Und organisches Material verdirbt, verrottet.“<br />
“So löst sich die ganze Download-Problematik also von allein? Die Kids sind zu geizig für Streamerlaufwerke, und wenn die Majors in 10 Jahren das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> unter Kontrolle gebracht haben, sind alle gebrannten CDs zu Staub zerfallen, oder wie?”, wollte ich wissen — einerseits erstaunt über die Vehemenz der vorgetragenen Beobachtung, die ich von einer hauptberuflichen Aktmalerin so nicht erwartet hätte, andererseits noch verblüffter über Tantchens detailliertes Technikwissen. “Miteingebautes Vergessen sozusagen, it’s not a bug, it’s a feature. Wer archiviert schon <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">MP3</a>–Files auf Mikrofilm? Oder meißelt Bits oder Pits in Steinwände? Immerhin hat sich herausgestellt, dass Medien für die Ewigkeit sich weder auf magnetische noch organische Speichermaterialien verlassen sollten. Du kennst doch das Gesetz der Entropie, und das ist hier gewaltig am Werken.“<br />
“Steinwände gegen Entropie also? Am besten Natursteinwände in geschützten Höhlenmassiven aus massivem Quarz, wie? Aber wer will schon diverse Steinplatten zusammen mit seinem tragbaren MP3-Player mit sich herumschleppen?” “Ich bin jedenfalls eine Woman at Work und trag seit der letzten Hornbach-Kampagne Stechahle und Beitlfeitl immer in meiner Handtasche!“<br />
Nun konnte ich meine Neugier nicht mehr zügeln und musste nachfragen: “Brigitte, woher die plötzliche Affinität zur Muse der Techné? Woher dein Tech-Sprech neuerdings?“<br />
“Ach komm mir doch nicht mit dieser Muse, die hat ja bloß <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/friedrich-kittler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Friedrich Kittler">Friedrich Kittler</a> für seinen Text “Draculas Vermächtnis” erfunden. Das hat alles pragmatische Gründe: Ich bin bloß umgezogen und musste einige kleinere Zwischenwände in meinem neuen Luxusappartement hochziehen — was fang ich mit einem einzigen 800m2-Raum schon groß an? Noch dazu, wenn dort ständig befreundete Aktmaler und –modelle übernachten? Und während der Putz trocknete, bin ich ein bisschen im Internet gesurft, hauptsächlich auf www.medianexus.net.“<br />
“Und deswegen kennst du dich jetzt so gut mit Heimwerken UND digitalen Medien aus?” Brigitte musterte mich, halb belustigt, halb gelangweilt: “Du merkst auch alles. Aber schreib mal deine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> fertig, bevor du rumsurfst. Der Abgabetermin sitzt dir im Nacken wie ein gefräßiger Dackelrüde, und für mich wird’s höchste Zeit, mein neues Atelier einzuweihen.”</p>
<p><strong>Apropos Weihen: Nachtrag zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> vom letzten Mal</strong></p>
<p>Erst als ich die Kolumne geschrieben hatte, fiel mir die Broschüre, die Wolfgang, der gerade den ersten Band seiner siebenbändigen “Geschichte der Gewalt” veröffentlichte, aus der Tschechei mitgebracht hat, plötzlich wie Schuppen von den Augen: Ein Memento Mori, das größte Mitteleuropas, zeigt sie: eine Kirche, komplett ausgestattet mit allem, was reingehört: von der Predigtkanzel über den Altar bis zu diversen Verzierungen. Anders als daheim im Dorf fertigten die besten tschechischen Leichenschnitzer die Innenausstattung freilich nicht aus vergoldetem Hartholz, sondern aus den Skeletten von rund 20.000 (!) Toten: die kleineren runden Schädel waren also mal echte Kinderköpfe. Alle Knochen polierten die fleißigen Baumeister auf Hochglanz — zeitweise scheint diese Methode des Vanitas-Generierens sich bei unseren kirchlichen Bauvätern großer Beliebtheit erfreut zu haben.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #72 (Nov/Dez 2006)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-72-novdez-2006/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 12:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein gapheft (nicht “gafeft” lesen, sondern gap-heft) erscheint noch im Dezember diesen Jahres. Darin wird sich angeblich diese Kolumne befinden. Und im Jan/Feb nächsten Jahres feiern wir unser 10-Jahres-Jubiläum. Hier wie immer der Vorabdruck — n’joy!
Die Kolumne
Hitzewallungen im Spätherbst stützen und stürzen noch einen Klimawandel
“Früher hieß das Viertel nämlich Sackstadt, aber seit der Arenabesetzung hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gapheft (nicht “gafeft” lesen, sondern gap-heft) erscheint noch im Dezember diesen Jahres. Darin wird sich angeblich diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> befinden. Und im Jan/Feb nächsten Jahres feiern wir unser 10-Jahres-Jubiläum. Hier wie immer der Vorabdruck — n’joy!</p>
<p><strong>Die Kolumne</strong><br />
<em>Hitzewallungen im Spätherbst stützen und stürzen noch einen Klimawandel</em></p>
<p>“Früher hieß das Viertel nämlich Sackstadt, aber seit der Arenabesetzung hat sich eingebürgert, das Attribut der Heiligkeit mit dem Theoriepatron des Kommunismus in ein Namensschild zu werfen — et voilÃÂ¡: St. Marx,” wollte mir <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> neuerdings einreden. Das konnte und musste ich so nicht stehen lassen. Zumal Sackstadt St. Marx heißt, weil der einheimische Kirchenschutzpatron, seiner Zeichens Heiliger Markus, gerne im Endlaut verschliffen wird. Die Bezeichnung des Ortsteil rekurriert also durchaus auf sakrale und nicht auf politische Gebäude.</p>
<p>Dennoch obsiegt stets die Neugier, obskure Information will ja bloß verbreitet und frei sein, sondern in unserer post-aufklärerischen Zeit bis an ihren simulierten Ursprung zurückverfolgt werden. “Hat dir das einer deiner <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/punk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Punk">Punk</a>–Ex-Lover erzählt, als du noch…” “Hör auf zu tippen, das gehört hier nicht in die Kolumne. Nein, ich hab dieses ungeprüfte Wissen von jemandem, der sich über 10 Ecken kennt. Dich übrigens auch, und mich über neun.”</p>
<p>Wüsste ich nicht um Brigittchens Vorliebe für die rein digitale Auswahl ihrer Beischlafpartner, hätte ich natürlich nicht sofort erraten, dass meine Tante über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-networking/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Networking">Social Networking</a> Plattformen sprach. (“Ich hab schon Businesskasperl auf Open BC getroffen, da wird’s feucht im Mund! Und stell dir erstmal vor, diese ganzen leckeren Asiaten via <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a>, völlig unvorbereitet auf Flirts mit Wiener Vamps! Wenn die doch endlich den Button Ã¢â¬Å¡alle gutaussehenden Männer zu meiner Kontaktliste hinzufügen’ einbauen würden…”)</p>
<p>Aller Affirmation zum trotz  schienen mir die zehn Ecken dennoch übertrieben, zumal doch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stanley-milgram/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stanley Milgram">Stanley Milgram</a> mit seiner Small World Theory behauptet, jeder Mensch auf dieser unserer Erde kenne sich über sechs Ecken selbst. Oder jeder kenne alle sechs Ecken mindestens eines anderen Menschen, oder dass man mindestens sechs Menschen braucht, um eine Ecke zu überqueren. Derselbe Psychologe hat in einem noch viel berühmteren Experiment später dann auch paarweise elektrische Schläge an Teilnehmer ausgeteilt: und zwar solange, bis diese endlich zugaben, sich über höchstens sechs Ecken zu kennen. Damit galt er als Wegbereiter der modernen Psychologie. Später dann konnte ein gewisser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/freud/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Freud">Freud</a> zwar nachweisen, dass die Stromkabel gar nicht richtig angeschlossen und die meisten Teilnehmer des Experiments arbeitslose Schauspieler waren, aber da hatte die Idee sich die Idee von der kleinen Welt bereits nachhaltig im Kleinhirn aller PM-Leser und gap-Leserinnen festgefressen.</p>
<p>“Jetzt hör endlich auf mit deinen Sexecken,” unterbrach Brigitte abrupt, “diverse Erlösungslehren behaupten, dass sich die meisten Menschen nämlich überhaupt gar nicht kennen. Da bringen die neuen Medien also schon unglaubliche Fortschritte in punkto Selbstkenntnis, auch wenn sie vorwiegend zur Hervorrufung und anschließenden Befriedigung unserer animalischen Bedürfnisse mißwendet werden.” “Deine Scharmoyanz übertrifft einmal mehr den Gipfel des Vorstellbaren,” seufzte ich hingerissen. “Charme, ok. Aber Scham und Larmoyanz?” hakte (huk?) sie erfreut nach. “Dass du mir missbilligendes Reflexionsvermögen und ein bildungssprachliches Lehnwort für sentimentale Rührseligkeit zutraust, ehrt meine Weiblichkeit.”</p>
<p><strong>Achtung, Vegetarier:</strong> Experten erwarten für das nächste Sommerloch den Gammeltofuskandal. Diverse asiatische und vegetarische Lokale proben bereits für die große Welle der Empörung — nicht, dass ihr denkt, ihr kommt völlig ungeschoren davon!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #60 (März 2005)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-60-maerz-2005/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2006 13:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal: Ei-Mango live — A man will try 2 cheat, ha! Oder: Wenn du meine Overheadfolie fressen konntest, dann kannst du sie auch wieder auswürgen.

Selbst unter die journalistische Zunft gehen möchte zukünftig Tante Brigitte, und das kommt so: rotäugig und schniefend erzählte sie mir von ihrem Kreuz mit dem Heuschnupfen und einem Hoffnungsschimmer am Horizont [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal: Ei-Mango live — A man will try 2 cheat, ha! Oder: Wenn du meine Overheadfolie fressen konntest, dann kannst du sie auch wieder auswürgen.<br />
<span id="more-524"></span><br />
Selbst unter die journalistische Zunft gehen möchte zukünftig <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a>, und das kommt so: rotäugig und schniefend erzählte sie mir von ihrem Kreuz mit dem Heuschnupfen und einem Hoffnungsschimmer am Horizont namens “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> Nachlese” voller Pollentips. Neben der pharamzeutisch-industriell wertvollen Suggestion, dass im Pollenfall <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chemie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chemie">Chemie</a> viel mehr Spaß macht als Ethnobotanik fand sich im Text eine Liste, die Tantchens Probleme auf einen Schlag löste, genauer genommen, Punkt vier, ein unbezahlbarer Tipp für alle Frühblütler-Hasser, tat dies: “Halten Sie sich während der Pollensaison vorwiegend in geschlossenen Räumen auf.” Schlechte Neuigkeiten also für Straßenbettler, Neben– und Haupterwerbsbauern sowie Verkehrspolizisten, aber ein unfehlbares Rezept für den Rest der pollenallergischen Welt. Fasziniert von dieser Glanzleistung fachkundiger Recherche begann Brigitte sogleich mit dem Zusammenstellen einer eigenen Tippliste, die allerdings noch ihrer Veröffentlichung (in der ATV-Nachlese?) harrt:</p>
<ol>
<li>1) Tipp für Einbeinige: springen Sie möglichst nicht herum.</li>
<li>Tipp für Taube: halten Sie sich möglichst dort auf, wo nicht gesprochen wird.</li>
<li>Tipp für Diabetiker: verzichten Sie weitgehend auf zuckerhältige Nahrungsmittel.</li>
</ol>
<p><strong>Falschstellung, vom letzten Mal:</strong></p>
<p>Als “einfach deppert,” als “aufgeblähte Konzernstrukturen,” in denen “kein Mitarbeiter weiß, was der andere denn wirklich so macht”, bezeichnete sie der Hofer Basti in der letzten Ausgabe. Nein, die Rede ist schon wieder nicht vom der gap Verlagsgesellschaft. Sondern von Majorlabels, die jetzt langsam ausreichend gebasht worden sind. Daher ein flammendes Plädoyer für vier große Distributoren, denn ohne Sony &amp; Co gäbe es gar keine Popmusik.<br />
Ohne Sony und Co. wären einige Sony &amp; Co. Manager und Artists nicht so reich. Das sind sie sie dank Sony &amp; Co. aber, und selbiger Umstand legitimiert Popmusik im Sinne von Sony &amp; Co. zweifellos. Wenn Popmusik sich nicht mehr so gut verkauft, sondern dauernd nur mehr gratis runtergeladen wird, dann isses gar keine Popmusik mehr im Sinne von Sony und Co., darin liegt das große Missverständnis. Also lassen wir diese leidige Diskussion endlich bei Seite und surfen wir lieber ein bisschen. Zeitgeistig wär’s ja allemal, das gap von einer Zeitschrift für Pop Culture im weiteren Sinn zu einer Zeitschrift für Free Culture im engeren Sinn zu machen, und sinnhaft obendrein — eine seltene + –same Kombination, überdies. Vermutlich allerdings wirtschaftlich aber nicht tragfähig, immerhin können wir das Heft ja nicht einfach verschenken.</p>
<p>Moment. Wir verschenken das Heft eh, erfahr ich gerade. Als easy does it — nimm dir diesen Rat zu Herzen, kleiner Hobbit! qed. Auch passend in die Rubrik “gratis, aber nicht umsonst” bzw. file under “Fuck, damn, shit — reduce to the max to maximize the mix”: das essentiellste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hip-hop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hip Hop">Hip Hop</a> Album dieser unserer Zeit erschien nämlich onlein unter der Adresse http://www.ni9e.com/. Es handelt sich um einen kompletten “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/remix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Remix">remix</a>” des legendären NWA Longplayers “Straight outta Compton”; ein Vorteil der kondensierten Version, die sich “Explicit content only version” liegt im flotten Download der Tracks, die ausschließlich aus den Schimpfwortpassagen der Originale zusammengestückelt sind. Sankt Tourette, schau oba!</p>
<p><strong>“Eine schlechte Ästhetik verdirbt die Menschen.”</strong></p>
<p>Zu dieser tiefgründigen Ansicht gelangt nicht etwa der Senderchef von Viva, sondern Teddy himself. Nein, die Rede ist hier nicht vom Faceless Ugly Teddybear (www.fut.com.au), sondern von einem Urgestein der österreichischen AV-Medialität. Give me a P-O-D, give me a G-O-R, give me a S-K-Y! In der Rubrik “Geschichten aus der Steinzeit des österreichischen Fernsehens” erzählte Poddy, wie ihn seine Freunde nicht nennen, dass<br />
a) man damals nicht glaubte, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> jemals mehr als 30.000 Zuseher haben würden täte (3. “österreichischer” Konjunktiv!).<br />
b) Politiker, speziell in Österreich, nur daran interessiert waratn (4. “Wiener” Konjunktiv), Sendungen zu fördern, in denen sie selbst auftreten können.<br />
c) das Fernsehen heute im Gegensatz zu früher ein Zerstreuungsmedium sein tadat (5., “NÖ” Konjunktiv).<br />
Sensation. Geschockte i-net kids allenthalben, wie verängstigte, um Hilfe suchende Postings in allerlei Foren beweisen: “Unweigerlich bekam ich eine Gänsehaut und während des Anschauens schob sich der sprichwörtlichen Dampfwalze gleich ein Verdacht in den Vordergrund: früher MUSS es besser gewesen sein. Holt mich da raus!” Offizielle Entwarnung aber an dieser Stelle: das Fernsehen hat sich nicht wesentlich verändert, Teddy Podgorsky dagegen gar nicht. Also wieder bloß ein Missverständnis und kein Grund, eure Router und Hubs zu verbrennen und e-mule vom System zu verbannen.</p>
<p><strong>PS:</strong><br />
FRAGE: Was war vor 1969 der Unterschied zwischen dem ORF?<br />
ANTWORT: Beide FS-Programme waren gleich schwarz-weiß, speziell das zweite.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #71 (Oktober 2006)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-71-oktober2006/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2006 09:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einmal mehr ein frischer Vorabdruck meiner dieser Tage erscheinenden the gap Kolumne. Online ist’s natürlich nur die halbe Miete bei diesem wunderschönen Printlayout… der geneigte Leser erkennt — im Gedenken an Plagiatsjäger remixe ich mich selbst und schreibe schamlos vom datenschmutz.blog ab.
Die Kolumne
Süßer die Diplomanen nie swingen, als knapp am Te-hellerrand
Mögen sich andere elektrische Muskelstimulationsgeräte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal mehr ein frischer Vorabdruck meiner dieser Tage erscheinenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a>. Online ist’s natürlich nur die halbe Miete bei diesem wunderschönen Printlayout… der geneigte Leser erkennt — im Gedenken an Plagiatsjäger remixe ich mich selbst und schreibe schamlos vom datenschmutz.blog ab.</p>
<p><strong>Die Kolumne</strong><br />
<em>Süßer die Diplomanen nie swingen, als knapp am Te-hellerrand</em></p>
<p>Mögen sich andere elektrische Muskelstimulationsgeräte kaufen und ihrer gesamten Verwandtschaft zu Weihnachten einen Waschbrettbauch schenken, mir liegen derlei einfallslose Präsente nicht. Jahr für Jahr wiederholt sich Qual der Hetzjagd aufs neue, wenn ich mein einziges Weihnachtsgeschenk aussuchen muss. </p>
<p>Schwieriger zu beschenken als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> ist niemand, das garantier ich Ihnen. Selbst der wunderschöne Einhandmischer, dessen Geschenksappeal ich vorigen Herbst im Armaturengeschäft erlag, löste bloß Ablehnung aus: Ich wisse doch, dass Brigitte schon aus Prinzip gar kein Fließwasser in ihrer Wohnung habe, tadelte sie mich. Mein Argument, dass diese wunderschöne Edelmetallskulptur doch ohnehin als Ziergegenstand für den Wohnzimmeraltar dienen solle, machte ihre Unzufriedenheit ob meiner Präsentauswahl nur zum Teil wett.</p>
<p>Warum ist also wie jedes Jahr durch die Hölle Weihnachten gehen, und vorher durch die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vorhoelle/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vorhölle">Vorhölle</a> Vorweihnachtsgeschäft? Munkelt man in Kolumnistenkreisen immerhin schon seit Monaten, dass der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/papst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Papst">Papst</a> die Vorhölle* abzuschaffen gedenkt. Jener frenetische Jubel, den die kürzlich nachhaltig vertreitete Meldung hervorrief, scheint diesem Kolumnisten allerdings ebenso verfrüht wie unbegründet: wer sagt denn, dass die vielen dort inhaftierten Babys nun in den Himmel kommen und nicht zB in den siebten oder sechsten Höllenkreis, wo halt mehr Platz ist bzw. ausreichend leere Kinderkrippen verfügbar sind?</p>
<p>In der Vorhölle muss derzeit ähnliche Stimmung herschen wie in einer Firma, die kurz vor dem Aufkauf durch einen Liquidator steht und deren Mitarbeiter panisch auf die “Restrukturierung” warten. Falls die Angestellten pragmatisiert sind (und davon kann man bei Teufeln wohl ausgehen), stehen sie zwar keine existenziellen Ängste durch, dennoch bleibt Unsicherheit: werde ich mich an meinem neuen Arbeitsplatz eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> lang so heiß fühlen wie hier? So in der Vorhölle Radioempfang möglich ist, dann dürfte sich die angespannte und nervöse Stimmung inzwischen auch auf die unfreiwilligen Insassen übertragen haben — ganz zu schweigen von den engen Beziehungen, die zwischen einem Kleinkind und seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/teufel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Teufel">Teufel</a>, der ihm möglicherweise seit Jahrhunderten die Windeln wechselt, entstehen. Da werden Adoptivfamilien rücksichtslos auseinandergerissen — das erinnert irgendwie ans österreichische Asylrecht.</p>
<p>Angeblich handelt sich’s bei all dem um eine Marketingkampagne** des Papstes, speziell zugeschnitten auf die Kundschaft in 3.-Welt-Ländern. Islamische oder hinduistische Babys kommen nämlich auch ohne Sakrament direkt in den Genuss der himmlischen Freuden.<br />
Aber viel entscheidender ist die Frage: reichen die magischen Fähigkeiten des Papstes, um die Vorhölle zu schließen? Glauben die lutheranischen Protestanten auch an den Limbus Infantium, und wenn ja: wird ihre Vorhölle dann ohne offizielles Einverständnis mitgeschlossen? Kommen jene Vorhöllenteufel, die sich durch besonders liebevolle Betreuung hervortaten, mit in den Himmel? War Satan der Parallelbetrieb von Vor– und Haupthölle auf Dauer wirtschaftlich zu ineffizient, und hat er darum seinen Schergen Benedikt den 16. mit der Abschaffung beauftragt? Muss Satan tun, was Benedikt sagt, weil der sein Vorgesetzter ist?</p>
<p>*) Die Vorhölle, also jener 10. Kreise, ist quasi die größe Kleinkindkrippe der metaphysischen katholischen Welt. Kurz nach ihrer Geburt frisch verstorbene oder tot geborene und daher ungetaufte Kleinkinder finden sich im sogenannten “Limbus infantium” wieder.<br />
**) Demnach dürften die Bewohner des Ã¢â¬Å¾Limbus Patrum”, in dem alle vor Christus Tod Verstorbenen einsitzen, noch lange nicht von akuter Schließung bedroht sein.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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