datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Heute ist Blogday – meine 5 Favoriten

Trotz aller Microblogging-Hysterie besinnen wir uns am 31. August auf die Flotte der Mutterschiffe: heute ist Blogday, und alle WordPress-Selbstdarsteller (und natürlich auch die User anderer CMS-Systeme) sind herzlich eingeladen, fünf Blogs vorzustellen, die sie besonders gerne lesen. Vernetzung, Vernetzung - und: Feiern, bis der letzte Trackback aus der Apache-Bar nach Hause wankt! Wer mit machen möchten, findet alle Infos unter Blogday.org.

Fünf sind nicht gerade viel, natürlich lese ich wesentlich mehr Blogs - hier auf die Schnelle meine fünf täglichen Haupt-Informationsquellen für die Bereiche SEO, Skurrilität und Politik:

Shoemoney.com: Jeremy Shoemakers Marketing-Blog ist ein Must-Read für alle, die sich mit Affiliate Business-Modellen und aktuellen wirtschaftlichen Trends im Web 2.0 beschäftigen.

Sistrix.de: deutschsprachige SEO-Blogs zu lesen habe ich mir abgewöhnt; es gibt unterhaltsamere Arten der Zeitverschwendung, und wenn man dort tatsächlich mal genuin neue Infos findet, dann sind die sowieso von einem Amerikaner abgeschrieben. Erfreuliche Ausnahme: Johannes Beus aka Sistrix, der selbst umfangreiche Analyse-Tools betreibt und daher immer wieder mal genuin neue uns lesenswerte Informationen präsentiert.

johnon.com: John Andrews, wohnhaft in Washington, bezeichnet sich als "Competitive Webmaster". Er aktualisiert sein Blog, das seit Juli 2006 besteht, nicht besonders häufig - dafür ist jedes neue Posting absolut lesenswert.

Titanic Newsticker: die Homepage des deutschen Satire-Flaggschiffs ist ebenfalls ein Blog (zumindest gibt's einen RSS-Feed). Wer etwas für schwarzen Humor und skurrile Lacher übrig hat, sollte öfter mal reinschauen.

Wissen belastet: Max Kossatz bloggt, unterbrochen von gelegentlichen Gadget- und Net-Culture-Beiträgen, hauptsächlich über Politik und den Einsatz des Web 2.0 als politisch-partizipatives Instrument. Außerdem rockt seine Titelgrafik ungemein!

Mindestens ebenfalls so interessant und häufige Besuche respektive einen Fixplatz im Feedreader wert: Michael Kamleitners NonSmokingArea, Peter Steinbergers Navigator of Ignorance, Judiths Linzerschnitte, Robert Lenders Nur ein Blog, Janas digiom, Helges Helge.at und ganz viele andere Blogs, deren URLs ich nicht auswendig kenne. Keep up the great work!

PS: Ja, stimmt. Wir alle sind dran schuld, dass die Content-Industrie grade den Bach runtergeht. Wir sind einfach zu motiviert - sorry Journalisten, sorry Verleger! :mrgreen:

Twitter-News: @datadirt Nr. 1 in den Twem-Charts, @datenschmutz für .de-Tweets

Erfreuliche News aus der Microblogging-Welt: am Montag habe ich endlich den Account @datenschmutz bekommen, den ich zukünftig statt @ritchie_tweets für meine deutschsprachigen Micro-Messages verwenden werde. Ich bin gerade dabei, allen Friends des alten Accounts zu folgen und hab mich über knapp 400 Followers in den ersten zwei Tagen ziemlich gefreut :mrgreen: Aktuelle datenschmutz-Postings werden wie gehabt über den Feed-Account @datenschmutzrss gepostet - ich bevorzuge die Trennung von "Human" und "RSS Accounts". Außerdem bin ich mit meinem Haupt-Account @datadirt (derzeit 33k Followers) seit Montag auf Platz 1 der Twem-Charts - Sascha Lobo sieht bloß noch den Hinterreifen meines Bikes.

Aber bei aller Freude über die Chart-Platzierung kann ich mir an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zum Maßbändern, -stäben und -einheiten einfach nicht verkneifen. "What people know and what they say is like colorful sky," habe ich mal den Purple Pro singen hören. Und in der Tat: Einerseits beschwören sämtliche Evangelisten den dialogischen Charakter von Web 2.0 Services, andererseits gilt es fast schon als anrüchig, wenn die Follower-Followed-Ratio bei 1:1 liegt. Den größten .at/.de/.ch Twitteraccount in punkto Followers habe ich mit über 30k schon eine ganze Weile. Aber an die Spitze der Twem-Charts kam ich erst diese Woche, da ich mittlerweile aufgrund des rasanten Wachstums rund 17k mehr Followers als Friends habe.

Twem bezeichnet diese nicht-reziproke Gruppe als "Fans" und baut die Gesamtwertung auf dieser Differenz auf. Der Hintergedanke ist wohl, dass spammige Mass-Follow Accounts außen vor bleiben sollen, spricht mit 100k Followern und ebenso vielen Friends wäre man bei Twem ziemlich weit hinten. Aber spiegelt dieses Verfahren die Twitter-Realität überhaupt wider? Nein, denn im Extremfall müssen sich Followers und Friends überhaupt nicht überschneiden - ein Tweeper könnte beispielsweise 100 anderen Usern folgen, während im selbst 200 andere Accounts folgen, von denen er keinen einzigen in der Timeline hat. Um die tatsächliche "non-reziproke Differenz" zu eruieren, müsste Twem also analog zum äußerst nützlichen TwitterKarma beide Listen komplett abgleichen, um auf die tatsächliche Anzahl der "Fans" zu kommen.

Diese Zahl entspräche zumindest eher der tatsächlichen Differenz, aber was sagt die eigentlich aus? Es handelt sich lediglich um ein Analogon zu klassischen Maßzahlen á la Reichweite oder Newsletter-Abonnenten. Genauso gut könnte man diese Zahl mit dem Quotient Followers durch Friends hoch Pi multiplizieren und das zweimal durch den Kehrwert des Prozentsatzes @-Replies durch ReTweets dividieren. Doch der Punkt ist: es gibt keine *richtige* Art, Twitter zu verwenden, sondern völlig unterschiedliche Nutzungs-Szenarien. Kann man einen über Twitter geposteten RSS-Newsfeed des Spiegel sinnvoll mit dem Twitter-Account von Nora X, 17, Webdesignerin aus dem Wuppertal, vergleichen? Ich denke nicht. Auch ReTweets sind spätestens, seit man sie en gros um Spottpreise einkaufen kann, keine sinnvolle Maßeinheit mehr.

Am ehestens würde sich zur indirekten Messung der Popularität die Click-Through-Rate von geposteten Fotos, Links, Videos etc. eignen, und zwar in Relation zur Zahl der Followers. Sprich: wenn Heinz Mustermann mit 100 Followern einen Link postet und 20 User drauf klicken, dann ist das mehr wert als Elise Musterfrau Aussendung an 500 Followers, von denen nur fünf neugierig auf den Inhalt sind. (Wenn allerdings Walter Spamberger einen Link an seine hunderttausend Followers verschickt, von denen auch nur ein Prozent drauf klickt, dann sieht die Sache in punkto "Mediawert" schon wieder ganz anders aus.) Mit anderen Worten: Während in grauer Web 2.0 Vorzeit, als Technorati noch funktionierte, beispielsweise der Zahl der Trackbacks der letzten 3 Monate tatsächlich einen gewissen Aufschluss über die Relevanz bestimmter Blogs lieferte, so betont jede Twitter-Hitparade und Wertung lediglich einzelne quantitative Aspekte, die recht wenig über die (dialogische) Qualität des jeweiligen Accounts aussagen. Außer im Fall von datadirt natürlich! :mrgreen:

Und noch mal ein kurzer Reminder: deutschsprachige Tweets gibt's ab sofort unter @datenschmutz, alle Blog-Updates unter @datenschmutzrss und wer Englisch bevorzugt, wirft einen Blick auf @datadirt respektive @datadirtrss. Ich twittere über ähnliche Themen wie hier am Blog - sprich Social Web, Online Marketing, Gadgets und die üblichen Geekereien. Natürlich freu ich mich über neue Followers, außerdem interessiert mich brennend: was halten Sie von Microblogging-Landvermessungen und Twitter-Hitparaden?

Blogistan Panoptikum KW28 2009

Überschätzungen, Unterschätzungen, grobe und feine Schätzungen: wenig Genaues weiß man. Während sich der eine übers tausendste Mash-Up freut, warnt der andere vor blinder Technikverliebtheit. Aber das Netz lebt bekanntlich von Gegensätzen, also keine Scheu: treten Sie ein zum kleinen geführten Wochenrundgang durchs Social Web - Judith Denkmayr aka Linzerschnitte und datadirt präsentieren das Web 2.0 Ereignisprotokoll der letzten 168 Stunden.

Du sollst eine Suchmaschine haben neben Google

Und wir sprechen hier nicht von Bing oder Yahoo Search. Nicht mal von Cuil - da hätte Stephen mal lieber bei Mathematica bleiben sollen. Aber Wired meint, es gibt sie doch - die coolen Suchmaschinen:

For this article, we surveyed some 50 specialty search services and picked out our favorites. What follows is not a systematic ranking or review, but a general guide to a very vibrant world that few have bothered to explore in depth.
The variety of search startups is mind-boggling, and hints at the challenges Google may face staying on the bleeding edge of search innovation in the coming years. (There’s even something for micro-philanthropists: Good Search donates a penny to the charity of your choice for each search you run.)

Wer also trotz aller Variationen das Big-G Logo einfach nicht mehr sehen kann, der werfe eine Blick auf IceRocket, Scoopler, Collecta und Co.: da gibt's einiges an guten Ideen, aber eben ziemlich weit-verstreut.

Chris Andersons neues Buch "Free"

Ergänzend zur letzten Woche hier der Link zum Audiobook Free von Chris Anderson, das konsequenterweise ebenso wie das eBook als Gratis-Download erhältlich ist.

Erschieß den Fail-Whale!

Wer schon mal Moorhuhnjagd gespielt hat, dem wird Die Fail Whale! auf Anhieb bekannt vorkommen. Gefragt sind ein flinker Mauszeiger und der richtige Rhythmus - wer nicht aufs Nachladen vergisst, sollte es durchaus schaffen, meinen bescheidenen Score von 33 Walen zu toppen, oder?

diefailwhale Blogistan Panoptikum KW28 2009

PS: Allein schon die Fake-Testimonials sind definitiv einen Besuch der Seite wert, z.B. Michael Arrington, TechCrunch: "I offered to trade this game for my website, but Die Fail Whale said no. Now I'm sad."

Google versus Facebook

Eine interessante Theorie über Facebook veröffentlichte diese Woche Fred Vogelstein im Wired Magazine. Im Hause Facebook sah man niemals andere Social Networks als Benchmark, sondern ausschließlich Google. So erzählt ein früherer Programmierer von Facebook:

We never liked those guys. We all had that audacity, 'Anything Google does, we can do better.' No one talked about MySpace or the other social networks. We just talked about Google.

Darum bekam auch Microsoft den Zuschlag als Investor. Fred Vogelstein erklärt außerdem noch den "4-Stufen-Plan zur Online Domination" von Facebook:

1. Build a critical Mass (mit 200 Millionen FB-Mitglieder kann man diesen Punkt für nahezu abgeschlossen betrachten)
2. Redefine Search (Facebook geht davon aus, dass FB Mitglieder auch eine Facebook Suche nutzen würden)
3. Colonize the Web (Facebook Connect bildet dazu den Ausgangspunkt und wird bereits von über 10.000 Partner Sites benutzt)
4. Self targeted Ads, everywhere (Facebook hoffe, eines Tages nicht nur auf der eigenen sondern auf allen Partner Sites werben zu können)

Nun, man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerbergs Plan aufgeht - schließlich sollte Mark die Stromrechnungen früher oder später nicht mit Investorengeld, sondern mit laufenden Einnahmen finanzieren.

"Future of Blogging" Mindmap

Steve Rubel fordert zum kollektiven Mind-Mappen auf - er möchte wissen, wie's um die Zukunft des Bloggens bestellt ist. Ohne Zweifeln nehmen Social Networks, Microblogging-Dienste und andere Services immer mehr Surfer-Zeitbudget in Anspruch - wie wirken sich die Änderungen auf Blogs aus? Was vor drei Jahren noch super-schnell News waren, lahmt im Twitter-Zeitalter ganz gewaltig. Steve sieht die Sache übrigens recht binär:

From my point of view, blogging's future will likely flow down one of two paths: either it will evolve and grow into something else (like many species have) or it will succumb to Darwinism and become extinct (like the Dodo). Let’s take a closer look at each. We’ll also give you the chance to add your own opinion to our mind map.

PS: es gibt 10 Arten von Usern: die, die das Binärsystem kennen, und jene, die es nicht kennen.

Von Browsern und Betriebssystemen

What is a Browser? Newsfeed, Sharefeed, Livestream, Aggregator, Plugin, Extension, Firefox, Spreadsheet, Poke/n, SEO/SEM, Backlinks, RSS, Feedreader, Tweet, Gadgets.... Die meisten Leser dieses Blogs kennen diese Begriffe, manche von uns werfen sogar oft und gerne mit diesen Begriffen um uns. Aber eine elaborierte Soziolekt grenzt bekannterweise nicht nur ab, sondern auch aus. Ji Lee von Google (Trackback http://pleaseenjoy.com/) zeigt in diesem Video am Beispiel des good old "Browsers", wie weit der Großteil der Menschen wirklich mit der Netz-Fachsprache vertraut ist:

Da offensichtlich die wenigsten Menschen wissen, was nun eigentlich ein Browser ist (noch weniger, was Google Chrome ist), stellt sich die Frage, ob die frommen Wünsche von Eric Schmidt sich erfüllen werden. In einem Interview mit bloomsberg.tv meinte er nämlich, auf die Frage, wie viele Menschen das neuen Betriebssystem Google Chrome OS verwenden werden:

We don’t have numbers, we know it will be millions.

Abermals bleibt nur zu sagen: Man darf gespannt sein.

Endlich sagt mal einer, Twitter sei vollkommen überbewertet

David Golumbia ist ein Ketzer. Ein Abtrünniger, der im Mittelalter leicht hätte auf dem Scheiterhaufen landen können bei so viel Devianz von der Mainstream Meinung - näher betrachtet hat sein Kommentar zur Rolle des Microblogging-Vögelchens im Iran-Konflikt aber durchwegs was für sich:

Ich bezweifle, dass Twitters Wirkung für die Proteste wirklich so großartig war, wie viele Leute das gerne hätten. Vielleicht handelt es sich einfach nur um Werbung für Twitter.

Der Kulturkritiker und Programmierer bezeichnet sich selbst als "von marxistischen Denkweisen beeinflusst" und wirft der Netzgeneration allzu starke Technikverliebtheit, die den Fokus aufs Wesentliche verstelle, vor:

Genau genommen hat der starke Fokus auf den technischen Aspekt die ernsthafte Debatte über das, was wirklich geschieht, sogar gestört. Die Technik-Fans glauben, dass man soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen kann. Nur die allerwenigsten beschäftigen sich allerdings mit den komplexen sozialen Problemen, für deren Lösung man neue Ideen benötigt.

Den Rest des äußerst lesenswerten Interviews, das Johannes Boie mit David Golumbia geführt hat, gibt's in der Süddeutschen.

6 Lifestream-Lösungen

Ein sogenannten "Lifestream" fasst die übers Social Web verstreuten Kommentare, Uploads, Likes etc. eines User an zentraler Stelle zusammen - ich verwende dafür das Lifestream-Plugin von iBegin, das den Feed in der rechten Spalte auf der Startseite generiert und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden - allerdings benötigt man dazu eine WordPress-Installation als Host. The Next Web stellt in einem lesenswerten Beitrag sechs verschiedene Lösungen - vom Full-Service Provider bis zum Self-Hosted-CMS - vor, bei denen jeder fündig werden sollte.

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen?

Thomas Knüwer wäre bei einer Vodafone-Pressekonferenz gegen seinen Willen beinahe erleuchtet worden, als man ihm erklärte, dass zukünftig der Kunde, eine wahrer "Held des Alltags", im Mittelpunkt stehen werde. Ein Musterbeispiel an Buzzword-Dropping und Pressekonferenz How-Not-To:

Das Bild, das sich bot, war erschreckend. Denn die Veranstaltung war in einem Anfall von Tanja-Anja-Coolness in einen Truck verlegt worden, in dem als Sitzgelegenheiten rückenbeugende Hocker vorhanden waren, auf denen nun die Journalisten - weil sie ja mitschrieben - ein Bild von eifrig notierenden, devot buckelnden Schreibknechten boten.
Dies allein war schon schlimm. Noch fürchterlicher wurde es durch die nicht enden wollende Flut dümmlicher Buzzwords, mit denen die Vodafoner um sich warfen, gepaart mit Folien in einer Commodore-64-Nostalgie-Optik.

Twitter Addict?

Schon mal vom Klo aus getwittert? Nein ?! Dann sind Sie auch kein Twitter Addict! Oder doch? Sinnfreie aber lustige twitter-related Webapp der Woche: How addicted to Twitter are you?

Foto der Woche

The Punisher nennt Chris Rooker dieses großartige Foto seines VW-Busses. Antropomorphismus in Reinkultur :mrgreen: Auf FlickR gibt's auch eine zweite, weniger stark bearbeitete Version des Bildes:

vwbus Blogistan Panoptikum KW28 2009

Linzerschnittes Video der Woche

Es gibt zu wenig Katzenvideos im Internet. Denn es kann nie genug davon geben.

datadirts Video der Woche

Klappe die erste! Die subtilen Nuancierungen so mancher Jobs werden von der unwissenden Allgemeinheit nur allzu leicht unterschätzt - wie dieser Clapper zu berichten weiß:

Und damit sind wir auch schon wieder bei der letzten Kammer des dieswöchigen Shaolin-Kurses angelangt - nächste Woche, hochverehrte Leserinnen und Leser, gibt's hier auf datenschmutz nicht nur die gewohnten Tiere und Artisten, sondern auch Gewinnspiel-Sensationen im Doppelpack. Einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
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Blogistan Panoptikum KW04 2009

what is social?Frank glaubt, dass Twitter rasch weitere Schritte in Richtung Mainstream unternehmen wird, Max hat Slangmania, das fantastische neue Video der Vamummtn, ausgegraben, Helge erklärt wie Monty Python ihre DVD-Verkäufe um 23tausend Prozent steigerten, der Werbeblogger zerrt den schlechtesten Lenovo-Spot aller Zeiten ans Tageslicht, Hans-Peter ist aus den Gefilden der Fiebertrance zurückgekehrt und Pete hat seit letztem Sonntag eiskalt - gar nix veröffentlicht. Mit anderen Worten: eine anderer Blogistan-Woche voller Business-as-unusual.

US-Ikone in Schwierigkeiten

Die Krise der US-Autoindustrie greift auch auf die Zweirad-Hersteller über: so kündigte Harley Davidson vergangene Woche an, über 1.000 Stellen zu streichen. Nach mehreren fetten Jahren war der Absatz bereits 2008 um 8 Prozent gesunken, mit weiteren 10% Prozent Rückgang rechnet die Firmenleitung in diesem Jahr:

Insgesamt seien 2008 etwa 303.000 Motorräder gebaut worden, acht Prozent weniger als im Vorjahr. Für 2009 erwartet Harley Davidson ein weiteres Minus von zehn bis 13 Prozent. Ein Motorenwerk und eine Fabrik zur Herstellung von Getriebe in der Region Milwaukee sollen geschlossen werden. 800 der Stellen sollen in der Produktion wegfallen, der Rest in der Verwaltung.

Die Anorexie verherrlichen

Anscheinend erstmals hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien einen Blog auf den Index gesetzt - keine Ahnung, warum das erst so spät passiert ist. Jedenfalls scheint die betreffende Seite Anorexie zu glorifizieren, so die Begründung laut Beck.de:

In einem Grundsatzbeschluss hatte das 12er-Gremium bereits im vergangenen Jahr festgestellt, dass Medien als jugendgefährdend einzustufen sind, die dazu auffordern, sich oder anderen Menschen (schwere) körperliche Schäden zuzufügen (z.B. Aufforderung zum Selbstmord, Aufforderung zur Nahrungsverweigerung, die zu extremen Mangelerscheinungen bis zum Tode führen können [Proanorexie]). Weiterhin seien solche Medien jugendgefährdend, die ein Verhalten verherrlichen oder verharmlosen, das zu körperlichen Schäden führen kann;

Dieser Kiesel hat einen Stein der Zensur-Empörung ins Rollen gebracht. Aber warum sollten Blogs eine Sonderstellung einnehmen? Weblog-Betreiber müssen sich genauso an geltende Gesetze halten wie DVD-Produzenten und alle anderen Medienheinis. Konkret bedeutet die Indexierung, dass die Betreiberin des ursprünglich bei Google gehosteten und nunmehr vom Netz genommenen Blogs für eine 18+ Zugangskontrolle sorgen muss; übrigens ist die Betreiberin selbst ebenfalls minderjährig. Die ganze Story kennt wie üblich heise.de. Der ganzen Debatte zugrunde liegt einmal ein altes Mysterium: Jahrzehnte der Medienwirkungsforschung haben nicht mal feststellen können, ob Christiane F's Pamphlet Jugendliche nun zum Drogenkonsum ermuntert oder sie eher abschreckt:

Die Bundesprüfstelle folgte dem Argument und nahm das Blog mit Beschluss vom 4. Dezember in den Index für jugendgefährdende Schriften auf. Die BPjM sieht "in Übereinstimmung mit der KJM auch im Bereich bestimmter 'Pro-Anorexie-Angebote' erhebliche Gefährdungselemente", heißt es in der Begründung der Bonner Behörde, die heise online vorliegt. Medieninhalte, die "suggestiv fordernd auf Kinder und Jugendliche einwirken", um sie zu gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen zu drängen, erfüllen nach Ansicht des zwölfköpfigen Gremiums den Tatbestand der Jugendgefährdung.

Ausnahmsweise bin ich vollkommen einer Meinung mit Spreeblick, der nicht nur die Indexierungs-Begründung im 16seitigen Volltext veröffentlichte, sondern in seinem Beitrag darauf hinweist, dass der Staat eine Regulations-Funktion besitzt und Indexierung keineswegs mit Zensur gleichzusetzen ist - das hält Pawlow's Hundeschar aber nicht vom üblichen Untergang der Blogosphäre Gezeter ab.

SEO-News der Woche

Über Linkaufbau kann man nie genug wissen - Geld-verdienen.tv hat die Grundregeln in einem übersichtlichen Einsteiger-Beitrag zusammengefasst. In Kombination mit SEO-Nords 10 Trust-Tipps steht dem ersten Platz bei der Suche nach Klingelton dann wohl nix mehr im Wege - es sei denn die robots.txt ist immer noch falsch konfiguriert! :mrgreen:

Das Geheimnis des verschwundenen Hyves

Die alte SEO-Regel "trau niemandem, der einen Abakus-Account hat und auch noch stolz drauf ist" bestätigte sich in der vergangenen Woche einmal mehr: kurz war sie da, die mysteriöse Hyves-Subdomain, die allfällige Dom-Abstrafungen bei Big G ins Tageslicht zerren sollte - und dann war sie auch schon wieder weg. Das hinderte aber niemanden, diesen tollen Insider-Tipp weiter zu verbreiten, als gäb's da keine anderen Möglichkeiten... wie lautet schnell nochmal die SEO-Entsprechung zu Script Kiddies?

Das Angebot der Nachfrage anpassen

Was will der Kunde? Klassisches SEO wird 2009 nicht ausreichen, um in der Oberliga der Optimierer mitzuspielen. SEM oder Suchmaschinenmarketing (sprich AdWords-Planung) und SMO (Social Media Optimization) werden immer stärker nachgefragt, wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Absolit zeigt:

Weiter im Trend und sogar Pflicht ist zudem die Aktivität von Unternehmen im Bereich Affiliate-Marketing und selbst die teilweise totgesagte klassische Bannerwerbung gehören auch zukünftig noch zu den wichtigsten Instrumenten im Online-Marketing bei kleinen und großen Unternehmen.

Ciao, Mister Wong

Eines technisch fadesten und lamesten Social-Bookmarking-Portale in Deutschland muss nun endlich nicht mehr bespammt werden: Mister Wong führt nofollow ein, und zwar gründlich und überall, wie's scheint. Danke dafür! Ging mir echt immer unheimlich auf den Geist, eine Extra-Search-And-Replace Runde einzulegen, um die Tag-Kommas zu entfernen:

Screenshot aufgenommen mit dem nodofollow Plugin auf der Profilseite eines zufälligen Benutzers (sehen alle so aus) - rot kennzeichnet nofollow Links. Neben den Links zu anderen Websites werden inzwischen auch Tags und Links auf Benutzerprofile seitenintern nofollow verlinkt. Der Sinn? Wer weiß.

Mit Twitter Traffic schaufeln?

Torsten ist sich nicht ganz sicher, ob Twitter langfristig ein sinnvoller Trafficbringer ist:

Mit meinem Kollegen habe ich darüber diskutiert was Twitter bringt. Er ist der Meinung, dass man damit die Besucher eher anderen Communities zuspielt, anstelle sie auf seiner Seite zu halten. Ich selbst sehe das etwas anders und betrachte Twitter eher als Mittel Besucher direkt an sich zu binden.

Meine Erfahrungen sind da recht eindeutig: automatisiertes Posten bringt wenig, aber in punkto Aufwand/Nutzen-Relation ist der Microblogging-Service nicht zuletzt aufgrund des aktuellen Hypes derzeit kaum zu toppen.

Video der Woche

"To share is to be human" - Hans Peter Brondmo erklärt in der aktuellen Ausgabe der Blogpiloten-Klartext-Serie den Begriff social kurz und knapp; da kann man schlecht widersprechen:

Und das war's auch schon wieder mit der aktuellen Kalenderwoche, die sich in wenigen Stunden ihrem unausweichlichen Ende zuneigt. Glücklicherweise beginnt allerdings infinitesimal kurz drauf eine neue - das nennt man dann den Lauf der Dinge. Schönen restlichen Sonntag, wir lesen uns morgigentags.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Erinnerung: Twitterblogger-Gewinnspiel

Die gemeinsame Twitterblogger-Aktion (manche sagen auch Karneval oder Blogparade) von Michael, Lukas und mir läuft noch bis Ende der Woche - wer am eigenen Weblog einen Beitrag über seine Erfahrungen mit, seine kuriosen Begebenheit auf und/oder seine Meinung zu Twitter veröffentlicht und uns via Kommentar oder Trackback Bescheid sagt, nimmt an der Verlosung eines 50-Eulen-Amazon Gutscheins teil.

Genauere Infos gibt's in diesem Posting - danke an alle bisherigen TeilnehmerInnen; mir hat's großen Spaß gemacht, die Beiträge zu lesen. Also los, in die Tasten gehauen - bis Sonntag, 4. Mai ist noch Zeit!

PS: Den perfekt passenden Cartoon zu unserer Aktion gibt's bei Penny Arcade!

Twitterblogger Gewinnspiel – Es twittert allerorten

21. April 2008bis4. Mai 2008

twitterblogger Twitterblogger Gewinnspiel   Es twittert allerortenIn der deutsch-Blogistan. Obwohl wir Blogger natürlich alle voll kewl sind und schon seit spätestens Day 1 Twitter-Accounts haben, geht die Post erst in den letzten Wochen so richtig ab; zumindest teilen Michi, Lukas und meine Wenigkeit diesen Eindruck. Daher an dieser Stelle die Aufforderung zum Skizzieren des eigenen Twitter-Szenarios - jede/r, die/der mitmacht, nimmt am 04. Mai an der Verlosung eines 50-Eulen -Amazon-Gutscheins teils.
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Blogistan Panoptikum KW11 2008

Helge firefoxed im 3er Style, weist (und das ist schon längst fällig!) auf die frappanten Ähnlichkeiten von Charleston und Krocha hin und wird von DaddyD in den Starstatus erhoben, Marie bringt im Alleingang ihre Verfassungsbeschwerde gegen das Sicherheitspolizeigesetzt ein (toi-toi-toi! Details gibt's auf Platterwatch), Dieter präsentiert eine spannende Jail-Art Ausstellung hin sowie die aktuelle Testimonial-Kampagne meines Lieblingsmagazins Datum - Blogosphäre-Business as unusual eben.

Datum-Interview mit Roger Köppel

Mein ehemaliger Studienkollege Klaus Stimeder, inzwischen Chefredakteur des imho bei weitem lesenswertesten österreichischen Magazins, hat mit Roger Köppel gesprochen. Der Chefredakteur und Verleger der Schweizer Weltwoche spricht über seine Vorliebe für radikalen Neoliberalismus und bringt ein wenig Außenperspektive in die Beobachtung der österreichischen Medienlandschaft - auch wenn ich persönliche die riesige Bewunderung für die Printprodukte der Fellner-Brüder noch nie teilen konnte. Das komplette Interview gibt's am Online-Standard.

Innenminister behindert Behinderte

Erste konkrete Ergebnisse von Platterwatch.at werfen kein gutes Licht auf das Parkverhalten des Herrn Innenministers: beim Polizeiball stellte er sein Dienstauto, auch nachzulesen auf Bizeps.or.at. Zwar gilt die StVO theoretisch wohl auch für den Innenminister, der ja bekanntlich im eigenen Land keine diplomatische Immunität genießt, aber dass die zahlreich anwesenden Uniformierten ihren Oberchef zur Kasse baten, darf doch als sehr unwahrscheinlich gelten.

eiFon Tarife für .at

Georg hat recht: die österreichischen eiFon Tarife machen durchaus Sinn, mit 1000 Inklusivminuten kann man durchaus ein Weilchen schnacken und mit 3 Gigs das eine oder andere .txt-File runterladen. Der hiesige Mobilfunkmarkt ist dank seiner Überschaubarkeit, hoher Penetration und mehreren Big Players äußerst kompetitiv und die Gewinnmargen entsprechend gering, das zeigt sich auch bei diesem Tarifmodell. Wenn denn überhaupt Zeit bleibt zum telefonieren :-)

3D-Bilder nicht sehen können

Sie konnten damals in den 90ern diese 3D-Bilder nie sehen und hielten die gezielte Schielerei schön langsam für eine Verschwörung des Rests der Welt gegen Sie? Leider sind besagte kulturelle Artefakte fast gänzlich verschwunden, aber Max bietet eine erneute Gelegenheit zum Scheitern - und hat eine Anleitung für die 3D-Selbstbau-Brille parat. Übrigens: das datenschmutz-Logo ist natürlich auch ein 3D-Bild. Wer den verborgenen Text lesen kann, gewinnt 1 1/2 Trackbacks!

Und Katzen sprechen doch...

Wie dieses Video ein für allemal beweist - nur leider können wir ihre Sprache nicht verstehen:

YouTube Preview Image

Aber glücklicherweise gibt's ja das Internet, und ein Kätzisch-Kundiger hat für alle weniger tiersprachen-talentierten Youtuber die englische Übersetzung angefertigt:

YouTube Preview Image

In diesem tiervölkerverständigenden Sinne wünsche ich unvorstellbar erfüllende restliche 60 Sonntagsminuten und absurd viel Energie, um der langsam aber sicher übermächtigen Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken :mrgreen:

Robots.txt Tricks für WordPress-Blogs

Mittlerweile existieren für WordPress zahlreiche Plugins, die sich des Problems "Duplicate Content" annehmen. Google mag's nämlich ganz und gar nicht, wenn ein- und dieselben Inhalte unter der gleichen Adresse abzurufen sind und reagiert mit Abwertung.

Dass der duplicate content in den letzten Monaten gesteigerte Bedeutung erlangte, hat nicht zuletzt mit der steigenden Verbreitung von Splogs, also Spam-Blogs, zu tun*. Man muss jedenfalls eine Menge Vorkehrungen treffen, damit unter der eigenen Domain jeder Artikel nur einmal aufscheint. Duplicate Content Cure oder Meta Robots lösen die gröbsten Troubles (ich verwende beide Erweiterungen), effektivere Resultate erreicht man mit der direkten Aussperren von Bots in der robots.txt: diese Datei liegt gemeinhin im Rootverzeichnis und enthält Anweisungen für Crawler - und die Big Three (Google, MS, Yahoo) halten sich auch dran.

Word of Warning: Mit Manipulationen an der robots.txt-Datei kann man sich eine gut funktionierende SERP-Struktur im Nu abfucken. Außerdem spielt die Frage, ob man z.B. in der Tag- und Category-Ansicht Exzerpte verwendet eine beträchtliche Rolle - ebenso wie die Entscheidung, welche Einzelpages gut indiziert werden sollen. An Impressum und Kontaktformular möchte ich z.B. lieber keinen Linkjuice verschwenden. In solchen Fällen machen interne nofollow-Links hochgradig Sinn, aber das ist eine andere SEO-Geschichte und soll ein andermal erzählt werden...

Word of even more Warning: Die nachfolgende angegebenen Tipps beziehen sich auf *meine* Permalinkstruktur. Wer keine sprechenden Permalinks verwendet oder stark abweichende Einstellungen, kann mit den folgenden php-Wildcards Crawlern den Zugriff auf Beiträge komplett verunmöglichen. Also in jedem Fall ein Backup der robots-Datei anlegen und testen, testen, testen! Sehr hilfreich dabei: das kürzlich erwähnte Crawler-Tracker Plugin.

Exclusions im robots.txt

Einige reguläre Ausdrücke sind im robots.txt erlaubt, $ steht in Regex-Terminologie dabei für das Ende des Dateinamens. Die Syntax ".php$" erfasst also alle Dateien, die auf *.php enden. Man kann damit zum Beispiel den Crawler-Zugriff auf alle pdfs, exe-Dateien und Bilder sperren:

Disallow: /*.pdf$
Disallow: /*.jpeg$
Disallow: /*.jpg$
Disallow: /*.gif$
Disallow: /*.png$
Disallow: /*.exe$

Daraus ergeben sich zahlreiche weitere Möglichkeiten, die man ja nach eigener Präferenz frei kombinieren kann:

Disallow: /*? - alle URLs mit Fragezeichen drin werden geblockt. Kann natürlich nur dann verwendet werden, wenn in den Standard-URLs kein Fragezeichen vorkommt.

Disallow: /*.php$ - blockiert alle php-Files
Disallow: /*.inc$ - verhindert den Zugriff auf include-Dateien.
Disallow: /*.css$ - verbirgt Stylesheet-Dateien (falls mehr als eine in Verwendung ist.)
Disallow: */feed/ - verhindert das Einlesen des Feeds.
Disallow: */trackback/ - verhindert das Indizieren der Trackback-URLs.
Disallow: /tag/ - Tag-Pages ausschließen
Disallow: /category/ - Kategorie-Seiten ausschließen.
Disallow: /2006/ - Disallow: /2007/ - Disallow: /2008/ - Zugriff auf Jahresarchive verbieten

Möchte man nun aus irgendwelchen Gründen den Zugriff auf eine der oben ausgeschlossenen Seite explizit erlauben, kommt dazu folgende Syntax zum Einsatz:

Allow: /category/meineseite.php - erlaubt den Zugriff auf die angegebene Adresse, auch wenn /category/ als Pfad gesperrt ist.

Sollte man nun besser die oben angegebenen Plugins oder die robots.txt-Methode verwenden? Um die Unterschiede zu verstehen, muss man ein weniger tiefer in SEO-Welten abtauchen: während die beschriebenen Plugins die von Google vorgesehene Syntax noindex bzw. nofollow in den Header der betreffenden Dateien einfügen, sorgt die robots.txt-Variante dafür, dass überhaupt nie auf die betreffenden Seiten zugegriffen wird. Ob die beiden Varianten in der Praxis einen Unterschied machen, darüber streiten derzeit die SEO-Experten - siehe auch die Diskussion zum betreffenden Eintrag bei Shoemoney.

Außerdem ist davon auszugehen, dass Google mittlerweile WP-Installationen erkennt und selbst Vorkehrungen gegen Duplicate Content trifft - aber diese Gleichung enthält eine Menge Variablen, und nachteilig ist's ganz gewiss nicht, wenn man sich als Seitenbetreiber selbst drum kümmert, dass der Crawler ausschließlich unique content serviert bekommt.


* Viele Scraper stehlen einfach automatisiert Inhalte von anderen Blogs und schicken dann auch noch Trackbacks. Die Beiträge beginnen immer mit "xy wrote an interesting article today:" Dürfte wohl irgendeine Scraper-Software from Hell sein. Beruhigend zu wissen ist nur, dass solche "Strategien" langfristig niemals aufgehen.

30 T-Shirts für 1 Blogger

source"Aber so viele Leiberl kann man doch gar nicht übereinander anziehen", mag manche/r einwenden. Das in der Tat nicht, aber bei der aktuellen Blog-Aktion des Werbeartikel-Produzenten Source geht's auch weniger um die eigene Bekleidsamkeit als vielmehr um die Schaffung zusätzlicher Offline-Werbeflächen: ein glückliche/r BloggerIn bekommt 30 Shirts mit Wunschaufdruck für lau.

"Die Welt als T-Shirt" nannte der Schweizer Kunsthistori- und Medientheoretiker Beat Wyss eines seiner Bücher, und auch wenn er damit nicht direkt Werbepräsente meinte: die Effizienz von Offline First-World Präsenzen ist nicht zu unterschätzen. Ob Feuerzeug, Sticker oder Keychain, kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern auch in Erinnerung. In meiner Blogtippsammlung hab ich die Relevanz von Offline-Präsenz natürlich erwähnt, allerdings unterscheiden sich non-virtuelle und digitale Realität in einem Punkt ganz wesentlich. Während im Netz Zeit und eigene Arbeit die wertvollsten Ressourcen sind, fallen für die Produktion von Offline-Werbemitteln immer ganz beträchtliche Kosten an, zumindest im Kontext semi-privater Blogs. Sparefrohs müssen für die Chance auf die erwähnten 30 Gratis-Shirts nix weiter tun, als einen Hinweis auf die Win your blog shirt">Win your blog shirt! Aktion zu posten, um an der Verlosung teilzunehmen:

Der Gewinner darf sich sein eigenes Werbe-T-Shirt für seinen Blog frei nach seinen Vorstellungen entwerfen, welches wir ihm dann in einer Auflage von 30 Stück produzieren lassen. [...] Bedingungen zur Teilnahme sind lediglich, dass Sie diese Gewinn-Aktion durch einen Beitrag in Ihrem Blog populär machen. Um Ihre Teilnahme zu bestätigen, müssen Sie uns einen Trackback senden.

Wer mehrere Domains besitzt, kann auch gerne von mehreren Domains verlinken und seine Gewinn-Chance dadurch erhöhen. Die Aktion läuft vom 1.1. 2008 bis zum 1.3.2008 genau 2 Monate. Ausgelost wird hinterher im klassischen Sinne: Jede Blog URL, welche hier mit einem Trackback erscheint, wird auf ein Los geschrieben, in einen Topf geworfen, gemischt und blind gezogen.

Diese Systematik kommt mir doch von irgendwoher bekannt vor :-) Jedenfalls wüsste ich ganz genau, was ich mit meinen dreißig datenschmutz-Shirts anfangen würde: ich wollte schon immer mal eine olympische Walking-Mannschaft komplett ausstatten, die sind nämlich immer unglaublich lange im Bild.

Die dateschmutzerischen Werbeartikel-Bedürfnisse hab ich bislang via Vistaprint abgedeckt. Mit den dort verkauften H-Nes Shirts war ich ebenso zufrieden wie mit den Visitenkarten und meinen datenschmutz Post-Its. Die Auswahl an bedruckbaren Artikeln ist bei Source allerdings wirklich beeindruckend und reicht vom Trinkbecher mit integriertem Erste-Hilfe-Set bis zum customized Energy Drink. Die Preise halten sich dabei im teils erstaunlich engen Rahmen. Ich wollte schon immer ein gebrandetes datenschmutz Espresso-Set verschenken: das kostet gerade mal EUR 12,75, allerdings liegt die Mindestabnahmemenge der meisten Artikel bei rund 50 Stück. Wer also nur mal auf die Schnelle 3 Shirts mit dem eigenen Bloglogo braucht, ist bei Vistaprint wohl besser aufgehoben. Sobald das geplante Bestellvolumen allerdings eine gewisse Menge erreicht, ist der Sourceshop auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

Manches neu auf datenschmutz

Gestern war Pause auf datenschmutz, schließlich muss ja mal einen Tag lang auch Ruhe einkehren - zumindest beitrags-technisch Ansonsten nehm ich das Ding mit der Besinnlichkeit nicht so genau - daher gibt's einige Neuerungen, die ich in den letzten Tagen eingebaut habe. An erster Stelle zu nennen: das umstrukturierte Beitragsarchiv.

Selbiges kann man nun in klassischer Gesamtansicht durchforschen oder nach Kategorien bzw. nach Tags suchen. Dazu gibt's die jeweils passende Subnavigation - in Kombination mit der Suchfunktion in der rechten Spalte sollte damit die Auffindbarkeit jedes Beitrages gegeben sein. Das Draufgabe gibt's noch das Archiv aller bisherigen Umfragen sowie eine Sitemap.

Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich mal die Hauptmenüpunkte Kolumnen, Themen und Fotos umstrukturiert - die Übersichtsseiten sehen nun alle gleich aus, außerdem wird jeweils ein Submenü im Content angezeigt. Die p*n*c [pettauer.net consulting] Seite, auf der ich meine unbezahlbaren Beratungsleistungen anbiete, ist noch Baustelle.

Änderungen beim Kommentieren

Bei den Kommentaren gibt's nun die Funktion "direkt antworten": mit dem betreffenden Textlink kann man unmittelbar auf einen bestimmten Kommentar antworten - dabei gibt's allerdings nur eine Hierarchie-Ebene (also Threads wie auf Foren sind nicht möglich). Das scheint mir ein recht brauchbarer Kompromiss für Blogs zu sein. Ursprünglich wollte ich Brian's Threaded Comments einbauen, aber wie ich's auch gedreht und gewendet hab: eingeloggte User wurden beim Kommentieren nicht als solche erkannt. Möglich macht's WordPress Thread Comment, das keinerlei Eingriffe in der comments.php erfordert.

Das weitgehend unnötige aber JS-lastige Live Comment Preview hab ich rausgeworfen und die Ajax Comments von Mike Smullin vertragen sich schlecht mit dem neuen Trackback List: da mir allerdings die getrennte Auflistung von Kommentaren und TBs wichtiger ist als das Ajax-Inserten von Kommentaren, war klar, wer gehen muss.

Pläne für 2008

Im Zuge der erwähnten Umstellungen hab ich da und dort ein paar kleine Performance- und Ladezeitverbesserungen vorgenommen, den unnötigen Ballast rausgeworfen und einige statische Seiten vereinfacht. Ich hab schon öfter das Feedback bekommen, dass ds ein wenig überladen aussieht - das soll sich einerseits ändern, andererseits möchte auf diverse Tools wie Tags, Ratings, Anzeige der letzten Kommentare auf der Startseite etc. keinesfalls verzichten. Mir steht also sozusagen ein Spagat zwischen Funktionsüberfrachtung und Zen-artiger Einfachheit bevor, also mit anderen Worten: Interfacedesign as usual... über Feedback, Anregungen und Fehlerberichte bin ich natürlich immer äußerst dankbar.

Kommentare und Trackbacks trennen

WordPress listet standardmäßig Kommentare und Trackbacks gemeinsam auf. Wer aus Gründen der Übersichtlichkeit lieber die Ping- und Trackbacks getrennt anzeigen möchte, sollte einen näheren Blick auf Jack Osh's trackbacklist Plugin werfen. Perun hat dazu eine ausführliche deutschsprachige Anleitung verfasst.

Man könnte natürlich auch händisch die Abfrage innerhalb der comments.php editieren, Anleitungen dazu gibt's bei texto, Frank und Jeriko. Die Plugin-Variant ist allerdings deutlich komfortabler und überlebt auch einen allfälligen Theme-Wechsel: lediglich zwei kleine Anpassungen der Kommentar-Abfrage sind, wie auf der Plugin-Homepage dokumentiert, erforderlich.

Standardmäßig zeigt trackbacklist nur den Backlink an - wer Trackback-Datum, Uhrzeit und gegebenenfalls den Postingtext mit ausgeben möchte, wirft einen Blick in die Plugin-Datei, dort lässt sich die Formatierung beliebig anpassen. Die Standard-Formatierung sieht folgendermaßen aus:

echo comment_author_link();

Diese Template kann man mit weiteren Variablen ergänzen, z.B.:

echo comment_author_link();
echo " schrieb am ";
echo comment_date();
echo " um ";
echo comment_time();
echo comment_text();

Ob die Track- und Pingbacks unterhalb der Kommentare oder an anderer Stelle angezeigt werden, bleibt natürlich Geschmackssache - zur Anpassung der Formatierung weist das Plugin der unordered list die Klasse "trackbacklist" zu - damit lässt sich die Ausgabe via CSS frei formatieren.

Hier auf datenschmutz werden die Trackbacks ab sofort unterhalb der Kommentare und in etwas kleinerer Schriftgröße angezeigt - und wenn ich demnächst mal etwas mehr Zeit habe, dann werde ich einen neuen Anlauf zum Einbau von Brian's Threaded Comments starten, an dem ich bisher aufgrund der Inkompatibilität mit dem Ajax-Kommentarscript gescheitert bin.

Der falsche Hase: Wenn sich Spammer registrieren

In den letzten Tagen und Wochen haben sich bei mir am Blog immer mehr UserInnen registriert - allerdings handelt es sich dabei keineswegs um interessierte LeserInnen, sondern um Spambots: leicht zu identifizieren an den aus jeweils zwei Bauteilen zusammengesetzten Usernamen.

"Normaler" Kommentarspam hat dank der Kombination aus Akismet und Math Comment Anti Spam kaum mehr eine Durchdringungschance, und Simple Trackback Validation hält mir die Spam-Trackbacks vom Leib, aber es bleibt ein Kopf-an-Kopf Rennen: die neueste Taktik der Spammer scheint darin zu bestehen, sich zu registrieren.

Mit Ausnahme der angelegten User sind mir bisher keinerlei Aktivitäten aufgefallen, aber ich vermute mal, dass die Spammer präventiv massig Accounts anlegen und dann bei Bedarf "zuschlagen" - Kommentare von registrierten Usern haben grosso modo definitiv größere Überlegungschancen: ist der betreffende Bot erstmal eingeloggt, entfällt zumindest die Rechenaufgabe; ob Akismet eingeloggte User anders behandelt, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Wie sieht's bei der bloggenden Kollegenschaft aus? Habt ihr plötzlich auch jede Menge russischer User, die hans_schmid, herr_schmid, schmiz_schmid und so weiter heißen?

Registrierung abdrehen?

Könnte man machen, mag ich nicht. LeserInnen, die regelmäßig kommentieren wollen, sollen sich ja registrieren können, um nicht jedesmal die Rechenaufgabe lösen zu müssen... außerdem kann man nur durch Registrierung einen Usernamen "reservieren", und wenn ich mal den ersten Ferrari verlos, dann müssen sich die GewinnspielteilnehmerInnen ebenfalls registrieren :-)

Und da es ja kein "Simple Spam User Removal" Plugin gibt, bleibt wohl nur die händische Kontrolle der User-Accounts. Schnuttensalat hat ebenfalls verstärkte Spam-Anhäufungen bemerkt, und ich wette, ich bin nicht der einzige mit russischen Gästen.

Dofollow vs. Nofollow: Neues Plugin

Meine Meinung zur altbekannten dofollow vs. nofollow Debatte habe ich auf datenschmutz in der Vergangenheit wiederholt kund getan; was als Versuch der Spambekämpfung begann, ist gescheitert und hat in Blog-Kommentaren meistens nix verloren - schließlich sollen die BesucherInnen ja zum Kommentieren motiviert werden. Aber manchmal möchte man lieber doch ein "nofollow", und hier kommt Nofollow Case by Case sehr gelegen.

Bisher habe ich das simple dofollow-Plugin verwendet: es killt das von WordPress standardmäßig eingefügt rel="nofollow" - und zwar immer. Wie im richtigen Leben ist die Grenze zwischen "unvorstellbar nützlichem Diskussionsbeitrag" und "widerwärtigem Spam" eine fließende Grauzone. Und je länger ich blogge, desto häufiger tritt der Fall auf, dass ich Kommentare zwar nicht löschen, aber durchwegs selektiv mit nofollow versehen möchte. Und genau hier leistet mein Dofollow-Ersatz hervorragende Dienste. Warum man das Plugin überhaupt einsetzen möchte, erklärt der Autor am besten selbst:

In meinem Blog möchte ich gerne selbst entscheiden, wer einen Nofollow-Link bekommt und wer nicht. Anderenfalls ist man als Suchmaschinenoptimierer tendenziell dazu gezwungen, mehr Links zu löschen als einem lieb ist, nämlich immer dann, wenn ein ahnungsloser Besucher einen Kommentar hinterlässt, mit Verlinkung zu einer Website, die man als "schlechte Nachbarschaft" bezeichnen würde. Solche Links können der eigenen Website schaden und sind deshalb auf SEO-Seiten nicht gerade gern gesehen.
[...]
Doch nicht immer möchte man den Kommentar (oder den Link) deshalb gleich vollständig löschen. Nicht jeder faule Link ist Spam - manchmal hinterlassen die Spammer gleich mehrere Nachrichten, mit Links zu diversen Domains, wovon einige nicht unbedingt "schlecht" sind.
[...]
Daneben gibt es immer wieder Leute, die einem Nofollow-Trackbacks zukommen lassen. Meinetwegen. Sehr freundlich. Doch ab sofort bekommen diese Herrschaften auch einen entsprechenden Nofollow-Link zurück! ;-)

Die Anwendung ist denkbar simpel: wenn ein solcher Grenzfallkommentar oder Trackback ohne Backlink auftaucht, dann klickt man als eingeloggter Admin einfach auf "bearbeiten" und fügt hinten an den Link ein simples /dontfollow dran. Das hat den Effekt, dass bei dem editierten Kommentar das ansonsten ungeliebte relation="nofollow" eingefügt wird. Standardmäßig verhält sich das Plugin genauso wie Dofollow, das nofollow-Attribut wird also entfernt.

Download: Nofollow case by case


[Hinweis für Inline-Editing User: Mit Ajax Edit Comments funktioniert das ganze übrigens nicht, was wohl mit dem String-Filtering zusammenhängt.]

Blogkette: Infopirat boostet Technorati-Wertung

Add to Technorati FavoritesZu einer Blog-Aktion *ganz nach meinem Geschmack* ruft der Infopirat gerade auf. Ohne viel Federlesens: es geht um eine bessere Technorati-Wertung durch gegenseitige Aufnahme in die dortigen Favoriten - je mehr Homies mitmachen, desto besser für alle, aber das ist ja immer so bei diesen komischen Netzwerk-Ökonomien...

Die Blogkette gestaltet sich recht simpel, Ricdes hat Ähnliches mit begrenzter Reichweite schon mal im April angeregt, ursprünglich ausgedacht haben sich die gezielte Einflussnahme die Jungs von DoshDosh. Und so funktioniert's:

Lust auf ein kleines Blog-Spielchen zur Sommerzeit? Bock auf mehr Backlinks und höhere Autorität bei Technorati?
Ganz einfaches Prinzip: Mach mein Blog bei Technorati zu Deinem Favoriten und ich mache Deinen Blog dafür im Gegenzug zu meinem.

So denn, an die Arbeit - wie jeder gute Piratenplan umfasst auch vorliegende Aktion genau fünf Schritte:

  1. Mach Infopirat und datenschmutz zu deinen Favoriten bei Technorati.
  2. Schreibe einen kleinen Beitrag bei Dir zum Thema Technorati Blogkette und fordere Deine Leser auf daran teilzunehmen (und auch zu Dir zu linken)
  3. Verlinke diesen und den Beitrag, den du gerade liest.
  4. Wir checken bei Technorati, ob Du Infopirat bzw. datenschmutz verlinkt hast und fügen Dich dann unseren Favoriten bei Technorati hinzu.
  5. Sollte wir Dich übersehen, oder Du möchtest das ganze gerne beschleunigen, schreib hier einen Kommentar und füge Deinen "Add to Technorati" Link ein.

Alles klaro? Auf zum Atom, Fallout Boys and Girls! Alle TeilnehmerInnen, die sich bei mir melden, werd ich hier verlinken, damit die Übersicht gewahrt bleibt und alle gegenseitig gemütlich eintragen können.

Warum ist Technorati wichtig?

Die deutschen Blogcharts agieren natürlich amtlicher als das örtliche Amt für Weihnachtsdekoration und wertet Trackbacks nicht, die über Blog-Karnevale mit eingebauter Verlinkung zustande kommen wie zum Beispiel Yannicks äußerst gelungene Aktion. Daher ist datenschmutz, obwohl Platz 100 267 Trackbacks aufweist, auch (noch) nicht in dieser Hitparade gelistet. Aber kommt Zeit, kommen Trackbacks - ich hab keinen Stress mit den dbcs, solange diese Liste - im Gegensatz zu Technorati - nicht für diverse Online-Werbeservices als Teil der monetären Bewertungsgrundlagen herangezogen wird.

Das beantwortet auch schon die Frage, warum sich jeder Blogger, der seine Seite nicht nur aus Spaßgründen betreibt (irgendwer muss die Serverfarm ja am Laufen halten *g*), Gedanken machen sollte, wie er möglichst bald zu möglichst vielen RSS-Abonnenten, Technorati-Backlinks etc. kommt: bezahlte Reviews, wie sie etwa Trigami vermittelt, beziehen die Technorati-Wertung in ihre Wertberechnung genauso ein wie die Link-Trading Plattformen LinkLift und Text-Link-Ads.

Bonusrunde: jeder, der bei der Aktion mitmacht und datenschmutz seinen Techorati-Favorites hinzufügt, bekommt zusätzlich einen Backlink hier am Ende dieses Artikels. (Natürlich nicht aus SEO-Gründen, rein übersichtstechnisch. Aber nofollow stinkt halt wie die metaphorische Pest.) Et voila: einfach alle "fave at technorati" Links durchklicken, und der Linklove-Bumerang kommt demnächst zurückgeflogen....

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Update vom 4. August:

Update vom 5. August:

Update vom 6. August:

Update vom 9. August:

Update vom 13. August:

Update vom 20. August:

 

Einige Beiträge zur Blogketten-Aktion:

(kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Kommen die Russen zum Spammen?

Bisher bin ich hier ja weitgehend von Spam verschont geblieben - die Kombination aus Math Comment Antispam, Trackback Validation und gelegentlicher Überprüfung der Spam-Queue bewährt sich in der Praxis bisher zufriedenstellend, Details zu meinem Anti-Spam Setup gibt's in diesem Tutorial. "Akismet hat 10,321 mal Spam abgefangen, seit es installiert wurde," sagt die Statistik. In den letzten Tagen haben sich allerdings einige User mit .ru E-Mailadressen hier registriert, ohne irgendwelche Kommentare zu hinterlassen.

In spamreichen Zeiten wie diesen wird man da natürlich skeptisch... bislang konnte ich am Blog noch keinerlei Aktivitäten beobachten, allerdings hat in der Nacht von Sonntag auf Montag wohl jemand massig Spam mit gefakten datenschmutz E-Mailadressen als angeblichem Absender verschickt... ich hab's eigentlich nur bemerkt, weil in der Catch-All Box anstatt der üblichen rund 200 E-Mails plötzlich zweitausend im Spamordner rumlungerten. Das wirklich ärgerliche an solchen Actions ist ja bedauerlicherweise, dass viele User, die nicht mit den technischen Hintergründen des E-Mail Protokolls vertraut sind, nicht wissen, dass man ganz nach Belieben jegliche falsche Absenderadresse angeben kann - die Bounces landen dann natürlich beim Absender, und fallweise auch Beschwerdemails von erbosten Spam-Opfern, die in Unkenntnis der Sachlage den Inhaber der angegebenen Absender-Adresse für den Bösewicht halten.

Jedenfalls hab ich mich gefragt, ob zwischen der Absender-Aktion und den .ru-Usern irgendein Zusammenhang besteht. Ich werd fürs erste mal Tee trinken und weiter beobachten...

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