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Artikel-Schlagworte: „Tutorial“

Blogistan Panoptikum KW38 2009

Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch - eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht... nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. Linzerschnitte und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!

The Internet didn't steal the audience, we lost it.

Judith aka Linzerschnitte Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit beschäftigt, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind - und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:

Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today's culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.

Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der "twitternden" Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. "Kollegenorientierheit" heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich - lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!

Dein TwitterFon macht Ring

ritchie aka datadirt Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie thenextweb berichtet:

You'll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:

To make a call simply send a tweet with "@call @username" where the 'username' is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.

Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren - vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.

Nintendo Games im Browser spielen

ritchie aka datadirt Stan Schroeder weist auf Mashable auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans JSNES Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen - die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:

Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.

Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts- und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.

Total bimedial: Am Punkt

Judith aka Linzerschnitte Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat "Am Punkt" auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch Subnet Gemeinschaftsprojekt. "Am Punkt" ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog blog.atv.at/ampunkt wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen; per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, Twitter oder Facebook. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am Blog eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle - und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 - 29-Jährigen. "Am Punkt" gibt's immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.

Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web

ritchie aka datadirt In Old School vs. New School Marketing beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::

After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He's a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven't I learned to cook yet?

Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:

The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn't mean people are any better about implementing them. Today's empowered consumer means that "the basics" are more important than ever. Because now if someone doesn't like you, it's not just them and their three friends that hear about it. We all hear.

Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip

ritchie aka datadirt Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen - und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:

But there's a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.

Das Google sich nun reCAPTCHA einverleibt hat, ist nur konsequent - der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche launchte Google offiziell den neuen Newsreader Fastflip:

Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.
[...]
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.

Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert - und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden :mrgreen:

Details zum neuen Twitter ReTweet-API

ritchie aka datadirt Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang "informelle" ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. CNET News kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln - und bei mehr als 100 ReTweets gibt's einen Cut-Off:

What's interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.
What's also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply "100+." I'm guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.

Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?

Judith aka Linzerschnitte Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen "Retweet" Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) - und auch eine gewisse Retweet-Müdigkeit bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Karrierebibel hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt's noch folgende Tipps:

  • Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.
  • ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.
  • Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.

.

Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie

Judith aka Linzerschnitte "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die FAZ meint, er sei eine Sensation.
Eine Leseprobe gibt's im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter Electrocomics.com zu finden, bei Amazon kann man bereits vorbestellen Blogistan Panoptikum KW38 2009

Foto der Woche: Checking the Hood

Laertes hat Oola auf ihrem Wachtposten geknipst. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich - die Sitzposition dagegen durchaus:

oola Blogistan Panoptikum KW38 2009

Ritchies Videos der Woche

Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden - zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel - allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!

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Noch unterhaltsamer: Facebook Manners and you. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don'ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:

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Judiths Video der Woche

Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach - denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.

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Lesetipps der Woche

  • Nicht unbedingt zum Lesen, aber dafür zum Angucken und verwenden: Six Revisions hat 22 "Awesome Adobe Air Applications for Designers" zusammengestellt - nicht alle sind Awesome, aber Freeware-Freunden finden durchaus einige Schmankerl.
  • Auf 3rd Party Betreiber angewiesen zu sein, kann sich schnell als Bumerang erweisen - Andy Oram argumentiert am O'Reilly Radar ausführlich für dezentralisierte Social Networks.
  • Gefundenes Fressen für Geeks mit Faible für historische Forschungen: die Geschichte der augmentierten Realität
  • Das Weiße Haus stellt einen Social Media Archivar ein - Mashable kennt die Job Description.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt - vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben - bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Favinator: Animierte Favicons schnell erstellt

FavinatorDie Erstellung eines Favicons - das sind die kleinen Bildchen, die jeder moderne Browser im Tab links neben dem Titel der Seite anzeigt - ist keine Hexerei. Man muss lediglich ein beliebiges quadratisches Bild auf die Größe von 16x16 Pixeln herunter rechnen, im *.ico-Format unter dem Namen favicon.ico speichern und ins Rootverzeichnis der Seite hochladen. Die meisten Browser zeigen das Bildchen dann standardmäßig und speichern die Ico-Datei auch mit der Bookmark, was die Seite leichter auffindbar macht.

Verzichten sollte auf ein Favicon niemand - die Kunst liegt darin, ein geeignetes Motiv zu finden, das auch bei der winzigen Größe von 16x16 Pixeln noch ausreichend wiedererkennbar ist. Photoshop unterstützt das Ico-Format übrigens nicht, behelfen kann man sich unter anderem mit dem kosten Bildbetrachter Irfan View, der eine entsprechende Exportfunktion besitzt. Wer sich diesen Aufwand nicht antun will, kann stattdessen auch den favinator benutzen: das kostenlose Online-Tool konvertiert jede beliebige Ausgangsgrafik (die natürlich quadratisch sein sollte) zu einem 16x16 Pixel Favicon, das anschließend heruntergeladen und in die eigene Page eingebaut werden kann.

Besonderheit dabei: optional kann ein Text eingetragen werden, der anschließend als animierte Laufschrift durchs Favicon scrollt, Schriftfarbe, -typ und -größe sind dabei allerdings fix eingestellt. Klingt kompliziert, sieht einfach so aus:

animiertes Favicon

Das sorgt für Staunen (oh, ico-Dateien können animiert sein?) und nervt unter Umständen, wenn in der Browser-Tableiste dauernd was blinkt, also sollte man sich den Einsatz der Laufschrift gut überlegen. Moderne Browser zeigen übrigens alle unterstützten Grafikformate (also auch png, jpg, gif) an, größtmögliche Kompatibilität erreicht man allerdings mit dem Ico-Format. Eingebunden wird das Icon mit einem Meta-Tag im Header, einige Browser zeigen es standardmäßig ohnehin an:

<link rel="shortcut icon" href="http://www.meine-domain.de/favicon.png" type="image/ico" />

Ein ausführliches Tutorial rund um das Thema gibt's hier. Für Konsolenfreunde hab ich noch eine besondere Spezialität gefunden: png2ico konvertiert PNG-Dateien via Kommandozeile (!) ins ICO-Format - Nerd-Prestige-Bonus garantiert.

Tutorial: Glossar mit Begriffserklärungen für WordPress

Hier werden Sie informiertSeit längerer Zeit gehe ich mit der Idee schwanger (hehe), hier auf datenschmutz einen Glossar für Fachbegriffe anzubieten. Diese Erklärungen sollen Insider nicht im Lesefluss stören, aber Otto Normalsurfer das Verständnis spezialisierter Artikel erleichtern und es mir außerdem ersparen, wiederkehrende Begriffe immer wieder zu erläutern. Bei dem sehr unterschiedlichen Wissens-Niveaus meiner Leser wär so ein Glossar einfach perfekt, dachte ich mir, und machte mich auf die Suche nach einem passenden Plugin. Aber Fehlanzeige! Zwar existieren zwei Erweiterungen, die von sich behaupten, als Glossar-Plugin zu taugen, allerdings erfüllten beide leider nur jeweils einen Teil meiner Anforderungen. Daher habe ich mir aus verschiedenen Plugins eine teil-manuelle Lösung zusammengebastelt, die zwar pro Glossar-Begriff ein paar Mausclicks mehr verlangt, dafür aber maximale Flexibilität und - ganz wichtig - sehr hohe SEO-Tauglichkeit bietet. Wer wissen möchte, wie man einen solchen Glossar einbaut, wirft einen Blick in das folgende Tutorial. Allen anderen Lesern möge die folgende Information genügen: von mir im "Mini-Lexikon" erklärte Fachbegriffe sind ab sofort verlinkt und mit diesem Icon gekennzeichnet: Glossar-Icon . Ein Klick öffnet die jeweiligen Definition in einem neuen Fenster. Derzeit ist die alphabetische Liste noch sehr sporadisch gefüllt, aber das wird sich im Lauf der Zeit ändern. Ab hier wird's relativ technisch, wer die beschriebene Lösung einsetzen möchte, sollte mit WordPress-Template-Files nicht auf Kriegsfuss stehen.

Meine Anforderungen an einen WordPress-Glossar

In erster Linie geht es mir darum, immer wieder auftauchende Fachbegriffe kurz und knackig zu erklären. Dabei soll sofort ersichtlich sein, dass es sich um einen Glossareintrag, und nicht um einen "normalen" Link handelt. Und wenn ich schon den Aufwand treibe, eine solche Liste zu pflegen, dann möchte ich auch gleich den daraus resultierenden Google-Bonus mitnehmen: denn solche statischen Glossar-Pages haben den riesigen Vorteil, nahezu perfekte Landingpages für die Nischen-Keywords des jeweiligen Blogs darzustellen. Daraus ergaben sich für mich folgende Anforderungen:

  1. Die einzelnen Glossar-Begriffe sollen in Postings automatisch mit der Definition verlinkt werden und grafisch gekennzeichnet, um ersichtlich zu machen, dass es sich um einen Glossar-Eintrag handelt.
  2. Für die einzelnen Glossar-Einträge soll automatisch eine Übersichts-Seite erstellt werden, die alphabetisch sortiert ist und über einen A-Z Navigation mit Sprungmarken verfügt.
  3. Die einzelen Definitions-Artikel sollen selbst Postings bzw. statische Seiten sein, um eine sinnvolle Permalink-Struktur zu ermöglichen und um sich gut in den übrigen Seitenaufbau (z.B. Sitemap) einzufügen.

Klingt simpel, aber leider war es mir wie gesagt nicht möglich, eine Out-of-the-Box Lösung zu finden. Zwei Plugins, die sich der Aufgabe "Glossarerstellung" widmen, habe ich gefunden: IMM Glossary erfüllt die ersten beiden Anforderungen mit Bravour, fällt aber bei der Permalinkstruktur durch: die Definitionen bekommen seltsame Adressen voller Argumente und Referrer. Die zweite Lösung heißt WP Snap. Dieses Plugin generiert aus einer einzelnen oder einer definierbaren Menge von Kategorie-Postings ein spezielles Kategorie-Archiv mit alphabetischer Navigationsleiste und Sortierung. Das Plugin erfordert einen Eingriff ins category.php Template, erwies sich aber als relativ unflexibel und ermöglich keinerlei Pagination und automatische Verlinkung. Letztendlich kamen mir zwei verschiedene Vorgehensweisen in den Sinn:

Gut: Glossar mit Kategorie

Kategorie definieren und exkludieren: Man könnte eine dedizierte Kategorie für Glossar-Einträge anlegen und die betreffende Kategorie zugleich aus der Startseite und aus dem Feed ausschließen. Dazu ist keinerlei händische Bastelarbeit nötig, der äußerst empfehlenswerte Advanced Category Exluder erlaubt entsprechendes Finetuning via Optionsmenü. Anschließend legt man ein dediziertes Template für die betreffende Kategorie an. Dazu wird einfach nur die Datei category.php kopiert und unbenannt, und zwar in category-ID.php, wobei ID für die die betreffende ID der Glossar-Kategorie einzutragen ist. (Ersichtlich unter "Manage Categories" beim On-Mouse-Over).

Kategorie-Archiv anpassen: Wenn für eine Category ein so benanntes Template vorhanden ist, dann verwendet WordPress diese Datei standardmäßig (nur) für diese Kategorie. Im Template kann man einen kurzen Intro-Text eintragen und die Glossar-Postings alphabetisch anstatt chronologisch sortieren lassen - das geht relativ einfach mit WordPress Bordmitteln oder man verwendet Mike Smullins Sort Categories by Title. Das "alphabetisierte" Kategoriearchiv kann man natürlich noch beliebig im Design anpassen:

WordPress Glossar mit Kategoriearchiv

Automatisch verlinken: Für die automatische Verlinkung habe ich aLinks installiert. Das Plugin ist eigentlich für die stressfreie Wartung von Affiliate-Links gedacht, leistet aber überall dort gute Dienste, wo regelmäßig wiederkehrende Keywords mit einer festen URL verlinkt werden sollen. (Dafür hält sich die Affiliate-Tauglichkeit in Grenzen, da aLinks kein Link-Cloaking beherrscht, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.) In den Einstellungen lässt sich außerdem eine spezielle CSS-Klasse für die Verlinkung definieren und/oder man kann ein bestimmtes Icon an die verlinkten Begriffe anhängen. Hier fehlt allerdings die Automatisierung: man muss jeden Glossar-Begriff, der erstellt wird, einmal händisch in die aLinks Liste eintragen.

Diese Methode hat allerdings zwei Nachteile: einerseits wird kein automatischer A-Z Index generiert (dafür könnte man WP-Snap verwenden, aber das beherrscht wiederum keine Paginierung), andererseits ist die Permalink-Struktur nicht völlig frei wählbar, sondern von der jeweiligen Posting-Struktur abhängig. Und eigentlich möchte ich in meine Glossar-Links im Gegensatz zu Postings lieber kein Datum drinstehen haben - also habe ich mich für einen anderen Ansatz entschieden.

Besser: Glossar mit statischen Seiten

Hauptsächlich wegen der Permalink-Struktur habe ich mich dafür entschieden, statische Seiten zu benutzen. Ich habe also eine statische Seite angelegt, die sich "Glossar" nennt. Jeder Begriff bekommt eine eigene statische Page, die ich jeweils hierarchisch unterhalb der Glossar-Seite anlegen. Auf der Hauptseite lasse ich automatisch einen A-Z Index samt Navigationsleiste erstellen - hier leistet das Plugin AZIndex hervorragende Dienste: es erstellt beliebig viele Indizes aufgrund frei wählbarer Kombinationen aus Kategorien und Tags. Da Pages keiner Kategorie zugeordnet sind, bestimmt man einen Tag, der sonst nicht verwendet wird (z.B. "Glossar"), und ordnet diesen jeder einzelnen Glossar-Subseite zu. Anschließend erstellt man einen neuen Index (unter dem CMS-Menüpunkt "Manage") basierend auf dem gewählten Tag. Dazu läösst man das Feld Included/excluded Categories leer und trägt im darunterliegenden Feld das Stichwort, in meinem Fall "Glossar", ein. Die Index Headings bleiben auf "title" gestellt, Index subheading s und Description auf "none". Bei den Optionen wählt man nun "Include blog pages" und "exclude blog posts", die übrigen Einstellungen sind Geschmackssache. Das sieht bei mir folgendermaßen aus:

AZIndex

Den so erstellen Index fügt man im Editor auf die Glossar-Hauptseite ein, die Syntax dazu lautet: az-index id="ID" (in eckigen Klammern), wobei ID mit der Nummer des betreffenden Index zu ersetzen ist - nähere Details dazu verrät die Dokumentation des Plugins.

Für die automatische Verlinkung sorgt wie bereits oben beschrieben aLinks, das Exludieren der Glossar-Kategorie aus Feed und Startseite entfällt, weil statische Seiten dort ohnehin nicht auftauchen. Dieses Setup erfüllt mit ein wenig Handarbeit alle meine oben beschriebenen Anforderungen (visuelle Kennzeichnung, automatische Verlinkung, alphabetischer Index, SEO-Bonus). Die beschriebene Vorgehensweise soll andere WordPress-Blogger, die vor einem ähnlichen Problem stehen, inspirieren: sicherlich gibt's noch viele andere Mittel und Wege, einen Glossar zu generieren - über Tipps und Anregungen freue ich mich.

Am besten weitergedacht: Idee für ein Plugin

Hervorragend für eine solche Glossarfunktion würden sich die in WordPress eingebaute Tagfunktion eignen. Man müsste das Tag-Management dazu folgendermaßen erweitern: Im Backend sollte es möglich sein, für einzelnen Tags (mittels Checkbox) zu bestimmen, ob es sich um ein Glossar-Stichwort handelt. Diese speziellen Tags bekommen ein Beschreibungsfeld, in das auch HTML-Code eingetragen werden kann. In der normalen Einzel-Tag-Ansicht (Posting-Archiv pro Tag) ändert sich bei den betreffenden Stichworten nur eine Kleinigkeit: zwischen der Tag-Überschrift und der Auflistung der zugehörigen Beiträge wird die Beschreibung angezeigt. Außerdem sollte das Plugin analog zu AZIndex eine alphabetische Liste der Glossar-Tags ausgeben und es ermöglichen, die betreffendne Begriffe im Text automatisch zu verlinken und grafisch zu kennzeichnen. Die automatischen Cross-Linking funktionen bringt Simple Tags ja bereits mit, bei der Einbindung des Icons könnte man sich an Link Indication halten. Meine Talente liegen leider nicht im Bereich der php-Programmierung, aber falls sich ein berufenerer Coder inspiriert fühlt, erkläre ich mich gerne bereit, ein detailliertes Story-Board für ein solches Plugin anzufertigen.

Plugin-Tipp: WordPress sicherer machen

Je populärer ein CMS-System, desto mehr (böse) Hacker beschäftigen sich mit der Ausnutzung diverser Sicherheitslecks. Zwar existieren für WordPress zahlreiche Anleitungen und Tutorials, die beschreiben, welche Lecks man stopfen sollte - nun steht erstmals ein komfortables Plugin zur Verfügung, das potentielle Schwachstellen aufzeigt und Ratschläge gibt.

Die Frager ist bekanntlich niemals "Bist du paranoid?" sondern "Bist du paranoid genug?" In diesem Sinne kann man die Out-of-the-Box Security von WP gewaltig stärken: beispielsweise sollte der Admin-User nicht admin heißen (von wegen Brute Force), das Standard-Table-Prefix wp_ sollte verändert werden (wegen zero-day SQL Injection attacks), der /wp-admin/ Folder sollte eine .htaccess Datei bekommen... und so weiter.

Weiters überprüft das Plugin, ob die einzelnen Order eh nicht mehr Rechts besitzen als unbedingt notwendig, besitzt einen integrierten Generator für starke Passwörter und ein Tool, welches das DB-Prefix automatisch ändert; vorher sollte aber unbedingt ein Backup angefertigt werden. Für die Zukunft plant der Hersteller Semper Fi Web Design eine ganze Reihe weiterer Funktionen. Die wollmilchlegende Sicherheits-Sau WP Security Scan und sollte in keiner WP-Installation fehlen: speziell wenig web-security affine User bekommen damit ein mächtiges Tool in die Hand, das viel Recherche obsolet macht - und möglicherweise eines Tages sogar den Supergau verhindert.

Ächtüng: das Plugin benutzt libcurl; wenn PHP diese Bibliothek nicht unterstützt, stehen nicht alle Analysefunktionen zur Verfügung!

MMO-Szene: neue Community für Gamer

mmologo1Der Computerspieljournalismus ging in den letzten 10 Jahren schneller den Bach runter als eine Gebirgsforelle zur Paarungszeit, dafür tun sich online immer mehr Longtail-Alternativen auf... nur gut, dass der Niedergang des "bewährten" Printsystems von sovielen engangierten Amateur-Journalisten aufgefangen wird... so gleich sich eben alles aus. Die erwähnte brandneue Community/Newspage widmet sich ganz dem Genre Online-Multiplayer Games und erfreut die LeserInnenherzen mit objektiver und aktueller Berichterstattung: willkommen bei MMOSzene.de.

Als ich noch Teilzeit-Student war und ausreichend Zeit zum Gamblen hatte, gab's so ziemlich kein Singleplayer-Rollenspiel, dessen Endsequenz ich nicht gesehen hab. Von Genre-Schwergewichten wie Ultima Underworld 2, der Might-and-Magic Serie oder Daggerfall - The Elder Scrolls pt. 1 war ich damals extrem angetan, vor einigen Jahren hab ich dann das Gamblen zugunsten von Coden, Video-Editing und Bloggen irgendwann aufgegeben... bis zu jenem schicksalsschweren Tag anno domini 2007, als ich mir dachte: ich kann unmöglich bei fatfoogoo mein Marketing-Unwesen treiben und Multiplayer RPGs nur aus zweiter Hand kennen. Seitdem durchstreift Nachtelfen-Hexenmeister Noxukao Azeroth am Frostmourne-Server - zwar casual und erst bei Level 30 angelangt, aber äußerst aufschlussreich: in punkto Komplexität setzen die Multiplayer-Rollenspiele neue Standards.

Und weil, ganz wie im richtigen Leben, Informationsvorsprung häufig den entscheidenden Vorteil bietet, machen sich so gut wie alle Spieler im Internet über die beste Ausrüstung, Kampfstrategien und Co. schlau - ganz zu schweigen von Patches, die immer wieder kleinere und größere Details von Gameplay und Balancings verändern. Genau diese essentiellen Infos für Gamer bietet die MMOSzene.

mmoszene

Wenn Druckerpressen versagen

Anno Domini Prä-Internet waren mal Computerzeitschriften die Primärquelle für Game-Infos. Aus professionellem Interesse hab ich in den letzten Monaten immer wieder mal die größeren deutschsprachigen Titel gelesen und war schockiert über den Abstieg eines Genres: die "Werbekooperationen" zwischen Publishern und Redaktionen sind mittlerweile so weit gediehen, dass negative Bewertungen so gut wie ausgestorben sind. Grade mal irgendwelche Exoten mit Viertelseiten-Testbericht bekommen unter 70 Punkte, der Großteil der Inhalte sind Previews, die wenigen ausführlichen Tests gleichen Pressetexten. Schad' ums Geld - ein Kollege der schreibenden Zunft bestätigte übrigens unlängst diverse Anekdoten von nach oben korrigierten Wertungen ("Die haben doch noch eine Doppelseite bei uns gebucht" und Co.) Aber zum Glück gibt's ja das Internet, und der gemeine Longtailer wird bis dato noch nicht bestochen mit Werbe-Angeboten zur Kooperation überredet.

News, Tutorials und Video-Podcast

Im Fokus der MMOSzene stehen World of Warcraft, Age of Conan und Lord of the Ring. News, Guides, Downloads und Forum sind in Full Effect, die geplante Radioshow und ein Video-Podcast werden in Kürze starten. Als besonderes Zuckerl bieten die Betreiber allen Gilden eine gratis Teamspeak Channel. Webmaster Joe und Patrick haben ganz Arbeit geleistet - und für die nähere Zukunft noch einiges vor. Wer auf objektive Berichterstattung Bock hat, sollte der Seite definitiv einen Besuch abstatten.

PS: seit gestern bin ich nur mehr 8 Levels von einem WoW-Reittier entfernt... wobei das Leveln anständig nervt, eigentlich will ich ja nur PvP machen. Gute Idee, dass Blizzard demnächst einen dedizierten Arena-Server einführt, indem jeder mit Level 70 beginnt und alle epischen Ausrüstungsgegenstände frei verfügbar sind. Sozusagen Hardcore Duels in 3D...

Blogistan Panoptikum KW12 2008

Das Bloggeramt hat diskursiven Zuwaxx bekommen: in der Bloggerstadt darf ausgiebig diskutiert werden über die kleinen und großen Problemchen des Online-Tagebuchschreibens. WordPress, s9y, Webspace, News, SEO - you name it. Noch sind einige Unterforen recht spärlich gefüllt, aber diverse alte Bekannte sind bereits registriert - könnte eine nette Plauderecke für den deutschsprachigen Longtail werden! Versteckte Ostereier habe ich im Forum allerdings bislang noch keine gefunden.

Tibet-Krise: man weiß nix

Wenig erfreuliches Thema zu den Feiertagen: im Spiegel online gibt's ein kurzes Interview mit Georg Blume, seines Zeichens einer der letzten unabhängigen (westlichen) Beobachter in Tibet. Direkt nach dem Interview wurde auch er ausgewiesen - seine Beobachtungen und die von ihm gesammelten Augenzeugenberichte bestätigen vor allem eines: man weiß nix, nicht mal, warum es Tote gibt. Sind Chinesen in ihren Shops verbrannt? Wurde auf die einheimische Bevölkerung geschossen? Soviel zum Thema "Echtzeitkommunikation" und "Welt in der Hosentasche"... jedenfalls ein trauriges Lehrstück in punkto Informationsfreiheit.

Mitmachen ist nicht gleich mitmachen

"Gewinnen kann nur der, der mitmacht," sagt die Sales Abteilung des ORF und requiriert Kartenspielvideos:

Zeigen Sie uns, wie Sie mit ORF.at für Bewegung sorgen Schicken Sie uns ein Video mit Ihrem ganz persönlichen ORF.at "Kartenspiel" und gewinnen Sie eine Sitebar auf der ORF.at Frontpage! Videos (als .mpg oder .wmv) bitte bis 01. April 2008 per Mail an: online.marketing ät orf.at

Die Sidebar hätt ich gerne für datenschmutz, aber wtf ist ein persönliches ORF.at "Kartenspiel"? Das nenn ich mal Freestyle-Kampagne...

Badges, schnell angefertigt

Für alle Photoshop-Kundigen hat Pixelpetrus ein feines Tutorial zur Herstellung von Badges mit 3D-Effekten: wer einen webzweinulligen Stern auf sein Blog pappen möchte - wahlweise mit der Aufschrift "fresh" oder "gammlig", findet hier schnell zum Ziel.

Reality Mining

Für die einen eine Bedrohung, für den anderen die Chance auf Verbesserung des Gemeinwesens: Professor Sandy Petland, Professor für Media Arts und Sciences am MIT, sieht in den allgegenwärtigen Datenspuren grandiose Chancen:

In fact, the MIT professor of media arts and sciences would like to see phones collect even more information about their users, recording everything from their physical activity to their conversational cadences. With the aid of some algorithms, he posits, that information could help us identify things to do or new people to meet.

Tja, so scheiden sich die Geister - mehr davon auf technologyreview.com.

Blogwerkstatt: Agentur für Weblogs

Heinz hat vor kurzem ganz offiziell die Blogwerkstatt gegründet; der Geschäftsführer ist ja alles anderer als ein Unbekannter in der Szene - wer einen kompetenten Berater sucht, dem/der kann ich Heinz jedenfalls sehr ans Herz legen (Werbung für die "Konkurrenz", sozusagen :-)

Die BlogWerkstatt ist ein Geschäftsfeld der Ideenagentur Mehrblick und ist spezialisiert auf das Konzipieren und Erstellen von sogenannten Weblogs - kurz Blogs.
Das sind im Grunde kompakte Websites, die sich durch ihre einfache Wartung, Interaktivität und Suchmaschinenoptimierung, perfekt als kompakte Websites für Projekte, KMUs, Selbstständige und Organisationen anbieten. Auch die Website der BlogWerkstatt ist z.B. ein Blog.

Besonders interessant sind dabei die Fixpreise: ab knapp 2 Taus gibt's ein customized Theme, für 5 Lappen ein eigenes Template mit zahlreichen Bells and Whistles - da kann keine große Agentur mithalten, würd ich mal sagen.

In diesem Sinne wünsch ich einen entspannten Sonntagsausklang und einen je nach persönlicher Präferenz erholsamen oder anstrengenden Ostermontag - wir lesen uns nächste Woche.

Die ideale Facebook-Page für Blogger

facebookDem eigenen Blog eine Facebook-Page zu spendieren ist zur Zeit sehr beliebt - datenschmutz macht da keine Ausnahme. Doch so grandios die Facebook-Pages als Marketing-Tool nutzbar sind, so schwierig ist es, gut funktionierende Applikationen dafür zu finden: denn die meisten Facebook-Extensions funktionieren nur auf persönlichen Profilen, nicht jedoch auf besagten Pages. Eine Kombination aus zwei verschiedenen RSS-Apps hat sich bei meinen datenschmutz-Feldstudien als brauchbare Lösung erwiesen, und die will ich meiner Leserschaft nicht vorenthalten.

Die an sich simple Einbindung des eigenen sowie fremder Blog-Feeds entpuppt sich als relativ untriviale Aufgabe - denn eine strikte Trennung zwischen Profil und Page gibt's derzeit nicht. Wenn man eine Applikation neu installiert, gibt FB zwar Auskunft darüber, ob das jeweilige Programm Pages-tauglich ist, in der Praxis ist auf diese Angabe allerdings wenig Verlass: viele Apps lassen sich zwar installieren, funktionieren dann auf Pages aber nicht korrekt. Ich habe alle möglichen RSS-Reader ausprobiert und bin mit zwei Produkten sehr zufrieden, die sich ideal eignen, um eigene und fremde News einzubinden: Simply RSS und Feed Friend RSS. Löscht man zusätzlich die Mini-Feed-Items der Page händisch raus und hält die Beschreibung knapp, erreicht man ein recht brauchbares und tatsächlich info- bzw. beitrags-lastiges Seitenlayout, das im Fall von datenschmutz folgendermaßen aussieht (Simply RSS Beiträge in orange, Friend Feed in grün):

dspage

Für die Anzeige der datenschmutz-Beiträge in der mittleren, breiten Spalte verwende ich das flexibel konfigurierbare und schon einmal hier beschriebene Simply RSS, das wahlweise pro Feed nur die Headlines oder auch die Descriptions anzeigt und einige weitere praktische Einstellmöglichkeiten aufweist:

simply rss

Für die Anzeige der Headlines befreundeter Blogs in der rechten Seitenspalte benutze ich Feed Friend RSS, das theoretisch über ein sehr leiwandes Feature verfügt: man kann einzelne RSS-Feeds Facebook Friends zuweisen. Leider funktioniert diese Option auf Pages (noch) nicht, das dürfte sich aber bald ändern:

Known problem: 'author name' does not show up for a blog assigned to a Fan Page, so the Display Author setting is disabled by default for a Fan Page.

friend feed rss

Es ginge noch viel besser

Dass noch niemand ein Facebook-Plugin speziell für Blog-Pages gebastelt hat, erstaunt mich. Die ideale Lösung wäre ein RSS-Plugin, das

a) eigene und fremde Feeds in beliebiger Reihenfolge und Gruppierung anzeigt
b) für jeden Feed unterschiedliche Einstellungen erlaubt (nur Titel, Titel und Description etc.)
c) die auf Facebook vertretenen Autoren der abonnierten Feeds mit den einzelnen Meldungen verknüpft. (Friends RSS beherrscht dieses an sich geniale Feature; aber dieses funktioniert leider wieder mal nur dann, wenn die Applikation am Profil (und nicht auf einer Page) installiert ist.
d) analog zu WordBook (lässt sich auf Pages gar nicht installieren) die einzelnen Beiträge auswählbarer RSS-Quellen in die Mini-Feeds der Page-Fans pusht.

Ein solches Plugin wäre der ideale RSS-Hub für jede Facebook-Blog-Page - doch bis eine solche eierlegende Wollmilch-RSS-Sau verfügbar ist, dürfte wohl noch einige Zeit ins Land ziehen. Bis dahin kann ich die oben beschriebene Kombination der beiden Applikationen allen bloggenden Kollegen nur wärmstens empfehlen.

Facebook-Pages: halbherzig implementiert

Recht ärgerlich finde ich, dass man den auf persönlichen Profilpages nützlichen Mini-Feed auf Pages weder ganz ausblenden noch via Optionseinstellungen einschränken kann. Die standardmäßig angezeigten fünf Beiträge nehmen fast den gesamten 800x600er Screenspace ein: eigentlich möchte ich ganz oben meine Blogstories stehen haben - doch dazu muss man ständig die Mini-Feed Stories händisch rauslöschen. Unnötig und lästig, aber typisch für die derzeit recht halbherzige Integration der Pages, denen die Betreiber schleunigst eigene Privacy-Optionen und generell umfangreichere Einstellmöglichkeiten spendieren sollten.

Kommentare und Trackbacks trennen

WordPress listet standardmäßig Kommentare und Trackbacks gemeinsam auf. Wer aus Gründen der Übersichtlichkeit lieber die Ping- und Trackbacks getrennt anzeigen möchte, sollte einen näheren Blick auf Jack Osh's trackbacklist Plugin werfen. Perun hat dazu eine ausführliche deutschsprachige Anleitung verfasst.

Man könnte natürlich auch händisch die Abfrage innerhalb der comments.php editieren, Anleitungen dazu gibt's bei texto, Frank und Jeriko. Die Plugin-Variant ist allerdings deutlich komfortabler und überlebt auch einen allfälligen Theme-Wechsel: lediglich zwei kleine Anpassungen der Kommentar-Abfrage sind, wie auf der Plugin-Homepage dokumentiert, erforderlich.

Standardmäßig zeigt trackbacklist nur den Backlink an - wer Trackback-Datum, Uhrzeit und gegebenenfalls den Postingtext mit ausgeben möchte, wirft einen Blick in die Plugin-Datei, dort lässt sich die Formatierung beliebig anpassen. Die Standard-Formatierung sieht folgendermaßen aus:

echo comment_author_link();

Diese Template kann man mit weiteren Variablen ergänzen, z.B.:

echo comment_author_link();
echo " schrieb am ";
echo comment_date();
echo " um ";
echo comment_time();
echo comment_text();

Ob die Track- und Pingbacks unterhalb der Kommentare oder an anderer Stelle angezeigt werden, bleibt natürlich Geschmackssache - zur Anpassung der Formatierung weist das Plugin der unordered list die Klasse "trackbacklist" zu - damit lässt sich die Ausgabe via CSS frei formatieren.

Hier auf datenschmutz werden die Trackbacks ab sofort unterhalb der Kommentare und in etwas kleinerer Schriftgröße angezeigt - und wenn ich demnächst mal etwas mehr Zeit habe, dann werde ich einen neuen Anlauf zum Einbau von Brian's Threaded Comments starten, an dem ich bisher aufgrund der Inkompatibilität mit dem Ajax-Kommentarscript gescheitert bin.

Es blöggt!

bloeggerDas Baby ist gesund und munter, gibt kräftige Lebenszeichen von sich und will "1. interessierte Laien mit den Mikromedien Blogs vertraut machen, 2. Österreicher&innen motivieren selbst bloggen zu beginnen und 3. aktive, österreichische Blogger miteinander vernetzen." Zu erreichen ist der ausgesprochen gelungene mediendidaktische Crashkurs von Hannes Offenbacher und Heinz Grünwald unter den Adressen bloegger.at bzw. blögger.at (yup, Umlautdomains funktionieren mittlerweile!)

Mit den oben aufgezählten Punkten ist das Wesentliche gesagt - und die Aufgabe, mehrere Zielgruppen anzusprechen, haben die Macher mit der Aufteilung der Startseite imho hervorragend gelöst. Wer einfach nur wissen möchte, was es mit diesen mysteriösen Blogs auf sich hat, findet Begriffserklärungen, einführende Text und eine Online-Mindmap zum Thema. Potentielle Blogger in den Startlöchern finden die wichtigsten Infos komprimiert im Bereich Bloggen beginnen: dort sind auch zahlreichende weiterführende Tutorials und Ressourcen verlinkt.

Der real-life Vernetzung dient der Menüpunkt Blögger treffen, dort gibt's aktuelle Infos zu zukünftigen Blogtail-Stammtischen:

Der Blogtail (Blogger+Cocktail) ist ein informeller, regelmäßiger Treffpunkt für aktive, österreichische Blogger. Blogtail soll sich als regelmäßiger Blögger Stammtisch in Österreich etablieren. Ein Treffpunkt zum Fachsimpeln, zum Austauschen von Erfahrungen, zum Planen von gemeinsamen Aktionen und einfach zum persönlichen Kennenlernen.

Ein gelungener Start, wie ich finde - sicherlich gibt's noch zahlreiche Ausbaumöglichkeiten, aber ich bin sicher, dass die Betreiber der Plattform noch so einiges vorhaben.

Blogvorstellungen: Webkompetenz und PCMasters

Willkommen zu Runde fünf meiner im letzten Monat gestarteten unregelmäßigen Serie montäglicher Blog-Vorstellungen! Wer ein deutschsprachiges Blog schreibt - egal ob neu, alt, groß, klein - und Lust auf eine Vorstellung mit Backlink hier hat, die/der bringt mit der Schubkarre einfach 30 Barren Gold zu meinem Geldspeicher in der Lobau. Oder hinterlässt hier zu diesem Beitrag einen Kommentar mit Backlink und Aufforderung zum Review! Diese Woche: HTML-Legende Stefan Münz mit seinem Blog Webkompetenz Blog bzw. Wiki und Eugen Bunens PCMasters.

Webkompetenz-Wiki

webkompetenzIn der Einleitung zu seinem Blog schreibt Stefan über den titelgebenden Begriff: "Webkompetenz bedeutet... die Hypertextualität des Webs zu begreifen und durch eigene Webaktivität zu unterstützen." Treffender könnte man es wohl nicht formulieren, und wenn jemand über diese Themen ganz genau Bescheid weiß, dann wohl der Gründer der legendären Do-it-Yourself Tutorialsammlung SelfHTML. Genau wie tausende Webmaster im deutschsprachigen Raum habe ich in meiner Anfangszeit so gut wie alles, was ich über Webseitenprogrammierung wissen musste, diesem großartigen Projekt entnommen.

Stefan Münz hat das Projekt vor einiger Zeit verlassen, publiziert aber rege wie eh und je zu Themen des modernen Web: seine Einführungen zu Ajax, HTML 5 und Co. sind großartige Ressourcen - einziger Wermutstropfen des Blogs: es schloss am 2. Oktober. Aber halb so wild, denn der Autor hat sich bloß entschlossen, zukünftige Artikel bevorzugt im Webkompetenz-Wiki zu posten:

Auch in der Art, wie sie am liebsten publizieren, unterscheiden sich Menschen. Die einen publizieren gerne chronologisch, wie in einem Blog. Andere publizieren lieber systematisch an einem Gesamtwerk, so wie es in einem Wiki der Fall ist. Nach gründlicher Introspektion habe ich festgestellt, dass ich weniger der Blog-Typ bin, sondern eher der Wiki-Typ. Deshalb habe ich nun vor, das Blog aufzugeben und stattdessen lieber das hiesige Webkompetenz-Wiki auszubauen.

Ich persönlich glaube, dass für die Art der Inhalte, die ja zum größten Teil von längerfristiger Relevanz sind, ein Wiki hervorragend geeignet ist - und vor allem von der Einstiegsseite her die bessere Übersicht bietet. Übrigens, Stefan: falls dich mal wieder temporär die Blogging-Lust erwischt, dann tät ich mich jederzeit außerordentlich über einen Gastbeitrag von dir freuen!

Overclocking und Hardware News

pcmastersPimp my Hardware! Die PCMasters verschreiben sich voll und ganz der Ausreizung moderner Informationstechnologien. Mit anderen Worten: wer wissen möchte, welcher Speicherriegel sich mit welchen Kniffen und Tricks am besten übertakten lässt und wie dick die Metallrippchen sein sollten, damit auch bei voller Last ausreichende Kühlung gewährleistet bleibt, sollte der Seite unbedingt einen Besuch abstatten.

Natürlicher berichtet das Autorenteam nicht nur von Prozessoren und schnellen Grafikkarten, sondern publiziert auch News über jene Software, mit der man das neue Custom-System auch so richtig schön ausreizen kann: nein, nicht Video-Rendering, sondern 3D-Games natürlich. Zahlreiche Downloads, ein umfangreiches, gut besuchtes Forum und praxisnahe Übertaktungs-Testberichte runden das Angebot ab.

Cloaking: Affiliate Links verstecken

cloakingAffiliate-Links sind die Waffe der Wahl im Empfehlungsmarketing. Viele Blogger verwenden diese Links, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Google allerdings liebt derartige Links eher weniger, und so macht es durchaus Sinn, die betreffenden Hyperlinks zu "cloaken" oder auf gut deutsch: zu verstecken. Im folgenden Tutorial beschreibe ich, wie man auf möglichst einfache Weise "wasserdichte" Weiterleitungen einrichtet, die genau diesen Zweck erfüllen.

Das Ziel besteht darin, einen Affiliate-Link scheinbar in einen internen Link umzuwandeln, dabei soll jedoch ein Klick dennoch zur ursprünglichen Zieladresse führen. Klingt nach einem unmöglichen Unterfangen? Mitnichten, dank des Apache-Moduls mod_rewrite wird Link-Cloaking zum Kinderspiel.

Zwar besteht theoretisch auch die Möglichkeit, Links via Javascript oder über Drittdienstleister "umzubiegen" - beide Varianten sind jedoch mit derart vielen Nachteilen behaftet, dass nur jene Webmaster darauf zurückgreifen sollten, die keinen Zugriff auf die .htaccess-Konfiguration ihrer Site haben. (Hint: Besser wäre es in diesem Fall allerdings, zu einem ernsthaften Provider umzuziehen.) Im Folgenden erkläre ich, wie man mittels mod_rewrite, robots.txt und der guten alten 301er Weiterleitung Affiliate-Links vor Suchmaschinen versteckt (und damit übrigens auch vor menschlichen Besuchern, was der Klickrate durchaus förderlich sein kann).

Beispiel: trigami

Ein gewöhnlicher Link auf die trigami-Homepage sieht so aus:

http://www.trigami.com

Wie viele Online-Dienstleister zahlt der Schweizer Blog-Marktplatz Affiliate-Prämien für Kampagnen und aktive Blogger, die von bereits bestehenden Mitgliedern geworden werden. Um nachvollziehen zu können, wer denn die jeweiligen User auf die Homepage geschickt hat, kommt die Affiliate-URL zum Einsatz, die im vorliegenden Beispiel wie folgt lautet:

http://www.trigami.com/?ref=datenschmutz

Gelangt ein Besucher über diesen Link auf die Homepage und schreibt in weiterer Folge bezahlte Reviews, so bekomme ich eine einmalige Prämie - und für Werbetreibende sogar 5% Provision auf deren Umsätze des ersten Jahres.

Um nun Google und Co. sicherheitshalber über meine Affiliate-Tätigkeiten im Unklaren zu lassen, verlinke ich auf http://blog.datenschmutz.net/trigami/ - dieser Link führt in weiterer Folge ohne Verzögerung für den User zum eigentlichen Linkziel. Wie funktioniert das?

Schritt-für-Schritt Anleitung

In unserem fiktiven Beispiel lautet die Adresse unseres Weblogs www.cloakme.de Um den Affiliate Link des fiktiven Dienstleisters http://www.service.com/?ref=cloakme umzuwandeln in www.cloakme.de/service/, müssen der Reihe nach folgende Schritte ausgeführt werden. Achtung: mod_rewrite muss am Server aktiviert sein, damit die beschriebene Lösung funktioniert!

  1. Man beginnt mit dem Anlegen eines leeren, beliebig benannten Verzeichnisses, zum Beispiel www.cloakme.de/afflinks/
  2. In der robots.txt Datei, die im Root-Verzeichnis der Seite liegen sollte, wird die folgende Zeile eingetragen:

    Disallow: /afflinks/

    Die robots.txt regelt, auf welche Bereiche einer Seite automatische Bot-Scripts nicht zugreifen sollten. Google und die anderen großen Suchmaschinen halten sich an diese Konvention - der Eintrag bewirkt in weiterer Folge also, dass Google sich von dem gesamten Unterverzeichnis fernhält. Sollte noch keine robots.txt existieren, legt man einfach eine neue Text-Datei mit diesem Namen an und fügt die obenstehende Zeile ein.

  3. Als nächstes ist die .htaccess-Datei an der Reihe, die ebenfalls im Rootverzeichnis des Blogs liegt. Dort wird (bei WordPress-Installation unterhalb der Zeile # END WordPress) pro Affiliate-Link eine Zeile eingefügt, in unserem Beispiel:

    Redirect /service/ http://www.cloakme.de/afflinks/service/

    Dieser Eintrag bewirkt, dass alle Zugriffe auf die URL www.cloakme.de/service/ auf das angegebene Verzeichnis weitergeleitet werden.

  4. Im letzten Schritt schließlich wird im Unterverzeichnis /afflinks/ ein weiteres Verzeichnis angelegt, nämlich jenes, auf das die .htaccess verweist, in unserem Beispiel also /afflinks/service/. In diesem Verzeichnis muss eine index.php-Datei angelegt werden, die lediglich die folgenden Zeilen enthält:

    < ?php
    header("HTTP/1.1 301 Moved Permanently");
    header("Location: http://www.service.com/?ref=cloakme");
    header("Connection: close");
    ?>

    Der sogenannte "301er" leitet Anfragen an eine bestimmte Adresse permanent an die neue, angegebene Location weiter - und das war's auch schon!

Der Google-Bot, der die Seite spidert, registriert den Link, der dank .htaccess-Weiterleitung auf das per robots.txt "gesperrte" Verzeichnis /afflinks/ zeigt und indexiert die dort abgelegte php-Datei nicht. Für den Bot bleibt's damit bei einem internen Link. Der menschliche User dagegen sieht als on-mouse-over Linkziel zwar die Adresse www.cloakme.de/service/, ein Klick auf den Link führt ihn via .htaccess und nachgeschaltener 301er Weiterleitung direkt auf die Zielseite. Mit anderen Worten: Mission accomplished.

Vor- und Nachteile

Pro Affiliate-Link müssen die oben beschriebenen Schritte eins bis vier wiederholt werden. Wer in seinem Blog hunderte verschiedene Aff-Links verwendet, für den dürfte sich diese Methode als weniger geeignet herausstellen - bei einer überschaubaren Zahl allerdings sind die betreffenden Forwards schnell mal eingerichtet und je nach Bedarf leicht erweiterbar. Mir ist kein Plugin bekannt, das die oben beschriebene Vorgehensweise automatisiert - als ausgesprochen praktisches Tool hat sich freilich alinks erwiesen: die Software ersetzt frei definierbare Keyword(gruppen) durch die korrekten Affiliate Links und erspart somit nach einmaliger Einrichtung des Forwards die händische Eingabe.

Nachteile hat die beschriebene Methode keine, abgesehen vom Aufwand der Einrichtung - der zahlt sich allerdings allemal aus, wenn man den PR-Wert der eigenen Seite durch Affiliate-Links möglichst nicht schmälern möchte.

Gratistours gibt Klimatipps für den Alltag

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

gratistoursGratistours.com waren schon einmal im Zuge der Firmendependance in Second Life zu Gast auf datenschmutz. Diesmal geht's um die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com, ein Maßnahmenbündel zur Entlastung der Umwelt. Reisen und Umweltschutz sind Themen, eng zusammenhängen: einerseits trägt steigende (Freizeit)Mobilität zur Verschmutzung der Atmosphäre durch alle Arten von Verbrennungsmotoren bei, andererseits lernen viele Stadtbewohner erst auf Reisen den Reiz intakter Umwelten kennen. Aber nicht nur im Hotel- und Tourismusbereich liegen gewaltige Einsparungspotentiale, auch im eigenen Alltag kann jeder zu ein bisschen weniger Energieverbrauch beitragen.
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Die besten Non-Viagra Spam-Kommentare

Diese endlosen Listen von Viagra-Einkaufs Links sind ja wirklich extrem einfallslos, aber die Russen Spammer mit den .ru-E-mails haben sich gebessert. In den letzten Tagen hab ich eine Menge auffallend netter Späm-Kommentare bekommen... von sliplosen Girls in Kalifornien bis hin zum Fantum jenseits der Sprachbarriere, sodass ich nicht umhin kann, ein kleines Best-Of zu präsentieren.

I Googled for something completely different, but found your page...and have to say thanks. nice read.

Gern geschehen! I found your comment using akisment and I have: nice try.

Hi, This stuff gives the real information one needs. One can feel like reaching the destination.

Ich hoff doch, das ist nicht die final Destination. Naja, für diesen Kommentar schon.

I have a query though - Usual sites like dig.com and muti.com declare "spam" when I try bookmarking there.

Versuch's mal mit den Unusual sites, z.B. Blogg-buzz.com.

I couldn't understand some parts of this article, but it sounds interesting.

So geht's den meisten Boulevard-Tageszeteitungs-LeserInnen andauernd!

Meet Swapping Couples In California, CA area. It is recommended to couples who wish to enter into a swinging lifestyle to have a strong bond. Find local adult clubs in California. Horny girls with and without panties!

In Kalifornien scheint's ja echt abzugehen. Ob's da wirklich Frauen gibt, die in der Öffentlichkeit Slips tragen?

Arrays. Learn how to multiplicate them. Please!

Auf Vektor-/Tensorrechnung hatte ich im zweiten Semester Technische Physik einen Dreier. Da bin ich wohl doch nicht der richtige Ansprechpartner.

Und nun mein Alltime-Fav, ein so schönes Kompliment hab ich noch nie bekommen:

lfnttgyb

Da kann ich drauf antworten: bvjruivbduf!

Und das war's auch schon... besonders viele unerwünschte werblich motivierte Meinungsabgaben schaffen's nämlich gar nicht erst bis in meine Akismet-Queue. Und ungewollt veröffentlicht wurde schon lange kein Dosenschinken mehr. Wer ebenfalls auf hochfrequentes Amusement durch ungeliebte Besucher verzichten möchte, für die/den hab ich hier ein kleines Tutorialm zum Thema WordPress komfortabel spamfrei halten geschrieben.

Kommen die Russen zum Spammen?

Bisher bin ich hier ja weitgehend von Spam verschont geblieben - die Kombination aus Math Comment Antispam, Trackback Validation und gelegentlicher Überprüfung der Spam-Queue bewährt sich in der Praxis bisher zufriedenstellend, Details zu meinem Anti-Spam Setup gibt's in diesem Tutorial. "Akismet hat 10,321 mal Spam abgefangen, seit es installiert wurde," sagt die Statistik. In den letzten Tagen haben sich allerdings einige User mit .ru E-Mailadressen hier registriert, ohne irgendwelche Kommentare zu hinterlassen.

In spamreichen Zeiten wie diesen wird man da natürlich skeptisch... bislang konnte ich am Blog noch keinerlei Aktivitäten beobachten, allerdings hat in der Nacht von Sonntag auf Montag wohl jemand massig Spam mit gefakten datenschmutz E-Mailadressen als angeblichem Absender verschickt... ich hab's eigentlich nur bemerkt, weil in der Catch-All Box anstatt der üblichen rund 200 E-Mails plötzlich zweitausend im Spamordner rumlungerten. Das wirklich ärgerliche an solchen Actions ist ja bedauerlicherweise, dass viele User, die nicht mit den technischen Hintergründen des E-Mail Protokolls vertraut sind, nicht wissen, dass man ganz nach Belieben jegliche falsche Absenderadresse angeben kann - die Bounces landen dann natürlich beim Absender, und fallweise auch Beschwerdemails von erbosten Spam-Opfern, die in Unkenntnis der Sachlage den Inhaber der angegebenen Absender-Adresse für den Bösewicht halten.

Jedenfalls hab ich mich gefragt, ob zwischen der Absender-Aktion und den .ru-Usern irgendein Zusammenhang besteht. Ich werd fürs erste mal Tee trinken und weiter beobachten...

Pokern: Ohne Strategie kein Glück

Das klassische Casino-Kartenspiel erfreut sich in letzter Zeit steigender Berühmtheit: Promi-Duelle im deutschen Fernsehen, Pokerkoffer mit Übungschips in jedem Supermarkt und jede Menge selbsternannter Glücksritter - dabei hat Pokererfolg viel mehr mit Strategie zu tun als mit Glück, und erstere bekommt man auf PokerStrategy mit allen Finessen beigebracht.
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