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Artikel-Schlagworte: „Tweet“

Twitter-News: @datadirt Nr. 1 in den Twem-Charts, @datenschmutz für .de-Tweets

Erfreuliche News aus der Microblogging-Welt: am Montag habe ich endlich den Account @datenschmutz bekommen, den ich zukünftig statt @ritchie_tweets für meine deutschsprachigen Micro-Messages verwenden werde. Ich bin gerade dabei, allen Friends des alten Accounts zu folgen und hab mich über knapp 400 Followers in den ersten zwei Tagen ziemlich gefreut :mrgreen: Aktuelle datenschmutz-Postings werden wie gehabt über den Feed-Account @datenschmutzrss gepostet - ich bevorzuge die Trennung von "Human" und "RSS Accounts". Außerdem bin ich mit meinem Haupt-Account @datadirt (derzeit 33k Followers) seit Montag auf Platz 1 der Twem-Charts - Sascha Lobo sieht bloß noch den Hinterreifen meines Bikes.

Aber bei aller Freude über die Chart-Platzierung kann ich mir an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zum Maßbändern, -stäben und -einheiten einfach nicht verkneifen. "What people know and what they say is like colorful sky," habe ich mal den Purple Pro singen hören. Und in der Tat: Einerseits beschwören sämtliche Evangelisten den dialogischen Charakter von Web 2.0 Services, andererseits gilt es fast schon als anrüchig, wenn die Follower-Followed-Ratio bei 1:1 liegt. Den größten .at/.de/.ch Twitteraccount in punkto Followers habe ich mit über 30k schon eine ganze Weile. Aber an die Spitze der Twem-Charts kam ich erst diese Woche, da ich mittlerweile aufgrund des rasanten Wachstums rund 17k mehr Followers als Friends habe.

Twem bezeichnet diese nicht-reziproke Gruppe als "Fans" und baut die Gesamtwertung auf dieser Differenz auf. Der Hintergedanke ist wohl, dass spammige Mass-Follow Accounts außen vor bleiben sollen, spricht mit 100k Followern und ebenso vielen Friends wäre man bei Twem ziemlich weit hinten. Aber spiegelt dieses Verfahren die Twitter-Realität überhaupt wider? Nein, denn im Extremfall müssen sich Followers und Friends überhaupt nicht überschneiden - ein Tweeper könnte beispielsweise 100 anderen Usern folgen, während im selbst 200 andere Accounts folgen, von denen er keinen einzigen in der Timeline hat. Um die tatsächliche "non-reziproke Differenz" zu eruieren, müsste Twem also analog zum äußerst nützlichen TwitterKarma beide Listen komplett abgleichen, um auf die tatsächliche Anzahl der "Fans" zu kommen.

Diese Zahl entspräche zumindest eher der tatsächlichen Differenz, aber was sagt die eigentlich aus? Es handelt sich lediglich um ein Analogon zu klassischen Maßzahlen á la Reichweite oder Newsletter-Abonnenten. Genauso gut könnte man diese Zahl mit dem Quotient Followers durch Friends hoch Pi multiplizieren und das zweimal durch den Kehrwert des Prozentsatzes @-Replies durch ReTweets dividieren. Doch der Punkt ist: es gibt keine *richtige* Art, Twitter zu verwenden, sondern völlig unterschiedliche Nutzungs-Szenarien. Kann man einen über Twitter geposteten RSS-Newsfeed des Spiegel sinnvoll mit dem Twitter-Account von Nora X, 17, Webdesignerin aus dem Wuppertal, vergleichen? Ich denke nicht. Auch ReTweets sind spätestens, seit man sie en gros um Spottpreise einkaufen kann, keine sinnvolle Maßeinheit mehr.

Am ehestens würde sich zur indirekten Messung der Popularität die Click-Through-Rate von geposteten Fotos, Links, Videos etc. eignen, und zwar in Relation zur Zahl der Followers. Sprich: wenn Heinz Mustermann mit 100 Followern einen Link postet und 20 User drauf klicken, dann ist das mehr wert als Elise Musterfrau Aussendung an 500 Followers, von denen nur fünf neugierig auf den Inhalt sind. (Wenn allerdings Walter Spamberger einen Link an seine hunderttausend Followers verschickt, von denen auch nur ein Prozent drauf klickt, dann sieht die Sache in punkto "Mediawert" schon wieder ganz anders aus.) Mit anderen Worten: Während in grauer Web 2.0 Vorzeit, als Technorati noch funktionierte, beispielsweise der Zahl der Trackbacks der letzten 3 Monate tatsächlich einen gewissen Aufschluss über die Relevanz bestimmter Blogs lieferte, so betont jede Twitter-Hitparade und Wertung lediglich einzelne quantitative Aspekte, die recht wenig über die (dialogische) Qualität des jeweiligen Accounts aussagen. Außer im Fall von datadirt natürlich! :mrgreen:

Und noch mal ein kurzer Reminder: deutschsprachige Tweets gibt's ab sofort unter @datenschmutz, alle Blog-Updates unter @datenschmutzrss und wer Englisch bevorzugt, wirft einen Blick auf @datadirt respektive @datadirtrss. Ich twittere über ähnliche Themen wie hier am Blog - sprich Social Web, Online Marketing, Gadgets und die üblichen Geekereien. Natürlich freu ich mich über neue Followers, außerdem interessiert mich brennend: was halten Sie von Microblogging-Landvermessungen und Twitter-Hitparaden?

Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre Stimme

tweetwall votenow Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre StimmeDie Semi-Finals zu den Wahlen des Mr. Twitter sind gerade in vollem Gang - derzeit läuft die europäische Kontinentalausscheidung, und ich bin bei den Top 100 (derzeit Platz 73) mit dabei. Das stachelt natürlich den Sinn für Web-Vanity an, und daher bitte ich Sie, meine hochverehrten Leserinnen und Leser an dieser Stelle viel direkter als Politiker vor Wahlen um Ihre Stimme. Sie müssen nirgends hingehen, keine Wahlkarte anfordern und sich nicht einmal registrieren: einfach aufs kleine blaue Pluszeichen neben meinem Avatar klicken, und schon steigen meine Chancen auf unsterblichen Ruhm derbstens an. Man kann nicht bloß einmal, sondern alle 20 Minuten wählen - da die Competition noch 4 1/2 Tage läuft, könnten Sie - Ablenkungen wie Job und Schlaf mal beiseite - noch 324mal für mich abstimmen :mrgreen: Vielen Dank jedenfalls für Ihre Stimme: hier geht's zur Wahl (wie gesagt: Point-and-Click, keine Registrierung): Mister Twitter Europe: Continental Finals.

tweetwall vote Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre Stimme

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Blogistan Panoptikum KW28 2009

Überschätzungen, Unterschätzungen, grobe und feine Schätzungen: wenig Genaues weiß man. Während sich der eine übers tausendste Mash-Up freut, warnt der andere vor blinder Technikverliebtheit. Aber das Netz lebt bekanntlich von Gegensätzen, also keine Scheu: treten Sie ein zum kleinen geführten Wochenrundgang durchs Social Web - Judith Denkmayr aka Linzerschnitte und datadirt präsentieren das Web 2.0 Ereignisprotokoll der letzten 168 Stunden.

Du sollst eine Suchmaschine haben neben Google

Und wir sprechen hier nicht von Bing oder Yahoo Search. Nicht mal von Cuil - da hätte Stephen mal lieber bei Mathematica bleiben sollen. Aber Wired meint, es gibt sie doch - die coolen Suchmaschinen:

For this article, we surveyed some 50 specialty search services and picked out our favorites. What follows is not a systematic ranking or review, but a general guide to a very vibrant world that few have bothered to explore in depth.
The variety of search startups is mind-boggling, and hints at the challenges Google may face staying on the bleeding edge of search innovation in the coming years. (There’s even something for micro-philanthropists: Good Search donates a penny to the charity of your choice for each search you run.)

Wer also trotz aller Variationen das Big-G Logo einfach nicht mehr sehen kann, der werfe eine Blick auf IceRocket, Scoopler, Collecta und Co.: da gibt's einiges an guten Ideen, aber eben ziemlich weit-verstreut.

Chris Andersons neues Buch "Free"

Ergänzend zur letzten Woche hier der Link zum Audiobook Free von Chris Anderson, das konsequenterweise ebenso wie das eBook als Gratis-Download erhältlich ist.

Erschieß den Fail-Whale!

Wer schon mal Moorhuhnjagd gespielt hat, dem wird Die Fail Whale! auf Anhieb bekannt vorkommen. Gefragt sind ein flinker Mauszeiger und der richtige Rhythmus - wer nicht aufs Nachladen vergisst, sollte es durchaus schaffen, meinen bescheidenen Score von 33 Walen zu toppen, oder?

diefailwhale Blogistan Panoptikum KW28 2009

PS: Allein schon die Fake-Testimonials sind definitiv einen Besuch der Seite wert, z.B. Michael Arrington, TechCrunch: "I offered to trade this game for my website, but Die Fail Whale said no. Now I'm sad."

Google versus Facebook

Eine interessante Theorie über Facebook veröffentlichte diese Woche Fred Vogelstein im Wired Magazine. Im Hause Facebook sah man niemals andere Social Networks als Benchmark, sondern ausschließlich Google. So erzählt ein früherer Programmierer von Facebook:

We never liked those guys. We all had that audacity, 'Anything Google does, we can do better.' No one talked about MySpace or the other social networks. We just talked about Google.

Darum bekam auch Microsoft den Zuschlag als Investor. Fred Vogelstein erklärt außerdem noch den "4-Stufen-Plan zur Online Domination" von Facebook:

1. Build a critical Mass (mit 200 Millionen FB-Mitglieder kann man diesen Punkt für nahezu abgeschlossen betrachten)
2. Redefine Search (Facebook geht davon aus, dass FB Mitglieder auch eine Facebook Suche nutzen würden)
3. Colonize the Web (Facebook Connect bildet dazu den Ausgangspunkt und wird bereits von über 10.000 Partner Sites benutzt)
4. Self targeted Ads, everywhere (Facebook hoffe, eines Tages nicht nur auf der eigenen sondern auf allen Partner Sites werben zu können)

Nun, man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerbergs Plan aufgeht - schließlich sollte Mark die Stromrechnungen früher oder später nicht mit Investorengeld, sondern mit laufenden Einnahmen finanzieren.

"Future of Blogging" Mindmap

Steve Rubel fordert zum kollektiven Mind-Mappen auf - er möchte wissen, wie's um die Zukunft des Bloggens bestellt ist. Ohne Zweifeln nehmen Social Networks, Microblogging-Dienste und andere Services immer mehr Surfer-Zeitbudget in Anspruch - wie wirken sich die Änderungen auf Blogs aus? Was vor drei Jahren noch super-schnell News waren, lahmt im Twitter-Zeitalter ganz gewaltig. Steve sieht die Sache übrigens recht binär:

From my point of view, blogging's future will likely flow down one of two paths: either it will evolve and grow into something else (like many species have) or it will succumb to Darwinism and become extinct (like the Dodo). Let’s take a closer look at each. We’ll also give you the chance to add your own opinion to our mind map.

PS: es gibt 10 Arten von Usern: die, die das Binärsystem kennen, und jene, die es nicht kennen.

Von Browsern und Betriebssystemen

What is a Browser? Newsfeed, Sharefeed, Livestream, Aggregator, Plugin, Extension, Firefox, Spreadsheet, Poke/n, SEO/SEM, Backlinks, RSS, Feedreader, Tweet, Gadgets.... Die meisten Leser dieses Blogs kennen diese Begriffe, manche von uns werfen sogar oft und gerne mit diesen Begriffen um uns. Aber eine elaborierte Soziolekt grenzt bekannterweise nicht nur ab, sondern auch aus. Ji Lee von Google (Trackback http://pleaseenjoy.com/) zeigt in diesem Video am Beispiel des good old "Browsers", wie weit der Großteil der Menschen wirklich mit der Netz-Fachsprache vertraut ist:

Da offensichtlich die wenigsten Menschen wissen, was nun eigentlich ein Browser ist (noch weniger, was Google Chrome ist), stellt sich die Frage, ob die frommen Wünsche von Eric Schmidt sich erfüllen werden. In einem Interview mit bloomsberg.tv meinte er nämlich, auf die Frage, wie viele Menschen das neuen Betriebssystem Google Chrome OS verwenden werden:

We don’t have numbers, we know it will be millions.

Abermals bleibt nur zu sagen: Man darf gespannt sein.

Endlich sagt mal einer, Twitter sei vollkommen überbewertet

David Golumbia ist ein Ketzer. Ein Abtrünniger, der im Mittelalter leicht hätte auf dem Scheiterhaufen landen können bei so viel Devianz von der Mainstream Meinung - näher betrachtet hat sein Kommentar zur Rolle des Microblogging-Vögelchens im Iran-Konflikt aber durchwegs was für sich:

Ich bezweifle, dass Twitters Wirkung für die Proteste wirklich so großartig war, wie viele Leute das gerne hätten. Vielleicht handelt es sich einfach nur um Werbung für Twitter.

Der Kulturkritiker und Programmierer bezeichnet sich selbst als "von marxistischen Denkweisen beeinflusst" und wirft der Netzgeneration allzu starke Technikverliebtheit, die den Fokus aufs Wesentliche verstelle, vor:

Genau genommen hat der starke Fokus auf den technischen Aspekt die ernsthafte Debatte über das, was wirklich geschieht, sogar gestört. Die Technik-Fans glauben, dass man soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen kann. Nur die allerwenigsten beschäftigen sich allerdings mit den komplexen sozialen Problemen, für deren Lösung man neue Ideen benötigt.

Den Rest des äußerst lesenswerten Interviews, das Johannes Boie mit David Golumbia geführt hat, gibt's in der Süddeutschen.

6 Lifestream-Lösungen

Ein sogenannten "Lifestream" fasst die übers Social Web verstreuten Kommentare, Uploads, Likes etc. eines User an zentraler Stelle zusammen - ich verwende dafür das Lifestream-Plugin von iBegin, das den Feed in der rechten Spalte auf der Startseite generiert und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden - allerdings benötigt man dazu eine WordPress-Installation als Host. The Next Web stellt in einem lesenswerten Beitrag sechs verschiedene Lösungen - vom Full-Service Provider bis zum Self-Hosted-CMS - vor, bei denen jeder fündig werden sollte.

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen?

Thomas Knüwer wäre bei einer Vodafone-Pressekonferenz gegen seinen Willen beinahe erleuchtet worden, als man ihm erklärte, dass zukünftig der Kunde, eine wahrer "Held des Alltags", im Mittelpunkt stehen werde. Ein Musterbeispiel an Buzzword-Dropping und Pressekonferenz How-Not-To:

Das Bild, das sich bot, war erschreckend. Denn die Veranstaltung war in einem Anfall von Tanja-Anja-Coolness in einen Truck verlegt worden, in dem als Sitzgelegenheiten rückenbeugende Hocker vorhanden waren, auf denen nun die Journalisten - weil sie ja mitschrieben - ein Bild von eifrig notierenden, devot buckelnden Schreibknechten boten.
Dies allein war schon schlimm. Noch fürchterlicher wurde es durch die nicht enden wollende Flut dümmlicher Buzzwords, mit denen die Vodafoner um sich warfen, gepaart mit Folien in einer Commodore-64-Nostalgie-Optik.

Twitter Addict?

Schon mal vom Klo aus getwittert? Nein ?! Dann sind Sie auch kein Twitter Addict! Oder doch? Sinnfreie aber lustige twitter-related Webapp der Woche: How addicted to Twitter are you?

Foto der Woche

The Punisher nennt Chris Rooker dieses großartige Foto seines VW-Busses. Antropomorphismus in Reinkultur :mrgreen: Auf FlickR gibt's auch eine zweite, weniger stark bearbeitete Version des Bildes:

vwbus Blogistan Panoptikum KW28 2009

Linzerschnittes Video der Woche

Es gibt zu wenig Katzenvideos im Internet. Denn es kann nie genug davon geben.

datadirts Video der Woche

Klappe die erste! Die subtilen Nuancierungen so mancher Jobs werden von der unwissenden Allgemeinheit nur allzu leicht unterschätzt - wie dieser Clapper zu berichten weiß:

Und damit sind wir auch schon wieder bei der letzten Kammer des dieswöchigen Shaolin-Kurses angelangt - nächste Woche, hochverehrte Leserinnen und Leser, gibt's hier auf datenschmutz nicht nur die gewohnten Tiere und Artisten, sondern auch Gewinnspiel-Sensationen im Doppelpack. Einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Twitter und der Follow-Friday

Immer wieder Freitags tauchen zunehmen mehr Tweets mit dem mysteriösen Hash-Tag #followfriday in den Timelines ahnungsloser Twitter-User auf. Aber keine Angst: es handelt sich mitnichten um eine internationale Interessensvertretung von Wochenende-Stalkern. Begonnen hat die ganze Sache mit diesem simplen Tweet von @micah am 16. Jänner diesen Jahres:

followfriday Twitter und der Follow Friday

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Digitalks sucht Evangelisten

digitalks Digitalks sucht EvangelistenOder genauer gesagt "Ambassadore", wie Meral schreibt. Ziel und Zweck der viralen Marketing-Aktion für die gute Sache ist den doch recht überschaubaren Kreis der verdächtig unüblichen Protagonisten zu erweitern und Interessanten aus dem näheren und weiteren Umfeld zur Teilnahme zu motivieren. Quasi "Ein Tweet sie zu motivieren, sie alle zu finden, ins MuQa zu treiben und ein Weilchen zu binden". Oder, wenig Tolkien'est ausgedrückt:

Wenn ihr als Blogger, Twitterer oder heavy user von "social media" nach wie vor bei Digitalks Veranstaltungen teilnehmen und eure Erfahrungen einbringen möchtet, dann lade ich euch ein "Digitalks Ambassador" zu werden.

Schließlich lautet die Mission der geselligen Vortragsrunden, Einsteiger und Experten zu vernetzen. Wer also über Digitalks twittert, bloggt, Empfehlungen an Freunde ausspricht und/oder Themen und Referenten vorschlägt, wird auf der Ambassadoren-Liste eingetragen. Außerdem gibt's eine neue "Soft-Speed-Dating"-Regel:

Falls du bei Digitalks Veranstaltungen teilnehmen willst, bringe immer ein neues Gesicht mit (eine Person, die nicht zu den Insidern gehört), das ist wichtig, nur so können wir neue Kreise erschließen.

Bin gespannt, ob Digitalks noch lange in der üblichen MuQa-Location stattfinden wird: die letzten Veranstaltungen waren ja immer bis auf den letzten Platz besetzt. Bei diesem stark steigenden Interesse a Social Media könnte es sein, dass Meral demnächst in die Halle E übersiedeln muss :mrgreen: Wer bei der Aktion mitmachen möchte, sagt im zugehörigen Blogbeitrag Bescheid.

Eine gute Gelegenheit, die nächste Veranstaltung anzukündigen: am 21. April geht's um das Thema Twitter & Co. - Was ist Microblogging?. Die Teilnehmerzahl ist auf 70 Personen beschränkt, die Anmeldung beginnt am 21. März. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, an diesem Abend einen kurzen Vortrag über die Nutzung von Twitter im Marketing-Kontext zu halten. Wird ein turbulenter Tag - denn direkt vorher bin ich beim 2. Tag der Identiat09-Konferenz am Kahlenberg.

MrTweet: Twitter Mash-Up mit Marketing-Mehrwert

mtbanner MrTweet: Twitter Mash Up mit Marketing MehrwertWie a/symmetrisch Twitter eingesetzt wird (Stichwort: Auto-Follow) entscheidet jeder User selbst. Früher oder später kommen Power-User aber unweigerlich an den Punkt, wo sie sich fragen, wie man abseits von quantitativem Follower-Farming die wirklich interessanten Microblogger findet. Das im Tweetdeck-Client eingebaute Stichwort-Scanning ist eine Möglichkeit, die allerdings gewaltig viele API-Requests und Zeit verschlingt. Eleganter und meiner Erfahrung auch wesentlich zielgenauer funktioniert's mit dem persönlichen Micro-Blogging Butler Mr. Tweet, denn "Suggestions" den von Twitter selbst angebotenen Mechanismen weit überlegen sind.

Zuerst folgt man dem fleißigen Bot, anschließend kann man seine Dienste nutzen - die im Wesentlichen im Vorschlagen neuer Followers bestehen. Die stellt Mr. Tweet äußerst übersichtlich anhand einiger aussagekräftiger Kennzahlen wie Reply-Rate, Tweeting-Häufigkeit etc. dar. Außerdem empfiehlt die Seite, der man allerdings das eigene Twitter-Login anvertrauen muss, auf Wunsch geeignete Followers. Das Matching funktioniert dabei erstaunlich gut und sorgt derzeit für beträchtliche Popularität des Microblogging-Butlers in der englischsprachige Twittosphäre. Zusätzlich kombinieren die Betreiber ihr System mit einem gut durchdachten Recommendation-System und veröffentlichen immer wieder mal sehr lesenswerte Twitter-Tutorials am zugehörigen Blog.

mrtweet MrTweet: Twitter Mash Up mit Marketing Mehrwert
Die Mr. Tweet Profilpage

User können andere um Empfehlungen bitten bzw. selbst welche austeilen - und zwar mit Begründung. Da man sich für die "because"-Abteilung auch was einfallen lassen muss, erfährt man durch Mr. Tweet nette Details über die eigenen Kontakte. Zwar gehe ich davon aus, dass die ReTweet-Rate für die Twitter-Suche mittelfristig das Äquivalent zu Backlinks für den Google-Index darstellen wird, trotzdem gefällt mir die Idee, einen zusätzlichen Recommendation-Layer einzuziehen. Empfohlen wird natürlich via Tweet - selbiges beginnt mit dem HashTag MrTweet und hat die Form:

#MrTweet I recommend @Username because... [Begründung]

Das kann dann in der Praxis beispielsweise so aussehen:

#MrTweet I recommend @MountainDan because he's Vimeo's (next) Stephen Spielberg!
#MrTweet I recommend @sugarmelon because Dieter is my favorite Singstar partner (and I rarely do singstar!)

Gute Sache, ich werde für die nächsten zwei Wochen pro Tag einen meiner Lieblings-Twitterer empfehlen (und habe gestern von @cycus und @MountainDan schon meine ersten beiden Rec's erhalten). Die ersten 10 #MrTweet-Tweets sind bereits vorgeschrieben, glücklicherweise kann man mit der Pro-Version TweetLater auch Antworten und Direct-Messages beliebig vorplanen - imho ein echtes Killer-Feature, das die 20 Dollar pro Monat locker rechtfertigt.

Recommendation-Love? Stammgäste dieses Blogs kennen meine Meinung zum Thema Reziprozität eingehend - selbstverständlich schreibe ich gerne eine Recommendation für jede Userin und jeden User, die oder der mich bei MrTweet empfiehlt.

datenschmutz via Twitter: Hier postet der Frosch-Bot

ds via twitterAuf meinem persönlichen Twitterprofil @datadirt twittere ich auf englisch, außerdem halte ich recht wenig von der Vermischung von Auto-Posting und Human Account. Aus diesem Grund habe ich nun mit einiger Verspätung ein eigenes Twitter-Konto für den datenschmutz-Feed eingerichtet. Sprich: sobald ein neues Posting online geht, schickt der datenschmutz Frosch-Bot ein Tweet über den Account @datenschmutzrss raus.

Natürlich ist der Account (ebenso wie mein persönlicher) auf Auto-Follow eingestellt. Wer die aktuellen Postings also gern via Microblogging abonnieren möchte und einen Follower dazubekommen will, die oder der folge meinem fleißigen Frosch-Bot - in diesem Kontext möchte ich auch nochmal auf die Twitter Auto-Follow Accounts Liste auf datadirt verweisen, die stetig wächst. :mrgreen:

datenschmutzrss auf Twitter

Möglich wird das erwähnte Auto-Posting durch den erwähnten Frosch-Bog, der das Plug-In Twitter Tools von Alex King benutzt, welches eine saubere 2-Weg Integration implementiert: man kann sowohl Posting-Ankündigungen raus jagen als auch die eigenen Tweets am Blog darstellen falls gewünscht. Ebenfalls sehr zu empfehlen: Twitterbacks.com, denn dort findet man zeitsparende Photoshop-Vorlagen für den persönlichen Twitter-Hintergrund.

Twestival Wien: Morgigentags im WerkzeugH!

12. Februar 2009
18:00bis23:00

twestival Twestival Wien: Morgigentags im WerkzeugH!Twitterer sind, das wissen wir von diversen Barcamps, Grillereien und Microblogging-Mittwochen, gesellige Leutchen, und so kann man nur hoffen, dass die Wiener Crowd recht zahlreich erscheint. Denn der lokale Ableger der weltweiten Charity Aktion lässt sich am besten in den Worten des Organisators erklären: Tweet. Meet. Give. Und beim Treffen für den guten Zweck reinen Wassers schmeckt das Bierchen gleich doppelt so fresh. Oder ausführlicher:

On 12 February 2009 175+ cities around the world will be hosting Twestivals which bring together Twitter communities for an evening of fun and to raise money and awareness for charity: water.

Im September 2008 entstand die Idee, seit diesem Zeitpunkt werkeln hinter den Kulissen unzählige Freiwillige - mehr Hintergrundinfos bietet die offizielle Homepage. Wer in Wien lebt, ist in punkto Leitungswasser ganz besonders verwöhnt. Da vergisst man schnell mal, dass immer noch 1,1 Milliarden Menschen weltweit kein sauberes Wasser zur Verfügung steht, was wiederum den Hauptgrund für Seuchen und Epidemien in den betroffenen Gebieten darstellt. Es geht am 12. Februar also nicht nur darum, Spendengelder einzusammeln, mit denen nachhaltige Trinkwasser-Lösungen finanziert werden sollen, sondern auch um Awareness für ein dringendes Problem.

Am Twestival Wien Blog kann man direkt Spenden, die am Donnerstag freiwillig zu erwerbenden Eintrittskarten kosten 5 Euros. Sämtliche Einnahmen gehen zu 100% an Hilfsorganisationen, die sich um den Brunnenbau kümmern. Ab $4.000 ist eine "Brunnenpatenschaft" drin:

Twestival cities might consider setting a goal to raise enough money from their event to fund a well project in a developing country, starting at $4,000 USD.

Selbstverständlich werden alle Events live im Netz gestreamt, @MountainDan wird für Techfluff live aus Wien berichten und den einen oder anderen Besucher interviewen. Aber keine Angst: Dan ist New Yorker, er spricht zwar gut deutsch, aber feine Bosheiten und gemeine Fragen muss niemand fürchten :mrgreen: Stattdessen wird DJ Smartula einen sauber gewaschenen musikalischen Klangteppich quer durch's WerkzeugH verlegen, außerdem werden ein Nintendo Wii sowie eine Logitech Boombox unter der spendenwilligen Besucherschar verlost. Loki freut sich auch schon aufs Twitter Get-Together: man sieht sich am Donnerstag!

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TweetLater: Neues Approval-System statt Auto-Follow

tllogo TweetLater: Neues Approval System statt Auto FollowTweetLater ist gebenedeit unter den Twitter Mash-Ups: Multi-Accountverwaltung samt beliebig viel vorprogrammierbarer Tweets, Statistik-Updates via E-Mail und eine durchdachte Auto-Follow Funktion gibt's völlig umsonst. Hat man sich erst mal an die durchaus eigenwillige Usability gewöhnt, möchte man TweetLater nicht mehr missen. Aber auch ein gutes Service kann noch besser werden: seit heute bietet TweetLater vorsichtigen Usern einen perfekten Kompromiss zwischen dem zeitsparenden Auto-Follow einerseits und der händischen Sichtung neuer Followers andererseits.

Ich habe nie einen Hehl draus gemacht, dass ich Twitter für eine Two-Way-Road halte und folge daher grundsätzlich jedem Account, der mir auf Twitter folgt. Auto-Follow Services automatisieren diesen Prozess, allerdings tritt das Problem auf, dass man immer wieder mal Spam-Bots und anderen unerwünschten Accounts folgt. TweetLater bietet nun eine praktische Übersichtsseite, auf der man zeitsparend einen raschen Blick auf neue Tweet-Friends werfen kann, bevor man die Follow-Love spreadet. Im Detail funktioniert das so:

In keeping with TweetLater's mission to provide Twitter productivity tools, I have added a feature where you can still configure your Twitter account for auto-follow and/or auto-welcome, but that allows you to manually vet new followers before your desired actions are executed.
TweetLater keeps a new follower on hold for 72 hours so that you can log in to TweetLater and tell us what you want to do. If you don't log in and record your decision within 72 hours, TweetLater will go ahead and apply your selected automation options. This is done so that new followers don't pile up and you having to wade through hundreds of approval pages if there's a period of time that you cannot do the manual vetting.
You have three options with each follower, namely: a) approve, b) ignore, or c) block.

Erfolgt nach den besagten 72 Stunde keine Sichtung, wird also die Standard-Aktion ausgeführt. Bestehende User müssen sich in TweetLater einloggen, beim betreffenden Account auf den "Automate"-Button klicken und am folgenden Screen die Checkbox bei "Vet new Followers" anhaken. Anschließend zeigt die gleichnamige neue Seite (zugänglich nach Klick auf "Main" im Hauptmenü) sämtliche neuen Fans für alle eingetragenen Accounts übersichtlich in Listenform an:

tlvetnew TweetLater: Neues Approval System statt Auto Follow

Ich hab das Approval nicht aktiviert, stattdessen entrümple ich immer wieder mal meine eigenen "followed Accounts"; aber selbst das ist dank des recht zuverlässig funktionierenden Auto-Unfollow Features von Socialtoo.com kaum mehr erforderlich - übrigens ein Feature, das ich bei TweetLater noch vermisse.

Mehr Followers kriegen: die Twitter Auto-Follow-Liste

Update: Twitter hat sich in den letzten 12 Monaten stark verändert - aufgrund der Anzahl der Spam-Accounts macht die Twitter Auto-Follow Liste, die eine Zeit lang ziemlich gut funktioniert hat, keinen Sinn mehr. Ein ausführlicheres Statement dazu gibt's auf datadirt.


twitting Mehr Followers kriegen: die Twitter Auto Follow ListeHeute habe ich auf datadirt ein kleines Experiment gestartet: analog zu den bekannten und beliebten dofollow-Blog Listen habe ich eine Aufstellung von Twitter-Auto-Follow Accounts begonnen. Bekanntlich kann man mittels Services wie Tweetlater und anderen Mash-Ups den eigenen Twitter-Account so konfigurieren, dass man jedem neuen Follower automatisch zurückfolgt. Die Liste wird ausschließlich solche Autofollow-Accounts umfassen inklusive jeweils drei Tags zur groben thematischen Einordnung - wichtig für gezielte Nischenarbeit. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW46 2008

Blogistan-PanoptikumIn punkto Community-Building-Speed ist Twitter der Schnell-Durchlauf-Erhitzer unter den Social Networks. Privatpersonen schätzen das Vögelchen als flexiblen semi-privaten Kommunikationskanal, Marketing-Pros freuen sich über den hervorragenden Traffic. Und ich? Ich freue mich über 1000+ Followers seit gestern, special thanks an alle Re-Tweeter! Twitter-Conversions sind derzeit sowas wie die Sahne auf dem Affiliate-Kuchen, und dementsprechend nimmt auch der Spam-Missbrauch zu. Im nächsten Podcast werde ich einige Tipps geben, wie man Twitter AGB-konform als Marketing-Tool einsetzen kann und wo die Stärken des Microblogging-Dienstes liegen. Und wo ich gerade dabei: endlich gab's heute mal wieder eine der sehnlich vermissten Downtimes des Failwhales :mrgeen: Aber genug nach vorne geblickt - was hat sich in den vergangenen sieben Tagen im Web 2.0 getan?

Crowdsourcing: kollektives Artikulieren

Seth Godins Blog ist ein Must Read - wie kaum ein anderer versteht es der Amerikaner, das Wesentliche kurz und pointiert zusammenzufassen. In einem aktuellen Posting schreibt er über Internet und The Power of Movement:

Simple example: the Starbucks in Larchmont, NY keeps their thermostat at 64 degrees. And the stores in Breckenridge, Colorado keep their doors wide open all winter. If you're raging mad about energy waste, you could say something. And nothing would happen. But if customers organized and ten people said something or a hundred people said something... boom, new rules. The system doesn't know what to do with a movement.

Was macht eigentlich... die Finanzkrise?

Nun, sie ist in vollem Effekt, kann man mit Fug und Recht behaupten: die EU befindet sich zum ersten Mal seit ihrer Gründung in einer Rezessionsphase, wie Telepolis berichtet:

Das europäische Statistikamt Eurostat meldete in einer Schnellschätzung einen Rückgang von 0,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) im dritten Quartal 2008, das auf einen ebenfalls 0,2 prozentigen Rückgang im zweiten Quartal folgte. Für die größere EU27-Zone ermittelte Eurostat den gleichen Rückgang.

Zugleichen fallen die Börsen jeden Tag um weitere 2 bis 5 Prozent und die Liquiditätskrise der Banken, an der die staatlichen Zuschüsse weit weniger geändert haben als erhofft. In Deutschland stieg die Quote der bei der Nationalbank von Privatbanken "geparkten" Gelder, Kreditvergaben geschehen weiterhin sehr zögerlich und die Krise beginnt, auf die Automobilindustrie überzugreifen: es ist kein Zufall, dass Dacia zu den wenigen Firmen gehört, die derzeit Gewinne einfahren können. Der Medienbranche stehen aufgrund drastisch schrumpfender Werbebudgets gravierende Umbauten bevor. Früh dran ist die Süddeutsche Zeitung, die sich aufgrund der schwierigen Situation eine drastische Sparkur verordnen muss. Auf mittelfristige Sicht bedeutet dies eine Umschichtung zu Online-Budgets, allerdings wird das Interesse an Display-Kampagnen nachlassen: ich denke, dass die wirtschaftlichen Probleme in Europa Performance-Based Marketing zum Durchbruch verhelfen werden. Und: bevor es wieder aufwärts geht, geht's noch ein ganzes Stück weiter abwärts.

Der kluge Mann plant vor

Tweets aus dem Jenseits? Kein Problem mit Twuffer - auch als virtuelle "Urlaubsvertretung" könnte das Tool nützliche Dienste leisten. Der Funktionsumfang ist schnell erklärt: einloggen, Tweets schreiben, Veröffentlichungs-Datum auswählen: wer also regelmäßige Gewohnheiten pflegt, kann ohne weiteres seine Statusmeldungen für die nähere und fernere Zukunft vorbereiten. Und weil man diverse Social-Status-Updates in anderen Networks via Twitter bespielen kann, ließe sich so ein recht aktiver Ghost-in-the-Machine konstruieren - tja, Live-Blogging war gestern, ab sofort wird vorgeplant :mrgreen: [via Blogpiloten]

SEO-News der Woche

Animierte Gifs leben! Gerald hat mit Liebe zum Detail eine echte Google-Penalty animiert in Szene gesetzt, der SEOnaut dagegen konzentriert sich beim aktuellen Radio4SEO Podcast naturgemäß auf auditive Information - unter anderem über das Thema Universal Search, das mysteriöse Halloween Update und die Ergebnisse aktueller Eyetracking-Studien. Wem der Sinn mehr nach Buchstaben steht, der könnte auch zu Mario Fischers Standardwerk "Website Boosting" greifen, das nun in einer stark erweiterten Neuauflage erschienen ist. [via Torsen Maue] Und weil man nie genug Informationen berücksichtigen kann, empfiehlt sich auch noch ein Blick auf Reiffix' Liste von 10 kostenlosen SEO-Büchern: damit geht der Lesestoff nicht so schnell aus.

Göögle lässt diggen

Ayudo hat sie gesehen, die neuen Digg-artigen Buttons auf den SERP-Pages:

Google experimentiert scheinbar wieder mit Digg-ähnlichen Funktionalitäten. Auf einmal sieht man Promote/Remove/Comment Buttons in den SERPs. Scheinbar wird das nur für einen geringe %-Zahl der User ausgeliefert um ein A/B Testing zu ermöglichen. [...]
Der Footer wurde auch verändert. Es ist hier scheinbar jetzt möglich Webseiten vorzuschlagen die man in den Top10 sehen möchte. Zudem kann man dort "SearchWiki" Notes hinterlegen. Spannende Geschichte... Plant Google ein Suche-Wiki im großen Stil?

Nix Genaues weiß man nicht - Big G ist bekanntlich nicht sonderlich auskunftsfreudig, allerdings frage ich mich, ob die so gesammelten Daten in den "allgemeinen" Index einfließen werden, oder ob Google die Bewertungen für individuelle Index-Anpassungen eingeloggter User verwendet. Dass das System große Auswirkungen auf SEO-Tätigkeiten hat, kann ich mir nicht vorstellen: gegen Missbrauch wird Google vermutlich ausreichende Schwellen einziehen, und das Gros der User wird aufs Suchergebnis klicken und nicht auf die Bewertung.

AdSense Werbung via TKP-Abrechnung

Ja, das geht - Millionär wird man damit nicht unbedingt, aber wer einen entsprechenden Channel anlegt, tut gut daran, die Optimierungstipps von Allblogs zu beachten: aussagekräftige Informationen über die Seite, auf der gebucht werden soll, sind nun mal die halbe Miete. Und branding-technisch ist der Longtail alles andere als erschlossen.

Video der Woche

Fallout gehört zu den meist-erwarteten Single-Player Rollenspielen der letzten Jahre. Trotz ungebrochenem WoW-Boom und dem letzte Woche veröffentlichten Add-On "Wrath of the Lich King" sind die guten alten Einzelspieler-Games keineswegs ausgestorben. Während die meisten Gamestudios ihre Helden in Fantasywelten gegen Orks und Drachen kämpfen lassen, zeichnete sich die Fallout-Reihe von Beginn an durch ein schwer satirisches, retro-futuristisches Setting aus: die postnukleare Welt befindet sich in deprimierendem Zustand. Zwischen mutierten Riesenkakerlaken und ärmlichen Siedlungen erkundet der Spieler die Welt. Die beiden Computerspiel-Journalisten-Doyens Lenhardt und Langer haben ein ausführliches Test-Video ihrer "1. Fallout 3 Stunde" aufgenommen - gelungenes Format und offenbar gelungenes Spiel. Da wird mir wohl nix anders übrig bleiben, als am Wiederaufbau der Zivilisation mitzuarbeiten. [via Locoloki]:

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Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit dem Rückblicken - ich wünsche einen herbstlich-beschwing-entspannten Wochenausklang, wir lesen uns am Montag.

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Twitterless: Pro-Tool für Social Marketeers

twitterless 1224163625 Twitterless: Pro Tool für Social Marketeers Twitter fehlen zwei ganz wesentliche Features: erstens kann man keine Gruppen-Feeds erstellen und zweitens bietet die Seite nirgendwo Statistiken über die eigenen Followers an. Auf die Gruppen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, das zweite Problem hat Twitterless elegant gelöst: der Service versorgt Pro-Tweeter und interessierte Laien mit enorm hilfreichen Zusatzinfos.

Wer die Übersicht über Unfollows und den zeitlichen Verlauf seiner "Fanbase" behalten möchte, wird auf twitterless nach kurzer Zeit nicht mehr verzichten wollen:

Twitterless will notify you when somebody stops following you and tell you who it is and your follower history is graphed out over time. Find out why you're losing or gaining followers.

Die Unfollow-Infos kommen als direct tweet, auf Twitterless selbst werden hochinteressante Zusatzfeatures angeboten: man kann die eigenen Followers nach Keywords filtern bzw. deren Posts durchsuchen - unglaublich hilfreich sowohl für die Jedi Knights als auch Sith Lords. Wer immer schon mal wissen wollte, wo seine Kontakte (vorgeblich) ihren festen Wohnsitz haben, wirft einen Blick auf das Google-Map Mash-Up.

Auch an Faule (und Twitter-User mit sehr vielen Followers) hat Twitterless gedacht: das den Regeln der Web 2.0 Höflichkeit entsprechende Follow-Back lässt sich anhand verschiedener Kriterien automatisieren:

Twitterless also provides mechanisms to auto-follow or auto-block users based on criteria you specify. Stop spammers and build your friends list without putting in any effort of your own.

Eher ein nettes Gimmick ist die Zusatzfunktion, direkt aus der Firefox-Adressezeile heraus zu tweeten - ich bevorzuge da ohnehin Twhirl am PC und TinyTwitter unter Windows Mobile.

Wie komm ich zu meinem Twitterless-Account?

tless 1224163662 Twitterless: Pro Tool für Social Marketeers Selbstverständlich befindet sich der Service in der Betaphase. Für die Registrierung ist also ein heiliger Beta-Code erforderlich. Um den zu erlangen, muss man reinen Herzens sein, einen Drachen besiegen und dessen Eingeweide unter einer dreijährigen Fichte vergraben. Die erste Taube, die man anschließend mit einer magischen Steinschleuder erlegt, hat den Code im Schnabel. Die weniger spektakuläre Möglichkeit wäre, tless auf Twitter followen und ein wenig Geduld aufbringen - mein Code traf nach eineinhalb Tagen ein. Für die nächsten Wochen und Monaten haben die Betreiber außerdem zusätzliche Features angekündigt: wenn da noch so etwas wie eine "Gruppenverwaltung" mit eigenen Tweet-Feeds dazukommt, dann wär Twitterless in der Tat die wollmilchfressende Eiersau. Mit oder ohne Tauben-Abschuss.

Blogistan Panoptikum KW37 2008

illu kro 1222020146 Blogistan Panoptikum KW37 2008Kaum zu glauben, dass ich letzte Woche noch in Pula war - 10 Grad statt 33, herbstliche Trostlosigkeit und Dauerregen statt Wasserspritzern und Salz auf unserer Haut... ich kann's schon jetzt kaum erwarten, im Mai wieder nach Kroatien zu fahren. Westösterreich ist zwar auch nicht schlecht (obwohl mich das Heiligenbluter Glocknerlamm-Fest heute wirklich nicht vom Hocker gerissen hat), aber eine Bachforelle ist bloß ein schwacher Ersatz für frischen Branzino. Doch genug gejammert, wenden wir uns dem Wochengeschehen zu!

Herzliche Gratulation an Soup.io und Tripwolf: die beiden österreichischen Start-Ups haben es ins Finale des Seedcamp geschafft! Da kann nur hoffen, dass die Financiers des Seedcamp nicht mit den Lehmann Brothers in geschäftlicher Beziehung standen :mrgreen:

SEO-News der Woche

Wenig überraschend dominierte das Thema OMD, die ich leider urlaubsbedingt auslassen musste. Der Iceblog lobt das Networking und kritisiert die sanitären Anlagen, Scuhmaschinen News war vom Kontaktknüpfen ebenfalls mehr angetan als von der Organisation. Andreas Roth findet den SEOnaut undankbar, Baynado traf alte virtuelle Bekannte, SEOMaxx hat ein paar Pix von freshen Messehostessen und Florian Stelzner hat einen ausführlichen dreiteiligen Review geschrieben - falls die OMD nächstes Jahr nochmal stattfindet, bin ich auf jeden Fall dabei.

Eigener Blog auf SEOigg: SEOigg ist sowieso mein deutschsprachiges Lieblings-News-Portal, und diese Woche kündigte Mario an, dass er auf Anfrage Bloghosting auf der Domain zur Verfügung stellt:

Wer also Interesse daran hat, kann dieses entweder per Mail bei mir bekunden oder aber auch in den Kommentaren schreiben. [...] Wer jetzt gleich die $$$ Zeichen in den Augen hat und hier Kredite ohne Schufa oder ein Tagesgeldkonto verkaufen möchte, den muss ich leider enttäuschen. Die Blogs sollten sich natürlich mit dem Thema SEO oder Onlinemarketing beschäftigen und werden regelmäßig überprüft.

Selbsterhaltung: Martin Waiss hat einen sehr lesenswerten Beitrag über zirkuläre Strukturen in der Blogosphäre verfasst - Ketzer-Alarm! :mrgreen:

Das zeigt uns m.E. nach einmal mehr, dass die gesamte Blogosphäre ein "Sich-selbst-tragendes-Medium" ist, das ohne die unerschöpfliche Kernaktivität der Beteiligten und Involvierten selbst praktisch KEINEM fehlen würde, was man nach wie vor sehr gut daran sieht, wie viele "Enduser / Normalosurfer" mit dem Begriff “Blog / Bloggen” auch wirklich was anfangen können …

Googles Gaudi: Es war nur eine Frage der Zeit, bis Google beginnt, Audio-Inhalte zu indizieren. Das neueste Produkt aus den Labs nennt sich Gaudi und will durch Audio-to-Text Funktion Videos und Sprachaufzeichnungen durchsuchbar machen. [via SEO-Handbuch.de]

Twitter-News der Woche

Dass Twitter eine feine Quelle für organischen High-Conversion Traffic ist, wissen heavy user des beliebtesten aller Microblogging-Services schon längst. Schlüssel zum Erfolg ist im Fall des munter zwitschernden Vögelchens die Zahl der Follower, und genau aus diesem Grund werden reine Marketing-Accounts niemals funktionieren. Wer Twitter erfolgreich im Web 2.0 Marketingmix einsetzen möchte, sollte sich tunlichst *vorher* überlegen, was er all den Lurkern Konsumenten da draußen eigentlich erzählen möchte. Eine smarte Hilfestellung für effizientes Power-Twittering ist Twitterless, ein Statistik-Service zum genauen Tracken der eigenen Followers. Alleinstellungsmerkmal: Twitterless gibt Laut, sobald ein eigener Follower sich verabschiedet - ein Feature, das man bislang schmerzlich vermisste. Kann also nicht mehr lange dauern, bis wir die ersten Kreuz-Korrelationen zwischen Tweet-Inhalt und Penetranzfaktor präsentiert bekommen. Twitterless steckt derzeit in der Betaphase, wer einen Key möchte, musst dem zugehörigen Twitter-User tless - erraten: followen.

Wort der Woche: serienmonogam

Danke, Kleine Zeitung vom 21. September: im Beitrag "Die Ehe an sich macht nicht glücklich" bin ich auf das Wort der Woche gestoßen: serienmonogam. s-e-r-i-e-n-m-o-n-o-g-a-m! Gemeint ist damit der sexuelle Treuemodus von nicht-enthaltsam One-Night-Ständern: wer keine zweimal knallt den Austausch von Körperflüssigkeiten auf unique Events beschränkt und/oder statt zu heiraten die fixe Freundin immer dann auswechselt, wenn Langweile droht, der oder die lebt serienmonogam. Mindestens so erschütternd: der gemeine Durchschnittsmann starrt täglich 16 Minuten lang (fremden) Frauen hinterher und bewältigt in dieser Zeitspanne schmutzige Fantasien mit 8 verschiedenen Gespielinnen. Dafür investiert er insgesamt 6 Monate seines Lebens, Frauen dagegen stieren laut Statistik, obwohl sie zwei bis drei Jährchen länger leben, insgesamt gerade mal 4 Wochen lang den Objekten ihrer unanständigen Begierden nach.

Video der Woche

Der neueste Commoncraft-Spot entmystifziert das us-amerikanische Wahlsystem: äußerst praktisch für alle, die mit minimalem Bildungsaufwand qualifiziert bei der Obama-vs.-McCain Debatte mitschnaken möchten! [via Max]

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Das war's auch schon wieder - somit bleibt mir nur mehr, der hochverehrten Leserschaften einen unvorstellbar entspannten Restsonntag zu wünschen: wir lesen uns am Montag!

Blogvorstellung: Twitter-Log.de

twitter-logSeite berichtet über aktuelle Zusatzservices rund um den beliebtesten aller Microblogging-Anbieter (aktuell z.B. Tweetparty und Summize), aber auch über diverse Kuriositäten, aktuelle Trends und technische Probleme der perma-überlasteten Infrastruktur. Kurz gesagt: es gibt viel zu berichten und jeder Fan des 140-Zeichen Kults sollte die Seite in seinen RSS-Reader aufnehmen. Ich hab mit Metty ein kurzes ICQ-Interview zu seiner neuen Seite geführt:

datenschmutz: In den letzten Monaten hat Twitter auch im deutschsprachigen Raum einen enormen Popularitätsschub erlebt. Warum sind deiner Meinung Micro-Formate so populär?

Metty: Warum das im Allgemeinen so populär geworden ist kann ich nicht beantworten, ich kann nur für mich sprechen. Twitter habe ich vor ca. einem Jahr erstmals getestet aber ich bin absolut nicht damit warm geworden. Mittlerweile hat sich das geändert, second chance, und ich bin zum Fanboy geworden. Wirklich sinnlos ist es nicht, aber den Sinn kann man nicht erklären. Die Aktuelle Stunde hat es mal auf den Punkt gebracht, muss es einen Sinn ergeben solange Leute daran Spaß haben?
Es ist die Schnittmenge aus kurzem Mitteilungsbedürfnis, Voyeurismus, Interesse an neuen Trends, oder einfach nur der daily-hippe heiße Scheiß. In Summe eine Mischung aus IRC, Newsreader und Messenger.

?: Warum hast du das Twitter-Log begonnen? Liegt der Schwerpunkt eher auf technischen oder inhaltlichen Aspekten?

!: Mir ist aufgefallen das viele in ihren Blogs vermehrt nur noch über Twitter schreiben oder die Blogposts fast ausschließlich aus den gesammelten Tweets bestehen. Auch bei mir waren Ansätze erkennbar, da ich das jedoch nicht wollte musste ein eigenes Blog dafür her. Twitter biete einfach zu oft zu Interessantes das es einfach im Byte-Nirwana verschwindet.
Ich versuche auf Twitter-Log die Trends der Twittosphäre zu erfassen, wobei mein Augenmerk eher auf dem inhaltlichen als auf dem technischen Aspekt liegt. Klar, technisches gibt es auch, z.B. Tools rund um Twitter, aber dann doch eher vom Nutzen betrachtet als auf die technische Realisation.

?: Wer sollte das Twitter-Log lesen?

!: Jeder ;-) Naja Jeder mit einem Herz für Twitter und den Fail-Whale!

tweetparty: Rudeltwittern leicht gemacht

tweetpartylogo 1216816546 tweetparty: Rudeltwittern leicht gemachtTwitter verfügt zwar über die Follow-/Unfollow-Funktion, bei einer großen Anzahl von "Froinden" vermisst man schnell eine zusätzliche Gruppenfunktionalität, um beispielsweise allen Followers, die Otto heißen, gleichzeitig zum Namenstag zu gratulieren. Dazu loggt man sich mit dem eigenen Twitter-Konto ein, worauf die Applikation die Freundesliste synchronisiert.

Anschließend kann man neue Gruppen anlegen und mit dem Link "Manage" bequem via drag-and-drop neue Members einfügen. Sobald man den Twitter-User tweetparty zu den eigenen Freuden hinzugefügt hat, lässt sich die Gruppenfunktionalität ganz simpel direkt aus Twitter bzw. Clients wie twhirl heraus nutzen:

How do you send a message to a group?
In order to send a group a message send a direct message to your friend tweetparty on twitter with what you would like the message to say. For example:

#roommates Rent cheques are due in a few days.

This will send the message Rent cheques are due in a few days to all members of the group roommates. Make sure put the # before the group name.

tweetparty verwendet also das Tagging System und leitet die Messages über die eigenen Server um: daraus resultiert, wie die FAQ erwähnt, möglicherweise eine verspätete Zustellung, da Twitter bekanntlich regelmäßig Uptime-Probleme hat und nicht umsonst auf den Kosenamen Failwhale hört.

Wer sich nicht mehr an die angelegten Gruppen erinnert, kann jederzeit ein Direct-Message folgenden Inhalts abschicken und erhält dann eine Liste seiner Gruppen:

d tweetparty #getgroups

Communities sind ja bekanntlich Stämme, und Twitter-User zerfallen schnell mal in einzelne Tribes: Heavy User werden sich daher gewiss über die neue Funktion freuen. Es gibt zwar Alternativen, die ebenfalls private Gruppen implementieren, tweetparty gefällt vor allem aufgrund der simplen Bedienung und der gut gelösten Integration. Was mich allerdings verwundert: das Back-follow erfolgt nicht automatisch... man muss sich also ein wenig gedulden, bis man die Zusatzfunktionen nutzen kann.

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