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Artikel-Schlagworte: „Twitter“

Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre Stimme

tweetwall votenow Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre StimmeDie Semi-Finals zu den Wahlen des Mr. Twitter sind gerade in vollem Gang - derzeit läuft die europäische Kontinentalausscheidung, und ich bin bei den Top 100 (derzeit Platz 73) mit dabei. Das stachelt natürlich den Sinn für Web-Vanity an, und daher bitte ich Sie, meine hochverehrten Leserinnen und Leser an dieser Stelle viel direkter als Politiker vor Wahlen um Ihre Stimme. Sie müssen nirgends hingehen, keine Wahlkarte anfordern und sich nicht einmal registrieren: einfach aufs kleine blaue Pluszeichen neben meinem Avatar klicken, und schon steigen meine Chancen auf unsterblichen Ruhm derbstens an. Man kann nicht bloß einmal, sondern alle 20 Minuten wählen - da die Competition noch 4 1/2 Tage läuft, könnten Sie - Ablenkungen wie Job und Schlaf mal beiseite - noch 324mal für mich abstimmen :mrgreen: Vielen Dank jedenfalls für Ihre Stimme: hier geht's zur Wahl (wie gesagt: Point-and-Click, keine Registrierung): Mister Twitter Europe: Continental Finals.

tweetwall vote Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre Stimme

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Wie bekommt man mehr Twitter-Follower?

twitter profile datadirt Wie bekommt man mehr Twitter Follower?Am Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: "Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers" spielt's nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.

Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war's in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse "Maintenance Tasks" (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs "Echtzeit-Tweeten".

Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern - und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.

Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)... diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird - und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.

Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.

Der eingesprungene Such-Axel

Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder - wesentlich komfortabler - die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.

Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole'schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.

Vorteil: Nichts geht über händische Selektion - das Followen lässt sich recht gut "nebenbei" beim Twittern erledigen - und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen "Aufräumen" der Followed-Liste.

Der doppelte Tweetlater-Rittberger

Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich - die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.

Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens "Follower Vetting" an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

twitter tweetlater Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor - dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.

Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt "Friend Finder". Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss - nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.

Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers - ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.

Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.

Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.

Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern - eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.

Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die "Automatic Pretty Link Creation and Posting Options": Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

ploptions Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!

Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.

Addendum: Wie komme ich eigentlich zu mehr ReTweets?

Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: "Mit interessanten Tweets!" Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen - 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann :mrgreen:

Fazit: eigene Choreographien entwerfen!

Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.

Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!

Twitter Trains: Von Follower-Käufen und Phishing-Problemen

Zwei Blondinen stehen im Wald und schauen auf den Boden: "Das sind eindeutig Hasenspuren," sagt die eine. "Nein, das sind Rehspuren," behauptet die andere steif und fest. Sie diskutieren und diskutieren, 30 Minuten später werden beide vom Zug überfahren. Twitter-Trains sind der neueste Hype im us-amerikanischen Microblogging Kosmos. Macht es Sinn, für Followers zu bezahlen? Und warum werden in letzter Zeit so viele Accounts "gehackt"? Mit der zunehmenden Popularität Twitters wird der Service nicht nur für Spammer, sondern auch für Login-Händler immer attraktiver - das Vorgehen ist dabei immer das gleiche. Dieser Beitrag will ein paar Mythen und Legenden rund um dieses kontroverse Thema aufklären.

Irgendjemand baut ein Mash-Up, das einzig und allein einen Zweck erfüllt: Twitter Log-Ins sammeln. Nach einigen Wochen oder Tagen (je nach Erfolg des Follower Virus) verschwindet die Seite meistens und alle User finden plötzlich unerwünschte Werbebotschaften in ihrem Twitter Feed. Einziges Gegenmittel: sofort das eigene Passwort ändern. Das nervt aber erstens, weil man die Änderung in der Regel erstens an diversen Stellen (Client, Mobilclient, Tweetlater etc.) nachziehen muss und der Schaden zweitens dann schon angerichtet ist.

Twitter eignet sich eben ganz hervorragend zur Verbreitung solcher "Social Viren" - die basieren einerseits auf Trust und andererseits auf der geringen Verbreitung der OAuth-Schnittstelle Twitters. Ed Wohlfahrt hat gestern ein sehr lesenswertes Posting zu diesem Thema veröffentlicht:

Über den Tweet eines BarCamp Freundes und angesehenen Österreichischen Social Media Auskenners stoße ich auf NeedFollowers.com - die Site bringt via Safari angesteuert seit neuesten eine Phishing-Warnung... Spricht ja schon mal Bände... - und bin gleich mal hin und weg. 400 neue Follower pro Tag werden mir versprochen und das Hirn setzt darauf hin gleich mal aus. Retrospektiv kann ich das nur mit den nächtlichen Werbebotschaften für Bauchtrainer oder Abnehm-Drinks vergleichen. Ohne Sport ein Waschbrettbauch, ohne Sport und Hungern Pfunde verlieren, ohne Dialog hunderte neue Twitter-Follower, einfach cooooool!

Der Auskenner bin in dem Fall ich - aber die fragliche Seite habe ich niemals verwendet, sondern die Betreiber dieser Phishing-Falle hatten meine Login-Daten von wer-weiß-wem; ich probier ja so ziemlich jedes neue Mash-Up aus und ändere mittlerweile alle sieben Tage mein Passwort am datadirt-Account.

Die fragliche Seite wird übrigens von Firefox als Phishing-Adresse erkannt. Auf diesen Mechanismus sollte man sich unbedingt verlassen und im Fall einer solchen Warnung zurecht skeptisch sein. Dabei sind diese Twitter-Trains, und darauf will ich mit diesem Posting eigentlich hinaus, je nach Twitter-Nutzungsszenario nicht grundsätzlich schlecht.

Das Prinzip der Twitter-Trains

Vor einigen Monaten kam ein schlauer amerikanischer Social-Marketer auf die Idee, ein simples Mash-Up zu programmieren: Twitter-User loggen sich ein, hinterlassen ihre Account-Daten und folgen einer "Train" von Usern. Im Gegenzug werden sie von der gleichen Anzahl an Usern zurück-gefollowed. Da ein solches System nur funktionieren kann, wenn permanent neue Users dazukommen, schicken die Betreiber beim Einloggen eine der hinlänglich bekannten "400 Followers a day" Messages über den Twitter-Feed des neuen Users raus, häufig auch wiederholt.

So weit, so unspektakulär. Richtig interessant wird's - wie bei den meisten Online-Services - aber erst mit Premium-Zugang: für eine bestimmten wöchentlichen oder monatlichen Betrag kann man via PayPal eine "VIP Membership" erwerben, die folgende Vorteile hat: VIP-User werden von allen anderen Nutzern gefollowed, müssen aber selbst niemandem folgen, außerdem verzichtet der Betreiber bei VIPs auf die lästigen Aussendungen.

Weil diese "Twitter Trains" so erfolgreich waren, schlichen sich auch rasch schwarze Schafe ein, die einfach nur ähnlich aussende Seiten, teils mit, teils vollkommen ohne Follow-Funktion bauten in der Hoffnung, billig an User-Logins zu kommen.

Was bringt es eigentlich, mehr Followers zu haben?

Gar nix oder eine ganze Menge: die Antwort auf diese Frage ist zu 100% vom eigenen Nutzungsszenario abhängig. Ich beziehe mich hier nicht auf die private Verwendung, sondern auf die Nutzung von Twitter als Marketing-Kanal: und da möchte man natürlich die eigene Botschaft möglichst weit verbreiten. Und egal, ob man auf quantitatives oder qualitatives Follower-Building setzt, die diversen Twitter Limits (maximal 20% mehr Follows als Followers ab 2k+) bringen auch für Nischen-Marketer gravierende Einschränkungen mit sich.

Im Gegensatz zu allen anderen Tools bringen VIP-Accounts bei Twitter-Trains one-way Followers, sofern man den eigenen Account nicht auf auto-follow gesetzt hat: man bekommt also nicht nur mehr Followers, sondern verbessert zugleich gravierend die Ratio Friends:Followers, eine wichtige Voraussetzung für diverse andere Twitter Marketing-Maßnahmen. Dabei gilt in erster Linie die übliche Sprachbarriere: im deutschsprachigen Microblogging-Kosmos sind Twitter-Trains so gut wie unbekannt, 99,9% der User twittern auf Englisch. Die Annahme, dass man auf solchen Mash-Ups bloß Bot-Followers bekomme, ist dagegen grundverkehrt - hier sind mehr menschliche Nutzer unterwegs als im "normalen" Twitter-Environment.

tweeterfollow Twitter Trains: Von Follower Käufen und Phishing Problemen

Eine beträchtliche Rolle spielt übrigens auch die Server-Verfügbarkeit: eine gut funktionierende Twitter-Train erzeugt eine Serverlast, unter der schon so mancher Apache zusammengebrochen ist. Wer einen englischsprachigen Twitter-Account betreibt, das ganze mal ausprobieren möchte und auf der Suche nach einem gut besuchten und stabilen Service ist, dem empfehle ich tweeterfollow.com (kein Affiliate Link :mrgreen:) - mit Ryans Twitter-Train habe ich in jeder Hinsicht sehr gute Erfahrungen gemacht.

WoW und Twitter: Wenn Orks micro-bloggen

Der Raid steht 30-Mann-hoch in irgendwelchen alten Ruinen rum, hat alle Trashmobs beseitigt und freut sich schon drauf, den Endgegner in die gar-nicht-so-ewigen virtuellen Jagdgründe zu schicken. Und als alle endlich ihre DoTs platziert haben, schreit plötzlich eine panische Stimmung: "Achtung, Failwhale von rechts!"

Twittern oder Raiden? Diese Entscheidung müssen WoW-Fans ab sofort nicht mehr treffen, denn der neue Twitter-Client Tweetcraft funktioniert in-game und bietet den Spielern neben dem WoW-Chat eine weitere Kommunikationsplattform. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gewinn die Linzertorte!

Immer wieder sieht man Kulturpessimisten Graffiti-Sprüche an Linzer Innenstadtwände malen á la "Twitter ist Nahrung fürs Hirn, aber satt werd ich davon nicht." Damit ist nun Schluss, denn Judith aka Linzerschnitte lässt dem Schokoladen-Hintergrund Taten folgen und verlost eine Original Linzertorte unter allen Followern:

linzertortemittel Gewinn die Linzertorte!

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Blogistan Panoptikum KW23 2009

In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!

Ignoriere jeden!

Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity Blogistan Panoptikum KW23 2009. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:

The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.

Twitter auswerten und analysieren

Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.

Mit Pip-Boy unterwegs in den Wastelands...

Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:

The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.

Seesmic Desktop braucht keine Luft

TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:

According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.

Jeremys Affiliate-Network Erfahrungen

Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:

Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post

Twitter wird zur Infrastruktur

Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:

So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.

Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!

Bing schlägt Yahoo

Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?

The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).

König Content entthront

Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:

Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.

Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel :-)

Foto der Woche

Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

picweekbird Blogistan Panoptikum KW23 2009

picweekwolf Blogistan Panoptikum KW23 2009

Video der Woche

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:

Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Twitter: Neue Reply-Policy stößt auf strikte Ablehnung

Das für heute geplante Feature-Update und die damit verbundene Downtime hatte Twitter schon länger angekündigt. Von einem "minor update" war die Rede, doch stattdessen hat Twitter an einer der wichtigsten Schrauben gedreht: ab sofort gibt es keine Möglichkeit mehr, Antworten von eigenen Freunden an User zu sehen, denen man selbst nicht folgt! So geschlossen habe ich die Tweeper-Community noch nie protestieren können: allerorten spricht bzw. micro-blogged man von einem EPIC TWITTER FAIL.

Bis gestern konnten man in den eigenen Settings einstellen, ob man @-Replies von Fremden bekommen wollte oder nicht. Dieses Dropdown ist aus den Settings jedoch spurlos verschwunden - und die sogenannten "fragmented communications" ebenso. Was Twitter mit der Entfernung dieses wichtigen optionalen "Durchlauferzhitzers" bezweckt, weiß nur der Geier. Dieses Zitat aus ReadWritWeb erklärt die Problematik:

The new policy isn't something you have to opt-in to. It's not something you can opt-out of. It's true for people who use 3rd party Twitter clients to read their Tweets. It's more fundamentally closed than Facebook is; on that site I may not be able to view the profiles of strangers talking to my friends, but I can see that the conversations are happening and I can read the comments. This new Twitter policy breaks one of the fundamental rules of social activity streams: that I can discover new people by seeing who is conversing with the people I already know.

Bei den derzeitigen heftigen Protesten aus der Community kann ich mir kaum vorstellen, dass die Betreiber bei ihrer Entscheidung bleiben - ein Zurückrudern wäre höchst angebracht. Mir will einfach kein guter Grund einfallen, diese Funktion zu streichen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zu blöd bin um zu verstehen, was genau sich wirklich geändert hat - und daran ist das offizielle Twitter-Blog schuld, denn dort steht im ersten Absatz:

We've updated the Notices section of Settings to better reflect how folks are using Twitter regarding replies. Based on usage patterns and feedback, we've learned most people want to see when someone they follow replies to another person they follow—it's a good way to stay in the loop. However, receiving one-sided fragments via replies sent to folks you don't follow in your timeline is undesirable. Today's update removes this undesirable and confusing option.

Okay - so weit, so klar. Aber der folgende Absatz (und das wäre auch schon der gesamte Beitrag, mehr Info hat Biz Stone nicht rausgegeben) steht dann weiter:

Spotting new folks in tweets is an interesting way to check out new profiles and find new people to follow. Despite this update, you'll still see mentions or references linking to people you don't follow. For example, you'll continue to see, "Ev meeting with @biz about work stuff" even if you don't follow @biz. We'll be introducing better ways to discover and follow interesting accounts as we release more features in this space.

Also Moment mal... ich dachte, wenn @biz drinsteht und ich ihm nicht folge, dann handelt sich's genau um den oben beschriebenen Fall! Oder sollte damit gemeint sein, dass nur Nachrichten mit @user am Beginn der Message als Replies gezählt werden? Bitte um Aufklärung - hab ich da was falsch verstanden?

Digitalks: Marketing mit Twitter

digitalks twitter Digitalks: Marketing mit TwitterGestern Abend hielt ich bei Digitalks den zweiten Teil meines Vortrags über Twitter Marketing. Kurz gesagt existieren zum explodierenden Micro-Blogging System zwei divergente Meinungen: während die einen (Guy Kawasaki) von einem Numbers Game sprechen, sagen die anderen (Tim O'Reilly), dass "quality followers" das einzige sind, was wirklich zählt. Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach wie so oft genau dazwischen: wer auf Twitter erfolgreiche Marketing-Kampagnen starten will, muss beide Faktoren beachten, denn ehrlich gesagt: mehr "gute" Followers sind besser als wenige.

Mit der steigenden Popularität Twitters tummeln sich auch immer mehr Bots im System - wer vollautomatisch übers Wetter informiert werden möchte oder Blog-Updates lieber via Tweet als RSS erhält, wird sich darüber auch durchaus freuen. Für Marketer sind Bots allerdings bekanntlich schlechte Kunden - Ziel des Followeraufbaus muss es daher sein, möglichst Themen-affine User zu finden. Mit dem Folgen allein ist's aber noch lange nicht getan: Twitter mag recht neu sein, ein konstanter Faktor bleibt allerdings quer über sämtliche Medienformate bestehen: Schlüssel zum Erfolg ist der Aufbau von Vertrauen, und Vertrauen entsteht nicht als Ergebnis einer punktuellen Aktion, sondern ist das Resultat einer langfristigen Beziehung. Wer interessante Informationen bereitstellt, sich als hilfreicher und kommunikativer Tweeper zeigt, der bekommt auch eine Menge toller "Twitter Moments" (Max) zurück.

Die von Twitter eingeführten Metriken und Limits (jeder neue User darf 2.000 Personen folgen und ab diesem Zeitpunkt jedoch nur 20% Usern mehr, als ihm selbst folgen) funktionieren diverse automatisierte Follower-Aufbau-Tools sehr gut. Vom gratis verfügbaren, aber recht eingeschränkten Twitseeker, das außerdem pro Follow ein Tweet produziert, über diverse Desktop-Clients bis hin zur serverseitigen PHP-Lösung Twittersnipe, mit der ich auf einigen Minor-Accounts sehr erfreuliche Erfahrungen gemacht habe. Aber trotzdem: Künstliche Intelligenz oder auch nur einigermaßen semantisch-schlaue Scripts sind weit und breit nicht in Sicht: solche Tools können zwar den Follower-Aufbau beschleunigen, aber keinesfalls manuelles Nachjustieren ersparen: Twitter braucht Zeit. Je mehr, desto besser. Hier das komplette Video meines Vortrags, die zugehörigen Präsentation ist ebenfalls öffentlich verfügbar. Die Life-Streams alles aufgezeichneten Vorträge gibt's auf digitalks.

Ich hab gestern Abend auch einiges dazugelernt - war wieder mal ein spannende Abend. Und den Mash-Up-Tipp des Abends hatte Luca parat: Tweepler spart beim Follower-Sortieren immens viel Zeit.

PS: Sehr gefreut hab ich mich natürlich über Merals Tweet!

@datadirt you did a great job today at #digitalks finally understood how marketing on twitter can work

Ripfilms präsentiert: Tierische Twitterholics

Den folgenden Film hat mir Jay von ripfilms geschickt - es handelt sich um Kollabo zwischen nalts, mgm, zipster08, askcarrielee und atomicus5000, über Videoantworten würden sich die Macher freuen:

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Twitter+Marketing: Oh hi we fixed ur homezpage

Gestern beim digitalks-Vortrag kam ich unter anderem auch auf die Seite howtousetwitterformarketingandpr.com zu sprechen. Ruft man die betreffende Page auf, dann erscheint fett ein einzelnes Wort: "Don't". Ich habe diese Antwort angezweifelt und mein Namensvetter Richard Pyrker aka @cycus hat die Sache mit einem großartiges Pundit-Kitchen-Digitalks-Xsara-Photoshop Mash-Up in Ordnung gebracht:

hi we fixed ur homezpage

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Mein 5.000ster Twitter-Follower: Archie!

Kurz vor Ostern hatte ich 4.900 Followers auf Twitter und kündigte an, dass ich für die Nummer 5.000 hier am Blog ein Review über ein Thema nach Wahl veröffentlichen würde. Doch statt Worten folgen Bilder - denn mein fünftausendster Follower ist niemand geringerer als der legendäre Archie, hauptberuflich Dalmatiner und FlickR-Star. Aus gegebenem Anlass also hier meine Archie-Lieblingsfotos - den Auslöser gedrückt hat Archies Leinenende aka Phreak 2.0 - mehr großartiges Fotos gibt's in Christians Foto-Stream:

Mein vorletztes Posting hier: Ich habe datenschmutz verkauft!

Bei diesem Posting handelt es sich um meinen Aprilscherz 2009 - natürlich habe ich, wie die meisten auch sofort richtig erraten haben, mein Blog nicht verkauft. Und auch absolut keine Pläne in diese Richtung!

Ja, ich hab's getan. Ich habe meinWeblog gestern verkauft - nach knapp drei Wochen nicht übermäßig zäher Verhandlungen einigten sich der neue Käufer und ich auf einen für beide Seiten mehr als erfreulichen Betrag, den ich auf "regulärem Weg" mit diesem Blog jedenfalls in den nächsten drei Jahren unmöglich verdienen könnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Robert Basic: ohne die Ermutigung durch Deinen erfolgreichen Verkauf hätt' ich mich nie getraut, die Sache bis zum Ende durchzuziehen. Aber die Taube ist Sack ist bekanntlich besser als der Spatz am Kirchturm und die Zahlen am Vertrag bloß ein Ergebnis der Verhandlungskunst. Heute hab ich ein kurzes Videostatement aufgenommen, um alle etwaigen Fragen zu klären - es wird nicht mein letzter Videopodcast sein, der Vimeo-Account bleibt mir schließlich:

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Twitter und der Follow-Friday

Immer wieder Freitags tauchen zunehmen mehr Tweets mit dem mysteriösen Hash-Tag #followfriday in den Timelines ahnungsloser Twitter-User auf. Aber keine Angst: es handelt sich mitnichten um eine internationale Interessensvertretung von Wochenende-Stalkern. Begonnen hat die ganze Sache mit diesem simplen Tweet von @micah am 16. Jänner diesen Jahres:

followfriday Twitter und der Follow Friday

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Blogistan Panoptikum KW12 2009

failweek Blogistan Panoptikum KW12 2009Ich kann kaum schreiben, so geblendet bin ich von den strahlend weißen Wänden meines Büros. Dank massivem Abdeckfolien-Einsatz haben alle elektronischen Devices die Streichaktion farbkleks-frei überstanden. Wer auch demnächst mal die Silhouetten einstigen Wandschmucks in die ewigen Jagdgründe schicken will, dem kann ich die Innenraum-Dispersionsfarbe, die Hornbach als Eigenmarke verkauft, nur empfehlen: tolle Deckkraft und hohe Ergiebigkeit - was ich wieder zurück bringt zum dieswöchigen Panoptikum, denn dasselbe kann man mit Fug und Recht von Filesharing respektive Torrent-Downloads behaupten.

Interview: Bittorrent bleibt!

Naja, zugegeben - vielleicht nicht Deckkraft und Ergiebigkeit, sondern Marktdurchdringung und Geschwindigkeit, und genau deshalb werden Torrent-Pages auch nicht so schnell verschwinden, so Erik Dubbelboer und Niek van der Mass im Futurezone-Interview. Die Namen der beiden Herren lassen fraglos auf niederländische Herkunft schließen, aber was sie darüberhinaus zu dieser Aussage qualifiziert ist ihr Job: das Duo betreibt Mininova, laut eigenen Aussagen die populärste Torrent-Suchmaschine. Zwar kommt bald ein Prozess auf die Firma zu, aber dem sieht das Duo recht gelassen entgegen: [via phlow]

Wir denken, dass die klassischen Medien wie das Fernsehen nicht mehr funktionieren. Der freie Informationsfluss im Internet ermöglicht viel bessere Distributionswege. Ich selbst sehe kaum noch fern. Ich möchte Inhalte sehen, wenn ich Zeit dafür habe - und nicht dann, wenn sie gerade von einem Sender ausgestrahlt werden. Manche Unternehmen beginnen schon umzudenken und fragen uns etwa, wie sie von unserem "Content Distribution"-Modell profitieren können. Sie erkennen, dass der Kampf gegen Filesharing aussichtslos ist.

Twittiquette: den Microblogging Buhmann-Award abwenden

Man kann auf Twitter gar nicht öffentlich rülpsen - also was sollen schon für Benimmregeln gelten, fragt sich der Unbedarfte Neoblogger! Und zwar genau 20 Stück, glaubt man dem PR-Blogger. Und weil journalistische Reduktionsleistung und Fakten richtig wiedergeben Bloggern nicht liegt, wie Armin Durnher in Falter-Editorials dauernd schreibt, hier ein exklusiver Remix der Regeln 12. und 16. für datenschmutz-Leser:

Unerwünscht Twitter-Betteln ohne jeglichen Kontext ist "Gute Idee!" Und Zusammenhang nervt nur. Deshalb verzichten Sie auf Freiwilligkeit. Es funktioniert ebenso bei Tweets: jeder folgt Ihren Twitter-Gesprächen. Antworten irritieren. Ein wirrer Tweet für jeden, der das Prinzip "Klick mich" nicht kennt.

Alles Gute, Twitter!

Drei Jahre alt wurde Microblogging-Service gestern, und sprechen hat er auch schon längst gelernt! Als Spätzünder kann man das Baby mittlerweile wirklich nicht mehr bezeichnen - es wird immer schwieriger, Personen zu finden, die nicht auf Twitter vertreten sind :mrgreen: TechCrunch hat aus jubilativen Gründen das Gründungslogo noch mal ausgepackt. Herzliche Gratulation!

Agenten in Not?

Nicht Geheimagenten, um die muss man sich im Zeitalter der Constant Paranoia nun wirklich keine Sorgen machen. Aber Travel Agents, Stock Agents und so weiter... Seth Godin bringt's auf den Punkt:

The problem with being a helpful, efficient but largely anonymous middleman is pretty obvious. Someone can come along who is cheaper, faster and more efficient. And that someone might be the customer aided by a computer.

Und wie immer hat Seth auch die passende Antwort bereit - die liegt seiner Meinung in der vielbeschworenen Nische. Mit anderen Worten: die Paradigmen des Online-Marketing greifen langsam auf die "echte" Welt über:

To thrive in a world of self-service, agents have to hyperspecialize, have to stand for something, have to have the guts to say no far more than they say yes. No, you can't publish this book. No I won't represent you. No, don't take that flight. No, I won't sell this house, it's overpriced, list it yourself.

Social Marketing Round-Up

Eine eigene Rubrik zu diesem Thema bietet sich mittlerweile definitiv an - schließlich erscheinen jede Woche spannende Artikel zu den vielen Facetten des Zusammenbruchs klassischer Marketing-Modelle. Futurelab hat eine kurze Definition des Begriffsfeldes für Neueinsteiger:

Social media is part of the same "sharing" meme that has brought us the open-source movement, open APIs, Wikipedia and other examples of mass collaboration. An opportunity exists for "sharing" to penetrate into new areas of society and business via new innovations in social media. Opportunities also exist in the creation of new business models in which companies "outsource" tasks (i.e. marketing, R&D) to consumers.

Wer lesefaul ist, muss dagegen mit solchen Videos vorlieb nehmen. Aber der Wagen der rollt, und das Interesse steigt, weiß die Statistik. Und wie eine solche Social/Viral Kampagne im Bereich Soziales aussehen kann, zeigt ein aktueller Beitrag im Weburbanist.

SEO-News der Woche

Die Rückblicke auf die SEO-Campixx nehmen kein Ende: die SEOnauten haben ein Video mit den obligatorischen Crackhuren und Carlos hat 12 Teilnehmer vor seine Kamera gebeten, um sie zu Traffic-Tipps & Co. zu befragen [via SEOnauten].

Die Krümeln aufsammeln

Es soll ja SEOs geben, die aus abgelaufenen Domains ganze Satellitenstädte errichtet haben. Die SEOuxindianer stellt mehr und weniger empfehlenswerte Services zur rechtzeitigen Identifikation von Kaufkandidaten vor. Was mich doch einigermaßen überrascht, ist der die Tatsache, dass dieser Markt mittlerweile auch in .de sehr umkämpft scheint, schenkt man diesem Zitat Glauben:

Zonespy aktualisiert ein paar Mal in der Minute und ist damit sehr aktuell. Neben der Echtzeitsuche gibt es auch ein Archiv, mit den Domains der letzten 30 Tage. Dort findet man aber so gut wie nie etwas, da die Daten meistens nicht mehr stimmen und gute Domains nie länger als eine viertel Stunde frei bleiben. Trotzdem ganz interessant.

Die Öko-Nische bewohnen

Das SEO-Handbuch empfiehlt Rücksichtnahme auf die stetig steigende Gruppe der Lohas - und in der Tat frisst der frühe Vogel den Wurm, denn eines steht fest: "ungespritztes Gemüse" ist ein weit weniger stark umkämpftes Keyword als "Klingelton":

Zugegeben, schaut man sich auf diversen Affiliate-Marketing Plattformen um, so muss man Öko-Produkte teilweise noch mit der Lupe suchen. Aber es gibt sie - auch außerhalb der etablierten Anbieter! Man muss nur etwas Suchen.

Ein Hoch auf SEOigg

Themenspezifische Social News Portale bringen beträchtliche Vorteile gegenüber Generalisten - anlässlich dieser Tatsache preist Carlec-Webdesign die Vorzüge von SEOigg gegenüber Yigg:

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es mir in diesem Mini-Test nicht darum ging, wie viel Besucher ich direkt über Yigg oder SEOigg bekommen kann. Das wird die Statistik erst in einiger Zeit hergeben, sondern lediglich über den positiven Effekt eines themenspezifischen, vertrauensvollen Links in den Suchergebnissen.

In der Tag - SEOigg rockt und ist so gut wie spamfrei... kein Wunder, dass Big G der Seite hohen Trust ausspricht.

Video der Woche

Tja, blöd gelaufen: da rennt man dem saftigen, riesigen Knochen hinterher, und dann ist da diese blöde Wand dazwischen! Moment mal, wo bin ich hier überhaupt? Legendärer Sleepwalking-Fail von Wuffi - entnommen übrigens aus dem grandiosen Failblog, dessen RSS-Feed in keinem zynischen Newsreader-Portfolio fehlen darf.)

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder mit dieser Woche: besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Und ein besonderes Shout-Out an RowC, der mich bei Mr. Tweet mit folgender Begründung empfohlen hat: "because he invented the Blogistan Panoptikum." Das freut mich natürlich - besten Dank und schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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Warum Facebook nicht Twitter ist

Seit dem letzten Facelifting hört man aller Orten, Facebook habe Twitter kopiert. Auf den ersten Blick mag die Optik durchaus ähnlich wirken, und von der Gewichtung des Themas Micro-Blogging (respektive Status-Update, wie's in FB-Terminologie heißt) setzt das größte Social Network der Welt zwar deutliche Akzente. Vielfach übersehen wird aber die Tatsache, dass sich die Antwort-Logik und die Thread-Darstellung der beiden Systeme wesentlich unterscheiden.

Twitter bietet bekanntlich die Möglichkeit, über das Einfügen von @-Symbol und Username eine Tweet-Message als Antwort zu kennzeichnen. Diese rudimentäre Thread-Logik erlaubt es in Zusammenhang mit der Timestamp, öffentliche Gespräche nachzuvollziehen. Replies sind aber trotz ihrer Spezialfunktion ganz gewöhnliche "öffentliche" Tweets.

Betrachtet man im Vergleich die Funktionsweise von Facebook etwas näher, so zeigt sich schnell der erste Unterschied: Antworten auf Status-Updates werden nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Timeline geschickt, sondern auf der Webseite direkt mittels Reply-Button an die Originalnachricht angehängt. Die Timeline ist also nicht chronologisch, sondern hierarchisch angeordnet. Im Fall einer Antwort wird der Schreiber des ursprünglichen Updates verständigt, und in weiterer Folge bekommen alle am einzelnen Thread Beteiligten User Benachrichtigungen bei neuen Antworten. Die sind zwar grundsätzlich auch Public, allerdings orientiert sich Facebook hier eher an klassischen Forums-Logik als an der Zeitstrahl-Metapher Twitters. Dieser Unterschied mag Usern, die mit beiden System gar nicht oder nur am Rande vertraut sind, marginal erscheinen - in der Tat sorgt aber für einen gravierenden Unterschied in der Nutzung und im Look-and-Feel.

Ich bin jedenfalls neugierig, ob Facebook weiter in Richtung Micro-Blogging geht und zukünftig gar das @-Symbol auswertet. Viele User bespielen bereits jetzt ihre Status-Updates automatisch mit Tweets, mir persönlich sind die Unterschiede zwischen beiden Formaten dann doch zu groß: während ich Twitter mittlerweile vorwiegend als "Information-Retrieval" Tool nutze, empfinde ich das Facebook-Status Update nicht unbedingt als persönlicher, aber doch als personen-bezogener. Die weitere Entwicklung wird jedenfalls spannend zu beobachten.