datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Artikel-Schlagworte: „Umfrage“

Umfrage: Welche Themen sollen auf datenschmutz verstärkt behandelt werden?

Marktforschung in eigener Sache - mich interessiert brennend, welche Themen Sie interessieren. Daher darf ich die geneigte Leserschaft bitten, ihre Stimme abzugeben (Sie können maximal drei verschiedene Antworten ankreuzen) - und falls das persönlich präferierte Thema nicht in der Liste steht, gibt's natürlich die Kommentarfunktion!

Welche Themen Themen sollten auf datenschmutz verstärkt behandelt werden?

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Meinungen zum Facebook Homepage-Lifting?

Facebook hat das vor kurzem angekündigte Face-Lifting der Home-Seite mittlerweile gelauncht. Heute in der Früh habe ich eine Twitter-Blitzumfrage gemacht, und siehe da - Microblogger fühlen sich frappant an die Twitter-Timeline erinnert.

fb-homeneu

Nur heißen die Tweets hier Status-Updates und die bekannten Freundes-Listen fungieren als zusätzliche Filter-Option - eine gravierende Verbesserung vor allem für User mit umfangreichem virtuellem Freundeskreis. Über diese Ähnlichkeit herrscht in der Geekosphäre weitgehende Einigkeit: Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW10 2009

earth2 Blogistan Panoptikum KW10 2009Xing zählt sich zu den Kristenprofiteuren, Manuel zieht nach Roatan und mir bleibt eigentlich neben der wöchentlichen Dosis Verwunderung eigentlich nur, allen Leserinnen ganz herzlich zum heutigen internationalen Frauentag zu gratulieren. Wobei an dieser Stelle natürlich schon mal gesagt werden muss, dass für uns Neue Männer natürlich jeder Tag ein Frauentag ist :mrgreen:

Oh du armes StudiVZ

"Seelig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich!" So mancher Blogger vermutet dieser Tage, dass die Mannschaft von StudiVZ beste Chancen beim Einlass durch die göttliche Pforte hat, denn:

StudiVZ verklagt verschiedene Domainbetreiber die VZ im Namen haben. Wie arm ist das denn? Wie tief kann man sinken? Es sind so interessante Namen wie FussballerVZ, PokerVZ, ErstiVZ und Abitur-VZ dabei. Ein besonderes Highlight ist FickenVZ. :-). Diese Seiten wurden teilweise schon vom Netz genommen oder unter anderem Namen wieder aufgemacht.

Tja, so eine Heise-Meldung macht ganz schön Backlinks, halt leider nicht auf StudiVZ :mrgreen: Überhaupt hat das in Deutschland komischerweise immer noch beliebte Social Networks wahnsinnig viel gute Presse bekommen in den letzten Monaten: Blogbar freut sich über offenen Sexismus, das Lawblog, Netzpolitik.org und BasicThinking loben die tollen neuen Nutzungsbedingungen, fixmbr findet nette Worte für die strategische Ausrichtung... wow! Nur so weiter. Die User lassen's anscheinend ja eh mit sich machen.

Twitter: nicht mehr reziprok folgen?

Frank hat in einem ausführlichen Beitrag dargelegt, warum er die Autofollow-Function bei seinem Account abgedreht hat. Sehr nachvollziehbare Überlegungen, nur diese Stelle will ich nicht unkommentiert stehen lassen:

Für mich war es ein Weg meine neuen Follower besser kennenzulernen in dem ich ihre Nachrichten in meinem Stream lese. Diejenigen die mir nicht gefielen, hab ich dann einfach wieder rausgeworfen. Das Prinzip funktionierte auch eine Weile ganz gut, bis vor kurzem einige schlaue Marketing-Geier auf die Idee gekommen sind Listen mit Nutzern die diese Autofollower nutzen zu verbreiten. Das führt dann dazu, dass du auf einmal täglich 20 neue Follower bekommst wovon 18 irgendwelche Spammer sind, denen es nur darum geht ihre Followerzahlen so hoch wie möglich zu treiben. Irgendwann war ich mehr mit Unfollowen beschäftigt als mit sonst etwas. Das macht keinen Spaß und drum habe ich eben dieses Experiment wieder beendet.

Bartgeier, Schmutzgeier, Marketinggeier - gut zu wissen, dass nicht alle Tierrassen vom Aussterben bedroht sind! Ich betreibe ja unter datadirt.net/twitterlist/ selbst eine solche Liste, allerdings würde ich dort niemals jemanden gegen seinen Willen eintragen - User, die das möchten, hinterlassen selbst ihre Account-Adresse samt Tags. Denn wie Frank schreibt: jeder soll's mit der Twitternutzung halten, wie sie glaubt.

Auf Facebook die Ehre abschneiden

Was ist ehrliches Kundenfeedback, wo beginnt Rufschädigung? Und werden wir bald den Begriff "Blackhat Viral Marketing" verwenden? Frank Helmschrott schildert einen interessanten Fall, in dem ein negativer Kommentar über die Firma nuntio aus Wien dem betreffenden User einen Brief der Anwaltskanzlei einbrachte, denn die sah den Tatbestand der Rufschädigung erfüllt. Werden Firmen künftig negatives Feedback einfach wegklagen bzw. wegdrohen können? Der Anwaltsbrief soll über 700 Euros kosten; keine Ahnung, ob dies den in .at "marktüblichen" Preis entspricht. Aber ich schließe mich Frank an - nicht jede PR ist gute PR:

Angenommen er würde nun seinen Kommentar bei Facebook widerrufen, würde er ja eigentlich damit lügen oder? Schließlich handelt es sich ja nicht wirklich um eine unwahre Behauptung sondern um seine Erfahrung. Weird! Aber auf jeden Fall dürfte auch hier das Problem hinterher größer sein als vorher. Der Firmenname "Nuntio" könnte bei Google künftig evtl. etwas negativ besetzt sein.

SEO-News der Woche

Selten werden sieben Tag so sehr von einem Thema dominiert: die Firma Seoline mahnte Captain Sistrix ab und generiert damit in Rekordzeit über dreißig Reaktionen. Blogschrott fasst das treffend zusammen:

Statt dessen beschwören sie einen Abmahn-Linkbait ungeahnten Ausmaßes herauf, ich bin geneigt zu sagen "Denn sie wissen nicht was sie tun". Das Ganze erinnert mich an die Geschichte vom Zauberlehrling: "Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los". Damit ist die Sache klar, mein erster Blogschrott-Award in diesem Jahr geht an die Seoline GmbH. Dann haben die Seoliner bei dieser Sache wenigstens etwas gewonnen.

Und Fridaynite fürchtet Konsequenzen, falls die Kläger recht bekommen:

Wenn man so einfach jeden abmahnen kann, werde ich wohl irgendwann die Kommentarfunktion hier schließen müssen.

Die Liste der kompletten Reaktionen gibt's bei Johannes. Wirklich geil sind die Auswirkungen dieses PR-Supergaus: bei der Suche nach Seoline ist derzeit von der Firmenhomepage jedenfalls weit und breit keine Spur - abgesehen von der kostenpflichtig eingeblendeten Anzeige. Wundert mich ja direkt, dass noch keine zweite Agentur auf diesen Namen bietet :mrgreen:

Bist du ein Skittle?

Mit dem Begriff Website Outsourcing meint Ben nicht, dass man eine Agentur mit der Anpassung von Typo beauftragt, sondern die User sollen selbst sämtliche Inhalte generieren - Skittles kickte kürzlich die Homepage und zeigte den Twitterfeed an, bis zahlreiche User posteten "Skittles gives you Aids":

Nun hat auch der Ableger von Mars, "Skittles" sich dieses merk-würdige Online Marketing Konzept angeeignet. Das Moderne Internet wird durch Web 2.0 auch bei Brand Websites dramatisch verändert.

Aber in Wahrheit handelt sich's um ein völlig überbewertetes Schein-Gefechtlein zwischen Konsumenten und - nein, eben nicht Produzenten, sondern Marke. Brääänd. Skittles ist genauso wenig eine Firma wie Mars. Masterfoods ist eine, und hier darf halt irgendein Product Manager eine Longtail-Versuchsreihe starten - sozusagen Customer-Self-Service im Werbebereich.

InLinks startete am deutschen Markt, und Selbstaendig-im-Netz hat ein lustiges Interview zum Marktstart. Es spricht Sebastian Wenzel, der in New York bei Mediawhiz, den Machern von inLinks, arbeitet. Sehr fröhlich gestimmt hat mich dieses Zitat:

Ein Partnerprogramm gibt es und es ist wirklich ein Sahnestückchen geworden. Wir sind selbst jahrzehntelang als Affiliates und Merchants groß geworden, weshalb wir hier wirklich an die Grenzen zu dem gehen was man im Onlinemarketingbereich machen kann. Das heißt bis 15% Affiliateprovision für Publisherumsatz und das für bis zu 2 Jahre. Auch für Advertiser-Anmeldung zahlen wir überdurchschnittliche 20 Euro.

15% würd ich nicht grad als die Grenze des Affiliate-Universums bezeichnen, aber gut - jeder muss seine Nische selbst finden. Aber wie dem auch sei: die Seoux-Indianer haben getestet und zeigen sich vorerst mäßig begeistert. Für Secondary Pages vielleicht interessant, ansonsten würd ich das Risiko einer Google-Abstrafung durch mögliche Unvorsicht eines neuen Anbieters aber keinesfalls eingehen.

Video der Woche: Internet-Lifestyle

Was ist Ihre Definition von Internet-Lifestyle? Diese Umfrage auf einer einschlägigen Konferenz zeigt, dass meine Kolleginnen und Kollegen die gleichen Vorteile schätzen, die ich nicht mehr missen möchte: man kann arbeiten, wann und wo man möchte, die eigene Zeit frei einteilen und trotzdem mehr verdienen, als mit jedem anderen Job. Kurz: mehr Freedom of Choice!

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Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieses Wochenrückblicks angelangt - danke für Ihre Aufmerksamkeit, wir lesen uns am Montag!

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Blogistan Panoptikum KW03 2009

vimcam Blogistan Panoptikum KW03 2009Dieser Wochenrückblick geht ausnahmsweise mit einem Tag Verspätung online - gestrigentags hat Gerald am Rootserver geschraubt, damit asap datadirt.net vom Shared Space übersiedeln kann, außerdem war die Re-Organisation meines Fileservers überfällig - minus Dezibel, plus Terabytes quasi. Glücklicherweise ging die Operation am offenen Herzen (neue Silberleitpaste für die CPU) ohne gröbere Komplikationen vonstatten, und mein mehrwöchiger Arbeitsplatzumbau ist nun fast abgeschlossen.

Das Basic Nachspiel

Zwei hochgradig aufschlussreiche Umfragen zum Verkauf von Roberts Blog ließen jeden Psycho-Pathologen ein aussagekräftiges Bild spezifischer deutscher Internet-Neurosen erstellen. Klar könnte diese News auch im SEO-Teil stehen, aber das hier ist besser als Robert Palfrader in der Rollen des österreichischen Kaisers. Der Alpha-Fisch im Inzest-Becken kann sich auf meedia.de nicht mal ansatzweise zurückhalten - bin ich froh, dass ich das Buch von diesem feinen Herrn weder gekauft noch ein Rezensionsexemplar angefordert habe:

Die von den entsprechenden amerikanischen Blogs aufgesammelten Neuigkeiten, die Basic aufschreibt, sind relevant - die Art, wie er das tut - insbesondere sein Schreibstil - ist weitgehend unerträglich. Ich kann keine zehn Zeilen lesen, ohne Zitterkrämpfe zu bekommen, bei den Kommentaren sind es in der Regel sogar nur drei Zeilen. Man sollte aber dazu erwähnen, dass ich Robert Basic a) nicht besonders mag und ihn b) für unmutig und nicht besonders intelligent halte, vielleicht trübt das mein Urteilsvermögen über seine Leistungen ein kleines bisschen.

Aber nicht nur Lobo, auch alle anderen Befragten wollen das Blog hier nicht haben - dabei wurden lauter "Experten" befragt, die schon mal Technorati mit Google verwechseln:

Der Ruhm des "meistverlinkten Blogs" verblasst sehr schnell, denn die Links haben bekanntlich eine Verfallsdauer von sechs Monaten.

Weitaus realistischer sind die Antworten auf SEO.de ausgefallen. Klar könnte man einiges mit der Domain anfangen - und von wegen In-die-Hose-machen wegen Google Penalty: Linklift raus, Brief an Big G und die Sache hat sich nach zwei Wochen. Klar lässt sich da genug Juice rauspressen, oder es hätte gar jemand mal originell werden können und die Domain kaufen, um anschließend am Blog als Robert zu posten, dass der ganze Verkauf ein Scherz war. Boom, there go my backlinks - allein die Verkaufsaktion hat den Wert der Seite immens erhöht. Also wenn ich sonst nix zu tun hätte, dann wär mit Basicthinking mindestens eine hohe fünfstellige Summe wert gewesen - nur wie gesagt: Refinanzierung spielt's nur, wenn man den derzeitigen Rückenwind ausnutzt und die Segel vergrößert. Bin gespannt, ob das dem neuen Eigentümer gelingt - über die Chronik des Verkaufs hat Helge berichtet.

Mal alte mp3s hören

So jung das Internet im Vergleich etwa zu auf Schweineleder gepinselten Pamphleten auch sein mag, es hat bereits ein Geschichte - samt der zugehörigen schwarzen Löcher. Einige von ihnen wird phlow nun laufend schließen mit Re-Uploads der Ex-Webseite. Und ich bin sicher, dass dieseMusik fürs Wochenende auch montagstauglich ist!

Warum ich mich weigere, Journalisten wirklich ernst zu nehmen

Ja, ich weiß - es ist zu spät, viel zu spät. Immerhin ist es auch schon wieder vier Wochen her, dass Armin Thurnherrs Editorial "Warum ich mich weigere, das Internet als Medium wirklich ernst zu nehmen" im Falter 51/2008 erschien. Aber was kann ich dafür, dass meine Zweit-Lieblingspostille nach Datum unter einem Berg von Frauenzeitschriften (die für Frauen, nicht die für Männer, in denen Frauen abgebildet sind) verborgen lag? Es geht einmal mehr um die wehleidige Klage, dass im Internet anonym jeder alles sagen darf. Die Bottom-Line des Artikels lautet also folgerichtig:

Was spräche denn dagegen, im Internet nur Menschen zur Publikation zuzulassen, die sich identifizieren?

Nun, nach Meinung rechter Politiker spricht gar nix dagegen. Dass Datenschützer, die sehr genau wissen, dass sich jeder Internetnutzer im Straftatbestands-Fall leichter identifizieren lässt als etwa der Absender eines anonymen Leserbriefes, seit Jahren gegen die von Thurnherr in bester Absicht vorgeschlagene Totalüberwachung protestieren, ist die andere Seite der Medaille. Internetnutzer würden ja sowieso für nix zahlen wollen, meint der Autor:

Aber dieses scheinbare Nichtsbezahlen hat dem Internetpublikum, also uns allen, ein Gefühl vermittelt, wir bekämen diese wunderbare Welt des ungeordneten Wissens ganz und gar geschenkt. Ein irriges Gefühl, das die Musikindustrie ruinierte und als Nächstes die Zeitungsverlage kaputtmacht. Wäre egal, hätte nicht eine Kombination von egomanischen Ich-AGs der Blogosphäre mit hemmungslosen Dienstleistern (von Pornoindustrie bis Glücksspiel) und Massen von habituellen Selbstvermummern das Rechtsbewusstsein in zwei entscheidenden Fragen verdreht.
Erstens unterläuft das Freiheitsgefühl im Internet das Urheberrecht, also jede Form des geistigen Eigentums als illegitim. Zweites meinst dieses Freiheitsgefühl ohne den Grund der Freiheit auszukommen, dass sich nämlich Personen offen mit ihrer Identität zu ihren Grundsätzen und Äußerungen bekennen Sich dazu bekennen zu dürfen, war ja eine der ersten Forderungen der sich emanzipierenden Bürger.

Eine Forderung nach Vermummungsverbotverbot? Stünde der Text unter CC-Lizenz, könnte ihn die FPÖ direkt 1:1 in ihr medienpolitischen Programm übernehmen! Mein Favorit sind übrigens die "hemmungslosen Dienstleister von Pornoindustrie bis Glücksspiel". Ich denke nicht, dass Herr Thurnherr mit diesem Editorial un- oder absichtlich einen plötzlichen Gesinnungswechsel kommunizieren möchte. Ich halte es bloß für ein anschauliches Beispiel dafür, dass man nicht über neue Medien schreiben sollte, wenn man keine Ahnung von strukturell-technischen Zusammenhängen und dem grundsätzlichen medienökonomischen Paradigmenwechsel hat, den das Netz mit sich bringt. Sonst kommt so ein Platter'scher Blödsinn dabei raus.

SEO-News der Woche

Stereophone hat eine nette T-Shirt Collection für SEOs aufgelegt; und da der Kaufmann auf seine Affiliate-Provision verzeichnet, geht sich vielleicht sogar noch ein zusätzlicher Linbait-Slip oder eine Fahne für die Müllhalde aus.

Einen ausführlichen und lesenswerten Artikel über lukrative SEO-Portfolios hat der SEO Stratege zusammengestellt. Wirtschaftswissenschaftler kennen die Risiko-Analyse, und das hier vorgestellte Raster scheint mir sehr brauchbar:

Nichts ändert sich derzeit so schnell wie die Welt im Internet (wobei die Bankenwelt derzeit stark aufholt). Jeder, der sich z.B. mit SEO oder SEM Projekten selbstständig gemacht hat, macht sich regelmäßig auch Gedanken darüber, welches seiner Projekte auch morgen noch funktioniert. Für den langfristigen Erfolg ist es entscheidend, ein ausgewogenes Portfolio an Projekten zu besitzen. Doch was genau bedeutet "ausgewogen"?

Im mobilen Web verdienen

Ak22 fragt sich, ob das mobile Web denn mal irgendwann so weit ist, dass man damit ordentlich Geld verdienen kann und kommt zu dem wohl gerechtfertigten Schluss, dass dieser Bereich derzeit noch in der Nische wohnt:

In Deutschland ist Belboon eines der ersten Affiliate Networks, das sich das mobile Affiliate Marketing auf die Todo Liste geschrieben hat. Doch wie gesagt, Programme die über mobiles Advertising für einen Affiliate funktionieren sind noch sehr rar. Es lässt sich meiner Meinung nach nicht auf die breite Masse der Programme anwenden.

Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass dieser Bereich mit der Verbreitung von Smartphones in großem Stil (nach dem iPhone kommt Android) sehr schnell explodieren dürfte. Und die frühen Siedler erhalten bekanntlich immer die schönsten Grundstücke.

Sistrix über die Verlieren

Wie immer ist der aktuelle Sistrix-Report zu den größten Domainverlieren mit ausgesprochen stichhaltigen Daten unterlegt und kommt zu einem Schluss, dem man unmöglich widersprechen kann:

Wer nicht regelmäßig an seiner Seite arbeitet, muss davon ausgehen, von der Konkurrenz überholt zu werden.

Die 2 Videos der Woche

Karen Abad hat das vergangene Jahr in einem sehr persönlichen Video-Rückblick festgehalten - solche geradezu hypnotischen Perlen findet man eben nur auf Vimeo:

Dass man aus der Verdrehung üblicher Hip Hop Klischees einen witzigen Clip basteln kann, ist allgemein bekannt. Besonders gut gelungen ist dieser Track von MC Regular Everyday Normal Guy [via Pete]:

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Und das war's auch schon wieder mit dem Rückblicken auf die vergangenen sieben Tage - danke für Ihre Geduld. Ab sofort fahren unsere Züge wieder planmäßig, wir lesen uns morgen.

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Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext

blogstock 300x267 Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext Ich hab bei Dirk die erste methodisch saubere, großangelegte Umfrage zur intrinsischeh Motivation von Alphabloggern gefunden. Die Studie leitet Prof. Dr. Sören zu Fall von der parapsychologischen Fakultät der Bürgeruniversität von Floridsdorf - dieses Stöckchen schnapp ich mir doch glatt.

1. Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?

Eigentlich wollte ich schon seit Jahren einen aktuellen Online-Pressespiegel für meine diversen journalistischen Veröffentlichungen zusammenstellen; in statischem HTML ist das relativ mühsam, und WordPress erschien mir dabei als geeignetes CMS. Meine erste eigene Online-Publikation war übrigens ein Newsletter zum Thema Napster, Online-Musikdistribution und Co., der damals sogar in der c't bei den Linktipps erwähnt wurde. (d-news, 1998-2001). Die Jahre davor startete ich gemeinsam mit StudienkollegInnen das "Gray Literature" Projekt medianexus.net, später dann habe ich eine Weile phpBB verwendet, um auf medianexus.net ein Forum zu betreiben.
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Umfrage: die neue Facebook-Version finde ich…

Es hat sich aus-ge-relauncht, das neue Facebook ist gelandet. Das erste Feedback der Netzcommunity fiel durchwegs positiv aus, nun wird's höchste Zeit für eine statistisch valide Untersuchung! Wie gefällt Ihnen das neue Facebook?

Sorry, there are no polls available at the moment.
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A1 denkt über Netbook-Bundles nach

a1umfrage A1 denkt über Netbook Bundles nach Vermute ich mal - zumindest legt der aktuellen Fragebogen dies nahe. In unregelmäßigen Abständen schickt die mobilkom Einladungen zur Teilnahme an solchen "fachspezifischen Meinungsumfragen", meist wird für die Teilnahme an den 5-Minuten Panels ein recht lässiges Handy unter allen TeilnehmerInnen verlost. Mich hat seinerzeit Tobi Hermann auf den Verteiler geschrieben - gewonnen hab ich zwar noch nie, dafür erfährt man immer wieder von interessanten Ideen.

Die Kombination erscheint logisch: die Netbooks der nächsten Generation werden ebenso wie das iPhone2 oder auch die neueren HTC-Geräte UMTS und WiFi integriert haben - diese Geräte als Hardware mit einem Telco-Vertrag zu bundeln, ist für den Anbieter vermutlich recht günstig, denn in hohen Stückzahlen liegen die Preise nochmal deutlich unterhalb der Consumer-Latte: der Asus EEE PC A1 denkt über Netbook Bundles nach kostet rund 300,- Euro bzw. in der neueren Version A1 denkt über Netbook Bundles nach 400 Euro, Hofer/Aldi hat letzte Woche in unglaublich leiwandes medion-Netbook um 300 Euro verkauft (mit Windows XP, c't hat's getestet und ich hab's *dammit* versäumt... war sofort am Montag überall ausverkauft - im Herbst bringt Asus ein baugleiches Netbook auf den Markt) - die Nachfrage ist groß und es sieht ganz so aus, als stünde dieser Geräteklasse eine glänzende Zukunft bevor und damit auch eine hohe Eignung als "Driver" am Mobilfunkmarkt.

A1 will in Bezug auf mögliche Produktbundles folgendes wissen:

Bitte stellen Sie sich jetzt folgendes Angebot zur mobilen Internet-Nutzung vor: Sie erhalten ein Netbook und jeweils 5 GB pro Monat. Das Netbook ist ein kleiner Laptop mit 10,2 Zoll Display und extrem mobil dank seiner geringen Größe. Die Gesamtgröße entspricht ca. einem A4 Blatt. Sie bezahlen für das Netbook und die inkludierten 5GB monatlich 40 Euro. Mindestvertragsdauer sind 24 Monate. Danach ist der Laptop natürlich ihr Eigentum. Wie interessant ist dieses Angebot für Sie persönlich?

Sehr interessant, würd ich meinen - auf jeden Fall wär's von Vorteil, das UMTS-Ei nicht extra mit rumschleppen zu müssen, sondern gleich das UMTS-Modul im Netbook integriert zu haben. Wenn die technischen Daten des Geräts stimmen (Atom-CPU, ordentlicher externer Grafikausgang, ausreichend Speicher, mindestens 3 USB-Anschlüsse und anständiger Akku), dann stell ich mich gern als Tester zur Verfügung! Die nächste Frage erhebt die Wichtigkeit der Hardware-Ausstattung:

Ändert es Ihre Entscheidung, wenn der Bildschirm nur 8,6 Zoll groß ist und statt einer 120GB Festplatte 8 GB Flashspeicher beinhaltet?

Yup - auf jeden Fall! Man kann nie genug Speicher haben... und meiner Ansicht nach reicht ein kleines Spielzeug keineswegs: interessant wird ein netbook, wenn's in Standardsituationen (WordPress, Word, Excel, Photoshop - zumindest eine ältere Version) den größeren Schlepptop komplett ersetzt.

PS: Dieser Artikel ist pure Spekulation und beruht auf keinerlei Informationen, die ich von A1 oder von mit A1 kooperierenden Firmen bekommen habe. Vielleicht wird's das Bundle ja nie geben... wär aber schade! :mrgreen:

Österreich: Neuwahlen im Herbst werden Neuqualen

neuwahlen 150x150 Österreich: Neuwahlen im Herbst werden NeuqualenSodala, im Herbst ist's soweit: was inoffiziell schon vor mehreren Wochen in gewöhnlich ungut informierten Kreisen bereits kursiert und sogar mein weit weg vom politischen Schnellschuss existierendes Ohr erreichte, ist seit heute Faktum und muss bloß noch formal-technisch im Parlament abgenickt werden: in Österreich findet im Herbst eine EM vorgezogene Nationalratswahl statt. Die Fanzonen am Ring werden bereits errichtet. Meine p.t. .de und. ch LeserInnen sind über den vordergründigen Stein des Anstoßes möglicherweise nicht informiert - es trug sich nämlich folgendes zu: seit längerer Zeit verstehen sich die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP, die beiden österreichischen Großparteien, nicht mehr besonders gut. Und das kam so:

Im Lichte dräuender Probleme - die niederösterreichische und die Wiener Gebietskrankenkasse drohen in einigen Monaten pleite zu gehen - überwand die Lust auf Spekulation und Aufschub die Freude an der eigentlichen Arbeit. Bundeskanzler Gusenbauer, kürzlich in seiner Funktion als Clubobmann abgelöst, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Faymann (Wikipedia: Werner Faymann ist ein österreichischer Politiker. Damit ist eigentlich alles gesagt.) einen Brief in der Kronenzeitung: das jeglichem Populismus nicht völlig abgeneigte auflagenstärkste Blatt Österreichs druckte die Zeilen, in denen die SPÖ-Spitze eine EU-Volksabstimmung fordert und sich generell kritisch zum Projekt Europa äußerte. Das brachte das Fass zum Überlaufen respektive den LKW zum Umkippen: voraussichtlich am Donnerstag wird der Neuwahlantrag im Parlament beschlossen.

Genug der Rückwärtsgewandheit, wie soll's weitergehen? Soeben diskutierte unter der kompetenten Leitung von Ingrid Thurnherr eine Journalistenrunde, bestehend aus Anneliese Rohrer (Kurier), Armin Thurnherr (Falter) Herbert Lackner (Profil) und Michael Fleischhacker (Die Presse), im österreichischen Fernsehen über die ziemlich unrosigen Zukunftsaussichten. Da fielen Begriffe wie "De-Legitimierung der politischen Klasse" (Fleischhacker), "inferiore Regierungsleistung" (Rohrer) und so manche Nettigkeit mehr. Das Schlimme: nix daran ist übertrieben. Der Wahlkampf wird ein kurzer, denn wohl schon im September werden Herr und Frau ÖsterreicherIn an die Wahlurnern gerufen. Nicht genug damit, dass akute Probleme (die oben erwähnten Krankenassen, die gute alte Inflation, die aktuelle Lebensmittel- und Erdölteuerungswelle) smarter Lösungsvorschläge und harter Arbeit bedürfen und vorerst mal jegliche Regierungsarbeit auf unbestimmte Zeit gelähmt bleibt: zu allem Überfluss besteht eigentlich kein realistisches Szenario mit Ausnahme einer Neuauflage der großen Koalition inklusive runderneuertem Personalkader.

Aktuelle Meinungsumfrage-Daten stehen nicht zur Verfügung, alle Experten rechnen aber mit einem (starken) Wählerstimmenverlust für SPÖ und ÖVP: üblerweise wird damit wohl die Ausländer-Basher-Partei FPÖ gestärkt, denn die Grünen stehen derzeit ziemlich schwachbrüstig da. Andererseits wird durchaus mit dem Auftreten neuer Gruppierungen gerechnet: in Zeiten der Politikmüdigkeit und Wählerverdrossenheit dürfte das Entrée für Novizen in der Tat das schlechteste nicht sein. Doch die Zeit bis zur Wahl ist kurz und Werbung kostspielig - ohne Financier(s) geht da gar nix. Mit anderen Worten: der ideale Moment für Didi Mateschitz, um die Red Bull Partei zu gründen... damit könnte Österreich endlich mal in innovatives Zeichen gegen oder für Globalisierung und die Verflechtung von Wirtschaft und Politik setzen - und zugleich beweisen, dass es doch noch schlimmer kommen kann. Denn die meisten "professionellen BeobachterInnen" (und zu denen zähle ich als Nebenfach-studierter Politikwissenschaftler auch), halten das an sich nicht mehr für möglich.


Fotocredits: Stimmabgabe an der Wahlurne von Alexander Hauk / Pixelio

Facts.ch will’s wissen

factsch Facts.ch wills wissenNormalerweise sind Medien ja der Teil der Gleichung, der die Informationen spreadet. Andererseits sammeln Zeitschriften, Sender und Internetseiten auch gern Daten und Fakten über die eigene Konsumentenschaft - schließlich möchte man ja möglichst nahe an der Zielgruppe agieren. Facts.ch, in den letzten Monaten zu meinem Lieblings-Nachrichtenportal im Netz avanciert, hat dieser Tage eine Befragung gestartet, die genaueren Aufschluss drüber geben soll, welche Services genutzt werden.

Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt knappe 10 Minuten in Anspruch. David Bauer, der das Projekt im Rahmen seiner Masterarbeit an der Universität Hamburg durchführt, erhebt vor allem die Art der Nutzung: schätzen die User eher die passive Informationsaufnahme, das Kundtun der eigenen Meinung oder die Community-Funktionen? Auf die Ergebnisse der Umfrage bin ich gespannt; die E-Mail Adresse wird nicht abgefragt, aber ich geh mal davon aus, dass Umfrage.

Grenzpfostens PR-Umfrage: die Ergebnisse

bloggerumfrage 150x150 Grenzpfostens PR Umfrage: die ErgebnisseIm Mai habe ich auf eine Umfrage des Herrn Grenzpfosten zum Thema Blogger und PR-Heinis bzw. PR-Heinis vs. Blogger hingewiesen. Von Tanja-Anjas wusste ich damals noch gar nix... trotzdem oder gerade deswegen stehen mittlerweile die Ergebnisse fest. Befragt hat Florian 66 Weblog-AutorInnen - die Ergebnisse der Studie beanspruchen nicht, repräsentativ zu sein, lassen aber dennoch einige interessante Trends erkennen. Kurz gesagt: drei Viertel der Befragten TeilnehmerInnen möchten gerne mit Info-Material versorgt werden, und zwar regelmäßig - demgegenüber haben bloß 17% ganz und gar keinen Appetit auf "Marktkommunikation", Pressetexte und hässliche Werbesonnenbrillen*.

Um das Gefühl der eigenen Wichtigkeit zusätzlich zu steigern, verlangt der Durchschnittsblogger von der Anja-Tanja in der PR-Agentur auch noch, dass sie den ganzen Schrott, den er so schreibt, vorher auch noch liest... und ihm dann passen kommt. Also etwa so:

Sehr geehrter Herr Pettauer,

hier ist Anja-Tanja von der Agentur WorsePR. Wir kennen uns von Xing über drei Ecken, außerdem habe ich beim gugeln nach Pagerank zufällig Ihre Webseite gefunden, der ich entnehme, dass Sie ein großer Fan von Chicago Deephouse Tribal Elektro sind - genau wie ich. Außerdem finde ich es toll, das Sie sich so für das Social Web interessieren und wollte daher fragen, ob ich Ihnen ein Testexemplar unseres Gesundheitsstuhls für Blogger schicken darf?

Hinweise, ob sie kontaktiert werden wollen oder nicht, hinterlassen Blogger in der Regel nicht... ist ja auch schwierig: "Bitte keine Viagra-Pressetexte und keine Sonnenbrillen in Nationalfarben, von der Zusendung lebender Tiere bitten wir gleichfalls abzusehen." wär mal einen Versuch wert. Florians Schlussfolgerung kam mir auch gleich in den Sinn:

Die Schizophrenie des Alltags: Zwar will ein überwältigender Teil der Blogger PR-Contents haben und das auch noch am besten per Mail, aber gleichzeitig wollen Blogger nicht zugespamt werden. Das finde ich ja irgendwie komisch und frage mich wie das gehen soll.

Hier geht's zur kompletten Auswertung.


*) Nichts gegen die Deutschland-Brille, die ich letztens ungefragt von einem Online-Optiker erhielt. Ich wusste vorher gar nicht, dass ich schon immer mal eine Brille mit den deutschen Nationalfarben besitzen wollte. Wer will die Welt schon durch die rosarote Brille sehen, wenn's auch die schwarz-rot-gelbe sein darf? Das Päckchen war übrigens bereits im Briefkasten aufgerissen - hoffentlich denkt die österreichische Fußballpolizei nun nicht, hier lebt ein Deutschtümler. Aber in Zukunft bitte lieber direkt Geld schicken, am besten anonym - ich bedank mich dann auch anonym.

Warum wird ein Weblog betrieben?

ipmz Warum wird ein Weblog betrieben?Diese Frage stellte sich bzw. 200 Weblog-AutorInnen das Züricher Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung von Jänner bis April dieses Jahres. Ich habe an der Umfrage teilgenommen und vor einigen Tagen die, wie ich finde, sehr interessanten Ergebnisse zugeschickt bekommen. Insgesamt gaben 327 Personen Auskunft über ihre (sinistren?) Motive, das Durchschnittsalter des zu 79% männlichen Sample lag bei 32,5 Jahren, 74% der befragten BloggerInnen haben Matura und/oder Hochschulabschluss, 62,3 Prozent leben in einer festen Partnerschaft. Rund drei Viertel bloggen privat, knapp 20% beruflich und 8% ehrenamtlich. Die Forschungsziele der Untersuchung waren wie folgt definiert:

Ziel der Untersuchung war herauszufinden, aus welchen Gründen ein Weblog betrieben wird und wie die konkreten Nutzungsweisen aussehen. Zudem interessierte die Selbstdarstellung, die Authentizität sowie die Community-Wahrnehmung von Weblog-AutorInnen.

Wenig überraschend: Politik und Zeitgeschehen, Technik, Forschung/Bildung/Wissen und Medien sind die beliebtesten Themen, bloß 1/3 der Befragten nutzt das Blog vorwiegend, um die eigene Person zu schreiben. Primäres Motiv ist der Austausch mit anderen sowie die Vergewisserung der eigenen Existenz aka Identitätsmotiv. Eskapismus, soziale Integration und Unterhaltung spielen ebenfalls eine Rolle für die Motivation. Ebenfalls nicht ganz unerwartet ist folgendes Zitat aus Abschnitt "Authentizität":

Während die Häufigkeit des Bloggens keinen Einfluss auf die Authentizität hat, wirkt sich die Suche nach Weblog-Kontakten tatsächlich positiv auf die Authentizität beim Bloggen aus: Je stärker das Interesse der Befragten an neuen Kontakten ist, desto authentischer stellen sie sich dar. Gleichzeitig fühlen sie sich auch mehr mit der Weblog-Community verbunden.

Die Leitung der Studie oblag lic.phil. Ursina Mögerle am IPMZ, hier die komplette Zusammenfassung zum Download:

Ergebnisbericht zur Befragung von Weblog-AutorInnen

Nicht sprechen erscheint sicherer

ueberwachungsbild Nicht sprechen erscheint sichererDie Vorratsdatenspeicherung in Deutschland hält nicht nur Terroristen vom Telefonieren ab, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage beweist: aus - wohl keineswegs unbegründeter, wie der aktuelle Telekom-Skandal zeigt - Angst vor möglichen späteren Negativfolgen verzichten immer mehr Bundesbürger darauf, die Eheberatungsstelle, den Psychotherapeuten oder die Drogenberatungsstelle zu kontaktieren. In Zeiten wie diesen weiß man schließlich nie genau, wer eigentlich Zugriff auf welche Daten hat.

1.002 Deutsche wurden von Forsa am 27./28. Mai für die repräsentative Umfrage ausgequetscht, und die Ergebnisse sollten den Politikern zu denken geben:

Die zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. [...] Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen. Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert als Konsequenz aus der Umfrage - welche Überraschung - die sofortige Außer-Kraft-Setzung des Gesetzes, welches als lebensgefährlich eingestuft wird, wenn es etwa von telefonischen Hilferufen beim Psychotherapeuten abhält, so die Argumentation.

Den kompletten Ergebnisbericht gibt's online, aktuelle Informationen zur laufenden Verfassungsbeschwerde gegen die ausufernde Datenspeicherung finden potentielle Mit-ProtestantInnen hier.


Foto: Michael Hirschka / Pixelio

Die Definition von SEO

shoemoneyWas die Definition von fett ist, wissen wir dank des gleichnamigen Songs von den Fetten Broten schon lange. Shoemoney allerdings hat unlängst eine Umfrage zum Thema Was ist SEO? unter den einschlägig vorbelasteten Gurus durchgeführt und wollte wissen, wie selbige ihren Broterwerb definieren. Mit Marcus Tandler aka Mediadonis ist auch ein Deutscher mit in der illustren Runde dabei, zu der unter anderem auch Neil Patel, Andy Beal, Dax Herrera, Patrick Gavin, Danny Sullivan, Joost Devalk und Quadzilla gehören.

Besonder gut gefällt mir die Definition von Rebecca Kelley (SEOmoz):

In my opinion, SEO is simply a facet of traditional marketing that focuses on the Internet medium. It involves implementing strategies and changes that make your website both search engine and user friendly - search engine friendly so that your site ranks well in search engine results for appropriate keyword searches, and user friendly so that you can provide a solid customer experience and yield high conversions.

Dabei wird der zentral Punkt angesprochen - "gute" SEO bedeutet eben immer, beide Seiten - die dummen Google-Bots ebenso wie die schlauen menschlichen Besucher - im Hinterkopf zu behalten und Webpräsenzen so zu bauen, dass beide "Zielgruppen" möglichst viel Freude mit der besuchten Seite haben. Und ich weiß, dass hier einige Online-Pros mitlesen, daher eine Frageeee: was verstehen Sie, verehrte LeserInnen, unter (Blog)SEO?

Alles neu bei Blogflux

blogflux1 Alles neu bei BlogfluxUrsprünglich startete der US-Anbieter als reiner Blog-Katalog ohne Aggregations- oder Community-Features. Nun haben die Betreiber der Seite eine umfassende Frischzellenkur verpasst und bieten ab sofort eigene Inhalte, Community-Features und zusätzliche Blogger-Werkzeuge an.

Sofort ins Auge stechen die "Featured Articles" auf der Startseite: mehrmals pro Woche gibt's Insider-News von alten Hasen für Neueinsteiger, natürlich wird auch ein zugehörigen RSS Feed angeboten. Im Verzeichnis sind bis dato bereits deutlich über 100.000 Blogs eingetragen; registrierte UserInnen verfügen ab sofort über ein persönliches Profil samt Avatar-Bildchen und Kommentarfunktion.

Übersicht über alle persönliches Features bietet das neue Control Panel: hier werden neue Blogs eingetragen sowie Bookmarks, Kommentare und Co. verwaltet - und neue Themes hochgeladen, denn Blogflux macht Wordpress.org mit einer eigenen Theme-Sammlung Konkurrenz, die allerdings neben WP auch neue Optiken für so ziemlich alle gängigen und weniger gängigen Blog-Publishing System anbietet.

Für Blogger, die ihre Seite via self-hosted WordPress betreiben, machen die diversen Abstimmungs- und Quiztools wenig Sinn, da sich WP via Plugins mit wenigen Mausklicks mit den entsprechenden Funktionen nachrüsten lasst - wer bei einem Bloghoster mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten zuhause ist, darf sich über das simple Poll-Interface freuen, mit dem im Handumdrehen Umfragen erstellt und via HTML Code-Snippet ins eigene Posting eingebunden werden.

Wie bei allen großen US-Blog-Communities dominieren - nona - englischsprachige Inhalte. Aufgrund des guten Rankings der Seite kann es aber auf keinen Fall schaden, das eigene Blog ins Verzeichnis einzutragen. Und mit der gut geschüttelten Mischung aus Katalog, mybloglog und Theme-Directory könnte sich Blogflux zu einer ernsten Konkurrenz für etablierte Aggregatoren entwickeln: wer weiß, vielleicht ergänzen die Betreiber ihre Serviceportfolio beim nächsten Update um Hosted Blogs und Technorati-artige Funktionen.

Blogistan Panoptikum KW13 2008

Andi Schabus hat mit dem MS Robotics Studio einen Tennisroboter programmiert, den er bei den Big Days vorführen wird. Auf msdn wurde die ganze Sache in Comicform festgehalten - ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte, ob gezeichnet oder gerendert. Auch sonst war die vergangene Woche ebenso wie ihre Vorgängerinnen keineswegs arm an bemerkenswerten Ausschlägen des Blog-Oszillometers.

Jaron Lanier misstraut den Massen

Der bekannt amerikanische AI-Forscher Jaron Lanier steht der Wikipedia äußerst misstrauisch gegenüber. Das Kollektivprinzip "die Gruppe weiß mehr als der einzelne" erinnert ihn an faschistoide Strukturen, wie ein sehr lesenswerter Artikel in der Zeit berichtet:

In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen.
[...]
Tatsächlich trage Wikipedia totalitäre Züge, weil es die Meinung vertrete, Kollektive könnten Ideen und Intelligenzformen hervorbringen, die jenen von Individuen überlegen seien. Damit negiere das Internet-Forum das Wissenspotenzial des Einzelnen zugunsten einer anonymen, gleichförmigen und gleichmacherischen Einheitsbewegung. Einer Bewegung, die Ähnlichkeiten mit Ideologien aufweise, die wie Nationalsozialismus und Bolschewismus auf schiere Masse setzten.

Hart ausgedrückt und ziemlich tendenziös - eine Glorifizierung des Konzepts Autorenschaft erinnert mindestens so sehr an Totalitarismus wie die Glorifizierung der Masse an Faschismus... deswegen jegliches kollektive Wissensprojekt vorzuverurteilen greift zu kurz, weil diese Argumentation das klassische Verlagssystem zum Heiligen Gral der Wissensproduktion stilisiert. Dennoch trifft Lanier einige neuralgische Punkte, an denen die Wikipedia noch hart zu knabbern haben wird: und wenn demnächst Brockhaus mit seinen 300k Artikel online geht, dann wird sich - zumindest im deutschsprachigen Raum - deutlich zeigen, welches der beiden Autorenschaftskonzepte sich als das überlegene erweist.

Von A und B Menschen

20% der dänischen Bevölkerung sind nicht zum Frühaufsteher geboren, sagt die SZ:

Sechs Prozent der Bevölkerung macht nach Meinung des dänischen Schlafforschers und Neurologen Morten Møller der harte Kern der Morgenmuffel aus, die ohne Vergewaltigung ihrer selbst nicht früh aufstehen und schon gar nicht frühmorgens bei der Arbeit funktionstüchtig sein können. Auf 15 bis 25 Prozent schätzen die Wissenschaftler den Anteil der Gesamtgruppe an "B-Menschen" an der Bevölkerung. So nennen die Dänen Langschläfer, die ganz einfach viel besser funktionieren, wenn sie ein bisschen länger in den Federn bleiben können.

Ergebnisse der SEOMoz Umfrage

Vor sechs Wochen erhob SEOMoz demographische Daten über den gemeinen Suchmaschinenoptimierer; die Ergebnisse sind nun eingelangt und in Kurzform als Blogartikel sowie als umfangreiche Auswertung mit Charts verfügbar. Dabei treten ein paar recht interessante Fakten zutage: SEO lernten fast alle Befragen im do-it-yourself Verfahren - kein Wunder, formalisierte Ausbildungen sind samt und sonders zu langsam für die rasante Google-Achterbahn :-)

Word-Kuriositäten

"Der schlaue Farmer düngt draußen statt drinnen", so eine alte Bauernregel aus den USA. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum Word aus "Presseaussendung" bei der Rechtschreibkorrektur gerne Presseaußendung machen möchte - das nenn ich mal eine originelle Interpretation der neuen alten Rechtschreibung!

rechtschreibung

Was gab's ansonsten in dieser Woche noch so an weltbewegenden Geschehnissen? Nun, ich hab die oberste virtuelle Zweiradliga bei Onetrack erreicht und darf nun endlich das Hellbike mein eigen nennen. Sozusagen das Äquivalent zu WoW Level70 und T6 Equipment... naja, nicht ganz. Dennoch: der fahrbare Untersatz des Ghost Rider hat schon was, obwohl ich aufgrund des dekorativen Totenschädels ja eher von einem Piratebike sprechen würde... wie auch immer: angenehmen Restsonntag wünscht Ihr datenschmutz-Rider!

hellbike
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