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	<title>datenschmutz &#187; Urheberrecht</title>
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		<title>Nominierungs-Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 07:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2011 hat in Staatssekretär Josef Ostermayr in würdigen 3. Preisträger gefunden, das Publikum (ent)ehrte die Austro Mechana. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, eine Rede über den ebenfalls nominierten Bernhard Heinzelmaier zu halten - und zwar inklusive Gedicht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-225x300.jpg" alt="wolo 225x300 Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2010" width="225" height="300" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Gestrigentags hatte ich die Ehre und das Vergnügen, vor einer illustren Schar von Schwarzgurt-Geeks im Rahmen des <a href="http://www.monochrom.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/" class="liexternal">Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten</a> die mahnende Laudatio über Nominee Bernhard Heinzelmaier zu halten. Wie es dazu kam, dass der tendenziell enorm undigitale Jugendforscher aus der beschaulichen Welt der teil-immersiven Wissenschaft mitten ins brodelnde Zentrum des Netzlebens katapultiert wurde, erklärt der folgende Text — meine Rede inklusive des abschließenden Gedichts, die hier auf vielstimmigen Leserwunsch zu veröffentlichen mir ein riesengroßes Vergnügen ist. Und nein, danke der Nachfrage: vielstimmig ist keine Floskel, sondern wir sprechen hier von 3 (in Worten: d-r-e-i!, wenn nicht gar vier) Tweets — und keines davon von mir selbst! Sozialmediale Landvermesser gewichten mangels Alternativen Twitter in Rankings derzeit durchwegs überproportional. Rechnet man dann auch noch die geringe Userbasis auf die Gesamtbevölkerung hoch, wäre eigentlich “auf Wunsch tausender Österreicher” noch Tiefstapelei. Danke Statistik, danke Bevölkerung — ich fühle mich geehrt!</p>
<p>Was höre ich da? Sie sind (Micro)Blogger und Social Media User aus dem Land mit dem .at hinten dran, haben aber ganz und gar keine Ahnung, was es mit diesem Lorenz-Preis für internetfreie Minuten auf sich hat? Na gut, dann mach ich ausnahmsweise mal den Blogger-Kreisky: Lernen Sie Geschichte, Herr Internetreporter! <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=126243670763789" rel="nofollow" class="liexternal">Folgendes</a> trug sich nämlich im Rahmen des Elevate Festivals 2008 in Graz zu:</p>
<blockquote><p>Dem “Scheiß Internet”, in das sich junge Menschen “verkriechen”, hat ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz im Herbst des Jahres 2008 den Kampf erklärt. Wenn das nicht Grund genug ist, nach dem Visionär einen Preis zu benennen, was dann? Das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a> hat deshalb den “Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten” gestiftet.</p></blockquote>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-heinz2.jpg" alt="wolo heinz2 Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink" width="600" height="334" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Twitter-Zeuge Heinz Wittenbrink.</div>
</div>
<p>Zurück in die Gegenwart, wir blenden um ins <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lilarum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lilarum">Lilarum</a>. Ich habe es bereits gestern zu Beginn meiner <strike>Laudatio</strike> Nominatio im <a href="http://lilarum.at/" class="liexternal">Figurentheater Lilarum</a> erwähnt: “Heinzelmaiern” klingt durchwegs österreichischer als “schirrmachern”, aber dennoch stellt jener schicksalhafte Vortrag am Kahlenberg im Vergleich zu anderen nominierten Netz-Feinden eine, wenngleich amüsante, Randnotiz dar. Und so freue ich mich, dass ein verdienter Preisträger die lange und bewegte Geschichte des Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreises würdig fortschreibt. Herr Staatssekretär Josef Ostermayer, befand die aus Nicole Kolisch, Jana Herwig, Manfred Bruckner, Thomas Turner und Ingrid Brodnig, hat den <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23wolo10" rel="nofollow" class="liexternal">WOLO 2010</a> für den ORF-Gesetz-Pfusch redlich verdient. Der äußerst effizient vergeben Publikumspreis geht an die Austro Mechana. Seht’s doch endlich ein: die Festplatten-Urheberrechts-Abgabe ist völlig sinnlos! Wir lagern all unsere raubkopierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolfgang-ambros/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolfgang Ambros">Wolfgang Ambros</a> Singles längst in der Cloud.</p>
<p>Damit bleibt mir nur mehr, Host Johannes Grenzfurthner für einen äußerst amüsanten Abend zu danken. Und auch wenn die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> des Netzes in mancherlei Hinsicht mindestens unsicher sein mag, eines ist gewiss: auch in der vierten Auflage 2011 wird der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WOLO">WOLO</a> auf keinen Fall aus Mangel an Nominierungen scheitern.</p>
<h2 id="toc-nominierungsrede-fr-bernhard-heinzelmaier">Nominierungsrede für Bernhard Heinzelmaier</h2>
<p>von Ritchie Pettauer, anlässlich des WOLO 2010</p>
<blockquote><p><small>Heinzelmaiers Einzelmeinung, die der Meinungsforscher nach dem Bilde Schirrmachers schuf, übersieht eine wichtige Tatsache: Facebook fragmentiert nicht nur, es provoziert, es schwitzt geradezu Hochkultur: überall rinnt sie heraus, und keiner bewahrt sie, die Hochkultur. Aber man steigt nie rein, kriegt nie nasse Füße, wenn man lauter dämliche “Freunde” hat. Dieses Dilemma muss aber irgendwie abgedichtet werden, bevor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buridans_Esel" rel="nofollow" class="liwikipedia">Buridans Esel</a> auch noch ertrinkt. Bringen Sie Ihre Rohrzangen mit. (Achtung: die haben mittlerweile Bodyscanner im Lilarum!)</small></p></blockquote>
<p>Warum ist der Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier für den Wolfgang Lorenz Gedenkpreis nominiert? Am 24.9. diesen Jahres veranstaltete die ehemalige Berater– und nunmehrige <a href="http://www.neuwaldegg.at/no_cache/beratergruppe/forschung/workshops/workshop-details/article/3136/38/?tx_ttnews[pS]=1285652208" rel="nofollow" class="liexternal">Forschergruppe Neuwaldegg</a> die Konferenz “Digitales Managen: Wie Facebook, Twitter &amp; Co Entscheidungen und Kommunikation in Unternehmen verändern.” Herr Heinzelmaier hielt dort einen Vortrag über “aktuelle Trends aus der Jugendkultur-Forschung”. Im großen und ganzen lässt sich zusammenfassend sagen: wie seit der Inauguration der Jugendforschung nicht anders vorstellbar, sind die jungen Menschen derzeit, noch immer bzw. schon wieder in einer extrem beschissenen Lage. Nicht zuletzt dank des Scheiß-Internet, meint Heinzelmaier.<span id="more-28214"></span></p>
<p>Digital Natives leiden unter dem allgegenwärtigen Diktat des Informationstotalitarismus. Doch so düster die Lage auf den ersten, zweiten und auf sämtliche weiteren Blick scheinen mag: Bernhard Heinzelmaier hat bei all der intuitiven Abneigung, die er gegen das Internet verspürt, dennoch einen Lösungsweg parat. Er rät nicht bloß Halbwüchsigen: “Schaltet den Zensor im Kopf ein!”</p>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-johannes.jpg" alt="wolo johannes Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Johannes Grenzfurthner" width="600" height="520" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Dr. Johannes Grenzfurthner, Arzt Ihres Vertrauens, Conferencier und Chorleiter.</div>
</div>
<p>Meine Damen und Herrn, als Generalsekretär und Mitinitiator des <a href="http://internetrat.at" class="liexternal">Österreichischen Internetrats</a> freut es mich, dass dieses für die österreichischen Netzlandschaft so essentielle freiwillige Kontrollgremium, das gleichsam im innersten Kreis der Internet-Hölle geboren ward, und der nahezu vollständig analoge Jugendforscher zum gleichen Schluss kommen: Die einzige Möglichkeit, nicht kontrolliert zu werden, liegt in ausreichender Selbstkontrolle.</p>
<p>Ich sage: wer nichts zu verbergen hat, hat den Einschaltknopf für den “Zensor im Kopf” bloß noch nicht gefunden. Für unseren Mann mit dem Hammer ist bekanntlich jeder Nagel ein Problem  — für den Jugendforscher mit der Suggestivbrille ist jede Antwort eine Bestätigung seiner zunehmend unvageren Vermutungen. Warum Vermutungen? Der wie erwähnt sehr analoge Bernhard Heinzelmaier existiert virtuell kaum — als schwächlicher Schatten seines Selbst füllt er mit Mühe und Not nicht einmal eine ganz Google-Ergebnisseite. Dennoch hält die jüngste Geschichte 2 aufschlussreiche Recherche-Ergebnisse bereit:</p>
<p>Da wäre einerseits <a hre="http://caritas.erzbistum-koeln.de/export/sites/caritas/caritas/fachbereiche/integration/migration/deu_ind_dialog/meine_welt/hefte_pdf/03_dezember_2007.pdf" rel="nofollow">diese</a> Fundstelle aus “Meine Welt — Zeitschrift des Deutsch-Indischen Dialogs” Dezember 2007/Januar 2008, Heft 23, Jahrgang 24:</p>
<blockquote><p>Nur Leistung zählt — Immer mehr junge Leute fühlen sich nicht anerkannt: “Viele Jugendliche 	leben im Sinnvakuum”, sagte Studienleiter Bernhard Heinzelmaier. Ihnen fehlten Werte und 	ideelle Ziele. “Weil Geld und Konsum alleine unzureichend motivieren, werden die 	notwendigen Anstrengungen in Schule, Beruf und Ausbildung nicht als Herausforderung, 	sondern als Zumutung und Druck erlebt”, so der Forscher.</p></blockquote>
<p>Die gleiche Nachricht findet man übrigens auch auf <a href="http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=136481" rel="nofollow" class="liexternal">kirchensite.de</a> und <a href="http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/1399450/Jugendliche+leiden+unter+Stress.html" rel="nofollow" class="liexternal">NZWonline</a>, verbreitet via <a href="http://www.kna.de/" rel="nofollow" class="liexternal">KNA</a> — Katholische Nachrichten-Agentur GmbH.</p>
<p>Eineinhalb Jahre später datiert <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&#038;Alias=wzo&#038;cob=359832" rel="nofollow" class="liexternal">Beitrag</a> aus der Wiener Zeitung, Printausgabe vom Mittwoch, 9. Juli 2008: “Null Bock” ist endgültig passé:</p>
<blockquote><p>Dass Jugendstudien und der mediale Umgang mit Jugend an sich problematisch sind, davon ist auch Bernhard Heinzelmaier vom Institut für Jugendkultur überzeugt: “Das Bild, das die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> von der Jugend heute hat, ist ein medial vermitteltes. Und das ist ein heterogenes, vielleicht sogar widersprüchliches. Auf der einen Seite wird Jugend positiv gesehen als Jugendlichkeit, etwa als jung, schön, erfolgreich und dynamisch sein”, so Heinzelmaier. Anderseits gibt es ständig irgendwelche Katastrophenmeldungen über gewaltorientierte oder komasaufende und drogenkonsumierende Jugendliche der Spaßgeneration, die desinteressiert und politisch abstinent sind, betont der Experte.</p></blockquote>
<p>Nun frage ich Sie: was ist passiert in den vergangen zwei  Jahren? Wohin ist das “Heterogene”, das “vielleicht sogar Widersprüchliche” verschwunden? Konnte der Informationstotalitarismus in nur zwei Jährchen alle Ecken und Kanten erodieren, oder, wie’s neuerdings in Österreich heißt, “abschleifen”?</p>
<div style="border:1px solid gray;margin-bottom:18px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wolo-leyrer.jpg" alt="wolo leyrer Nominierungs Rede: Heinzelmaier bei Lorenz +1 Gedicht" title="Martin Leyrer auf der WOLO-Bühne" width="600" height="405" />
<div style="padding:3px;font-size:0.8em;">Martin Leyrer, dank Overhead-Magie mit doppelter Bühnenpräsenz.</div>
</div>
<p>Wir Geeks, die wir so große Stücke halten auf Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt, tun gut daran, gerade heillos kritischen Geistern nicht mit der Arroganz unreflektieren Spotts gegenüber zu treten. Aber ein Jugendforscher, der zugunsten bloßer Polemik jegliche Differenzierungskriterien innerhalb seiner Klientel über Bord wirft, wirft damit eben auch ein schlechtes Licht auf die eigene Klientel. Kein darf so über unsere Kids reden, meine ich, ganz besonders kein Jugendforscher. Aus diesem Grund habe ich Bernhard Heinzelmaier stellvertretend für alle Kulturkritiker der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft folgendes Gedicht zur erbaulichen Ermahnung gewidmet — und natürlich als Gedächtnisstütze für das 2. Axiom der digitalen Medienreflexion “Wie man in’s Internet hineinruft, so schallt’s heraus.” Denn: der größte Feind unserer grauen Zellen sind nun mal nicht “die Medien”, sondern wir selbst…</p>
<div style="font-size:1.1em;padding-top:6px;margin-top:3px solid #cccccc;;padding-bottom:6px;margin-bottom:3px solid #cccccc;"><strong></strong></p>
<p>Im Digitalen lauert oft — an Ecken und an Enden — Information in Überzahl /<br />
und mit Visualisierungstools / kann man selbige drehen und wenden.</p>
<p>Es ruht der Blick — das ist ein Irrtum. Der Blick ruht nicht, er reflektiert /<br />
obwohl Forscher abstrahieren sollten, ist sowas schon öfter passiert.</p>
<p>Kulturkritik und Armageddon, der Weg vom Mensch zum Affen:<br />
er führt nicht durch den Mediendschungel, da könnt ihr noch so lange gaffen.</p>
<p>In <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a>, Fernseher, Computer, Handys: sie minderten, heißt’s, unser Wesen.<br />
Das sagen Kritiker schon immer, und zwar bereits, seit wir lesen.</p>
<p>Solch Medienkritik mag manches Mal selbst genauester Prüfung genügen -<br />
das Schöne ist, vergessen wir nie: die Geschichte straft sie stets Lügen.</p>
<p>Drum sage ich Herrn Heinzelmaier: es bleibt Ihnen unbenommen,<br />
dass Sie das Internet nicht mögen —  es hat Ihnen wohl nicht bekommen.</p>
<p>Nur eines sei noch angemerkt: das Internet an sich ist leer!<br />
Alles, was dort drinnen ist, bringen Menschen in Verkehr.</p>
<p>Wenn Facebook, Twitter und so weiter Ihnen furchtbar dumm erscheinen,<br />
dann liegt das nicht am “Social Web”: falsche Freunde bringen jeden zum Weinen!</p></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Netzneutralität statt ACTA-Wahnsinn</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute nachmittag diskutierte ich beim Internet Summit Austria mit Rechts-Experten über die Chancen und Risiken des Netzes - eine Diskussion, die dringlichst auf breiter Basis geführt werden muss, denn die aktuelle Entwicklung gibt mehr als nur Anlass zu milder Besorgnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Nachmittag saß ich beim <a href="http://www.ispa.at/know-how/themen/internetsummit-2010/internetsummit-2010/" class="liexternal">Internet Summit Austria 2010</a> im großen Festsaal der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität">Universität</a> auf der Bühne. Der mondän-historische Rahmen des Veranstaltungsortes hätte dem Thema kaum besser angepasst sein könnte, denn unsere Diskussion drehte sich um das Thema “Internet: Chance und Gefahr für unsere Grundrechte”. Manches Mal staunte ich über juristische Terminologie und fühlte mich an ein sehr kompliziertes Rollenspiel erinnert, an einen abgeschlossenen Mikrokosmos, innerhalb dessen streng formalisierten Kontexts Aussagen wie “Freiheit und Sicherheit sind zwei sich widersprechende Grundrechte” erstaunlicherweise plötzlich Sinn machen.</p>
<p>Sehr erhellend war Prof. Martin Selmayrs Vortrag. Der Kabinettchef von EU-Kommissarin Viviane Reding sitzt sozusagen im Zentrum der europäischen Netzsperren-Debatte, die sich im Kern um die Frage dreht: sollen illegale Angebote gelöscht werden oder soll man den Usern den Zugang sperren? Erstere Möglichkeit sei zu bevorzugen, zweitere solle dann zum Einsatz kommen, wenn die Löschung nicht klappt, so die grob verkürzt dargestellte Position Selmayrs. Um derartige Netzsperren errichten zu können, braucht man allerdings eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/infrastruktur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Infrastruktur">Infrastruktur</a>, die on demand funktioniert, also im Wesentlichen eine Kopie der “Great Chinese Firewall”. Dass derartige Infrastrukturen schnell mal Begehren wecken, die weit über die Bekämpfung von Kinderpornographie hinausgehen, zeigt die Urheberrechtsdebatte der letzten Jahre sehr eindeutig. Insofern stehen wir kollektiv vor einer immens bedeutsamen Weichenstellung: wie viel Top-Down Kontrolle braucht die Wissensgesellschaft der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a>? Und wie kann man das Potential des freien Informationszugangs gegen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zensur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zensur">Zensur</a>- und Urheberrechtsinteressen abwägen?</p>
<p>Aufgrund seiner dezentralen, internationalen Struktur entzieht sich das Netz einerseits recht effektiv einer vollständigen Kontrolle, bietet aber andererseits alle technischen Voraussetzungen zur Totalüberwachung des Bürgers und Konsumenten der Zukunft. Ich wünsche mir, dass die verantwortlichen Politiker trotz emotionalisierender Themen wie Terrorismusbekämpfung ein realistisches Augenmaß behalten. Wann immer Vorschläge auftauchen, renitente User vom Netz “auszuschließen” (siehe die <a href="http://www.jurablogs.com/de/three-strikes-out-wird-in-frankreich-gesetz" class="liexternal">Three Strikes Out Debatte in Frankreich</a>), ist ein gravierendes Missverständnis die Ursache: das Internet ist die Infrastruktur der Massengesellschaft und eben nicht bloß ein weiteres Massenmedium. Genau das macht es auch so unglaublich schwierig, bestehende gesetzliche Regelungen 1:1 auf eine veränderte Technologie-Landschaft umzulegen. Tut man das trotzdem, dann kommt so ein katastrophaler Schwachsinn wie ACTA heraus, ein informations-technologischer Rückschritt ins dunkle Mittelalter:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Sollte es (hoffentlich!) gelingen, ACTA zu stoppen, ist die Netzneutralität deswegen noch lange nicht gesichert: der Übergang von der Industrie– und Dienstleistungs– hin zur Wissensgesellschaft ist gewiss kein schmerzfreier und wird viel Engagement erfordern. Daher meine Bitte an alle datenschmutz Leser: lassen Sie uns unsere Energie darauf verwenden, bestehende “Digital Divides” zu schließen, anstatt neue Gräben und Grenzen zu ziehen.<span id="more-22161"></span></p>
<p>PS: Ich habe mich sehr gefreut, meinen österreichischen Lieblingsblogger <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> kennen zu lernen. Wer über aktuelle Entwicklungen rund um das österreichische und europäische Telekommunikationsrecht am Laufenden bleiben will, dem empfehle ich wärmstens, <a href="http://blog.lehofer.at/" class="liexternal">Hans Peter Lehofers Blog</a> zu abonnieren. Dr. Lehofer ist nicht nur ein Praxis-erfahrener Kenner der Materie, sondern besitzt die seltene Fähigkeit, komplexe juristische und politische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und mit unnachahmlich trockenem Humor äußerst treffenden zu kommentieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 14:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vormittag kündigte die Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek eine Private-Public-Partnership im Wert von 30 Millionen Euro an: Google wird den gesamten rechtefreien Bestand der ÖNB in den nächsten 6 Jahren digitalisieren - das sind rund 400.000 Bücher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/400-000/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 400.000">400.000</a> Bücher aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek sind <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with frei">frei</a> von Urheberrechten. Sind seit dem Todestag des Autors mindestens 70 Jahre vergangen, dürfen die betreffenden Werke <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with frei">frei</a> verbreitet werden, doch die Digitalisierung historischer Bücher verursacht immense Kosten. Diese übernimmt im Rahmen der bisher größten österreichischen Public-Private Kultur-Partnerschaft der Suchmaschinenriesen Google: der längst zur internationalen Medienmogulerie gewachsene Konzern bezahlt für die systematische Transformation von Zellstoff und Tinte in Nullen und Einsen gigantische 30 Millionen Euro. In sechs Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein, 2016 wird der gesamte “Open Source” Bestand der Bibliothek der Öffentlichkeit online zur Verfügung stehen, im Volltext und samt Suchfunktion.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-1-600x390.jpg" alt="oenb 1 600x390 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek" width="600" height="390" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pressekonferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pressekonferenz">Pressekonferenz</a> im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.</div>
</div>
<p>Heute Vormittag präsentierten ÖNB-Direktorin Dr. Johanna Rachinger, Projektleiter Max Kaiser, Google-Österreich Geschäftsführer Charly Pall und Google-Buchsuche Chefin Annabella Weisl  den Digitalisierungs-Fahrplan einer ausgesprochen interessierten Journalistenrunde, und  trotz aller sonstigen  Bedenken gegen die Quasi-Monopolstellung der “Datenkrake” Google kann ich der Generaldirektorin zu dieser genialen Kooperation nur gratulieren.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-5-600x306.jpg" alt="oenb 5 600x306 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="ÖNB Pressekonferenz" width="600" height="306" style="border:1px solid orange;" /></a>
<div style="font-size:0.8em;color#333333;text-align:center;">Max Kaiser, Johanna Rachinger, Annabella Weisl und Karl Pall.</div>
</div>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<p>In der Digitalisierung der rechtefreien Bestände sehe ich keinesfalls einen Paradigmenwechsel, denn Ziel und Aufgabe der ÖBN ist es ja nicht bloß, Schriften zu archivieren, sondern den Bestand der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So kann man sich beispielsweise schon in den letzten 100 Jahren jeden einzelnen Band, der im beeindruckenden Prunksaal der Bibliothek steht, nach vorheriger Anmeldung ausheben lassen. <strong>Doch das digitale Archiv lässt nicht nur die Notwendigkeit der Vor-Ort-Präsenz wegfallen, es erschließt den Textkorpus auf eine völlig neue Weise, die nicht nur Historiker und Literaturwissenschaftler begeistern wird!</strong></p>
<p>Dass die technischen Voraussetzungen für ein solches Projekt alles andere als trivial sind, dürfte jedem klar sein, der schon einmal mit einer OCR–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a> zur Texterkennung gearbeitet hat. Ein großer Teil der Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist in Frakturschrift gedruckt, die Druck-Qualität erschwert die Aufgabe zusätzlich. Google hat allerdings in den letzten Jahren die entsprechenden Tools und Verfahren entwickelt. Im konkreten Fall werden die Werke mit Zustimmung des Denkmalamts nach Bayern gebracht und dort erfasst, einigen Jahren sollen alle <a href="http://www.zeilenreich.de" class="liexternal">Bücher online</a> sein.</p>
<div style="float:left;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-3-300x154.jpg" alt="oenb 3 300x154 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Historisches Buch" width="300" height="154" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="float:right;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-6-300x160.jpg" alt="oenb 6 300x160 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Sammlung der ÖNB" width="300" height="160" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<div style="clear:both;margin-bottom:15px;"> </div>
<p>Ob die fertig digitalisierten Werke laufend oder in mehreren Tranchen veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. 2016 sollen dann alle 400.000 Bände zur Verfügung stehen, und die eine oder andere Überraschung schloss Projektleiter Kaiser dabei nicht aus. Immerhin geht mit der Digitalisierung auch eine komplette Neu-Inventarisierung des historischen Bestands einher, und wer weiß, ob nicht frühere Archivare den einen oder Band in ihren Inventaren übersehen haben.</p>
<p>Eine Frage beschäftigte die Journalisten auf der Pressekonferenz ganz besonders: ob die ÖNB etwa plane, zukünftig auch Werke zu digitalisieren, die nicht frei von Urheberrechten seien? Johanna Rachinger verneinte allerdings diesbezügliche Pläne entschieden und verwies auf einen weiteren wichtigen Aspekt: im Falle einer physischen Beschädigung der wertvollen Originale bleibt zukünftig zumindest das digitale Archiv erhalten. Apropos physisch: Sowohl Google als auch die ÖNB hosten jeweils eigene Kopien der digitalisierten Werke.</p>
<div align="center" style="clear:both;margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4250]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/oenb-7-600x400.jpg" alt="oenb 7 600x400 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" title="Österreichische Nationalbibliothek" width="600" height="400" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<h2 id="toc-warum-zahlt-google">Warum zahlt Google?</h2>
<p>Natürlich tauchte auch die Frage nach allfälligen Monetarisierungsmodellen auf. Annabella Weisl versicherte, dass keinerlei Werbe-Einbindung in historische Bücher geplant, sondern das Digitalisierungsprojekt vielmehr im Gesamtkontext von Googles Strategie zu verstehen sei. Ob tatsächlich früher oder später AdWords in den Schriften Prinz Eugen auftauchen, wird die Zukunft zeigen — das hängt letztendlich wohl nur von der Conversion-Rate ab, und die stelle ich mir in diesem Fall nicht sehr hoch vor.</p>
<p>Allerdings schafft ein umfassendes Angebot von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">Gratis</a>–Büchern einen gewaltigen Mehrwert für diverse Verlags-artige Aktivitäten. Google hat ja nicht nur den <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/die-zukunft-der-fernsehwerbung/" class="liinternal">Longtail der Fernsehwerbung</a> erschlossen, sondern plant unter dem Namen “Google Editions” ein eigenes Buchprogramm, über das Annabella Weisel am 10. Juni mit dem <a href="http://www.boersenblatt.net/386053/" class="liexternal">Börsenblatt</a> gesprochen hat.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Öffentlich-rechtlicher Einrichtungen, die mit Steuergeldern finanziert werden, sollten ihren Financiers, sprich den Bürgern, einen möglichst hohen Mehrwert bieten. Gerade Bibliotheken und Datenbanken (“Open Data” wär da ein anderes Stichwort) bieten sich durch das Internet fantastische Möglichkeiten; die im Kontext mit Google mittlerweile nahezu reflexartig vermutete <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gefahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gefahr">Gefahr</a> sehe ich bei diesem Projekt ganz und gar nicht, dafür aber einen gewaltigen gesellschaftlichen Mehrwert. Zwei Daumen noch! Ich freu mich schon auf ausgedehnte virtuelle Spaziergänge durchs literarische Spätmittelalter <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" class='wp-smiley' title="Die ÖNB bringt 400.000 Bücher online" /> </p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Urheberrecht: Erleichterung statt Restriktion</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-11/urheberrecht-erleichterung-statt-restriktion/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 14:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der tiefgreifende ökonomische Strukturwandel, den unser Mediensystem erlebt, endet nicht am Smartphone - Frank Hartmann hat auf Telepolis eine äußerst lesenswerte Analyse veröffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vergleich zur turbulenten Ära von 98 bis 2003 ist die Debatte um die finale Zerstörung der menschlichen Kultur durchs Urheberrechtsverletzungen wieder vergleichsweise still geworden: war Napster noch der Byte-gewordene Gott-sei-bei-uns der Plattenindustrie, hat ein amerikanischer Apfelhändler via iTunes den Netzmusikverkauf profitfähig gemacht (wenn auch über den Hardware-Umweg), seit kurzem zeigt Buchhändler Amazon Verlagen, wie man <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/wie-man-pdf-dateien-gratis-auf-den-kindle-2-laedt/" class="liinternal">untote Bäume</a> auf ePaper ausliefert.</p>
<p>Der eine oder andere Murdoch sagt zwar <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-tod-dem-traffic" class="liinternal">njet</a>, ab und zu wird eine <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/in-schweden-beginnt-der-prozess-gegen-the-pirate-bay/" class="liexternal">Piratenbucht</a> verklagt, doch der Hype um die Besserung der Welt qua Social Media lenkt temporär den Blick ab vom, wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frank-hartmann/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frank Hartmann">Frank Hartmann</a> in seiner hervorragenden Analyse <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31393/1.html" class="liexternal">Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit</a> auf Telepolis schreibt, “mehr oder weniger offen ausgetragenen Kulturkampf”.<span id="more-3935"></span></p>
<p>Hartmann, der vor in diesem Semester seine Professur für Visuelle Kommunikation an der Bauhaus–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität">Universität</a> in Weimar angetreten hat, sieht in der Indexierung und Hyper-Textualisierung der Information die technische Realisierung eines wesentlich älteren “Programms”:</p>
<blockquote><p>Noch gut erinnerlich ist die Nonchalance, mit der geisteswissenschaftliche Professoren in den 90er-Jahren das Internet als eine technische Spinnerei, als eine vorübergehende Sache abtaten. Dass die neue Technologie sich nicht von Ungefähr entwickelt hat, sondern ein altes Programm erfüllt, ist ihnen nicht aufgefallen. Historische Ansätze, wie der des belgischen Gelehrten und Bibliotheksreformers Paul Otlet blieben zu unbekannt, um auch nur ignoriert zu werden.</p></blockquote>
<p>Nun leben aber eine ganze Reihe von Verlagen hervorragend vom klassischen wissenschaftlichen Publikationssystem: veröffentlicht muss werden, die Produktion der meisten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buecher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bücher">Bücher</a> wird von den Autoren selbst bezahlt, um dem Veröffentlichtungszwang Genüge zu tun:</p>
<blockquote><p>So ist der wissenschaftliche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/publikationszwang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Publikationszwang">Publikationszwang</a> eine nahezu risikofreie Wertschöpfungsquelle für Verleger. Verlagsverträge beginnen mit einer “Rechtseinräumung” und bestehen meist in einer umfassenden Rechteabtretung an den Verlag. Die wenigsten Autoren lukrieren etwas von den ca. 8 Prozenten, die ihnen vom Nettoverkaufspreis eines Buches vertraglich zustehen. 92 Prozent teilen sich Verleger und Buchhändler – ein signifikantes Verhältnis! Vom Verwertungsrecht profitiert allein eine hier konstruierte Rechtsfigur der “Inhaltebesitzer”, die unterm Deckmantel eines Schutzes der Urheberrechte vom sogenannten geistigen Eigentum der Autoren profitiert.</p></blockquote>
<p>Mit der Verfügbarkeit des Internet als digitalem Publikationspool besteht aber gar keine Notwendigkeit mehr, unschuldige Wälder abzuholzen — was den klassischen Verlagshäusern nicht bloß im Wissenschaftsbetrieb, sondern auch im Mainstream-Medien Bereich zunehmend schlaflose Nächte bereitet:</p>
<blockquote><p>Die Verlage fürchten sich davor, mit den neuen Technologien ausgebootet zu werden: was wäre, wenn ihre Autoren und das Publikum sich kurzschließen, und nur noch mächtige Online-Agenten wie Google, Amazon etc. als Direktvertriebspartner von den Leistungen der Autoren profitieren? Und was wäre, wenn die technisch unbedarften Schriftsteller und Sachbuchautoren dahinter kommen, dass dies nicht nur möglich ist, sondern auch lukrativ für sie sein könnte – weil sie mit jedem Klick an den Einnahmen des Online-Geschäfts beteiligt wären?</p></blockquote>
<p>Wenn also Information der wichtigste Rohstoff der Mediengesellschaft ist, liegt in diesem technik-induzierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strukturwandel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strukturwandel">Strukturwandel</a> ein enormes Konfliktpotential zwischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen:</p>
<blockquote><p>Es geht dabei nur oberflächlich um Downloadfreiheit. Was mit dem schwedischen Filesharing-Portal Pirate Bay begann, ist Symptom des Eigensinns einer Netzkultur, von dem eine ignorante Politik jetzt langsam eingeholt wird – und gleichzeitig manifeste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kritik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kritik">Kritik</a> an der Vorstellung, der Weg in die Informationsgesellschaft bestehe ausschließlich in einer Stärkung der kulturindustriellen Verwertungsinteressen. </p></blockquote>
<p>Wir beobachten, darin stimme ich Frank Hartmann, der hier Marshall McLuhan zitierit, uneingeschränkt zu, die Vergangenheit durch den Rückspiegel. Zugleich entlarvt nichts die Kulturpessimisten so überdeutlich wie ein paar historische Betrachtungen: ebenso, wie die ersten Kritiker der Unterhaltungsliteratur den Eskapismus-getriebenen Untergang der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jugend/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jugend">Jugend</a> fürchteten, sorgte schon das Telefon für Sorge um kommunikatives Chaos, wie Hartmann in einer abschließenden Anekdote treffenden zusammenfasst:</p>
<blockquote><p>Die pathetischen Verteidiger der publizistischen Printkultur erinnern an die Klagen der Telegraphisten zum Ende des 19. Jahrhunderts, die ihren Berufsstand vom Telefon bedroht sahen. Damit, so ihre Gewerkschaftsvertreter, könne ja jeder Beliebige in eine Leitung gelangen, was nur zum Chaos und logischerweise zum Zusammenbruch der Kommunikationen führe. Das könne nun wirklich niemand wollen, weshalb das Telefon keine ersichtlichen Vorteile und mit Sicherheit keine Zukunft habe.</p></blockquote>
<p><strong>Lesetipp:</strong><strong> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31393/1.html" class="liexternal">Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit</a></strong></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Behaltet euer geistiges Eigentum!</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-07/behaltet-euer-geistiges-eigentum/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 17:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer stiehlt hier eigentlich wessen geistiges Eigentum? In diesem Titanic-Text stecken mehr Körnchen Wahrheit als in sämtlichen Studien zu Copyrightverletzungen zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehle frech aus dem aktuellen <a href="http://www.titanic-magazin.de/" class="liexternal">Titanic-Heft</a> Nr. 7/2009 — denn heute ist ein guter Freitag, ich hab das neue Ausgabe beim Trafikanten mitgenommen und kam nicht mal über Seite sechs — “Briefe an die Leser” — hinaus, ohne diesen diabolischen Diebstahl geistigen Eigentums begehen zu müssen. In diesem Sinne also hier der Beitrag <strong>Schlimm, deutsche Zeitungsverleger</strong>. Nicht mal OCR-gescannt, sondern ganz Oldschool abgetippt:</p>
<blockquote><p>Schlimm, deutsche Zeitungsverleger, dass Euch das böseböse <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Eure Top-Qualitätszeitungen kaputtmacht: “Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.” Weswegen Ihr in einem gemeinsamen Appell von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/springer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Springer">Springer</a>, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spiegel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spiegel">Spiegel</a>, Bauer, Gruner + <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jahr">Jahr</a> und anderen Bastionen der journalistischen Seriosität fordert, dass die “ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums verboten bleiben” müsse. Schön und gut, Verleger. Nur– wo bekommen Eure Angestellten denn dann demnächst ihre “Hintergrundinformationen” her, wenn sie nicht einfach bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wikipedia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wikipedia">Wikipedia</a> abpinnnen dürfen? Und woher nehmen sie nach dem nächsten Flugzeugabsturz/Amoklauf die Bilder der Opfer, wenn sie nicht mehr nach Blieben StudiVZ, Facebook oder die Homepages von Sport– und Freizeitvereinen plündern dürfen? Das dürfen die schon jetzt nicht? Und Ihr schert Euch aber einen Dreck drum? Weil’s ja eben um “die Erstellung von Qualitätsinhalten und von unabhängigem Journalismus” geht? Und nicht etwa ums liebe Geld?</p>
<p>I wo; Ihr wollt ja nicht mal Subventionen: “Gerade weil wir keine Subventionen wollen, benötigen wir Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums.” Die könnt Ihr gerne haben: Behaltet Euer geistiges Eigentum mal schön für Euch!</p>
<p>Nimmt’s nicht mal geschenkt:<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/titanic/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Titanic">Titanic</a></p></blockquote>
<p>Danke! Dem hab ich nix hinzuzufügen. Außer: ich hab mir gerade ein Abo bestellt, denn ich möchte nicht riskieren, zukünftig eine Ausgabe zu verpassen <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Behaltet euer geistiges Eigentum!" class='wp-smiley' title="Behaltet euer geistiges Eigentum!" /> </p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW03 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 11:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifellos war Roberts Blogverkauf das Thema der Woche - dabei warten die neuen Betreiber mit wenig Überraschungen auf: Basicthinking.de bleibt ein it-lastiges Blog.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/01/vimcam.jpg" alt="vimcam Blogistan Panoptikum KW03 2009" title="vimcam" width="250" height="144" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Dieser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenrueckblick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenrückblick">Wochenrückblick</a> geht ausnahmsweise mit einem Tag Verspätung online — gestrigentags hat Gerald am Rootserver geschraubt, damit asap datadirt.net vom Shared Space übersiedeln kann, außerdem war die Re-Organisation meines Fileservers überfällig — minus Dezibel, plus Terabytes quasi. Glücklicherweise ging die Operation am offenen Herzen (neue Silberleitpaste für die CPU) ohne gröbere Komplikationen vonstatten, und mein mehrwöchiger Arbeitsplatzumbau ist nun fast abgeschlossen.</p>
<p><!--toc--></p>
<h2 id="toc-das-basic-nachspiel">Das Basic Nachspiel</h2>
<p>Zwei hochgradig aufschlussreiche Umfragen zum Verkauf von Roberts Blog ließen jeden Psycho-Pathologen ein aussagekräftiges Bild spezifischer deutscher Internet-Neurosen erstellen. Klar könnte diese News auch im SEO-Teil stehen, aber das hier ist besser als Robert Palfrader in der Rollen des österreichischen Kaisers. Der Alpha-Fisch im Inzest-Becken kann sich auf <a href="http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100015036.html" class="liexternal">meedia.de</a> nicht mal ansatzweise zurückhalten — bin ich froh, dass ich das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> von diesem feinen Herrn weder gekauft noch ein Rezensionsexemplar angefordert habe:</p>
<blockquote><p>Die von den entsprechenden amerikanischen Blogs aufgesammelten Neuigkeiten, die Basic aufschreibt, sind relevant — die Art, wie er das tut — insbesondere sein Schreibstil — ist weitgehend unerträglich. Ich kann keine zehn Zeilen lesen, ohne Zitterkrämpfe zu bekommen, bei den Kommentaren sind es in der Regel sogar nur drei Zeilen. Man sollte aber dazu erwähnen, dass ich Robert Basic a) nicht besonders mag und ihn b) für unmutig und nicht besonders intelligent halte, vielleicht trübt das mein Urteilsvermögen über seine Leistungen ein kleines bisschen.</p></blockquote>
<p>Aber nicht nur Lobo, auch alle anderen Befragten wollen das Blog hier nicht haben — dabei wurden lauter “Experten” befragt, die schon mal <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/technorati/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with technorati">Technorati</a> mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> verwechseln:</p>
<blockquote><p>Der Ruhm des “meistverlinkten Blogs” verblasst sehr schnell, denn die Links haben bekanntlich eine Verfallsdauer von sechs Monaten.</p></blockquote>
<p>Weitaus realistischer sind die Antworten auf <a href="http://seo.de/647/seologische-umfrage-zum-basic-thinking-verkauf/" class="liexternal">SEO.de</a> ausgefallen. Klar könnte man einiges mit der Domain anfangen — und von wegen In-die-Hose-machen wegen Google Penalty: Linklift raus, Brief an Big G und die Sache hat sich nach zwei Wochen. Klar lässt sich da genug Juice rauspressen, oder es hätte gar jemand mal originell werden können und die Domain kaufen, um anschließend am Blog als Robert zu posten, dass der ganze Verkauf ein Scherz war. Boom, there go my <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlinks/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlinks">backlinks</a> — allein die Verkaufsaktion hat den Wert der Seite immens erhöht. Also wenn ich sonst nix zu tun hätte, dann wär mit Basicthinking mindestens eine hohe fünfstellige Summe wert gewesen — nur wie gesagt: Refinanzierung spielt’s nur, wenn man den derzeitigen Rückenwind ausnutzt und die Segel vergrößert. Bin gespannt, ob das dem neuen Eigentümer gelingt — über die Chronik des Verkaufs hat <a href="http://www.helge.at/2009/01/in-6-ist-das-basic-thinking-blog-geschichte/" class="liexternal">Helge</a> berichtet.</p>
<h2 id="toc-mal-alte-mp3s-hren">Mal alte mp3s hören</h2>
<p>So jung das Internet im Vergleich etwa zu auf Schweineleder gepinselten Pamphleten auch sein mag, es hat bereits ein Geschichte — samt der zugehörigen schwarzen Löcher. Einige von ihnen wird phlow nun laufend schließen mit Re-Uploads der Ex-Webseite. Und ich bin sicher, dass diese<a href="http://phlow.net/magazin/news/558-mehr-musik-fur-den-mp3-player" class="liexternal">Musik fürs Wochenende</a> auch montagstauglich ist!</p>
<h2 id="toc-warum-ich-mich-weigere-journalisten-wirklich-ernst-zu-nehmen">Warum ich mich weigere, Journalisten wirklich ernst zu nehmen</h2>
<p>Ja, ich weiß — es ist zu spät, viel zu spät. Immerhin ist es auch schon wieder vier Wochen her, dass Armin Thurnherrs Editorial “Warum ich mich weigere, das Internet als Medium wirklich ernst zu nehmen” im Falter 51/2008 erschien. Aber was kann ich dafür, dass meine Zweit-Lieblingspostille nach Datum unter einem Berg von Frauenzeitschriften (die für Frauen, nicht die für Männer, in denen Frauen abgebildet sind) verborgen lag? Es geht einmal mehr um die wehleidige Klage, dass im Internet anonym jeder alles sagen darf. Die Bottom-Line des Artikels lautet also folgerichtig:</p>
<blockquote><p>Was spräche denn dagegen, im Internet nur Menschen zur Publikation zuzulassen, die sich identifizieren?</p></blockquote>
<p>Nun, nach Meinung rechter Politiker spricht gar nix dagegen. Dass Datenschützer, die sehr genau wissen, dass sich jeder Internetnutzer im Straftatbestands-Fall leichter identifizieren lässt als etwa der Absender eines anonymen Leserbriefes, seit Jahren gegen die von Thurnherr in bester Absicht vorgeschlagene Totalüberwachung protestieren, ist die andere Seite der Medaille. Internetnutzer würden ja sowieso für nix zahlen wollen, meint der Autor:</p>
<blockquote><p>Aber dieses scheinbare Nichtsbezahlen hat dem Internetpublikum, also uns allen, ein Gefühl vermittelt, wir bekämen diese wunderbare Welt des ungeordneten Wissens ganz und gar geschenkt. Ein irriges Gefühl, das die Musikindustrie ruinierte und als Nächstes die Zeitungsverlage kaputtmacht. Wäre egal, hätte nicht eine Kombination von egomanischen Ich-AGs der Blogosphäre mit hemmungslosen Dienstleistern (von Pornoindustrie bis Glücksspiel) und Massen von habituellen Selbstvermummern das Rechtsbewusstsein in zwei entscheidenden Fragen verdreht.<br />
Erstens unterläuft das Freiheitsgefühl im Internet das Urheberrecht, also jede Form des geistigen Eigentums als illegitim. Zweites meinst dieses Freiheitsgefühl ohne den Grund der Freiheit auszukommen, dass sich nämlich Personen offen mit ihrer Identität zu ihren Grundsätzen und Äußerungen bekennen Sich dazu bekennen zu dürfen, war ja eine der ersten Forderungen der sich emanzipierenden Bürger.</p></blockquote>
<p>Eine Forderung nach Vermummungsverbotverbot? Stünde der Text unter CC-Lizenz, könnte ihn die FPÖ direkt 1:1 in ihr medienpolitischen Programm übernehmen! Mein Favorit sind übrigens die “hemmungslosen Dienstleister von Pornoindustrie bis Glücksspiel”. Ich denke nicht, dass Herr Thurnherr mit diesem Editorial un– oder absichtlich einen plötzlichen Gesinnungswechsel kommunizieren möchte. Ich halte es bloß für ein anschauliches Beispiel dafür, dass man nicht über neue Medien schreiben sollte, wenn man keine Ahnung von strukturell-technischen Zusammenhängen und dem grundsätzlichen medienökonomischen Paradigmenwechsel hat, den das Netz mit sich bringt. Sonst kommt so ein Platter’scher Blödsinn dabei raus.</p>
<h2 id="toc-seo-news-der-woche">SEO-News der Woche</h2>
<p>Stereophone hat eine nette <a href="http://stereophone.de/online-marketing-t-shirts/" class="liexternal">T-Shirt Collection</a> für SEOs aufgelegt; und da der Kaufmann auf seine Affiliate-Provision verzeichnet, geht sich vielleicht sogar noch ein zusätzlicher Linbait-Slip oder eine Fahne für die <a href="http://wieichreichwurde.blogspot.com/2009/01/seo-parasiten-die-nervenden.html" class="liexternal">Müllhalde</a> aus.</p>
<p>Einen ausführlichen und lesenswerten Artikel über lukrative <a href="http://www.seo-stratege.de/das-optimale-seo-portfolio/" class="liexternal">SEO-Portfolios</a> hat der SEO Stratege zusammengestellt. Wirtschaftswissenschaftler kennen die Risiko-Analyse, und das hier vorgestellte Raster scheint mir sehr brauchbar:</p>
<blockquote><p>Nichts ändert sich derzeit so schnell wie die Welt im Internet (wobei die Bankenwelt derzeit stark aufholt). Jeder, der sich z.B. mit SEO oder SEM Projekten selbstständig gemacht hat, macht sich regelmäßig auch Gedanken darüber, welches seiner Projekte auch morgen noch funktioniert. Für den langfristigen Erfolg ist es entscheidend, ein ausgewogenes Portfolio an Projekten zu besitzen. Doch was genau bedeutet “ausgewogen”?</p></blockquote>
<h3 id="toc-im-mobilen-web-verdienen">Im mobilen Web verdienen</h3>
<p>Ak22 <a href="http://ak22.de/der-mobile-affiliate/" class="liexternal">fragt sich</a>, ob das mobile Web denn mal irgendwann so weit ist, dass man damit ordentlich Geld verdienen kann und kommt zu dem wohl gerechtfertigten Schluss, dass dieser Bereich derzeit noch in der Nische wohnt:</p>
<blockquote><p>In Deutschland ist Belboon eines der ersten Affiliate Networks, das sich das mobile <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/affiliate-marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Affiliate Marketing">Affiliate Marketing</a> auf die Todo Liste geschrieben hat. Doch wie gesagt, Programme die über mobiles Advertising für einen Affiliate funktionieren sind noch sehr rar. Es lässt sich meiner Meinung nach nicht auf die breite Masse der Programme anwenden.</p></blockquote>
<p>Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass dieser Bereich mit der Verbreitung von Smartphones in großem Stil (nach dem iPhone kommt Android) sehr schnell explodieren dürfte. Und die frühen Siedler erhalten bekanntlich immer die schönsten Grundstücke.</p>
<h3 id="toc-sistrix-ber-die-verlieren">Sistrix über die Verlieren</h3>
<p>Wie immer ist der aktuelle Sistrix-Report zu den <a href="http://www.sistrix.de/news/840-indexwatch-verlierer-2008.html" class="liexternal">größten Domainverlieren</a> mit ausgesprochen stichhaltigen Daten unterlegt und kommt zu einem Schluss, dem man unmöglich widersprechen kann:</p>
<blockquote><p>Wer nicht regelmäßig an seiner Seite arbeitet, muss davon ausgehen, von der Konkurrenz überholt zu werden.</p></blockquote>
<h2 id="toc-die-2-videos-der-woche">Die 2 Videos der Woche</h2>
<p>Karen Abad hat das vergangene Jahr in einem sehr persönlichen Video-Rückblick festgehalten — solche geradezu hypnotischen Perlen findet man eben nur auf Vimeo:</p>
<div align="center"><object width="520" height="293"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2777876&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2777876&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="520" height="293"></embed></object></div>
<p>Dass man aus der Verdrehung üblicher Hip Hop Klischees einen witzigen Clip basteln kann, ist allgemein bekannt. Besonders gut gelungen ist dieser Track von MC Regular Everyday Normal Guy [via <a href="http://petersteinberger.net/2009/01/18/and-i-make-really-good-spaghetti-sauce/" class="liexternal">Pete</a>]:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-01/blogistan-panoptikum-kw03-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Und das war’s auch schon wieder mit dem Rückblicken auf die vergangenen sieben Tage — danke für Ihre Geduld. Ab sofort fahren unsere Züge wieder planmäßig, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW03 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW50 2008</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 17:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue WordPress 2.7 aka Coltran war diese Woche in aller Munde: mit neuen Features wie Auto-Update und anpassbaren CMS-Seiten macht die beliebteste Blog-Hosting Software aller Zeiten einen Quantensprung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/wingsuit-1229275571.jpg" alt="wingsuit 1229275571 Blogistan Panoptikum KW50 2008" title="wingsuit" width="250" height="104" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Beherrschendes Thema der Woche: der neue WordPress-Release. Denn “Coltrane”, so der Codename der aktuellen Version 2.7., bringt eine Reihe gravierender Änderungen. Am auffälligsten ist sicherlich die neue Optik im Backend: Matt und sein Team ließen (fast) keinen Stein auf dem anderen. Jene User, die gleich nach dem Release die neue Anordnung der einzelnen Elemente kritisierten, haben übrigens eines der Hauptfeatures nicht kapiert: via “Screen Options” lässt sich jeder einzelne CMS-Screen via Drag und Drop bequemst an die eigenen Editing-Bedürfnisse anpassen. Eine gute Nachricht für Technik-Hasser ist die automatische Update-Funktion: analog zum bisherigen Plug-In-Update-Verfahren lässt sich ab 2.7 das ganze WordPress ohne ftp-Transfer direkt via Web-Interface aktualisieren.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-wordpress-2-7-erschienen" class="liinternal">WordPress 2.7 erschienen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-dotcomtod-wiederholt-sich" class="liinternal">Dotcomtod wiederholt sich</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-spa-mit-dem-gerichtsvollzieher" class="liinternal">Spaß mit dem Gerichtsvollzieher…</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-gratulation-an-moritz" class="liinternal">Gratulation an Moritz!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-jeder-ein-pirat" class="liinternal">Jeder ein Pirat?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-seo-news-der-woche" class="liinternal">SEO-News der Woche</a>
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-die-interne-pushen" class="liinternal">Die Interne pushen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-skepsis-und-linkbuilding" class="liinternal">Skepsis und Linkbuilding</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-erfolgreich-verlinker-anlocken" class="liinternal">Erfolgreich Verlinker anlocken</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-lokal-sollst-du-hosten" class="liinternal">Lokal sollst du hosten</a></li>
</ol>
</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/blogistan-panoptikum-kw50-2008/#toc-video-der-woche" class="liinternal">Video der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-wordpress-2-7-erschienen">WordPress 2.7 erschienen</h2>
<p>Ich bin jedenfalls sowohl von der Überarbeitung des CMS-Backends als auch von den neuen Features restlos begeistert, außerdem konnte ich nach dem Update diverse nicht mehr benötigte Plug-ins deaktivieren, da einige bislang nur extern nachrüstbare Funktionen in den Core übernommen wurden. Keine Wunder: noch nie haben annähernd so viele Programmierer direkt zu einem Release beigetragen: 150 Personen trugen Codeschnipsel zu dieser Version bei. Dieser Screencast vom offiziellen <a href="http://wordpress.org/development/2008/12/coltrane/" class="liwp">WordPress-Blog</a> gibt einen Überblick über die neuen Features:</p>
<div align="center"><embed src="http://v.wordpress.com/hFr8Nyar" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="270" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></div>
<h2 id="toc-dotcomtod-wiederholt-sich">Dotcomtod wiederholt sich</h2>
<p>Ein lahmer Gag wird beim zweiten Mal auch nicht unbedingt besser: trotzdem war die Frage des Auftauchens von <a href="http://www.dotcomtod.com/" rel="nofollow" class="liexternal">Dotcomtod 2.0</a> bloß eine Frage der Zeit. Der These, dass sich alles zyklische wiederholt, stimme ich zwar zu — allerdings knüpft das erste Posting über SPON vs. Huffington Post nahtlos an die Tradition des Originals, ungefährliches Halbwissen in semi-unterhaltsamer Form zu präsentieren, an. Ein <strike>symptomanisches</strike> symptomathisches Zitat:</p>
<blockquote><p>Beweisen kann ich es nicht, nur einmal meine jahrelangen Erfahrungen als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">SEO</a> einbringen … die externe Verlinkung von Huffington sieht auf dem zweiten Blick nicht mehr ganz so natürlich aus, doch das will ich gar nicht kritisieren. Sollen Investoren und Anzeigenkäufer glücklich damit werden.</p></blockquote>
<p>Mal sehen, was Matthias noch so draus macht — aber let’s face it, Captain <a href="http://lumma.de/2008/12/13/dotcomtod-20/" class="liexternal">Lummaland</a> ist schwer zu widersprechen, und auch wenn weite Teil des deutschen Feuilleton sogar temporär aus der selbstverschuldeten Lahmarschigkeit aufwachen: herbeischreiben wird man die Krise nicht können:</p>
<blockquote><p>Es gibt keine größenwahnsinnig bewertete Nullnummern mit IPO-Aspirationen, es gibt einen kleinen M&amp;A-Markt, es gibt zwar viele kleine Startups und nicht alle schaffen es, aber die großen wilden Dinger wie vor 8 Jahren gibt es nicht zu beobachten.</p></blockquote>
<h2 id="toc-spa-mit-dem-gerichtsvollzieher">Spaß mit dem Gerichtsvollzieher…</h2>
<p>…hatte <a href="http://wissenbelastet.com/2008/12/11/die-sva-der-gerichtsvollzieher-und-oesterreich/" class="liexternal">Max</a> vor kurzem:</p>
<blockquote><p>Der Gerichtsvollzieher meinte das er einen “Arbeitsnachweis” für seinen Chef braucht, deswegen wollte er das ich zum Gericht gehe und bei ihm 1.000 Euro in bar einzahle. Darauf fragte ich warum ich das machen soll, wenn alles mit einem Telefonat geklärt werden kann. Darauf sagte er: “Das können sie so machen, aber dann merke ich mir ihren Namen und wenn jemals wieder etwas gegen sie vorliegt breche ich ohne Vorwarnung gleich die Wohnungstür auf”.</p></blockquote>
<h2 id="toc-gratulation-an-moritz">Gratulation an Moritz!</h2>
<p>Er hat’s mit seinem phlow-Magazin in die letzten c’t Ausgabe geschafft, und zwar in die heißbegehrte Rubrik <a href="http://phlow.net/magazin/news/488-alles-phliest-die-ct-erwahnt-phlow" class="liexternal">Linktipp</a>:</p>
<blockquote><p>Die Promotion per Schneckenpost in Form einer CD-ROM plus “Waschzettel” mit unseren Phlow-Compilations hat also funktioniert. Diese habe ich vor ein paar Wochen an die c’t Redaktion geschickt. Also auch die alten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> wie Post plus analoge Datenträger funktionieren noch. Wer wissen will, was Jo über Phlow geschrieben hat, liest einfach den c’t Linktipp (ganz unten auf der Webseite).</p></blockquote>
<p>Der Eintrag ist auf jeden Fall mehr als verdient — wer an aktueller netlabel-Musik interessiert ist und täglich mit frischen, qualitativ beängstigend hochwertigen Tracks versorgt werden will, sollte den RSS-Feed ganz schnell in seinen Reader eintragen.</p>
<h2 id="toc-jeder-ein-pirat">Jeder ein Pirat?</h2>
<p>Aber sicher doch! Piraten sind cool, und damit meine ich *nicht* Johnny Depp. Captain Jack Sparrow stinkt… aber Jean Lafitte und Co. rocken und kommen im Zuge der Urheberrechtsdebatte zu neuen Ehren. Der elektrische Reporter hat diese Zusammenhang in einem nicht nur inhaltlich, sondern auch grafisch extrem gelungenen <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/87/" class="liexternal">Video</a> fürs ZDF aufbereitet. Die Kurzversion: selber Regie führen, schauspielen und singen (und komponieren). Oder einige hundert Jahre alte Gesetze werden endlich an die Gegebenheiten der Netzwelt angepasst:</p>
<blockquote><p>In jedem Kinderzimmer steht ein Filmkopierwerk, auf jedem Schreibtisch eine Plattenpresse, und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> ist ein riesiger Piratenmarkt für kostbare Kreativ-Inhalte. So sieht es die Entertainment-Industrie und versucht mit immer neuen Maßnahmen, Raubkopien zu bekämpfen — bisher wenig erfolgreich.</p></blockquote>
<h2 id="toc-seo-news-der-woche">SEO-News der Woche</h2>
<p><a href="http://www.allblogs.de/ideen-fuer-das-youtube-partnerprogramm/internet/2008/12/" class="liexternal">Allblogs</a> hat ein Brainstorming zum Thema “Geld verdienen mit dem YouTube Partnerprogramme” begonnen, <a href="http://www.seo-united.de/blog/seo/das-seojahr-2008-teil-1.htm" class="liexternal">Gretus</a> blick aufs Jahr zurück und der Hodenkaiser stellt ein fragwürdiges Softwarepaket zu <a href="http://hodenkaiser.de/2008/12/09/mal-wieder-einen-interessanten-download-fuer-euch/" class="liexternal">Forschungszwecken</a> zur Verfügung — ohne Sandbox und entsprechende Proxy-Infrastruktur würd ich da aber die Finger davon lassen.</p>
<h3 id="toc-die-interne-pushen">Die Interne pushen</h3>
<p>Die Beeinflussung der internen Linkpopularität bezeichnet man als Pagerank-Sculpting. <a href="http://www.baynado.de/blog/automatisch-die-interne-linkpopularitaet-pushen/" class="liexternal">Baynado</a> empfiehlt dazu das <a href="http://cvs.aesinformatica.com/download/automatic-seo-links" class="liexternal">Automatic SEO Links Plug-In</a>, mit dem Keywords automatisch verlinkt werden können. Da gibt’s eine ganze Latte von Plug-In — wer allerdings ohnehin Simple Tagging einsetzt, kann genauso gut dessen interne Linkfunktion verwenden (allerdings natürlich nur dann, wenn die zu erwartenden Resultate im Einklang mit der eigenen Tagging-Policy stehen).</p>
<h3 id="toc-skepsis-und-linkbuilding">Skepsis und Linkbuilding</h3>
<p><a href="http://www.sistrix.de/news/826-linkbuilding.html" class="liexternal">Sistrix</a> sieht die aktuellen Entwicklungen im Linkbuilding-Markt mit gesunder Skepsis:</p>
<blockquote><p>Und wenn ich sehe, dass offenbar Schwachsinnige eine Subdomain eines großen und alten Versandhandels mit massivem Kommentarspam pushen, dass große und starke Brands Massen von zwielichtigen Links aus Russland erhalten und Myriaden von Studenten und „Textern“ Unsinn für Artikelverzeichnisse und Webkataloge schreiben, dann hoffe ich, dass Google als einzige Institution, die dem Treiben Einhalt gebieten kann, endlich handelt und den großen Worten bald Taten folgen lässt.</p></blockquote>
<p>Da kann man wohl nur zustimmen — auf mittelfristige Sicht wird dies zu einer deutlicheren Unterscheidung von spammigen, sinnlosen Massenaktionen und qualitativ hochwertigen Links führen: für alle SEOs, die qualitätsorientiert arbeiten, anstatt auf Human Spam Power zu setzen, zweifellos ein großer Vorteil: und die Kunden lernen ja auch was dazu. Spätestens dann, wenn sie mal mit Big G in der Sandkiste spielen durften.</p>
<h3 id="toc-erfolgreich-verlinker-anlocken">Erfolgreich Verlinker anlocken</h3>
<p>Duftstoffe funktionieren im Netz bekanntlich nicht, also hilft nur geschicktes Linkbaiting. <a href="http://www.stefanjohne.de/guerilla-marketing/der-ultimative-linkbait-guide/" class="liexternal">Stefan Johne</a> hat einen ausführlichen Guide geschrieben, der Newbies ordentlich auf die Sprünge helfen dürfte und in dem sich alte Hasen wiedererkennen sollten:</p>
<blockquote><p>Wer einen wirklich guten Linkbait machen will sollte jedoch definitiv alles <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lesen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lesen">lesen</a>. Linkbaits sind ein sehr komplexes Thema und ihr könnt damit schnell auf die Füße fallen ;-).</p></blockquote>
<p>Wahre Worte — speziell Neo-Blogger sollten sich das Tutorial ausdrucken und unter den Kopfpolster legen <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW50 2008" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW50 2008" /> </p>
<h3 id="toc-lokal-sollst-du-hosten">Lokal sollst du hosten</h3>
<p>Lautet bekanntlich eines der zehn Gebote für länderorientierte Distributoren. Wer seinen deutschsprachigen Online-Shop bisher beim US-Hoster betrieben hat, kann auf <a href="http://www.seo-handbuch.de/suchmaschinen-suchmaschinenoptimierung/bis-zu-30-besseres-ranking-durch-lokales-hosting" class="liexternal">SEO Handbuch</a> nochmal im Detail nachlesen, warum er auf einen große Teil seiner potentiellen Besucher verzichtet:</p>
<blockquote><p>Ein lokaler Serverstandort in Verbindung mit den passenden lokalen Länderdomains (wie z.B. .de für Deutschland oder .fr für Frankreich) kann z. B. bei Verwendung der Suchfunktion “Seiten aus Deutschland” (oder entsprechendes lokales Land) eine positive Auswirkung auf das Google–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ranking/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ranking">Ranking</a> von bis zu 30% haben!</p></blockquote>
<h2 id="toc-video-der-woche"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a> der Woche</h2>
<p>Diese Jungs stürzen sich aus hunderten Metern Höhe in die Tiefe — ohne Fallschirm, sondern einfach nur von norwegischen Klippen. Wie man das überlebt und dabei aussieht der fliegende Petrelli-Bruder aus Heroes (nein, sorry, das wär eine Beleidung, so elendig schlecht, wie die dritte Staffel <small>angeblich</small> ist), verrät das folgende elegische Video: eine der farbenprächtigeren Variationen zum alten Thema <strong>Traum vom Fliegen</strong>. [via <a href="http://www.blogpiloten.de/2008/12/11/base-jumping-im-flughundanzug/" class="liexternal">Blogpiloten</a>].</p>
<div align="center"><object width="520" height="285"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1778399&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1778399&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="520" height="285"></embed></object></div>
<p>Und das war’s auch schon wieder für diese Woche — ich hab mich beim Schreiben heute beeilt, denn vor mir liegt noch eine wichtige Aufgabe: ich muss die postatomare, überzeichnete 50er-Jahre Welt von Fallout 3 erkunden. Hat ja lange genug gedauert, an die original-englische Version ranzukommen: ich musste dem Amazon-Marketplace Händler sogar einen Scan meines Passes schicken (Volljährigkeit!) und dem Rechner eine XP-Partition spendieren: und jetzt geht’s los in die verstrahlten Weiten von Washington. Ich wünsche Ihnen, hochverehrte Leser, einen erfreulichen Sonntag, wir lesen uns morgen.</p>
<p> </p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW50 2008" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein erster Leserbrief an den neuen Falter</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-11/mein-erster-leserbrief-an-den-neuen-falter/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-11/mein-erster-leserbrief-an-den-neuen-falter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 08:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So sehr ich den Falter vor allem seit dem kürzlich erfolgten Relaunch schätze, so seltsam finde ich die aktuelle IT-Kolumen zum Thema geistiges Eigentum und Informationsfreiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem gab’s bei der Wiener Stadtzeitung einen äußerst gelungenen Relaunch mit optischer Auffrischung und neuer Klammerung. Meine persönliche Meinung dazu: noch nie habe ich in Österreich einen derart gelungenen Printmedien-Relaunch erlebt. Auf meiner völlig subjektiven “Les-ich-gern-Skala” stieg die letzte brauchbare Wochenzeitung dieses Landes locker um zwei Stufen. Die Digitalia–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> der letzten Ausgabe motivierte mich allerdings ob der hanebüchenen Darstellung der <a href="http://www.seo-united.de/blog/google/urteil-gegen-google-interview-mit-psykoman.htm" class="liexternal">Causa PsykoMaN</a> zu meinem ersten Leserbrief, und zwar als Reaktion auf diese Kolumne (Falter #44/2008, 29.10.2008, S. 23):</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/falter-digitalia-1225639079.jpg" alt="falter digitalia 1225639079 Mein erster Leserbrief an den neuen Falter" title="falter digitalia" width="500" height="652" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-2973"></span></p>
<blockquote><p>S.g. Falter Redaktion,</p>
<p>zuerst verspätete Gratulation für den sensationell gut gelungenen Relaunch — ich konnte inzwischen ja einige Ausgaben auf mich wirken lassen, der äußerst positive Ersteindruck hat sich noch gravierend verstärkt.</p>
<p>Zweitens aber, und wir wissen ja, dass der Widerspruch ungleich stärkere Leserbrief-Schreibmotivation bietet denn die Zustimmung, möchte ich ganz vehement Ingrid Brodners letzter “Digitalia”-Kolumne zur Causa PsykoMaN widersprechen: aus dem (begründeten) Wunsch nach Informationsfreiheit eine Legitimierung der schleichenden Abschaffung des Copyrights zu wirtschaftlichen Gunsten eines bedenklichen Monopolisten abzuleiten, zeugt von einer gravierenden Kategorienverwechslung. Ich stelle meine eigenen “Werke” selbst unter eine CreativeCommons Lizenz, diese Entscheidung sollte aber durchwegs der Urheber treffen können. Herr Horn erlebte laut eigener Aussage (im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">seo</a>–united.de) durch unlizenzierte und vor allem kommerzielle Raubkopien gravierende finanzielle Einbußen, auf seine Forderung, die Bilder zu entfernen, reagierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> nicht. Ich begrüße die Entscheidung des deutschen Gerichts, die geltende Rechtsordnung und individuelle Ansprüche höher zu bewerten als die Marktmacht eines profitorientierten Konzerns. Ich schätze den Falter aufgrund seiner kritischen Berichterstattung, bitte machen Sie nicht den Fehler, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> und “das Internet” zu verwechseln.</p>
<p>ritchie pettauer, datenschmutz</p></blockquote>
<p>Was denken Sie darüber, werte Leserinnen, Leser und Leseratten? Sind <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/urheberrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urheberrecht">Urheberrecht</a> (oder besser gesagt: Vergütung für “geistige” Arbeit) und der Wunsch nach freiem Informationszugang denn überhaupt vereinbar?</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>Von Wunschszenarien und harten Realitäten</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-05/von-wunschszenarien-und-harten-realitaeten/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-05/von-wunschszenarien-und-harten-realitaeten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 06:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das resident Magazin lud eine illustre Expertenrunde zum Gespräch über das Thema Zukunft der Musikdistributionen. Ist Pessismismus angebracht oder wird dank mp3 alles gut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/residentmag-150x150.jpg" alt="residentmag 150x150 Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="residentmag" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><em>Eine weitere Diskussionsrunde zum Thema Online-Musikvertrieb — die Redaktion des <a href="http://www.resident.at" class="liexternal">resident drum’n’bass mag</a> lud eine illustre Runde zu wilden Spekulationen ein — ich hatte die Ehre und das Vergnügen, den Round Table aus Musikern, Labelmanagern und Distributionsexperten zu moderieren. Der Text erscheint in der kommenden resident-Ausgabe, datenschmutz LeserInnen sind natürlich wie immer früher informiert…</em><br />
Die Zeiten waren immer schon hart, und wir waren stets härter. Doch während die ehemaligen Piraten der Weltmeere kein Königreich zu Fall brachten, sondern lediglich den Staatssäckel lästig piesackten, tun die modernen digitalen Musik-Kopieranten der von ihnen angeblich so geschätzten Kunstform ein Übel an — oder versetzen ihr gar den Todesstoß, darf man den drastischsten Ausführungen der Major Labels glauben.<br />
<span id="more-2146"></span><br />
Und während die einen sich schon längst von der Idee verabschiedet haben, dass Musikverkauf in näherer Zukunft noch eine nennenswerte Rolle spielen wird und Künstler als Mikro-Manager mit umweg-rentablen Einkommen ansehen, predigen die anderen, dass Musik sowieso free sei und Menschen wider kapitalistischem Erwarten auch schon vor der Erfindung der Lizenzzahlung Krach zu erbaulichen Zwecken gemacht hätten. Behäbige Vertriebsstrukturen mit traumhaften Renditen scheinen jedenfalls der Vergangenheit anzugehören, aber sind kleine Kreativzellen und Selbstvermarkter die Multifunktionäre der Zukunft? Wird der digitale Musikvertrieb weiterhin auf Tracks basieren, werden Flatrates Realität? Und wie viele DJs legen in Zukunft noch Vinyl auf die Turntables?*</p>
<p>Das Thema hat jedenfalls ganz neue Brisanz gewonnen: die schwedische GEMA will eine Musik-Flatrate testen**, während Kanzlerin Merkel den deutschen Musikern unlängst zusagte, härter gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Dabei steht hinter der Frage nach dem Vertrieb von Musik, nach dem Umgang mit Kultur — die ja, wie jede Theorie bestätigt, notwendigerweise stets kollektiv entstehen muß — ein viel weiterer Horizont, respektive eine ideologische Frage: wie verwertbar darf/soll/kann Musik als kapitalistisches Gut sein und wie hoch sollen die Strafen bei Mißachtung der “Kopierregeln” ausfallen? Man möchte meinen, es gäbe noch dringendere gesellschaftliche Prioritäten als den Sechzehnjährigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a>–Nutzer, andererseits wollen Musiker natürlich von ihrer Kunst leben. Die technologischen Möglichkeiten des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> haben ein bislang gut funktionierendes System nahezu ausgehebelt — die Frage nach der Neugestaltung bleibt zu diesem Zeitpunkt relativ offen. resident wollte den erwähnten Fragen genauer nachgehen, lud Betroffene und Betreffende zu einem Round Table, dessen gekürztes Transkript an dieser Stelle folgt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/georgtomandl.jpg" alt="georgtomandl Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="georgtomandl" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Georg Tomandl (GT)</strong><br />
Ist Multifunktionär: der Fachverbandsvertreter in der Wirtschaftskammer für Film und Musik, Obmann des Österreichischen Musikfonds und Betreiber eines Tonstudios verfügt über umfangreiche Erfahrung im Event-Bereich und kennt daher in seiner Funktion als Interessensvertreter die Praxisbedürfnisse sehr genau.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/stefandorfmeister.jpg" alt="stefandorfmeister Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="stefandorfmeister" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Stefan Dorfmeister (SD)</strong><br />
Der Labelmanager von G-Stone Recordings ist ebenfalls Funktionär in der Wirtschaftskammer Film und Audio, Mitglied des Vorstandes der Kreativwirtschaft Österreich und Obmann des Vereins Austrian Music Ambassador Network, das österreichische Labels in der weiten Welt bekannt(er) machen möchte.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/timrenner.jpg" alt="timrenner Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="timrenner" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Tim Renner (TR)</strong><br />
Begann seine Karriere im Musikbiz bei Polygramm und später Geschäftsführer von Universal Music. Während dieser Tätigkeit gründete er Motor Music, um dessen Belange er sich auch seit der Trennung von Universal kümmert. Labelarbeit sieht der Praktiker als Amalgam aus Dienstleistung, Management, Medienarbeit und kreativer Tätigkeit.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/franzfroehlich.jpg" alt="franzfroehlich Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="franzfroehlich" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Franz Fröhlich (FF)</strong><br />
Hat etliche Jahre Erfahrung im österreichischen Musikgeschäft, dessen Vertriebsstrukturen er als Teilhaber eines Indie-Labels recht genau kennen lernte. Derzeit ist Franz Fröhlich bei der AKM mit dem komplizierten Bereich Online-Lizenzen beschäftigt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/christianschwanz.jpg" alt="christianschwanz Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="christianschwanz" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Christian Schwanz aka Cee (CS)</strong><br />
Gründete das Musikprojekt Al Haca und lebt seit geraumer Zeit von seinen Beats, allerdings nicht im Rahmen des klassischen Tonträger-Verkaufsmodells, sondern durch gute Kontakte zur Lifestyleindustrie und viele Live-Auftritte. In diesem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jahr">Jahr</a> will er eine Music and Arts Consulting Company gründen.</p>
<h3 id="toc-wie-sollte-in-einer-idealen-welt-musik-verkauft-werden-via-flatrate-tontrger-oder-andere-formen">Wie sollte in einer idealen Welt Musik verkauft werden? Via Flatrate, Tonträger oder andere Formen?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Also ich glaube ganz stark an die Music Flatrate, weil die Musikindustrie einfach auf die neuen Technologien anspringen muss, und das hat sie in den  letzten sieben Jahre einfach nicht getan. Ich sehe die Freude an Musik. Ich sehe den Erfolg der Verteilung von Musik abseits der normalen alten Distributionswege. Ich weiß, ich habe meine Fans in Brasilien, obwohl da nie eine CD angekommen ist. Ich habe sogar Fans in Pakistan und Peru, und selbst dort hat es nie eine CD hingeschafft. Also auf jeden Fall Music Flatrate, wenn ein System gefunden wird — das haben auch Radio oder Fernsehen geschafft — dass quasi alle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> die übers Internet transportiert werden, und dementsprechend abzurechnen, ähnlich den monatlichen Rundfunkgebühren. Außerdem: alle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> werden einfach mal digital sein. Insofern ist die Frage nach dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> ja auch obsolet. Also es wird einfach mal eine Lizenz zum Access… Kopieren kannst du ohnehin. Auch wenn es bei dir nur als Stream ankommt oder so, ich kann’s immer hacken weil es kommt eh digital bei mir an, es ist eine Null und eine Eins.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich glaube persönlich, dass der Musikvertrieb der Zukunft eine Mischform aus allen möglichen Konfigurationen sein wird, aus den verschiedensten Vertriebswegen — durch die, wenn ich es so bezeichnen kann, digitale Revolution sind sicherlich neue, interessante Wege dazugekommen — nur: ich halte auch nichts oder nicht besonders viel von der Diskussion Ã¢â¬Å¾physischer versus non-physischer Tonträger — es gibt darauf keine entweder/oder– sondern eine sowohl/als auch-Antwort. </p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Und ich find es ja völlig legitim wenn es eine gemeinsame Absprache gibt zwischen Aufführenden und Musikern, dass beide mehr Geld verdienen. Aber in dem Moment, wo eine Seite ein Erlös-Modell vorschlägt bin ich ein konservativer Charakter der sagt: dann sollte der Künstler an diesem Business-Modell auch in irgendeiner Weise beteiligt werden. Und insofern sympathisiere ich mit den schon angesprochenen Gedanken Richtung Flatrate.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/cdrohlinge.jpg" alt="cdrohlinge Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="cdrohlinge" width="300" height="199" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Ich weiß nicht, gab’s jemals ideale Vertriebskanäle? Das Problem ist ja jetzt gar nicht physisch/digital oder was auch immer aus meiner Sicht, ist halt ein anderer Vertriebskanal und er verschiebt sich. Da gab es ja zu einem viel früheren Zeitpunkt eine Reaktion der Urheberrechtsindustrie, die gesagt hat: Ha! Wir hauen uns auf die mechanische Abgabe. Für jede CD die du kaufst, jeder Rohling, Festplatte, alles was in irgendeiner Form mit Speicherung zu tun hat, da hauen wir uns drauf, und da kassieren wir mit. Das ist ja schon sehr frühzeitig passiert. Deshalb die Diskussion jetzt über Flatrates. Wie können wir’s irgendwie anders rein bekommen, um dieses Wegfallende Stück Fleisch in irgendeiner Form zu kompensieren? Weil ja Hunderttausende von Menschen in irgendeiner Form daran hängen. Wir versuchen hier eine Kompensationsmodell-Situation zu entwickeln, weil am Ende des Tages trifft es die Künstler. Und wenn der gesamte Kuchen verteilt wird und immer demokratisierter wird, gibt es immer mehr Möglichkeiten zu konsumieren, aber keine zusätzlichen Ertragseinnahmen und jeder bekommt weniger. Das heißt: da ist einfach eine Einnahmelücke entstanden, und diese Lücke — und deshalb gibt es diese Diskussion um die Flatrate — es ist eine mögliche Lösung. Ob es die endgültige Lösung ist, weiß ich nicht, aber selbstverständlich, wenn dir nichts besseres einfällt als Abo-Modelle oder eben öffentlich eingerichtete Flatrates zu formulieren weil es derzeit keine anderen vorstellbaren Einnahmefunktionalitäten gibt dann muß man es halt so machen.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Mit dem Thema Flatrate befasse ich mich auch recht viel, weil wir als Fachverband ja von der Gesetzgebung her mitzureden haben. Und wir können nicht einfach irgend etwas beschließen. Abgesehen davon, dass Politiker sowieso ungern allgemeine Steuern einheben, es reicht schon die Autobahnvignette und die Rundfunkgebühren. Ich meine, die einfache Rechnung “jeder zahlt einen Euro oder einen Cent, und ich bin reich”, die gibt’s halt nicht weil niemand will einen Euro zahlen. Hast du schon einmal einen Telekommunikationsbetreiber kennen gelernt der einen Cent mehr zahlen will als irgendwas? Solange es Musik gratis zum downloaden gibt wird es sehr schwer sein, jemanden dazu zu bringen, etwas dafür zu zahlen — leider.</p>
<h3 id="toc-wie-sieht-zuknftig-die-rolle-des-musikers-aus-bleibt-konzentration-auf-die-kreative-ttigkeit-mglich-oder-mu-jeder-musiker-sein-eigener-label-manager-werden">Wie sieht zukünftig die Rolle des Musikers aus? Bleibt Konzentration auf die kreative Tätigkeit möglich, oder muß jeder Musiker sein eigener Label-Manager werden?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Zum Thema “gibt’s da noch Musik, wenn’s keine Majors mehr gibt”: das ist einfach ein Trugschluss. Es waren einfach nur diese vier Firmen, die 80% des Musikmarktes kontrollierten. Und es gab auch gar keinen anderen Weg an Musik zu kommen. Also Musik wird es definitiv immer geben und ich denke, dass die Betreuung einer “Nische” in einem kleinen Team wahnsinnig interessant und spannend sein kann.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Das muß sich der Einzelne oder die Einzelne selbst überlegen. Was möchte ich? Möchte ich einerseits mit der Musik Geld verdienen? Oder mache ich das nur als Hobby? Und zum anderen: Wo möchte ich vielleicht in zwei bis drei Jahren stehen? Natürlich gibt es dann noch weitere Möglichkeiten, das ist eh alles bekannt, rein nur über Konzerte und Merchandising und so weiter. Aber all das ist meiner Meinung nach Grundvoraussetzung, dass man sich eine Fanbase und einen Namen schafft. Soll heißen: die Gesetzmäßigkeiten des Marketings sind ganz sicher nicht außer Kraft gesetzt und man wird sicherlich auch ein gewisses Kapital brauchen, um sich auf dem Markt positionieren zu können.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Also Geld, ausgedrückt in Arbeitszeit ist für mich auch Geld. Und über dieses Demokratisierung, weil der Künstler es ja selbst kann, stellt sich die Frage: soll er lieber 4 Stunden einen neuen Song komponieren oder 4 Stunden in Myspace seine eigene <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> pflegen? Das ist eine Relationsfrage. Aber, wurscht, der Access ist das Thema und die Möglichkeit etwas heraus zu bringen ist begrüßenswert. Aber es kostet aus meiner Sicht Geld.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Da hat sich ja auch nichts geändert. Wenn du in einer Band bist, muß ein Mitglied gewillt sein, zur Stadtzeitung zu marschieren, zum lokalen Radio zu marschieren, Alarm zu machen — auch schon in Zeiten lange vor dem Internet. Und das ist heute genau dasselbe, bloß dass der sich anderer Mittel bedienen muß…</p>
<h3 id="toc-verndert-das-internet-die-werbe-und-marketingkosten-zugunsten-unabhngiger-kleiner-knstler-oder-brauchen-gerade-diese-finanzstarke-major-vertriebe">Verändert das Internet die Werbe– und Marketingkosten zugunsten unabhängiger, kleiner Künstler — oder brauchen gerade diese finanzstarke Major-Vertriebe?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Wenn man über Marketing spricht, dann denken die meisten Menschen an eine Werbekampagne oder an ähnliche Dinge. Wenn ich vier Leute beschäftige, die in Web 2.0-Foren versuchen meine Fanbase irgendwie am Kochen zu halten, dann kostet mich das Personalkosten. Auch das sind Marketingkosten. Es kommt hier also zu einer Verschiebung von Kosten. Im Endeffekt muß man einfach alles ausprobieren. Man muß meines Erachtens nach überall mit dabei sein um das selbst beurteilen zu können, das heißt man muß es auch mittragen, mitverfolgen und einfach nicht warten dass die Anderen dir das Momentum aus der Hand nehmen– Punkt. Und ob das jetzt aus der Sicht eines produzierenden Künstlers zu sehen ist, ob das aus der Sicht eines Dienstleisters ist oder aus der des Vertriebs. Dadurch dass wir das alles irgendwie mitdenken müssen, bei uns in unserer kleinen Familie, muß ich mir eh jeden Tag über die verschiedensten Wertschöpfungsstufen die Gedanken machen und die Dinge auch ausprobieren. Es gibt ja auch solche und solche Künstler. Es gibt Leute wie den Stereotyp, der hat Spaß an diesem Networking, diesem Kommunizieren.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Es gibt gar keinen anderen Weg heraus! Weil Leute wie chello.at oder so haben es eh verstanden, und die neue Anzeige ist ja quasi so: jetzt hier noch schneller downloaden, und dann rutschen da so Musiker durch eine Sanduhr. Genau, nämlich um noch schneller aus I-Tunes runterzuladen, dazu brauch ich gar keine so gute Leitung, sondern um zu sharen! Und eines würde ich dazu gerne noch anmerken, denn ich mache auch Workshops und so weiter. Und da sage ich immer gerne: ist doch toll, dass das billiger wird. Ist doch toll, dass es alle diese Möglichkeiten gibt. Weil, woher nehme ich mir das Recht heraus zu sagen all die großen Talente von damals, das war’s quasi? Also ich glaube da sind so viele Leute unentdeckt, die ich jetzt im Moment an Software heranführe, wie man einfach aufnimmt — Controller — den ganzen Kram.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/lautsprecherbox.jpg" alt="lautsprecherbox Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="lautsprecherbox" width="250" height="212" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Ja aber es sind keine Kosten mehr die mich im Vornherein erdrücken müssen. Der entscheidende Wandel der gekommen ist, und das passt genau zu der Frage: was passiert wenn die Majors nicht mehr da sind? Nichts! Es ist zu einer Demokratisierung gekommen, der Produktionsmittel, des Marketing und der Distribution. Das heißt es ist erschwinglicher geworden. Leute können komplett eigenständig mitspielen, die vorher eine Fremdfinanzierung durch ein Major-Label gebraucht hätten. Und der einzige große Nachteil, wo wir noch lange nicht sind: wir sind noch nicht bei dem Verständnis angekommen, dass ein Musiker auch Anspruch hat, dafür bezahlt zu werden, wenn seine Musik in irgendeiner Form genutzt wird. Andererseits ist es ein riesiger Vorteil, dass ich in einer nicht-physischen Welt nicht anfangen muß für meine sehr spitze Nische der tibetanischen Gong-Musik, die ich zu Hause betreibe, meine Platten nach Indien, nach Australien und selbst nach Deutschland zu schicken.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Die Großen sind so groß, dass sie vielleicht mit neuen Verwertern, mit Telcos oder mit Mobilfunkherstellern/-betreibern, Deals machen können. Aber wenn irgendwann jeder nur noch zu Hause Musik macht, wer weiß ob in 3 bis 4 Jahren die Begeisterung noch so groß ist. Wenn eigentlich niemand mehr Star werden kann, so richtig. Ich glaube nicht ganz daran, einer zu Hause sitzt und seine Sachen ins Netz stellt und irgendwo groß rauskommt. Künstler wollen doch irgendwo mal Stars werden. Und da finden sich dann immer Leute die dann Marketing machen, und die dann irgendwo sagen: ja, ich mach dir das. Es gibt Künstler die können das auch selber. Die Kleinen haben es in einer Hinsicht leichter: sie sind flexibel, ich beobachte das. Die Großen müssen halt die Vorteile der Großen nützen und die Kleinen die Vorteile der Kleinen. Und natürlich: nur Tonträger allein zu verkaufen ist verdammt schwierig.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich möchte vielleicht noch kurz einflechten: eine Eigenschaft von digitalen Gütern ist ja, dass sie grundsätzlich unerschöpflich sind. Das heißt, ich kann sie endlos reproduzieren, ich habe jetzt nicht wie beim physischen Produkt einen Haufen Kosten — keine Covers, keine physischen Tonträger. Es kann ja jeder de facto heute in seinem Schlafzimmer seine eigenen Produktionen machen. Die Produktionsmittel sind billiger geworden, der Zugang zu den Märkten ist auch einfacher geworden. Aber wie gesagt, die digitalen Güter sind unerschöpflich, es ist mehr Material im Netz. Und daraus heraus zu stechen, wenn ich sozusagen mit meinem Bauchladen an der Straße stehe, wird schwierig: die Konkurrenz ist einfach sehr groß. Aber ich glaube, um dieses ganze Musikgeschäft zu verstehen ist ein Blick in die Geschichte hilfreich. Also ich denke ad hoc jetzt eigentlich ganz einfach an die ganzen schwarzen Blues-Labels der frühen 50er-Jahre, die eigentlich auch aus dem Nichts entstanden sind und auch ihre eigenen Vertriebswege suchen mußten, natürlich auch stark gekoppelt mit der Technologie. Die ganze globale Industrie ist eigentlich immer und bis heute immer von technologischen Fragen getrieben gewesen. Und da hat sich einerseits in der Distribution, der Aufnahmetechnik extrem viel geändert. Das ganze Geschäftsmodell hat sich geändert. Ich erinnere nur an die Erfindung/Einführung des Radios. Die Labelbosse haben eigentlich immer die richtige Abzweigung verpasst!</p>
<hr />
*) Beim Springeight wenige. Dort haben locker 2/3 der DJs, die ich gesehen haben, Final Scratch und Powerbooks benutzt.<br />
**) siehe <a href="http://www.heise.de/newsticker/Schwedische-GEMA-testet-Modell-zur-Legalisierung-von-Filesharing--/meldung/108321" class="liexternal">heise.de</a></p>
<hr /><small><strong>Fotos:</strong><br />
Bild 1 (CD-Rohlinge): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=244950" rel="nofollow" class="liexternal">Pixel Kings</a> / pixelio.de<br />
Bild 2 (Lautsprecher): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=213779" rel="nofollow" class="liexternal">Anticheater</a> / pixelio.de</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogbeiträge bebildern mit Pixelio</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 04:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Fotos zur Illustration der eigenen Blogbeiträge sucht, findet bei Pixelio eine riesige Auswahl - und die perfekten Suchtools.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/pixeliologo.jpg" alt="pixeliologo Blogbeiträge bebildern mit Pixelio" title="pixeliologo" width="150" height="45" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Neben <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flickr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FlickR">FlickR</a> existieren mittlerweile zahlreiche Online-Bilddatenbanken — und vermutlich hat so ziemlich jeder Blogger seine Vorlieben. Ein altes chinesisches Sprichwort aber sagt: “Wer spätere Abmahn-Kosten will vermeiden, sollte bei reprofreiem Bildmaterial bleiben.” Und genau dafür hat sich bei mir <a href="http://www.pixelio.de" class="liexternal">Pixelio</a> bisher bestens bewährt.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/pixelio.jpg" rel="lightbox" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/pixelio-111x300.jpg" alt="pixelio 111x300 Blogbeiträge bebildern mit Pixelio" title="pixeliosuche" width="111" height="300" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>Wer hat schon das passende eigene Digitalfoto für jede Situation bereit? Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte und bunte Pixel Abwechslung in digitalen Bleiwüsten verschaffen, gilt für Blogs das gleiche wie für jede Zeitung: Bilder verschaffen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> und regen zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lesen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lesen">Lesen</a> des Artikels an. Die Zeit, als man für Pressefotos Bares bei Agenturen einwerfen musste, ist glücklicherweise weitgehend vorüber, denn viele Online-Gallerien bieten die Möglichkeit, gezielt nach sogenannten “reprofreien”, also kommerziell verwendbaren, Fotos zu suchen. Ich bin seit längerem großer Fan der deutschen Foto–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> <a href="http://www.pixelio.de" class="liexternal">Pixelio</a>. Das hat mehrere Gründe, in erster Linie finde ich allerdings die Profi-Suche sehr gelungen — denn sie erlaubt nicht nur thematische Anfragen, sondern auch die Suche nach bestimmten Größen und Farben.</p>
<p>Weiters finden sich auf Pixelio kaum Amateurfotos aus der Liga “privates Album” — der Profi-Bildanteil ist ausgesprochen hoch. Die erwähnte Profi-Suche erlaubt neben der Eingabe von Schlagwörtern zudem auch die Wahl einer bestimmten Farbe inklusive einer Toleranzschwelle: äußerst praktisch für Designer und Illustratoren, die passende Fotos zu einer bestehenden Farbwelt suchen. Der “Leuchtkasten” fungiert als persönliches Album, die Detailseiten der einzelnen Fotos enthalten neben Informationen über Fotograf, Bildgröße und Lizenztyp auch jeweils das zugehörige EXIF-Histogramm.</p>
<p>Zwar lässt sich die gesamte Sammlung frei durchstöbern, wer Pixelio allerdings ernsthaft nutzen möchte, kommt um die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">Gratis</a>–Registrierung nicht herum — denn die ist erforderlich, um Fotos in hoher Auflösung herunterladen zu können.</p>
<h2 id="toc-kommerzielle-nutzung">Kommerzielle Nutzung?</h2>
<p>Pixelio unterscheidet zwischen der Freigabe für redaktionelle oder kommerzielle Nutzung. Bei Publikationen, die rechtlich den Status eines (Massen)Mediums genießen, ist die Sache eindeutig — im Fall von Blogs allerdings bezweifle ich, dass die redaktionelle Freigabe in allen Fällen ausreicht, denn die Grenzen zwischen Berichterstattung und Werbung sind Online noch fließender als am Papier.</p>
<p>Ebenfalls zu beachten gilt das sogenannte “erweiterte Bearbeitungsrecht” — gemeint sind damit Bildmanipulationen sinnverändernder Art. Im Gegensatz zu normalen Bildoptimierungsmaßnahmen (z.B. Kontras-Einstellung, Farbbalance etc.) dürfen erweiterte Veränderungen nur bei expliziter <a href="http://hilfe.pixelio.de/index.php?action=artikel&#038;cat=4&#038;id=37&#038;artlang=de" class="liexternal">Erlaubnis</a> vorgenommen werden:</p>
<blockquote><p>Das erweiterte Bearbeitungsrecht ist das Recht, das Bildmaterial unter Verwendung analoger, digitaler oder sonstiger Bildbearbeitungsmethoden zu bearbeiten, umzugestalten, zu kürzen, zu teilen, auszuschneiden, mit anderen Produktionen oder Produktionsstellen oder sonstigen Werken und Leistungen zu verbinden.</p></blockquote>
<p>Mit der Profi-Suche kann das Ergebnis auf die beiden Parameter “kommerzielle Nutzung” und “erweitertes Bearbeitungsrecht” angeben, zusätzlich verlangt Pixelio einen Verweis auf Herkunft und Fotografen-Name:</p>
<blockquote><p>Der Nutzer hat in für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: ÃÂ© Fotografenname / PIXELIO<br />
Bei Nutzung im Internet oder digitalen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> muss zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen.</p></blockquote>
<p>Sollte für Blogger kein Problem sein — ob man die Fotocredits direkt unters Bild schreibt oder in einer Fußnote am Ende des Artikels unterbringt, spielt keine Rolle. Wer bei der Bildsuche auf reprofreie Fotos achtet, findet bei <a href="http://www.pixelio.de" class="liexternal">Pixelio</a> dennoch eine riesige Auswahl an professionellen Motiven aus allen erdenklichen Themengebieten — und befindet sich in punkto <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/urheberrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urheberrecht">Urheberrecht</a> auf der sicheren Seite.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>XinXii: wenn Autoren selbst verlegen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-01/xinxii-wenn-autoren-selbst-verlegen/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 20:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[datenschmutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Xinxii erlaubt jedem Autor den Upload der eigenen digitalen Werke - und den problemlosen Verkauf über die Plattform, die es sich zum Ziel gemacht hat, das Verlagswesen zu demokratisieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;margin-bottom:2px;padding:3px;background-color:#ededed;font-size:11px;border:1px solid #dddddd;">[<a href="http://www.trigami.com?blog=http://blog.datenschmutz.net" rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal">Trigami-Review</a>]</div>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/xinxii.jpg' alt="xinxii XinXii: wenn Autoren selbst verlegen" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="XinXii: wenn Autoren selbst verlegen" />Ein Basar für Bits und Bytes versucht sich an einer spannenden Aufgaben: jeder registrierte User kann eigene Werke, die natürlich in digitaler Form vorliegen müssen, hochladen und kommerziell vertreiben — den Preis der digitalen Publikation, die in einer der über 600 Kategorien einsortiert werden muss, legt der Autor bei <a href="http://www.xinxii.com" rel="nofollow" class="liexternal">Xinxii</a> dabei selbst fest und erhält für jeden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/download/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Download">Download</a> 70% des Netto Verkaufspreises.</p>
<p>Leseproben vermitteln auf Wunsch des Autors einen konkreten Eindruck der jeweiligen Publikation, Käufer haben die Möglichkeit, die Qualität erworbener eTexte zu bewerten. Wer ganz bestimmte Informationen bzw. Publikationen sucht, kann über den Menüpunkt “Content on Demand” eine entsprechende Ausschreibung starten; diese Funktion qualifiziert <a href="http://www.xinxii.com" rel="nofollow" class="liexternal">XinXii</a> also prinzipiell auch durchaus als b2b-Seite für den journalistischen Bereich. An den professionellen Schutz der Urheberrechte, die übrigens — und hier unterscheidet sich Xinxii gravierend von vielen anderen Vertriebsmodellen — vollständig beim Autor verbleiben, haben die Betreiber gedacht:</p>
<blockquote><p>In Kooperation mit der Priormart AG bietet XinXii jedem Verfasser die Möglichkeit, sein Werk zur notariellen Hinterlegung auf einen Online-Server hochzuladen und dadurch zusätzlich urheberrechtlich zu schützen.</p></blockquote>
<h2 id="toc-informationswirtschaft-2-0">Informationswirtschaft 2.0?</h2>
<p>Die Informationswirtschaft verweigert sich hartnäckig so manchen Grundsätzen klassischer Ökonomietheorie: Information wird nicht weniger, wenn man sie verteilt, braucht so gut wie keinen physischen Speicherplatz und lässt sich unglaublich leicht kopieren — davon weiß die Musikindustrie gewiss ein wenig beschwingtes Lied zu singen. Andererseits ermöglichen der digitale Vertrieb geistiger Ergüsse auch ganz neue Vertriebsmöglichkeiten, wie Chris Anderson in seinem Longtail-Buch so treffend feststellte: da die Kosten der Lagerhaltung bei digitalen Waren nahezu gegen Null streben, ist der Aufbau eines großen Inventories kein Problem. Dass für (hochwertige) Information auch im Web bezahlt werden soll, ist angesichts der Gratis-Mentalität im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> schwer vorstellbar. Der herkömmliche Weg der Monetarisierung usergenerierter Inhalte führt also über das lächelnde Aas <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>, zu dem beispielsweise Blogger ganz unterschiedliche Auffassungen vertreten.</p>
<p><a href="http://www.xinxii.com" rel="nofollow" class="liexternal">XinXii</a> stellt eine Alternative für unentdeckte Edelfedern dar — über diese trigami-Ausschreibung freue ich mich besonders, da eine solche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> meiner Ansicht nach eine definitiv existierende Marktlücke füllt: von der Diplomarbeit bis zum Comicstrip und den bereits erwähnten b2b-Funktionen bietet sich ein breites Spektrum möglicher Verwendungszwecke an, also auf zum Praxistest.</p>
<h2 id="toc-xinxiis-herz-und-nieren">Xinxii’s Herz und Nieren</h2>
<p>Die Seite samt Tab-Hauptmenü ist übersichtlich und sauber aufgebaut — als Kind der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Ära hängt sich Xinxii natürlich ein “beta” hinten ans Logo und wählt entsprechend dezente, helle und freundliche Farben. Die klare Screenaufteilung sorgt für gute Übersicht, verloren oder überfordert muss sich hier niemand fühlen.</p>
<div align="center"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/xinxii-startseite.jpg' alt="xinxii startseite XinXii: wenn Autoren selbst verlegen" style="border:1px solid gray;" title="XinXii: wenn Autoren selbst verlegen" /></div>
<p>Dazu passt auch die Registrierung, die rasch erledigt ist — neue Nutzer weist Xinxii speziell auf Punkt 9.3 der AGBs hin: Uploader müssen natürlich bestätigen, selbst die Urheberrechte an den angebotenen Werken zu besitzen, außerdem verlangt Xinxii Volljährigkeit nach deutschem Recht. Mich interessieren beide Seiten der Medaille, also mache ich mich erstmal auf die Suche nach einem passenden Download — dabei zeigt sich allerdings rasch, dass das Inventar noch nicht besonders gut gefüllt ist: zwar gibt’s ausreichend Kategorien, die meisten allerdings sind noch gähnend leer — hier wäre vielleicht ein dynamisches Tag-System nicht unbedingt von Nachteil. In der Kategorie “Literatur” fand ich dann allerdings doch eine Hausarbeit zum Max Frisch’ “Homo Faber”, auf die ich für 2 Euro durchaus einen Blick werfen würde, also ab in den Warenkorb. Bei der Bezahlung zeigt sich allerdings der imho erste gravierende Nachteil: lediglich Kreditkarte oder Lastschriftverfahren (nur für deutsche Bankkonten) kommen in Frage. Gerade bei Kleinbeträgen eignet sich aus Kundensicht PayPal ideal: dass diese Bezahlvariante hier nicht zum Einsatz kommt, verwundert mich umso mehr, als Autoren ihr angesammeltes XinXii-Guthaben ausschließlich via PayPal überwiesen bekommen. Mich zumindest hält die zwangsweise Eingabe der Kreditkartendaten bei solchen Kleinbeträgen vom Kauf ab.</p>
<p>Also Zeit, einen Blick auf die Textproduzenten-Seite zu werfen: über dem Reiter “Publizieren” gelangt man zum Uploadformular, wo eine abschließende Warnung vor Rechtsbrüchen erfolgt:</p>
<blockquote><p>Der Nutzer verpflichtet sich, in die Datenbank des Betreibers keine Inhalte einzustellen, die gegen wettbewerbsrechtliche, urheberrechtliche oder markenrechtliche Vorschriften verstoßen oder die als obszön, beleidigend, diffamierend, anstößig, pornografisch, belästigend, rassistisch, ausländerfeindlich, rechtsradikal oder sonstig verwerflich anzusehen sind.</p></blockquote>
<p>Das anschließende Uploadformular fasst alle benötigen Informationen auf einer Seite zusammen: Kategorie, Titel, Beschreibung, Präsentationsform, Dokumententyp etc. sind verpflichtend, zusätzliche Elemente wie ein Cover– und Autorenfoto, ein optionales Inhaltsverzeichnis bzw. eine Leseprobe erhöhen die Attraktivität der eigenen Präsentation. 2 Euro beträgt der Mindestpreis, nach oben ist die Grenze offen; leider hat niemand auf die Schnelle meinen trigami-Test-Upload für günstige 1.300 Euro gekauft, dabei wär doch dort die Antwort auf alle Fragen dringestanden… selbst hochgeladene Dokumente können jederzeit wieder gelöscht und somit aus dem System entfernt werden, usability-technisch betrachtet funktioniert die Applikation ganz hervorragend — einzig die Vorschaufunktion produzierte bei mir einen php-Fehler, das mag aber möglicherweise am rtf-Format liegen. Vorsichtige Naturen dürften sich besonders über die Integration des Priormart-Services freuen: die Datenbank dient der Beweissicherung durch notarielle Hinterlegung, denn die kann im Streitfall vor Gericht sehr hilfreich sein, wenn man mal in die Lage kommen sollte, beweisen zu müssen, dass man tatsächlich der Urheber eines bestimmten Dokuments ist.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Xinxii hat sich den hehren Anspruch gestellt, jeden interessierten Autor zu seinem eigenen Herausgeber zu machen. Die Konditionen der Plattform erscheinen dabei ausgesprochen fair, Design und Usability sind hervorragend gelungen. Um an Popularität zu gewinnen, werden sich die Betreiber vor allem um einen raschen Ausbau des angebotenen Sortiments kümmern müssen, außerdem wäre die Integration PayPals zur Bezahlung von Downloads ebenfalls wünschenswert. Abgesehen von diesen beiden Punkten verbindet Xinxii die Themen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-networking/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Networking">Social Networking</a>, digitale Distribution und Eigenvertrieb auf spannende und innovative Weise zu einer Plattform, der durchaus langfristiger Erfolg beschieden sein könnte.<br />
<a href="http://www.xinxii.com" rel="nofollow" class="liexternal">www.xinxii.com</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Vortrag: Larry Lessig über infernalische Maschinen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-11/vortrag-larry-lessig-ueber-infernalische-maschinen/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 13:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Jus-Professor und Mitbegründer der CC-Lizenzen erklärt im Rahmen eines TED-Talks anschaulich die Zusammenhänge zwischen Lizenzrechten, Technologien und Vorurteilen: unbedingt sehenswert!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/11/lessig.jpg" title='lessig' class="liimagelink" rel="lightbox[1496]"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/11/lessig.jpg' alt="lessig Vortrag: Larry Lessig über infernalische Maschinen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Vortrag: Larry Lessig über infernalische Maschinen" /></a>Ein weiterer TED-Talk aus dem Monat März verdient definitiv einen zweiten Blick: Larry Lessig, internationaler Prediger für die längst überfällige Adaption überkommener Lizenzbedingungen, spricht 19 Minuten lang über das Verhältnis von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>, Technologie und Vorurteilen — unbedingt anschauen, denn der Mitbegründer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a> Lizenzen weiß nicht nur wovon, sondern auch wie er spricht.</p>
<p>Lawrence Lessigs Vortrag besticht nicht bloß durch die fachliche Kompetenz und die ansprechende inhaltliche Aufbereitung eines schwierigen Themas — der Jus-Professor hat ein perfekt auf seinen Vortragsstil abgestimmtes Foliendesign gefunden. Invertierte Schrift, einzelne Wörter und Bilder pro Folie, keine Bulletpoints: das widerspricht jeder gängigen Votragstheorie, gibt der Gesamtperformance aber jene Flow und jene Eleganz, die der klassischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/powerpoint/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Powerpoint">Powerpoint</a>–Präsi einfach völlig fehlen. Mit anderen Worten: ein gelungenes Treffen von Tante Inhalt mit Onkel Form:</p>
<p> </p>
<div align="center"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=8,0,0,0" width="432" height="285" id="VE_Player" align="middle"><param name="movie" value="http://static.videoegg.com/ted/flash/loader.swf"></param><param NAME="FlashVars" VALUE="bgColor=FFFFFF&#038;file=http://static.videoegg.com/ted/movies/LARRYLESSIG-2007_high.flv&#038;autoPlay=false&#038;fullscreenURL=http://static.videoegg.com/ted/flash/fullscreen.html&#038;forcePlay=false&#038;logo=&#038;allowFullscreen=true"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><param name="bgcolor" value="#FFFFFF"></param><param name="scale" value="noscale"></param><param name="wmode" value="window"><embed src="http://static.videoegg.com/ted/flash/loader.swf" FlashVars="bgColor=FFFFFF&#038;file=http://static.videoegg.com/ted/movies/LARRYLESSIG-2007_high.flv&#038;autoPlay=false&#038;fullscreenURL=http://static.videoegg.com/ted/flash/fullscreen.html&#038;forcePlay=false&#038;logo=&#038;allowFullscreen=true" quality="high" allowScriptAccess="always" bgcolor="#FFFFFF" scale="noscale" wmode="window" width="432" height="285" name="VE_Player" align="middle" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></param></object></div>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum Woche 38 2k7</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 23:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WienerInnen borgen besonders gerne ihr Handy her, aber das ist bei weitem nicht die einzige Überraschung in dieser Woche. Tante Google wird, Microsoft kauft sich bei Facebook ein: das Sommerloch ist eindeutig geschlossen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus findet, dass <a href="http://my.affiliate-life.at/duplicate-content-ist-doch-was-schones" class="liexternal">Duplicate Content</a> durchaus auch seine reizvollen Seiten hat, Robert Treichler hinter-quiz-fragt <a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/2007/09/25/quizfrage_612" class="liexternal">Alice Schwarzer</a>, <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/20/man-muss-auch-mal-ueber-nen-furz-lachen-koennen/" class="liexternal">Robert</a> erklärt auf für mich sehr beeindruckende Art und Weise sein Blogger-Selbstverständnis, <a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/2007/09/20/christoph-bist-dus_611" class="liexternal">Grissemann</a> scheint <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> für deutsche Handys zu machen und die Viralmythen <a href="http://blog.metaroll.de/2007/09/25/bloggende-wissenschaft/" class="liexternal">typologisieren wissenschaftliche Blogs</a>: also wieder mal eine ganz gewöhnlich ereignisreiche Woche in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a>, das Sommerloch zeigt sich endgültig von herbstlichem Tatendrang in die Stränge gewiesen. Außerdem gibt’s ein Jubiläum zu feiern: Tante Google ist anscheinend <a href="http://www.discobeats.de/hey-tante-google-alles-gute-zum-9ten" class="liexternal">neun  Jahre alt</a> geworden.</p>
<h2 id="toc-yahoo-schluckt-zimbra">Yahoo schluckt Zimbra</h2>
<p><a href="http://www.georgholzer.at/blog/2007/09/23/zimbra-wird-yahoos-trumpfkarte/" class="liexternal">Georg Holzer</a> analysiert den Kauf der Messaging-Lösung durch Yahoo und kommt zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>Zimbra als Werkzeug für höheren Marktanteil bei anderen Geschäften. Der Kaufpreis von 350 Millionen Dollar könnte sich so rechnen. Könnte … Und irgendwann, wenn die nächste Gerneralrenovierung von Yahoo-Mail fällig ist, wird man wohl auf nur noch eine Codebasis bei seinen Messaging-Servern setzen — derweil hat man aber noch zwei.</p></blockquote>
<p>Microsoft dagegen beißt kräftig in &lt;a href=http://www.georgholzer.at/blog/2007/09/24/microsoft-kauft-facebook/”&gt;Facebook rein</a> — ob sich das wirklich rechnet?</p>
<h2 id="toc-gravenreuth-verurteilt">Gravenreuth verurteilt</h2>
<p>telepolis hat ein sehr lesenswertes <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26214/1.html" class="liexternal"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> mit Johannes Eisenberg</a> veröffentlicht: der Anwalt verteidigte die taz im Verfahren gegen den bekannten deutschen Berufskollegen Freiherr von Gravenreuth, der durch seine zahlreichen Abmahnprozesse einer Menge Webmaster viel Kopfzerbrechen bereitete:</p>
<blockquote><p>telepolis: Herr Rechtsanwalt Eisenberg — Sie werden im Netz gerade als eine Art “Drachentöter” gefeiert, weil es ihnen gelang, den Freiherrn von Gravenreuth “hinter Gitter zu bringen”. Wie ist Ihnen das gelungen — und wieso hat das vorher noch niemand geschafft?</p>
<p>Johannes Eisenberg: Ich weiß nicht, ob ich als ‘Drachentöter’ gefeiert werde. Ich hab’ das noch nirgendwo gelesen. Und den Herrn Gravenreuth hab ich auch nicht hinter Gitter gebracht — er ist nur zu einem halben Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden, weil er die Domain der taz pfänden ließ, läuft aber weiter frei rum und kann weiter sein Unheil anrichten.</p></blockquote>
<p>Passend zum Thema: hat man Sie etwa auch öffentlich diffamiert? Dann kann ich nur dringend zur Benutzung des <a href="http://abmahnr.de/" class="liexternal">abmahnr</a> raten! [via <a href="http://www.zweinull.cc/abmahnr-bequem-online-abmahnen/" class="liexternal">Zweinull.cc</a>]</p>
<h2 id="toc-hbsche-screensaver">Hübsche Screensaver</h2>
<p>Gibt’s bei <a href="http://www.9031.com/downloads/screensavers.html" class="liexternal">9031.com</a>, unter anderem ein Old-School Digitaluhr mit digital simuliertem mechanischem Zifferwerk… so wie wir’s halt den 80ern am Nachtkasterl stehen hatten.</p>
<h2 id="toc-googeleien-der-woche">Googeleien der Woche</h2>
<p>Am S-O-S SEO Blog gibt’s eine imho sehr treffende und spannende Überlegung zum Thema <a href="http://www.suchmaschinen-optimierung-seo.info/sosblog/2007/09/14/pagerank-demontage/" class="liexternal">Zukunft des Google Pagerank</a>, Fazit:</p>
<blockquote><p>Warum nicht für eine Domain nach außen einen fetten PR7 oder PR8 Balken anzeigen, wohl wissend, dass der echte PR nach Abzug der Steuern und Kauflinks gerade mal für PR5 reicht, und all die armen Link-Käufer und Mieter ihr Geld für völlig überschätze und in Wirklichkeit kaum spürbare Verlinkungen ausgeben lassen. Besser als echte Werte anzuzeigen und auch besser als keine Werte anzuzeigen. Denn in letzterem Fall würden die Webmaster und SEOs vielleicht neue Kriterien suchen und finden, die ihnen bessere Einschätzungen der Domain– und Linkwerte ermöglichten — damit würde die Manipulationsgefahr für Google wieder steigen.</p></blockquote>
<p>Der Iceblog findet, dass in Google inzwischen <a href="http://www.ice-blog.de/325-google-startet-gross-reinemachen-im-sushi-business" class="liexternal">verdächtig viele <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wikipedia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wikipedia">wikipedia</a>–Ergebnisse</a> auftauchen… und vermutet gar, dass bald Schluss sein wird mit den ganzen lästigen Webseiten, sozusagen Google als interne Suchmaschine der Wikipedia-Datenbank.</p>
<h2 id="toc-myspace-benutzerstrkstes-social-network-in-de">myspace benutzerstärkstes Social Network in .de</h2>
<p><a href="http://www.comscore.com/" class="liexternal">Comscore</a> veröffentliche Nutzungsdaten über Social Networks in Deutschland — erstaunlicherweise liegt in dieser Untersuchung MySpace vor studiVZ: [via <a href="http://www.zweinull.cc/myspace-ist-nutzerstarkstes-social-network-in-deutschland/" class="liexternal">zweinull.cc</a>]</p>
<blockquote><p>Unique Visitors von Social Networks in Deutschland im Juli 2007<br />
Quelle: comScore</p>
<p>MySpace: 3,7 Millionen<br />
studiVZ: 3,1 Millionen<br />
JUX.de: 2,6 Millionen<br />
Piczo: 2,0 Millionen<br />
StayFriends: 1,3 Millionen</p></blockquote>
<h2 id="toc-video-der-woche">Video der Woche</h2>
<p>Zum Wahlkampfauftakt der NPD in Niedersachsen musste die Extra3 Reporterin Olivia Jones erfahren, dass selbst die Spitzen der Partei einfach nicht wissen, warum man ihren Verein überhaupt braucht… könnte sich auf einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung wohl ganz ähnlich abspielen. [via <a href="http://www.franztoo.de/?p=479" class="liexternal">FranzToo</a>]</p>
<p>lPjiLm6_Z0w</p>
<h2 id="toc-historisch-radikale-urheberrechte">Historisch-radikale UrheberRechte</h2>
<p>Am 20. Oktober findet in Zürich das <a href="http://barcamp.ch/BlogCampSwitzerland_2-0" class="liexternal">BlogCamp Switzerland 2–0</a> statt, und Michael hat für seine dortige Präsentation ein imho hochspannendes Thema <a href="http://www.wortgefecht.net/gedankensplitter/copyright-copywrong/" class="liexternal">ins Auge gefasst</a>: </p>
<blockquote><p>Unter dem Arbeitstitel “Copyright, Copywrong — Radikale Stimmen zum Urheberrecht” könnte ich mir vorstellen, anhand der zwei oben genannten Beispiele (Spooner und Tucker; ergänzt durch ein, zwei Personen des 20. Jahrhunderts, die sich auf diese beziehen) eine kurze Tour d’Horizont zu geben. Dabei konzentriere ich mich bewusst auf Personen, die vor der Entstehung des Internets gewirkt haben.</p></blockquote>
<p>Michael hat das Thema zur Diskussion gestellt und möchte wissen, ob sich Blogger für derlei Geschichtsausflüge interessieren — ich werd’s am 20. Oktober nicht nach Zürich schaffen, aber ich kann nur sagen: wenn’s einen Blogcast gibt, dann schau ich mir den sicher an. Von radikalen Entwürfen kann man immer eine Menge lernen — und wider der Behauptung der Rechtskonservativen in Einzelfällen sogar  etwas von der Geschichte.</p>
<h2 id="toc-handynutzung-wiener-sind-vertrauensselig">Handynutzung: Wiener sind vertrauensselig</h2>
<p>Diese Woche flatterte eine Umfrage der <a href="http://www.mobilkom.at" class="liexternal">mobilkom austria</a> ins Haus — Kernaussage: Wiener sind im Umgang im Handys vertrauensseliger als die Bewohner anderer österreichischer Bundesländer:</p>
<blockquote><p>Im Vergleich zu allen anderen Bundesländern legen die Wiener Handy-UserInnen am meisten Vertrauen an den Tag, wenn es um Anrufe mit unterdrückter Nummer geht: 78% der UserInnen nehmen Gespräche auch an, wenn sich der Anrufer nicht zu erkennen gibt. Auch beim Ausleihen des Handys gibt es einen Vertrauensvorschuss: 35% der WienerInnen können sich vorstellen, ihr Handy für mehr als nur ein spontanes Gespräch herzuborgen.</p></blockquote>
<p>Das reicht österreichweit in beiden Disziplinen für Platz 1 — wer sich also ein Handy ausborgen möchte, der hat in der Bundeshauptstadt die besten Chancen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>E-Mail Disclaimer: weg mit dem nutzlosen Müll</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 10:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gängigen E-Mail Disclaimer erweisen sich in der Praxis als rechtlich unwirksam - dafür demonstrieren sie eindrucksvoll die Ahnungslosigkeit des Versenders.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder fragen mich Bekannte, was von den altbekannten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e-mail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E-Mail">E-Mail</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/disclaimer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Disclaimer">Disclaimer</a> zu halten ist. Die kurze Antwort: nix. Außer, dass man damit seine Unkenntnis rechtlicher Tatsachen eindrucksvoll dokumentiert. Ach ja, <strong>Disclaimer</strong>: dieser Beitrag ist keine juristische Beratung  <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 E Mail Disclaimer: weg mit dem nutzlosen Müll" class='wp-smiley' title="E Mail Disclaimer: weg mit dem nutzlosen Müll" /> </p>
<p>Ich meine diese zwei– bis fünfzigzeiligen Sprüchlein, mit denen machen “Jus-Experten” versuchen, ihren Mails den Anstrich einer fragwürdigen Professionalität zu verleihen. Prototypisch etwa:</p>
<blockquote><p>Beachten Sie bitte, dass jede Form der nicht autorisierten Nutzung, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser E-Mail nicht gestattet ist. Diese Nachricht ist ausschließlich für den bezeichneten Adressaten oder dessen Vertreter bestimmt. Sollten Sie nicht der vorgesehene Adressat dieser E-Mail oder dessen Vertreter sein, so bitten wir Sie, sich mit dem Absender der E-Mail in Verbindung zu setzen.</p></blockquote>
<p>Erstens hat der Empfänger die Mail schon gelesen, bis er zum Disclaimer kommt, zweitens sollte jemand, der zuverlässig und nicht für Dritte einsehbar kommunizieren will, sowieso Verschlüsselung und Signaturen einsetzen (zum Beispiel via OpenPGP), und drittens erfüllen die wenigsten E-Mails die Erfordernisse der sogenannten “Schöpfungshöhe”, die erst Werke schützenswert macht. Mehr dazu ausführlich bei <a href="http://www.dominik-boecker.de/email/disclaimer/ueberlegungen.html" class="liexternal">Dominik Boecker</a> und in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Disclaimer#E-Mail-Disclaimer" rel="nofollow" class="liwikipedia">wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>Allerdings dürften solche E-Mail-Disclaimer nach überwiegender Ansicht unter Juristen unwirksam sein, was sie jedoch nicht daran hindert, sie selbst einzusetzen.</p></blockquote>
<p>Eine schöne Sammlung solcher “Angstklauseln” hat <a href="http://www.causse.de/recht/angstklauseln.html#38" class="liexternal">Causse.de</a> zusammengetragen… viel Spaß beim Schmökern — und denken Sie dran: wer solche Disclaimer verwendet, der sag nicht mehr und nicht weniger als <strong>Ich hab’ weder von E-Mail noch von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/urheberrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urheberrecht">Urheberrecht</a> eine Ahnung.</strong>. Und das dürfte im Geschäftsverkehr kein besonders absatzfördernder Claim sein… natürlich sollte man für geschäftlichen E-Mail Verkehr eine Signatur mit Kontaktdaten und Firmenname anlegen, die unfreiwillig poetischen Verrenkungen zur Selbstabsicherung sind und bleiben allerdings wirkungslos. Falls Sie aber dennoch nicht verzichten wollen, hier ein Disclaimer, der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with frei">frei</a> benutzbar und rechtlich garantiert unwirksam ist, am besten auf en, de und fr:</p>
<blockquote><p>Sind Sie etwas nicht die Person, für welche diese Mail bestimmt war? Habe ich mich vertippt? Spinnt das Internet? Egal — falls Sie nicht der sind, der dieses Mail hätte erhalten sollen (wer immer auch das sein mag), dann finden Sie gefälligst die Wohn-Adresse des richtigen Empfängers heraus, drucken das E-Mail aus, stecken es in einen Umschlag und schicken Sie das Original als versicherte Wertsendung an den Empfänger und eine zweite Kopie an mich. Begeben Sie sich anschließend in das Krankenhaus Ihrer Wahl und unterziehen Sie sich einer vollständigen Lobotomie. Falls Sie das nicht tun, dann schicke ich die Bad Tölzer Hells Angels zu ihnen nach Hause — und glauben Sie mir: Sie wollen keinen Besuch von denen bekommen (Disclaimer im Disclaimer: dies ist keine Drohung, sondern nur ein Szenario!). Falls Sie jedoch über eine multiple Persönlichkeit verfügen, dann kontaktieren Sie mich lieber telefonisch. Möglicherweise ist dieses E-Mail ja für eine Ihrer anderen Persönlichkeiten bestimmt gewesen. Bitte klären Sie dies in einer gemeinsamen Sitzung möglichst vor der Lobotomie.</p></blockquote>
<p>Sonst wär diese dieser generische ja eventuell noch eine Option:</p>
<blockquote><p>Sollten Sie diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, machen Sie doch damit, was Sie für richtig halten, bitte jedoch im Rahmen dessen, was der gesunde Menschenverstand Ihnen vorschreibt.</p></blockquote>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Buchrezension: Wege ins Wissen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2007 08:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dem Sammelband "Freie Netze" sprechen Experten und Praktiker über politische und wirtschaftliche Facetten des Umgangs mit Information. Ein spannendes, gut argumentiertes Plädoyer für offene Standards und freien Wissenszugang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/05/freieswissen.jpg' alt="freieswissen Buchrezension: Wege ins Wissen" style="float:left;border:1px solid gray;margin-top:3px;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" title="Buchrezension: Wege ins Wissen" /><strong>Buchrezension:</strong> Dobusch, Leonhard / Forsterleitner, Christian (Hg.): Freie Netze / Freies Wissen. Wien 2007</p>
<p>GNU, Linux, die Free <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a> Foundation, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lizenzen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lizenzen">Lizenzen</a>, Open Source Verlage und Co. gehören dringend ent-geekt. Denn die Spielregeln der Informationsgesellschaft, die wir in diesen Momenten festlegen, werden unser kulturelles und politisches Leben zukünftig gravierend beeinflussen.<br />
<span id="more-712"></span><br />
Neoliberale Markt-Selbstregulation verlässt sich auf die Hoffnung, das Regulativsystem Geld könne Verteilungsproblematiken wesentlich effizienter abfedern als jegliche politische Regulierung. Wenn allerdings wissenschaftliche Verfahren patentierbar werden, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> von den Majors nur mehr als Ware gehandelt wird und die Plattenindustrie sich nicht entblödet, Plakatkampagnen mit inhaftierten mp3-DownloaderInnen zu starten, bekommen immer mehr Menschen Zugang zu immer mehr Information und eine Vorstellung davon, welches Potential Netzmedien inne wohnen könnte. Denn die Kluft zwischen Produzenten und Konsumenten wird immer kleiner — bis, im Fall der Popmusik etwa, irgendwann die Nachfolgeplattformen von myspace jene Funktionen übernehmen, die derzeit die Existenzberechtigung der Major Labels bilden. </p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3901761640&amp;fc1=222222&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=4A748A&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;float:left;border:1px solid gray;margin-top:3px;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Der Gedanke, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/urheberrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urheberrecht">Urheberrecht</a> nicht nur das Einkommen von Künstlern sichert, sondern zugleich die Kunstproduktion gravierend behindert, ist keineswegs neu: Folgt Kulturproduktion doch stets den Regeln des Remixens und Rekombinierens, manchmal ex-, manchmal impliziter. Der luftleere Raum des aus sich selbst kreativen Genies überdauert dagegen als fiktive Konstruktion eines erstarkten Bürgertums sogar in einer Zeit, in der Apologeten neuer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> längst das emazipatorische Potential “sozialer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a>” beschwören. Mit dem Schlagwort Web 2.0 sind kollektive Wissensplattformen (Wikipedia) ebenso gemeint wie der Trend zum Mikro-Publishing (Weblogs) und der Beginn der Nutzung des Internet als dialogisches Medium, wie Vilém Flusser lange vor der technischen Realisierung dieses Versprechens prophezeite.</p>
<p>Die gesetzlichen Spielregeln, die technischen Möglichkeiten, Ideen und Ansätze zu einem alternative Urheberrecht wurden bisher vor allem in uni-nahen und technologielastigen Diskursen thematisiert. “Freie Netze” ist der überaus gelungene Versuch, die vielen Facetten eines Themenkomplexes, der jeden Einwohner der Informationsgesellschaft gravierend betrifft, auf eine breitere Diskussionsbasis zu stellen. In neun Kapiteln explorieren die beiden Herausgeber gemeinsam mit Gastautoren substanzielle Themen im Umgang mit kollektivem Wissen: von “Open Courseware”, also frei verfügbaren Kursinhalten an Universitäten, über die Freiheit der Kunst bis zur Bedeutung freien Wissens für den urbanen Raum reicht das Themenspektrum. Interview mit Medien– und Rechtsexperten zeichnen ein differenziertes Bild, die liebevolle Gestaltung macht das Schmökern im Buch zu einem Vergnügen. “Freie Netze” eignet sich somit hervorragend als Nachschlage-Kompendium, als Einführung und nicht zuletzt als didaktisch wertvolle Literatur etwa für den Medienunterricht — und das, ohne die Budgets unserer Schulen belasten: Dem Thema angemessen wählten die Autoren eine Creative Commons Lizenz  — auf der Webseite gibt’s alle Kapitel einzeln oder das komplette PDF zum Gratis-Download, außerdem informiert ein <a href="http://www.freienetze.at/index.php?option=com_content&#038;task=blogcategory&#038;id=6&#038;Itemid=37" class="liexternal">Blog</a> über aktuelle Projekte in Linz: <a href="http://freienetze.at" class="liexternal">http://www.freienetze.at</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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