datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
So stellen sich Europäer ein afrikanisches Internetcafé vor. berlin10.jpg Sebasatin Heinzel Historische Druckerpresse Unser designated driver beim Spionieren.
datenschmutz RSS Feed
3,585 zufriedene Leser
RSS jetzt abonnieren
Twitter
48,681 Followers
auf Twitter folgen

Artikel-Schlagworte: „Versteigerung“

Blogistan Panoptikum KW44 2008

blogistan panoptikumWillkommen beim Wochenrückblick! Die Flut an Einsendungen hält sich noch in Grenzen, meine 666 Praktikanten kamen mit dem Einsortieren der Meldungen noch gerade so zu Rande. Zögern Sie nicht, vom Einreichformular regen Gebrauch zu machen - auf Wunsch gibt's natürlich einen Backlink! Aber nun in medias res: Adios Visionen, das Netz als Mittel gegen Zensur hat versagt, meint die SZ. Schuld daran sei in erster Linie die Profitgier us-amerikanischer Konzerne. Dass das Internet keine überwachungsfreie Zone ist, sondern sich ganz im Gegenteil wesentlich effektiver und einfacher bespitzeln lässt als jedes andere Medium, dürfte inzwischen wohl hoffentlich auch die letzte Schnarchnase mitbekommen haben.

Und ebenfalls, dass ich Copyright-Bereich einiges verändert hat. Ausgehend von der aktuellen Einigung zwischen Google und dem amerikanischen Buchhandelt hat Arbeit 2.0 einige interessante Überlegungen zum Thema "geistiges Eigentum und Strukturwandel" angestellt. Außerdem diese Woche im Fokus:

Youtube jetzt mit Annotationen

Andere haben's vorgemacht, Youtube zieht nach und erlaubt seit Freitag Annotationen und Bookmarks innerhalb von Videos. [via Blogpiloten]:

Das heißt, man kann nun quasi Bookmarks innerhalb eines Videos setzen und diese Links dann an Freunde und Bekannte weiter schicken. An den gängigen YouTube-Video-Link wird einfach ein Timecode angehängt. Ein Beispiel: http://de.youtube.com/watch?v=ueHQ6Gl6u8M#t=1m45s.

Von Killern und Start-Ups

Wer kann diesen Zungenbrecher möglichst schnell sprechen: Wenn KillerStartups.com Startups.com kauft, dann covert KillerStartups künftig Start-Ups auf StartUps.com. Schwachsinn? Nee, Startups.com war mal eine Inkubator-Firma mit Guy Kawasaki an Bord, die den ersten Dotcom-Crash nur als Domainname überlegte, und der ging letzte Woche für geschätzte 500k Dollar an KillerStartups.com, wie TechCrunch berichtete. Ordentliche Summe, aber definitiv eine gute Investition in zukünftige Diversifikation:

KillerStartups, which is backed by $250,000 in angel money from South American domain-name entrepreneur Matias de Tezanos, plans to create a network of startup-related business sites around the new domain.

Nota bene: Killerstartups.com ist... ein Blog!

Web 2.0 Monetarisierung: Nullaussage gefällig?

Seedfinance hat die Ergebnisse einer aktuellen Ernst & Young Studie veröffentlicht, die das Web 2.0 auf den aktuellen Status Quo in punkto Monetarisierungsmöglichkeiten abklopfte. Man muss das Original keineswegs lesen, denn da steht nix drin, was wir nicht schon wusste: Abos funktionieren noch nicht, Social Communities bieten einnahmentechnisch noch keine Alternative zu etablierten Verlagshäusern und Online-Werbung wird in Zukunft weniger gießkannenartig, dafür umso personalisierter erfolgen. Welche Überraschung.

Beraten in der Krise

ConsutlingPulse hat ein Interview mit Business-Legende Seth Godin geführt. Grundtenor:

What do consultants do, actually? Most don't have a 'right answer' in a magic box and then just hand it over. Consultants make change happen. Consultants are hired not just for an outsider's expertise but also to provide a lever for change.

PS: Im Zweifelsfalls hilft wirkt ein Tatoo mitten auf der Stirn wahre Wunder.

Amazon und der Seitenstreifen

Mehr Komfort für Affiliates: WordPress.com User kennen das im eingeloggten Zustand eingeblendete Menü, das oberhalb der Seite klebt und die Benutzung erleichtert. Selbiges hat Amazon nun auch für Affiliates implementiert: besurft man die öffentliche Seite, dann erscheint ein zusätzliches Menü, mit dem man von Artikel-Detailseiten aus beispielsweise mit einem Klick direkt den Affiliate-Code generieren kann. Großes Plus an Usability und längst überfällig!

Berlin vs. iPhone

Die BVG lässt eine iPhone Software verbieten, die Fahrgästen den Fahrplan aller Linien komfortabel auf Apples Handy präsentiert - inklusive Bestimmung des eigenen Standorts via GPS. [via Wellenrauschen] Weil Apple zuviel Kohle hat, dass das Programm als Freeware erhältlich war, spielt dabei keine Rolle:

Dabei, betont BVG-Sprecherin Petra Reetz, wolle man doch nur das Beste für die Fahrgäste. Ein iPhone-Programm sei dabei "durchaus in unserem Interesse". Witt habe man die Streckenplan-Nutzung aber verbieten müssen. Weil: "Das ist unser Patent, und Apple ist eine der reichsten Firmen der Welt."

Facebook baut Vorsprung auf MySpace weiter aus

Im Duell der Social Network Giganten liegt Facebook weiterhin klar vorne, wie TechCrunch diese Woche berichtete. Mitte März hatte FB seinen Rivalen erstmals überholt, der Trend setzt sich fort, die Comscore-Grafik sagt mehr als tausend Worte.

Knol wird multilingual

Googles Monetarisierung-Wikipedia Knol kommt nicht so richtig in die Gänge: der Traffic stagniert, die Zahl der Artikel ist überschaubar und die meisten sind noch dazu unvollständig. Mein Test-Ballon How to moderate blogs war sogar kurzzeitig mal auf der Frontseite, bekam aber insgesamt in über zwei Monaten gerade mal rund 100 Besucher ab. Zumindest bei der SERP-Platzierung bevorzugt Google sich selbst nicht - jedenfalls deutet diese Abfrage wohl eher aufs Gegenteil hin. Nichts desto trotz will man der Konkurrenten wie Squidoo und Helium das Feld nicht kampflos überlassen: still und leise launchte der Suchmaschinenriese in der vergangenen Woche lokalisierte Versionen in deutscher, italienischer und französischer Sprache.

SEO News der Woche

Nase voll, Conversion schwach wie Flasche leer? Dann wird's möglicherweise Zeit für intensives Nachdenken über alternative Einkommensmöglichkeiten - am Online Marketing Blog gibt's eine äußerst inspirative Liste für Blog-Umweg-Rentabilitäten. Wer sich bereits für den Direktvertrieb entschieden hat (i.e. einen Shop betreibt), sollte einen Blick ins SEO-Handbuch werfen: gerade in beginnenden Weihnachts-Absatz-Stress kann man die 6 Tipps zur Kundenbindung gar nicht ernst genug nehmen.

Flasche leer 1: Blogsoptimieren hat meine eBay-Versteigerung gefunden (nee, Scherz)... ja, man wundert sich: 155k Eulen für 400 Besucher im Monat? Da wär's effektiver, direkt auf der Straße Coupons zu verteilen...

Flasche leer 2: Dass PR Sculpting in .de maßlos überschätzt wird, dürfte klar sein. Sistrix bringt's elegant auf den Punkt: Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht geshaped werden. :mrgreen:

Halloween-Update: Schluss mit unlustig

Doodles und grafische Scherzchen sind spaßig, das jährliche Vorweihnachts-Index Update dagegen spaltet die Gemüter: rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft wirbelt Tante G. einige Keywords durcheinander, deutlich ersichtlich an Sistrix' Analyse. Und einmal mehr bestätigt sich die alte Wahrheit: wer *nur* auf SERPs setzt, kann eines morgens ganz schön arm aufwachen.

Google verliert gerichtlichen Urheberstreit

Auf SEO-United gibt's ein ausführliches und unbedingt lesenswertes Interview mit Künstler und PsykoMaN-Erfinder Thomas Horn. Er gewann vor kürzlich eine Klage gegen den Suchmaschinenriesen, dem er gerichtlich verbieten ließ, seine urheberrechtlich geschützten Bilder zu indexieren. Kein Streit um des Kaisers Bart - Horn entstand durch Plagiate handfester wirtschaftlicher Schaden, das Urteil könnte paradigmatische Auswirkungen auf Big G's Geschäftsmodell haben und wir gewiss eine Flut von Folgeklagen nach sich ziehen. [via Basic Thinking]

Templates für Online-Magazine

Reiffix hat gründlich in den Untiefen des Design-Netzes gefischt und 10 gelungene WordPress-Templates zusammengestellt, die sich hervorragend für magazin-artige Pages eignen. "Polaroid" gefällt mir sehr gut, das hatte ich auch schon auf einigen Seiten im Einsatz - allerdings sind auch einige sehr hübsche brandneue Kandidaten in der Sammlung dabei. Und bekanntlich rankt nichts besser als ein Blog... außer einem Blog mit gut durchdachter (sculpting, sculpting) Magazinstruktur.

Video der Woche

Zombies, schlüpfrige Anspielungen, unerschrockene Helden: das neue Video von Man in the Box hat alles, was man sich zu Halloween Allerheiligen/Allerseelen nur wünschen kann:

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder mit den News der Woche - und nicht vergessen: die Gruppe German Weblogs auf BlogCatalog sucht neue Mitglieder. Ich wünsche eine maximal angenehmen Restsonntag, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Neu bei fatfoogoo: Reverse Auctioning

Seit heute hat fatfoogoo nicht nur ein neues Gesicht, sondern unser Auktionshaus für Game-Güter bietet nun auch Reverse Auctioning als ganz frisches Feature an. Irgendwie schon sehr flashig, wenn zur Abwexlung mal ein Start-Up aus Wien wesentlich rascher ist als ganz Silicon Valley :mrgreen: Dieses erwähnte Auktionsprinzip stammt eigentlich aus dem B2B Beschaffungsbereich (hat per se nix mit Beschaffungskriminalität und Piraten zu tun *g*) und dient dazu, für eine vorgegebene Aufgabe den billigsten Anbieter zu finden.

Das Stadtamt Niederwickenburg schreibt also zum Beispiel aus, dass es gern ein neues Dach hätte, interessierte Firmen können sich innerhalb einer definierten Zeitspanne gegenseitig unterbieten. Resultat: der Steuersäckel wird geschont. Und damit's dann am Ende dann auch nicht heißt, "Blödmann kauft billig" oder so heißt, müssen die Leistungsparameter möglichst genau definiert sein. Das gleiche System eignet sich aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch perfekt für die "umgekehrte Versteigerung" von Serviceleistungen in Online Games: wer zum Beispiel in WoW auf Server X einen Raidplatz sucht, um irgendwo mitgezogen zu werden, oder Unterstützung für bestimmte Quests, kann eine entsprechende Ausschreibung tätigem mitsamt dem Preis, den er bereit ist maximal zu bezahlen - und die Dienstleister, in diesem Fall die Verkäufer bzw. Gilden, die ihre Portokasse ein wenig aufbessern möchten, könnten sich gegenseitig unterbieten. Das neue Reverse Auctioning beschränkt sich natürlich nicht auf WoW sondern steht in allen von fatfoogoo unterstützten Games zur Verfügung, das integrierte Treuhandsystem verhindert, dass jemand am Ende in die Röhre geguckt. (Es sei denn, er hat dafür bezahlt, in irgendeine Röhre gucken zu dürfen.)

Ausnahmsweise kann ich über Aussehen und Usability mal nicht ablästern, zumal ich ja selber auch ein wenig dran mitgearbeitet habe - ganz im Gegenteil: die Navigation ist nun wesentlich übersichtlicher, nicht zuletzt dank des neuen Farbleitsystems. Dass wir noch eine ganze Weile lange "perpetual Web 2.0 beta" sein werden, dürfte indes auch klar sein: schließlich sind wir weltweit das erste Auktionshaus, das sich ganz dem An- und Verkauf virtueller Güter und Services widmet - und wir haben natürlich noch eine ganze Menge vor.

Blogistan Panoptikum Woche 32 2k7

6. August 2007bis12. August 2007

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Unterhaltung: Lust auf lauteren iPod-Sound? Wie wär's mit einer stylish bedruckten Boombox aus Karton zum Selberfalten, inklusive Batterien und Lautsprecher? [via Kultik.de] Keine Lust auf Sound, dafür aber auf Aggresionsaufbau? Dann wär vielleicht eine Partie Roboborg das richtige! [via Basicthinking]

Malen mit Laser...

...macht eindeutig mehr Spaß als Malen nach Zahlen. Florian Hufskys und Michael Zeltners Lasergraffiti-Projekt feierte am 27. Juni Premiere vor dem Museumsquartier, die ich leider verpasst habe - die in kürzester Zeit handgestrickte Software, ein "Remix" von Laser Tag gibt's zum freien Download, an Hardware werden ein lichtstarker Projektor, eine Firewire Camera, ein Steuerrechner und natürlich ein Laser als "Zeichenstift" benötigt. Das sieht immens flashig aus, die nächste Performance werde ich mir auf jeden Fall vor Ort anschauen:

YouTube Preview Image

 

Pligg steht zum Verkauf

Wer a) Lust hat, viele eigene Social News Plattformen zu betreiben und b) etwas Kleingeld übrig, der hat derzeit die Möglichkeit, ein Gebot für das gesamte Pligg-Projekt abzugeben [via Wortgefecht]. Das Open Source CMS wird von Seiten wie Blogperlen, Blogg-Buzz und vielen anderen verwendet. Die Entwickler haben keine Zeit mehr, ihr Projekt weiter zu betreuen:

Pligg is an open source content management system. It is used by sites such as Sk-rt.com, Indianpad.com, realestatevoices.com, plantchange.com, agentb.com and videosift.com. The Pligg forums have over 10,000 registered members and 36,000 posts. This sale includes the pligg.com domain along with all web content created for the site including graphic design work, blog and forum administrator accounts, rights to the Sourceforge.net account. All files will be digitally transfered to you and it will be expected that you will provide your own hosting solution.

Das Mindestgebot liegt bei 25.000 Dollar - Sedo zeigt die Höhe der bislang eingegangenen Gebote allerdings nicht an, sodass über den derzeitigen Stand der Versteigerung nur spekuliert werden kann. Hier geht's zur Versteigerung.

 

Mister Wong veranstaltet Logowettbewerb

Der lächelnde Asiate stieß vor allen in den USA auf wenig Gegenliebe, worauf die erfolgreiche Social Bookmarking Plattform Mister Wong kurzfristig ihr Maskottchen entließ. Der Nachfolger wird via Contest ermittelt, es winkt ein Preisgeld von insgesamt 12.000 US-Dollar; das reicht zwar nicht ganz, um Pligg zu kaufen (siehe oben), wird aber eine Menge Grafiker motivieren - mehr Informationen über die Jury gibt's im Wong Blog bzw. auf der Contest-Seite:

Wir veranstalten einen internationalen (Crowdsourcing) Contest und begeben uns damit auf die Suche nach einem neuen Logo!
Auf allen unseren internationalen Portalen rufen wir ab sofort (und bis 08.09.07) weltweit Designer und Pixelkünstler auf, ein neues Logo und ein Favicon für Mister Wong zu entwerfen.
Insgesamt gibt es 12.000 US-Dollar zu gewinnen.

 

In eigener Sache

"When it rains, it pours", wie schon Tupac mal ganz korrekt festgestellt hat. Nicht nur, dass sich datenschmutz seit der letzten Ausgabe auf Platz 89 der dbs debuttiert, vor drei Tagen wurde das ds Blog bei Stereopoly als Seite der Woche vorgestellt:

Einen bunten Blumenstrauß der Themen bietet Datenschmutz.net. So berichtet die Seite über Internet, Musik und Web 2.0 gleichermaßen und trumpft im Bereich Musik gleich zweimal.

Vielen, vielen Dank - sowas motiviert mich natürlich schon sehr! In diesem Sinne - einen schöne letzte Sonntagsminuten und einen angenehmen Start in die nächste Woche!

AuctionAds – hohe Conversion mit bebilderten Ads

auctionadsAuctionAds funktioniert genau wie gewohnte Affiliate Programme: Seitenbetreiber registrieren sich und bauen einen Codeschnippsel in ihre Seite ein, der zukünftig kontextsensitive Werbeanzeigen einblendet. Der neueste Streich im Affiliate-Reigen zeichnet sich allerdings durch einige Besonderheiten aus und eignet sich möglicherweise sogar als Ersatz für Google Ads. Der Slogan "increase the bid on your site's income" scheint jedenfalls durchwegs berechtigt zu sein - so man zufällig in den USA wohnt.

Hintergrund zu AuctionAds

In der Affiliate-Marketing Szene ist Jeremy Shoemaker hinlänglich bekannt - vor allem unter seinem Pseudonym Shoemoney. Am gleichnamigen Blog gibt's immer wieder Insider-Stories aus der us-amerikanischen Affiliate-Szene zu lesen. Über dem großen Teich geht die kommerzielle Post ganz anders ab als hier in Europa. Das mag mit einer verstärkten Goldgräberstimmung und mit dem klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär Mythos zu tun haben, führt in jedem Fall allerdings zu wesentlich affirmativerem Umgang mit dem Thema Blog-Vermarktung. Jeremy stand zwar nie beruflich vor dem Waschbecken, der frühere Vertreter allerdings scheffelt seit Jahre hunderttausende Dollar im Netz - ohne Illegalitäten, Pornographie oder Abzocke. Wenn jemand eine Ahnung von Arbitrage Marketing hat, dann er. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er sein neues Produkt ankündigte.

Der Clou: gestaffelte Provisionen

Warum kann AuctionAds genauso viel auszahlen, wie man als Publisher direkt bekommen würde und trotzdem selbst dabei verdienen? Das liegt an der Vergütungsstruktur des eBay-Partnerprogramms, denn die ist gestaffelt: je mehr Conversion man generiert, desto höher der ausgezahlte Prozentsatz. AuctionAds tritt gegenüber eBay als einzelner Account mit hohem Volumen auf und erreicht daher viel leichter eine hohe Provisionsstufe als ein einzelner Publisher. Die resultierende Differenz stellt sozusagen den abschöpfbaren Gewinn dar.

Wie funktioniert das AuctionAd-System?

Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip ganz simpel. Aber in der Tat - selbst der manuelle Einbau (für Infos zum WordPress-Plugin siehe unten) ist in zehn Minuten erledigt. Nach der Registrierung auf der Seite legt man die entsprechenden Channels (Werbeplätze) an und generiert anschließend einen oder mehrere Codes zum Einbau. Alle gängigen Bannerformate sind in der Auswahl enthalten, die Farben lassen sich frei anpassen. Essentiell sind die Keywords, die man in diesem Schritt wählt: sie entscheiden über die thematische Ausrichtung der Anzeigen.

Wie der Name durchaus nahelegt, geht's hier ausschließlich um Anzeigen zu Online-Auktionen, die aktuelle auf Ebay laufen. Die größte FischVersteigerungshalle der Welt bietet natürlich eine riesige Auswahl an Auktionen aus allen Bereichen: von der seltenen rare-groove LP bis zum gut erhaltenen Opel Manta. In dem Wissen, dass visuelle Stimuli die Clickrate ganz beträchtlich erhöhen, besteht jede Anzeige aus Textlink, aktuellem Mindestpreis und einem Thumbnail-Bildchen. Bezahlt wird nicht pro Click, sondern pro erfolgreich vermitteltem Kauf - schlägt der Anzeigenleser auf eBay zu, registriert sich auf eBay oder/und ersteigert den Gegenstand seines Begehrens, so wird der Publisher finanziell beteiligt, und zwar nach folgendem Muser:

When your site's visitors click on an Auction Ad listing and take an action on eBay you earn cash. Actions are defined as a Winning Bid, a Buy-it-Now or a confirmed user registration. AuctionAds is committed to paying out a minimum of 100% of eBay commission revenue. See eBay's affiliate program for details on the payout.

Auction Ads zahlt also mindestens so viel wie das hauseigene eBay Programm - da dürfte jemand wohl gute Prozentsätze verhandelt haben, denn die Betreiber des Netzwerks werden sicherlich nicht verhungern. Die bisherige Wachstumsrate kann sich sehen lassen: 17.000 Mitglieder registrierten sich in den ersten drei Monaten und erhielten bislang eine halbe Million Dollar an Provisionszahlungen. Nähere geo-spezifische aufbereitete Details erklärt der Maestro persönlich in seiner Videopräsentation:

YouTube Preview Image

Komfortables WordPress Plugin

Als langjähriger Blogger kennt der CEO von AuctionAds die Bedürfnisse von Blogautoren. Die von osCandy entwickelte Software basiert auf Jeremy's Spec-Vorgaben und bietet im Gegensatz zu üblichen Quick-and-Dirty Plugins einen echten Mehrwert gegenüber der händischen Template-Pfriemelei:

  • Content can be included in either above, below or within the content.
  • A keyword text box is provided within the content editor, this allows unique keywords to be used for individual blog posts; this eases the need to create new ads each time.
  • Keywords can be stored for future use. Just select pre-used keywords from the drop down menu and insert the comma or semicolon, done in a matter of seconds.
  • Only displays ads to posts that keywords have been added to.

Kurz gesagt: das Plugin ermöglicht Keyword-Sets pro Artikel und den direkten Einbau der Ads in den Contentbereich. Die Amerikaner kennen da eben keine Scheu; zumindest hab ich noch auf keinem englischsprachigen Alphablog seitenlange Diskussionen darüber gelesen, ob die Kommerzialisierung von Weblogs denn überhaupt moralisch vertretbar ist.
Plugin-Download

Meine Erfahrungen mit AuctionAds

Ich hab AuctionAds seit gut vier Woche laufen; die Anzeigen werden im Wechsel mit anderen Affiliate-Programmen eingeblendet. Insgesamt bekamen die Ads rund 20.000 PIs im Zeitraum von einem Monat. Zur Online-Applikation selbst kann ich nur sagen, dass hier erfahrene Profis am Werk waren: die Bedienung geht flott von der Hand, der Einbau war, wie oben bereits erwähnt, mit keinerlei Problemen behaftet.

auctionadsSehr gut gelungen ist auch die Auswertung, mit der man die Performance seiner Channels im Auge behält. Das Verhältnis von Pageimpressions zu Clicks ist für eine Anzeige in Bannerform, die noch dazu recht weit weg vom Hauptcontent positioniert ist, ausgesprochen akzeptabel. Verdient habe ich in diesem Zeitraum mit AuctionAds allerdings EUR 0,26 - und das trotz der erstaunlich hohen Clickrate. Das liegt daran, dass AA sich bisher ausschließlich an den amerikanischen Markt richtet: wer auf den Ad klickt, gelangt nicht direkt zur betreffenden Auktion, sondern zur landesspezifischen eBay-Seite mit voreingestellter Suche der Keywords der jeweiligen Anzeige. Der User sieht also zum Beispiel, dass ein vergoldeter USB-Zigarettenanzünder um 2 Dollar zu haben wäre, klickt auf die Anzeige zum kommt zur eBay-Österreich Suche nach "Hardware Musik Gadgets". Das macht die AuctionAds weitgehend obsolet für Non-US Einwohner.

Die Frage, warum ich die Ads immer noch laufen habe, scheint bei diesem Resutat berechtigt. Es ging und geht mir dabei primär um das Testen einer innovativen Werbeform, die auf der Klick-Raten-Seite offensichtlich funktioniert, und da eBay ja ohnehin in den meisten Ländern verfügbar ist, kann es wohl nur ein kleiner Schritt zu einer Lokalisierung des Service sein. Daher vermute ich stark, dass Jeremy recht bald eine Option zur Auswahl des gewünschten eBay-Landes nachrüsten wird. Falls nicht, werden die AuctionAds am datenschmutz Blog jedenfalls bald wieder pausieren. Der CTR-Indikator zeigt im Vergleich zu anderen Werbeformen allerdings deutlich die Überlegenheit visueller Botschaften vor reinen Textanzeigen. Das offizielle Statement zum Thema Internationalisierung lautet wie folgt:

AuctionAds currently supports traffic from all countries in which eBay has a presence. Ad units currently only display ads in English, but all click traffic is geotargeted to the visitors country.
To clarify: at this time no ads are displayed from other countries' eBay sites. When a non-US visitor clicks an ad, they are taken to a search page of items from the same keywords. As ad impression volume builds from specific countries, we will consider adding local ad display. Our statistics and testing shows that this converts extremely well for international users.

Naja... "extremely well" ist wohl ein Euphemismus; und baldige "echte" Internationalisierung tut Not.

Tu felix Austria

Wir Österreicher sind beim Affiliate-Marketing dank der Sprachverwandtschaft mit Deutschland ja immer benachteiligt, wenn's um Produkte geht, die nur für das Alpenland relevant sind: wie etwa Mobilfunkprodukt einheimischer Anbieter. Ich hab hier auf datenschmutz rund 92% deutsche Leser, 5% Österreicher und einige Schweizer; große Systeme wie Adwords (die hier nicht laufen!) zeigen ohnehin die nach IP zugeteilten landesspezifischen Werbungen an; für kleinere Web 2.0 Start-Ups ist's nicht einfach, hier mitzuhalten. Generell würde ich meinen, dass im Bereich Affiliate-Marketing das Thema "Lokalisierung" von zunehmender Bedeutung ist - Bidvertizer bietet bereits länderspezifische Anzeigen an. Aber so geht's einem eben, wenn man im Nischenmarkt eines weltumspannenden Netzes seinen Stand aufbaut! :mrgreen:

Meinungen zu AuctionAds

In Blogistan gibt's bereits einiges an Feedback: Max findet auch, dass AuctionAds Potential hat, JohnTP hat ein paar Tipps, und SEOfm hat den Maestro interviewed.

Update: Hauke hat ein Plugin geschrieben, das automatisch alle eBay-Links durchsucht:

Der AuctionAdder durchsucht die Posts und Kommentare deines Wordpress Blogs nach URLS welche auf eBay verweisen und ergänzt diese durch deinen persöhnlichen AuctionAds Code.

Wieder 5.000 Page Impressions + 1 Backlink zu ersteigern

Selbst wenn sich auf der Werbeversteigerungs-Plattform wenig an Weiterentwicklung tut - ich geb nach dem gloriosen Erfolg der letzten Versteigerung nicht auf. Und weil die Auktion doch tatsächlich fette 11 Euro in meine Marketing-Kassen gespült hat, gibt's ein weiteres datenschmutz Bannerkontingente und einen Backlink zu ersteigern.

Die Details zum Werbespace-Auktionshaus Adsix sind im wesentlich gleich geblieben, immerhin kann man nun vergangene Auktionen als Vorlagen für neue Angebote verwenden. Aber da die Inflation bekanntlich im Schweinsgalopp dahinreist, steigen die Preise ins Ermessliche: waren es bei der vorigen Auktion EUR 10,- für 5.000 Impressions, so sind's diesmal EUR 15,- für dieselbe Menge. Schnell zugreifen - in wenigen Monaten kann sich das kein Mensch mehr leisten :-)

zur Banner-Auktion

Außerdem versteigere ich einen Backlink von der Startseite um günstigen EUR 25,- / Monat. Ist bloß ein Test, ob sich ein solcher Link auch außerhalb von Marktplätzen wie Text-Link-Ads und Linklift an den Mann oder die Frau bringen lässt.

PS: beide Auktionen laufen noch ungefähr fünf Tage lang; Adsix zeigt keinen Endzeitpunkt, sondern nur die verbleibenden Stunden an.

Adsix-Test: 5.000 Banner-Impressions für 10 Euro

5. Juni 2007 3:00bis15. Juni 2007 3:00

Kurz nach dem Start hab ich mich mal bei Adsix registriert. Auf der Plattform kann man Werbeflächen in On- und Offline Medien holländisch oder englisch versteigern - Preis und Dauer der Auktion sowie alle Parameter wie Bannergröße, Einblendungen etc. bestimmt der Verkäufer.

Meine erste Auktion ging nach 5 Tagen unglamourös und ohne Angebot zu Ende, da waren allerdings auch noch kaum User an Bord. Bin gespannt, ob das System mittlerweile ins Laufen gekommen ist; ich hab testweise mal wieder eine neue Auktion online gestellt, sie läuft 10 Tage lang und es gibt 5.000 PI's für einen 468x60er Banner, der im Header des Blogs geschalten wird. Alle Details sind auf der Versteigerungsseite gelistet - hier geht's

zur Auktion

 

PS: Für mich fühlt sich Adsix irgendwie sehr un-webzweinullig an. Kein Ajax, ein sehr buchhalterisches Design und nicht mal ein Affiliate Program - da wäre einiges zu verbessern, obwohl ich die Idee ja wirklich nicht schlecht finde. Aber tendenziell glaube ich kaum daran, dass sich ein Käufer findet, und dies trotz Okkasionspreis - während zum Beispiel Linklift aufgrund der Größe des Marktplatzes bereits sehr gut funktioniert, scheint Adsix nicht so richtig von der Stelle zu kommen.

Mehr Background zur Plattform: das Besserwerberblog hat im März mit Geschäftsführer Ralph Kissner ein Interview geführt:

Wir möchten vor Allem deshalb reichweitenschwache Websites gewinnen, weil deren Nutzer häufig aus einer sehr speziellen Zielgruppe besteht. Außerdem haben diese Websites nur sehr schwer die Möglichkeit ihre Werbeplätze zu vermarkten. AdSix sieht sich hierbei als "Robin Hood" der reichweitenschwachen Websites. Dies kann durchaus auch für Blogger interessant sein. Daneben verstehen wir uns aber durchaus als Vermarktungsplattform für jede Art von Werbeplätzen und als Alternative zu anderen Vertriebs- bzw. Aquisewegen.

Dem Interview-Blog gab Robin ebenfalls Auskunft:

Mit AdSix soll ein äußerst effektiver und günstiger Vertriebskanal für Anzeigenrestplätze geschaffen werden. Gerade die hohen Transaktionskosten schrecken viele Medienanbieter ab, ihre Werberestplätze zu vermarkten. Dieses Problem soll mit AdSix gelöst werden.