Vorige Woche war am Dienstag und am Donnerstag im Supermarkt - und dank zweier Kassiererinnen mit äußerst unterschiedlichen Job-Philosophien habe ich nicht nur Rumflaschen und andere Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Beispiel wie aus dem Customer Service Lehrbuch nach Hause geschleppt. Und diese beiden Beispiele lassen sich ohne weiteres auf Online-Shops übertragen.

Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch - eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht... nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. Linzerschnitte und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!
Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit beschäftigt, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind - und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:
Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today's culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.
Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der "twitternden" Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. "Kollegenorientierheit" heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich - lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!
Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie thenextweb berichtet:
You'll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.
Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:
To make a call simply send a tweet with "@call @username" where the 'username' is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.
Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren - vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.
Stan Schroeder weist auf Mashable auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans JSNES Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen - die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:
Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.
Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts- und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.
Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat "Am Punkt" auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch Subnet Gemeinschaftsprojekt. "Am Punkt" ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog blog.atv.at/ampunkt wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen; per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, Twitter oder Facebook. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am Blog eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle - und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 - 29-Jährigen. "Am Punkt" gibt's immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.
In Old School vs. New School Marketing beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::
After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He's a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven't I learned to cook yet?
Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:
The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn't mean people are any better about implementing them. Today's empowered consumer means that "the basics" are more important than ever. Because now if someone doesn't like you, it's not just them and their three friends that hear about it. We all hear.
Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen - und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:
But there's a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.
Das Google sich nun reCAPTCHA einverleibt hat, ist nur konsequent - der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche launchte Google offiziell den neuen Newsreader Fastflip:
Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.
[...]
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.
Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert - und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden
Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang "informelle" ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. CNET News kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln - und bei mehr als 100 ReTweets gibt's einen Cut-Off:
What's interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.
What's also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply "100+." I'm guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.
Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen "Retweet" Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) - und auch eine gewisse Retweet-Müdigkeit bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Karrierebibel hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt's noch folgende Tipps:
- Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.
- ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.
- Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.
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"Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die FAZ meint, er sei eine Sensation.
Eine Leseprobe gibt's im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter Electrocomics.com zu finden, bei Amazon kann man bereits vorbestellen
Laertes hat Oola auf ihrem Wachtposten geknipst. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich - die Sitzposition dagegen durchaus:

Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden - zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel - allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!
Noch unterhaltsamer: Facebook Manners and you. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don'ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:
Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach - denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt - vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben - bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.
Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.
Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:
Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.
Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:
Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.
Hmm. True.
Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:
EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."
Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:
"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.
Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:
He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".
Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.
Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:
I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.
This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.
Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.
Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:
But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.
So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:
Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?
Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:
Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.
Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:
The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!
Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:
Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.
Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!
Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!
Gestern Abend hielt ich bei Digitalks den zweiten Teil meines Vortrags über Twitter Marketing. Kurz gesagt existieren zum explodierenden Micro-Blogging System zwei divergente Meinungen: während die einen (Guy Kawasaki) von einem Numbers Game sprechen, sagen die anderen (Tim O'Reilly), dass "quality followers" das einzige sind, was wirklich zählt. Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach wie so oft genau dazwischen: wer auf Twitter erfolgreiche Marketing-Kampagnen starten will, muss beide Faktoren beachten, denn ehrlich gesagt: mehr "gute" Followers sind besser als wenige.
Mit der steigenden Popularität Twitters tummeln sich auch immer mehr Bots im System - wer vollautomatisch übers Wetter informiert werden möchte oder Blog-Updates lieber via Tweet als RSS erhält, wird sich darüber auch durchaus freuen. Für Marketer sind Bots allerdings bekanntlich schlechte Kunden - Ziel des Followeraufbaus muss es daher sein, möglichst Themen-affine User zu finden. Mit dem Folgen allein ist's aber noch lange nicht getan: Twitter mag recht neu sein, ein konstanter Faktor bleibt allerdings quer über sämtliche Medienformate bestehen: Schlüssel zum Erfolg ist der Aufbau von Vertrauen, und Vertrauen entsteht nicht als Ergebnis einer punktuellen Aktion, sondern ist das Resultat einer langfristigen Beziehung. Wer interessante Informationen bereitstellt, sich als hilfreicher und kommunikativer Tweeper zeigt, der bekommt auch eine Menge toller "Twitter Moments" (Max) zurück.
Die von Twitter eingeführten Metriken und Limits (jeder neue User darf 2.000 Personen folgen und ab diesem Zeitpunkt jedoch nur 20% Usern mehr, als ihm selbst folgen) funktionieren diverse automatisierte Follower-Aufbau-Tools sehr gut. Vom gratis verfügbaren, aber recht eingeschränkten Twitseeker, das außerdem pro Follow ein Tweet produziert, über diverse Desktop-Clients bis hin zur serverseitigen PHP-Lösung Twittersnipe, mit der ich auf einigen Minor-Accounts sehr erfreuliche Erfahrungen gemacht habe. Aber trotzdem: Künstliche Intelligenz oder auch nur einigermaßen semantisch-schlaue Scripts sind weit und breit nicht in Sicht: solche Tools können zwar den Follower-Aufbau beschleunigen, aber keinesfalls manuelles Nachjustieren ersparen: Twitter braucht Zeit. Je mehr, desto besser. Hier das komplette Video meines Vortrags, die zugehörigen Präsentation ist ebenfalls öffentlich verfügbar. Die Life-Streams alles aufgezeichneten Vorträge gibt's auf digitalks.
Ich hab gestern Abend auch einiges dazugelernt - war wieder mal ein spannende Abend. Und den Mash-Up-Tipp des Abends hatte Luca parat: Tweepler spart beim Follower-Sortieren immens viel Zeit.
PS: Sehr gefreut hab ich mich natürlich über Merals Tweet!
@datadirt you did a great job today at #digitalks finally understood how marketing on twitter can work
Wie a/symmetrisch Twitter eingesetzt wird (Stichwort: Auto-Follow) entscheidet jeder User selbst. Früher oder später kommen Power-User aber unweigerlich an den Punkt, wo sie sich fragen, wie man abseits von quantitativem Follower-Farming die wirklich interessanten Microblogger findet. Das im Tweetdeck-Client eingebaute Stichwort-Scanning ist eine Möglichkeit, die allerdings gewaltig viele API-Requests und Zeit verschlingt. Eleganter und meiner Erfahrung auch wesentlich zielgenauer funktioniert's mit dem persönlichen Micro-Blogging Butler Mr. Tweet, denn "Suggestions" den von Twitter selbst angebotenen Mechanismen weit überlegen sind.
Zuerst folgt man dem fleißigen Bot, anschließend kann man seine Dienste nutzen - die im Wesentlichen im Vorschlagen neuer Followers bestehen. Die stellt Mr. Tweet äußerst übersichtlich anhand einiger aussagekräftiger Kennzahlen wie Reply-Rate, Tweeting-Häufigkeit etc. dar. Außerdem empfiehlt die Seite, der man allerdings das eigene Twitter-Login anvertrauen muss, auf Wunsch geeignete Followers. Das Matching funktioniert dabei erstaunlich gut und sorgt derzeit für beträchtliche Popularität des Microblogging-Butlers in der englischsprachige Twittosphäre. Zusätzlich kombinieren die Betreiber ihr System mit einem gut durchdachten Recommendation-System und veröffentlichen immer wieder mal sehr lesenswerte Twitter-Tutorials am zugehörigen Blog.

User können andere um Empfehlungen bitten bzw. selbst welche austeilen - und zwar mit Begründung. Da man sich für die "because"-Abteilung auch was einfallen lassen muss, erfährt man durch Mr. Tweet nette Details über die eigenen Kontakte. Zwar gehe ich davon aus, dass die ReTweet-Rate für die Twitter-Suche mittelfristig das Äquivalent zu Backlinks für den Google-Index darstellen wird, trotzdem gefällt mir die Idee, einen zusätzlichen Recommendation-Layer einzuziehen. Empfohlen wird natürlich via Tweet - selbiges beginnt mit dem HashTag MrTweet und hat die Form:
#MrTweet I recommend @Username because... [Begründung]
Das kann dann in der Praxis beispielsweise so aussehen:
#MrTweet I recommend @MountainDan because he's Vimeo's (next) Stephen Spielberg!
#MrTweet I recommend @sugarmelon because Dieter is my favorite Singstar partner (and I rarely do singstar!)
Gute Sache, ich werde für die nächsten zwei Wochen pro Tag einen meiner Lieblings-Twitterer empfehlen (und habe gestern von @cycus und @MountainDan schon meine ersten beiden Rec's erhalten). Die ersten 10 #MrTweet-Tweets sind bereits vorgeschrieben, glücklicherweise kann man mit der Pro-Version TweetLater auch Antworten und Direct-Messages beliebig vorplanen - imho ein echtes Killer-Feature, das die 20 Dollar pro Monat locker rechtfertigt.
Recommendation-Love? Stammgäste dieses Blogs kennen meine Meinung zum Thema Reziprozität eingehend - selbstverständlich schreibe ich gerne eine Recommendation für jede Userin und jeden User, die oder der mich bei MrTweet empfiehlt.
Es war nicht leicht, eine neue Flimmerkiste zu finden, oder genauer: sogar unmöglich. Denn LCD-Fernseher sind weder Kisten, noch flimmern sie - zumindest wenn die Elektronik alles so regelt, wie sie sollte. In der engeren Auswahl waren Philips, Sony und Samsung. Da ich mit meinen Samsung-PC Monitoren sehr zufrieden bin und mir das Klavierlack-Design gut gefällt, habe ich mich schließlich für den Samsung LE-40A656 mit 100Hz, Full HD, 24p-Modus und phatter Anschlussleiste entschieden. Ein LCD, dessen Außenverkleidung sanft in datenschmutz-Blaugrün erstrahlt, wäre mir zwar lieber gewesen als die rote Version - aber Hauptsache, die Bildoptimierung bei verschiedenen Quellen haut ordentlich hin.
Fast hätte ich das Gerät bei Alternate gekauft, bei einer last minute Twitter-Konversation wies mich dann allerdings Markus drauf hin, dass Köck denselben Fernsehen um über 100 Euros günstiger verkauft und ihn ebenfalls auf Lager hat. Also was lernt man draus? Wer zu blöd ist, selber Geizhals & Co zu benutzen, darf immer noch auf die Magic of Micro-Blogging vertrauen!
Praxiserfahrungen: gibt's noch keine, das Gerät steht derzeit originalverpackt im Wohnzimmer. Außerdem muss ich diese Woche noch bei UPC im Shop vorbeischauen, weil ich bisher mangels passender Hardware noch keine Umstellung auf Digital-TV vorgenommen habe.
Frustriert sind viele, die Strategien des Umgangs mit der Angefressenheit auf "die da oben" unterscheiden sich indes gravierend: der eine wählt gar nicht, der zweite rechts und der dritte gründet eine Online-Videoplattform, auf der Wähler Videofragen an einzelne Parteien und/oder Kandidaten richten können. Der Launch der Plattform in der heißen Wahlschlachtkampf-Zeit half natürlich immens, Politiker zu Antworten zu animieren, wie die beachtlich vielen Clips auf Wahltotal.at zeigen. Nach dem Urnengang soll nicht Schluss sein mit dieser Form der direkten Demokratie - die Betreiber wollen die Seite weiter ausbauen und verschiedene Politiker und Vertreter aus den Bereichen Gesellschaft, Kunst und Kultur zu regelmäßigen Video-Kolumnisten machen.
Auch ich habe als fallweise über politischen Themen reflektierender Blogger die Ehre und das Vergnügen, neben so schillernden Figuren wie Alf Poier und Thomas Schäfer-Elmayer eine unregelmäßige Video-Kolumne auf Wahltotal zu bespielen.
Mit Markus Kienast, einem der Konzeptionisten und Betreiber von Wahltotal.at, habe ich ein Interview über die bisherige Story hinter der Seite und weitere Zukunftspläne geführt - es handelt sich quasi um die Fortsetzung meiner Serie über Wahlkampf abseits des ORF, die mit einem Interview mit Alexandra Damms (ATV) begann.
datenschmutz: Wie ist die Idee zu Wahltotal.at entstanden und was sind die Intentionen hinter der Seite?

Markus Kienast: Die Politik scheint seit geraumer Zeit festgefahren zu sein. Nichts bewegt sich mehr. Schwarz-Blau kann als Versuch gewertet werden, aus diesem "Dead-Lock" auszubrechen. Die Strukturen aufgebrochen hat das aber nur insofern, als SPÖ und ÖVP seitdem auch zu den Kleinparteien zählen.
Dass also unabhängig von der Besetzung einer Regierung doch alles beim Alten bleibt, hat wohl eine systemische Ursache. Neue Politik braucht neue Kommunikationsformen. Das Fernsehen hat eben keinen Rückkanal. Laut der Wissenschaft von der Funktion komplexer Systeme, der Kybernetik, ist die ständige Rückkopplung, ein Feedback-Loop, aber für ein überlebensfähiges System unerlässlich.
Eine Wahl alle 5 Jahre als Feedback-Loop ist aber einfach zu wenig. Die Politik kann so vom Volk nicht ausreichend gesteuert werden und fährt gegen die Wand, auch wenn alle diese kommen sehen. Mich erinnert das ein wenig an die berühmten 5-Jahres-Pläne der UdSSR.
Aus der Grundmotivation heraus, den Bürgern eine Möglichkeit zu geben, die Politik auch nach der Wahl noch beeinflussen zu können, ist www.wahltotal.at entstanden. Unsere Plattform darf gerne als Reaktion auf den Stillstand in der Politik gewertet werden.
?: War es schwierig, Politiker zum Antworten zu motivieren, oder hat sich nach den ersten Antworten eine gewisse "Eigendynamik" entwickelt?
!: Die ersten Antworten zu bekommen war eigentlich verblüffend einfach. Die SPÖ ist da vorgeprescht.
Die Grünen und verblüffenderweise die ÖVP haben dann aber schnell die SPÖ überholt und nutzen derzeit unsere Plattform am effektivsten. Die haben schnell kapiert, dass ihre Videos bei uns öfter gesehen werden als auf Youtube. Für Interessierte in dieser Sparte sind wir einfach die Anlaufstelle Nummer eins. Wir haben gerade erst angefangen und das praktisch mitten in der Wahl und ohne große Werbung. Trotzdem konnten wir bei weitem mehr face-to-face Sendeminuten ausliefern als die Youtube-Aktivitäten aller Parteien zusammen.
?: Wie schätzen Sie persönlich den Einfluss der Plattform auf die Meinungsbildung der Wähler ein?
!: Wir bekommen von unseren Nutzern immer wieder kommuniziert, dass unser Angebot großen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung hat. Das liegt ihren Aussagen zu Folge vor allem am persönlichen Kontakt zu den Kandidaten. Wer sich die Zeit nimmt, auf eine Frage wirklich einzugehen und seinen Standpunkt nachvollziehbar darzulegen, dessen Meinung schenkt man leichter sein Vertrauen.
Die Qualität dieses Kontakts ist gleichzustellen mit einem persönlichen Gespräch nach einem Wahlkampfauftritt, nur dass dieser Dialog auf wahltotal.at außerdem noch von einer Vielzahl anderer
nachvollziehbar ist, was einen nicht unerheblichen Seiteneffekt mit sich bringt.
Durch die Menge an Fragen zu verschiedensten Themen auf wahltotal.at können sich die Wähler auch dann noch ein recht genaues Bild von den Persönlichkeiten machen, denen sie da ihre Stimme zu geben
gedenken, wenn sie persönlich gar keine Frage hochladen.
Wenn Sie mich also fragen, was mehr Wähler beeinflusst, ein Gespräch auf einer Wahlkampfveranstaltung oder auf wahltotal.at, dann ist die Zeit ganz klar besser auf wahltotal.at investiert.
?: Wie sind Sie mit der bisherigen Entwicklung der Plattform zufrieden?
!: Im Vergleich zu den Initiativen von ATV und puls4 stehen wir ausgesprochen gut da. Bei uns haben mehr User ihre Clips hochgeladen und es wurden auch um ein Vielfaches mehr Fragen beantwortet. Bedenkt man, welche Mittel uns im Vergleich zu ATV und puls4 zur Verfügung standen, kann man wohl nur von einem vollen Erfolg sprechen.
Aber ich möchte unsere Initiative nicht zu sehr mit ATV und puls4 vergleichen, weil deren Format eigentlich ein ganz anderes ist. Während deren Aktivitäten in einem Konvergenz-Event im Fernsehen endeten, ist unsere Plattform auf stetigen Dialog ausgerichtet. Es wurden bei uns laufend Fragen beantwortet und das wird sich auch jetzt nach der Wahl nicht ändern.
Wir sind sehr stolz darauf, was wir erreicht haben, ganz besonders auch deshalb, weil wir von der Idee bis zum Launch nur drei Wochen gebraucht haben.
Die Resonanz unserer Politiker ist auch sehr zufriedenstellend. Es wird uns auch von ihrer Seite immer wieder die Frage gestellt, ob es eh nach der Wahl noch weiter geht.
?: Wie beurteilen Sie die Wahlberichterstattung von puls4 und ATV im Vergleich zum ORF? Beide Privatsender bieten ja ebenfalls über das Internet die Möglichkeit an, direkt Fragen zu stellen.
!: Ich finde es gut, wenn sich unsere Spitzenpolitiker nun auch auf puls4 und ATV streiten. Die Formate divergieren glücklicherweise ein wenig, sonst wär's dann doch etwas langweilig. User-Fragen in eine solche Runde einfließen zu lassen ist löblich, aber leider auch nur eine halbe Sache, für puls4 und ATV mehr ein Marketing-Gag.
?: Wie geht es mit der Plattform nun nach der Wahl weiter? Eigentlich wäre eine solche Form des dokumentierten, direkten Austausches ja auch in Nicht-Wahl-Zeiten äußerst interessant.
!: Natürlich wird wahltotal.at nach der Wahl weiter bestehen. Mehr noch, es wird wachsen, sich verbreitern und in die Tiefe gehen. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an den neuen Features für den Permanent-Modus, der in Zukunft vielleicht unter einem anderen Namen firmieren wird. Es wird verbesserte Interaktionsmöglichkeiten und Community-Features geben. Aber auch was den Content anbelangt, werden wir das Angebot verbreitern.
Auf wahltotal.at werden dann weiter die jeweils aktuellen Wahlen behandelt und das Feedback der Bürger nach der Wahl eingesammelt. Die nächsten Wahlen, die wir im Auge haben, sind die anstehenden
Landtagswahlen 2009 in Kärnten und Salzburg, sowie die Europawahlen.
Grundzüge unseres neuen "Programms" für den Permanent-Modus sind jetzt schon auf wahltotal.at zu sehen. Das wären Stimmen von Künstlern und der Prominenz und Stimmen aus der Blogger-Szene zur politischen Lage der Nation. Der erste Beitrag aus der Blogger-Szene stammt ja von Ihnen, Herr Pettauer, was uns sehr freut.
Außerdem werden Politiker in Zukunft vermehrt über ihre aktuellen Initiativen berichten und zum Diskurs über ihre Ideen und Vorhaben aufrufen.
Die ersten Politiker nutzen diese Möglichkeit bereits. Von der Prominenz konnten wir als erste Herrn Thomas Schäfer-Elmayer und Herrn Alf Poier für einen Kommentar gewinnen. Weitere Kabarettisten haben
bereits Interesse bekundet.
Wie eingangs schon erwähnt, unsere Plattform ist konzipiert für den permanenten Austausch zwischen Bürgern und Politik. Um die anstehenden Probleme zu bewältigen, muss die Politik beginnen, die Intelligenz der Masse anzuzapfen, sonst werden wir kläglich untergehen.
Die Lösungsansätze aus der Politik selbst kommen einfach zu spät und passen dann gar nicht mehr zu den Problemen. Damit "Echtzeit" in der Politik möglich wird, braucht es fortwährende und vor allem auch verzögerungsfreie Rückkanäle wie wahltotal.at.
Wir wollen Bürgern und Politik helfen sich kurzzuschließen, Ideen auszutauschen und zu bewerten. Es ist unser ureigenes Interesse, zu helfen, den politischen Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten. Wer auch immer das Feedback und die Ideen auf unserer Plattform ernst nimmt, wird die nächste Wahl gewinnen.
Es wird also auf alle Fälle spannend bleiben auf www.wahltotal.at.
Als die BA-CA am 31. März ihre Domain änderte und alle Kunden informierte, dass man ab nun unter dem Markennamen Bankaustria firmiere, da war ich sehr verwundert, dass zwar die Domain, nicht aber das https-Login fürs online Konto umgestellt wurden. Sicherheitstechnisch ist das höchste bedenklich: um sich vor Betrug zu schützen, sollte man immer auf die korrekte URL achten... wenn die aber anders ist als die Webseite, von der aus man einsteigt, hebt das nicht gerade das Vertrauen. Nun denn, mein damaliges Posting hat inzwischen wohl irgendjemand gelesen, denn heute bekam ich beim Einstieg ins Online-Banking kürzlich Meldung:
Da wir nun unter dem Markennamen "Bank Austria" auftreten, ändert sich am 25.7.2008 unsere OnlineBanking-URL. Aufgrund dieser technischen Änderung steht Ihnen OnlineBanking am 25.7., von ca. 19:00 bis 23:00 Uhr nicht zur Verfügung.
Wow, Gratulation! Nur 5 Monate... da sollte das IT-Projektmanagement wohl ein Magnum-Flasche Champagner köpfen! Irgendwie kann ich mich einfach des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Company nicht so ganz mit den dauernden Restrukturierungen fertig wird - oder sich ausschließlich auf Großkunden spezialisiert.
Mein Wunsch nach einem getrennten Privat- und Geschäftskonto (und zwar ohne absurd hohe Buchungszeilen-Kosten, die bei Affiliate-Kleinvieh im schlimmsten Fall mehr kosten, als die Überweisung beträgt!) ist dort jedenfalls seit Jahren unerfüllbares Wunschdenken, dafür bekomme ich ständig ungefragt massive Mengen von Werbematerial zu irgendwelchen Fonds und Vorsorgeprodukten, die mich, wie ich auch gegenüber meiner Kundenbetreuerin (die bereits mehrmals wechselte, eigentlich habe ich keine Ahnung, wer momentan überhaupt für mein finanzielles Wohlergehen dort zuständig ist) und ich bin ja eigentlich wirklich bequem, was solche organisatorischen Details angeht: aber demnächst ist mal ein Wechsel zur Easybank dringend fällig. Denn wozu soll ich eigentlich Kontoführungsgebühren bezahlen, wenn ich ohnehin nur das Online-Banking nutze und mir die EB das gleiche Programm for free anbietet? Und zwar hoffentlich nicht in einer derart crappigen iframe-Variante wie die BA-CA, äh, Bankaustria.
Ich kannte Shortnews bisher bloß vom Hörensagen - aber letztens hab ich eine Mail in meine Blog-Box bekommen, in der mich die Betreiber der Social News Community als vertrauenswürdig und ausgewählt beschimpfen bezeichnen. Grund für die eigenartige Einschätzung: Shortnews akzeptiert ab sofort auch Blogs als Nachrichtenquellen, darunter datenschmutz:
ShortNews.de, Deutschlands ältestes Web 2.0 Portal für nutzergenerierte Nachrichten, schlägt einen neuen Weg ein und akzeptiert ab sofort auch Blogs als Nachrichtenquelle. ShortNews.de akzeptiert ab sofort ausgewählte und vertrauenswürdige Blogs als Nachrichtenquelle. Unter diesen Blogs ist auch Ihrer.
Insgesamt möchte ShortNews.de mit diesem Schritt vor allem seinen Webreportern die Möglichkeit einräumen noch schneller und einfacher interessante und ungewöhnliche News einzuliefern, um die Aktualität und Attraktivität der einzigartigen News-Community weiter zu steigern!
Anscheinend ebenfalls neu ist der Shortnews-Button zur direkten Blog-Integration - der Einbau kann ja nicht schaden:
So können nun auch Blogger von den hohen Klickraten auf die Newsquelle einer ShortNews und dem damit verbundenen großen Besucherstrom profitieren. Denn ShortNews.de leitet monatlich mehr als 700.000 Besucher an die Newsquellen weiter.
Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, ob das viel oder wenig ist, weil mir der Vergleich zu den Yigg bzw. Webnews-Zahlen fehlt. Aber wenn sich die 700k auf alle Newsquellen aufteilen, dann bleiben da vermutlich gar nicht mehr so viel pro Source... aber egal: mir gefällt der Duplicate News Check über Stichwörter recht gut, den ShortNews beim Einstellen vorschreibt. Und anscheinend bekommt man gute Votings sogenannte Shorties, die man gegen Startseitenplatzierungen auf SEOigg diverse Prämien eintauschen kann.
Aktiv ist die Seite seit 1999 - und hat mittlerweile eine respektables Newsarchiv aufzuweisen. Die Regeln für die Einstellung sind relativ simpel, aber enger vorgegeben als bei vergleichbaren Portalen:
Bei ShortNews.de stellen Nutzer eigenständig News ein, die sie für wichtig und interessant befinden. Die News sind knapp und klar formuliert und setzen sich aus einer Schlagzeile und drei Kernaussagen zusammen. Bis heute wurden von hunderttausenden ShortNews-Nutzern über 700.000 News und 1,3 Mio. Forenbeiträge produziert. Das News-Portal verzeichnet ca. 3 Mio. Besucher und 12 Mio. Seitenaufrufe pro Monat.
Nette Idee - ich werd da sicherlich mal testweise eine News einstellen. Und wenn man mich schon als vertrauenswürdig bezeichnet, was bleibt mir dann groß anderes übrig, als den Button einzubauen? Alles bloß virale Psychologie
Normalerweise darf jede Facebook-Applikation pro Tag und User genau 20 Einladungen verschicken. Trust you allerdings umgeht diese Einschränkung auf elegante Weise - da sind anscheinend dark secret technologies am Werk... bisher tappen die Ermittler noch im Dunkeln. "Harry, fahr schon mal den Wagen vor", sagt Oberkommissar Da Rick.
Viele Facebook-Applikationen generieren aus den Eingaben der User ein bestimmtes Ranking: ob hottest, smartest oder most successful friends, die zugrunde liegende Mechanik ist immer die gleiche: je mehr Kontakte man hat und je mehr Leute man einlädt, desto höher die rein statistische Chance, besser im Ranking abzuschneiden, weil man einfach von mehr Kontakten beurteilt wird. Nun ist die angesprochene 20-User-Grenze keineswegs Goodwill der App-Programmierer, ganz im Gegenteil: die Facebook-API gibt diese Zahl fix vor um von vornherein Applikations-Spam in großem Stil auszuschließen.
Trust you fällt in die oben beschriebene Kategorie von Apps - man wählt aus, welche seiner Bekannten man für besonders vertrauenswürdig hält, das Programm erstellt ein dynamisches Ranking, sowohl Facebook-weit als auch eines des eigenen Bekanntenkreises. So weit, so gut - dass ein derartiges Ranking aus den oben beschriebenen Gründen *rein gar nichts* aussagt, dürfte klar sein. (Soll natürlich keinesfalls heißen, dass ich nicht vertrauenswürdig bin *fg*)
Und die App wäre auch nicht weiter erwähnenswert, gäb's da nicht dieses "Secret Entrance" Fenster, auf dem zu lesen ist:

Und in der Tat: auch wenn man bereits die täglichen 20 Einladungen verschickt hat, führt der Klick auf einen der fünf Geheimeingänge zu der bekannten Einladungsmaske, allerdings mit zurückgesetztem Limit. Man kann also nicht 20, sondern mindestens 120 Personen einladen. Das ist im Kontext der genannten Applikation nicht weiter spannend, was mich vielmehr fasziniert ist die Tatsache, dass da ganz offensichtlich jemand smarter war als die API; keine Ahnung, wie die Betreiber das geschafft haben, aber das Beispiel dürfte wohl bald Schule machen, wenn Facebook diese Lücke - wo immer sie auch sein mag - nicht dicht macht.