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Artikel-Schlagworte: „Vimeo“

Blogistan Panoptikum KW35 2009

Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!

Dein Blog ist dein Königreich

ritchie aka datadirt Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:

First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.

Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.

Twitter-Psychos

Judith aka Linzerschnitte Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com

Neu und genuin anders: TwitThis

ritchie aka datadirt Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:

Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.

Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:

I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?

  • Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
  • Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints

How are my TwitPoints used?

  • Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
  • Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
  • To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.

Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!

Tracy - Ein Fall für den Online Reputation Manager

Judith aka Linzerschnitte Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:

Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]

Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.

Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:

So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.

Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!

A productivity plain

ritchie aka datadirt Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:

So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.

Wie twittern deutsche Unternehmen?

Judith aka Linzerschnitte Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:

  • Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
  • Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
  • Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
  • 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
  • Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.

Downloadlink zur Studie.

TweetLater heißt jetzt SocialOoomph

Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:

To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.

Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.

Foto der Woche

Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

katzenklo Blogistan Panoptikum KW35 2009

Ritchies Video der Woche

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...

http://www.vimeo.com/6187842

Judiths Video der Woche

Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:

YouTube Preview Image

Pflichtlektüre der Woche

  • How to kill your community in 6 steps - WordPress-Matt (Mullenweg) erklärt, wie man Communities kaputt macht - und derzeit scheint sich das Gros der Community-Manager geradezu sklavisch an seine Anweisungen zu halten.
  • Negatives Feedback zu Cash for Clunkers: die Ami-Version der Verschrottungsprämie wird bloß zu einem immensen Anstieg der privaten Verschuldungsrate führen, meinen die Kritiker.
  • Twitter wächst nach wie vor: Der Juli war ein guter Monat für unser aller liebster Microblogging-Dienst. Twitter hat mittlerweile über 51 Millionen Unique Visitors pro Monat, 60 Prozent davon von außerhalb der USA: Twitter Flew Above The 50 Million Uniques Mark For the First Time in July auf TechCrunch.
  • Philip Garrido, religiöser Fanatiker und Entführer von Jaycee Lee Dugard, hat einen Blog. Lesenswerter als die Blogbeiträge sind die Kommentare: voicesrevealed.blogspot.com

Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Blogistan Panoptikum KW31 2009

Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.

Der typische Teutonen-Tweeper

Judith aka Linzerschnitte Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:

Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.

Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:

Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.

Hmm. True.

Rechtsstreit bedroht Skype

ritchie aka datadirt Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:

EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."

Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:

"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.

Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:

He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".

ritchie aka datadirt Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.

I quit the iPhone

Judith aka Linzerschnitte Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:

I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.

This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.

Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.

Nach sozialer Relevanz filtern

ritchie aka datadirt Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:

But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.

Watercooler-Conversations von, mit und über Twitter

Judith aka Linzerschnitte So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:

Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?

Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:

Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.

Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:

The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!

Tipps für den Social Media Workflow

ritchie aka datadirt Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:

Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.

Foto der Woche

Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

treppenhaus

Ritchies Video der Woche

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!

Linzerschnittes Video der Woche

Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Fake! Youtube-Kinoabend im MuQa

7. Juli 2009
20:30bis22:00

Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe Internetforschung ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet Fake! Realität und Illusion, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!

Das Spektakel beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein - der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:

  • Jana Herwig: Fake als Attraktion
  • René König: 9/11 was an inside job! – YouTube als Plattform für alternative Deutungen des 11. September 2001
  • Axel Maireder: Slap me happy – but real! Die Realitätskonstruktionen von Jugendlichen zu Amateur-Gewaltvideos
  • Sigrid Jones: Werbung oder nicht Werbung?
  • Axel Kittenberger: Who is (not) real?
  • Philipp Budka: 'Don't Call me Eskimo!' Repräsentationen indigener Musik(er) auf YouTube
  • Susanne Rabler: Was Avatare in ihrer Freizeit tun, und wie World of Warcraft in der Realität aussieht.
  • Thomas Lohninger: How can this be real?
  • Ritchie Pettauer: Post-Production Fakes

Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt's kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.

PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.

Interview: Warum ich Blogger bin

Dominik Gubi und seine Kollegen haben mich für die Publizistik-Lehrveranstaltung "MultiMediaBerufsfelder" interviewt - die exzellente Bild- und Tonqualität resultiert übrigens daher, dass die Digital Natives mit Canon-EOS SLR aufgezeichnet und den Ton extra aufgenommen haben... im Übrigen hab ich natürlich wieder mal wesentlich länger gequatscht als geplant, allerdings habe ich versucht zu erklären, warum ich beruflich im Internet und nicht - beispielsweise - auf der Bohrinsel oder im Fotolabor gelandet bin. Erstmals recherchiert: Frösche, Playboys, Keywords alles, was Sie nie über datenschmutz wissen wollten - wider die Objektivität!

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Blogistan Panoptikum KW11 2009

stadtsilu Blogistan Panoptikum KW11 2009So langsam scheint's ja doch was zu werden mit dem Frühlingsbeginn - zumindest fällt statt Schnee nur mehr Regen. Das könnte der Optimist, der mit dem halbvollen Cuba Libre da drüben in der Ecke steht, doch durchaus für ein gutes Zeichen halten. Wobei Optimismus in Zeiten von Amokläufen an Schulen zumindest in Mainstream-Medien derzeit eher dünn gesät ist. Da sind Computerspiele als Schuldige natürlich schnell zur Hand - denn im Zweifelsfall wird das einfache Ursache-Wirkungs-Prinzip gegenüber komplizierten Erklärungsversuchen bevorzugt: das nennt man der Publizistik-Wissenschaftler dann wohl die "Komplexitäts-Reduktions-Leistung" der Massenmedien.

Calli steht Rede und Antwort

Reiner Calmunds Kommentare in der Kocharena sind einfach nur legendär. Aber der kürzlich 60 gewordene Fußballexperte hat nicht nur ein großes Herz für gutes Essen, sondern auch fürs Web - sein Twitter Account @Calmund ist - eine Rarität dieser Tage - echt. Dort schreibt auch kein Personal Assistant, sondern der Big Boss himself:

Kaum zu glauben, aber ein Leben ohne Internet ist auch für mich "alten Sack" inzwischen schwer vorstellbar. Ich bin zwar gerade 60 geworden, aber dennoch ein großer Verfechter des Internets, was ja nicht immer so ist in meiner Generation. Das Schlagwort Web 2.0 ist mir natürlich seit der Gründung meiner Präsenz "Calli Island" in der virtuellen 3D-Welt Second Life, Anfang 2007, ein Begriff, und Youtube begeistert mich schon mindestens genauso lange. Oft sitze ich mit Freunden vor dem PC und amüsiere mich über die Parodien, die über mich im Netz veröffentlicht sind. Soziale Netzwerke erfahren einen enormen Zuspruch, manchmal wundert mich die Offenheit der Leute, aber im Prinzip handele ich ja genauso.

Das Zitat stammt aus einem aktuellen Interview, das Metty mit Reiner geführt hat - den Rest des Gesprächs gibt's auf Twitter-Log nachzulesen.

Games do not Kill. Guns Do.

Tim K. versetzt ein Land in Schrecken. Obwohl Deutschland eines der strengsten Jugendschutz-Gesetze hat, entflammt der Amoklauf in Winnenden erneut die Diskussion über die potentielle Gefährlichkeit von Computerspielen. Während unter Bloggern weitgehende Einigkeit herrscht, dass kein noch so strenges Gesetz die Gesellschaft vor solch unfassbaren Einzelfällen schützen kann, herrschen in den Mainstream-Medien geteilte Ansichten - und die Kanäle beginnen sich zu vermischen: so berichtet medienlesen, dass Bild.de 150 Tweets mit allen Details des Amoklaufs über den Newsticker schickte. Von einer völlig anderen Seite geht der Beitrag am Graubrotblog das Thema an - mit sehr persönlichem Zugang. Die Schule, so der Autor, werde von vielen Schülern als Terror und Unterdrückung erlebt, Mobbing stehe an der Tagesordnung. Solange Eltern ihre eigenen Erlebnisse verdrängen und nach vergleichsweise einfachen Erklärungsmustern suchen, werde sich an der Situation nichts ändern - absolut lesenswerter Beitrag!

Wer ebenfalls der Meinung ist, dass nicht Computerspiele das Problem sind, dem empfehle ich die FlickR-Gruppe Games don't Kill. Jana und Harald haben die Sache ins Rollen gebracht:

My standard response to the argument "Guns do not kill. People do.": Yes, that’s right and that is true with any technology. The a-bomb wouldn’t be fatal if it weren't launched. The biggest tragedies have been caused by humans. Homo hominem lupus est. The point to bring across here is: You have games, you have guns. The possession of which do you think is lethal? Schäuble thinks it’s games, and I say: Can we talk about gun possession instead? Please? Guns are the real problem.

Wie kann man mitmachen? Bild anfertigen, zur FlickR-Gruppe hinzufügen!

fallgame Blogistan Panoptikum KW11 2009

SEO-News der Woche

Laut Feedback muss die erste SEO-Campix ein voller Erfolg gewesen sein - wenn's 2010 eine Neuauflage geben sollte, werd ich mich wohl auch auf den Weg machen, in diesem Jahr ging sich's leider nicht aus. Ich würd die mir großteils nur virtuell bekannten üblichen Verdächtigen ja gern mal Face-2-Face sehen.

LPO, Baby!

Der SEO Evangelist predigt Landing Page Optimization - dazu gibt's einige lesenswerte Beiträge, die jeder SEO verinnerlichen sollte - private Seiten sind eine Sache, aber der beste Traffic ist wertlos, wenn die Seite durch unklare Strukturierung Besucher verwirrt und Conversions verhindert. In der Tat eine Thema, das gerne im deutschen Sprachraum nicht selten durch den Analyse Rost fällt...

Google startet mit Behavioral Targetting

Es war in der Tat nur eine Frage der Zeit - jetzt macht Big G ernst mit personalisierter Werbung:

Bislang war es so, dass Google seine Werbung lediglich am Inhalt der Webseite bzw. des jeweiligen Onlineangebots ausgerichtet hat. Zukünftig wird durch Google eingeblendete Werbung zudem auch an den Besucher einer Webseite angepasst, an jeden einzelnen und zwar rückwirkend. In der Praxis sieht das Ganze dann so aus, dass man in seinem Google-Profil Vorlieben für bestimmte Themen angeben bzw. bestimmte Themenbereiche ausschließen kann, zum anderen aber möglicherweise interessante Themen auch von Google selbst evaluiert und in Werbeeinblendungen angezeigt werden.

Inzwischen dürfte sich also eine hinreichende Menge von Analytics-, Chrome- und sonstigen Daten angesammelt haben. SEO Handbuch veröffentlichte einige interessante Überlegungen zu praktischen Problemen, die sich aus derartiger angepasster Werbung für User, aber auch Webmaster ergeben:

Durch diese interessenbezogene Werbung ergeben sich - wie Google selbst geschrieben hat - ggf. Probleme mit den Datenschutzbestimmungen. Eine Vorformulierung bzw. ein Muster wie diese rechtssicher formuliert werden kann, wird nicht angeboten ("Da Publisher-Websites und gesetzliche Vorschriften von Land zu Land unterschiedlich sind, können wir leider keine bestimmte Formulierung für die Datenschutzbestimmungen vorschlagen"). Man ist also auf seine eigene Weisheit angewiesen.

Da bin ich doch direkt froh, dass ich AdSense nicht verwende...

Rückblicke auf die SEO-Campixx

Die Rückmeldungen zur SEO-Campixx fielen durchwegs positiv aus - SEO-Radio.de gefiel vor allem der Networking-Aspekt. Ich war ja nicht vor Ort, dürfte aber einiges versäumt haben - zumindest legt mein Lieblingszitat dies nahe:

Am Abend ging es dann mit Bullriding und Party weiter, hier kann ich nicht viel zu sagen da ich ab dann aufgehört habe mitzuschreiben. Zu essen gab es Breuler mit unterschiedlichen Salaten.

Eine Frage nur: was genau ist Breuler? Google spuck "männliches, gebratenes Federvieh" aus. Sumaphil sprach den Veranstaltern ebenfalls ein Kompliment aus:

Tolle Vorträge, toller Event-Teil (hey, ich fand sogar die Crackhuren cool), tolle Organisation (Hut ab), schade nur, daß der eigentliche Barcamp-Teil nicht so intensiv genutzt wurde.
Ich hoffe daß Marco trotz des vielen Stresses es sich nochmals überlegt, und es auch eine SEO-Campixx 2010 geben wird.

Den Podcast-Rückblick für audiophile Informationsverarbeiter gibt's bei Radio4SEO.

Video der Woche: Nostalgia

Von den Clubs auf den Computermonitor: das Genre "Wand-Videotapete" kommt nicht zuletzt dank Vimeo zu ungeahnter Popularität: Tilt, Shift, Burn! Nostalgia von Edgar Maguyon:

Und das war's auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick - aber oder trotzdem bleibt alles spannend. Nächste Woche bin ich gleich zum Auftakt um Markting-Montalk auf Hans-Peters Couch zu Gast (es geht um das Thema Inhouse vs. Outhouse SEO/SMO), am Dienstag halte ich auf Einladung von Dieter bei HP einen Vortrag. Außerdem gibt's ab nächster Woche wieder frische u-ton Sendungen - wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Schneeige Winter-Stadtlandschaft in Unecht-Optik

Vimeo schickt ganz schön viel Post - aber wenn man mal damit begonnen hat, die Empfehlungen zu goutieren, kann man kaum mehr damit aufhören: kein Newsletter, in dem nicht mindestens ein Video-Highlight enthalten wäre: wie dieses Musikvideo zu "Codebreaker feat. Kathy Diamond: Fire (Jimmy Edgar Remix)" von Erik West. Ja, es handelt sich ausschließlich um "echte" Aufnahmen: der Matchbox-Animations-Look rührt rein von der Perspektive bzw. Nachbearbeitung her:

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Facebook-Beitrag auf ATV

Gestern vormittag besuchte mich ein Kamerateam von ATV, um ein Statement für einen ATV-Aktuell Beitrag zum Thema "Facebook und der Datenschmutz" einzuholen - Geeks wissen in der Regel recht gut über die drei W's des symbolischen Datentauschs (Welche Daten gebe ich wem und was für einen Vorteil hab ich dadurch?), Otte Normaluser dagegen ist nicht mal unbedingt klar, dass potentiell jeder jede ins Netz gestellte Information finden kann, es sei denn, man trifft explizit Vorkehrunge. Das mag sich ziemlich hypotethisch anhören, Max, Francis und ich bekommen aber immer wieder mal Mails von neu aufgenommenen Piratencharts Blogbetreiber, die vollkommen schockiert drüber sind, dass ihre Blogspot-Seite plötzlich von Technorati und damit auch in weiterer Folge von uns gefunden wird. Ein schwieriges Thema, das sich in kurzer Zeit natürlich nur grob anreißen lässt - aber sehen Sie selbst:

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Grandioses Video: das Internet kapieren

"History of the Internet" von Lonja erklärt elegant und nahezu hypnotisch die technologische Geschichte des Internet seit 1957 - und zwar ausschließlich anhand von Picol.org Icons und komplett in schwarz/weiß. Ab sofort gilt die Ausrede "Ich bin ja nur Anwender, technisch ist mir das zu hoch" nicht mehr!

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Blogistan Panoptikum KW42 2008

Collaborate!Dieser Rückblick beginnt mit einer Durchsage in eigener Sache: datenschmutz entwickelt sich äußerst zufriedenstellend, und der wöchentliche Rundblick hat immer mehr Leser, von denen die meisten online selbst äußerst aktiv sind. Daher bitte ich zukünftig um Mitarbeit, denn: Ab sofort kann jeder Leser News für das Blogistan Panoptikum einreichen. Ich habe dazu ein eigenes Kontaktformular eingerichtet, das Ganze funktioniert auf Wunsch anonym oder mit Namen. Erforderlich sind lediglich eine URL zur Originalnachricht bzw. -seite sowie einige Zeilen Text. Wer möchte, hinterlässt Name, E-Mail Adresse für Rückfragen und optional eine URL - die wird dann, falls ich die betreffende News auswähle, natürlich im Wochenrückblick verlinkt. Ob es sich um eigene Projekte oder interessante Neuigkeiten von "anderswo" handelt, spielt keine Rolle. Die Auswahlkriterien sind völlig subjektiv: wenn ich die Nachricht interessant finde, präsentiere ich sie an dieser Stelle zukünftig meinen Lesern. Ab sofort finden Sie dazu am Ende des Wochenrückblicks einen Link zur Einreichung - über rege Beteiligung freue ich mich natürlich.

Twitter neu entdecken

Manchmal ist man sofort Feuer und Flamme, manchmal dauert das Warmwerden etwas länger - dafür gestaltet sich die Beziehung dann in der Regel um so intensiver. So in etwa erging es Jeremy mit Twitter - der Erfahrungsbericht erinnert mich an meine ersten Zweifel, ob das Echtzeit-Microblogging Service denn für irgendwas zu gebrauchen sei. Von den 15k Followers, die User shoemoney bis Ende des Jahres haben will, bin ich zwar noch weit entfernt: aber ich kenne kein anderes Online-Service, bei dem Spaß und Ernst so nahtlos ineinander fließen.

Der Drucker-Geheimcode

Max hat das aktuelle EFF (Electronic Frontier Foundation) Video gepostet, indem Seth Schoen und Danny O'Brien den "geheimein Laserdrucker Code" erklärten. Unglaublich, aber wahr: alle modernen Farb-Laser drucken ein fast unsichtbares gelbes Muster auf *jede* Seite, anhand dessen sich der Hersteller bzw. Druckertyp identifizieren lässt. Kein urbaner Mythos, sondern harte Realität: Max hat das Ergebnis des "Nachweisexperiments" gleich mit veröffentlicht.

YouTube Preview Image

SEO-News der Woche

Es geht bekanntlich nix über Vertipper, denn warum sollte man Fehler des Nutzers nicht gleich in Conversions umwandeln? Denkt sich zumindest AOL... aber was nützt der schönste Collateral Traffic, wenn der resultierende CPC nicht stimmt? SumaTopfmodel sucht AdSense Alternativen und hat dazu ein Vergleichsexperiment gestartet. Und wenn das Geld dann mal in Strömen reinfließt, wird's Zeit für den Reality Check mit dem Finanzamt: SEO-Handbuch hat diesbezüglich einige Tipps aus der Abteilung "frühzeitige Steuerstrafenvermeidung" parat.

Teurer Marktvergleich: nix is' mehr mit Sistrix' gratis Toolbox, ab sofort wird für die Benutzung jedes einzelnen Moduls ein Hunderter pro Monat fällig, das ergibt saftige 5k pro Jahr - da lob ich mir doch die neue SEOMoz Tarife, wenngleich Sistrix' Setup für .de Webmaster-Zwecke vermutlich besser gerüstet ist. :mrgreen:

Wie ich in den Kommentaren zu den Postings bereits angedeutet habe, kann der Zugriff auf diese Module nicht kostenlos sein: über 100 GB RAM, mehrere Terabyte performante Festplattenkapazität, sehr viel Bandbreite und eine ganze Kiste CPUs gibt es leider nicht geschenkt und auch der Betrieb des Systems frisst regelmäßig eine Menge Geld. Jedes dieser Module kostet monatlich 100 Euro netto und die Zusammenstellung der Module kann beliebig miteinander kombiniert werden. Da ich von dem Nutzen der Tools und Daten überzeugt bin, gibt es den Komplettzugriff auf alle vier Module bis Ende dieses Jahres zum Einführungspreis von 400 Euro netto.

AdSense Daten endlich in Analytics: Jojo berichtet, dass Google Analytics nun doch für alle User AdSense in Analytics integriert - speziell die Auswertung von Profit pro Referrer dürfte für viel Gesprächsstoff sorgen. Die neuen Funktionen sollen nach und nach für alle User zugänglich gemacht werden, die das offizielle Analytics Blog berichtet. Ob Google die hausinterne Volkswirtschaft ankurbeln will oder einfach nur Angst hat, dass noch mehr User vor Analytics davon laufen? Vermutlich spielen beiden Faktoren eine Rolle dafür, dass man sich doch noch dazu durchgerungen hat, Webmistressen die Optimierung zu erleichtern.

Große asymmetrische Worte: Asymetrisches Community Management stellt Eikyo vor. Klingt irgendwie hochgestochen, ist aber beängstigend simpel. File unter "Willkommen im Web 2.0" oder auch "nona":

Das Community Management findet dort statt wo die Zielgruppe und die User zu finden sind, ob dies XING, Twitter, MySpace oder Youtube ist.

Neues aus dem Land der Videocommunities

Vimeo wäre endlich einer kostenpflichtigen Plus-Fassung verfügbar, die das 500MB pro Woche Limit auf 2 Gigs aufbohrt, für Vorzugsbehandlung in der Transcoding-Queue sorgt und mehrere Channels pro User erlaubt. Außerdem sinn 1.000 embedded HD-Plays inkludiert, weitere können dazu gekauft werden. Der Preis ist mit 59,95$ pro Jahr scharf kalkuliert - ich hatte bereits meine Paypal-Adresse gezückt, aber:

For now, we only accept orders from US residents only – International support coming soon!

Mal sehen, was mit "soon" gemeint sein könnte... in der Zwischenzeit hab ich mir auch mal Viddler angesehen: sehr nett für amerikanische Videos, aber wie die das hinkriegen, dass man in den Beschreibungsboxen keine Umlaute eingeben kann (Firefox 3, Standardeinstellungen - ich hab nicht versucht, mit der Codepage rumzuspielen), ist mir ein Rätsel.

Video der Woche: Howard Rheingold über Netflics

Howard Rheingold, eine der großen Integrationsfiguren der amerikanischen Internet-Szene, wirkt nicht nur in jedem seiner Vorträge unglaublich sympathisch, sondern hat auch ein Talent dafür, komplexe Zusammenhänge sehr verständlich zu erklären. Sein aktuelles Kurzfilm "Vernacula Video in Culture an Education" - wie verändern Netflics unsere Bewegtbildkultur? - gefällt mir ausgesprochen gut:

Das war's auch schon wieder für diese Woche: Ich wünsche einen erbaulichen Restsonntag. Und niemals vergessen: "Wer ander'n eine Grube gräbt, hat viel Arbeit, auch wenn er eine Schaufel hat." Wir lesen uns am Montag!

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Kurzes Rückblick-Video zum Barcamp

Bei der Eröffnungsrunde habe ich mit meinem Medion-Tricorder ein paar Aufnahmen gemacht und zu einem kurzen Video zusammen geschnitten. In Kürze steht mir für derlei bebilderte Feldstudien eine wesentlich bessere Kamera zur Verfügung, die Tonqualität ist diesmal leider ziemlich suboptimal. Aber wie auch immer: alle meine Video-Podcasts gibt's zukünftig auf Vimeo zu sehen, dort habe ich heute den datadirt Channel eingerichtet.

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