Am 4. März lädt die Wirtschaftskammer Österreich zum eDay 2010. Online-Video bildet in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Über den E-Video Award habe ich bereits berichtet (die Einreichfrist endet am 5. Februar), außerdem wird die gesamte Veranstaltung mit mehreren parallelen Streams live im Netz übertragen inklusive Keynote-Videoarchiv. Und für datenschmutz-Leser gibt's zusätzlich eine ganz besondere Aktion: in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich verlost datenschmutz 2 Video-Visitenkarten im Gesamtwert von €1.700,-. Professionell produziert werden die Clip von News on Video, dem Full-Service Dienstleister rund um Bewegtbilder im Internet.
Damit trifft das Wiener Unternehmen exakt den Zeit- oder besser gesagt Netzgeist, denn eine solche multimediale Vorstellung wertet Homepages enorm auf und wird entsprechend stark nachgefragt. Die Video-Visitenkarte ist ca. eine Minute lang und inkludiert ein kurzes Interview. Ein Beispiel findet man auf der News on Video Homepage: Diesen Beitrag weiterlesen »
Nein, ich verkaufe hier keinen 2-Meter-datenschmutz-Fanstick mit konischer, aber ungefährlicher Plastikspitze, den man Unbekannten in der U-Bahn in die Bauchgegen rammen kann ("Real world Poke"). Gegenstand dieses aktuellen ATV-Beitrags von Marian Kallinger (@merrymarian auf Twitter) sind die lustigen kleinen Plastikfiguren, auf denen wir unsere IDs speichern, um das lästigen Visitenkarten-Abtippen zu ersparen - kurz aneinandergehalten, und schon kennt man die Web CI des Gesprächspartner. Und diese Dinger heißen Poken:
Von freien Märkten zur Evolutionstheorie und wieder zurück: wenn sich die beiden Socken-Protagonisten Kiki und Bubu über das Spiel von Angebot und Nachfrage unterhalten, dann bleibt kein Wirtschaftstheoriestein auf dem anderen. In der aktuellen Folgen lädt man die beiden zu einem Web 2.0 Cocktail ein, auf dem unter anderem auch Visitenkarten ausgetauscht werden (Kiki: "Isn't that unhygenic, Kiki?") und der Legende nach auch Investoren anwesend sein sollen.
Die gute alte sokratische Lehr-Dialogik in zeitgemäßem Youtube-Format: was soll man dem schon noch hinzufügen?
Jana hat Michael Gursteins Vortrag über Community Informatics zusammengefasst, Max hat einen spannenden Beitrag über alternative Printmedien-Distribution verfasst und die EM hat unbarmherzig begonnen. Mir ist es am Wochenende quasi vollständig gelungen, mich jeglicher Fußball-"Emotion" zu entziehen: kein Wunder, ich habe Stunden vor UltraEdit verbracht, bis ein vier Tage alter DB-Dump endlich wieder vollständig auf UTF-8 umgebaut war. Die Teufelin steckt bekanntlich immer in den Details - soviele Search-and-Replace Operationen hab ich noch nie innerhalb von 48 Stunden durchgeführt... Falls jemand weiterhin Troubles mit der Darstellung der Sonderzeichen haben sollte, bitte ich um einen Hinweis.
Ha, von wegen Knight Rider 3, 4 oder 5.000: der originale Kitt lebt mittlerweile in Wien, wir haben ihn am vergangenen Wochenende im 22. Bezirk an der Tankstelle gesehen; natürlich tankt Kitt nicht, ich glaube, er wollte sich nur ein wenig mit anderen Autos unterhalten. Leider ging alles so schnell, dass es nur für eine jeweils abgeschnittene Vorder- und Rückansicht gereicht hat. Möglicherweise kann Kitt so aber auch besser um die Ecke fahren.

Wenn Typographie, Oberflächendesign und Print-Materialkunde auf engstem Raum zusammentreffen, dann entsteht im besten Fall eine Visitenkarte, die bleibenden Eindruck hinterlässt. Creativebits hat einige der schönsten Exemplare ausgestellt - wenn man diese Exemplare sieht, dann hält sich plötzlich die Freude mit den günstigen Vistaprint-Cards in relativ engen Grenzen
Wenn unser Planet durch Überhitzung (der Treibstoffpreise?) und/oder andere umwelttechnische Katastrophen längst vernichtet sein wird und kein Menschlein mehr auf der Erde verbleibt - also in circa. 75 Jahren - wird OpenID kein Thema mehr sein. Auf Blogoscoped gibt's eine köstliche Internet-FAQ aus der Zukunft - hier ein kleiner Auszug:
What was the internet?
The internet and the world web was a computing system to transfer human information. Scientists have based its beginning to the years 1920 to 1940.What was electromail?
Electromail was another transport protocol to transfer human information, but it was quickly discontinued as it caused misunderstandings due to lack of correctly representing emotions.What were world web sites?
A so-called world web site consisted of an address of its owner to locate their physical business location, as well as other miscellaneous transmitting of human information that was considered important at the time. The protocol used to decode the information was called hypertext, and as its standards changed quickly over the years, it is impossible to decode most of the information contained within.
"Bayan, des samma mir," singen Rammstein auf ihrem neuesten Album, wie dieses Video unwiderlegbar beweist:
In diesem Sinne wünsch ich eine unvorstellbar angenehme Woche ohne Datenbank-Katastrophen und sonstige Unbillen... ab Montag geht's hier auf datenschmutz wieder normal weiter. Sorry, falls der eine oder andere Kommentar aus den letzten drei Tagen verloren ging - da steckt keinesfalls System dahinter! :twisted:
Gestern war Digitalks Time - hat großen Spaß gemacht, vor einer so interessierten ZuhörerInnenschaft einige Beobachtungen und Vermutungen zum Thema Social Networks darzulegen. Danke fürs Interesse und die Fragen; aber vor allem DANKE an Meral für die Organisation der gesamten Eventreihe.
Nett war's gestern... und meine Stimmbänder haben bis zum Ende brav durchgehalten
Am Vormittag hatte ich drei Stunden lang Uni-Vorlesung, allerdings musste ich da nicht übermäßig viel sprechen, weil einige Präsentationen am Programm standen: Peter Vitouchs Buch "Fernsehen und Angstbewältigung" kannte ich als Wiener Publizistizist natürlich, digitale Bildmanipulation ist mir nicht fremd (die Präsentation war allerdings äußerst gelungen) - aber über die Unterschiede zwischen Ultras und Hooligans weiß ich erst seit gestern Bescheid.
Um 19:00 ging's dann los im Museumsquartier - es war ein sehr spannender Abend mit einigen neuen Bekanntschaften; da geht eben nix über die guten alten IRL-Events, heute im Lauf des Tages folgte die "Nachbereitung" auf Xing und Facebook: und die ist einfach sehr viel praktischer als die klassische Visitenkartenlade - außerdem hab ich natürlich gleich den Loudhail Feed abonniert. Eine kurze Version meines Vortrags mit einigen Zukunfts-Spekulatiönchen gibt's auf oe1.orf.at nachzulesen. Im Anschluss an den "offiziellen" Teil folgten intensive Gespräche bis zur netculture-Space Sperrstunde
Robert, unbarmherziger Chronist der Web 2.0 Szene, hat alles fotografisch festgehalten und dabei ein unglaublich schmeichelhaftes Portrait von mir gemacht; wenn ich nicht wüsste, dass ich den Vortrag völllig nüchtern gehalten hab, dann würd ich mir denken: "Bamm Oida, der Typ is bummzua!"

Das nette Foto gibt's mit der ungestellt fröhlichen Runde gibt's bei Digitalks - und Andrea hat mir heute eine "Antwort" auf mein handgezeichnetes Comic-Bild geschickt:

Vistaprint verschenkt Visitenkarten, Stempel und andere Drucksorten - bei er ersten Bestellung bezahlt man lediglich die Versandkosten. Ich hab's ausprobiert und bin sehr zufrieden mit meinen Drucksorten - so billig bekommen ICH-AGs nirgendwo sonst ihren CI-Bedarf
|
|
|
Fast täglich sprießen neue Social Networks aus dem Boden, und zahlreiche Experten prognostizieren für die nähere Zukunft eine deutliche Marktkonsolidierung. Dennoch tauchen immer wieder Netzwerk-Ideen auf, die weit über untereinander verlinkte Visitenkarten mit Suchfunktion hinausgehen. Die Betreiber des amerikanischen Business-Netzwerks Naymz etwa scheinen die aufmerksamkeitsökonomischen Theorien Georg Francks zu ihrem Credo gemacht zu haben. [Ö1 Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf oe1.orf.at]
Als der Wiener TU-Professor im Jahr 2005 seinen Nachfolge-Band zu der von ihm als "Aufmerksamkeitsökonomie" bezeichneten virtuellen Daten-Wirtschaft veröffentlichte, erklärte er, dass erst noch Modelle gefunden werden müssten für die direkte Umrechnung von Aufmerksamkeit in "harte" Währung , also Barvermögen. Dass in einer komplexen und hoch differenzierten Mediengesellschaft Ruhm und Aufmerksamkeit per se einen gewaltigen Wert darstellen, wissen interessierte Betrachter nicht erst seit Supermodel- und Pop-Castingshows. Abseits des Starsystems etablierten sich im Internet zwar eine ganze Reihe von Free-Services - die tatsächliche Umrechnung von Mikro-Aufmerksamkeit in ökonomische Werte ist allerdings nach wie vor ein weitgehend unbeackertes Feld.
Die Plattform Naymz.com mag noch nicht vollständig ausgereift sein, spannend wird die Seite aber durch ihr Businessmodell, das in eine gänzlich andere Richtung als Facebook und Co. zielt. Denn während letztgenanntes Netzwerk und seine Epigonen versuchen, über umfassende und ansprechende Features eine riesige User-Community aufzubauen, die nach freiwilliger Angabe möglichst vieler persönlicher Daten in weiterer Folge zielgenau mit Werbung torpediert werden kann, lockt Naymz potentielle Kunden mit direkter Valorisierung ihrer wertvollen privaten Daten und ihrer Netzwerkkontakte. Wie Xing richtet sich die Seite dabei nicht in erster Linie an Privatpersonen, sondern an "Professionals" und Freiberufler auf Auftragssuche.
Zwar existieren für Facebook diverse Rating-Applikationen, die den "populärsten" Freund des eigenen Netzwerks küren sollen oder ähnliche Bewertungs-Systeme implementieren. Und natürlich sind User mit überdurchschnittlich vielen Kontakten bei fast allen Spielen und Applikationen im "Vorteil", da die meisten Zusatzprogramme Bonusfeatures erst nach dem Versand möglichst vieler Einladungen freischalten. Doch was bei Facebook auf der spielerischen Ebene verbleibt, wird von Naymz in handfeste Währung verwandelt. Das gesamte Netzwerk beruht auf der altbekannten Empfehlungsmechanik: je mehr registrierte User eine bestimmte Person "empfehlen", desto höher deren Punktestand. Zusätzliches virtuelles "Kapital" lässt sich durch Einladungen und die möglichst vollständige Komplettierung des eigenen Kapitals erwerben. Aus den insgesamt erzielten Punkten errechnet Naymz den sogenannten "RepScore" (Abk. für Reputationswertung), aus dem sich wiederum der RepLevel errechnet, eine Bewertung zwischen eins und zehn. Wer nun - sei es aufgrund vieler Einladungen oder Empfehlungen - Level 10 erreicht, kann Premium-Features der Plattform nutzen, die ansonsten nur zahlenden Pro-Usern vorbehalten bleiben: dazu gehört etwa ein genaues Tracking der Besucher auf der eigenen Profilseite sowie von Naymz geschaltene und bezahlte Google-Anzeige, die bei einer Suche nach dem eigenen Namen oberhalb der Suchergebnisse erscheint - eine einfache Möglichkeit, in Zeiten der Jobsuche für aktuelle Daten und steuerbare Webpräsenz zu sorgen. Ganz gemäß den beiden Credos der Seite: "Establish your good name. Promote your good name."
Wie sich die in Chicago ansässige Firma in den nächsten Monaten entwickelt und ob das Konzept auf breiter Basis aufgeht, wird zu einem hohen Grad von den angebotenen Zusatzfeatures abhängen. Derzeit sind vergleichsweise wenige europäische User registriert, diese Demographie kann sich aber erfahrungsgemäß rasch ändern. In punkto geschäftliche Online-Präsenz und Valorisierung von Kontakten bringt Naymz die Konkurrenz durch innovative Ansätze auf jeden Fall gehörig ins Schwitzen.
"Aber so viele Leiberl kann man doch gar nicht übereinander anziehen", mag manche/r einwenden. Das in der Tat nicht, aber bei der aktuellen Blog-Aktion des Werbeartikel-Produzenten Source geht's auch weniger um die eigene Bekleidsamkeit als vielmehr um die Schaffung zusätzlicher Offline-Werbeflächen: ein glückliche/r BloggerIn bekommt 30 Shirts mit Wunschaufdruck für lau.
"Die Welt als T-Shirt" nannte der Schweizer Kunsthistori- und Medientheoretiker Beat Wyss eines seiner Bücher, und auch wenn er damit nicht direkt Werbepräsente meinte: die Effizienz von Offline First-World Präsenzen ist nicht zu unterschätzen. Ob Feuerzeug, Sticker oder Keychain, kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sondern auch in Erinnerung. In meiner Blogtippsammlung hab ich die Relevanz von Offline-Präsenz natürlich erwähnt, allerdings unterscheiden sich non-virtuelle und digitale Realität in einem Punkt ganz wesentlich. Während im Netz Zeit und eigene Arbeit die wertvollsten Ressourcen sind, fallen für die Produktion von Offline-Werbemitteln immer ganz beträchtliche Kosten an, zumindest im Kontext semi-privater Blogs. Sparefrohs müssen für die Chance auf die erwähnten 30 Gratis-Shirts nix weiter tun, als einen Hinweis auf die Win your blog shirt">Win your blog shirt! Aktion zu posten, um an der Verlosung teilzunehmen:
Der Gewinner darf sich sein eigenes Werbe-T-Shirt für seinen Blog frei nach seinen Vorstellungen entwerfen, welches wir ihm dann in einer Auflage von 30 Stück produzieren lassen. [...] Bedingungen zur Teilnahme sind lediglich, dass Sie diese Gewinn-Aktion durch einen Beitrag in Ihrem Blog populär machen. Um Ihre Teilnahme zu bestätigen, müssen Sie uns einen Trackback senden.
Wer mehrere Domains besitzt, kann auch gerne von mehreren Domains verlinken und seine Gewinn-Chance dadurch erhöhen. Die Aktion läuft vom 1.1. 2008 bis zum 1.3.2008 genau 2 Monate. Ausgelost wird hinterher im klassischen Sinne: Jede Blog URL, welche hier mit einem Trackback erscheint, wird auf ein Los geschrieben, in einen Topf geworfen, gemischt und blind gezogen.
Diese Systematik kommt mir doch von irgendwoher bekannt vor
Jedenfalls wüsste ich ganz genau, was ich mit meinen dreißig datenschmutz-Shirts anfangen würde: ich wollte schon immer mal eine olympische Walking-Mannschaft komplett ausstatten, die sind nämlich immer unglaublich lange im Bild.
Die dateschmutzerischen Werbeartikel-Bedürfnisse hab ich bislang via Vistaprint abgedeckt. Mit den dort verkauften H-Nes Shirts war ich ebenso zufrieden wie mit den Visitenkarten und meinen datenschmutz Post-Its. Die Auswahl an bedruckbaren Artikeln ist bei Source allerdings wirklich beeindruckend und reicht vom Trinkbecher mit integriertem Erste-Hilfe-Set bis zum customized Energy Drink. Die Preise halten sich dabei im teils erstaunlich engen Rahmen. Ich wollte schon immer ein gebrandetes datenschmutz Espresso-Set verschenken: das kostet gerade mal EUR 12,75, allerdings liegt die Mindestabnahmemenge der meisten Artikel bei rund 50 Stück. Wer also nur mal auf die Schnelle 3 Shirts mit dem eigenen Bloglogo braucht, ist bei Vistaprint wohl besser aufgehoben. Sobald das geplante Bestellvolumen allerdings eine gewisse Menge erreicht, ist der Sourceshop auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.
Selbständig im Netz ruft zum Blogkarneval auf - gefragt sind eigene Erfahrungen zum Thema "Offline Bewerbung von Blogs und Websites". Ich hab im Lauf der Zeit bei diversen mehr oder weniger professionellen Online-Unternehmungen mitgearbeitet, sowohl im On- als auch Offline Marketing. Wo genügend Budget vorhanden ist, verzichtet niemand freiwillig auf Werbung in der nicht-virtuellen Welt, ob landesweite, ganzseitige Zeitungsanzeige, fette Partys oder Give-Away Gadgets. Aber wie sieht's in Ermangelung von Budgets im Micro-Publishing Bereich aus?
Überhaupt kein Geld für Drucksorten auszugeben, wäre imho ein Versäumnis. Peer Wandinger möchte es genau wissen und fragt:
Setzt Ihr Offline-Maßnahmen ein und wenn ja welche?
Yup. Eine ganze Armee von Sprayern arbeitet derzeit daran, die Wiener Hausdächer so umzugestalten, dass beim Jet-Überflug aus zwischen 3 und 6.000 Metern das datenschmutz-Logo sichtbar wird
Aber im Ernst: zählen Visitenkarten schon zu den Offline-Werbemaßnahmen? Falls ja, dann bin ich schuldig im Sinne der Anklage. Auch was T-Shirts und Pickerl betrifft, wobei ich die Moocard-Sticker zu klein finde. Mein momentaner Offline-Werbematerial Provider ist Vistaprint - mit Service, Qualität und Preis der diversen Drucksorten bin ich bisher hochgradig zufrieden.
Aber bunt und hoffentlich umweltfreundlich bedrucktes Papier ist nur ein kleiner Aspekt - ich spreche relativ oft bei diversen Podiumsdiskussionen und Konferenzen, die Presse (= konservative österreichische Tageszeitung) druckt erstaunlicherweise in ihrer Blog-Rubrik ab und an meine Buchstabensuppe ab, dann und wann werde ich eine kleine Wortspende im Radio los. Und da es meistens ohnehin um Social Media und Blogs geht, könnte man die Summer dieser Aktivitäten wohl auch unter dem Begriff Offline-Marketing subsummieren, wenngleich die akademische Einteilung wohl eher von unzulässiger Vermischung von PR und journalistischen Inhalten spräche - welcome to the world of tomorrow micro publishing!
Welche Tipps habt ihr für Offline-Maßnahmen?
Kostengünstig einkaufen! "Support your local dealer" klingt in der Theorie zwar schön, wenn ich im billigsten Wiener Digital-Druck-Shop aber für die grindigste Papierqualität und ausgefranste Buchstabenränder immer noch mehr bezahle als bei diversen Online-Dienstleistern samt Versand, dann stellt sich durchaus die Sinnfrage.
"Lokalmedien haben Gold im Mund" gilt dagegen für alle, die nicht gerade ihre Millionenerbschaft in eine Fernsehkampagne investieren wollen: Partyveranstalter freuen sich beim Flyerdruck auch über kleinere Summen und platzieren als Gegenleistung Logo und oder URL auf ihr Druckwerk - Mikro-Kooperationen für Mikropublisher, sozusagen. Außerdem fällt mir gerade ein, dass man's ja mal in lokalen Blätter im Anzeigenmarkt probieren könnte... wie wär's denn mit:
Ich hab ja schön öfter bei Vistaprint kleinere Testbestellungen gemacht, aber diesmal waren "richtige" Visitenkarten fällig: Vollfarbdruck auf der Vorder- und Rückseite, Foil-Print (Metalleffekt) vorne und gleich mal 500 Stück. Außerdem wollte ich mir zwei datenschmutz T-Shirts für kommende Anlässe (wie etwa Barcamps) zulegen. Und weil ich schon auf der Seite unterwegs war, hab ich mir auch noch das Gratis-Stempel Angebot mit Editing-Upgrade geholt und ein paar passende Post-Its.
72 Euro wollte Vistaprint für die Karten, 37 für die Shirts - insgesamt hätte ich 113,88 US-Dollar bezahlt und dazu noch die Lieferkosten. Vor der endgültigen Bestellung wurde ich dann noch gefragt, ob ich denn einen Coupon Code hätte. Nun, hatte ich nicht, also schnell mal rumgegoogelt: aber natürlich hab ich auf Anhieb keinerlei brauchbare Codes gefunden, nur Affiliate Seiten, die mir Gratis-Visitenkarten andrehen wollten. Na gut, dacht ich mir, unter 100 Euro für 500 V-Cards plus 2 Shirts ist durchwegs akzeptabel; andererseits könnte man ja mal auf gut Glück im Couponfeld Free Shipping eingeben. Links anbei der Screenshot des Resultats...
Fazit meiner Rabatt-Coupon Eingabe: die Shipping-Kosten blieben gleich, dafür gibt mir Vistaprint plötzlich wie aus heiterem Himmel auf alle Einzelposten beträchtliche Nachlässe: und statt der knapp 114 Dollar soll ich plötzlich nur mehr 79,09$ plus Shipping berappen. Das freut natürlich das Feilscherherz - keine Ahnung, ob ich da zufällig einen validen Coupon eingegeben habe oder ob Vistaprint ganz unabhängig vom "Codewort" immer was abzieht... kein Ahnung, wie die Rabattberechnung funktioniert. Manche User beschweren sich ja über die aufdringlichen Spam-artigen Newsletter, die VP verschickt - die wandern bei mir ohnehin in den passenden Entsorgungsordner. Und ernsthaft böse kann ich einer Firma, mit deren Produkten ich bislang immer beste Erfahrungen gemacht habe und die zu solchen Preisen stylishe Businesscards produziert, deswegen nicht.
Naja, bei der nächsten Bestellung werd ich's wohl erfahren - muchos gracias, ich freu mich schon auf meine neuen Kärtlein:
| 27. September 2007 | ||
| 19:00 | bis | 23:00 |
Am kommenden Montag wird das Wiener September-Barcamp auch schon wieder Vergangenheit geworden sein... doch bis dahin gibt's noch ein umfangreiches Programm zu absolvieren, getreu dem Motto der Veranstaltung idealerweise aktiv und passiv. Neu: am Donnerstag, den 27.9., also zwei Tage vor dem Barcamp bzw. morgen findet der plOgbar Stammtisch im werkzeugH statt.
Man kann dort "sich schon mal beschnuppern, Sessionideen auszutauschen oder sich über Weballerlei zu unterhalten. pl0gbars findet unregelmäßig und ohne Agenda statt." Mit anderen Worten: alles ist eine pl0gbar! wer vorsozialisiert, muss am BC nicht mehr soviele Visitenkarten einstecken, ich werd jedenfalls hinschauen, denn das werkzeugH ist sowieso immer einen Besuch wert. Das eigentliche Barcamp geht dann am Sa/So im Microsoft Hauptquartier über die Bill-Gates erprobte Bühne.
Die TeilnehmerInnenListe ist mittlerweile ganz schön umfangreich, wenn 50% der "Vielleichts" auftauchen, dann wird der Hunderter auf jeden Fall voll. Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft genug Bier eingekühlt Platz hat.
Tja... Do&Co ist leider nicht auf der Sponsorenliste, Attila Dogudans Kebab wär schon ein Hammer gewesen, aber spannend wird's auf jeden Fall. Martin und ich haben unseren 17stündigen Vortrag bereits vorbereitet, die Letztversion der Begleitfilme wird noch geschnitten und von Neurosis vertont. Einziges verbleibendes Logistik-Problem: wie kriegen wir die 3 Blasmusikkapellen, den falschen Elefanten und das Schiff durch die Sicherheitsfenster des Microsoft Gebäudes? Und ist der Innenhof breit genug für den geplanten Raketenlaunch, der den ersten österreichischen Affiliate-Satelliten in die Googlesphäre schießen soll?
Über das Vistaprint-Angebot für 250 kostenlose Visitenkarten habe ich vor kurzem berichtet. Obwohl ich mich für die billigste Versandvariante entschieden habe, bei der die Karten nach 6 bis 8 Wochen eintreffen sollten, hat's gerade mal 14 Tage gedauert, bis das Päckchen im Briefkasten lag. Mit Look und Feel der Karten bin ich zufriedener als erwartet.
Ich entschied mich für die billigst mögliche Variante ohne Vistaprint-Logo und habe für die 250 Visitenkarten und einen Post-It Block im passenden Design rund 7 Euro bezahlt - da kann man eigentlich keine übertrieben hohen Ansprüche stellen. Insofern war ich sehr überrascht von der Druck- und Papierqualität: zweifellos existieren massenhaft edlere Papiersorten, aber das Schriftbild der Karten ist klar und der Karton gerade ausreichend dick, der zweiseitige Druck mit URL und Claim auf der Rückseite rockt. Ausgesprochen gut gefällt mit der Post-It Notizblock, den ich testweise mitbestellt habe; das wäre ein nettes Marketing-Give Away für Blogs; da werd ich mir wohl bald ein paar Blöcklein mit datenschmutz-Logo nachbestellen.
Für meine nächsten Visitenkarten werde ich die teurere Papierqualität wählen, ansonsten kann ich Vistaprint nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Betreiber der Seite setzen zwar massiv auf Upselling-Angebote, wer sich die Bestellung passender Suppenlöffelhalter und Wolldeckchen verkneifen kann, der erhält allerdings unschlagbar günstige, professionell wirkende Visitenkarten. Und der Vorteil an Vistaprints aggressiver Marktdurchdringungsstrategie ist ganz einfach, dass ständig irgendwelche Sonderangebote verfügbar sind - derzeit lockt die Online-Druckerei etwa mit kostenlos beigelegtem Metall-Etui für Visitenkarten, einem Gratis-Stempel, einer 25%-Rabatt-Aktion, gratis Foto-Tischkalendern und T-Shirts - hier die Links zu den entsprechenden Landing Pages:
Visitenkarten und andere Druckerzeugnisse helfen Bloggern beim Brand-Building, also beim Aufbau einer eigenen Marke. Günstige Unterstützung bei der Corporate-Identity Initiative an allen Fronten bietet derzeit VistaPrint an: für insgesamt rund 8$ Realkosten (inkl. Versand nach Europa und Aufpreis für Werbefreiheit, der Druck selbst ist gratis) erhält man 250 ausgesprochen brauchbare, werbefreie Visitenkarten.
VistaPrint, eine amerikanische Online-Druckerei, macht europäischen Betrieben das Leben relativ schwer: dass man diverse Druckerzeugnisse für den Büro- und Brand-Building-Alltag schon längst online wesentlich billiger bekommt als in der heimischen Digi-Druckerei um die Ecke, ist nichts neues. Das aktuelle Angebot allerdings müsste sogar jene Hobbyblogger überzeugen, die sich bisher dachte: Ne, Visitenkarten brauch' ich nicht! Aber spätestens wenn der erste Barcamp-Besuch ansteht, wird man sich wünschen, rechtzeitig den Gegenwert von zwei großen Bieren in Offline-Repräsentanten aus Karton investiert zu haben.
Enter Vistaprint: derzeit bekommt man 250 Standard-Karten gratis; bezahlt werden muss lediglich der Versand, und der beträgt für Europa in der günstigsten 21-Tage-Variante 5,21$. Das macht einen "stolzen" Preis von gerade mal 0,02 Cent pro Visitenkarte - da müssen doch irgendwo mehrere Häkchen versteckt sein! Um die zu finden, hab ich den Bestellvorgang einmal komplett durchlaufen - der Nachteil der "Freebie-Variante" sind folgende:
Eigentlich kein Haken, sondern bloß amerikanisch-aggressive Marketingtaktik: Upselling wird hier ganz groß geschrieben. Bei jedem Bedienungsschritt bis nach der Bestellung versucht man, dem User, der eigentlich bloß Visitenkarten wollte, alles mögliche mit zu verkaufen: von Post-Its im selben Look bis hin zu Stempel und Transporthülle. Zweifellos machen einige der Angebote Sinn - bei den Absender-Stickern etwa konnte ich nicht nein sagen. Vistaprint hat nicht nur Ahnung vom Upselling, sondern weiß auch um die Effektivität des Affiliate Marketings: den Referral Link bekommt man nach Registrierung, für die Teilnahme am Partnerprogramm mit Bannerschaltungen etc. ist ein Commission Junction Account erforderlich.
Weitere Optionen, die gegen Aufpreis erhältlich sind:
Eine Kreditkarte ist zwingend erforderlich, Bezahlung via PayPal bietet VistaPrint nicht an. Zu den genannten Kosten kommt noch die Umsatzsteuer hinzu, die allerdings bei internationalen Bestellungen entfällt, wenn man eine gültige UID-Nummer eingibt. Wer über einen Gewerbeschein verfügt, sollte seine Umsatzsteuer Identifikationsnummer daher unbedingt angeben.
Minimalversion:250 Visitenkarten, Gratisdruck, Standard-Templates, ohne Vistaprint-Logo, keine Extras, Bestellung mit UID-Nummer, Standardversand: $8,70 = $0,0384 / EUR 0,025 pro Karte.
Diese Bestellung habe ich testweise getätigt und einfach jenes Gratis-Template gewählt, das den datenschmutz-Farben am ähnlichsten sieht; ich bin gespannt, wie die Visitenkarten dann tatsächlich aussehen, hier die Screen-Preview:

Luxusvariante:1000 Visitenkarten ($19,99), Extra-Templates, Priority-Versand (7 Tage Lieferzeit), 100-lb. Premium Papier, farbige Rückseite mit Textaufdruck: $86.35 = $0,0863 / EUR 0,062 pro Karte.
Selbst in der Luxus-Variante bleiben die Visitenkarten, wie man sieht, sehr günstig. Vor allem die Möglichkeit, eigenen Fotos zur Gestaltung der Templates zu verwenden, ist im (semi)professionellen Bereich von enormer Bedeutung. Falls ich mit den Billig-Exemplaren zufrieden bin, werde ich für die nächste Serie mehr als EUR 6,30 ausgeben.
Wer partout keine Verwendung für Visitenkarten hat, dem bietet die Online-Druckerei im Rahmen der aktuellen Promotion wahlweise gratis einen Stempel (ebenfalls in der Minimalversion) an.
VistaPrint: Gratis Visitenkarten drucken