Hinter einer grauen Tür in einer grauen Holzwand verbirgt sich die Geschichte einer Menge Bilder: letzte Woche wurde das 3-milliardste Foto auf FlickR hochgeladen. Das sind insgesamt eine Menge Pixel, leider gibt's keine zusätzlichen Statistiken - eigentlich ein Kuriosum, denn das Web 2.0 ist ja die reinste Spielwiese für Zahlen-Jongleure. Bei der Gelegenheit fällt mir ein: was ist eigentlich aus Technorati geworden? Die Seite gibt's zwar noch, aber interessiert sich außer dem Betreiber der deutschen Blogcharts noch irgendjemand dafür? Mir ist grade aufgefallen, dass ich das letzte Mal vor drei Monaten dem T-Monster einen Besuch abgestattet habe... schade eigentlich um die schöne Spielweise.
Barbara Ondrisek und Peter Purgathofer, beide an der TU-Wien tätig, beschäftigten sich in äußerst fundierter und kritischer Weise mit dem Thema elektronischen Wahlen. Dabei geht's nicht um Ablehnung, sonder um eine kritische Auseinandersetzung mit einer zukünftigen "Kerntechnik" der Demokratie, die sich für viele Bürger im Gegensatz zu Stift und Zettel als undurchschaubare Blackbox präsentiert. Ein Besuch neu gelaunchten Plattform Papierwahl.at wird dringend empfohlen - wenn schon die staatlichen Medien ihrer Informationspflicht nur derart ungenügend nachkommen, dann springen eben Blogger in die Bresche!
Yahoo sucht händeringend eine neue Käufer, nachdem die Werbe-Allianz mit Google platzte, oder besser gesagt: implodierte. Jerry Yang hofft nun auf ein Kaufangebot von Microsoft - und die Ex-Firma von "Pension ist" Bill Gates könnte in Zeiten von Nasdaq-Kellerparties ein Schnäppchen machen. Noch im Mai dieses Jahres war ein Übernahmeangebot am Kaufpreis gescheitert. In den letzten Jahren konnte Yahoo einige sehr spannende Services launchen und/oder aufkaufen (MyBlogLog, Pipes), aber der Marktanteil in Europa ist wesentlich zu gering, um nachhaltigen Impact zu entwickeln, den USA allerdings suchen noch immer über 10 Prozent der User via Yahoo.
In der Tat gibt es genug übermäßig evangelistische Prosumers, ein Artikel von Holger Rust in der Wiener Zeitung lässt das Pendel aber gar etwas stark in die andere Richtung ausschlagen [via Pete]:
Erfolgreiche Revolutionen im Konsumbereich resultieren meist aus dem Bestreben der Kunden, mit möglichst innovativen Mitteln alles beim Alten zu belassen.
Tja, die gute alte Kategorienverwechslung ist eben doch der direkte Weg zum markigen Nullaussage!
Stermann meinte dazu im "Falter", wenn man im Internet Postings von Leuten lese, "die busweise dort hinfahren möchten, damit wir in Särgen zurück geschickt werden, dann ist das keine gute Voraussetzung für einen lustigen Abend".
Schreibt der Standard über die Causa Kärntner Pietät vs. Freiheit der Kunst. Stein des Anstoßes war die "Willkommen Österreich" Ausgabe vom 23. Oktober, in der auf angeblich "für Kärnten untragbare Weise" (der neue Landeshauptmann) mit dem Tod Jörg Haiders umgegangen wurde. Drohungen trafen ein, auf den Veranstalter soll gar ein Anschlag verübt worden sein. Auch Marflows Telefon dürfte vor kurzem heiß gelaufen sein, denn am letzten Partyflyer war der bewusste Phaeton abgelichtet mit dem Spruch: "Gratis Eintritt ab 1,8 Promille". Nil nisi bonum gilt für Personen des öffentlichen Lebens eben nur sehr eingeschränkt - ich hab die WK-Österreich Sendung nicht gesehen, den Flyer fand ich persönlich sehr geschmacklos, aber dennoch: diese Karikatur bringt des Pudels Kern ganz gut auf den Punkt.
Keiner drei Milliarden Fotos bedurfte es, um die Läuterung des Mediadonis zu dokumentieren: von Playboy-Haserln zu Klosterschwestern! Da soll noch einer behaupten, es spiele keine Rolle, ob der Google Slap von Bunnies oder Klosterschwestern ausgeteilt wird! Noch ernsthafter geht's anderswo zu: am Sumablog gibt's einen Vergleich gängiger SEO-Software-Suiten; ich habe alle gelisteten Programme getestet, meiner Meinung nach kann keines davon auch nur ansatzweise mit den SEOMoz-Tools mithalten - allenfalls die Reporting-Funktionen ersparen einiges an Zeitaufwand. Aber wozu man zum Recherchieren von themenrelevanten Link-Tausch Sites einen spezialisierten Crawler braucht, werde ich sowieso nie verstehen - die direkte Konkurrenz um eine Werbeschaltung zu bitten, halte ich für wenig effizient
Geld in alte Domains zu investieren, macht da schon deutlich mehr Sinn, wie einem aktuellen Posting am SEO-Handbuch zu entnehmen ist. Natürlich sollte man Senioren-URLs auswählen, die keiner Google-Penalty unterliegen - Sistrix hat unter Zuhilfenahme seiner eigenen Toolbox einen äußerst instruktiven Artikel zu diesem Thema geschrieben.
Herr Helmschrott does it again: weil Frank mit seinem Blog umzieht, hat er die Gelegenheit genutzt, um eine immens praktische Checklist zu veröffentlichen:
Um dem ein oder anderen behilflich zu sein, der in Zukunft irgendwann mal seinen WordPress-Blog umziehen will, halte ich hier mal die Schritte fest, die ich durchgeführt habe und die bei vermutlich jedem anderen Umzug nahezu identisch sein werden.
Ich hab's an der Stelle schon öfter gesagt und denk's mir jedes Mal wieder: FH's WordPress Checklists, Anleitungen und Tutorials gehören zu den kompetentesten, best-aufbereiteten WordPress-Infos, die das deutschsprachige Netz zu bieten hat. Und grade bei einem Umzug kann eine Menge schief gehen: und Franks Liste wird zukünftig einige Blogger vor diversen Katastrophen bewahren!
SEO-United bringt ein Wikipedia-Statistik-Update und kommt zu einem beeindruckenden Ergebnis:
Das Wissensportal Wikipedia konnte innerhalb eines Jahres weiterhin viele gute Platzierungen erreichen. Mit über 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit ist mindestens eine Wikipedia-Domain unter den Top 10 vertreten.
Mit anderen Worten: der Aufwand, den man betreiben muss, um einen Link in der WP zu platzieren, zahlt sich noch mehr aus als vor einem Jahr!
Reiffix listet wieder mal die Monatseinkommen deutschsprachiger Blogs - immer wieder beruhigend, kann ich nur sagen. Eine kurze Frage nur dazu (das Schimpfen überlass ich Baynado): wo bleibt die Umwegrentabilität, auch Kollateralnutzen genannt?
Nützt eigentlich irgend jemand Identi.ca? Sieht wohl ganz so aus, als ob unser Lieblingsvögelchen Twitter in den letzten Wochen zum Lieblings-Trafficbringer us-amerikanischer SEOs avancierte. Dazu passt auch, dass die Zahl an Rotlicht-Spammern gravierend zunimmt, und das wiederum wollen sich die Betreiber nicht bieten lassen: Twitter führt schon länger eine interne Blacklist, und wer dort etwas tut, was den unausgesprochenen Regeln zuwiderläuft (z.B. zuviele Follow-Requests rausschicken), erlebt relativ flott ein unangenehme Überraschung. Dass eifrige Blockwarte kurzzeitig ein Drittanbieter-Blacklist-Service ins Leben riefen, ist in der Tat ein schönes Eingeständnis der mangelnder Medienkompetenz... let's face it: die kurze Zeit, in der Twitter primär als "privates" Service benutzt wurde, ist vorüber: da ändern noch so viele Blacklists nix dran. Demnächst mehr zum guten alten Schinken-in-Dosen-Thema im kommenden Videopodcast.
Barrack Obama hat die Präsidentschaftswahl gewonnen. Die größte Überraschung dabei: Twitter war nicht down.
Nun fragen sich alle: is Obama beautiful world? Die Einwohner dieses japanischens Dorfes, das übrigens auch Obama heißt, sagt vermutlich "ja", aber die japanischen Strophen kann ich leider nicht verstehen [via Und damit wären wir auch schon wieder am Endes dieses Panoptikums angelangt - nächste Woche gibt's unter anderem wieder eine neue SEO-Dog-Folge starring Xsara, einen Videopodcast zum Thema Twitter und einen äußerst spannenden Gastbeitrag über symbolische Kommunikation in sozialen Medien. Wie an dieser Stelle bereits erwähnt: Input, Anregungen und Infos fürs Blogistan-Panoptikum sind immer willkommen. Ich wünsche einen schönen Restsonntag - wir lesen uns am Montag!
Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.
Wer hat schon mal body-rubbing mit einem FB-Profilbesitzer betrieben - und zwar aus anderen Gründen als dem Verhindern des Erfrierungstods? Ich hab gestern eine neue Gruppe gegründet mit dem Titel I already had sex with another facebook user. Neue MitgliederInnen jederzeit herzlich willkommen! Das eigene Spiegelbild zählt übrigens nicht... ob man die/den jeweiligen SexualpartnerIn auf FB kennengelernt hat, im Real Life oder anderswo und -wie, spielt aber keine Rolle.
Sexistisch-technisch gesehen zeigt sich einmal mehr: Englisch ist eindeutig die chilligere Sprache, auf Deutsch wär das schwierig: mit dem Titel "Wer hatte schon mal Sex mit einem Facebook User?" würden sich wohl zu Recht nur Frauen und homosexuelle Männer angesprochen fühlen, vice versa bei "UserIn". Und "Wer hatte schon mal Sex mit einer oder einem Facebook UserIn?" klingt einfach verdammt sperrig. Außerdem soll diese Fortführung des 5-Ecken-Experiments von Stanley Milgram eindeutig zeigen: wir kennen uns nicht nur alle über fünf Ecken, wir haben auch schon alle über fünf Ecken miteinander gevögelt. Womöglich. Also bitte rege beitreten - ftw! (For the Wissenschaft. Nicht for the win.)
Mmmmhhh... lecker! Effilee macht Appetit und gehört zu meinen absoluten Lieblings-Koch-Infoquellen. Es handelt sich keineswegs um ein Blog im herkömmlichen Sinn, vielmehr teilt sich die Seite in einen redaktionell gepflegten, blogartigen Teil und eine wiki-mäßig organisierte Tipp- und Wissensdatenbank, bei der jeder registrierte User mitschreiben kann.
Gängigen Kategorisierungen entzieht sich die Seite auf den ersten und auch zweiten Blick - Biographien von Köchen, Restaurantadressen, Frage-und-Antwort Teile, Filme, Bilder und Rezepte bilden ein sympathisches Mini-Koch-Universum, das vor einzigartigen Infos nur so strotzt. Das ruhige, reduzierte Design lenkt den Blick auf die hochwertigen Fotos - hier steht nicht König Firlefanz, sondern Kaiserin Haute Cuisine im Fokus, wie die Betreiber auf der Titelseite so treffend schildern:
Vom Hummer bis zum gebackenen Wachtelei - so manches, was den Weg in die heimische Küche selten findet lohnt doch den Versuch. Denn seltene und vor allem gute Zutaten regen Koch- und Esslust an. Was Sie über Schnepfe und Foie Gras wissen müssen erfahren Sie bei uns. Oder lassen Sie sich von historischen Speisekarten inspirieren. Vieles mehr finden Sie auf unseren Seiten.
Vor gar nicht allzu langer Zeit ließ eine deutsche Rezeptseite eine ganze Menge Blogger abmahnen, die sich Rezept-Fotos geborgt hatten - wer dies mit Defilee-Inhalten macht, muss keine Angst haben, vor dem Kadi zu landen, denn alle Inhalte stehen geilerweise unter der Creative Commons Attribution License! Überhaupt sehen die Betreiber das Projekt recht locker:
Die Seite wird betrieben von der Effilee GmbH (ehemals Kochpiraten) mit Sitz in Hamburg. Ein netter Journalist hat uns mal als "Startup ohne Geschäftsmodell" beschrieben. Das trifft es ganz gut: Momentan wissen wir noch nicht so genau, womit wir mal Geld verdienen sollen. Aber das findet sich.
Ich bin über eine Google-Suche nach Clubsandwich auf Effilee gestoßen - und schon dieses eine Rezept zeigt die unglaubliche Liebe zum Detail - die das Ergebnis, ich hab's natürlich ganz nach Anleitung inklusive home-made mayo ausprobiert, aber absolut rechtfertigt. Ab sofort besteht auch keinerlei Notwendigkeit mehr, zum Currywurstverzehr nach Berlin zu reisen... als Rohmaterial werden übrigens ob des hohen Kalbfleischanteils boarische Weisswiascht' empfoi'n.
Dazu findet sich massiv viel Hintergrundwissen über klassische Haute Cuisine Zutaten und Zubereitungsvarianten - so erfährt man im Eintrag zu Schnepfen etwa, dass deren Darm samt Originalfüllung besonders begehrt ist. (You think you're a gourmet? Eat shit!)
Als besondere Delikatesse gilt der Schnepfendreck. Dabei handelt es sich um den Darm der Vögel samt Inhalt. Keine Sorge, Schnepfen sind, so sagt man, ausgesprochen wählerisch bei der Wahl ihrer Nahrung. Der Schnepfendreck kann mit etwas Gänseleber "verlängert" werden und wird zusammen mit Speck und einigen Gewürzen (Thymian, Rosmarin) fein gehackt und mit Eigelb vermischt. Auf kleine goldgelb geröstete Scheiben Toast geben und im Ofen etwas gratinieren.
Kurz gesagt: eine Welt voll Kochwissen, ein riesiger digitaler Appetitanreger mit unglaublich nachkochenswerten Rezepten, fantastischen Fotos und erstklassigen Warenkunde-Infos.
So, zurück aus London... der europäischen Hauptstadt der phatten Wohnungsmieten, leiwanden Taxis und immer aufs Neue verwirrenden Linksregelung. (Nein, ich bin nicht mit dem Auto gefahren, aber man geht ja auch links.) Der Reisebericht folgt asap, vorher muss ich noch meine fünfhundert Fotos sortieren und natürlich gibt's heute erstmal den längst dienenden Wochenrückblick der deutschsprachigen Blogosphäre. Danke für Ihren Flug mit datenschmutz Airlines, bitte schließen Sie zum Start Ihre Gurte!
Georg hat einen äußerst spannenden Beitrag über die Facebook-Penetration im Ländervergleich verfasst - die Daten stammen dabei aus der Ad-Applikation. Erstaunlich: auf Platz 1 sind dabei nicht etwa die USA, sondern Kanada mit 226 Usern je 1000 Einwohner (vs. 65 in den USA, die damit nur auf Platz 10 liegen.) Ebenfalls wahnsinnig beliebt ist die Seite mit den vielen Gesichtern in Skandinavien: wer norwegische, schwedische oder finnische Bekannte sucht, ist hier gut aufgehoben. Die Schweiz liegt auf Platz 16, Österreich hat den 3 hoch dritten Platz erwischt, Deutschland ist nicht unter den Top 30. Auf jeden Facebook-Japaner kommen zwei Rumänen, und 232.360 Italiener streiten sich mit 582.840 Mexikanern darüber, ob Burritos oder Pizzaschnitten besser schmecken. Die 865 Liechtensteiner haben sich vermutlich alle gegenseitig in den Kontaktlisten und repräsentieren immerhin 2,5 Prozent der Gesamtbevölkerung ihres Landes. Da sind die Luxemburger kontaktfreudiger: 4,4 Prozent poken sich, während bloß 0,98 Prozent aller Letten Profile betreiben. Und nun die Preisfrage: gibt's auf Facebook mehr australische Krokodiljäger oder mehr neuseeländische Kiwizüchter? Wer die richtige Antwort weiß, gewinnt einen Gratis-Account seiner oder ihrer Wahl, entweder bei Facebook oder datenschmutz
Ebenfalls hardcore: heutzutage darf auch schon jeder ins Fernsehen, was die 2 schrägen Vögel der Welt mitzuteilen haben, sollte aber lieber geheim bleiben:
Mehr Barcamp-Videos gibt's ebenfalls bei Georg.
Der bekannteste männliche Pornodarsteller aller Zeiten hat seine aktive Karriere bereits vor einigen Jährchen beendet - 1.300 Filme und 4.000 Partnerinnen waren genug. Doch nun kehrt der Italian Stallion ins öffentliche Leben zurück, und zwar mit seiner eigenen Modelinie:
Der italienische Pornostar Rocco Siffredi startet eine neue Karriere als Designer. Der 44-Jähriger debütiert bei der Modemesse Pitti Uomo in Florenz mit seiner neuen Marke "Rocco". Vorgestellt wird Casual-Mode für Männer und Frauen. Logo der neuen Marke ist ein "R" in phallischer Form. Der Start in der Modebranche feiert Siffredi mit einer großen Party in der Nähe von Florenz.
Der Physiker versteht unter Translation etwas völlig anderes als der Sprachwissenschaftler - letzterer könnte geradezu in Verzückung geraten über die smarte Idee von Facebook, doch einfach die User übersetzen zu lassen. Die Seite ist zwar so gut finanziert, dass man sich problemlos eine ganze Truppe von Professionisten leisten könnte - aber wer weiß besser, wie die idealen Bezeichnungen lauten, als die Community selbst? Angewandtes Crowdsourcing... die Betreiber beweisen einmal mehr, dass sie verstanden haben, wie das Netz funktioniert!
Webmaster Pauls Blogparade ging dieser Tage zu Ende - Congrats, exakt 100 TeilnehmerInnen sind ein beachtlicher Erfolg! Hier die komplette Liste:
In diesem Sinne wünsch' ich der p.t. Leserschaft einen unvorstellbar angenehmen Restsonntag - bei mir geht's nächste Woche nach Berlin: zwar auch recht groß, aber vom subjektiven Style- und Wohlfühlfaktor her überhaupt kein Vergleich mit der britischen Metropole... wenn dort nur die Mieten nicht so absurd hoch wären!
Actio und Reactio: man könnte meinen, die deutschen piraten blogcharts seien eine Reaktion auf Jensens manuelle Filterung. Damit läge man gar nicht mal sooo falsch; in erster Linie geht's uns allerdings um die gute alte Relativitätstheorie. Nein, nicht e=mc2. Sondern: jede Wertung ist relativ.
Jens dürfte sich schon ein klein wenig geärgert haben, lässt sein Sprachductus vermuten:
...zeigt der Versuch der "deutschen piraten blogcharts" (Deppen-Leerzeichen stammt nicht von mir) vor allem eins...
...Jener Herr Kossatz, der sich gern auch als Geschäftsführer, Gesellschafter und Entrepreneur bezeichnet,...
...Grund genug für Herrn Kossatz, mit meinem Layout und zweifelhafter Domain eigene "blogcharts" zu bauen. Ob auch noch Herr "Datenschmutz" mit dabei ist, oder ob seine Ankündigung von neulich noch eine weitere tolle Liste ans Tageslicht bringt - ich bin gespannt....
Die Spannung sinkt - denn der Herr datenschmutz - genauer gesagt: der Herr Captain Lafitte - ist mit an Bord, was wir alle hier mehr oder weniger freiwillig miterleben, ist der neueste Streich der Social Media Piraten. Diesen subversiven Ernstvögeln ist bekanntlich nix heilig außer ihrer Buddel voll Rum. Den Vorwurf der dreisten Kopie allerdings verstehe ich nicht ganz: worin genau liegt bei einer schwarz-auf-weiß Liste mit 1 Pixel Rand rund herum die Einzigartigkeit? Oder haben diese Schelme womöglich absichtlich ein wenig Verwexlungsgefahr eingebaut? Genau wird man es wohl nie erfahren, fest steht nur: die deutschen piraten blogcharts werden täglich frühmorgens (während der Hundswache) neu erstellt, alles Weitere wissen die FAQs.
Am schnellsten hat uns Yoda's Blog entdeckt, der aber bekanntlich ja auch über entsprechende Force-Talents verfügt. Außerdem hab ich gerade gelesen, dass der Autor eine Reise zum Barcamp Wien plant - ich freu mich schon drauf, einen meiner all-time Lieblingsblogger mal persönlich kennen zu lernen. @Yoda: biete mich gern an für eine Stadtführung, ich bin als gebürtiger Tiroler zwar selbst nur "Zuagraster", aber nach 10 Jahren Wien kann ich zumindest den 1. vom 21. Bezirk unterscheiden. Meistens.
Die Webjunkies fühlen sich einerseits in den Kindergarten versetzt, ehren uns aber andererseits durch den uns unterstellen Einfluss auf Blogistan:
Da braucht sich im Endeffekt auch niemand wundern, warum die deutsche Blogosphäre nicht wirklich ernst genommen wird. Vor allem weil die Gründung einer zweiten Liste im krassen Gegensatz zur der allseits beliebten Aussage: "Ich blogge eh nur für mich!" steht. Das kann ja so nicht stimmen, wenn alle Welt geil darauf ist, doch in irgendeiner Topliste aufzutauchen.
Zweiteres allerdings ist eine unzulässige Unterstellung, der ich vehementest widersprechen möchte: wir haben seinerzeit weder the gap noch medianexus.net gegründet, um unsere eigenen Texte zu lesen. Ich arbeite auch nicht als Journalist, um mir ein paar Belegexemplare ins Regal zu stellen. Und ich blogge für die Leser. Für Rum und Ähre. Nicht für mich selbst!!! Bloggen is' ja kein Computerspiel... Vollkommen richtig dagegen liegt der Blogclub mit seiner Vermutung:
Dies ist offensichtlich passiert, weil nicht alle BlogOwner mit der Wertung, welche Jens über die Technorati-Daten stülpt, einverstanden sind. Mit der Piraten-Site der deutschen Blogcharts will man wohl ein Gegengewicht legen.
Und gegen die Zusammenfassung der Ereignisse auf Dimension2k kann ich auch wenig einwenden:
...allerdings zeigt die gesamte Diskussion doch recht gut, das ein System, in welchem man Popularität aufgrund von Verlinkungen aufbaut nicht funktionieren kann, ohne das man A oder B benachteiligt. Von daher haben eigentlich beide Systeme ihre Daseinsberechtigung, sofern die der jeweiligen Liste zugrunde liegende Filterung ersichtlich und für alle klar verständlich ist.
Die Prinzess dagegen weiß noch nicht so ganz, was sie von der Sache halten soll:
Ich bin mir noch nicht im Klaren darüber, ob mich das nun freut oder nicht und wie ich die Aktion zu werten habe.
Freu dich! Besser zwei Chartplatzierungen als nur eine - und wer weiß, vielleicht lösen wir einen ganz neuen Trend in Blogistan aus: weblogcharting. Man könnte ja ein WordPress Plugin schreiben, das es jedem Blogautor ermöglicht, seine eigenen Charts online zu stellen. Mit Datenabfrage von Technorati oder komplett arbiträr. In diesem Sinne hoffen wir alten Seebären, dass unserer Liste noch viele weitere Charts folgen werden! Wir sehen uns auf:
It's like spiders - intermittent video podcast nennt der kanadische Digitalkünstler Nick Fox-Gieg sein Blog. Auf Kunstfestivals in Rotterdam und Ottawa sowie im Centre Pompidou wurden seine Arbeiten bereits gezeigt - ich bin gestern zufällig auf die Seite gestoßen und wurde sofort in einen synergetischen Bild-Ton-Kosmos voll handwerklichem Geschick und Humor richtiggehend eingesogen.
Nick Fox-Gieg hat definitiv einen Fan mehr, seit ich gestern über ein Interview mit Jessica Delphino auf das Video zu I wanna be famous stieß. Das Podcast-Blog wird relativ im Quartalsrhythmus aktualisiert - bislang gibt's rund 15 Videos, von denen ich die folgenden Beispiele ganz besonders empfehlen möchte. Den Stil Nick Fox-Giegs zu beschreiben fällt schwer, da die einzelnen Animationen sehr unterschiedliche Techniken und Visualisierungen nutzen. Allen Arbeiten haben freilich ein sehr genaues Gefühl für Bild-Ton Synchronizitäten und ausdrucksstarke, einprägsame visuelle Codes gemeinsam.
Diese Animation entstand als visuelle Begleitung zu einem Gedicht von Jeffrey McDaniel - die Tonspur stammt von einer Lesung des Autors. In "The Foxhole Manifesto" macht sich McDaniel Gedanken über einen zeitgemäßen Gott, die Fox-Gieg mit symbolhaft reduzierten Schwarz-Weiß Animationen und dynamischer, geometrischer Bildsprache illustriert. Die erheiternde Schlussfolgerung nach so vielen Gottesbildern bringt athe- und monotheistisches Weltbild sogar unter einen Hut - oder zumindest beinahe:
The Foxhole Manifesto
Ein Mann erfährt "aus zuverlässiger Quelle", dass die Erde ganz gewiss untergehen wird - doch ob durch Wasser oder Feuer, bleibt ungeklärt. In einem solchen Fall baut man am besten zwei Türme und speichert in Ihnen alles Wissen der Welt... mehr soll nicht verraten werden über diese stark kontrastierend, lebhaft animierte Kurzgeschichte zu einer biblischen Begebenheit:
The Story of Enoch
Ein Vöglein müsste man sein... aber nicht einer dieser Seuchenvögel, die immer nur Unheil prophezeien und deren Vorhersagen sich so lange konsequent bewahrheiten, bis ein beherzter Held Appetit auf Grillhendl bekommt. Definitiv mein Favorit: die Animation wurde im Rahmen eines Workshops entwickelt und "live" aufgeführt: das bedeutet in diesem Fall, dass die Charaktere in Echtzeit animierte Video-Puppen sind, kontrolliert durch eine spezielle Software:
The Little Bird of Disaster was developed at The Kitchen's 2003 summer workshop. The speaking characters are real-time "video puppets," controlled with Mark Coniglio's Isadora software. The piece was actually performed, like they say, in front of a live studio audience (you can hear them in the background).
Diesen Film kann man allen ZukunftsforscherInnen nur wärmstens ans Herz legen:
The little Bird of Disaster
Wie einleitend geschrieben sind alle Kurzfilme ohne Ausnahme absolut sehenswert: die gelungene Verbindung von Schnitt- und Animationstechnik, Sounddesign und extrem reduziertem, aber umso nachdrücklicherem Storytelling sichert Nick Fox-Gieg in meiner persönlichen Hitparade der Digital Artists eine Platz ganz, ganz weit vorne: schauen Sie sich das unbedingt an!
Nick Fox-Gieg: It's like spiders
Frank Helmschrott hat einen lesenswerten Vergleichsartikel zum Thema Drupal vs. WordPress verfasst, der falsche Steve Jobs schreibt über Negropontes 100$ iPhone, Helge preist die die neue Einfachheit von Powerpoint-Präsentationen und Sabrina berichtet vom the gap Außeneinsatz beim Nova Rock Festival. Im Übrigen dominierten das Ei-Fon und Googles geringe Freude mit bezahlten nofollow-Links die Tech-Berichterstattung der Woche.
Die großartige Irina Slutsky war für Geek Entertainment TV On-Site beim Launch des iPhones - nichts mit 72-Stunden Wartemarathons, gerade mal 4 Stunden mussten die zukünftigen Meck-Telefonierer auf ihr Gadget warten. Ehrlichtreu dagegen weiß, warum man sein eigenes Handy niemals nicht aus den Äuglein lassen sollte, sonst vermehren sich alle Arten von Viren allzu rasch.
Fridaynite hat mal wieder tief in die Glaskugel geblickt und bringt auf seinem Blog eine absolut ernst zu nehmende Verhaltensliste für erfolgreiche Webmaster der Zukunft:
Google kickt alle Webmaster, die
- kein Adsense verwenden
- zu viel Adsense verwenden
- Yahoo Ads schalten
- eBay Ads schalten
- Preise vergleichen
- Affiliate Links enthalten
- Bannerwerbung machen
- externe Links ohne Nofollow enthalten
- [...]
Plugins sind in WordPress fix installiert: zip-Datei entpacken, Ordner raufladen, aktivieren, fertig. Trotzdem kümmert sich der Plugin Installer um die noch weitere Vereinfachung dieses Prozesses. [via Contenschmiede] Nützlicher als die One-Click Installation finde ich die integrierten automatischen Update-Checks für neue Versionen - die klappen allerdings nur dann, wenn das betreffende Plugin in einem Repository, das ein entsprechendes XML-Interface anbietet im WordPress-SVN Repository gehostet wird:
PlugInstaller is a WordPress plugin-management plugin that eliminates the need to download a plugin archive, upload it to your FTP server and unpack it manually. With PlugInstaller, you can easily enter a plugin URL (e.g. directly from a plugin repository website like the WordPress.org plugin repository) within the admin interface which is in turn automatically downloaded and installed on your server or you can upload a file from your local file system which is also automatically installed.
Ranking-Konzept.de hat die teuersten Domains 2007 aufgelistet - porn führt natürlich, ansonsten überrascht die Auswahl der Top Five dann doch:
Wenn's ums Geld geht, heißt es schnell mal Schluss mit lustig: eine erfolgreiche Domain erweckt die Begierden überaus zwielichtiger "Geschäftspartner" [via Christian in Wien]:
Jedenfalls ist es mir passiert, dass ich intensiv via E-Mail und per Telefon erpresst, bedroht und genötigt worden bin. Ziel der Kampagne war es, die in den Suchergebnissen sehr gut belegte Domain "profi1a.de" herauszugeben und den Pagerank von 5 (predicted 6) damit an Leute zu übertragen, die hier vermutlich eine automatisierte Linkfarm mit professionellem Contentklau betreiben wollten.
[...]
Bald schon fielen aber Sätze wie: Das wäre das Beste für Sie, es kann heute so schnell mal was passieren, Sie haben doch Kinder, oder?
An diesem Punkt war Schluss mit lustig.
Ich hoffe, dass bei den Ermittlungen etwas rauskommt und Peter diesen Vögeln das Handwerk legen lassen kann... und wünsche allen LeserInnen einen schönen Restsonntag und ein Online-Leben ohne Cybercrime-Stress.
In the gap schreibe ich eine monatliche Kolumne - dabei geht's mir eher um die Methode als den Inhalt. Oder besser gleich gut gesagt: eher um den Inhalt als die Methode. Meine Wrestling-Matches gegen die deutsche Sprache beschreibt Chefredakteur Thomas Weber auf der the gap Homepage imho treffend:
Ritchie Pettauer, seines Zeichens gedankenexperimenteller Wortonanist, steigt gegen sich selbst in den Ring. Dass er diesem trotzdem stets unbeschädigt entsteigt, verwundert nur vordergründig, denn letztlich ist natürlich alles a g'schobene G'schicht.
Mit der layout-technischen Inszenierung meines Geschreibsels in the gap hab ich regelmäßig große Freude - das zur Kolumne gehörige Artwork verdient daher auf jeden Fall eine eigene Gallerie. Voilá - hier eine Auswahl der zugehörigen Grafiken:
Der Roadmovie starring Schilder und tauchende Tote(n)vögel
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Diesmal: Abgesänge auf Krähen oder: Das Jahr des Seuchenvogels
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Der Zeitgeist. Ein faltbarer Post-Weihnachtsdialog über die feuchteste Zeit im Jahr.
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Im Lauf einer Online-Recherche über die guten alten Kristallschädel bin ich auf das Skeptic's Dictionary gestoßen - exzellent, ein Universitätsprofessor, der mal so richtig gründlich mit diversen esoterischen Halbwahrheiten aufräumt: das könnte spaßig werden, dachte ich mir zuerst. Ein ausgewiesener Rationalist, dessen gestählter Geist wie ein flammender Pfeil ins Herz der Leichtgläubigkeit trifft, genau das richtige für den frühen Abend. Der Eintrag über besagte südamerikanische Kristallschädel hielt dann auch weitgehend, was der Titel versprach.
Ich hätte mir dann fast das Buch bei amazon bestellt, allerdings waren eine Reihe von Kundenrezensionen so gar nicht der Meinung, dass Robert T. Carroll hier seriöse Arbeit geleistet habe. Beim Lesen des Artikels zum Thema "Akupunktur" in der Rubrik "alternative" medizine wurde mir in der Tat relativ schnell klar, dass der selbsternannte Skeptiker im wesentlichen genauso unkritisch ist wie die von ihm gegängelten Scharlatane: nur dass er eben vorbehaltlos an alles glaubt, dem gewöhnlich das Attribut "westlich" vorangestellt wird. Oder, wie's auf amazon ein Leser so schön formulierte:
Now, I agree with about 80% of the things the author is skeptical about. I mean, I don't believe in them too. However, the hair starts to go up on the back of my neck when yet another Western white guy dismisses every cultural belief that is not his.
Dem schließe ich mich gerne an - aber zur besseren Illustration zurück zu des Skeptikers Thesen über die Akupunktur. Sie werden lesen: man muss in der Tat kein ausgewiesener Freund dieser Behandlungsmethode sein, um die präsentierte Erklärung zumindest für windig zu halten.
Starke Aussage 1:
Traditional Chinese medicine is not based on knowledge of modern physiology, biochemistry, nutrition, anatomy, or any of the known mechanisms of healing. Nor is it based on knowledge of cell chemistry, blood circulation, nerve function, or the existence of hormones or other biochemical substances. There is no correlation between the meridians used in traditional Chinese medicine and the actual layout of the organs and nerves in the human body.
Mit anderen Worten: die westliche Medizin hat jedes Detail unseres "Funktionierens" geklärt und lässt keine Fragen offen. Andere Aspekte und Zugänge gibt es nicht - wer keine Ahnung hat von zellulären Vorgängen, der hat gefälligst den Mund zu halten. Dass die alten Chinesen keine Ahnung hatten von "moderner" Physiologie und Ernährungswissenschaft ist übrigens eine Tautologie im besten Sinne. Aber es wird noch viel übler:
Starke Aussage 2:
In short, most of the perceived beneficial effects of acupuncture are probably due to mood change, the placebo effect, and the regressive fallacy. Just because the pain went away after the acupuncture doesn't mean the treatment was the cause.
Probably due to? Das scheint mir nicht gerade die angemessene Formulierung zu sein für einen ausgewiesenen Skeptiker. Also da behauptet der gute Mann einerseits, dass systematische Studien über die Akupunktur noch in den Kinderschuhen stecken, dass aber andererseits das ganze sowieso nicht funktioniere.
Auch völlig schleierhaft ist mir, wie der Autor denn den Erfolg medizinischer Behandlungsmethoden generell messen möchte, wenn nicht durch subjektive Besserung des Gesundheitszustands des Patienten? Vermutlich durch "objektive Besserung", aber wie soll man die bloß feststellen? Ah ja - wenige Zeilen später kommt die aufschlussreiche Antwort:
There are difficulties that face any study of pain. Not only is pain measurement entirely subjective, but traditional acupuncturists evaluate success of treatment almost entirely subjectively, relying on their own observations and reports from patients, rather than objective laboratory tests.
Ja wo kommen wir denn da hin, wenn wir die subjektive Meinung des Patienten höher bewerten als eindeutige Laborbefunde! Schmerz lässt sich im Labor ja bekanntlich so wunderbar mittels der nach oben offenen "blackbox-Skala" messen. Kurz darauf widerspricht sich das offensichtlich sehr hastig zusammengetragene Pamphlet übrigens nachdrücklich selbst:
Nevertheless, it is possible that sticking needles into the body may have some beneficial effects. The most common claim of success by acupuncture advocates is in the area of pain control. Studies have shown that many acupuncture points are more richly supplied with nerve endings than are the surrounding skin areas.
Zur Erinnerung - wenige Absätze früher hieß es noch
There is no correlation between the meridians used in traditional Chinese medicine and the actual layout of the organs and nerves in the human body.
Damit erweist man der weltweiten Vereinigung skeptischer Denker eher eine Bärendienst, behaupte ich - und auch die Formulierung des Abschlussabsatzes lässt an Borniertheit kaum etwas zu wünschen übrig:
There have been some reports of lung and bladder punctures, some broken needles, and some allergic reactions to needles containing substances other than surgical steel.
Wie war das noch gleich mal mit dem guten alten "Totschlagargument"? Der Autor, der Kritikfähigkeit und Rationalismus fordert, spricht ganz pauschal von "some dangers". Ich glaub, ich kauf mir lieber ein seriöses Buch über TCW und spar mir die selbstgerechten und äußerst unreflektierten Ausführungen.
Aus der Rubrik Sätze, die sich so niemand denkt: "Ein Rubik's Cube müsste man sein!" Nun ja, an Halloween ist alles Denkbare möglich - auf jeden Fall fasziniert die perfekte Geometrie dieses nicht gerade windkanaltauglichen Kostüms.
Etwas mehr Gänsehaut gefällig? Einer der berühmtesten und nach Meinung dieses Blogschreibers der verschreckendste aller Horrorfilme geht auf das Konto des großartigen Alfred Hitchcock. Ich war mir ja nie so ganz sicher, ob sich's bei "Die Vögel" nicht doch um eine Doku handelt - im neuen Jahrtausend jedenfalls wird der Krieg der gefiederten "Freunde" auf milkandcookies Realität: vorerst glücklicherweise nur untereinander: Eule vs. "annoying little birds". Wer sich vor Vögeln dennoch nicht so recht ängstigen mag, dem bringen vielleicht Christen Bachs animierte Spinnen das Fürchten bei - der mindestens pädagogisch wertvolle Clip hat alles: Spannung, Horror, Sex, Rockmusik, Comedy - und dauert doch nur fünf Minuten.
Und hier die ultimativ passende Deko für alle Star Wars Fans, die sich der dunklen Seite der Macht verschrieben haben: behold the Imperial Pumpkin.
Und ansonsten wünsch ich ein geruhsames Allerheiligen/Allerseelen-Wochenende!