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	<title>datenschmutz &#187; Wasserkraft</title>
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		<title>He, VISA: 90 von 40 sind wieviel Prozent?</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 00:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wirkleistung zu berechnen kann je nach Komplexität der Verbraucher ganz schön schwierig werden, mit einfachen Prozentrechnungen dagegen sollte auch das Kundenmagazin eines Kreditkartenunternehmens nicht überfordert sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/percente.jpg" alt="percente He, VISA: 90 von 40 sind wieviel Prozent?" title="100 Prozent von nix" width="300" height="300" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Ampere, Volt, Ohm, Watt, (Kilo)Wattstunden, Blind– und Scheinleistung, Wirkungsgrad… niemand behauptet, dass die physikalischen Modelle zur Beschreibung jenes Elektronenflusses, den wir gemeinhin als “Strom” bezeichnen, sich auf simple Rechenoperationen beschränken. Doch trotz aller Komplexität gilt letztendlich: Prozentwerte bleiben Prozentwerte. Ganz gleichgültig, ob wir Wahlergebnisse prognostizieren oder Umsatzsteuer bezahlen. Insofern hat mich die folgende Interviewpassage aus dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/visa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with VISA">Visa</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kundenmagazin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kundenmagazin">Kundenmagazin</a> “complete” Nr. 03 — September 2010 dann doch sehr verwirrt. Yvonne Schröder spricht mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolfgang-anzengruber/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolfgang Anzengruber">Wolfgang Anzengruber</a>, dem Vorsitzenden des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verbund/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verbund">Verbund</a>–Vorstandes, über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wasserkraft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wasserkraft">Wasserkraft</a> und E-Mobilität. Hier die ersten beiden Fragen:</p>
<blockquote><p><em><span style="font-variant:small-caps;">complete: </span>Herr Anzengruber, wie wir in der Titelgeschichte erfahren, wird es bald zu einem Engpass von Gas und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Öl">Öl</a> kommen. Als eine Lösung werden erneuerbare Energiequellen angeführt — wie setzt sich eigentlich die Energie, die der Verbund liefert, zusammen?</em></p>
<p><span style="font-variant:small-caps;">wolfgang anzengruber: </span> Die Verbund-Kraftwerke decken etwa vierzig Prozent des österreichischen Stromverbrauchs (ca. 70.000 Millionen kWh pro Jahr). Der Wasserkraftanteil liegt bei 90 Prozent.</p>
<p><em><span style="font-variant:small-caps;">complete: </span>In der Energiestrategie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> wurde festgelegt, dass bis 2020 rund 34 Prozent der Endverbraucherenergie aus erneuerbaren Energiequellen kommen sollen. Was trägt der Verbund dazu bei?</em></p>
<p><span style="font-variant:small-caps;">wolfgang anzengruber: </span>Schon jetzt sparen die Verbund-Wasserkraftwerke pro Jahr 22 Mio. Tonnen CO2. Bei der Wasserkraftnutzung hat Österreich aber noch Potential […]</p></blockquote>
<p><span id="more-28024"></span></p>
<p>Bitte korrigieren Sie mich, wenn mir ein Rechenfehler unterlaufen ist. Aber in meiner bescheiden-deterministischen Mathemathik-Welt ergeben 90% (Wasserkraftanteil) von 40% (des Gesamtenergieverbrauchs) nun mal 36%, plus minus 0% Diskussionsspielraum. Und soweit ich weiß, brennt Wasser erstens extrem schlecht (fragen Sie mal die Feuerwehr!) und zählt zweitens ganz eindeutig zu den erneuerbaren Energiequellen. Wir müssten also, wenn wir mal sämtliche in flacheren Gegenden der Alpenrepublik drehenden Windräder und jede mit staatlicher Förderung auf Einfamilien-Hausdächer gepappte Solarzelle statistisch ganz außer Acht lassen, in den nächsten 10 Jahren den Anteil der Wasserkraft zugunsten fossiler Brennstoff-Generatoren um mindestens 2% senken, um das niedrig gesteckte Ziel von 34% zu erreichen. In der Praxis sollten wir freilich, da Herr Anzengruber vom Gesamt-, die Interviewerin aber von der Endverbraucherenergie spricht, in deutlich mehr als einem Fünfzigstel der Wasserkraftkraftwerke hurtigst den letzten Tropfen über die Turbinen rinnen lassen — sonst droht womöglich eine EU-Strafzahlung aufgrund zu geringer CO2 Produktion, denn Pflanzen leben bekanntlich nicht allein von Lichtnahrung, trinken aber in der Regel keine Fruchtsäfte.</p>
<p>Womöglich sind meine Erwartungen an das Kundenmagazin eines Kreditkartentandlers maßlos überzogen, selbst wenn für die redaktionellen Inhalte die unbestechliche Redaktion des Falter verantwortlich zeichnet. Andererseits ist das vielleicht gar kein Grund, sondern ein Hindernis: zumindest in meiner schmutzigen Phantasie kann ich mir lebhaft vorstellen, wie die Redakteure fürs Flaggschiff-Blatt zu unkritische, zu produktlastige und zu schludrig redigierte Artikel dem <strike>kommerziellen</strike> kommerzielleren Blättchen aus dem eigenen Stall überlassen. Man hat’s heutzutage halt auch nicht einfach als tiefreaktionärer postlinker Verlag mit einem Cheffe, der das Internet partout nicht leiden kann. Trotzdem gehen derlei Milchmädchenformeln auf Kreditkartenabrechnungen genauso wenig durch wie in skurril-simulativen Convenience-Medienartefakten.</p>
<p>Guter Journalismus informiert tendenziell ausgewogen, Auftragsjournalismus macht mich in diesem Fall via Desinformation aber zumindest tendenziös neugierig — weiß gar jemand, wie die echten Zahlen derzeit aussehen und wie viel auf die angestrebten 34% (Stimmt die Zahl eigentlich? Kommt mir extrem niedrig vor.) tatsächlich fehlen?</p>
<p><small>PS an die VISA-Marketingabteilung: Reiner Kapellers <a href="http://www.card-iology.at/" rel="nofollow" class="liexternal">Car-iology Blog</a> macht ja durchaus Sinn. Immerhing liegt es für Ihr Kern-Business alles andere als fern, die Praxistauglichkeit der totalen Bargeldlosigkeit unter Zuhilfenahme eines ebenso Zeitgeist-kompatiblen wie risikolosen Publikationsformats intensiv zu testen. Aber diese toten Bäume in meinem Postfach ärgern mich Monat für Monat, ich bin bloß zu faul, um den Wechsel zu Mastercard nicht nur mental durchzuführen. Entweder Sie lassen ein konsumförderndes Magazin von Schreibern produzieren, die Hedonismus nicht als Auftragsideologie betrachten, oder Sie entscheiden sich für “richtigen” Journalismus. Denn mein Zwangs-Abo würd ich liebend gern gegen ein paar Bonus-Flugmeilen eintauschen, ja sogar 100 Meter pro Ausgabe wären ein akzeptabler Deal. Kontännt-Konfiguration, papierbasierte Vervielfältigung, postalischer Verstand 12 mal pro Jahr, da kommt schon was zusammen! Nehmen Sie mich doch einfach vom Verteiler und schicken Sie mir einmal im Jahr einen Amazon-Gutschein über 50 Euro, da hätten wir beide was davon: Sie sparten Werbeausgaben, ich würd vor lauter Freude vielleicht sogar drüber bloggen. Weil ganz ehrlich: die nächste Ausgabe wandert gemeinsam mit dem restlichen Old Media Spam direkt vom Briefkasten in die Altpapierbox.</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Benzinpreisspirale nach unten drehen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-08/die-benzinpreisspirale-nach-unten-drehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 05:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesel, Super, Normalbenzin: Erdöl ist teurer geworden, und die Gewinnspannen der Konzerne beträchtlich höher. Höchste Zeit also, von der Basis her Druck auszuüben, meinen die Organisatoren von Volksboykott.de.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/friedhofsautos.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2586]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/friedhofsautos-150x150.jpg" alt="friedhofsautos 150x150 Die Benzinpreisspirale nach unten drehen" title="friedhofsautos" width="150" height="150" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid orange;" /></a>Höchste Zeit für ein paar Anmerkungen zum Thema Benzinpreis, Energiepolitik und Konsumenteneinfluss die mir schon länger im Kopf rumspuken: konkreter Anlassfall ist eine von Baynado ins Leben gerufene <a href="http://www.baynado.de/blog/blogette-deine-stimme-gegen-die-spritabzocke/" class="liexternal">Blogkette</a>, welche die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://volksboykott.de/" class="liexternal">Volksboykott.de</a> bekannter machen soll. Die Idee dahinter: durch gezielte, temporär beschränkte Blockade einzelner Ölmultis soll ein Preiskampf entfacht werden, der letztlich die Benzinpreise für alle senkt. Was ich von Betrügern und Autos, die “mit Wasser fahren”, halte, habe ich an dieser Stelle schon öfter kund getan, die Benzinpreisidee ist vergleichsweise weit weniger absurd, wenn auch nicht neu.</p>
<p>Allerdings stimme ich Baynado zu, dass die Erfolgsaussichten in einer Zeit, in der ein Großteil der Konsumenten via E-Mail &amp; Co. vernetzt ist, größer sind als je zuvor. Und vorweg ein caveat: man muss erstmal wissen, wie sich der Spritpreis zusammensetzt, ein paar lesenswerte Infos dazu hat das deutsche <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Mobilitaet__und__Reisen/Rund__ums__Auto/0001__Spritpreis.html" class="liexternal">Finanzministerium</a> online gestellt: tatsächlich lässt sich der gängige Vorwurf, der Staat verdiene am höheren Benzinpreis aufgrund der höheren Steuereinnahmen, leicht entkräften:</p>
<blockquote><p>Die Rechnung ist einfach: Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was die Verbraucher mehr an Umsatzsteuer an der Tankstelle bezahlen, geben sie an anderer Stelle weniger für den Konsum aus. Im Endeffekt bleibt das Steueraufkommen aus der Umsatzsteuer für den Staat gleich. Weder im Hinblick auf die Konjunktur, noch auf Steuereinnahmen hat der Staat ein Interesse an hohen Kraftstoffpreisen.</p></blockquote>
<p>Hauptgrund für die steigenden Preise ist die steigende Weltmarktnachfrage bei derzeit weigehend gleichbleibendem Angebot, der zweitwichtigste Punkt sind die immer höheren Gewinnspannen der Erdölkonzerne, und genau um die geht’s im vorliegenden Fall. Die ÖMV etwa, Österreichs größer Mineralölkonzert, hat im ersten Halbjahr 2008 1,5 Milliarden Gewinn (nicht Umsatz — Gewinn!) gemacht, das sind 55% mehr als im Vorjahr, wie der ORF  am 7. August berichtete.</p>
<p>Was kann man dagegen tun? Nun, man boykottiert gezielt einen Anbieter, kauft also beispielsweise kein Benzin mehr bei Shell, nur mehr bei Agip, selbst wenn’s dort ein paar Cent mehr kostet. Shell hat keine Kunden mehr, gerät unter Druck und muss den Preis senken, die anderen Bewerber ziehen nach — und alle sind glücklich über das billige Benzin — nur die Aktionäre nicht. So das vereinfachte Modell, das in der Praxis allerdings meist daran scheitert, dass die nötige kritische “Boykottmasse” nicht erreicht wird.</p>
<h2 id="toc-vlker-hrt-ihr-die-boykotte">Völker, hört ihr die Boykotte</h2>
<p>Dieses Prinzip lässt sich grundsätzlich auf jedes Produkt anwenden, das nicht von einem Monopolisten hergestellt und vertrieben wird — und genau dieser Aufgabe hat sich die Seite <a href="http://volksboykott.de" class="liexternal">Volksboykott.de</a> verschrieben — .at und .ch bleiben einstweilen außen vor. Aktuelles Projekt ist natürlich der besagte Benzinpreis, und mag davon halten, was man will: ein wenig “fucking with the free market” hat zumindest interessanten Experimentalcharakter. Also gehet hinaus in die Welt und machet die inverse Crowdsourcing-Plattform bekannt. Ich schließe mich hiermit also sozusagen wider besseres Wissen Baynados Blogkette an: wider besseres Wissen deshalb, weil das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> im deutschsprachigen Raum (noch) nicht jenes Leitmedium ist, dass den nötigen Impact erzeugen konnte. Da müssten schon Fernsehen und mindestens die Bildzeitung ran.</p>
<p>Eine andere Überlegung betrifft die gesamtwirtschaftlichen Folgen derartiger Aktionen: solange ein paar Aktionäre weniger Rendite bekommen, bleibt der Schaden überschaubar, wird eine Firma allerdings in gröbere Schwierigkeiten gebracht, so zieht dies unweigerlich wiederum den Verlust von Arbeitsplätzen nach sich… eröffnet aber andererseits einem neuen Anbieter Markteintrittschancen oder Expansionsmöglichkeiten — hier kann man also getrost von einem Nullsummenspiel ausgehen.</p>
<h2 id="toc-ein-paar-anmerkungen-zur-energiepolitik">Ein paar Anmerkungen zur Energiepolitik</h2>
<p>@<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">Die Grünen</a>: im Zusammenhang mit der Neuwahlberichterstattung habe ich irgendeine Grün-Politikerin sagen gehört, die momentan Erdöl-Preisentwicklung zeige, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a>, die schon in den 80ern einen Literpreis von 25 Schilling (oder waren’s dreißig, das weiß ich nicht mehr genau), ihrer Zeit weit voraus waren. w00t? Was für eine verquere Logik ist denn das? </p>
<p>Die derzeitige energiepolitische Situation zeigt doch vor allem eines deutlich: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wasserkraft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wasserkraft">Wasserkraft</a>, die effizienteste aller Energiegewinnungsformen (thx Meister Pelton!), ist bei weitem nicht überall einsetzbar, und Strom lässt sich bekanntlich nur mit sehr viel Aufwand und ordentlichem Konversionsverlust speichern. (Wasserkraftwerke lösen übrigens auch dieses Problem mithilfe von Stauseen, die mit “überschüssigem” Strom wieder vollgepumpt werden, vergleichsweise sehr elegant.) Ein beträchtlicher Teil unseres Energiebedarfs wird von Verbrennungskraftwerken, die vorwiegend <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Öl">Öl</a> verheizen, erzeugt. Dieser Strom wird immer teurer, also folgt ein Ausweichen auf zweitbilligste, wenn auch extrem gefährliche und unsichere Alternative: Atomkraftwerke, das Schreckgespenst der Tschernobyl-Generation.</p>
<p>Die eine Alternative wäre, Strom zu sparen: but that’s just not gonna happen. Technische Fortschritte in punkto Verbrauch werden locker vom Mehrbedarf aufgefressen, das Stromnetz ist der Blutkreislauf unserer Informations-/Industriegesellschaft. In dieser Situation fordern die Grünen, verstärkt auf sogenannten erneuerbare, alternative Energieformen zu setzen: kurz gesagt, Solar und Windkraftwerke. Zweitere sind nur lokal einsetzbar, aber durchaus eine punktuelle Lösung, erstere stinken immer noch aufgrund wahnwitziger Herstellungskosten und schlechter Effizienzraten ab. Die Menge an Solarzellen und Windkraftwerken, die benötigt würden, um ernsthaft Öl– und Atomenergie abzulösen, ist riesig: und bevor man diese Energieformen promotet, wär’s erstmal höchste Zeit für Langzeit-Feasibility Studien: wer sagt denn, dass Windkraft– und Solarenergienutzung in wirklich großem Maßstab keinen gravierenden Einfluss aufs Ökosystem hat? Genau genommen ist der Ausdruck “Energieerzeugung” kompletter Schwachsinn: wir erzeugen überhaupt keine Energie, wir transformieren bloß vorhandene Energie(n) mittels verschiedener Methoden in andere Formen, zum Beispiel die im Erdöl gespeicherte Wärmeenergie in Fortbewegung… wär wirklich zu schön, wenn wir Energie “erzeugen” könnten.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=292798" class="liexternal">Autofriedhof</a> von fa.sommaruga / Pixelio.de</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Österreich lässt das Weltklima kippen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-04/oesterreich-laesst-das-weltklima-kippen/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 12:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zumindest, wenn man dem Editorial der aktuellen Pressebeilage zum Thema Forschung glauben darf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/energie.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2011]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/energie-150x150.jpg" alt="energie 150x150 Österreich lässt das Weltklima kippen" title="energie" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>In einem 7-Millionen-Einwohner Land verunmöglichen die Economies of Scale so manche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> — zum Beispiel die zur ökonomischen Weltmacht. Was Schadstoff-Emissionen betrifft, sind wir aber anscheinend Weltspitze. Zumindest wenn man dem Editorial der Aprilausgabe von “forschung. Magazin für Technologie und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a>” glaubt. Die Beilage zur österreichischen Tageszeitung “Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/presse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Presse">Presse</a>” beschäftigt sich in der Titelstory mit dem Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wasserkraft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wasserkraft">Wasserkraft</a> und Energieknappheit. Im Editorial schreibt Martin Kugler über das drohende Versiegen des Saftes aus der Steckdose und findet eine interessante Formulierung:</p>
<blockquote><p>Den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma beschreibt Brauner im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> ab Seite 10: Wir müssen wesentlich effizienter mit der Energie umgehen. Wenn wir den Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten um jährlich ein Prozent senken würden, bräuchten wir nicht einmal neue Kraftwerke zu bauen. Denn dann könnte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> mit dem Angebot an erneuerbarer Energie aus der Region sein Auslangen finden — ohne die Natur über Gebühr zu strapazieren und das Weltklima endgültig kippen zu lassen.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Fernseher abdrehen oder das Weltklima kippt! Und dabei dachte ich immer, Industrialisierungs–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a> sei der schlimmste Umweltsünder…</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> moorhenne / <a href="http://www.pixelio.de/" class="liexternal">Pixelio.de</a></small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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