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Artikel-Schlagworte: „Werkzeug“

Mix 2010: Silverlight 4 und Windows Mobile 7

Mit einer klassischen Keynote hatte der Auftakt der Mix-Konferenz recht wenig zu tun. Nach einigen einführenden Yoyo Tricks erwartete die Besucher ein sehr, sehr langer (und für mich als Nicht-Entwickler stellenweise sehr, sehr langweiliger) Werbespot über die neue Generation von Microsoft Software Development Produkten, Silverlight 4.0 und vor allem die neue Windows Mobile Generation. An all diesen Fronten scheinen sich bei Microsoft gegenwärtig nämlich ziemliche Umbrüche abzuspielen.

Böse Zungen sagen: nach nur zwei Jahren hat's Microsoft geschafft, ein zeitgemäßes Touchscreen Betriebssystem zu entwickeln, das weniger auf eigene Ideen setzt als vielmehr Features von anderen Plattform "ausleiht". Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf gewiss nicht: Wer noch nie eine Palm Pre in der Hand hatte, mag Unified Messaging sensationell finden, und dass populäre Services wie Foursquare nun endlich auch auf MS-Telefonen komfortabel laufen, halte ich ebenfalls eher für Pflicht als Kür. Wirklich neu dagegen ist die Orientierung an sogenannten "Hubs": so sollen Musik-Apps wie Shazam an das "Musik-Subsystem" des Handys andocken und so weiter. Mit dieser Hub Integration soll die User Experience am Telefon "rich and always connected" sein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW08 2009

panowheel Blogistan Panoptikum KW08 2009Langsam reicht's mit der weißen Pracht dann auch wieder mal - ich hab in den letzten sieben Tagen im Gasteinertal meine jährliche Dosis Powder im Übermaß abbekommen. Dabei scheint die Wirtschaftskrise durchwegs ihre Spuren hinterlassen zu haben: der Ansturm auf die Lifte war enden wollend, die teuren Restaurants vorwiegend mit Russen besetzt. Trotzdem haben die Einheimischen schon vor Jahren kapiert, dass man die eigenen Revenue-Streams entlang der Wertschöpfungskette positionieren muss, dann klappt's auch in Non-Boom Zeiten mit der Diversifizierung - was Online-Marketer von Tourismus-Bauern lernen könn(t)en, werde ich demnächst in einem dedizierten Posting erklären. Aber nun, without much further ado folgt die Kopfdrehung um 180 Grad:

Von Geldern, Karotten und Nasen-Eseln

Reicht Geld als Incentive in der Arbeitswelt? Mir persönlich vollauf, aber ich bin ja auch selbständiger Einzelunternehmer. In größeren, schwerfälligen Strukturen, auch bekannt als "Companys", liegt die Sache aber wesentlich komplizierter, wie Pete in einem äußerst instruktiven Beitrag erklärt:

Ich denke ohne neuen Incentives die längerfrisitg orientiert sind, eine gewisse Sustainability ermöglichen, und nicht nur das Individuum belohnen werden wir aus der aktuellen Krise nicht herauskommen.

Tja, man kriegt eben, wofür man bezahlt - aber ich habe nicht den Eindruck, dass besonders viele Manager abseits von Konferenz-Geschwurbel und paradigmatischen Willenserklärungen einen ernsthaften Unterschied zwischen Sach- und Human-Ressourcen machen.

Identitäten affirmativ managen

Auf Helge.at stapelt sich der Lesestoff, denn der Autor hat für die kommende Ausgabe des Werbeplanung Guides 2009 einige lesenswerte Interviews geführt: zum Beispiel mit 1-2-3 People's Bernhard Lehner und Pop-URLs Mastermind Thomas Marban. Mindestens ebenso lesenswert: ein nachdenklich machender Incident zum Thema Personalchefs und Identitätsmanagement:

Und, wie Martin es ganz gut auf den Punkt bringt, global Öffentliches ist nicht privat. Was es braucht, ist Medienkompetenz - und die beginnt beim Problembewusstsein.

In der Tat! Neu ist allerdings, dass so mancher bitterlich über verschüttete Milch weint: aber die Next Generation wird unsere Anfängerfehler gewisse vermeiden!

Werbe.Kunst.Replacements

Kunst kommt vielleicht von können. Und bekanntlich gilt ab sofort "Yes we can". Wir können beispielsweise sämtliche Werbebanner mittels Blocker-Tools und Firefox-Plugins entfernen, aber mit den vielen Whitespaces sehen Spiegel Online, TechCrunch und Co. dann gleich viel langweiliger aus. Da gefällt mir Max' Neuentdeckung schon wesentlich besser: Kunst statt Kommerz sozusagen:

Das Firefox-Plugin (Add-Art) funktioniert ganz einfach, im Zusammenspiel mit "Adblock Plus" werden Werbebanner auf fast allen Seiten entfernt. Aber die "Plätze" bleiben nicht leer sondern werden mit wechselnden Kunstausstellungen bespielt.

Wer also schon immer mal seine Bildungslücken in Sachen klassischer net.art auffüllen will, schlage zu: Jodi.org passt beängstigend gut in den 468x60er Rahmen :mrgeen:

SEO-News der Woche

Grandioses, unbestrittenes Highlight der vergangenen sieben Tage: die SEO-Bauernregeln auf SEO-United.de. Das klingt ungefähr so:

Kommt mehrmals am Tag der Googlebot, steigt das Ranking ziemlich flott.

Ich hab ja gerade sieben Tage in einem touristisch erschlossenen Bauernhof gewohnt, wo die Originale säuberlich gestickt an der Wand hängen - so ein Stick-Deckerl mit den SEO-Bauernregeln tät sich in meinem Office aber auch gut machen! Auch nicht schlecht: die kürzlich veröffentlichten SEO-Witze. Mein Favorit:

Wie viele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?
Keinen, Dunkelheit wird zum neuen Rankingfaktor erhoben.

Videos und anderen Schnickschnack einstreuen

Man mag ja kaum glauben, dass Google sich tatsächlich traut, multimediale Inhalte in die Suche einzustreuen - Multimedia statt Semantik? Aber der Linkvendor hat genauer hingeschaut und rät, Videos dringend in die SEO-Strategie mit einzubeziehen:

Die Ergebnisse sind erstaunlich und bestätigten den subjektiven Eindruck. Jeder der Videos und News (falls relevant) nicht in seine SEO-Strategie einbezieht wird 2009 echt was verschlafen. Ich werde daher ab sofort jeden Monat einmal Googles Blended Search, vornehmlich die Videos analysieren.

Selbstverständlich muss sich Big G auch im Bewegtbildbereich ein Relevant-Kriterium einfallen lassen - ich könnte mir gut vorstellen, dass die Zahl der indizierten Embeds dabei eine gravierende Rolle spielt, denn eine Video-Einbindung ist meiner Meinung nach das exakte Gegenstücke zu einem Backlink auf textuelle Informationen.

Vergleich dich unvorstellbar reich

Preisvergleiche sind die wollsaulegenden Eiermilchkartons im Waffenarsenal avancierter Affiliates. Man muss aber nicht mal unbedingt selbst Hand anlegen - Contaxe und Ecato bieten fix-fertige, live aktualisierte Vergleichs-Tools. Auf Allblogs gibt's einen Erfahrungsbericht zu den zwei genannten Systemen. Dem Fazit des Autors kann ich mich nur anschließen:

Gerade bei recht technisch affinen Blogs finde ich diese Möglichkeit der Monetarisierung nicht die Schlechteste, da man ja doch hin und wieder einmal Produkte vorstellen und anstatt die idealos dieser Welt zu verlinken, warum nicht auf den eigenen Preisvergleich verweisen und für seine Recherchen belohnt werden? Schaden kann es sich nicht! Und so lange man es nicht übertreibt mit der Einbindung, ist es sicher ein sehr effektives Werkzeug im Marketingmix/Vermarktungsmix einer Webseite.

Daten auf den Desktop holen

Der Blogrammierer stellt zwei interessante Tools vor: der Piwik Connector und die Desktop Web Analytics For Piwik liegen als Open Source Programme vor und holen Server-Statistiken übersichtlich auf den Desktop. Beide Tools benötigen Adobe Air, die Desktop Web Analytics liefern umfangreichere und grafisch recht liebevoll aufbereitete Stats:

Viele Daten werden mit unterschiedlichem Diagramm dargestellt, was eine schnelle Erfassung der wichtigsten Daten ermöglicht. Es gibt einen Site-Manager, mit dem die eingetragenen Webseiten leicht verwaltet werden können bzw. man schnell zu anderen Projekten springen kann.

Video der Woche - die Einsamkeit des Luna Parks

Wunderschön elegische inszenierte Shots eines verlassenen Luna-Parks: was soll man dazu schon noch sagen?

Und damit wären wir auch schon wieder am panoptikalischen Ende angelangt - möge das Aufbäumen des Winters ein letztes gewesen sein für diese Saison. Mich dürstet nämlich nach Wassersport-Arten, bei denen das H2O nicht (notwendigerweise) gefroren ist! In diese Sinne wünsche ich Ihnen einen geruhsamen Rest-Sonntag, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Saas für KMUs: Customer Care mit Highrise

highrise Saas für KMUs: Customer Care mit HighriseSaaS (Software as a Service) steht für die Auslagerung klassischer Desktop-Software ins Netz, in die sogenannte Cloud. Dieser Ausdruck wiederum leitet sich vom Cloud-Computing ab, und es ist keineswegs übertrieben, von einem Paradigmenwechsel zu sprechen: Google Docs ersetzt das Office-Paket, Mindmeister die Mindmapping-Software und so weiter. Anstatt eines aufwendig konfigurierten Desktops samt Softwarelizenzen, Updates und Co. benötigt man lediglich einen Webbrowser mit Internetzugang, denn die Daten werden ja ebenfalls zentral gespeichert. Das sorgt nicht nur bei Großunternehmen für enormes Einsparungspotential, auch Einzelunternehmer und KMUs können unglaublich von solchen Tools profitieren. Daher werde ich in loser Folge auf datenschmutz SaaS-Werkzeuge vorstellen, die sich in meinem persönlichen Arbeitsalltag perfekt bewährt haben: den Beginn macht Highrise, eine vom legendären US-Start-Up 37Signals entwickelte Applikation, die einen smarten und aufs Wesentliche reduzierten Mix aus CRM, Projektmanagement, Kontaktverwaltung und Dokumentenmanagement bietet.

Wer braucht Highrise?

CRM-Systeme sind üblicherweise behäbig, feature-überfrachtet und alles andere als stylish. Highrise ist da völlig anders: durch die smarte Reduktion auf das absolut notwendige fallen keine unnötigen Arbeitsschritte an, die Einsatzszenarios sind dabei durchwegs vielfältig. Ob als stets verfügbare Online-Ablage, als Tracking-Tool für Leads, Angebote und Abschlüsse, als Kundenbeziehungs-Management und Kontaktverwaltung spielt die Applikation ihre Stärken aus. Klassischerweise verwendet man solche Systeme im Team, allerdings bietet Highrise auch spezielle Accounts für Einzelunternehmer - ich verwende meinen Account seit einigen Monaten und bin mittlerweile völlig überzeugt von der Kosen-Nutzen-Relation. Die initaile Einrichtung sowie die laufende Bedienung gehen äußerst flott von der Hand, und die Kombination etwa von Angebotsverwaltung, Taskliste und Projekt-Tracking macht vor allem für Einzelpersonen hochgradig Sinn:

Highrise Screen-Layout

Features und Preise

Highrise offeriert unterschiedliche Pricing-Modelle zwischen 24 und 149 Dollar pro Monat sowie eine Gratis-Version. Letztere bleibt allerdings auf 250 Kontakte beschränkt, erlaubt keine Datei-Uploads und eignet sich daher eigentlich für Testzwecke. Ich selbst nutze das "Solo"-Package, das sich ideal für Einzelunternehmer eignet: man erhält nur einen Userzugang, kann aber bis zu 20.000 Kontakte und eine unlimitierte Zahl von "Deals" verwalten und bekommt 3GB Speicherplatz. Für kleine Teams eignet sich das Produkt "Basic" (6 User, 3GB Speicher, 10 Deals), wer mehr Ressourcen benötigt bzw. eine größeres Team koordinieren muss, kann auf größere Packages zurückgreifen oder ein Angebot nach individuellen Bedürfnissen anfordern.

Aus dem oben gesagt geht bereits die grundlegende Logik von Highrise hervor: sämtliche Projekt-Informationen werden in die Bereiche "Cases" (laufende Projektdokumentation), "Deals" (Angebotsverwaltung), Kontakte und Aufgaben eingeteilt. Sämtliche Info-Happen sind frei verknüpfbar. In der Regel beginnt die Benutzung mit einem Upload der eigenen Kontakte. Im nächsten Schritt legt man die aktuellen Cases und Deals an, ordnet ihnen Kontaktpersonen und wahlweise Dokumente bzw. Notizen zu. Das persönliche Dashboard und die Taskverwaltung sorgen gemeinsam mit dem durchdachten Tagging-System für optimalen Überblick. Der folgende Screencast erklärt die wichtigsten Schritte:

Highrise stellt wohl sowas wie die SaaS-gewordene Gegenthese zu Sascha Lobos Prokrastinations-Evangelismus dar. Ich halte es da ja ohnehin mit Seth Godin's "Dip"-Prinzip: Dinge gezielt aufzuschieben, ist eine schwachsinnige Idee. Von dem, was man nicht machen möchte, sollte man sich endgültig trennen, und die wichtigen Projekte dafür energisch und mit Nachdruck verfolgen. Prokrastinieren kann man im Grab oder in der Urne, da bleibt dann ausreichend Zeit. Mit anderen Worten: Highrise ist nicht dazu gedacht, permanent das eigene Scheitern an der Einhaltung von Deadlines zu dokumentieren, sondern als flinkes, einfach zu bedienendes Tool zur Overhead-Minimierung. Web 2.0 Usability trifft auf das Dogma des Reduktionismus, was dabei herauskommt, ist die funktionellste und flexibelste Projekt/CRM/Angebots-Verwaltung, die mir je untergekommen ist - erlernbar ist die Logik in circa fünf Minuten, und die Bedienung geht so flott von der Hand, dass man das System im Gegensatz zu der oft behäbigen Konkurrenz nicht nur drei Tage lang, sondern auch auf Dauer gerne benutzt:

Highrise - das Projektmanagement-Gedächtnis.

Praktisches Tool: Background Tile Generator

BgPatterns Tile GeneratorIm Web 2.0 werden nicht nur Homepages tapeziert, sondern auch alle möglichen Profile. Bei Youtube, Twitter und vielen anderen Social Networks lässt sich die eigene Page mit einem beliebigen Hintergrundbild ausstatten, meist hat der User dabei die Wahl zwischen Einzelbildern in fixer Größe oder einer sogenannten Tile (Kacheln): dabei handelt es sich um ein verhältnismäßig kleines Bild, dessen Motiv wiederholt wird. Der große Vorteil eines wiederholenden Muster liegt nicht nur in der geringen Ladezeit, sondern auch in Unabhängigkeit von der Bildschirmauflösung: egal ob 800x600 oder 1920x1280 aufwärts, das wiederholende Hintergrund-Muster sieht immer gleich aus, zum Beispiel so.

Mit BgPatterns.com wird die Online-Erstellung derartiger Hintergrund-Patterns zum Kinderspiel. Zwar existiert eine ganze Reihe solcher Background-Generators, doch BgPatterns hebt sich meiner Meinung nach durch den äußerst gelungenen Kompromiss aus Flexibilität und einfacher Bedienung von anderen Lösungen ab. In einem simplen dreistufigen Prozess werden Farbe, Textur (und Symbol ausgewählt, optional lässt das Bild rotieren und es gibt die Möglichkeit, die gewählte Kachel nicht vollflächig, sondern nur in den vier Ecken des Bildschirm anzuzeigen. Die Live-Previews ("apply this pattern") zeigt sofort, ob der eigene Entwurf gelungen ist, via "Download Image" holt man sich die neu erstellte "Kachel" zur weiteren Verwendung auf den eigenen Rechner. Registrierte User können ihre Patterns auch online abspeichern, erforderlich ist ein Benutzerkonto allerdings nicht, da auch unregistrierten Usern alle Funktionen zugänglich sind.

BgPatterns Screenshot

Die genannten Features reichen locker aus, um abwechslungsreiche Pattern zu mit minimalem Zeitaufwand zu erzeugen. Einziger Nachteil von BgPatterns: man kann keine eigenen Patterns und Texturen verwenden.

Was bietet die Konkurrenz?

Wer sich mit den (subjektiv) potthässlichen Web 2.0igen Streifenmustern begnügen möchte, findet im Stripe Generator das Tools seiner Wahl. Farben und Spacings sind frei einstellbar, dafür gibt's keine freie Auswahl des Patterns. Ähnlich funktioniert der Background Image Maker, der sich vor allem für feingliedrige Hintergrund-Muster eignet - die sind der Lesbarkeit kleinerer Schriften allerdings nicht gerade zuträglich.

Damit bleibt BgPatterns mein Favorit für den Hintergrund-Quickie zwischendurch. Natürlich gilt aber auch hier: wer ein einzigartiges, wiedererkennbares Design will, kommt um Handarbeit natürlich nicht herum. Aber gerade für die erwähnten Profilseiten eignen sich solche Online-Generators sehr gut. Über weitere Link-Tipps zu Tiling-Tools freu ich mich natürlich - welche Online-Werkzeuge leisten Ihnen beim Designen die besten Dienste?

SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

illu seospy 1222355491 SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle SEOs, die in hoch-kompetitiven Märkten tätig sind, finden sich in einer ähnlichen Situation wieder wie Hacker, die versuchen, einen Verschlüsselungs-Algorithmus zu knacken: man kann entweder wie bei einer Brute-Force Attacke ins Blaue hinarbeiten und auf Masse setzen, oder man entscheidet sich für Reverse Engineering und macht mögliche Schwachstellen des Zielobjekts aus. Aber dazu muss man erstmal dessen Stärken kennen. Vor einigen Wochen ist mir eine Analyse-Software untergekommen, die getreu dem Motto "Know your enemies" Webmaster und SEOs zwar nicht arbeitslos macht, aber ihnen eine Menge Zeit spart. Das SEO SpyGlass bereitet eine Flut von Informationen so auf, dass man sich mit einem Blick Klarheit über die Linkstruktur konkurrierender Webseiten verschaffen kann.

Eine wichtige Regel im SEO-Business lautet bekanntlich: wer Geld verdienen will, muss auch Geld ausgeben: Bei PPC-Kampagnen sowieso, aber genauso im Bereich Linkbuilding und Konkurrenzanalyse. Zahllose Softwarepakete buhlen um die Gunst der SEOs, eierlegende Wunder-Wollmilchsau ist keine darunter. Kreativität und gute Planung lassen sich (noch) nicht in Software auslagern, aber die Stärke der besten Tools liegt meiner Erfahrung in einem einzigen Punkt: sie sparen Zeit! Einige der wertvollsten SEO-Tools machen nichts weiter, als ohnehin in Suchmaschinen-Indizes frei zugängliche Daten gut strukturiert aufzubereiten: und das spart unglaublich viel Zeit. Ich bin schon lange Fan der SEOmoz.org Pro Tools SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle , denn diese Online-Werkzeugkiste deckt die gängigsten Anforderungen hervorragend ab. Die 49$ im Monat sind gut investiert, speziell beim derzeitigen niedrigen Dollarkurs.
Daneben benutze ich allerdings auch noch eine Reihe von lokalen Programmen. Relativ neu in der Sammlung ist SEO SpyGlass SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle von LinkAssistant. Der Claim auf der Seite ist zweifellos maßlos übertrieben:

Here's A 100% Proven Way To Quickly And Easily Outrank ANY Site, For ANY Keyword, And Get A Top Google Ranking (Read Full Proof Below.)

Aber, und das spricht sehr für die Software, die Analysefunktion spart unglaublich viel Zeit, wenn man in kompetitiven Branchen unterwegs ist. Das SpyGlass analysiert in einem einzigen Arbeitsschritt die Backlink-Struktur von Konkurrenzseiten (entweder via Keyword oder URL) und bereitet die Ergebnisse so auf, dass selbst Anfänger im Handumdrehen die sinisteren Machenschaften der Konkurrenz durchschauen. Und die genauen Link-Strategien zu kennen ist ungemein nützlich bei der Optimierung der eigenen Seite. Ein Riesenvorteil ist, dass sich SEO SpyGlass im Gegensatz zu den meisten derartigen Tools nicht auf den Standard-Google-Index beschränkt: Ask.com, MSN, Yahoo und andere Suchmaschinen lassen sich ebenso nutzen wie die länderspezifischen Google-Indizes. Für diesen Funktionsumfang sind 87$ für jeden Webmaster, der seine Seite nach vorne bringen will, ein guter Deal. Für professionelle SEOs bietet LinkAssistant eine Enterprise Edition an: die kostet 267$ und unterscheidet sich nicht in der Grundfunktionalität, sondern ermöglicht in erster Linie automatisiertes Reporting an Kunden.

Extrem hilfreich ist die Software für all die armen Webmaster, die mangels eigener Networks Links bei Drittanbietern wie Teliad einkaufen müssen. Denn wenn es darum geht, en ersten Platz im Suchergebnis einzunehmen, dann will man schließlich keinen Cent mehr ausgeben als erforderlich; und möglicherweise lässt sich ja sogar der eine oder andere mietbare starke Backlink ausmachen, der dem "Gegner" seinen Vorsprung verschafft :evil:

Wer sich von den Vorzügen der Linkspionage vorab überzeugen, kann die kostenlose Testversion nutzen. Ich habe mir die Software in erster Linie für meine eigenen Pages gekauft, da ich mit den Resultaten äußerst zufrieden war, setze ich SEO SpyGlass mittlerweile auch gerne bei Kundenprojekten an. Kein anderes Tool ermöglicht einen so raschen Überblick über die Linkstrukturen der Konkurrenz - und der wichtigste Erfolgsfaktor im SEO-Business war schon immer das entscheidende Quäntchen Informationsvorsprung. :mrgreen:

SEO SpyGlass Download SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

datenschmutz-Shop: Bücher, Musik und Gadgets

datenschmutzshopDie schlauesten Bücher, die besten Platten, die fettesten Gadgets. Behauptet die Tagline des frisch aufgesperrten datenschmutz Shops. Ja, ich gehe unter die Greißler um die Ecke und präsentiere in insgesamt 11 Kategorien meine persönlichen Favorites - vorerst powered by Amazon, möglicherweise werde ich zukünftig weitere Shops integrieren. Gesurft wird dabei innerhalb eines iframes, erst beim dicken Ende - nämlich dem Bezahlvorgang - öffnet sich ein neues Fenster mit dem Amazon-Warenkorb.

Zusammengestellt habe ich eine Auswahl meiner Lieblings-Bücher, Musik und Gadgets. Erstere sind sortiert nach generellen Empfehlungen, medienwissenschaftlicher Literatur, Science Fiction und Blogging-Büchern. ("Heast, I kriag des Biachl ned auf!"). Zweitere unterteilen sich in die Genres Hip Hop, Techno und Drumandbass. Und bei den Gadgets geht's um Digitalfotografie, Küchen-Stuff und Werkzeug.

Selbstverständlich sind die Preise dieselben wie bei Amazon, aber ich bekomme 5 Prozent Provision in Form von Amazon Geschenkgutscheinen: wer also auf der Suche nach lesenswerten Texten, hörenswerten Beats und benutzenswerten Werkzeugen ist und dieses Blog ein wenig unterstützen will, tue sich keinen Zwang an: auf zum Kaufrausch!

datenschmutz Amazon Shop beinhart betreten

Hot-Wire Shop: Gadgets für MDA-Geeks

hot-wireIm täglichen Betrieb bin ich mit meinem Windows Mobile HTC-Gerät, von T-Mobile als MDA III verkauft, recht zufrieden: mit der passenden Software ist die eierlegende Wollmilchsau ausgesprochen alltagstauglich - eine der größten Schwächen allerdings ist die ausgesprochen kurze Batterielebensdauer. Michael vom Hot-Wire-Telekom Shop hat meine diesbezüglichen Postings gelesen und mir einige Zubehörteile zum Testen geschickt - vor allem der batteriebetriebene Notlader bereitet mir große Freude.

htcnotlader Hot Wire Shop: Gadgets für MDA GeeksGrößte Schwäche des Geräts ist ohne Zweifel der immense Stromhunger: ohne tägliches bzw. nächtliches Aufladen geht gar nix, mit HSDPA-Verbindung, ein paar Fotos und eventuell noch Navi aufgedreht ist der Akku im Handumdrehen (und damit meine ich knapp 3 Stunden Betriebszeit; also meinetwegen ein paar Handumdreher) leergesaugt. Also kein Handy für Globetrotter - und wirklich ärgerlich, wenn man mal abends länger unterwegs ist und das Bedürfnis nach Navigation, Kommunikation und dergleichen verspürt. Besonders ärgerlich ist dies deshalb, weil Windows ganz ohne Strom gerne mal so grundlegende Dinge wie die Uhrzeit vergisst. Abhilfe schafft ein sogenannter Notlader, der, mit vier AA-Batterien (respektive Akkus) bestückt, eine USB-Buchse zur Verfügung stellt, mit der sich die Zeit bis zur nächsten Steckdose überbrücken lässt. Ausgesprochen praktisch - wenn man den an sich recht handlichen Notlader im richtigen Moment zur Stelle hat.

htcschutzfolie Hot Wire Shop: Gadgets für MDA GeeksT-Mobile liefert eine Schutzfolie mit - die sich allerdings unmöglich blasenfrei am Display anbringen ließ und nach mehreren diesbezüglichen Versuchen ziemlich ramponiert aussah. Insofern war ich bei der abwaschbaren Display-Folie von Brando auch relativ skeptisch, denn die Beschreibung verspricht:

Bei dieser Schutzfolie vom Markenhersteller Brando handelt es sich um eine der besten Schutzfolien am Markt. Einmal angebracht schützt Sie im Normalfall ein PDA-Leben lang.
Die Folie ist extrem hochwertig und langlebig und bietet optimalen Schutz vor Staub, Kratzern und Abnutzung.

Im bislang einwöchigen Praxistest erwies sich der Displayschutz dann aber wider Erwarten als ausgesprochen tauglich: die relativ dicke und robuste Folie lässt sich streifen- und blasenfrei anbringen, beeinträchtigt in keinster Weise die Touchscreen-Funktion (eher im Gegenteil) - dieses Schnäppchen kann ich allen PDA-Besitzern (die Folien gibt's für alle gängigen Modelle in jeweils passender Größe) nur uneingeschränkt empfehlen.

htcdockingstationLästig ist auch, dass T-Mobile standardmäßig keine "Dockingstation" wie vom Nokia Communicator gewohnt mitliefert - also hängt der MDA normalerweise am USB-Kabel, versucht verzweifelt Strom zu saugen, wird aber eh nicht satt und liegt irgendwo am Tisch rum. Und man kommt nicht umhin, dauernd zwischen Netzteil und USB-Kabel hin- und herzustecken. All diese Lästigkeiten beseitigt eine Dockingstation: das Gerät steht leicht angewinkelt waagrecht, lässt sich also besser ablesen. Die Station ist zum einen via USB mit dem Wirtsrechner verbunden, verfügt aber zusätzlich über ein externes Netzteil, das nerviges Umstecken überflüssig macht - ob Strom vorhanden ist, zeigt eine schicke blaue LED an.

Ein weiteres Usability-Problem löst der Y-Adapter mit 3fach Ausgang: standardmäßig verfügt das HTC-Gerät nur über einen Multifunktionsanschluss - die besagte Kabelpeitsche macht daraus zwei USB-Ports und eine Standard 3.5mm Kopfhörer-Buchse, der die Verwendung handelsüblicher Ohrhörer ermöglicht. Einer der beliebtesten Zubehörartikel ist die Passivhalterung der Firma Richter, die mit diversen Modulen kombiniert werden kann - ich hab mich natürlich für die Fahr-/Motorrad-Halterung entschieden. Bei High-Speed Manövern in Kurven allerdings besteht durchaus die Gefahr, dass auftretende Fliehkräfte den MDA nach oben wegrutschen lassen - hier empfiehlt sich wohl ein zusätzlicher Gummiriemen.

Im Hot-Wire Shop finden MDA-Besitzer eine riesige Auswahl an vergleichsweise günstigen Accessoires, sowohl für HTC als auch für Nokia und BenQ-Geräte. Die Zubehörliste für meinen MDA, der bei HTC den hübschen Namen "Kaiser" trägt, ist riesig: von neuen Kleidern (in Form diverser Taschen) über Bluetooth-Sets fürs Auto bis hin zu Ersatzakkus, Lautsprechern und sogar Reparaturwerkzeug reicht die Palette: Hot-Wire-Telekom.de ist ein Online-Paradies für MDA-Gadget-Geeks - da macht das Testen Spaß :mrgreen:

Twitter Szenarien und Tipps

Als ich vor knapp zwei Jahren meinen ersten Twitter-Account angelegt habe, wusste ich noch nicht so recht, was genau ich denn eigentlich mit diesem Short Message Service anfangen soll. Inzwischen hat sich das Web 2.0 rasant weiterentwickelt - und die Einsatzszenarien werden immer vielfältiger.

Zum einen wollten immer mehr Seiten wissen, was ihre User gerade so treiben: sogar Xing hat mittlerweile das Facebook-Status-Update kopiert. Aber wozu auf x Seiten immer das gleiche Gsatzerl reinschreiben, wenn Twitter ganz hervorragend als zentraler Einzeiler-Aggregator funktioniert?

Für Facebook existieren ebenso wie für WordPress bereits diverse Plugins, mit denen sich die Tweets mehr oder weniger elegant ins eigene Profil respektive Blog integrieren lassen und mit Twhirl steht ein Desktop-Client für Mecks und PCs zur Verfügung, mit dem man komfortabel mehrere Accounts bespielen kann. Der Grundstein zum eigenen "Twitter-Imperium" wäre damit bereits gelegt; in den letzten Tagen hab ich ausgiebig recherchiert und ein paar recht brauchbare Tools gefunden, die ich der werten LeserInnenschaft keineswegs vorenthalten möchte.

Twitter und WordPress

Die einfachste Form, Twitter in die eigene Seite zu integrieren, besteht in der Einbindung eines Code-Snippets, welches die aktuellste Short-Message anzeigt. Dazu sind gar keine externen Werkzeuge nötig, besagtes Snippet kann man sich bei Twitter direkt auf der eigenen Profilpage abholen - wahlweise auch als Flash-File. (siehe rechte Menüspalte "Put your updates on your site!")

Aber natürlich geht's auch viel komplizierter, oder, wie wir Webzwei-Nullen Nuller vorzusgweise sagen, elaborierter. Zum Beispiel könnte man Alex Kings Twitter Tools an Bord holen damit in zwei Richtungen synchronisieren: einerseits postet das Plugin auf Wunsch jeden neuen Blogbeitrag als Twitter-Message samt Tinyurl-Link zur Originalstory. Aber es geht auch anders rum: wer möchte, kann jede einzelne Twitter-Message als Blogbeitrag anlegen lassen.

Für die meisten BloggerInnen dürfte diese Variante allerdings wenig Sex-Appeal besitzen... massiv viele 140-Zeichen Berichte machen bekanntlich noch keinen Blogsommer. Trotzdem lassen sich mit der Autoposting-Funktion lustige Dinge anstellen, wenn man folgendermaßen vorgeht:

  1. Eine neue, leere Kategorie für die Twitter-Postings anlegen
  2. Diese bei den twitter-Tools als Posting-Kategorie einstellen.
  3. Anschließend besagte Kategorie von der Startseite, vom Archiv etc. exkludieren

Et voila: schon hat man alle eigenen Tweets in der WP-DB rumliegen, den passenden RSS-Feed dazu und kann in weiterer lustige Schweinereien anstellen - dafür braucht's nicht mal besonders viel (SEO) Fantasie...

Twitter und Facebook

Da geht ebenfalls einiges - Facebook User können auf ganze Latte von Applikationen zurückgreifen; aber das mühsame Durchforsten des App-Verzeichnisses kann man sich sparen: Twittervision ist der heiße Scheiß: die Lokalisations-Erweiterung für Twitter ist sauber umgesetzt, lässt sich als kleine Box in der linken Profilspalte oder als große in der mittleren einfügen und - am allerwichtigsten - schickt Updates an den Facebook-Feed, sodass neue Tweets auch brav in der Timeline auftauchen.

Twitter und der lokale Desktop

twhirl, seines Zeichens multi-account fähiger Twitter-Client für den Desktop, setzt auf Adobes Air-Umgebung auf und verwaltet beliebig viele Twitter-Identitäten. Mit anderen Worten: die guten alten Facebook Fake Personae bekommen zu allem Überfluss auch noch einen Twitter-Account.

Twitter und das Hendi

Natürlich kann man Twitter via SMS beschicken; das ist schließlich Sinn und Zweck der Übung. Auf Smartphones mit beispielsweise Windows Mobile können allerdings Viel-Twitterer, die über kein SMS-Package verfügen, auch jeden gTalk fähigen Client verwenden: denn via Googles Instant Messenger lässt sich Twitter ebenfalls füttern; man trägt einfach nur den eigenen Account als Kontakt ein, und schon fallen die SMS-Gebühren unter den Tisch. Im Rahmen meiner persönlichen Machbarkeitsstudie hab ich mich für das exzellente Freeware-Programm OctroTalk entschieden, das für verschiedene Handy-Betriebssysteme verfügbar ist.

Selbstverständlich will die obige Aufzählung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern bloß einen ersten Überblick über die Möglichkeiten der Twitter-Integration ins eigene kommunikative Setup bieten. Natürlich gibt's noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten - über Tipps und Anregungen freu ich mich natürlich, und daher möchte ich dieses Posting mit einer Frage beenden: LiebeR datenschmutz LeserIn, wie verwenden Sie Twitter?

Alles neu bei Blogflux

blogflux1 Alles neu bei BlogfluxUrsprünglich startete der US-Anbieter als reiner Blog-Katalog ohne Aggregations- oder Community-Features. Nun haben die Betreiber der Seite eine umfassende Frischzellenkur verpasst und bieten ab sofort eigene Inhalte, Community-Features und zusätzliche Blogger-Werkzeuge an.

Sofort ins Auge stechen die "Featured Articles" auf der Startseite: mehrmals pro Woche gibt's Insider-News von alten Hasen für Neueinsteiger, natürlich wird auch ein zugehörigen RSS Feed angeboten. Im Verzeichnis sind bis dato bereits deutlich über 100.000 Blogs eingetragen; registrierte UserInnen verfügen ab sofort über ein persönliches Profil samt Avatar-Bildchen und Kommentarfunktion.

Übersicht über alle persönliches Features bietet das neue Control Panel: hier werden neue Blogs eingetragen sowie Bookmarks, Kommentare und Co. verwaltet - und neue Themes hochgeladen, denn Blogflux macht Wordpress.org mit einer eigenen Theme-Sammlung Konkurrenz, die allerdings neben WP auch neue Optiken für so ziemlich alle gängigen und weniger gängigen Blog-Publishing System anbietet.

Für Blogger, die ihre Seite via self-hosted WordPress betreiben, machen die diversen Abstimmungs- und Quiztools wenig Sinn, da sich WP via Plugins mit wenigen Mausklicks mit den entsprechenden Funktionen nachrüsten lasst - wer bei einem Bloghoster mit eingeschränkten technischen Möglichkeiten zuhause ist, darf sich über das simple Poll-Interface freuen, mit dem im Handumdrehen Umfragen erstellt und via HTML Code-Snippet ins eigene Posting eingebunden werden.

Wie bei allen großen US-Blog-Communities dominieren - nona - englischsprachige Inhalte. Aufgrund des guten Rankings der Seite kann es aber auf keinen Fall schaden, das eigene Blog ins Verzeichnis einzutragen. Und mit der gut geschüttelten Mischung aus Katalog, mybloglog und Theme-Directory könnte sich Blogflux zu einer ernsten Konkurrenz für etablierte Aggregatoren entwickeln: wer weiß, vielleicht ergänzen die Betreiber ihre Serviceportfolio beim nächsten Update um Hosted Blogs und Technorati-artige Funktionen.

Das Uri Geller Prinzip und 2 Gedichte

Uri Geller, der Esoteriker ohne Ablaufdatum, bewegt Löffel, Tische und Massen. Die Frage, wozu Esswerkzeuge unbedingt mit Gedankenkraft verbiegen muss, wenn man dazu auch seine Hände benutzen könnte, wollte man sie denn überhaupt verbiegen, stellt zum Glück niemand. Und auch die Motivation eines so begabten Superheroes, sich immer wieder aufs Neue der Skepsis des Publikums zu stellen, nicht.

Aber Pro7 wird dem generationenverbindenden Stammtischliebling sicherlich einen ordentlichen Gehaltsscheck ausstellen, daran dürfte ausnahmsweise niemand zweifeln. Aber könnte Uri mit seiner Gedankenkraft nicht mal was Vernünftigeres machen? Ja, kann er. Denken sich einige BloggerInnen und starteten ein faszinierendes Experiment, das jeden Skeptiker schnell von den unvorstellbaren medialen (nein, das ist nicht doppeldeutig gemeint) Fähigkeiten des genialen Selbstvermarkters überzeugt. Aber sehen Sie sich selbst vom Unerklärlichen:

URI   GELLER   RULED.

Denn dank der aktuellen Show avancierte Uri Geller sogar zum aktuellen Fast-Win Hype #1 im Deutsch-Blogistan. Eigentlich wollte ich mich einmal der Traffic-Hurerei entziehen, aber The Next Uri Geller zwingt mich, das beste Löffelverbieger-Gedicht des 21. Jahrhunderts hier zu zitieren. Originalquelle leider unbekannt!

Zieht´s euch beim Brunch die Wurst vom Teller,
ist schuld daran der Uri Geller.
Wird´s am frühen Morgen heller,
Klare Sache... Uri Geller
Geht´s in der Aldi-Schlange schneller
zaubert wieder Uri Geller.

Dem möchte ich allerhöchstens noch hinzufügen:

Wenn Blogtraffic vorne juckt und hinten beißt,
nimm Klosterfrau Melissengeist!
Doch juckt er hinten, beißt er vorne,
rotiert Analytics wie ein Propeller:
spürst du im Log die Voodoo-Dorne...
dann hilft dir sicher Uri Geller,
er holt die Zahlen aus im Keller.

Ach ja, wer tatsächlich "unbegreiflicherweise" an der Geschichte des Phänomens Geller interessiert ist, der/dem sei dieser großartige Spiegel-Artikel ans Herz gelegt, Zitat:

Der Magier James Randi etwas liefert sich seit Jahrzehnten eine Privatfehde, nachdem Geller ihn für die Behauptung verklagt hatte, dass einer seiner Tricks von einer Cornflakes-Packung stammen würde. Die Packung konnte tatsächlich aufgetrieben werden, und Geller verlor den Prozess.
[...]
Kürzlich wehrte er (Uri Geller) sich erfolglos gegen die Veröffentlichung eines Videos, in dem deutlich zu sehen ist, wie er sich beim israelischen Original von "The next Uri Geller" einen Magneten über den Finger schiebt, bevor er auf scheinbar wundersame Weise eine Kompassnadel zum Ausschlag bringt.
[...]
Doch all dies konnte bis heute seine Popularität nicht brechen - darin besteht das eigentliche Phänomen Uri Geller. Trotz aller Entzauberung hat er es immer geschafft, im Gespräch zu bleiben: sei es als Teilnehmer der englischen Variante des Dschungel-Camps (Geller wurde als erster rausgewählt), oder mit der dreisten Behauptung, er habe unmittelbar am Ende des Kalten Krieges mitgearbeitet, da er einem russischen Unterhändler mit positiver Energie bombardiert habe, damit dieser dem Abrüstungsvertrag zustimmt.

Wer's ausführlicher erklärt haben möchte, bekommt die genauen Hintergründe bei der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.. Ich persönlich bin ja wirklich ein riesiger Fan von Zauberkünstlern, und wie schon Meister Foerster, der ja selbst im Umfeld bekannter Salonzauberer aufwuchs, schon mal sinngemäß so treffend bemerkte: es geht um eine gezielte Täuschung der Wahrnehmung - ob dabei Magie im Spiel ist, macht für den Betrachter, der ein bestimmtes Phänomen (ob eben aufgrund "magischer" Einflüsse oder bloß nicht bekannter Faktoren) einfach nicht in sein oder ihr Weltbild einordnen kann! Oder, wie Heinz von Foerster in einem Vortrag von 1990 in seiner unnachahmlich eleganten Art sagte:

Mag sich der Naive einbilden, Magie erklären zu können. Magie kann nicht erklärt werden, Magie kann nur praktiziert werden, wie Ihnen bekannt ist.

Im Fall von Geller wundert nur auf den ersten Blick, dass er ein derart unsportlicher Verlierer ist und nach so unwiderlegbarer "Entzauberung" immer noch fest und steif behauptet, übersinnliche Kräfte zu haben, anstatt sich als kompetenten Salonzauberer zu präsentieren: nur so bleibt er im Gespräch.

dvision: aller guten Demos sind 3

17. Januar 2008
19:30bis23:00

demoscene3Nein, ich bin sicher: das vierte und die folgenden Meetings werden auch sehr spannend, bisher war's jedenfalls immer ein Vergnügen, die wahren Programmier-Nerds zu belauschen und unglaublich flashige Demos zu sehen. Kommende Woche ist Barna "BoyC" Buza im Wiener WerkzeugH zu Gast. Der Vortragende stammt aus Budapest und war Lead-Programmierer des legendären Conspiracy-Demos, das schon so manchem In- und Outsider ein bewunderndes Staunen entlockte - soviel Grafikpracht soll sich in 64kB unterbringen lassen?

Kilobytes reichen BoyC aus, um Demo-Produktionen wie die weit über die Demoscene hinaus bekannte 'chaos theory' in Echtzeit auf den Bildschirm zu zaubern. 'chaos theory' wurde unter anderem auf der Prix Ars Electronica 2007 als Honorary Winner ausgezeichnet und ist derzeit im net.culture.space - Quartier21/MQ zu sehen.
Anhand einer Demoshow wird 'BoyC' einen Überblick über die 64kb Intros der letzten Jahre geben und dabei auch auf das Wettbewerb-Verständnis der Demoscene eingehen, das eine ganz zentrale Rolle in der Kultur der Demoscene einnimmt.

Außerdem hat die heimische Demo-Szene Anlass zum Feiern: die Gruppe Speckdrumm erzielte den zweiten Platz bei der tUM07, das Werkzeug dürfte also am Donnerstag wieder recht gut besucht sein - mehr Infos gibt's bei dvision.

Weihnachtsgeschenk WordPress

Wordpress hat sich in den letzten Jahren zur meistverbreiteten Blog-Software entwickelt. Was unter der Prämisse "smart and simple" als vergleichsweise einfaches Weblog-Tool begann, ist mittlerweile ein ausgereiftes Content-Management-System, das dank zahlreicher Plugins flexibel und vielfältig einsetzbar ist.
erschienen auf futurezone.orf.at
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Zweites Demoscene Meeting im WerkzeugH

14. Dezember 2007
19:30bis23:00

demosceneDie Nummer 1 der Veranstaltungsserie und um die Grafik-Demo-Szene war ein ausgesprochen netter und interessanter Abend (und das noch dazu im Beisein einer lebenden Legende), diese Woche lädt dvision zur zweiten Ausgabe in die Wiener Netzkultur-Hochburg WerkzeugH in der Schönnbrunnerstraße 61. Selbstverständlich bleibt's nicht beim Theoretisieren, sondern es wird wiederum jede Menge Demos zu sehen geben, die bei KennerInnen den Blutdruck steigen lassen.

Gerely Szelei programmierte anno dazumal mit seiner Gruppe Conspiracy die bekannte 64K-Intro Demo Chaos Theory, die bereits auf der Ars und der Siggraph zu sehen war:

Als Stargast dieses zweiten Demoscene Meeting0010 präsentiert Gergely Szelei zusammen mit österreichischen Szenegrößen eine Demoshow und erklärt die Unterschiede zwischen klassischen Animationen und Demos. Er erzählt von seiner Vision und der Motivation von Demoscenern, in die Welt der bits'n'bytes einzutauchen, Pixel für Pixel in Echtzeit...

Fotos vom ersten Demoscene-Meeting gibt's hier, Robert Glashüttner hat für FM4 ein Interview mit navis, dem Stargast des ersten Demoscene-Meetings, geführt. Die Veranstaltungsreihe wird auch 2008 fortgesetzt, die nächsten Fix-Termine für Demofreaks sind der 17. Jänner und der 15. Februar 2008.

Open Coffee Club Vienna + Demoscene Meeting im Doppelpack

15. November 2007
18:00bis23:00

demosceneMedienkultur und -ökonomie Interessierte erdrosseln am kommenden Donnerstag gleich zwei Nashörner mit einer Wäscheleine, so sie sich ins Werkzeug-H begeben. (Natürlich nur metaphorisch, aber warum immer nur Fliegen mit Klappen (er)schlagen?) Um 18:00 nimmt dort der Open Coffee Club Vienna kollektiv sein Lieblingsgetränk zu sich, ab 20:00 Uhr steht der Abend dann ganz im Zeichen der Demo-Scene. Nähere Details zu ersterem Programmpunkt gibt's auf Facebook:

A special evening edition of OpenCoffee! OpenCoffee is an initiative to bring together like-minded people interested in internet start-ups and technology in an informal setting.

Aber das ist erst das Warm-Up, anschließend entlocken Experten berechneter digitaler Grafiken ihrer Hardware unglaubliches: beim Demoscene Meeting 001 gibt's aktuelle Demos (die Artform entstand ursprünglich aus kurzen Intros, die gecrackter Software beigelegt wurden) am großen Screen zu sehen, und Regina kündigt einen Special Guest an:

Es ist uns gelungen, einen der Heros aus der internationalen PC-Demoscene nach Wien zu holen: Kostas 'navis' Pataridis - Gründer und Coder der Demogruppe ASD - Andromeda Software Development (siehe unten).

Also wie gesagt: Businessgründer-Kaffee und Nerd-Grafix im Doppelpack, wer da am Donnerstag nicht vorbeischaut, darf nie mehr einen Button mit dem Aufdruck "Mein zweiter Vorname ist Medienkultur" tragen... zumindest nicht für die nächsten zwei Wochen.

Facebook – die ersten Eindrücke

facebookBisher hab ich über Facebook nur gelesen, am Wochenende bin ich endlich mal dazu gekommen, mein Profil einzurichten - und mein erster Eindruck in Bezug auf Features und Usability ist ganz hervorragend. So erweiterbar und flexibel war Social Marketing noch nie - die Betreiber haben jedenfalls die guten Ansätze der Konkurrenz konsequent weitergedacht und aus deren Fehlern gelernt.

Die ganz und gar nicht webzweinullige Politik Xings, essentielle Funktionen nur für zahlende Mitglieder bereit zu stellen, hat mir noch nie besonders behagt. Und während Xing sich ganz auf die Business-Klientel kapriziert, bietet Facebook ein wesentlich umfangreicheres Portfolio an. Registrierung und Import der eigenen Kontakte (in meinem Fall via Outlook-CSV, man kann aber auch bestehende Webmail-Adressbücher etwa von Gmail oder Yahoo nutzen) klappt problemlos: mit den Matching-Funktionen ist das Bekanntschafts-Netzwerk schnell aufgebaut. Facebook organisiert seine Mitglieder durch Zugehörigkeiten zu geographischen und thematischen Networks. Dank Matching-Algorithmen ("people you might know") bleibt der Wunsch nach Geselligkeit nicht lange unerfüllt.

Jedes Mitglied kann neue öffentliche oder private Gruppen anlegen - neben "Austria" bin ich gleich mal der Barcamp Senza Confini Truppe beigetreten. Das Matching-Prinzip zieht sich durch die ganze Plattform: Events von Freunden sind sofort sichtbar, so bin ich auf Anhieb auf den mir vorher noch unbekannten OpenCoffee Club Vienna #3 im großartigen WerkzeugH, das beim Event-Profil direkt mit dem zugehörigen Tupalo-Spot verlinkt ist - Jeez, dieses ganze Web 2.0 Ding fängt wirklich an zu funktionieren!

Extrem lästig sind übrigens anfänglich die dauernden Captchas, die bei jeder neuen Freundesanfrage auftauchen - nach einer Verifikation des Accounts via SMS-Code allerdings entfällt zum Glück die Eingabe. Mit der telefonischen Verifikation trägt Facebook dazu bei, die Plattform spamfrei zu halten: dies gelingt offensichtlich derzeit noch viel besser als bei myspace und Co.

Auch von Vorteil: Soweit ich das bisher beurteilen kann, bedienen sich auf Facebook alle registrierten User bei öffentlichen Infos durchwegs der englischen Sprache - das halte ich durchwegs für einen Vorteil, da so die länderübergreifende Sprachbarriere gleich von vornherein wegfällt.

Weitere Features

Die Möglichkeit, die eigenen Fotoalben auch nicht-registrierten Usern zugänglich zu machen etwa qualifiziert die Seite durchaus als Ersatz für FlickR, so man auf die verschiedenen Auflösungsstufen der Fotos verzichten kann. Das eigentliche "Killerfeature" allerdings sind die sogenannten Facebook-Apps: eine riesige Anzahl dieser Zusatzmodule wartet darauf, das eigene Profil zu pimpen: von der Anzeige der eigenen Blogpostings bis zu verschiedensten Spiele-, Musik-, Dating-, Business- und sonstigen Erweiterungen reicht das Portfolio. Jeder, der eine entsprechende Idee hat und über die nötigen Programmierkenntnisse verfügt kann aufgrund der umfassend dokumentierten API eigene Module einreichen: und da Facebook in den letzten Monaten gewaltig im Aufwind war, kann keine andere Plattform mit einer solche Bandbreite an Tools aufwarten.

vorläufiges Fazit: myspace, Xing und Co. können sich warm anziehen: Facebook hat aus den Fehlern und Schwächen seiner Vorgänger gelernt und präsentiert als erste Web 2.0 Community kein Full-Feature-Angebot, sondern ein solides Framework, in das jeder seine eigenen Applikationen reinhängen kann: und diese Vorgehensweise garantiert einzigartige Flexibilität. Ich werd mal ein paar passende Apps für mein Profil suchen...

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