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Artikel-Schlagworte: „Wettbewerb“

Blogistan Panoptikum KW30 2009

Willkommen beim Wochenrückblick von Linzerschnitte und datadirt. Keine Rede von Sommerloch: die Österreich-Werbung schickt Axel quer durchs die Alpen, Kulturkritiker schreien nach Dissidenten und Raver heiraten anders - das und noch vieles mehr im aktuellen Panoptikum.

Dissidenten nutzen Twitter nicht

ritchie aka datadirt Nicht jeder Kulturbeobachter fällt in den begeisterten Chor der New Media Evangelisten ein - in der Tat liegt das Heil der Menschheit ohne Zweifel nicht in 140-Zeichen Messages verborgen, dafür verschärfe Social Media kapitalistische Dichotomien:

Die Massen bekommen Macht, aber Konzerne werden noch viel mächtiger: Für den Kulturkritiker und Computerprogrammierer David Golumbia stecken hinter den Neuen Medien die alten Kräfte.

Dieses Zitat stammt aus einem aktuellen Gespräch, das Johannes Boie für die Süddeutsche mit David Golumbia führte. Der versucht den Twitter-Hype mit gesundem Realismus entgegen zu treten:

Das ist sehr westlich und kapitalistisch gedacht, wenn man behauptet, dass Twitter eine grundlegende Rolle bei den Protesten gespielt habe. Wenn man die gesamte Kommunikation betrachtet, die zu den Protesten in Iran beigetragen hat, tendiert Twitters Beitrag eher gegen null.

Siehe dazu auch den Begriff "Slacktivism" im folgenden Beitrag - einen Gleichgesinnten findet Golumbia übrigens im österreichischen Internet-Rechtler Mayer-Schönberger, der kürzlich der Tageszeitung derStandard Rede und Antwort stand und mehr Dissidententum forderte:

Der Internetrecht-Experte Viktor Mayer-Schönberger glaubt, dass "Übervernetzung" durch Facebook & Co zu einem Meinungseinheitsbrei führt. Mayer-Schönberger fordert mehr Freiräume.

Die Argumentation im recht kurzen Text ist einigermaßen skurril - von den Nachteilen des Peer-Review Systems auf die schädigende Wirkung von Facebook-Updates zu schließen, scheint zumindest mir dann doch etwas weit hergeholt:

Wir drohen in vielen Bereich übervernetzt zu werden, uns fehlen die Freiräume, völlig Neues zu denken und anzugehen. Anstatt tausenden anderen auf Facebook mitzuteilen, was wir gerade machen, sollten wir wieder mehr auf unsere individuelle Kreativität setzen.

No-Bullshit Bingo Update

Judith aka Linzerschnitte Nochmal SZ: Neue Schlagworte braucht das Land! Feuilletonist Adrian Kreye hat den TED Kick-Off besucht und einige neue Schlagworte aufgeschnappt, die man sich wird merken müssen:

Slacktivism – sich für eine Sache mit ein paar Klicks online zu engagieren. Bestes Beispiel sei die “Save the Children of Africa”-Aktionsgruppe auf Facebook. Eine Million Mitglieder, die bisher rund fünftausend Dollar Spenden aufbrachten.

Spinternet – wenn Regierungen und Regimes die Beschleunigungskraft des Internets nutzen, um Nachrichten und Gerüchte so zu beeinflussen, dass sie die offizielle Linie unterstützen.

Singularity - der Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz dem menschlichen Denken überlegen ist. Soll angeblich schon 2020 sein. Ray Kurzweil hat sich da ziemlich rein gearbeitet. Tauchte im Partygespräch zwischen der Hirnforscherin und dem Mozilla-Linguisten als Treppenwitz auf.

Bei dieser Gelegenheit sei gleich nochmal an die geplante TEDx Vienna erinnert - ob im Herbst wirklich was draus wird, scheint aber fragwürdig: zumindest das zugehörige Twitter-Profil @TEDXVienna ist seit 16. Juni im Sommerurlaub.

Facebook-News: Bill Gates "überfreundet, Frauen stellen sich dar

Judith aka Linzerschnitte ritchie aka datadirt Bill Gates hat sich von Facebook zurück gezogen - die offenen Freundschaftsanfragen wuchsen dem Microsoft-Gründer über den Kopf bzw. das Namensgedächtnis:

Bill Gates confessed at an event in New Delhi today that he gave up on Facebook because he couldn't keep up with the friend requests. Gates remarked that there were "10,000 people wanting to be my friends" after he tried out the service, and it was time consuming to decide if he "knew this person, did I not know this person".

Siehe dazu auch dieses großartige Mock-Up von Mashable. Da wird Bill in Zukunft eines verpassen: denn laut AddtoAny hat ist Facebook mittlerweile populärer beim Content-Sharing als die gute alte E-Mail:

According to AddToAny, Facebook now dominates sharing, with 24 percent of shares from the widget consisting of users posting items to the social network. That handily beats out email (11.1 percent) and Twitter (Twitter) (10.8 percent), making the world’s most popular social network also the most popular service for sharing content.

Dieses Chart von Business Insider zeigt Facebooks Vorsprung sehr deutlich.

Eine aktuelle Studie, auf die ich beim Wortgefecht gestoßen bin, unterstellt übrigens Männlein und Weiblein ein vollkommen unterschiedliches FB-Applikations-Nutzungsverhalten:

Facebook und seine zahlreichen Applikationen werden von Frauen und Männern völlig unterschiedlich genutzt. Die Popularität einer Facebook-Anwendung hängt in erster Linie davon ab, von welchem Geschlecht sie vorwiegend eingesetzt und ob sie weithin als "cool" eingestuft wird. Zu diesem Schluss kommen die Forscher Rebekka Russell-Bennet und Larry Neale von der Queensland University of Technology in Australien. [...] Laut Russell-Bennett wollen Frauen vor allem Applikationen, über die sie sich selbst irgendwie darstellen oder ausdrücken können. Männer hingegen würden in erster Linie die Herausforderung eines «sozialen Wettbewerbs» suchen. Facebook-Nutzer wollten demnach Applikationen besitzen und teilen, die ihren Status innerhalb des Freundesnetzwerks aufwerten. Für Frauen gehe es dabei um Selbstdarstellung, für Männer darum, wer der Beste sei.

Adobe open-sourced Teile von Flash

Judith aka Linzerschnitte Adobe stellt mehrere Flash-Komponenten unter die Open Source Lizenz. Im Detail geht es dabei um Technologie, die aufwändige typographische Gestaltungen von Websites ermöglichen, wie TechCrunch berichtet:

Adobe has rolled out two new open source initiatives aimed specifically towards developers for media companies and publishers. Adobe’s Open Source Media Framework lets developers build more robust, feature-rich media players optimized specifically for the Adobe Flash Platform. The second initiative, the Text Layout Framework (TLF), will help developers create sophisticated typography capabilities to Web applications.

Wer engagiert sich im Social Web?

ritchie aka datadirt Charline Li von der Altimeter Group hat eine quantitative Ranking-Studie durchgeführt, die klären soll, welcher Ring, äh Brand, sie alle online knechten und ins Dunkel treiben sich am meisten im Social Web engagiert. Die komplette Studie gibt's auf TechCrunch, auf Platz 1 landeten wenig überraschend die Kaffeesieder von Starbucks, deren überrösteten Bitterstoff-Schluder (ich sage: Analog-Kaffee) man als gelernter Wiener natürlich links liegen lässt. Hier die Top Ten mit den jeweiligen Punktezahlen:

1. Starbucks (127)
2. Dell (123)
3. eBay (115)
4. Google (105)
5. Microsoft (103)
6. Thomson Reuters (101)
7. Nike (100)
8. Amazon (88)
9. SAP (86)
10. Tie – Yahoo!/Intel (85)

Diese Nachricht zerstört sich selbst

ritchie aka datadirt Informationen nachträglich zu löschen kann ganz schön mühsam bis unmöglich werden - ein neues Tools namens Vanish geht den umgekehrten Weg und postet alle Inhalte verschlüsselt. Der Key hat eine eingebaute Ablaufdauer:

Perhaps the most amazing thing about Vanish is that it's capable of erasing messages posted practically anywhere on the web. For example, the system is able to erase messages from any web-based email system like Gmail, Hotmail, or Yahoo, instant messaging chats, or even social networking sites like MySpace or Facebook.
To accomplish this, the messages sent with Vanish are encrypted with a secret key, never revealed to the end user. The key is then divided into dozens of pieces and sent out over peer-to-peer (P2P) networks - the same ones where music and movie files are traded every day. Because file-sharing systems are in a state of constant change, the various key parts eventually become inaccessible. Once enough of them are lost, the message can no longer be decrypted and read.

Wem also selbst E-Mail Verschlüsselung mit GnuPGP nicht ausreicht, der wird seine helle Freude an Varnish haben. Aber bloß nicht nachher jammern: weg ist weg!

PayPal macht auf

ritchie aka datadirt Der Internet-Zahlungsprovider Nummer eins ist zwar am längsten im Business, kam in letzter Zeit durch die Konkurrenz aber ganz schön unter Beschuss. Nun läutet PayPalX die nächste Stufe des Online-Bezahlens ein:

However, Paypal is taking a swing back at the competition today, revealing PayPal X and Adaptive Payments, a new initiative that allow third party developers to utilize PayPal in completely new ways. Prepare yourself for split payments, payment aggregation, and PayPal on other websites.

Die steigende Nachfrage nach Micro-Payment Lösungen spielt PayPal natürlich in die Hände - unter anderem werden zukünftig beispielsweise User-tot-User Geldtransfers auf Drittanbieter Seiten möglich sein.

Blogger-Contest: Axel bewandert Austria

ritchie aka datadirt Christian Lendl, Co-Autor beim Austria-Tourism-Guide, hat mich auf eine widget-basierte Werbeaktion (was für Alliteration!) für Urlaub in Österreich aufmerksam gemacht: Axel Halbhuber durchwandert nämlich gerade gemeinsam mit Hund Niko/Poldi ganz Österreich - aber da die Route nicht von Energydrink Herstellern geplant wurde, halten sich die unerträglichen körperlichen Strapazen in engen Grenzen:

Axel wandert von Bregenz nach Wien und bloggt über die Erlebnisse, die man am Berg eben hat: Menschen, die man trifft. Gedanken, die einem einschießen. Blicke, die ins Aug springen. Die Route orientiert sich am Weitwanderweg 01. Die Wanderung ist alpin bis hochalpin, führt selten auch durchs Tal.

Seit 24 Tagen ist Axel unterwegs - wanderbegeisterte Blog-Leser finden Foto-Perlen und äußerst unterhaltsam geschriebene Beiträge. Wer dadurch selbst auf den Geschmack kommt, sollte am Blogger-Contenst teilnehmen:

Für alle Blogger gibt es im Zuge von Axels Wanderung einen Contest. Wer das Widget auf seinem Blog einbindet und damit die meisten User auf Axels Blog bringt, eine Wanderwoche in Gosau samt Übernachtung im Top-Hotel.

Wer möchte, kann Axel übrigens auch ein Stück des Weges begleiten. Gelungene Online-Kampagne, finde ich.

Foto der Woche

Spirograph III von Ben Matthews nutzt eine Halfpipe als Leinwand und Farbe als Licht - beeindruckend:

spirograph halfpipe

Ritchies Video der Woche

Hätte das Filmteam seinerzeit beim Dreh von "Angriff der Killerameisen" seinerzeit derartige Makros zur Verfügung gehabt, dann wäre der Film wohl um einiges grusliger geworden. Jörg Brönnimann lässt in "Ant-Views" seinen insektoiden Hauptdarsteller durch die Canon Mark II Makrowelt spazieren:

Judiths Video der Woche

Hochzeiten sind Königsdisziplin in der Kategorie der Familienfeiern. Noch mehr Verwandte, noch mehr Essen, noch mehr Zeitaufwand und noch mehr Langeweile. Aber es geht auch anders, wie dieses Video der Woche zeigt:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des Rückblicks - oder, wie manche sagen, in der Gegenwart - angelangt. Wir wünschen herausragende letzte Sonntagsminuten und einen dialogischen Start in die neue Web 2.0 - Woche. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie

31. März 2009
14:00bis20:00

kreoek Symposium: Das Versprechen der kreativen ÖkonomieOn short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und Armin Medosch organisierte Ö1 Symposium "Creative Cities" statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, Kunst und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.

Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene "Jahr der Kreativität und Innovation" (ich freu mich schon aufs "Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts") und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die "Creative Industries" setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art "Tagelöhnertum im Web 2.0":

Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im "Home Office", im virtuellen Netzwerk. Befristete "Projekte" ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der "Ideenwirtschaft" profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der "Cultural Workers" ist sehr gering.

Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein "lebenslanger Job" wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen "Home Office" Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen - vor 20 Jahren wär's schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit "professionellen" Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und "geringes Einkommen" liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren :mrgreen: Doch weiter im Text:

Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun "jeder ein Künstler" werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus- und Weiterbildungsinstitutionen?

Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime-Mailingliste. Seither hat sich die Situation - je nach persönlicher Einschätzung - drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry-Business-Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher Programm-PDF.

Remix den Maxi King: Absolut unfassbar

remix contest

Tja, es gibt da eine TV-Werbung, deren Soundtrack bei Dauerwiederholung eine gewisse Ohrwurmqualität nicht abzusprechen ist. Es geht dabei um einen Schokoriegel, beim gleichnamigen Protagonisten handelt es sich um niemand geringeren als Ferreros Maxi King, den gekrönten Un-König des Werbepausen Hip Hop. Da trifft es sich ja ganz hervorragend, dass in der virtuellen Heimatstadt des Maxi King gerade ein großer Remix-Wettbewerb läuft, bei dem man sich eine Alternativversion zusammenklicken kann: 2 Wochen Miami sind der Hauptpreis, remixed wird über eine simples Flash-Applikation, und die sorgt durchwegs für ein paar Minuten fröhliche Song-in-a-Box Unterhaltung. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neue Branchenbuch AG: Es wird sozialer

Neue Branchenbuch AGVor kurzem habe ich österreichische Branchenbücher auf ihre SEO-Tauglichkeit hin analysiert. Während sich die Platzhirsche Yellowmap und Herold hierzulande den Markt weitgehende aufteilen, kommt in Deutschland Bewegung in die "Szene": die Neue Branchenbuch AG kombiniert als erster Anbieter eine Bewertungsplattform mit dem klassischen Branchenbuch-Angebot.

Im Social Web wird bekanntlich alles und jedes bewertet. Die "Wisdom of the Crowd" also auch bei der Bewertung von Firmen genau dort einzusetzen, wo man normalerweise nach ihnen Sucht, liegt extrem nahe. Eigentlich wundert es mich, dass noch kein Anbieter generell die Social Network Metapher verwendet bzw. als Firmenbuch zweckentfremdet: sozusagen ein Xing für Unternehmen statt für Personen. Denn dem klassischen Businessmodell der Branchenbuch-Branche (Wort-der-Woche-Anwärter, kurz: BMdBbB) täte dies keine Abbruch: denn es wird ja nicht der Installateur- oder Fotographen-suchende User zur Kasse geben, sondern die Firma, die sich präsentieren möchte - also kein Problem, eine Premium-Modell (aber bitte durchdachter als bei Xing) einzuziehen. Der Pressetext hebt zunächst die klassischen Qualitäten hervor:

Auf den ersten Blick scheint der Mitbewerber mit einem Basispreis von netto 49,99 Euro im Monat im Vergleich zu 89,00 Euro netto bei der Neuen Branchenbuch AG günstiger. Allerdings bietet das Frankfurter Unternehmen deutlich mehr Service wie die doppelte Anzahl für Schlagwörter und Branchenzuordnung, die eben entscheidend für das Finden eines Unternehmens sind.

Spannender wird's allerdings weiter unten - denn die Betreiber haben zwei Prinzipien des Social Networking offensichtlich internalisiert. Wer die Crowd sourced, muss auch für Motivation sorgen:

Wer seine Daten im Onlinebranchenbuch immer aktuell hält, seien es die Adress- und/oder aber die Produktdaten, erscheint in den Listings bei Suchanfragen weiter oben, als jene die dies eben nicht machen.

Zweites spannendes Alleinstellungsmerkmal ist ein umfangreiches Programm gegen "Bewertungsbetrug". Hier wolle man mit Experten zusammenarbeiten und "stichprobenartig" prüfen, so die Neue Branchenbuch AG. In der Tat ein untriviales Problem: denn das bekannte Social-News Phänomen (raufvoten mit mehreren Konten, motivieren des Bekanntenkreises...) nimmt im Kontext eines Branchenbuchs natürlich sofort wettbewerbsrechtliche Dimensionen an: wer es schafft, selbst besser bewertet zu sein als die direkte Konkurrenz, wird dies umso stärker an den Umsatzzahlen merken, umso mehr potentielle Kunden ihre Unternehmen im Netz suchen, und diese Quote steigt bekanntlich ständig. Rechtsexperten und eine Redaktion, die auf der Hut ist wie der sprichwörtliche Luchs, sollen systematische Verzerrungen vermeiden. Leicht stelle ich mir diese Aufgabe nicht vor: denn je populärer das Branchenbuch wird, desto größer die "Blackhat Energie". Österreichische Unternehmen dürfen übrigens - je nach Präferenz - aufatmen oder enttäuscht sein, denn die Neue Branchenbuch AG bietet ihr Service derzeit nur für Deutschland an.

Blogistan Panoptikum KW40 2008

android phoneYoutube gibt's ab sofort auch in Super-HD - die Synchronisation der vier einzelnen Videos funktioniert erstaunlich gut. Wem der Sinn eher nach Hard- als Software-Gadgets steht, findet bei Shoemoney ein Video von Loren Feldman zum iPhone-Killer Google Android Phone. Und eine Durchsage in eigener Vernetzungssache: die Gruppe Weblogs in German language auf blogcatalog.com sucht weitere Mitglieder - nach nicht ganz einer Woche halten wir bisher bei 55 Bloggern.

Marcel mag nicht

Ein Skandälchen im Kulturleben zog seine Spuren durch die Blogosphäre: Marcel Reich-Ranicki hat den deutschen Fernsehpreis abgelehnt:: er habe stundenlang auf einem harten Stuhl sitzen müssen, außerdem gingen ihm die vielen Köche auf den Wecker. Was für ein Eklat! Als Österreicher wundert man sich ja über Qualitätsdiskussionen und den Vorwurf von "zu wenig Kultur" im öffentlich-rechtlichen Fernsehen...

Blogger und die Rezension

Georg vermutet, dass gerade wegen des Bankencrashs und der globalen Rezession für flexible Kleinunternehmer sehr erfreuliche Zeiten anbrechen:

Aber was bedeutet das für Blogger oder Podcaster? Die nächsten ein, zwei Jahre werden großartig! Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für flexible Unternehmertypen. Warum? Weil es in manchen Bereichen weniger Wettbewerb geben wird.
Beispiel Technikpodcast: Wenn es – was abzusehen ist - weniger Werbegeld gibt, wird eine Futurezone, ein Heise-Verlag oder andere IT-Medien wohl kaum expandieren und neue Angebote machen.

Ich bin genau der gleichen Meinung - Finanzierungsmöglichkeiten werden rarer, die Gelegenheiten zum Markenaufbau und zur Schaffung neuer Angebote wesentlich größer. Also antizyklisch planen und keinesfalls in Panik verfallen!

SEO-News der Woche

Radio4SEO hat die erste Outdoor-Sendung aufgenommen, und daraus sind gleich mal die 10 Affiliate-Gebote entstanden, weitere Tipps werden kollektiv bei der Linkmafia gesammelt. Seokratie hat einen äußerst lesenswerten Rückblick zum Thema 1 Jahr SEO veröffentlicht und weil das Internet bekanntlich nicht nur aus Buchstaben besteht, hat iNetzwerk ein paar Tipps für die die Optimierung von grafischen Elaboraten für die Google-Bildersuche.

RSS-Feeds für die SERPS:Die Nachricht schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe: Google bestätigte, dass man in Kürze die SERPs auch als RSS-Feeds anbieten werde. Baynado zeigt sich recht angetan, auch wenn sich's nur um einen "Komfortgewinn" handelt: Spezialisierte SEO Tools tun ja derzeit auch nix anderes, als die Ergebnisseiten zu parsen. Feeds haben allerdings den Vorteil, dass jeder Web 2.0 Bastler zum Beispiel mit Yahoo Pipes sein eigenes Alert-System bauen kann.

Wer ist hier der Blogproll? In Foren waren es noch die Trolle, in der Blogosphäre sind's die Prolos: Baynado schrieb letztens, dass er Blogger ziemlich peinlich findet, die ihre Monatseinnahmen veröffentlichen - speziell wenn diese im einstelligen Euro-Bereich angesiedelt sind. Ich persönlich find das auch sehr peinlich und hab mir einen recht ähnlichen Artikel verkniffen... dass datenschmutz aber viel mehr Unique Visits hat als der Spitzenreiter in reiffix' Liste war dann doch eine recht erfreuliche Erkenntnis :mrgreen: TC Stahl findet, dass Baynado sich im Ton vergriffen hat - ich denk mir: ist doch schön, wenn man sich auch über Kleinigkeiten so freuen kann...

Es weihnachtet sehr: Zumindest bei den Online-Shops: denn Keyword-Optimierungen haben nun mal eine längere Vorlaufzeit als Schaufensterdekos. Online-Shopbetreiber sollten sich die Tipps von SEO-Handbuch bereits jetzt zu Herzen nehmen, denn gute Vorausplanung ist bekanntlich mindestens der halbe Umsatz.

Video der Woche

Genug von Bräunungsstudio und "gesunder" Hautfarbe? Dann wird's Zeit für NicoClean, die Gesichtscreme mit Tabakextrakten: sie sorgt innerhalb von wenigen Minuten für den klassisch aschgrauen ungesunden Teint:

Auch nicht schlecht: NicoCalm: "Make unwanted erections go away in Seconds" - das stärkste Anti-Viagra der Welt:

In diesem Sinne wünsche ich einen gesunden Start in die Woche (Über die morgendliche Nasenspülung mit Salzwasser geht nix, da hatten die alten Yogis schon recht) und einen beschaulichen oder aufgeregten Sonntagabend, je nach persönlicher Präferenz. Wir lesen uns am Montag!

Von Qypern und Hypes

qypelogo 1216822829 Von Qypern und Hypes Meral hat mich zu einer neuen Social Community mit Local-Guides eingeladen: Qype steht, wenn ich das Konzept richtig verstehe, in direkter Konkurrenz zu Tupalo und Tripwolf. Eine solche Community lebt natürlich in hohem Maße von der Aktivität ihrer UserInnen. Ich hab mich nach der Registrierung mal in der Kategorie "Wien / Bars und Kneipen" umgesehen.

Dabei tauchen beeindruckende 40 Bildschirmseiten á 10 Einträge auf - die Daten haben die Betreiber offensichtlich von einem Aggregator eingekauft. Allerdings verfügt ein beträchtlicher Teil der Einträge bereits über einen oder mehrere User-Kommentare und Bewertungen. Zusätzlich zu den Öffnungszeit-Infos, der Adresse, der Homepage und diversen tags kann man verschiedene Locations, in Qype-Terminologie "Plätze", mit Fotogalerien pimpen.

Qype Startseite

Qype Startseite

Unternehmen bietet Qype anders als die üblichen Branchenbücher (aber davon mehr nächste Woche!) bereits mit dem kostenlosen Package eine recht umfangreiche Möglichkeit der Selbstdarstellung:

Ihre Vorteile:

  • Suchmaschinenoptimierter Brancheneintrag
  • Unbegrenzt Fotos hochladen
  • Suchstichwörter hinzufügen
  • Einstieg ins online Empfehlungsmarketing

Und in der Tat verzichtet der Outgoing Link aufs nofollow: also ran an die Tastaturen, liebe Business-Owners! Zusätzlich bietet Qype Premium-Platzierungen an, bei denen ich vor allem den zweiten Punkt ganz besonders "interessant" finde :evil:

  • Sie stehen an 1. Stelle der Suchergebnisse
  • Sie werben auf den Qype Einträgen Ihrer Wettbewerber
  • Sie erhalten Flyer, um Ihre Kunden auf Ihren Qype-Eintrag aufmerksam zu machen
  • Sie haben keine Arbeit. Wir kümmern uns um alles
  • Neben den einzelnen Location-Profilen bietet Qype genau wie Tripwolf usergenerierte Guides zu verschiedenen Schwerpunkten an: in Wien sind unter anderem gelistet: "Naschmarkt whole day", "Slow Food Vienna" etc. Das deutsche Magazin Focus hat Qype kürzlich getestet und für sehr gut befunden: in der Tat muss ich sagen, dass die Seite äußerst schnell lädt und die Usability keine Missverständnisse offen lässt - in punkto sauberem Code haben die Programmierer aber ordentlich gepatzt: 325 Fehler zeigt der W3 Validator auf der Startseite an. Aktiv sind die Betreiber derzeit in .de, .gb und .fr, die Seite ist auf Englisch, Französische und Deutsch verfügbar. Dazu kommen ein paar weitere Städte aus EU-Gefilden.

    Gäbe es nicht bereits Tupalo und Tripwolf, fände ich Qype sensationell. In Hinblick auf die Konkurrenz muss sich die neue Community allerdings definitiv den Copycat-Vorwurf gefallen lassen - und ich wünsch mir endlich ein WordPress-Plugin, mit dem ich ausgewählte Blogpostings "localizen" und automatisch bei allen derartigen Communities submitten kann.

    www.qype.com

    Sommerschlussverkauf bei laFraise

    lafraisesale 1216825216 Sommerschlussverkauf bei laFraise Bei laFraise, meinem Lieblings T-Shirt Dealer im Netz, hat vor einigen Tagen der zweite Teils des Sommerschlussverkaufs begonnen. Mit Ausnahme der aktuellen Kollektion zum Standardpreis von EUR 22,- sind gut zwei Drittel des Sortiments um die Hälfte verbilligt! Wer sich ein paar phatte T's für den restlichen Sommer grabben will, sollte jetzt zuschlagen. Irgendwann muss es ja wieder mal heiß werden!

    Ich bestelle den größten Teil meiner Kurzarm-Kollektion seit einem Jahr bei laFraise: Service, Lieferzeit und Zuverlässigkeit sind hervorragend, ebenso die Qualität der Shirts selbst, die von American Apparel stammen: dieser Hersteller kann es nicht nur locker mit der Konkurrenz aufnehmen, sondern hat sich auch einer sehr lobenswerten Firmenphilosophie verschrieben, die auf Outsourcing in Billiglohnländer völlig verzichtet.

    Ebenfalls sehr interessant ist der permanent laufende T-Shirt-Wettbewerb: wer hier ein Design hochlädt, das via Uservoting in die Auswahl gelangt, erhält von LaFraise EUR 1.000,- Ebenfalls sehr sympathisch: die Erdbeere verlangt für den Druck lediglich temporäre Rechte am Motiv.

    Rund 70 Motive werden derzeit á 11 Euro feilgeboten, Schnäppchenjäger sollten sich aber beeilen: aufgrund der limitierten Anzahl (500 Stück pro Motiv gesamt) sind bei den besonders populären Shirts einige Größen bereits jetzt ausverkauft: laFraise T-Shirt Shop

    Seoflanken stehen weit offen

    SeoflankentrendsWenn man eine SEO-Wettbewerb veranstaltet, wählt man in der Regel inexistente Keywords - c't hat seinerzeit irgendeinen Fisch verwendet, den's nicht gibt - und Webmaster Eisy hat sich bei seinem Contest für das schöne Wort Seoflanken entschieden. Der/die Erstplatzierte erhält 200 Euros - aber bekanntlich geht's bei SEO-Wettbewerben ja keineswegs um die Kohle, sondern um Ruhm und Ähre - und da machen auch die SEO-Flanken keine Ausnahme.

    Genauere Infos zu Preisen finden sich auf der Bewerbsseite; entstanden ist der Begriff Seoflanken übrigens aus der Zusammensetzung unseres Lieblingshobbys (SEO) mit einem Konzept, welches im Fußball eine gewissen Rolle spielt (flanken). War da nicht letztens grad so ein Großereignis in Wien?

    Seoflanken: vergiss Google

    Außergewöhnlich unüblich: Ziel ist nicht Big G, sondern Tante Yahoo: wer hier am höchsten rankt, darf sich am Ende Seoflankenmeister schimpfen. Los ging's am 2. Juni um 12:00 Uhr: da ich einerseits den Start verpasst und andererseits mich noch nie auf Yahoo konzentriert hab, rechne ich mir keine Chancen aus, unter die ersten 10 zu kommen; Zeitvorsprung ist bekanntlich durch so gut wie gar nix wett zu machen. Die genauen Teilnahmebedingungen zum Seoflanken Wettbewerb gibt's auf der Konzept Welt - die Nennung des Keywords in der Domain ins beispielsweise untersagt: http://www.seobewerb/seoflanken/ geht also, http://www.seoflanken.biz/seo/flanken spielt's nicht.

    Was tun, um bei den SEO Flanken gut zu ranken?

    Am besten 5.000 Mal das Keyword Seoflanken in den Content schreiben! Nö, Moment, das ist voll Frühneunziger... hmmm... mal überlegen:

    • Da war doch was mit diesen nofollow-Blogs... gibt's eigentlich auch nofollow Trackbacks?
    • Wie oft sollte ich das KW einbauen? Am besten mal SEOMoz fragen!
    • Muss ich jetzt extra meine ganze Permalinkstruktur umstellen? Nö!
    • Soll ich bei diesem Beitrag nicht lieber die Kommentar abdrehen?
    • Irgendwie geht mir dieser Tags-und-Backlinks-Song nicht mehr aus dem Kopf...
    • Kein eigenes Linknetzwerk zur Verfügung? Schon blöd. Aber sollt ich wirklich meine Dom burnen? Die Zeit brennt, äh, drängt.
    • Wie verwend ich schnell nochmal noindex/nofollow für interne serielle Verlinkung? Und muss ich jetzt jeden Tag über die Seoflanken schreiben?

    Fragen über Fragen... außerdem wird der Flankengewinn sowieso fast unmöglich - bei dieser starken Konkurrenz. Gibt's Yahoo eigentlich überhaupt noch?


    Fotocredits:Affen aus dem Urwald von Bali von Renate Jahner / pixelio.de

    Googles sucht Favicon und kauft Seelen

    googlefaviconMittlerweile ist es wohl schon jedem Surfer aufgefallen: seit Anfang des Monats, genau genommen seit 30. Mai, nutzt die gebenedeiteste unter den Suchmaschinen eines neues Favicon - dabei handelt sich's um jenes Mini-Logo, das moderne Browser in der Adresszeile neben der URL einblenden und das bei vielen geöffneten Tabs der Wiedererkennbarkeit dient. Während das alte Google-Favicon recht stark ans Logo erinnerte, löste die neue Variation einiges an Spekulationen in punkto möglichem CI-Wechsel aus.

    Vom Spitznamen "Big G" kann eigentlich keine Rede mehr sein - handelt sich's bei dem neuen Favicon doch um ein kleines g und zwar aus der Schriftart "Catull". Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem leicht angeschmolzenen Achter aus Wachs ist in der Tat nicht zu verleugnen. Hier der direkte Vergleich alt vs. neu:

    googleneualt Googles sucht Favicon und kauft Seelen

    Allzu einfach hat sich's die Google'sche Designabteilung offensichtlich nicht gemacht: über 100 Icons wurden erstellt, dennoch sei die derzeitige Lösung keinesfalls als das Maß aller Dinge anzusehen - und der Grund für die Umstellung sei in erster Linie die bessere Skalierbarkeit auf neuen Plattformen, beeilte sich Marissa Mayer, VP Search Products & User Experience, am offiziellen Google-Blog zu erklären:

    Some people have wondered why we changed our favicon -- after all, we hadn't in 8.5 years(!). The reason is that we wanted to develop a set of icons that would scale better to some new platforms like the iPhone and other mobile devices. So the new favicon is one of those, but we've also developed a group of logo-based icons that all hang together as a unified set.

    Außerdem forderte man die User auf, selbst Vorschläge für Favicons hochzuladen - bis zum 20. Juni kann jeder beim Contest mitmachen. Ob man das auch möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben, so man sich die Mühe macht, einen Blick in die TNBs zu werfen. Denn die sind, gelinde gesagt, ganz einfach irre - speziell der Artikel vier erinnert an den klassischen Musterverlag mit Mephisto. Die juristische Formulierung ist dermaßen geil all-inclusive, dass sich ein Abdruck im Volltext nicht vermeiden lässt. Und immer daran denken: das ist *keine* Satire!

    4. Publicity: You agree to participate in any promotions or publicity related to this event. You grant to Google and its subsidiaries an unrestricted, sublicensable, assignable, irrevocable, perpetual, worldwide, royalty-free, fully paid-up license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google ("Likeness"). This license includes the right to 1) reproduce, modify, create derivative works of, and otherwise use your Likeness, in whole or in part, in any manner or matter or in combination with any other materials in any format or media, 2) publicly display, publicly perform, sell, rent, distribute (directly or indirectly), transmit, or broadcast your Likeness by any means. You hereby waive all rights, including any right or prior approval, and release Google from, and will neither sue nor bring any proceeding against Google for, any claim or cause of action based upon or relating to the use and exploitation of your Likeness.

    Dazu passt auch, dass Google jegliche Verpflichtung in die andere Richtung komplett ausschließt - hier kommt Punkt fünf geflogen:

    5. Not an offer or contract of employment: Under no circumstances shall the submission of a design, its use by Google, or anything in these Terms be construed as an offer or contract of employment with Google. You acknowledge that you have submitted your design voluntarily and not in confidence or in trust. You acknowledge that no confidential, fiduciary, agency or other relationship or implied-in-fact contract now exists between you and Google and that no such relationship is established by your submission of a design under these Terms.

    In der Blogosphäre bildete sich rasch eine zumeist recht klare Ablehnungsfront gegen die neuen 16x16 Pixel, viele kündigten den Wettbewerb an - aber verblüffenderweise scheint jede/r die TNBs für völlig normal zu halten. Dabei reiten sonst immer alle so auf Creative Commons und dergleichen rum... oder gilt's mittlerweile gar als unschicklich, einen Blick auf die sowieso standardmäßig-abzunickenden AGBs zu werfen? Und ich bezweifle stark, dass Google auf meinen Favicon-Designvorschlag verzichten kann :mrgreen:

    Deutschlands schönste Blogs: Jetzt abstimmen

    Blogo 2008, der Blog-Logo Wettbewerb des Marketing Blogs, trägt den leicht zu merkenden Namen MBBDBWBSZZMDSBL und erfreut sich extrem reger Beteiligung.

    Der vom Marketing-Blog ausgerufene Contest befindet sich bereits in der heißen Phase - stattliche 182 BloggerInnen haben ihre Header-Grafik ins Rennen geschickt. Auf den via Juryentscheid bestimmten Sieger warten phatte Preise (immerhin sponsert ein Spezialist für Schokoladenbrunnen die Aktion!), aber natürlich geht's in erster, zweiter und dritter Linie ums Dabeisein.

    blogo Deutschlands schönste Blogs: Jetzt abstimmen

    Das breite Spektrum vertretener Motive ist großartig, ich hab mal für die #51 gestimmt - so ein Schafskopf im Header macht sich schon sehr elegant. Den Start des Wettbewerbs hab ich verpasst, aber gerade mein Logo nachgereicht; theoretisch würd ich mich ja über Stimmen freuen, aber praktisch gibt's da ein paar viel steilere Motive. Unbedingt einen Blick reinwerfen!

    PS - Frageee: Wie lange der Wettbewerb läuft die Abstimmung eigentlich noch? Hab dazu am Marketing-Blog keine Infos gefunden.

    Neuer LaFraise Wettbewerb: Nerd-Shirts!

    Seit ich durch eine bei datenschmutz bestellte trigami-Rezension auf LaFraise aufmerksam wurde, bin ich ein Fan des größten europäischen T-Shirt Wettbewerbs. Vorgestern hab ich mir mal wieder zwei neue Shirts bestellt und bei dieser Gelegenheit vom aktuellen Wettbewerb auf der französischen Seite erfahren, der um das Thema Geek-Shirts kreist.

    Mit anderen Worten: Nerds und Co. sollten hier ganz wunderbare Kleidungsstücke finden - bis zum 3. März können noch eigene Designs eingereicht werden, die Abstimmungsphase ist allerdings bereits in vollem Gange - hier geht's zum aktuellen Zwischenstand. Ein paar der Designs sind extrem gelungen - ich hoff mal ganz stark, dass es der pixelige Totenkopf bis in die Endauswahl schaffen!

    pixel totenkopf

    Wie immer bei LaFraise (auf deutsch: "die Erdbeere") kann jeder mitmachen, die User entscheiden durch Punktevergabe, welche Shirts in jeweils limitierter 500er Auflage gedruckt werden - glücklicherweise auf qualitativ hochwertigen American Apparel Shirts. Ich bin ja wie erwähnt fast schon Stammkunde - und auf die Ergebnisse des Nerd-Shirt Bewerbs freu ich mich schon sehr!

    BlgAds: Neues Longtail-Werbenetzwerk aus den Staaten

    blgadsIn Amerika macht schon wieder ein neues blog advertising network große Karriere, während hierzulande neben Trigami, Google AdWords und Zanox wenig Brauchbares für den Longtail zu finden ist. BlgAds konzentriert sich dabei ganz aufs Wesentliche: der Account ist schnell erstellt, die Auswahl der Werbemittel erklecklich.

    Schon rein aus Interesse hab ich mich bei dem Blogger-Netzwerk gleich mal angemeldet. Bei der Registrierung fällt als erstes schon mal das ausnahmsweise wirklich gut lesbare Captcha auf - und im Gegensatz zu vielen anderen us-amerikanischen Netzwerken ist die Registrierung auch für Non-US Sites möglich. Die Erstellung des benötigten Ad-Codes geht schnell von der Hand: die Seite bietet sowohl gängige Bannergrößen als auch frei definierbare Formate an, die Farbgebung der Textinserate ist frei gestaltbar. Einzelne Channels helfen bei der thematischen Zuordnung - um die passende Schaltung der generierten Codeschnipsel muss sich der Blogger selbst kümmern, aber dazu existieren bekanntlich ausreichend WordPress-Plugins: Who sees ads? hat sich bisher bei mir als äußert flexible Lösung sehr bewährt, wer's ganz genau wissen will, setzt auf den kostenlosen Adservern OpenX, vormals als OpenAds bekannt.

    Die Bedingungen können sich sehen lassen: BlgAds bezahlt für Clicks, die minimale Auszahlungssumme beträgt 30$ und wer mehr als 2.500 Pageimpressions am Tag generiert, erhält einen einmaligen Bonus von 10$ für die Erstellung des Accounts, wie am Projektblog nachzulesen ist. Dabei gibt's keine fixen Preise für die Adspaces, sondern der Wettbewerb soll durch gegenseitiges Überbieten angeheizt werden, wie die FAQ-Page erklärt:

    BlgAds will always display the highest bidders on your site, assuring the maximum revenue possible at any given time. You will see a constant improvement in your bidding over time, as both your visitors and our advertisers will be exposed to the opportunity of bidding against each other on your ad space.

    Sieht gut aus, scheint ein durchdachtes System zu sein und bietet sich wie allen neuen Longtail-Formen für eine Test an: ich warte mal auf die Freischaltung meines Accounts und bin gespannt, ob Werbung auftaucht, die zu datenschmutz passt. Nur schade, dass es noch kein Affiliate-Programm für BlgAds selbst gibt :mrgreen:

    Twenga: willkommen im Longtail Shopping-Center

    Von Convenience, Longtail und Co. ist schon seit Jahren die Rede - trotzdem beschränkt sich Einkaufen im Netz immer noch zu einem hohen Grad auf Amazon und Ebay. Dabei zeigen Seiten á la Geizhals auf beeindruckende Weise, wie sehr ein wenig Preisvergleicherei den Wettbewerb anheizen kann. Das deutsche Startup Twenga versucht sich als Google fürs Shopping zu positionieren - und zwar quer durch den Gemüsegarten: von Hardware bis zu Mode und Dienstleistungen soll der willige Konsument hier das günstigste Angebot finden.

    Das besondere an der Seite: keine Redaktion, sondern ein Crawler, der laut Aussagen der Betreiber ähnlich funktioniert wie Googles Technologie, grast das Netz nach Angeboten ab - und stellt selbige übersichtlich und nach verschiedenen Kategorien gegliedert dar. Obwohl die Firma kein Start-Up im eigentlich Sinn ist, sondern bereits seit 2004 existiert, bin ich bisher noch nicht drüber gestolpert - das liegt allerdings daran, dass die deutschsprachige Version erst vor vier Monaten gelauncht wurde. Der Firmensitz befindet sich in Paris, operativ tätig ist Twenga (der Name bedeutet auf Suaheli "ohne Umwege ans Ziel) zusätzlich in Großbritannien, Italien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Belgien.

    Die Betreiber setzen dabei ganz klar auf Masse: über 10.000 Kategorien und die proprietäre Suchtechnologie untermauern den Anspruch, die umfangreichste Einkaufsdaten-Bank im Netz abzubilden - und die Zahlen sprechen dabei eindeutig für die Franzosen: nur vier Monaten nach dem Deutschland-Launch befinden sich 11 Millionen Produkte aus 4.000 Online-Shops in der Datenbank - vom exotischen Designermantel bis hin zur Standard-Harddisk. Bei der Auswahl und Präsentation der Händler und Produkte möchte Twenga mit Gleichbehandlung das Vertrauen der User gewinnen, wie's auf der Seite heißt.

    Das Twenga Motto lautet "Neutralität und Vielfalt". Aus diesem Grund bietet Ihnen Twenga heute die größte Auswahl an im Internet verfügbaren Produkten, Marken und Händlern. Auf Twenga werden einzelne Händler nicht bevorzugt. Alle Suchergebnisse werden im Sinne des Online-Shoppers optimiert und neutral dargestellt.

    Wie sinnvoll die Benutzung einer solchen Suchmaschine ist, zeigt sich ganz schnell anhand eines Beispiels: der aktuelle sehr beliebte Flatscreen-Monitor Samsung Syncmaster 226BW ist 75mal vertreten - dabei reicht die Preisspanne von EUR 189,90 bis EUR 409,00, weist also eine Differenz von über 100 Prozent auf! Natürlich spielt nicht nur der Preis alleine eine Rolle bei der Kaufentscheidung, schließlich legen User im Netz Wert auf vertrauenswürdige Händler. Hier bietet Twenga die Möglichkeit, Bewertungen abzugeben, die sind allerdings in der deutschsprachigen Version noch sehr dünn gesät.

    Speziell was Einzelteile und Komponenten für Computer angeht, sind die Preisspannen immens hoch, aber Twenga qualifiziert sich auch für (weiblich) Fashion-Junkies: eine halbe Million Angebote findet sich allein im Bereich Mode. Customizing-Funktionen sowie die Möglichkeit, sich einen Preis-Alert zusenden zu lassen, sobald das gewünschte Produkt eine bestimmte Preisschwelle unterschreitet, machen die Registrierung durchwegs attraktiv - es handelt sich sozusagen um eine Longtail-Implementation des immer beliebter werdenden Reverse Auctioning, bei dem der Käufer den Maximalpreis angibt, den er zu zahlen bereit ist.

    Zwar stehen mit Ciao und Co. einige Konkurrenten in den Startlöchern, Twenga punktet allerdings mit dem unglaublich umfangreichen Inventar und dem sehr übersichtlichen Aufbau der Seite - wir Ösis allerdings leider natürlich darunter, dass nicht jeder deutsche Shop ins kleine Nachbarland liefert, trotzdem findet man immer noch ausreichend attraktive Angebote - wenn die Shop-Bewertungen erstmal ins Laufen kommen, stellt Twenga eine äußerst brauchbare Alternative zur Shop- und Produktrecherche via Google dar: denn wer bezahlt schon gerne freiwillig mehr als nötig?

    Microsoft stellt sich den Imagine Cup 2008 vor

    imagine cupOder auch nur vor. Ohne sich - immerhin existiert die Competition schon einige Jährchen. Thematisch dreht sich der Bewerb um Leidenschaft, innovative Ideen und spannende Anwendungen von Technologie. Im Fokus des Wettbewerbs, der sich in erster Linie an StudentInnen richtet, steht in diesem Jahr die Umwelt. Der Cup bleibt allerdings nicht auf Techniker beschränkt, unter den neun Kategorien finden auch künstlerisch begabte Medienbastler und Wirtschaftler eine passende Sparte.

    Folgende Kategorien kommen in Frage:

    • Rules and Regulations
    • Software Design
    • Embedded Development
    • Game Development
    • Project Hoshimi
    • IT Challenge
    • Algorithm
    • Photography
    • Short Film
    • Interface Design

    Im Finale treten die Teams weltweit gegeneinander an, zusätzlich existieren einzelne Länderbewerbe. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind lediglich MS-MitarbeiterInnen sowie deren Angehörige - die Preise sind durchaus lukrativ und zwar vor allem deshalb, weil sich die Veranstalterfirma fairerweise *nicht* sämtliche Verwertungsrechte an den eingereichten Projekten sichern. Hier die genauen Details zu Fristen und Preisen:

    Die Registrierung zum Imagine Cup ist seit 25. August 2007 möglich. Die erste Runde des Wettbewerbs (Software Design) startete am 1. September 2007 und endet mit einem lokalen Zwischenfinale im Mai 2008. Wie jedes Jahr veranstaltet Microsoft Österreich im Anschluss ein Fest, zu dem alle österreichischen Teilnehmer herzlich eingeladen sind. Die Sieger erwarten tolle Sachpreise! Die zweite Runde beginnt am 22. Februar 2008 und endet am 2. Mai 2008. Drei Wochen später werden die FinalistInnen bekannt gegeben. Wer es dort hin geschafft hat, ist vom 1. bis 8. Juli 2008 beim Imagine Cup Finale in Paris dabei. Je nach Disziplin gibt es schöne Preisgelder für die Finalisten: Dritte Plätze dürfen sich über 3.000 USD bis 5.000 USD freuen, den Zweitplatzierten winken fröhliche 4.000 USD bis 10.000 USD und die Sieger erhalten je nach Kategorie zwischen 8.000 USD und 15.000 USD. Das Software Design Siegerteam erhält 25.000 USD.

    Hier geht's zu den genauen Teilnahmebedingungen (in Englisch), und dort zur Anmeldung. (ebenfalls .en)

    LaFraise: neue Designershirts zu Diskonterpreisen

    Eigentlich dienen Trigami-Reviews dazu, ein Produkt oder Service bei BlogleserInnen bekannter zu machen. Seit meinem LaFraise Review bin ich allerdings selbst Stammkunde beim französischen T-Shirt-Dealer - kein Wunder, denn immerhin bekommt man hier limitierte, super-fette T-Shirt Designs zu Diskonterpreisen.

    LaFraise ist der größte T-Shirt Wettbewerb Europas: Designer können ihre Vorschläge laufend einreichen, die User stimmen über die beliebtesten Designs ab. Jedes Shirt bleibt auf 500 Stück limitiert, die ausgewählten DesignerInnen erhalten pro gedruckten Shirt EUR 1.000,-

    Die Qualitätsstandards sind hoch, sowohl beim Rohmaterial (gedruckt wird ausschließlich auf American Apparel Textilien) als auch beim Druckverfahren selbst: die Shirts von meiner ersten Bestellung sehen nach zahlreichen Wasch- und Bügeldurchgängen immer noch aus wie neu. Die Mehrheit des Sortiments kostet EUR 22,- pro Stück, meist sind aber auch einige verbilligte Exemplare verfügbar, die dann grade mal 11 Euros kosten. Descendant nennt Designer Leadfoot seine aktuelle Kreation, definitiv mein Favorit in der aktuellen Kollektion:

    Descendant

    Da ist wohl demnächst wieder mal eine Bestellung fällig... kann ja nie schaden, uns dran zu erinnern, von wem wir laut Papa Darwin abstammen!

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