Matthias Lüfkens hielt am eDay 2010 vergangene Woche die Keynote: der Social Media Experte des World Marketing Forum Davos rät Unternehmen, auf die eigenen Mitarbeiter als wertvollstes Web 2.0 Kapital zu setzen und sich nicht von (weitgehend unbegründeter) Angst vor negativen Konsequenzen und Kontrollverlust zu fürchten.
Im Video-Interview, das sich *kein* Social Media Berater (und die gibt's mittlerweile ja wie Sand an der Strandbar Hermann) entgehen lassen sollte, erzählt Matthias, den ich beim World Blogging Forum in Davos kennen gelernt habe, worauf Unternehmen bei ihren Social Media Marketing Aktivitäten achten sollten und woher der Trend-Wind 2010 weht:
Das Wichtigste zuerst: danke allen Sponsoren, Besuchern und Vortragenden des Videocamp Vienna 2010 und dem Team des Mediaquarter St. Marx für die perfekte technische Betreuung! Es hat Riesen-Spaß gemacht, gemeinsam mit ATV und Datenwerk das erste Online-Video Barcamp Österreichs zu organisieren, und ich bin froh, sagen zu können: die Mission Erfahrungsaustausch ist vollauf gelungen und ich freue mich schon aufs Videocamp Vienna 2011.
Am 31. Jänner beginnt in Wien die Volksbefragung 2010 - die Stadtregierung will die Meinung der Hauptstädter zu fünf paradigmatischen Fragestellungen wissen. Ein Schelm, wer keinen Zusammenhang mit der in diesem Jahr anstehenden Landtagswahl sieht: selbstverständlich nutzen Michael Häupl und sein Team die Gelegenheit als Wahlkampfauftakt. Begleitend zur Befragung bietet der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien allen Interessierten auf wienwillswissen.at die Möglichkeit, sich über die einzelnen Punkte zu informieren und vor alle die Pros und Contras zu diskutieren.

Fünfmal soll "ja" oder "nein" angekreuzt werden: es geht um HausbesorgerInnen in Gemeindebauten, ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen, die eventuelle Einführung einer Citymaut (no way!), 24-Stunden U-Bahn Betrieb am Wochenende und den umstrittenen verpflichtenden Hundeführerschein für sogenannte "Kampfhunde". Zu jedem Thema wurden zwei Blogger aufgefordert, Für- und Wider-Statements am begleitenden Weblog abzugeben. Heute ging mein Beitrag online: in Ganztagsschulen erweitern das Bildungsangebot spreche ich mich für ein flächendeckendes Angebot als Wahloption aus. Unter dem Titel Gegen die totale Bildung nimmt Patrick Minar die Gegenposition ein. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 15. Januar 2010 21:00 | bis | 16. Januar 2010 4:00 |
Am kommenden Freitag, 15. Jänner 2010, geben sich die Breakcore-Experten Hecate aus Berlin im 3Raum der Wiener Arena live die Ehre. Unterstützt werden sie von Death is not a Color, die mit "digital epileptic breaks-metal" das Publikum verstören, Bobby Velvet, dem A Capella Artist "from hell" und den Dystopian Dub Developments, die mit "Death Reggae and Glitchy Doom Dub" der Krone das Fass ausschlagen. Konservierte Sounds werden aufgelegt von Herrn Bitkid und Mister Adam Strang. All das wär an sich schon großartig genug, ist aber bloß der Zierrat zur eigentlichen Sensation: Oliver Stummer aka Tomoroh Hidari feiert in einem Rutsch seinen 35er und sein kürzlich abgeschlossenes Diplom. Selbstverständlich wird der junge Mann zur Feier der Nacht der "Master of Pataphysics" auch selbst musikalisch aktiv werden.
Keine Kartenverlosung, keine Gästeliste: Oli organisiert und veranstaltet die Party selbst, und 5 Euro Eintritt kann man nur als äußerst gastfreundlich bezeichnen. Also erst mal vorweg alles Gute, wir stoßen dann am Freitag an - mehrmals!
Das Skug schrieb unlängst über Oliver:
Langgedient im Erschaffen eigenartiger, verstörender, und immer spannender Sang- und Klangkonstrukte.
Ich persönlich sehe respektive höre das etwas anders - "verstörend" ist der Musikantenstadl, Tomoroh's Produktionen fand ich immer extrem groovig, technisch brillant und ausgesprochen originell; und wer jemals eine der legendären Dub Sessions besucht hat, wird die Party am Freitag ohnehin nicht verpassen wollen. Looking forward a lot, hier zum Reinhören der Track "Nothing" aus Tomoroh Hidari's letzer EP "Also spoke Zerothruster":
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Als Lektor an der Universität ist man digitale Touchpoints seit Semestern, pardon, Jahren gewohnt. Über das Univis-System wird die gesamte Verwaltung abgewickelt, Publikations-Funktionen, ein Kalender und weitere Features wurden auf den ersten Blick übersichtlich umgesetzt. Über das System melden sich Studenten auch zu Lehrveranstaltungen an, LV-Leiter nutzen das Interface zur Kommunikation mit der Gruppe. So weit, so sinnvoll - seit letztem Semester hat die Uni Wien allerdings ein neues System eingeführt, und die Änderungen bei der LV-Verwaltung (ich nutze nur diesen Teil von Univis) bereiten mir keine große Freude.
So war es im alten Univis problemlos möglich, die komplette Anmeldeliste inklusive Matrikelnummern und E-Mail Adressen der Teilnehmer zu exportieren - was ich am Semesterbeginn immer gemacht habe, um während der LV laufend mit der Gruppe zu kommunizieren bzw. Unterlagen zu den einzelnen Einheiten und Übungsarbeiten zu verschicken. Diese Export-Funktion fehlt im neuen System.
E-Mails kann man zwar nach wie vor verschicken, allerdings nur über das Webinterface. Das sieht dann so aus:
Wie auf dem Screenshot zu erkennen ist, zeigt das System zwar die auf Matrikelnummern basierenden Unet-Adressen an, allerdings ohne Namen. Mag mich penibel nennen, aber diese Umstellung halte ich für falsch verstandenen Datenschutz: ich kann mir kaum vorstellen, dass es in der Vergangenheit Probleme durch Spam-Missbrauch gab. Außerdem wäre eine händische Zuordnung von E-Mail und Name aufgrund der Matrikelnummer grundsätzlich ohnehin möglich, aber vollkommen sinnlos aufwendig.
Zusätzlich unangenehm ist der Zwang, Univis zu verwenden, aufgrund der Tatsache, dass reproduzierbar unter Firefox/Vista64 die Login-Maske nicht lädt - mit IE, Chrome oder Oper haut's hin. Allerdings ist das gesamte System so programmiert, dass die Back- und Forward-Buttons im Browser nicht funktionieren. Als ich mich dann am Freitagnachmittag einloggen wollte, um eine Termin-Koordinations-Mail zu verschicken, erfuhr ich, dass das System aufgrund von Wartungsarbeiten von Freitag bis Sonntag nicht benutzbar sei: kein Drama, aber definitiv lästig.
In dem Moment wurde mir dann auch klar, wie verwöhnt wir Web 2.0 Geeks vom Paradigma der Simplicity und Webstandard-konformen Social Media Applications sind. Natürlich ist ein solches Tool schwer mit General Interest Plattform wie Facebook vergleichbar, aber dennoch: Lehre ist zweifellos eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die nicht nur auf Fachwissen, sondern auch auf Vertrauen zwischen Lehrer, Student und Universität beruht. Ich denke, es wäre im Sinne der Qualitätssicherung erstrebenswert, die Kommunikation möglichst zu erleichtern. Man muss ja nicht gleich Twitter- und Facebook-Buttons ins Univis einbauen (obwohl: schlecht wär's nicht! :mrgreen:). Aber die Mailinglisten-Export Funktion mit Name und Matrikelnummer spart unnötige organisatorische Zusatzarbeit - und wie effektiv Tools wie Twitter, Mixx und Co. als Organisations-Tools genützt werden können, zeigen die aktuellen Stundenproteste deutlich. Also bitte mehr Social Media im nächsten Univis!
Dank Martin Staudinger sehe ich mich in der erfreulichen Lage, für den Werbeplanung-Summit am 16./17. Juli (also kommenden Donnerstag/Freitag) einen 2-Tages Konferenzpass im Wert von €588,- (!!!) zu verlosen. Veranstaltungsort sind die ehrwürdigen Hallen der Österreichischen Nationalbibliothek. Neben dem Vortrags- und Workshop-Programm sind auch Catering und die donnerstägliche Chillout-Party im Palmenhaus inkludiert, hier das vollständige Programm.
Verlost wird das Ticket bis morgen Abend um 18:00 Uhr unter allen datenschmutz Leserinnen und Lesern, die mindestens eine der folgenden Quests erfolgreich absolvieren:
@datenschmutzrss verlost 2-Tages-Ticket um €588 für
den Werbeplanung Summit: http://datadirt.net/summit #wpsummit
Wichtig: Bitte alle Aktivität hier in den Kommentare dokumentieren bzw. die Links zu den Ankündigungen / Tweets posten - nicht, dass irgendjemand ein Los zu wenig bekommt
Twitter-Extrabonus: zusätzlich werde ich von meinen Twitter-Accounts @datadirt sowie @datenschmutzrss bis morgen, 18:00 Uhr, einige Fragen verschicken, die mit dem Tag #wpsummit gekennzeichnet sind. Wer eine Frage als erster richtig beantwortet, erhält jeweils einen Zusatzpunkt.
Um an der Verlosung teil zu nehmen, muss mindestens einer der oben genannten Punkte erfüllt werden - für jede weitere Aktivität gibt's wie gehabt ein Zusatzlos. Die Ziehung morgen um 18:00 Uhr.
Die zwei Tagen dürften sehr spannend werden - aktuelle Informationen rund um die Veranstaltung gibt's am Werbeplanung:Blog, das gesamte Programm sowie Interviews mit den Referenten findet man auf summit.werbeplanung.at.
Besonders gespannt bin ich auf Eröffnungsansprache des österreichischen Twitter-Bundespräsidenten und ZIB-2-Ankermannes Armin Wolf, der in seinem Statement eine ganze Reihe von Fragen ein für allemal klären wird, unter anderem:
- warum es in Österreich keinen einzigen relevanten Blogger gibt und
- warum Online-Foren oft ärgerlich und meistens uninteressant sind
- warum traditionelle Medien nach wie vor wichtiger sind
Die Sache mit dem "relevanten Blogger" sehe ich nicht so - aber das liegt einfach nur daran, dass man mit deutschsprachigen Inhalten eben einen vergleichsweise eingeschränkte Zielgruppe erreicht und die Zahl österreichischer Intensivnutzer - um es mal diplomatisch auszudrücken - äußerst überschaubar ist. Aber sobald ein Blog nur mehr auf Englisch erscheint und tatsächlich relevant wird, nehmen es Old Media Guys mit eingeschränktem Verständnis des Konzepts "virtuelle Landesgrenzen" eben nicht mehr als "österreichisches Medienprodukt" wahr... zumindest würde niemand, der auch nur einen Funken Ahnung von den technischen Grundlagen des Web 2.0 besitzt, mir.aculo.us von Thomas Fuchs als irrelevant bezeichnen. Insofern denke ich, die Kategorie "relevanter österreichischer Blogger" ist ein einziger Missverständnis. (Huch, jetzt bin ich der provokativen Strategie des schlauen Fuchses, äh, Wolfs, doch tätsächlich auf den Leim gegangen.)
Aber über diese Fragen werden wir beim Werbeplanung Summit sicherlich ausführlich diskutieren -und wer weiß, vielleicht kann ich Armin Wolf ja sogar zu einem Statement vor der Kamera bewegen und das dann auf ATV hochladen - Piraten-Style
Danke an Martin für die Einladung - ich freu mich 2 intensive Tage, 1 exzessive Party und wünsche allen Gewinnspiel-Teilnehmern viel Glück bei der Verlosung!
Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind die BesucherInnen des datenschmutz Blogs. Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind bei allen Gewinnspielen ausgeschlossen. Über Gewinnspiele kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die TeilnehmerInnen erklären sich einverstanden, via E-Mail über zukünftige Gewinnspiele informiert zu werden und sie erklären sich damit einverstanden, dass im Falle eines Gewinns der auf datenschmutz eingetragene Username veröffentlicht wird.
Selbstverständlich werden E-Mail Adressen niemals an Dritte weitergegeben.
Im Übrigen gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.
| 7. Juli 2009 | ||
| 20:30 | bis | 22:00 |
Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe Internetforschung ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet Fake! Realität und Illusion, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!
Das Spektakel beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein - der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:
Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt's kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.
PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.
Früher waren spontane Menschenansammlungen unmotiviert und hießen Flash-Mobs, dank Micro-Blogging findet sich inzwischen so gut wie immer ein Grund für temporäre Verlagerung der Kontaktpflege vom Netz nach IRL. Am Donnerstag lud Jana aka @digiom in die Electric Avenue: vor der WienWeb 2.0 Installation wurde eine Flasche Prosecco geköpft (okay: entkorkt), um das 5.555ste Tweet-Update von Jana zu feiern:
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