Worte können die Glücksgefühle, die sich im ganzen Körper ausbreiten, wenn man nach der langen und dunklen Winterzeit zum ersten Mal am Bike sitzt, jedes Jahr aufs Neue nur unzureichend beschreiben. Aber dieser Saisonbeginn hatte etwas ganz besonderes zu bieten: während einem normalerweise bei den ersten Ausritten außerhalb der Stadt sofort der kalte Wind um die Knie pfeift, ging es heute sofort mit "Sommerbiking" los: Innenfutter obsolet - T-Shirt, Bikerjacke und los: zuerst über die Höhenstraße Richtung Kahlenberg, dann unterhalb des Cobenzl quer rüber und beim Kreisverkehr Richtung Exelberg - Wuppie! Ach ja, die SLR hatte ich auch im Rucksack, hier einige Impressionen vom Zweiradausflug:
Diesen Beitrag weiterlesen »| 23. März 2009 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Bereits in 150 Städten treffen sich weltweit Mobil-Experten immer wieder montags zum Erfahrungsaustausch. Initiiert 2000 in Helsinki, der Heimatstadt Nokias, kommt der mobile Montag mit nur neun Jahren Verspätung dank eines engagierten Organisationsteams endlich auch nach Österreich. Im Rahmen der "mobile internet 2009" Konferenz lädt das MoMo Austria Team am 23. März ins NH Danube City Hotel in Wien (1220, Wagramerstrasse 21), dieses erste Treffen ist der Auftakt zur einer Veranstaltungsserie, die dem traditionell recht veranstaltungslosen Montag einen Teil seines Schreckens nehmen soll.
"Just another manic Monday," sangen die Bangles in den Achtzigern. Und Momo, so die Abkürzung des Mobile Monday, hieß die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Michael Ende. In der Tag hat die Veranstaltung ein wenig mit Fiktion bzw. deren optimistischer Schwester Vision zu tun:
MobileMonday (MoMo) hat in über 150 Städten weltweit eine globale Community mobiler Visionäre geschaffen – und ist nun ab 23.3.2009 endlich auch in Österreich zu Hause.
Was im Jahr 2000 in Helsinki klein begann, ist mittlerweile zu einer weltweiten Institution herangewachsen: MobileMonday ist ein Raum zum Netzwerken sowie zum Wissens-, und Erfahrungsaustausch für Pioniere, Experten, Forscher als auch Unternehmer in der mobilen Industrie - stets in entspannter Atmosphäre und immer an einem Montag Abend.
Der Event könnte zwar auch MoMoMo heißen, denn Hauptsponsor ist die mobilkom Austria. Dennoch soll der Konkurrenzkampf zwischen den Big Players an diesem Abend keineswegs im Vordergrund stehen, internationale Vernetzung wird dagegen groß geschrieben, so die Organisatoren:
Wir müssen alle an einem Strang ziehen, denn nur gemeinsam werden wir die mobile Industrie in Österreich weiterentwickeln und wachsen lassen können. Es liegt uns am Herzen internationale Gäste und Referenten aus anderen MoMo- Communities einzuladen.
Dass T-Mobile und die mobilkom an einem gemeinsamen Strang ziehen, kommt wohl nicht allzu häufig vor, doch das Organisationsteam ist in diesem Fall äußerst bunt gemischt:
Das MobileMonday Chapter in Österreich wird ehrenamtlich von Experten aus der Branche organisiert. Hierzulande besteht das Gründerteam aus sechs "MoMo-nauten": Aleksandra Schmid (Country Manager - MMS GmbH), Markus Kritscher (CEO - Melon Mobile), Philipp Nagele (Produkt Manager T-Mobile), Jörg Hotter (CEO - Blackbetty), Peter Höflehner (Unternehmer) und Mark Kramer (Forscher "Mobile Learning"). Finanziell ermöglicht wird der MobileMonday Austria durch Sponsoren. Unterstützt wird die Initiative im Jahr 2009 durch die Hauptsponsoren mobilkom austria und DIMOCO.
In der Tat sind neue Ideen für die mobile Wertschöpfungskette gesucht: die Tarife sind längst im Keller, an SMS verdienen die Betreiber auch nur mehr dank der jüngsten Zielgruppe und mittelfristig wird Sprachtelefonie ein Datendienst neben anderen sein. Insofern dürften die Networking-Gespräche im Anschluss an die Podiumsdiskussion "Landscape of the Mobile Industry in Austria" (unter anderem mit Reinhard Zuba (mobilkom Marketing) und Jochen Punzet (Paybox) sehr interessant verlaufen. Die Veranstaltung richtet sich keineswegs ausschließlich an Branchen-Insider, wie Aleksandra Schmid erklärt:
Es ist uns wichtig auch Experten und Sprecher aus nicht-mobilen Branchen anzuziehen, denn gerade die Sicht einer Agentur oder eines Handelsunternehmens das mobile Technologien anwendet, ist eine Chance für uns Mobilisten über den Tellerrand zu schauen und innovativ Probleme zu lösen.
Für Buffet und Drinks ist gesorgt, die Teilnahme ist gratis, die Veranstaltungssprache Englisch und die Platzanzahl begrenzt. Anmelden können sich Mobil-Interessenten auf www.mobilemonday.at - ich werden mir den ersten österreichischen MoMo jedenfalls nicht entgehen lassen.
War ein netter Abend gestern - bis auf die junge blonde Dame, die eine herbe Enttäuschung erlebte, als sie bemerkte, dass nicht ihr Los mit der Nummer 48 die Squeezebox gewonnen hatte, sondern sie bloß den Zettel verkehrt herum hielt, haben sich alle prächtig amüsiert. Zweifellos könnte man mit längerer Vorbereitungszeit größere Twitterer-Massen mobilisieren, aber angesichts des kurzen Zeitraums und der höchst improvisierten Veranstaltung freuten wir uns sehr über knapp 500 Charity-Eulen für den afrikanischen Brunnenbau.
Jedenfalls kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich um das größte Wiener Twestival aller Zeiten handelte - Besucher erzählen schon jetzt ihren Enkeln davon! Big up an dieser Stelle an Hausherrn Manfred und DJ Smartula aka Ludwig, in dessen gestriger Playlist auffällig viele meiner cross-genre Favoriten eingestreut waren. Und wenn Twitter so weiterwächst, dann wohl in der Stadthalle
Heute hab ich das schöne Wetter ausgenutzt, um mich ein wenig mit dem CCD-Sensor meiner neuen EOS 40D vertraut zu machen. Wirklich eine tolle Einstiegsdroge in die Welt der digitalen Spiegelreflexfotographie - nach Jahren der Kompatkamera-, Handycam- und Digitalsucher-Tyrannei hab ich endlich wieder das Gefühl, selbst Bildregie zu führen. Resultat der ersten vollgeknipsten Compact Flash Karte sind die folgenden Impressionen aus dem Augarten.
| 28. Januar 2009 | ||
| 8:30 | bis | 18:00 |
Eine hochkarätig besetzte Auswahl an Keynotes, ein spannendes Thema und die Teilnahme ist noch dazu völlig gratis: wer am Event Visual Computing Trends 2009 teilnehmen möchte, muss sich lediglich vorab registrieren. Organisiert wird die Veranstaltung von Kompetenzzentrum VRVis in Zusammenarbeit mit der TU Wien, der ganze Tag lang dreht sich um den aktuellen Status Quo des "Visual Computing"
Visual Computing ist jener Wissenszweig der Computerwissenschaften, der sich mit dem Umgang von visuellen Informationen beschäftigt wie z. B. Bilder und Bildsequenzen in einem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang. Visual Computing hat sich aus der methodischen Verschmelzung von Bildaufbereitung, Computervision, Computergrafik und Visualisierung entwickelt und ist zum Innovationstreiber der gesamten Branche geworden.
Neben Gastgebern Prof. Werner Purgathofer von der TU Wien sprechen Prof. Horst Bischof (TU Graz), Prof. Thomas Ertl (Universität Stuttgart), Prof. Steven Feiner (Columbia Univ. NY) und David Luebke (NVidia Corp.) über Zukunftsszenarien (wissenschaftlicher) Visualisierung. Sicher eine tolle Gelegenheit, um sich einen Überblick über topaktuelle Entwicklungen zu verschaffen. Wer teilnehmen möchte, registriert sich via E-Mail, nähere Infos zur Veranstaltung gibt's auf der Homepage des VRVis.
Ort: Techgate Vienna, Donau-City-Straße 1, 1220 Wien
Datum: 28.1.2009
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| 2. Dezember 2008 | ||
| 16:00 |
Merkur mag der Gott des Krieges gewesen sein, Mercur dagegen ist eine güldene Statuette, die besonders innovativen Wiener Unternehmen von der Wirtschaftskammer verliehen wird. Am 2. Dezember haben innovationsfreudige Interessierte die Möglichkeit, bei der Mercur-Ausstellung im Tech Gate Vienna die eingereichten Projekte aus der Nähe kennen zu lernen, um 18:00 Uhr beginnt die ebenfalls öffentlich zugängliche Mercur Gala inklusive Preisverleihung und Feier.
Was habe ich mit dem Mercur zu tun? Keine Angst, datenschmutz hat mitnichten den Preis fürs innovativste Twitter-Marketing gewonnen (ich hab mich als "Involvierter" auch gar nicht beworben). Gemeinsam mit den Mastercodern Bernd und Roman habe ich das elektronische Einreichsystem für die Wirtschaftskammer konzipiert und programmiert. Die Einreichfrist ist längst zu Ende, die Gewinner der einzelnen Kategorien dürften bereits feststehen. Preise werden vergeben für die beste "Innovation allgemein", "Kreativität" (Multimedia) und den innovativsten Jungunternehmer:
Neben den Sonderpreisen FEMMINOVA und "Kooperation" wird auch der Sonderpreis ECONOVIUS verliehen – das innovativste Projekt eines Kleinunternehmens ist außerdem automatisch zum Österreichischen Staatspreis nominiert. Die Preise werden in einer Festveranstaltung Anfang Dezember verliehen, die Kategoriensieger sowie die Sonderpreisträger erhalten jeweils 1500 Euro.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftspreisen wurde die Einreichung bewusst knapp und einfach gehalten, schließlich haben Kleinunternehmen in der Regel recht begrenzte Ressourcen. Über 150 Teilnehmer gab es in diesem Jahr, wie auch aus gut informierten Insiderkreisen erfahren haben
Ich weiß nicht, ob Projekte aus dem Web 2.0 Umfeld vertreten sind, im Mai habe ich auf die Einreichmöglichkeit hingewiesen - Wiener Web-Bereich fallen mir einige potentielle Gewinner ein. Wer die Teilnahme in diesem Jahr versäumt hat, bekommt 2009 erneut die Chance zum Mitmachen.
Die Gala-Veranstaltung, bei der die Preise an die Kategoriesieger verliehen werden, ist öffentlich - interessierte Gäste sind gerne gesehen, und im Anschluss lädt die Wirtschaftskammer Wien zu Buffet und DrinX. Wer teilnehmen möchte, muss sich lediglich über dieses Formular anmelden und die Anzahl der Personen angeben.
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| 25. November 2008 | ||
| 18:00 | bis | 22:00 |
Jan A. Pocynek lädt am 25. November ins Museumsquartier zum ersten Wiener Punsch-O-Rama. In Anlehnung an das Open Space Prinzip ist dabei jede/r fürs eigene Häferl Punsch zuständig, die Messe zu Ehren des Heiligen St. Punschius beginnt um 18:00 Uhr und endet, wenn der letzte Schneemann geschmolzen und das letzte Häferl leergetrunken ist. Oder der Adventmarkt im Museumsquartier zusperrt.

Im Museumsquartier lud der österreichische Privatsender ATV gestern Abend zur Programmpräsentation. Der offizielle Teil verlief sehr zügig, nach einem kurzen und gelungenen Live-Auftritt der A Capella Heroes Bauchklang begann der ausgedehnte inoffizielle Part. Und Fernsehpartys sind nun mal um einiges glamouröser als Internet-Events - in der Hinsicht können Geeks definitiv nicht mithalten. Sehr gelungen auch das visuelle Setup in der Halle E: Strukt projizierten ihre organisch-verspielten Visuals auf mehrere Leinwände, darunter eine riesige, geschwungene Konstruktion, die mittels eines überdimensionierten Touchscreens (siehe Titelfoto) von Besuchern mit Logos und Botschaften beschickt werden konnte.
Programmtechnisch gab's wenig Überraschungen: ATV setzt weiterhin auf die Quotenbringer Doku Soaps und auf Dominic Heinzl, den Meister des losen Mundwerks - der war natürlich auch mit seinem Kamerateam bei der Arbeit. Spannend wird's ab Jänner im österreichischen Bewegtbild-Internet, wenn ATV die erstmals am vergangenen Wiener Barcamp präsentierte neue Videocommunity launcht. Für early birds wird's natürlich hier am Blog im Dezember einige Beta-Keys geben.
Einziges Ärgernis des Abends: ich hätte eine brauchbare kleine Digitalkamera einstecken sollen... denn so blieb mir nur das Handy für zwei Erinnerungsfotos - und bei dem schummrigen Licht reicht's gerade mal für Wiedererkennbarkeit.
Katrin Lampe zog in einem grandiosen silbernen Abendkleid ziemlich viele Blicke auf sich.

Wieder was gelernt: Sascha Walleczek tanzt gerne - ihr hat die Party anscheinend auch gut gefallen.

Für die passende Soundkulisse sorgte Samir H. Köck.
Das Catering war selbst für Buffet-Verwöhnte Feier-Profis ein absolutes Highlight. Von Copaloca habe ich nur die ausgezeichneten Vorspeisen mitbekommen, weil ich später mehrmals zu Gast am Asia Buffet, powered by Indochine 21, Halt machte - das war definitiv das beste Rote Rindercurry meiner bisherigen kulinarischen Laufbahn. Danke and Judith und ATV für die Einladung, war ein spitzenmäßiger Abend.
| 4. November 2008 | ||
| 19:30 | bis | 22:30 |
Nicht österreich- oder europaweit, keine Sorge. Bloß lokal begrenzt, genauer gesagt in den Örtlichkeiten des Aktionsradius Wien. Stephan Weber aka Mr. Drahdiwaberl, Liedermacher Herr Ronnie Urini, der gerade mit den mysteriösen 24/7 im Studio war, Robert Wolf von Chuzpe, Thomas Weber vom gap, Martin Blumenau von fm4 und Thomas "Kunsthalle" Miessgang diskutieren unter der kundigen Ägide von Musiklandschaftskenner Walter Gröbchen über das sperrige Thema: Anarchie & Alltag. Popkultur & Politik in Wien von 70er Jahren bis heute.
Das klingt nach einem umfangreichen Thema, vorsichtige Naturen bringen Schlafsäcke und Verpflegung für mehrere Tage mit. Und weil sich Anarchie und Türsteher irgendwie so gar nicht vertragen, ist der Eintritt gratis. Parallel eröffnet die WienBibliothek im Rathaus eine begleitende Online-Ausstellung, die Walter Gröbchen aus dem "Vorlass" Stefan Webers zusammengestellt hat:
Ganz dem Titel entsprechend präsentiert Prof. Stefan Weber himself die Geschichte der legendären Wiener Anarcho-Rock-Combo Drahdiwaberl. In Bild und Ton. Und zwar als zweifache Premiere: einerseits ist es die erste Ausstellung der Wienbibliothek, die ausschließlich (oder zumindest primär) im Internet stattfindet. Und andererseits gehen hier "Aural History" und das Web eine interaktive Verbindung ein, die die Geschichtslektionen des Prof. Weber - anhand seiner eigenen Tagebuch- Aufzeichnungen von 1969 - 1981! - zur sehr intimen, persönlichen Vorlese- und Erzählstunde machen.
Das Podiumsdiskussion findet übrigens im Rahmen das vom Aktionradius ausgerufenen Anarchiemonats statt. Dürfte gar nicht so einfach werden, zu diesem Thema neben Stefan Weber weitere prominente Proponenten zu finden.
Ort und Zeit: 4. November, 19:30 / Gaußplatz 11, Wien
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| 25. Oktober 2008 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Wer in Wien zugange ist und noch keine speziellen Pläne für den Samstagabend geschmiedet hat, hätte über eine Abstecher in den Rabenhof intensiv nachdenken sollen: dort wurden gestern ab 20:00 Uhr die jubiläums-lastigen 10. (in Worten: zehnten) Big Brother Awards verliehen. Dagmar Streicher und Thomas Rottenberg moderierten die Gala, als Laudatoren waren unter anderem der FM4-Blumenau, der Hypertext-Hrachovec und die Regie-Minck am Start, ganz zu schweigen vom Kabarett-Nowak von der Format-Mayerl. In das Kostüm des internationalen Special Guests schlüpft Eddan Katz von der Electronic Frontier Foundation.
"Stop Überwachungslawine" lautete das Motto in diesem Jahr, der Eintritt zur Veranstaltung war gratis und ein gewisser Unterhaltungsfaktor garantiert. Selbstverständlich haben die Adepten der fernmündlichen Kommunikation an Zeit-Raum-Paradoxien gedacht und die Action live ins ganz Universum gestreamed, Details auf BigBrotherAwards.at. datenschmutz Leser wissen vermutlich, dass die Veranstaltung nix mit Reality-Shows zu tun hat, Zufalls-Besuchern sei an dieser Stelle nochmal deutlich gesagt: der Name bezieht sich auf den "Großen Bruder" aus Georgie Orwells "1984", ausgezeichnet werden Personen, Firmen, Institutionen, die in besonderer Art und Weise Grundsätze des Datenschutzes mit den Füßen getreten haben.
Verständlicherweise bleibt so mancher Preisträger der Veranstaltung eher fern - ich glaub, wenn datenschmutz als übelstes deutschsprachiges Blog nominiert wär, tät ich mir die Trophäe auch nicht persönlich abholen. Bei den ersten BBAs habe ich noch ein bisserl mitgearbeitet und kann kaum glauben, dass seither schon wieder neun Jahre ins Land gezogen sind... die Big Brother Awards haben sich jedenfalls seither zu einer fixen Institution entwickelt. Man kann nur hoffen, dass kein medialer Abnutzungseffekt auftritt, denn zum Besseren hat sich in punkto Datenmissbrauch in den letzten Jahren nix gewendet, ganz im Gegenteil. Hier gibt's die Liste der Preisträger - als persönlich Betroffener find ich die UPC/Nominum Kooperation, bei der aus Domain-Tippfehlern Werbeprofile werden, ganz besonders übel.
| 9. Oktober 2008 | bis | 11. Oktober 2008 |
Nächste Woche findet in Wien ein für Cyberpunk-Historiker äußerst interessantes Symposion statt: Drei Tage lang beschäftigen sich interdisziplinäre Forscher in zahlreichen Vorträgen mit dem Thema Vor Google - Suchmaschinen im analogen Zeitalter. Beim Blick zurück sieht man bekanntlich immer ein völlig anderes Bild als seinerzeit, die Herstellung Retro-Rückbezüglichkeiten zwischen DMOZ und Metternichs Melderegister (Gemeinsamkeit: die ausführenden Organe befürworten ein strenges Regime) finde ich ein ausgesprochen spannendes Thema.
Alle Vortragenden aufzuzählen würde den Rahmen dieses Postings sprengen, dass die Fetzen nur so fliegen - organisiert haben das hochkarätige Get-Together Anton Tantner und Thomas Brandstetter, Veranstaltungsort ist die Wienbibliothek im Rathaus. Einen Timetable aller Vorträge mitsamt Abstracts bietet die Symposions-Homepage, der Zugang ist - sofern ich nix überlesen habe - ohne Anmeldung frei möglich. Ihr Thema umreißen die Veranstalter folgendermaßen:
Das Internet-Zeitalter beginnt seine Vorgeschichte zu schreiben: An Stelle der "politischen Haupt- und Staatsaktionen" rücken zunehmend Medien ins Zentrum des historischen Interesses, es werden Aufschreibesysteme, Datenverarbeitung und Übertragungstechnologien untersucht. Zu diesen Forschungen möchte das Symposion einen Beitrag leisten, indem es sich mit jenen Einrichtungen, Personen und Techniken beschäftigt, die als "Vorläufer" heutiger Suchmaschinen betrachtet werden können, seien es Staatshandbücher, Diener, Bibliothekskataloge, Fragebögen oder Zeitungskomptoire. Welche strukturellen Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen vergangenen und den heutigen Suchmaschinen? Welche Unterschiede lassen sich feststellen? Welche Utopien knüpften sich an die Suchmaschinen des analogen Zeitalters? Welche Formen von Kontrolle ermöglichten sie?
Auf jeden Fall ein Highlight: am Samstag spricht der ehemalige Leiter der Sonderkommission medianexus.net, Bernhard Rieder vom Département Hypermédias, Université de Paris 8, über ein nicht unsperriges Thema: "Zentralität und Sichtbarkeit. Mathematik als Hierarchisierungsinstrument am Beispiel der frühen Bibliometrie." Das klingt doch sehr nach einem Keyword-Dichten-Vortrag, bei dem SEOs noch was lernen könnten.
| 27. September 2008 | ||
| 22:00 | bis | 23:30 |
Jedes der raren Dubblestandart-Konzerte ist ein ganz besonderes Ereignis für sich. Wiener haben am Samstag im Café Leopold endlich mal wieder die Gelegenheit, Ober-Dubhead Paul Zasky, Herb Pirker (Gitarre), Ali Tersch (Schlagzeug) und Robbie Ost (Keys) live bei der Arbeit zu erleben. Damit nicht genug der frohen News: im März kommenden Jahres erscheint mit Return to Planet Dub ein neues Studioalbum. Vorher sind die Jungs aber noch ausgiebig auf Tournee: Paul spielt gemeinsam mit dem Subatomic Soundsystem eine Reihe von "Dubbing Extreme" DJ-Gigs in den USA, im März geht's weiter nach Jamaica.
Die Wartezeit bis zum Longplayer verkürzt erfreulicherweise eine neue 12-Inch, die in Europa, Kanada und den USA im Dezember auf dem deutschen Label Collision Records erscheint. Der Ankündigungstext lässt mir jedenfalls jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen:
[The new 12''] will feature Dubstep remixes from Subatomic Soundsystem(NYC)Tom Watson(Paris)Runnershigh(Vienna) reworking original Ariup/Lee Perry/Prince Far-I/Dub Syndicate material in a heavy weight 21st century style. Yes, it’s the dub virus sprawling...
Aber zurück zum samstäglichen Konzert: ich habe Dubbelstandart zuletzt vor rund einem Jahr im Flex gehört und damals einen begeisterten Review geschrieben (die legendäre PA lässt die heftigen Basslines natürlich besonders fein zur Geltung kommen), außerdem hab ich zum Release des letzten Longplayers ein Interview mit Paul Zasky geführt. (In diesem Posting gibt's auch einige Audio-Snippets.) Ich finde Dubblestandart auf Vinyl großartig, aber live legt die Band noch einiges drauf: Dubheads und Liebhaber von außergewöhnlich massiven Vibes dürfen sich diesen Termin keinesfalls entgehen lassen!
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Wer Dubblestandart noch nicht kennt, findet die komplette Diskographie auf der Band-Homepage, einige Alben sind bei Amazon erhältlich:
Komatrinken hat dieser Tage einen schlechten Ruf, der wohl aufs Trinken generell abfärbt. So leidet wohl die Einnahme antialkoholischer Erfrischungen ganz gewaltig - warum müsste sonst eine nicht genannt werden sollende österreichische Versicherung gemeinsam mit einem Wasserabfüller ganzseitige Inserate mit einer eindeutigen Botschaft schalten? Die lautet übrigens: Trinkt! Mehr! (Wasser.) Wasser sei gesund und eine wichtige Basis für ein gesundes Leben. Stimmt - so ganz ohne H2O wär das Leben ratzfatz vorbei. Was mich aber maßlos wundert, ist die empfohlene "Tagesdosis": wie die nachstehende Grafik erörtert, werden 1,5l pro Tag und Nase als ausreichend erachtet:

Nett war's gestern bei der von Meral organisierten Qype City Night im Le Cedre. Libanesische Vorspeisen (vor allem die hausgemacht Lammwürstchen) rocken ziemlich. Ich hab meinen Weg zur Schlemmerei auf Video festgehalten, leider ist die Bildqualität suboptimal - aber das wird sich ändern, sobald ich meinen neuen Camcorder hab - hier mal die youtube-Preview, Vimeo ist noch am Kodieren, ich werd's dann ersetzen:
| 16. August 2008 22:00 | bis | 17. August 2008 4:00 |
Mitte August steppt endlich wieder mal der Mashup-Bär im Wiener Fluc: Gravity feiert genre-grenzen-übergreifend mit DJ Ren aus Ungarn, DJ Koe von der PaxNicht Crew und Kulix Beats (disco 404). Die residents kodini und silent.wolf lassen sich den Platz hinter den 1210ern natürlich nicht nehmen. Wäre der Eintritt nicht sowieso gratis, würde ich ja Freikarten verlosen. Aber die Sause steigt überirdisch, in der Wanne sind die jungen Herren vom Club HotShit! mitsamt dem Live-Act "The Nothing Experience" zu Gast.
Die PA mag tief unter dem Praterstern (naja, so tief auch wieder nicht) zwar respekteinflössender grummeln, aber Gravity-Parties waren immer eine Garant für fröhliche Feierei, außerdem regiert der Flyer souverän:

Kostproben der bezaubernden Miss Ren gibt's auf myspace, dort treiben sich auch Koe und Kulix rum. Schade eigentlich, dass man sich den ganzen myspace-Stuff nicht gleich (vielleicht via Twitter?) als Klingelton aufs Handy beamen lassen kann... auf den genannten Profilen gäb's den einen oder anderen Track, der da durchwegs in Frage käme.