Mit einer klassischen Keynote hatte der Auftakt der Mix-Konferenz recht wenig zu tun. Nach einigen einführenden Yoyo Tricks erwartete die Besucher ein sehr, sehr langer (und für mich als Nicht-Entwickler stellenweise sehr, sehr langweiliger) Werbespot über die neue Generation von Microsoft Software Development Produkten, Silverlight 4.0 und vor allem die neue Windows Mobile Generation. An all diesen Fronten scheinen sich bei Microsoft gegenwärtig nämlich ziemliche Umbrüche abzuspielen.
Böse Zungen sagen: nach nur zwei Jahren hat's Microsoft geschafft, ein zeitgemäßes Touchscreen Betriebssystem zu entwickeln, das weniger auf eigene Ideen setzt als vielmehr Features von anderen Plattform "ausleiht". Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf gewiss nicht: Wer noch nie eine Palm Pre in der Hand hatte, mag Unified Messaging sensationell finden, und dass populäre Services wie Foursquare nun endlich auch auf MS-Telefonen komfortabel laufen, halte ich ebenfalls eher für Pflicht als Kür. Wirklich neu dagegen ist die Orientierung an sogenannten "Hubs": so sollen Musik-Apps wie Shazam an das "Musik-Subsystem" des Handys andocken und so weiter. Mit dieser Hub Integration soll die User Experience am Telefon "rich and always connected" sein. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 15. März 2010 | bis | 17. März 2010 |
Am Samstag fliege ich nach Las Vegas zur die Mix-Konferenz. Microsoft Österreich hat mich in die Welt-Hauptstadt des Glücksspiels eingeladen, und ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Ausflug nach Nevada, über den ich natürlich hier am Blog und via Twitter berichten werde. Nach meiner Rückkehr aus den Staaten wissen Sie und ich dann hoffentlich alles über einarmige Banditen, keusche Striptease-Clubs, neue Microsoft Webpublishing-Technologien und den Status Quo der Cloud.

Zudem ergibt sich sicherlich die eine oder andere Interview-Gelegenheit - denn unter an einen wohlbekannten Rechteverwertungs-Vertrag gemahnenden Namen "The Commons" hat Microsoft eine Hangout-Lounge eingerichtet. Dort werde ich rumhängen, wenn mir einzelne Vorträge zu code-orientiert werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der Kampf um Marktanteile am Sektor der Smart-Lifestyle-Phones wird härter: Apple bekommt Konkurrenz durch den BlackBerry Storm, Palm hat auch so einiges in der Hinterhand. Falls sich ein Hersteller erbarmt und brauchbare Hardware für Android rausbringt, könnte ein weiterer Konkurrent die Arena betreten - nicht zu vergessen die neuen Windows Mobile Devices von HTC. Diesen Spot finde ich jedenfalls sehr gelungen:
Drauf gestoßen bin ich bei Max, der dazu schreibt:
Bin ja gespannt wie in den USA dieser Zweikampf zwischen Apple und BlackBerry weitergeht, das wird sicher noch brutaler!
Dagegen ist der A1 Fernsehspot direkt harmlos, kommt aber bei den Lesern von Crackberry trotzdem sehr gut an:
Visuell sehr nett geworden, trotzdem würde ich die Bedienung mit Drumstick nicht unbedingt empfehlen. Bei Neuanmeldung gibt's den brombeerigen iPhone Angreifer im A1 Shop ab 49 Euros.
Twitter fehlen zwei ganz wesentliche Features: erstens kann man keine Gruppen-Feeds erstellen und zweitens bietet die Seite nirgendwo Statistiken über die eigenen Followers an. Auf die Gruppen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, das zweite Problem hat Twitterless elegant gelöst: der Service versorgt Pro-Tweeter und interessierte Laien mit enorm hilfreichen Zusatzinfos.
Wer die Übersicht über Unfollows und den zeitlichen Verlauf seiner "Fanbase" behalten möchte, wird auf twitterless nach kurzer Zeit nicht mehr verzichten wollen:
Twitterless will notify you when somebody stops following you and tell you who it is and your follower history is graphed out over time. Find out why you're losing or gaining followers.
Die Unfollow-Infos kommen als direct tweet, auf Twitterless selbst werden hochinteressante Zusatzfeatures angeboten: man kann die eigenen Followers nach Keywords filtern bzw. deren Posts durchsuchen - unglaublich hilfreich sowohl für die Jedi Knights als auch Sith Lords. Wer immer schon mal wissen wollte, wo seine Kontakte (vorgeblich) ihren festen Wohnsitz haben, wirft einen Blick auf das Google-Map Mash-Up.
Auch an Faule (und Twitter-User mit sehr vielen Followers) hat Twitterless gedacht: das den Regeln der Web 2.0 Höflichkeit entsprechende Follow-Back lässt sich anhand verschiedener Kriterien automatisieren:
Twitterless also provides mechanisms to auto-follow or auto-block users based on criteria you specify. Stop spammers and build your friends list without putting in any effort of your own.
Eher ein nettes Gimmick ist die Zusatzfunktion, direkt aus der Firefox-Adressezeile heraus zu tweeten - ich bevorzuge da ohnehin Twhirl am PC und TinyTwitter unter Windows Mobile.
Selbstverständlich befindet sich der Service in der Betaphase. Für die Registrierung ist also ein heiliger Beta-Code erforderlich. Um den zu erlangen, muss man reinen Herzens sein, einen Drachen besiegen und dessen Eingeweide unter einer dreijährigen Fichte vergraben. Die erste Taube, die man anschließend mit einer magischen Steinschleuder erlegt, hat den Code im Schnabel. Die weniger spektakuläre Möglichkeit wäre, tless auf Twitter followen und ein wenig Geduld aufbringen - mein Code traf nach eineinhalb Tagen ein. Für die nächsten Wochen und Monaten haben die Betreiber außerdem zusätzliche Features angekündigt: wenn da noch so etwas wie eine "Gruppenverwaltung" mit eigenen Tweet-Feeds dazukommt, dann wär Twitterless in der Tat die wollmilchfressende Eiersau. Mit oder ohne Tauben-Abschuss.
Höchste Zeit für ein Windows Mobile Update - denn ja, es gibt ein kleines gallisches Blogdorf, das sich der Vorherrschaft des Ei-Fons nicht beugt. Apples Telefon ist hübsch, mittlerweile existieren zahlreiche Applikationen von nützlich bis bling-bling. Aber Copy-Paste und eine komplette Tastatur sind nun mal die Kernfeatures, die ich unterwegs zum Arbeiten brauche, und insofern würde ich meinen HTC TyTn II niemals freiwillig hergeben. Und seit ich das Akku-Problem im Griff und eine perfekt funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung habe, gibt's gar nix mehr zu bemängeln.
Die HTC-Geräte werden meist als gebrandete Smartphones verkauft, T-Mobile etwa führt die Geräte unter der Bezeichnung "T-Mobile MDA" mit dezent angepasster OS-Oberfläche. Wer das Gerät im Originalzustand verwendet, dürfte sich erstmal über die absurd kurze Akku-Lebensdauer wurden: jeden Abend anstecken wär ja noch akzeptabel, aber mit häufigen E-Mail-Abrufen und einigen Telefonaten ist spätestens nach vier bis fünf Stunden Stromschluss. Und das liegt nicht primär, wie häufig in diversen Foren nachzulesen ist, am stromhungrigen Display, sondern am UMTS-Netz, das aufgrund der höheren Sendeleistung ungleich mehr Watt zieht.
Wer länger telefonieren möchte, sollte das UMTS-Band deaktivieren und "nur" im GSM-Netz online bleiben. Dank des Datenturbos Edge ist beim IMAP-E-Mailabruf und beim Besurfen schlanker Webseiten überhaupt kein Unterschied zu bemerken, dafür hält das Telefon bei normaler Benutzung locker zwei Tage durch. Die betreffende Einstellung ist allerdings ziemlich versteckt.
Um der Funkeinheit das Saugen abzugewöhnen, muss man zuerst das Telefonmenü aufrufen. Dorthin gelangt man von Startbildschirm aus nach einmaligem Drücken der grünen Taste. Hier geht's folgendermaßen weiter: Menü -> Optionen -> Tab "Band" wählen -> Netzwerktyp auf "GSM" einstellen (die zweite Einstellung bleibt auf "Auto"). So sieht das standardmäßig am MDA-Screen aus:

Wenn man unterwegs Online-Videos anschauen möchte oder datenübertragungs-intensive Aufgaben ausführt, kann man das UMTS-Band jederzeit on demand wieder aktivieren, in Normalbetrieb hilft das Abdrehen aber immens in punkto Akkulebensdauer.
Die erste Adresse für HTC-Zubehör ist der Hot-Wire Telekom Shop. Von Original bis 3rd Party Hardware findet man hier ein unglaublich breites Spektrum von Hardware-Erweiterungen. Betreiber Michael hat mich vor einigen Monaten mit Dockingstation & Co versorgt (die erhöht den Nutzwert des Geräts wirklich ungemein), vor meinem Kroatien-Urlaub habe ich von ihm eine neue Lieferung bekommen.
Dass ich mal mit einem Headset telefonieren, hätte ich definitiv nicht vermutet - zu schräg wirken auf mich Personen im Supermarkt, die sich scheinbar intensiv mit dem Gemüseregal unterhalten. Unterwegs ist das Bluetooth Headset Jabra BT5010 für T-Mobile MDA 3 so gut wie nie dabei, zuhause am Rechner, wenn das Smartphone in der Dockingstation steckt, erweist sich der Hands-Free Bonus als unglaublich hilfreich.
Die Featureliste des Headsets ist beeindruckend: Vibracall, ausziehbares Mikro, 300h Standby Zeit, Bluetooth 2.0, mehrfarbige LED-Betriebsanzeige - das klingt in der Theorie alles sehr gut und funktioniert in der Praxis perfekt und auf Knopfdruck. Aber wichtiger als alle technischen Daten ist der Tragekomfort, und der hat mich wirklich überrascht: das Gesamtgewicht der kabellosen Freisprecheinrichtung beträgt gerade mal 20 Gramm (!), der weiche und flexible Bügel schon das wahlweise linke oder rechte Ohr auch im Dauerbetrieb. Die Reichweite ist hervorragend, Telefonieren vom Nebenraum aus problemlos möglich, wenn auch die an sich exzellente Mikro- und Ohrhörerqualität logischerweise mit zunehmender Entfernung abnimmt.

Das Jabra BT5010 kommt mit Reiseladegerät, begnügt sich am heimischen PC aber mit USB-Strom. Die Kopplung ist im Nu erledigt, unterstütz werden die Bluetooth-Profile "Headset" und "Handsfree", damit ist das Gerät zu quasi allen Bluetooth-Handys kompatibel. Den Preis von EUR 32,90 finde ich in Anbetracht von Featureliste und Verarbeitungsqualität äußerst niedrig.
Außerdem habe ich die Dockingstation durch ein noch angenehmeres Modell ersetzt: die SB Dockingstation mit Akkuladefach und Netzteil für T-Mobile MDA Vario 3 gibt's um äußerst günstige EUR 25,90. Die Halterung wird via USB an den Rechner angeschlossen und kommt mit eigenem Netzteil und stylisher blauer Status-LED. (Aufladen über USB allein ist bloß eine Notlösung, da meist die Stromstärke viel zu gering ist.) Besonderheit dieser Docking-Station ist der eingebaute Ladeschacht für den Zweit-Akku: wer länger unterwegs ist oder einen ganzen Tag mit UMTS arbeiten möchte, wird diese praktische kleine Mulde sehr zu schätzen wissen:

Die alte Docking Station verwende ich zum bequemen Synchronisieren mit einem zweiten Rechner. Allein die Tatsache, dass das Gerät in augenfreundlichem Winkel am Schreibtisch steht, erhöht den stationären Nutzwert ungemein: eigentlich skurril, dass HTC/T-Mobile dieses essentielle Zubehör nicht gleich von Haus aus mitliefert.
Mittlerweile existieren diverse OS-Erweiterungen, die Windows Mobile ein touchflow-artiges Verhalten beibringen wollen. Das funktioniert aber bloß auf der obersten Hierarchieebene, sobald sich Programm öffnen, werden die Schaltflächen wieder so winzig, dass man ohne Stift kaum Trefferchancen hat. Und der iPhone-Touchscreen ist für die Finger-Bedienung einfach wesentlich besser geeignet. Aber jedes einzelne Mal, wenn ich ein Tweet oder eine SMS schreibe, dann freu ich mich über die eingebaute Tastatur
Die Gesundheit gehört zu den sensibelsten aller Themen: der Gesetzgeber gibt hier besonders strenge Kontroll-Richtlinien vor, die für erhöhtes Patientenvertrauen sorgen sollen. Doch Medizinstudium hin oder her: jeder, der schon mal wegen ein und desselben Gebrechens eine Odyssee durch verschiedene Arztpraxen erlebt hat, weiß ein Lied davon zu singen, dass die Unterschiede ganz beträchtlich sein können. Da wäre es doch praktisch, Informationen von "LeidensgenossInnen" direkt aus erster Hand zu erhalten! Exakt diese Idee verfolgt DocInsider, die größte Ärztebewertungscommunity Deutschland.
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Im täglichen Betrieb bin ich mit meinem Windows Mobile HTC-Gerät, von T-Mobile als MDA III verkauft, recht zufrieden: mit der passenden Software ist die eierlegende Wollmilchsau ausgesprochen alltagstauglich - eine der größten Schwächen allerdings ist die ausgesprochen kurze Batterielebensdauer. Michael vom Hot-Wire-Telekom Shop hat meine diesbezüglichen Postings gelesen und mir einige Zubehörteile zum Testen geschickt - vor allem der batteriebetriebene Notlader bereitet mir große Freude.
Größte Schwäche des Geräts ist ohne Zweifel der immense Stromhunger: ohne tägliches bzw. nächtliches Aufladen geht gar nix, mit HSDPA-Verbindung, ein paar Fotos und eventuell noch Navi aufgedreht ist der Akku im Handumdrehen (und damit meine ich knapp 3 Stunden Betriebszeit; also meinetwegen ein paar Handumdreher) leergesaugt. Also kein Handy für Globetrotter - und wirklich ärgerlich, wenn man mal abends länger unterwegs ist und das Bedürfnis nach Navigation, Kommunikation und dergleichen verspürt. Besonders ärgerlich ist dies deshalb, weil Windows ganz ohne Strom gerne mal so grundlegende Dinge wie die Uhrzeit vergisst. Abhilfe schafft ein sogenannter Notlader, der, mit vier AA-Batterien (respektive Akkus) bestückt, eine USB-Buchse zur Verfügung stellt, mit der sich die Zeit bis zur nächsten Steckdose überbrücken lässt. Ausgesprochen praktisch - wenn man den an sich recht handlichen Notlader im richtigen Moment zur Stelle hat.
T-Mobile liefert eine Schutzfolie mit - die sich allerdings unmöglich blasenfrei am Display anbringen ließ und nach mehreren diesbezüglichen Versuchen ziemlich ramponiert aussah. Insofern war ich bei der abwaschbaren Display-Folie von Brando auch relativ skeptisch, denn die Beschreibung verspricht:
Bei dieser Schutzfolie vom Markenhersteller Brando handelt es sich um eine der besten Schutzfolien am Markt. Einmal angebracht schützt Sie im Normalfall ein PDA-Leben lang.
Die Folie ist extrem hochwertig und langlebig und bietet optimalen Schutz vor Staub, Kratzern und Abnutzung.
Im bislang einwöchigen Praxistest erwies sich der Displayschutz dann aber wider Erwarten als ausgesprochen tauglich: die relativ dicke und robuste Folie lässt sich streifen- und blasenfrei anbringen, beeinträchtigt in keinster Weise die Touchscreen-Funktion (eher im Gegenteil) - dieses Schnäppchen kann ich allen PDA-Besitzern (die Folien gibt's für alle gängigen Modelle in jeweils passender Größe) nur uneingeschränkt empfehlen.
Lästig ist auch, dass T-Mobile standardmäßig keine "Dockingstation" wie vom Nokia Communicator gewohnt mitliefert - also hängt der MDA normalerweise am USB-Kabel, versucht verzweifelt Strom zu saugen, wird aber eh nicht satt und liegt irgendwo am Tisch rum. Und man kommt nicht umhin, dauernd zwischen Netzteil und USB-Kabel hin- und herzustecken. All diese Lästigkeiten beseitigt eine Dockingstation: das Gerät steht leicht angewinkelt waagrecht, lässt sich also besser ablesen. Die Station ist zum einen via USB mit dem Wirtsrechner verbunden, verfügt aber zusätzlich über ein externes Netzteil, das nerviges Umstecken überflüssig macht - ob Strom vorhanden ist, zeigt eine schicke blaue LED an.
Ein weiteres Usability-Problem löst der Y-Adapter mit 3fach Ausgang: standardmäßig verfügt das HTC-Gerät nur über einen Multifunktionsanschluss - die besagte Kabelpeitsche macht daraus zwei USB-Ports und eine Standard 3.5mm Kopfhörer-Buchse, der die Verwendung handelsüblicher Ohrhörer ermöglicht. Einer der beliebtesten Zubehörartikel ist die Passivhalterung der Firma Richter, die mit diversen Modulen kombiniert werden kann - ich hab mich natürlich für die Fahr-/Motorrad-Halterung entschieden. Bei High-Speed Manövern in Kurven allerdings besteht durchaus die Gefahr, dass auftretende Fliehkräfte den MDA nach oben wegrutschen lassen - hier empfiehlt sich wohl ein zusätzlicher Gummiriemen.
Im Hot-Wire Shop finden MDA-Besitzer eine riesige Auswahl an vergleichsweise günstigen Accessoires, sowohl für HTC als auch für Nokia und BenQ-Geräte. Die Zubehörliste für meinen MDA, der bei HTC den hübschen Namen "Kaiser" trägt, ist riesig: von neuen Kleidern (in Form diverser Taschen) über Bluetooth-Sets fürs Auto bis hin zu Ersatzakkus, Lautsprechern und sogar Reparaturwerkzeug reicht die Palette: Hot-Wire-Telekom.de ist ein Online-Paradies für MDA-Gadget-Geeks - da macht das Testen Spaß
Wie an dieser Stelle schon mal erwähnt bin ich seit einigen Wochen hocherfreuter Besitzer eines HTC-Geräts, in meinem Fall gebrandet als T-Mobile MDA III. Mein kleiner Tricorder* verrichtet brav seine HSDPA, WLAN, Bluetooth und GPS Dienste, mittlerweile hab ich auch schon einiges an brauchbarer Software entdeckt und werde daher in unregelmäßigen Abständen immer wieder mal Windows Mobile Tipps veröffentlichen. Los geht's mit einigen Hinweisen zur reibungslosen Synchronisation auch bei aktivierten Firewall sowie ein paar Software- und Stromspar-Tipps.
Microsoft Active Sync nutzt das TCP-IP Protokoll zur Synchronisation des mobilen Geräts. Häufig entstehen dadurch allerdings Probleme mit Firewalls - die windows-eigene FW macht natürlich keine Schwierigkeiten, aber ZoneAlarm und Co. kommen mit der Synchro ganz und gar nicht zurecht. Weil's aber erstens lästig und zweitens unsicher ist, bei jedem Abgleich die Firewall runterzufahren, kann man mit einigen händischen Eingriffen Abhilfe schaffen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung zur Konfiguration der weit verbreiteten ZoneAlarm (Pro) Firewall bietet Microsoft hier.
Im Prinzip geht's darum, den ActiveSync Komponenten WCESMgr.exe, Wcescomm.exe, Rapimgr.exe und CEAPPMGR.exe unter dem Punkt "program control" vollen Zugriff zu gewähren inklusive E-Mail Versand, da diese Ports anscheinend wohl auch benötigt werden. Alle vier Dateien finden sich im Active-Sync Ordner, standardmäßig zu finden unter C:\Program Files\Microsoft ActiveSync bzw. C:\Programme\Microsoft ActiveSync in deutschsprachigen Windows-Versionen. Zusätzlich muss das ActiveSync TCP Protokoll für alle Ports freigegeben werden. [Wobei ich mich mit meinen bescheidenen Firewall-Kenntnissen allerdings Frage, ob allein die Benennung dieses Scheunentors möglicher böswilliger Software nicht ebenfalls einen Eingang öffnet? An Kommentaren von IT-Experten dazu bin ich sehr interessiert.]
Wesentlich mehr Spaß macht so ein Device natürlich mit umfangreicher Softwareausstattung. Die Standard-Programme für Office- und Netz-Anwendungen brachte mein digitaler Assistent bereits mit; mittlerweile habe ich die vorinstallierte Software um einige äußerst nützliche Progrämmchen erweitert:
Das von T-Mobile MDA III getaufte Gerät wird vom Hersteller als HTC TyTN II oder auch HTC Kaiser bezeichnet. Es handelt sich um ein vergleichsweise neues Modell, und die vielen stromhungrigen Chips fordern ihren Tribut: wer vorher ein normales Handy gewohnt war, das problemlos mal drei Tage ohne Aufladen durchhält, wird umdenken müssen: mein HTC will jeden Tag mindestens einmal an die Steckdose.
Gravierend verlängern lässt sich die Akkulaufzeit, indem man nicht benötigte Kommunikationsprotokolle abdreht, also beispielsweise WLAN nur dann aktiviert, wenn man es auch tatsächlich verwendet. Leider gibt's für den mitgelieferten 1350 mAh Akku noch kein stärkeres Austauschmodell. Theoretisch ließe sich der PDA zwar an jedem USB-Anschluss aufladen, da er über einen Mini-USB Anschluss verfügt; mein brandneuer Compaq-Laptop allerdings liefert ausschließlich mit einem Dual-USB-Kabel, das zwei Ports auf einen Mini-USB Anschluss zusammenführt, ausreichend Ladestrom - selbst beim Anschluss an meinen externen powered-Hub geht der Aufladevorgang quälend langsam vonstatten, sodass trotz dieser Möglichkeit das Ladegerät auf Ausflügen, die länger als einen Tag dauern, immer dabeihaben sollte.
Seit zwei Tagen besitze und -nutze ich ein Windows Mobile Device... als ich das erste Mal ds im mobilen IE aufgerufen habe, war sofort klar: ein Mobile Plugin muss ganz dringend her!
Am eigenen Leib ist der Leidensdruck bekanntlich immer am größten - auf meinem alten Nokia Communicator hab ich datenschmutz immer via S80 Opera besurft, und dank des wohl breitbildigisten Breitbilds aller Mobilgeräte war die Anzeige auch recht akzeptabel. Auf meinem brandneuen HTC Vario III sieht die Sache schon wieder ganz anders aus: der Windows Mobile Internet Explorer stellt zwar grundsätzlich mehr oder weniger alle div-Elemente dar, würfelt aber so einiges durcheinander. Also musste eine Mobile-Version her, und zwar ohne dedizierte Adresse: wenn ein User mit einem Smartphone erstmal die "normale" Adresse aufrufen muss, um dann erst den Link zur Handheld-Version zu suchen, dann verfehlt ein solches Plugin ziemlich seinen Zweck. WordPress Mobile Edition von Alex King erkennt mobile Geräte anhand der normalerweise stets mitgeschickten Browserkennung; sollte ein spezifisches Device mal nicht erkannt werden, hilft ein Aufruf von http://alexking.org/who.php und der anschließende Versand des angezeigten Referrers an den Autor - Alex hält seine Plugins immer sehr aktuell, also keine Sorge, falls die Sache nicht auf Anhieb klappt.
Die Installation erfolgt im guten alten Oneclick-Verfahren: wp-mobile.php ins Pluginverzeichnis hochladen und den Folder wp-mobile ins Template-Directory (Vorsicht: ins Template-Dir, und nicht ins Plugin-Verzeichnis!), anschließend noch das Plugin aktivieren und fertig. Konfiguration im Backend ist keine notwendig: standardmäßig erzeugt WP-Mobile ein simples, textlastiges Design, das auf allen Mobilbrowsern flink lädt und auch auf kleineren Screens noch sehr übersichtlich aussieht. Wer Anpassungen im Layout vornehmen will, sollte einen Ahnung von HTML und CSS haben: die Templatefiles liegen im wp-mobile Ordner und können natürlich beliebig angepasst werden (Aber bloß nicht zu sehr grafisch aufpimpen, sonst führt man den Zweck der Erweiterung ad absurdum.)
Neu hinzugekommen ist in der aktuellen Version des Plugins übrigens der akm_mobile_link() Template Tag: damit kann man einen Link zur mobile Version an beliebiger Stelle anzeigen lassen - sehr praktisch zum Testen der eigenen mobile Version, falls man gerade mal kein Smartphone zur Hand hat. Natürlich ist das Plugin auch im WordPress Repository verfügbar.