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datenschmutz via Twitter: Hier postet der Frosch-Bot

ds via twitterAuf meinem persönlichen Twitterprofil @datadirt twittere ich auf englisch, außerdem halte ich recht wenig von der Vermischung von Auto-Posting und Human Account. Aus diesem Grund habe ich nun mit einiger Verspätung ein eigenes Twitter-Konto für den datenschmutz-Feed eingerichtet. Sprich: sobald ein neues Posting online geht, schickt der datenschmutz Frosch-Bot ein Tweet über den Account @datenschmutzrss raus.

Natürlich ist der Account (ebenso wie mein persönlicher) auf Auto-Follow eingestellt. Wer die aktuellen Postings also gern via Microblogging abonnieren möchte und einen Follower dazubekommen will, die oder der folge meinem fleißigen Frosch-Bot – in diesem Kontext möchte ich auch nochmal auf die Twitter Auto-Follow Accounts Liste auf datadirt verweisen, die stetig wächst. :mrgreen:

datenschmutzrss auf Twitter

Möglich wird das erwähnte Auto-Posting durch den erwähnten Frosch-Bog, der das Plug-In Twitter Tools von Alex King benutzt, welches eine saubere 2-Weg Integration implementiert: man kann sowohl Posting-Ankündigungen raus jagen als auch die eigenen Tweets am Blog darstellen falls gewünscht. Ebenfalls sehr zu empfehlen: Twitterbacks.com, denn dort findet man zeitsparende Photoshop-Vorlagen für den persönlichen Twitter-Hintergrund.

Blogistan Panoptikum KW39 2008

fireworksBarcamp-bedingt fällt der Wochenrückblick diesmal etwas kürzer aus – denn die letzten zwei Stunden war ich mit dem Bearbeiten und Sortieren meiner Fotos beschäftigt, siehe das vorige Posting. Wie gewohnt war’s ein spannendes und intensives Wochenende. Wichtigste Erkenntnis: ich muss demnächst mal unbedingt einen näheren Blick auf das Semanta WordPress Plugin werfen. Denn das semantische Web ist nicht nur Liebkind der Forschung, sondern das mächtigste SEO-Tool aller Zeiten… warum? Das erklär ich ein andermal :mrgreen: Einen guten Kurzeinstieg ins Thema mit weiterführenden Links bietet dieser Artikel. [via Jana].

Mr. Fancypants beleuchtet eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts zum heiklen Thema Soziale Netzwerke, bei der Facebook in punkto Privacy am vergleichsweise besten abschneidet – nicht, dass mich das überraschen würde.

Der Seoptiker hat ein Interview mit einem polnischen Search Quality Manager von Google geführt (Nein, an dieser Stelle folgt kein nationalistischer Witz. Auch wenn sich’s extrem anbieten würde und ich die Zähne zusammenbeißen muss.) Die Tätigkeit klingt jedenfalls nicht nach meinen Traumjob:

Ich arbeite im Search Quality Team. In erster Linie schaue ich nach Spam in den SERP’s, damit die User sich nicht über die Ergebnisse ärgern. Das ist meine Hauptaufgabe. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Kommunikation mit den europäischen Webmastern.

Yigg setzt weiter auf den unterschätzten Wirtschaftsfaktor negatives Wachstum und Google zelebriert mit einem Uralt-Index a.d. 2001 seine glorreiche Vergangenheit: man könnte also durchaus von einer retro-aktiven SEO-Woche sprechen. Sumphil hat übrigens eine sehr interessante Überlegung zum Thema Index-Snapshots und Datenschutz angestellt:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solch pauschale Archivierung dieser enormen Datenmengen in Europa auch nur annähernd an die Grenze des Erlaubten stoßen würde, geschweige denn die öffentliche Zugänglichkeit. Immerhin gab es auch schon damals Websites mit personenbezogenen Daten, und die vermeintliche “Jugendsünde” ist plötzlich nicht mehr nur ein peinlicher Moment, sondern oft auch anderer, z. B. mit juristisch relevanter Natur. Und seien es nur die heute peinlichen öffentlichen Liebesschwüre an die Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Verflossene…

Total Disclosure: Baynado hat seine Septemberzahlen veröffentlicht – das erinnert mich unangenehm ans dunkle Zeitalter, als ich noch Analytics verwendet hab :mrgreen:

Google auf alt getrimmt: 2001 reicht nicht? Mit Goog’old können SERP-Historiker Indexvergleiche vornehmen, und zwar dank Searchlab. SEOs bevorzugen in der Regel hat bekanntlich aktuelle Infos…

Ich bin der Memetracker: Ein Trendtool mehr macht noch keine Sommer, schadet aber auch nicht, speziell wenn’s von kompetenter Stelle kommt:

Die Google Blogsuche wurde um einen Memetracker erweitert. Welche Themen in der Blogosphäre aktuell am stärksten diskutiert werden wird jetzt angezeigt.

Pfennigfuchserei auf bloggisch: Eine ganze Latte deutscher Blogger veröffentlichen ihre monatlichen Einkommen. Und die Freude über das Kleinvieh, das ordentlich Mist macht, ist ausgesprochen groß.

Froschnews der Woche

Auf Kwerfeldein gibt’s ein nettes Feature über die Froschperspektive, selbstverständliche meine bevorzugte Kameraposition. Macht aber nur mit einer SLR so richtig Sinn…

Video der Woche

So ein rückwärts abgespieltes Feuerwerk besitzt durchwegs hypnotische Qualitäten – eine sehr gelungene Compositing-Arbeit von Michael Brodner: sowas funktioniert als Online Video eben nur in HD:

Und das war’s auch schon wieder mit dieser Woche. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wünsche eine angenehme Sonntag-Nacht; wir lesen uns am Montag.

WordPress Plugins: Mehr Komfort für den Admin

komfortadminDer hart arbeitende Blogger, der sein kärgliches Werbebrot Werbebrot verdient, während digitaler Schweiß langsam auf das CMS tropft, freut sich über jeden eingesparten Mausklick. Eine Reihe von Plugins verschreibt sich ganz der Schonung des Zeigefingers und versprechen mehr Komfort und schnelleres Editieren im Admin-Bereich. Von Ozh Admin DropDown, ein Ersatz herkömmliche CMS-Hauptmenü, bis hin zu Admin Management Xtended, einem Ajax-Hack für die Posting-Übersichtsseiten, stehen eine ganze Reihe von Plugins bereit, die CMS-Füchsen das Leben leichter machen wollen. In diesem Posting stelle ich jene Tools vor, die mir mittlerweile sehr ans Blogger-Herz gewachsen sind und auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

Inhaltsverzeichnis:

Admin Dropdown Menus

Mit der aktuellen WordPress-Version hat sich im Backend einiges verändert, etliche ältere Dropdown-Plugins versagen mittlerweile ihren Dienst, aber es gibt reichlich Ersatz. Mir gefällt das Admin Drop Down Menu von ozh am besten: das Menü frisst minimalen Screenspace und verkürzt die Klickwege ganz gewaltig, da man jeden Unterpunkt sofort erreicht:

The lazy and the productive will love it: all admin links available in a neat CSS driven drop down menu. No need to click on “Manage” then “Pages” to edit pages, go to any admin page from any admin page.

 


Ozh Admin Dropdown Menu

 

Außerdem existiert eine API für Plugin-Programmierer, die ihrem Stück Code ein eigens Icon mit auf den Weg geben möchten. Für die Standard-Menüpunkte nutzt das Plugin die ausgesprochen hübschen famfam Icons, die sich aber auch abdrehen lassen.

Wer, aus welchen Gründen auch immer, eine Alternative sucht, findet diese in Form von Lighter Menus, das etwas anders aussieht, aber im wesentlichen die gleichen Funktionen bereit stellt, beide Plugins kommen mit eigener Options-Seite im Settings Menü.

Wer sich zusätzlich das Einsteigen ins Backend komplett ersparen will, sollte für die Blog-Frontside einen Blick auf den WordPress Admin Bar werfen: Vipers Plugin generiert ein Admin-Dropdown-Menü, das eingeloggten Usern die jeweils für sie zugänglichen CMS-Menüpunkte anzeigt.

Schneller Bulk-Editieren

Admin Management Xtended ergänzt die Übersichtsseiten des CMS um einige sehr nützliche Editing Funktionen. Da dabei Ajax zum Einsatz kommt, erspart man sich nicht nur das einzelne Aufrufen aller Postings, sondern sogar den Seiten-Reload:

 

xtendedscreen
Admin Management Xtended

 

Diese Funktion benötigt nicht jeder Blogger – Autoren, die Postings für zukünftiges Publishen vorprogrammieren und Blogger, die öfter mal nachträglich die Kategorien ändern, werden die Zusatzfunktion lieben. Im Detail bietet AMX folgende Funktionen:

Dieses Plugin fügt in die Artikel-/ und Seitenverwaltungsansicht einige Icons ein, mit denen man per AJAX einige Eigenschaften der Artikel/Seiten bearbeiten kann, ohne die Seite neu laden zu müssen. Dazu zählen die Umschaltung der Sichtbarkeit, Ändern des Datums, des Titels, des Page slugs und Ändern der Seitenreihenfolge via Drag’n’Drop, Inline Kategorie Management und Inline Tag Management.

Kommentare managen auf lässig

Was wäre das WordPress-Backend ohne ozh? Jeder Blogger weiß, dass konsequentes Moderieren und Beantworten der eigenen Beiträge vitale Bestandteile für längerfristigen Erfolg darstellen. Out-of-the Box kann WordPress hier allerdings nicht überzeugen: Kommentare direkt im Backend zu beantworten ist nicht vorgesehen, der Admin muss das jeweilige Posting aufrufen und dort seine Antwort hineinschreiben. Absolute Comments macht Schluss mit diesem unnötig komplizierten Procedere und stellt auf der Kommentar-Übersichtsseite einige äußerst praktische Funktionen bereit.

 

absolute-commentsscreen
Absolute Comments

 

Direktes Antworten, Löschen und Editieren gehen mit Ajax’ Hilfe und danke der smarten WP-Integration wesentlich schneller von der Hand.

Viel mehr Plugin-Übersicht

WordPress Better Plugin Page macht Schluss mit lästigen Suchorgien: eine Reihe von Icons und durchdachte Filterfunktionen (z.B. nur Plugins anzeigen, die upgedatet werden wollen) kommt jenen Blogger entgehen, deren Plugin-Collection mittlerweile bereits ausufert:

 

better plugin page
Better Plugin Page

 

Editierfreie Meta-Optionen

Wer häufig sein Theme ändert und dabei auf konsistente Meta-Infos achtet, ist häufig im Text-Editor zugange. Extended Options holt folgende Optionen und Template-Metainfos, die normalerweise nicht via CMS bearbeitet werden können, ins Backend:

  • Archive meta links
  • Relationship meta links
  • Favicon meta links (blog and dashboard)
  • OpenID meta links
  • MicroID meta links
  • Geo tag meta links
  • Robots meta links
  • Enabling/disabling author archives
  • Enabling/disabling 404 headers
  • Enforcing www. preference
  • Protocol discovery meta links (Atom, RSD, WLW)
  • Enabling/disabled generator meta link
  • General meta add-in content
  • General comment form add-in content
  • General footer add-in content

Optischer Zierrat fürs Backend

Seit der Version 2.5 unterstützt WP unterschiedliche Colour-Schemes im Backend, jeder Admin kann dabei sein eigenes Set wählen. Wer die Mühe des CSS-Stylens scheut und Wert auf Farbgestaltung legt, greift zum COLOURlovers’ AdminCSS Designer von Ozh. Mit diesem Plugin erstell man das Admin-Farbschema ohne Editieren ganz komfortabel im Backend.

Die genau Funktion des Plugins erläutert ein Screencast.

Usability +1

Nicht alle der hier vorgestellten Plugins sind für jedes Anwendungsszenario sinnvoll – speziell heavy Blogger werden allerdings jede Zeitersparnis zu schätzen wissen: denn schließlich möchte man die kostbare Zeit lieber fürs Schreiben als fürs Posten der Artikel verwenden! Hier zur Übersicht nochmal alle Download-Link der beschriebenen Plugins im WordPress-Directory:

WordPress: Plugins für bessere Suchfunktion

wplogoVorgenommen hab ich’s mit schon länger, letztens bin ich endlich mal dazu gekommen, meine Sidebar ein wenig abzuschlanken. Ganz oben auf der Prioritätenliste: eine bessere Suchfunktion. Viele bunte Icons mussten der sommerlichen Hitze weichen, ganz oben im Fokus der rechts-seitigen Aufmerksamkeit steht ab sofort die Searchbox, die dank des LiveSearch-Plugin und Kommentar-Index auch Usability-technisch aufgepimpt wurde.

Wer in Zeiten präventiven Generalverdachts ganz auf Javascript verzichtet, für die/den ändert die LiveSearch gar nichts – alle anderen ge-ajaxten Surfer bekommen direkt während des Eintippens ihres Suchbegriffs einen floating-Layer mit der Ergebnisliste angezeigt. Gibt’s mehr als zehn Treffer, führt der Link “Alle Resultate” ebenso wie der Klick auf den Search-Button zur herkömmlichen Such-Ergebnisseite.

Möglich macht’s ein Plugin namens Live Search Popup – nach der Installation muss man lediglich entweder ein Codesnippet für die gesamte Suchbox oder wahlweise nur für die Anzeige des Layers an passender Stelle im searchform.php-Template einfügen. Standardmäßig kommt der Popup-Layer in blau-weiß daher (aber keine Sorge, ohne bayrisches Karo!) Backend-Settings gibt’s keine – wer Anpassungen an das eigene Farbschema vornehmen will, muss einen Blick in die CSS-Datei des Plugins werfen und gegebenenfalls die Header- und Pfeilgrafiken sowie die pixelgenaue Position anpassen. Ächtüng, Template-Bastler: damit das ganze reibungslos funktioniert, muss die id der Such-Inputbox “s” sein.

Besser mehr suchen

Die hauseigene Suchfunktion von WordPress beschränkt sich auf Postings und umfasst nicht mal statische Seiten – Einstellmöglichkeiten gibt’s so gut wie keine. Wer die Suchfunktion einfach nur auf Kommentare und statische Seiten erweitern möchte, greife zu Search Everything – oder zum ungleich mächtigeren Search Unleashed, das einen eigenen Suchindex aufbaut und damit auch für performante Searches sorgt. Außerdem können User dadurch die gewohnten Wildcards verwenden – und die Trefferwahrscheinlichkeit steigt ganz immens an. Einzelne Beiträge, Seiten und Kategorien lassen sich übers Backend komfortabel ausschließen, Syntax-Highlighting der Suchbegriffe im Lauftext ist ebenfalls optional möglich.

Die beiden Plugins vertragen sich ganz hervorragend; ab sofort sind sämtliche datenschmutz-Beiträge, Seite und Kommentare im Volltext und mit Wildcards durchsuchbar und es gibt keinen Grund, die irgendwie immer ein wenig cheesy wirkende seitenweite Google-Suche zu verwenden.

WordPress Plugin: Textbausteine definieren mit Shortcut Macros

Ein altes Indianersprichwort lautet: je mehr repetitive und/oder unnötige Tätigkeit ein WordPress-Plugin dem Blogger abnimmt, desto höher seine Nützlichkeit. Demnach gebührt Shortcut Macros die Höchstwertung, denn das Plugin erlaubt die Definition beliebig vieler Shortcuts, die im Editor durch bestimmte Text/Code-Bausteine ersetzt werden.

Alex King hat eine ganze Latte an so praktischen Erweiterungen geschrieben, dass man im Nachhinein durchaus geneigt ist, das Wort “unverzichtbar” in den Mund zu nehmen. Shortcut Macros empfiehlt sich, wenn man beispielsweise bei manchen Texte bzw. Fotos immer wieder Copyrighthinweise hat bzw. für jede Art von wiederholendem Textbaustein.

Nach Upload und Aktivierung des Plugins findet man im Menü “Einstellungen” fortan den Punkt “Macros”. Selbige beginnen immer mit einem doppelten Doppelkreuz, also “##” – dieses Zeichen dürfte normalerweise so gut wie gar nie in freier Wildbahn vorkommen, damit sind irrtümliche Ersetzungen weitgehend ausgeschlossen. Die angelegten Textbausteine können alle Zeichen bzw. Formatierungen enthalten, die in WordPress-Beiträgen erlaubt sind. Pro Zeile gibt man eine “Variable” sowie den Text, durch den sie fortan ersetzt werden soll, an. Trägt man nun im Editor die vorher definierte ##variable ein, so ersetzt das Script sie beim Abspeichern durch den zugehörigen Textbaustein – simpel und effizient.

Die jeweiligen Shortcuts werden in den Beitragstexten sofort beim Speichern bzw. beim Publishen ersetzt – man spart sich also schlichtweg eine Menge Tipparbeit, denn die Einsatzgebiete sind vielfältig: von immer gleich bleibenden Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen bis hin zu ab und verwendeten Style-Angaben bietet sich der Einsatz bei allen wiederkehrenden Textteilen an, die im Beitrag selbst und nicht im Template-Code vorkommen.

LL-Support: Lang lebe der Textbaustein!

Der Support von Linklift war noch nie preisverdächtig, aber der bloße Versand von Textbausteinen unter dem falschen Vorwand menschlicher Absender kann auf Dauer nur kontraproduktiv sein; ich hab einige meiner “minor Sites” dort vor einigen Monaten eingestellt – eine davon wurde aufgrund zu geringen Pageranks abgelehnt.

Mit dem letzten Google-PR-Update stieg der PR der betreffenden Seite allerdings kräftig von 1 auf 3 – für die Domain habe ich derzeit nicht wirklich Verwendung, also dachte ich mir: auf ein Neues! Ging aber nicht, also habe ich folgende Anfrage über das LL-Kontaktformular geschickt:

Hallo,
meine Domain www.domain.tld hat inzwischen PR3, ich möchte gern einen Adspace anmelden – das system sagt aber, dass der xy.tld Adspace bereits existiert – bitte um Support diesbezüglich, mfG, ritchie pettauer

Auf diese Anfrage bekam ich einige Tage später folgende Antwort:

Hallo Herr Pettauer,
vielen Dank für Ihre E- Mail. Entschuldigen Sie bitte die Verzögerung in der Bearbeitung Ihres Anliegens. Sie haben diese Seite bereits bei uns zur Vermarktung vorgestellt. Da wir Ihnen kein effektives Vermarktungsangebot unterbreiten konnten, haben wir diese nicht freigeschalten. Dazu haben Sie bereits am 30.01.2007 eine E- Mail erhalten. Durch die Ablehnung der Seite sind die Daten bereits im System hinterlegt und daher erhalten Sie diese Meldung. Leider können wir Ihnen auch zum heutigen Zeitpunkt kein effektives Vermarktungsangebot unterbreiten.
Ich bitte um Verständnis und möchte mich für Ihr Interesse an unserem Dienst bedanken.

Nun denn, auf eine Neues: immerhin hieß es damals ich könne die betreffende Seite aufgrund zu geringen Pageranks nicht eintragen, also antwortete ich:

S.g. Fr. XY,
erstmal vielen Dank für die Auskunft, aber ich bin dennoch verwirrt: Sie haben mir damals mitgeteilt, dass der Grund der zu niedrige PR sei und die Seite eingestellt werden könne ab PR3 – hat sich an Ihren diesbezüglichen Richtlinien in der Zwischenzeit denn etwas geändert?

mfG,
ritchie pettauer

Und bekam daraufhin folgende immens aufschlussreiche Antwort:

Hallo Herr Pettauer,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung, bezüglich der vermarktung Ihrer Seite www.domain.tld. Wir freuen uns, dass Sie die Zusammenarbeit mit LinkLift erweitern möchten, können Ihnen jedoch auch zum heutigen Zeitpunkt keine effektiven Vermarktungsangebote für die oben genannte Seite unterbreiten.
Ich bitte um Verständnis, möchte mich für Ihr Interesse an unserem Dienst bedanken und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.

Eingehen auf Kundenanliegen? Oder doch lieber dran vorbeigehen? Die betreffenden Mailwechsel jedenfalls zeigen, dass ein Tracking-System für Kunden-Rückfragen, wie’s von den meisten Service-Dienstleistern eingesetzt wird, durchwegs keinen unnötigen Luxus darstellt. Der Original-Mailwechsel allerdings war ohnehin unten angehängt; arme Frau XY, die dürfte ziemlich zu tun haben mit Serviceanfragen… erst das WordPress Plugin Skandälchen und dann noch so ein toller Support: das trägt sicherlich ungemein zur Seriosifizierung des Service bei. Oder war das gesuchte Wort doch Kafkaeskisierung?

Rating-Plugin für d/s: Quantifizierung muss sein

Die Illusion der Präzision durch die Übersetzung komplexer Sachverhalte in simple Zahlen bescherte uns schon so manches schöne Zitat: bereits Winston Churchill wollte keiner Statistik trauen, die er nicht selbst gefälscht hatte. Dennoch sind Votings und Ratings ein fester Bestandteils des Zweitgenerationsweb – deswegen und trotzdem gibt’s ab sofort Artikelvotings auf datenschmutz.

Mal gucken, ob die verehrte Leserschaft (ja, Sie sind gemeint!) damit was anzufangen weiß – auf der Startseite im blauen Balken unter der Überschrift bzw. in der Einzelartikelansicht am Ende des Textes finden sich die gar nicht ominösen 5 Sternderl. Bewerten kann jede/r, Registrierung und/oder Login sind (genauso wie fürs Kommentieren) nicht erforderlich. Dank Ajax wird das Ergebnis ohne Reload sofort nach dem Klick auf die gewünschte Wertung angezeigt – man sieht dann auch gleich, wieviele BesucherInnen bereits abgestimmt haben.

WordPress Plugins: WP-PostRatings

Möglich macht’s ein Plugin von Lester Chan, der für einige meiner Lieblings WP-Plugins verantwortlich zeichnet, gefunden habe ich WP-PostRatings über das WordPress.org Plugin Directory. Installation und Konfiguration gehen schnell von der Hand – lediglich eine zusätzliche Codezeile muss an die gewünschte Stelle im single.php bzw. index.php Template-File eingefügt werden, um die Ratings zu aktivieren.

Die Rating-Abstufung, die Grafiken sowie die angezeigten Texte sind übers Backend sehr flexibel konfigurierbar, ein mitgeliefertes Widget ermöglicht die Anzeige der am höchsten bewerteten Artikel im Sidebar. Um diese “Topliste” sinnvoll zu nutzen, müssen allerdings erst entsprechend viele Votings gesammelt. In diesem Sinne freu ich mich über jede Stimme und bin neugierig auf die Ergebnisse, ob gefälschte Statistik oder nicht: Zahlen vermitteln immer ein (ungerechtfertigtes) Gefühl der Objektivität :-)

Wikio kombiniert Social Media und RSS Aggregation

wikiologoWiki-ohh! datenschmutz.net wurde aufgenommen bei Syndikationsplattform Wikio und befindet sich am ehrenwerten 1794sten (in Worten: tausendsiebenhundertvierundneunzigsten) Platz. Die Plattform ist mir eine ausführliche Vorstellung wert, denn die Macher haben sich eine schlaue (wenn auch noch leicht gewöhnungsbedürftige) Kombination aus flexiblem RSS-Reader und Social News Plattform ausgedacht.

Also bloß 1793 deutschsprachige Blogs vor mir… die Mediasphäre regieren übrigens souverän König Niggemeier und Kronprinz Indiskretion, Stefan rockt auch die Gesamtwertung, gefolgt von Roberts BasicThinking, der dafür das High-Tech Ranking sein eigen nett. So, jetzt wären also beide verlinkt, ohne die Ergebnisse zu verfälschen, denn:

Die Position eines Blogs im Wikio-Ranking hängt von der Anzahl und dem Gewicht der Links ab, die von anderen Blogs eingehen.
Das Gewicht eines Links hängt vom Ranking des verlinkenden Blogs ab. Bei unserem Algorithmus hat ein Link, der von einem Blog im Top-Ranking ausgeht, mehr Gewicht als eine Link von einem schlechter gewerteten Blog.
Wikio berücksichtigt Links der letzten 120 Tage.

Somit kann’s eine Weile dauern, bis die angemessene Rankingposition erreicht ist, da Wikio verständlicherweise erst ab dem Tag der Freischaltung mit dem Quantifizieren beginnt. Ich bin jedenfalls gespannt, wo ds in drei Monaten landet.

Was kann die Plattform?

wikioEndlich mal eine Seite, die nicht das Technorati-Ranking API-mäßig ansaugt und frisiert, sondern die sich auf ihren eigenen Algorithmus verlässt! Herr Wikio ist zweifellos anders als all die anderen Mädchen, was sich bereits am (für mich nicht wirklich intuitiven) Farbleitsystem und der irgendwie wikiartigen Oberfläche zeigt. Konkret beläuft sich der Wiki-Teil auf die Möglichkeit, neben den default-mäßig angezeigten Karteireitern “News”, “Blogs” sowie den erwähnten Rankings eigene Tabs anzulegen, die sich auf eigenwillige Weise “personalisieren” lassen, und zwar entweder durch die Einbindung von RSS-Feeds, oder aber durch die Wahl entsprechender Tags.

Die Logik der Stichwortauswahl erschloss sich mir dabei auch nicht auf den dritten Blick: anscheinend wir eine Zufallsauswahl an Tags angezeigt, mit jedem gewählten Tag verändert sich diese – ob nach unerfindlichen Regeln (Subthemen sind’s jedenfalls nicht) oder tatsächlich zufällig, macht keinen Unterschied: Wikio jedenfalls gibt mir zuverlässig nicht nur das Gefühlt, die Zentralperspektive zu verlieren, sondern schlichtweg gar keine zu haben – vielleicht das konsequenteste Blog-Syndikations Interface bis dato.

wikioDie Idee, mehrere Tabs anzulegen, erleichtert die Übersicht ungemein: man stellt sich je nach Präferenz eine Politik, eine Web 2.0 Seite etc. zusammen – und clustert so thematisch die aktuellen Themen rund um die eigenen Informationsbedürfnisse. Verwendet man auf einer solchen Profilseite zugleich RSS-Adresse und Tags, so stellt Wikio alle News in einer chronologischen oder nach Relevanz (s.u.) sortieren Liste dar – wobei grafisch gekennzeichnet ist, welche aus RSS-Feeds stammen und welche News der Tagfilter aggregiert hat.

Wie wächst die Plattform?

Über die Anzahl der derzeit syndizierten Blogs und Newsquellen hält sich Wikio bedeckt, zumindest konnte ich keine Zahl finden – dem Eindruck nach zu urteilen, aber nicht gerade wenige. Befindet sich die eigene Seite noch nicht darunter, so schafft das Anmeldeformular Abhilfe. Wer bloß einen einzelnen Artikel eintragen möchte, findet dazu ebenfalls ein passendes Formular. Für die Einbindung auf die eigene Seite stehen diverse Buttons zur Verfügung, von statisch bis dynamisch. Mittels eines Wikio WordPress Plugins lässt sich eine Abstimmungsbutton im Nu hinzufügen – der bei mir allerdings einen php-Fehler erzeugte. Mal sehen, ob ich das Script noch zum Laufen bringe.

Die Grundidee Wikios, Syndikationsfunktionen mit einem News Voting und frei konfigurierbaren Karteireitern zu verbinden, finde ich spannen. Inwiefern sich betreffenden Votes auf die Platzierung der Artikel oder andere Faktoren auswirken, erschließt sich allerdings nicht unbedingt auf Anhieb. Während die chronologische Liste nach Datum vorgeht, scheint die Relevanz-Ansicht Votes und andere Kriterien zu kombinieren. Im Detail weist die Bedienung einige Tücken auf: so erfährt man zum Beispiel die eigene Ranking-Position, indem man nach seinem Blog sucht. Als ich heute von meiner Freischaltung erfuhr, hab ich das gleich mal gemacht – und bekam bei der Blogsuche nach “datenschmutz” 0 Treffer zurück. Knapp vor dem Mail an den Support fiel mir noch ein, nach datenschmutz.net zu suchen – et voilá, mein kleines Web 2.0 Experimentallabor tauchte plötzlich auf.

vorläufiges Fazit

Wikio vereint bekannte Medienmetaphern auf eine erfrischend neue Weise. Einiges ist verbesserungsfähig: ganz oben auf meiner Wunschliste stünde etwa eine RSS-Listenübersicht zusätzlich zur standardmäßigen Newsdarstellung – in punkte Lesekomfort bei vielen abonnierten RSS Feeds finde ich Bloglines noch immer ziemlich konkurrenzlos. Die Verbindung von Social News Plattform und personal RSS Aggregator bietet aber viele Entwicklungsmöglichkeiten – ich werde die Seite jedenfalls im Auge behalten.

Sphere It: für die Fisch’

sphereSphere indiziert Blog- als auch Newsplattformen und bietet verschiedene Browser Plugins an. Matthias Bauer hat vor kurzem ein WordPress Plugin veröffentlicht. Sphere Related Content soll ähnliche Beiträge finden – für nicht-englischsprachige Blogs zahlt sich der Einbau derzeit aber keinesfalls aus.

Frage an Radio Eriwan: Was macht Sphere It?
Antwort: Auf deutschsprachigen Blogs im Prinzip nichts. Außer die Ladezeit gewaltig zu verlängern.

So schnell der Einbau gelingt und so gut die Darstellung als schattierter CSS-Layer, der sich über die Seite legt, gefällt: bei der eigentlichen Kernfunktion versagt Sphere im deutschsprachigen Raum völlig. Ich habe das WordPress Plugin in den vergangen zwei Wochen ausprobiert, doch selbst bei Beiträgen mit englischen Begriffen im Titel hieß es immer nur “no related articles found”:

 

spherescreen

 

Besser gefüllt, aber ohne irgendwelche erkennbaren Zusammenhänge, präsentierte sich die Rubrik “Bloggers talking about this topic”. Keinerlei Mehrwert also, dafür eine deutliche Verzögerung der Ladezeit – und deswegen habe ich das SRC gestern wieder deaktiviert.

Schade eigentlich, denn ein solches Tool böte sowohl Autoren als auch Lesern beträchtlichen Mehrwert, der natürlich mit der Qualität und dem Umfang des indizierten Datenmaterials steht und fällt. Während im klassischen Journalismus ein spezifisches Regelsystem und solche Dinge wie Nachrichtenwertfaktoren eine Rolle spielen, finden sich solche Notwendigkeit eines analogen Mediensystems im Internet derzeit bloß als Transitionsphänomen wieder: wenn die Technologie das Auffinden einer Multitude von Standpunkten erlaubt, ist das ohnehin fragwürdige Projekt der “Objektivierung” eigentlich gar kein erstrebenswertes Ziel mehr. Dies gilt für Blogger, die ja funktional betrachtet keineswegs Journalisten sind, umso mehr: nicht umsonst spielen Vernetzungsfunktionen wie Trackbacks eine so wichtige Rolle in Blogistan.

Im anglo-Netz funktioniert Sphere bereits jetzt recht gut – wer ein englischsprachiges Blog betreibt, könnte mit dem Plugin durchaus etwas anfangen.

Blogistan Panoptikum Woche 28 2k7

Diese Woche wurde in Blogistan ausgiebig die Zulässigkeit gesponserter Links in WordPress Themes diskutiert, nachdem Matt Cutts angekündigt hat, solche Templates von WordPress.org zu entfernen – BloggingPro hat eine gute Zusammenfassung der Diskussion online, Jeremy hält die Entscheidung für schwachsinnig. Und dann ist da natürlich noch diese gewaltige Hitzewelle, deshalb fällt der Wochenrückblick diesmal etwas kürzer aus als sonst…

Nein, im Ernst: die sonntäglichen Mußestunden zur Zusammenfassung der Wochengeschehnisse wichen den ersten Schritten am Weg zum Dedicated Server: seit vorgestern nenne ich das Root-Login zu einer dedizierten Maschine mein eigen, und heute habe ich meine ersten Einschulung in die Untiefen von Debian 64 Bit und Webmin bekommen – danke Ben! Ich bin ausgesprochen zuversichtlich, dass ich den nächsten Tagen datenschmutz übersiedeln werde – die fallweisen Performanceprobleme zu Peak-Zeiten werden dann der Vergangenheit angehören… außerdem bietet ein dedizierter Server einfach mehr Flexibilität. Also hab ich derzeit eher weniger Zeit zum Schreiben und schraube dafür virtuell in den Eingeweiden meines DS5000 rum.

Evil Marketing Tactics

BloggerInnen sind sich weitgehend einige, das hat auch die Abstimmung auf datenschmutz ergeben: Feeds will man werbefrei lesen. Wer die Wahl hat tut sich leicht… aber ich prognostiziere mal ganz ohne Glaskugel, dass eine weite Verbreitung von Werbung in RSS-Feeds bald genauso gängig sein wird wie Werbeschaltungen auf Blogs. Begrenzt Feedburner derzeit Werbeschaltungen noch auf jene Einträge, die mindestens 500 Abonnenten haben, so bietet Text-Link-Ads bereits jetzt die Möglichkeit, auch den RSS-Teil des eigenen Blogs zu monetarisieren. Nach dem Aufkauf durch Google könnte sich die Werbepolitik Feedburners ebenfalls schnell ändern – Werbung in RSS-Feeds kommt so sicher wie das Amen in der (katholischen) Kirche. Eine recht interessante Alternative zu Aggregatoren stellte John Chow vor: das Feed Footer WordPress Plugin rotiert bis zu zehn Code-Schnipsel – die natürlich auch Werbeschaltungen sein können – im Footer-Bereich des Feeds. Der Autor des Plugins ist sozusagen Mikro-Monetarisierungs-Spezialist und zeichnet auch für das beliebte Buy-me-a-beer Plugin verantwortlich. Prost!

Geschichtliches und Nützliches

Robert bloggt über die Anfänger der Blogosphere: der Erfinder des Begriffs durchlebte anscheinend einen gravierenden sozialen Abstieg, man kann nur hoffen, dass dies nicht das unabwendbare Schicksal eines jeden Blogpioniers darstellt :-) Perun trägt neue Kleider, Subvertandprofit nimmt ab sofort auch StumbleUpon Aufträge entgegen und Iza kämpft mit ihrer Küche. Und ich verbringe die restlichen 30 Sonntags- und die ersten paar Montagsminuten mit weiterer Rumbastlerei am Sörva!

PS aka Das Tool zum Wochenende: bei Blackhat-SEO hab ich einen Keyword-Recherche Helfer gefunden, der anscheinend durchwegs was taugt.

Google und Feedburner – mehr als eine Liebeshochzeit

Die aktuelle datenschmutz Titelstory dreht sich um den Aufkauf Feedburners durch Google: Der Suchmaschinenriese freut sich über neues Datenfutter, die User des beliebtesten RSS-Aggregationstools bekommen ab sofort die vormals kostenpflichtigen Pro-Features gratis. Für Ö1 matrix hab ich die folgende Kolumnen zum Thema “Zukunftsperspektiven” verfaßt (erschienen auf oe1.orf.at im Juni); damals war allerdings noch nichts bekannt über den Wegfall der monatlichen Gebühren für professionelle Statistiken.

Was vor wenigen Tage noch als Gerücht im Netz kursierte, bewahrheitete sich am 23. Mai: Google erwart für 100 Millionen Dollar die RSS Aggregator-Plattform Feedburner und stärkt damit vor allem sein Blog-Portfolio.

Die Reaktionen der Netzgemeinde auf die Neuerwerbung Googles fielen großteils verhalten euphorisch aus – wurde früher jede Businesstaktik des Quasi-Monopolisten frenetisch bejubelt, so gestaltet sich der Applaus immer endenwollender, seit der Suchmaschinenbetreiber sich vom smarten Platzhirsch zur netzumfassenden Krake entwickelt hat. Die Neuerwerbung passt natürlich ganz hervorragend ins Web 2.0 Konzept, denn mit Feedburner stehen Google plötzlich ganz neue Möglichkeiten der Monetarisierung des Adsense-Produkts zur Verfügung.

Feedburner zählt zu den Sonnenkindern des Web 2.0 Booms: die Betreiber konzentrierten sich seit der Gründung im Jahr 2003 voll und ganz auf die Aggregation von RSS-Feeds. Dieses plattform-unabhängige Format macht Webseiten maschinenlesbar, erlaubt den problemlosen Austausch von Inhalten zwischen verschiedenen Domains und wird zunehmend dazu benutzt, um die Beiträge aktualitätsbezogener Webseiten zu abonnieren. Besonders rasante Verbreitung fand das Format in der Blogosphere, stellen die Feeds doch eine ideale Möglichkeit dar, um Weblogs bequem zu abonnieren: ein Besuch der Homepage bei jedem neuen Beitrag entfällt.

Theoretisch könnte die Feedfunktion auch benutzt werden, um nur kurze Teaser anzubieten, die jedoch bei den LeserInnnen meist auf wenig Akzeptanz stoßen – die überwiegende Mehrzahl der Blogautoren bietet ihren LeserInnen daher werbefreie Volltextversionen an. Jede moderne Content-Managment Software kann solche Feeds generieren. Der Feedburner-Server schaltet sich zwischen den Originalfeed und die Abonennten und stellt dem Seitenautor eine ganze Reihe nützlicher Features zur Verfügung, dazu gehören genaue statistische Auswertungen ebenso wie umfangreiche Zusatzfunktionen. Viele Pro-Blogger leiten ihren RSS-Feed komplett über die Plattform um und nutzen die kostenpflichtige Version, die eine noch genauere statistische Auswertung ermöglicht.

Manche Experten sehen bei Google beginnende Probleme mit den Economies of Scale: zwar verfügt die Firma über die wohl beeindruckendste weltumspannende Serverarchitektur des gesamten Netzes, doch blieben viele Erwerbungen der letzten Jahre mehr oder weniger unbeachtet liegen. Die ehemals florierende Weblog-Plattform Blogger dümpelt seit dem Aufkauf im Web 1.0 Status dahin, myspace scheint weitgehende sich selbst überlassen zu bleiben – Analytics allerdings erfuhr kürzlich ein umfassendes Update, das kommerziellen Statistik-Tools nahezu die Existenzgrundlage entzieht.

Die Zukunft von Feedburner allerdings steht wohl kaum in den Sternen, denn strategisch betrachtet stärkt sich Google gleich an mehreren Fronten. Den Fehler, zwangsweise Werbung in den Feeds schalten, sollte die Firma freilich nicht machen, denn diese wäre die Markteintrittschance für eine neue RSS-Plattform: die wenigsten Autoren stellen ihre Arbeit gerne freiwillig Dritten als Werbefläche zur Verfügung. Wahrscheinlicher ist wohl, dass Google sein Adsense-Revenue-Share Modell anpasst und Webmaster an den Werbeeinnahmen beteiligt. Bereits jetzt stellt Feedburner eine komfortable Möglichkeit zur Verfügung, ab 500 Abonennten Werbung im Feed zu schalten: eine Verheiratung dieses Features mit Adsense ist daher mehr als wahrscheinlich.

Zum Zeitpunkt des Aufkaufs verwaltete Feedburner rund 420.000 RSS-Adressen. Neben dem zusätzlichen Werbekanal wird Google wohl auch die Chance nützen, die hauseigene, aber bisher kaum genutzte Blogsuche mit den indizierten Inhalten aufzupolieren. Dagegen nehmen sich die Blog-Portfolios von Microsoft und Yahoo geradezu bescheiden aus: bleibt nur abzuwarten, ob es Google demnächst auch noch gelingt, sich Technorati einzuverleiben – mit dem Kauf der größten und populärsten Weblog-Aggregationsplattform wäre ein weiterer Abschnitt im Monopol-Puzzle komplett.

Weiterführende Links:

Blogistan Panoptikum Woche 27 2k7

Frank Helmschrott hat einen lesenswerten Vergleichsartikel zum Thema Drupal vs. WordPress verfasst, der falsche Steve Jobs schreibt über Negropontes 100$ iPhone, Helge preist die die neue Einfachheit von Powerpoint-Präsentationen und Sabrina berichtet vom the gap Außeneinsatz beim Nova Rock Festival. Im Übrigen dominierten das Ei-Fon und Googles geringe Freude mit bezahlten nofollow-Links die Tech-Berichterstattung der Woche.

iPhone Video

Die großartige Irina Slutsky war für Geek Entertainment TV On-Site beim Launch des iPhones – nichts mit 72-Stunden Wartemarathons, gerade mal 4 Stunden mussten die zukünftigen Meck-Telefonierer auf ihr Gadget warten. Ehrlichtreu dagegen weiß, warum man sein eigenes Handy niemals nicht aus den Äuglein lassen sollte, sonst vermehren sich alle Arten von Viren allzu rasch.

Google-Wissenschaften

Fridaynite hat mal wieder tief in die Glaskugel geblickt und bringt auf seinem Blog eine absolut ernst zu nehmende Verhaltensliste für erfolgreiche Webmaster der Zukunft:

Google kickt alle Webmaster, die

  • kein Adsense verwenden
  • zu viel Adsense verwenden
  • Yahoo Ads schalten
  • eBay Ads schalten
  • Preise vergleichen
  • Affiliate Links enthalten
  • Bannerwerbung machen
  • externe Links ohne Nofollow enthalten
  • […]

WordPress-Novitäten

Plugins sind in WordPress fix installiert: zip-Datei entpacken, Ordner raufladen, aktivieren, fertig. Trotzdem kümmert sich der Plugin Installer um die noch weitere Vereinfachung dieses Prozesses. [via Contenschmiede] Nützlicher als die One-Click Installation finde ich die integrierten automatischen Update-Checks für neue Versionen – die klappen allerdings nur dann, wenn das betreffende Plugin in einem Repository, das ein entsprechendes XML-Interface anbietet im WordPress-SVN Repository gehostet wird:

PlugInstaller is a WordPress plugin-management plugin that eliminates the need to download a plugin archive, upload it to your FTP server and unpack it manually. With PlugInstaller, you can easily enter a plugin URL (e.g. directly from a plugin repository website like the WordPress.org plugin repository) within the admin interface which is in turn automatically downloaded and installed on your server or you can upload a file from your local file system which is also automatically installed.

Die teuersten Domains

Ranking-Konzept.de hat die teuersten Domains 2007 aufgelistet – porn führt natürlich, ansonsten überrascht die Auswahl der Top Five dann doch:

  1. Porn.com – $9.500.000/li>
  2. Tandberg.com – $1.500.000/li>
  3. Scores.com – $1.180.000/li>
  4. Topix.com – $1.000.000/li>
  5. SheMale.com – $520.000

Wenn der Spaß aufhört

Wenn’s ums Geld geht, heißt es schnell mal Schluss mit lustig: eine erfolgreiche Domain erweckt die Begierden überaus zwielichtiger “Geschäftspartner” [via Christian in Wien]:

Jedenfalls ist es mir passiert, dass ich intensiv via E-Mail und per Telefon erpresst, bedroht und genötigt worden bin. Ziel der Kampagne war es, die in den Suchergebnissen sehr gut belegte Domain “profi1a.de” herauszugeben und den Pagerank von 5 (predicted 6) damit an Leute zu übertragen, die hier vermutlich eine automatisierte Linkfarm mit professionellem Contentklau betreiben wollten.
[…]
Bald schon fielen aber Sätze wie: Das wäre das Beste für Sie, es kann heute so schnell mal was passieren, Sie haben doch Kinder, oder?
An diesem Punkt war Schluss mit lustig.

Ich hoffe, dass bei den Ermittlungen etwas rauskommt und Peter diesen Vögeln das Handwerk legen lassen kann… und wünsche allen LeserInnen einen schönen Restsonntag und ein Online-Leben ohne Cybercrime-Stress.

Werden Textanzeigen zukünftig im Content versteckt?

Google will in Zukunft verstärkt gegen Linkkauf vorgehen. Wie man’s auch dreht und wendet: auf mittelfristige Sicht werden allzu offensichtlich vermietete Links ein Problem für Webmaster darstellen, was wiederum eine Existenzbedrohung des Businessmodells von Linkhändlern darstellt.

Text-Link-Ads hält seit Gründung der Firma ziemlich erfolgreich die technologische Führungsposition beim Thema “Linkmiete und WordPress”: bereits seit der vorletzten Version des Plugins können “sponsored Links” an einzelne Postings angehängt werden, Linklift bearbeitet den Linkmiet-Markt im deutschsprachigen Bereich ebenfalls recht erfolgreich. Vermietete “interne Links” als “verstecktes” Werbeformat haben zweifellos Zukunft. Das, was erfahrene SEOs schon eine ganze Weile tun – nämlich Keywords und -phrases im Content-Kontext zu verlinken – in ein Businessmodell zu verwandeln, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Der Webmaster könnte ja ebenso wie derzeit jeden Link einzeln erlauben oder ablehnen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang die werberechtliche Konsequenz nach europäischer Gesetzeslage: Medienunternehmen sind an sich verpflichtet, Werbung als solche zu kennzeichnen. Das hält zwar öffentlich-rechtliche Fernsehsender (vor allem in Österreich) auch nicht von exzessivem Product Placement ab, führt aber zu dem winzigen Sätzlein “Dies ist eine bezahlte Anzeige” neben Zeitungseischaltungen, die eigentlich den Eindruck erwecken möchten, redaktionelle Beiträge zu sein. Ob ein Hyperlink auf einem Wort, das ohnehin im normalen Lauftext steht, im Sinne des Gesetzes überhaupt als Werbung zu bezeichnen wäre, ist in diesem Kontext allerdings eine spannende Frage. Zweitens sind Blogger (bzw. Webseitenbetreiber) nun mal keine Journalisten und auch keine Medienbetriebe. Und drittens lassen sich die Links ja nicht bloß für Suchmaschinen nicht von normalen Verweisen unterscheiden.

Christian Schagen von Linklift im Interview

Ranking Concept hat ein Interview mit Christian Schagen geführt: der Geschäftsführer von Linklift bezieht ebenfalls zum Google-Verbot Stellung:

Google hat schon immer davon abgeraten mit Links zu handeln und geht mit der Möglichkeit Linkkauf und -verkauf in den Webmaster Tools zu melden nun noch einen Schritt weiter. Was für Auswirkungen hat das auf Linklift und seht ihr euer Geschäftsmodell in Gefahr?

Schagen: Zuerst einmal möchte ich meinen Unmut über diese Entscheidung der besagten Suchmaschine ausdrücken. Der Kauf und Verkauf von Textlinks ist nach wie vor eine sehr weit verbreitete Praxis. Denn Textlinks bestechen als effizientes Werbemittel auch ganz ohne dass man die Suchmaschinen im Visier hat.
[…]
Als Konsequenz für einen Webmaster kann daraus schließen, dass die Art und der Umfang der bezahlten Links eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund empfehlen wir Webmastern schon seit langem,
a) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich starken Content vorweisen können, welcher den Nutzern Usern erheblichen Wert stiftet.
b) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich themenrelavant sind und dem eigenen Nutzer Wert stiften.
c) sich in der Anzahl der vermarkteten Links zurückzuhalten und auf ein gesundes Verhältnis achten: Eine qualitativ hochwertige Webseite, mit tausenden von Dokumenten, tausenden von eingehenden Links und auch tausenden von ausgehenden Links fügt mit drei, vier oder fünf verkauften Links dem Internet sicherlich keinen Schaden zu.

Vor allem der letzten Aussage würde ich auf jeden Fall zustimmen, allerdings nur dann, wenn Google nicht “bemerkt”, dass es sich um verkaufte Links handelt. Insofern ist die Weiterentwicklung des Marktes in Richtung “Linkverstecken” eine konsequente Präventivreaktion auf allfällige Strafmaßnahmen: werden gemietete Links in Texte gesetzt, so wird’s für jede Suchmaschine völlig unmöglich, die “bösen”, verkauften Links zu erkennen. Letztendlich funktionieren viele Kataloge und Verzeichnisse auf der derselben Basis – siehe etwa Wikifox.

AuctionAds – hohe Conversion mit bebilderten Ads

auctionadsAuctionAds funktioniert genau wie gewohnte Affiliate Programme: Seitenbetreiber registrieren sich und bauen einen Codeschnippsel in ihre Seite ein, der zukünftig kontextsensitive Werbeanzeigen einblendet. Der neueste Streich im Affiliate-Reigen zeichnet sich allerdings durch einige Besonderheiten aus und eignet sich möglicherweise sogar als Ersatz für Google Ads. Der Slogan “increase the bid on your site’s income” scheint jedenfalls durchwegs berechtigt zu sein – so man zufällig in den USA wohnt.

Hintergrund zu AuctionAds

In der Affiliate-Marketing Szene ist Jeremy Shoemaker hinlänglich bekannt – vor allem unter seinem Pseudonym Shoemoney. Am gleichnamigen Blog gibt’s immer wieder Insider-Stories aus der us-amerikanischen Affiliate-Szene zu lesen. Über dem großen Teich geht die kommerzielle Post ganz anders ab als hier in Europa. Das mag mit einer verstärkten Goldgräberstimmung und mit dem klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär Mythos zu tun haben, führt in jedem Fall allerdings zu wesentlich affirmativerem Umgang mit dem Thema Blog-Vermarktung. Jeremy stand zwar nie beruflich vor dem Waschbecken, der frühere Vertreter allerdings scheffelt seit Jahre hunderttausende Dollar im Netz – ohne Illegalitäten, Pornographie oder Abzocke. Wenn jemand eine Ahnung von Arbitrage Marketing hat, dann er. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er sein neues Produkt ankündigte.

Der Clou: gestaffelte Provisionen

Warum kann AuctionAds genauso viel auszahlen, wie man als Publisher direkt bekommen würde und trotzdem selbst dabei verdienen? Das liegt an der Vergütungsstruktur des eBay-Partnerprogramms, denn die ist gestaffelt: je mehr Conversion man generiert, desto höher der ausgezahlte Prozentsatz. AuctionAds tritt gegenüber eBay als einzelner Account mit hohem Volumen auf und erreicht daher viel leichter eine hohe Provisionsstufe als ein einzelner Publisher. Die resultierende Differenz stellt sozusagen den abschöpfbaren Gewinn dar.

Wie funktioniert das AuctionAd-System?

Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip ganz simpel. Aber in der Tat – selbst der manuelle Einbau (für Infos zum WordPress-Plugin siehe unten) ist in zehn Minuten erledigt. Nach der Registrierung auf der Seite legt man die entsprechenden Channels (Werbeplätze) an und generiert anschließend einen oder mehrere Codes zum Einbau. Alle gängigen Bannerformate sind in der Auswahl enthalten, die Farben lassen sich frei anpassen. Essentiell sind die Keywords, die man in diesem Schritt wählt: sie entscheiden über die thematische Ausrichtung der Anzeigen.

Wie der Name durchaus nahelegt, geht’s hier ausschließlich um Anzeigen zu Online-Auktionen, die aktuelle auf Ebay laufen. Die größte FischVersteigerungshalle der Welt bietet natürlich eine riesige Auswahl an Auktionen aus allen Bereichen: von der seltenen rare-groove LP bis zum gut erhaltenen Opel Manta. In dem Wissen, dass visuelle Stimuli die Clickrate ganz beträchtlich erhöhen, besteht jede Anzeige aus Textlink, aktuellem Mindestpreis und einem Thumbnail-Bildchen. Bezahlt wird nicht pro Click, sondern pro erfolgreich vermitteltem Kauf – schlägt der Anzeigenleser auf eBay zu, registriert sich auf eBay oder/und ersteigert den Gegenstand seines Begehrens, so wird der Publisher finanziell beteiligt, und zwar nach folgendem Muser:

When your site’s visitors click on an Auction Ad listing and take an action on eBay you earn cash. Actions are defined as a Winning Bid, a Buy-it-Now or a confirmed user registration. AuctionAds is committed to paying out a minimum of 100% of eBay commission revenue. See eBay’s affiliate program for details on the payout.

Auction Ads zahlt also mindestens so viel wie das hauseigene eBay Programm – da dürfte jemand wohl gute Prozentsätze verhandelt haben, denn die Betreiber des Netzwerks werden sicherlich nicht verhungern. Die bisherige Wachstumsrate kann sich sehen lassen: 17.000 Mitglieder registrierten sich in den ersten drei Monaten und erhielten bislang eine halbe Million Dollar an Provisionszahlungen. Nähere geo-spezifische aufbereitete Details erklärt der Maestro persönlich in seiner Videopräsentation:

YouTube Preview Image

Komfortables WordPress Plugin

Als langjähriger Blogger kennt der CEO von AuctionAds die Bedürfnisse von Blogautoren. Die von osCandy entwickelte Software basiert auf Jeremy’s Spec-Vorgaben und bietet im Gegensatz zu üblichen Quick-and-Dirty Plugins einen echten Mehrwert gegenüber der händischen Template-Pfriemelei:

  • Content can be included in either above, below or within the content.
  • A keyword text box is provided within the content editor, this allows unique keywords to be used for individual blog posts; this eases the need to create new ads each time.
  • Keywords can be stored for future use. Just select pre-used keywords from the drop down menu and insert the comma or semicolon, done in a matter of seconds.
  • Only displays ads to posts that keywords have been added to.

Kurz gesagt: das Plugin ermöglicht Keyword-Sets pro Artikel und den direkten Einbau der Ads in den Contentbereich. Die Amerikaner kennen da eben keine Scheu; zumindest hab ich noch auf keinem englischsprachigen Alphablog seitenlange Diskussionen darüber gelesen, ob die Kommerzialisierung von Weblogs denn überhaupt moralisch vertretbar ist.
Plugin-Download

Meine Erfahrungen mit AuctionAds

Ich hab AuctionAds seit gut vier Woche laufen; die Anzeigen werden im Wechsel mit anderen Affiliate-Programmen eingeblendet. Insgesamt bekamen die Ads rund 20.000 PIs im Zeitraum von einem Monat. Zur Online-Applikation selbst kann ich nur sagen, dass hier erfahrene Profis am Werk waren: die Bedienung geht flott von der Hand, der Einbau war, wie oben bereits erwähnt, mit keinerlei Problemen behaftet.

auctionadsSehr gut gelungen ist auch die Auswertung, mit der man die Performance seiner Channels im Auge behält. Das Verhältnis von Pageimpressions zu Clicks ist für eine Anzeige in Bannerform, die noch dazu recht weit weg vom Hauptcontent positioniert ist, ausgesprochen akzeptabel. Verdient habe ich in diesem Zeitraum mit AuctionAds allerdings EUR 0,26 – und das trotz der erstaunlich hohen Clickrate. Das liegt daran, dass AA sich bisher ausschließlich an den amerikanischen Markt richtet: wer auf den Ad klickt, gelangt nicht direkt zur betreffenden Auktion, sondern zur landesspezifischen eBay-Seite mit voreingestellter Suche der Keywords der jeweiligen Anzeige. Der User sieht also zum Beispiel, dass ein vergoldeter USB-Zigarettenanzünder um 2 Dollar zu haben wäre, klickt auf die Anzeige zum kommt zur eBay-Österreich Suche nach “Hardware Musik Gadgets”. Das macht die AuctionAds weitgehend obsolet für Non-US Einwohner.

Die Frage, warum ich die Ads immer noch laufen habe, scheint bei diesem Resutat berechtigt. Es ging und geht mir dabei primär um das Testen einer innovativen Werbeform, die auf der Klick-Raten-Seite offensichtlich funktioniert, und da eBay ja ohnehin in den meisten Ländern verfügbar ist, kann es wohl nur ein kleiner Schritt zu einer Lokalisierung des Service sein. Daher vermute ich stark, dass Jeremy recht bald eine Option zur Auswahl des gewünschten eBay-Landes nachrüsten wird. Falls nicht, werden die AuctionAds am datenschmutz Blog jedenfalls bald wieder pausieren. Der CTR-Indikator zeigt im Vergleich zu anderen Werbeformen allerdings deutlich die Überlegenheit visueller Botschaften vor reinen Textanzeigen. Das offizielle Statement zum Thema Internationalisierung lautet wie folgt:

AuctionAds currently supports traffic from all countries in which eBay has a presence. Ad units currently only display ads in English, but all click traffic is geotargeted to the visitors country.
To clarify: at this time no ads are displayed from other countries’ eBay sites. When a non-US visitor clicks an ad, they are taken to a search page of items from the same keywords. As ad impression volume builds from specific countries, we will consider adding local ad display. Our statistics and testing shows that this converts extremely well for international users.

Naja… “extremely well” ist wohl ein Euphemismus; und baldige “echte” Internationalisierung tut Not.

Tu felix Austria

Wir Österreicher sind beim Affiliate-Marketing dank der Sprachverwandtschaft mit Deutschland ja immer benachteiligt, wenn’s um Produkte geht, die nur für das Alpenland relevant sind: wie etwa Mobilfunkprodukt einheimischer Anbieter. Ich hab hier auf datenschmutz rund 92% deutsche Leser, 5% Österreicher und einige Schweizer; große Systeme wie Adwords (die hier nicht laufen!) zeigen ohnehin die nach IP zugeteilten landesspezifischen Werbungen an; für kleinere Web 2.0 Start-Ups ist’s nicht einfach, hier mitzuhalten. Generell würde ich meinen, dass im Bereich Affiliate-Marketing das Thema “Lokalisierung” von zunehmender Bedeutung ist – Bidvertizer bietet bereits länderspezifische Anzeigen an. Aber so geht’s einem eben, wenn man im Nischenmarkt eines weltumspannenden Netzes seinen Stand aufbaut! :mrgreen:

Meinungen zu AuctionAds

In Blogistan gibt’s bereits einiges an Feedback: Max findet auch, dass AuctionAds Potential hat, JohnTP hat ein paar Tipps, und SEOfm hat den Maestro interviewed.

Update: Hauke hat ein Plugin geschrieben, das automatisch alle eBay-Links durchsucht:

Der AuctionAdder durchsucht die Posts und Kommentare deines WordPress Blogs nach URLS welche auf eBay verweisen und ergänzt diese durch deinen persöhnlichen AuctionAds Code.

WordPress und die Login-/Registrierungsthematik

loginBeim Thema Login/Register zeigt sich WordPress als ganz schön störrischer Esel – mit Bordmitteln lässt sich das Standard-Design der Formulare nämlich nicht umgehen. Dabei wirkt eine Login-/Registrierungsseite, die völlig anders aussieht als der Rest des Blogs, wenig professionell. Abhilfe schaffen wie so oft die geeigneten Plugins: mit ihnen lässt sich sogar die Login-Box direkt in den Sidebar integrieren. Im folgenden beschreibe ich zwei Varianten zur Verbesserung von Usability und Optik von WordPress-Registrierung und Log-In.

Um Look and Feel der Login-Seite an das eigene Template anzupassen ohne im WordPress Core-Code herumzugraben, empfiehlt sich die Installation des Themed Login Plugin von James Kelly, das neben der optischen Aufpäppelei noch eine Reihe weiterer Features hat::

  • Einstellbare Titel für Registrierung/Login/Passwort vergessen.
  • Frei anpassbare Bestätigungs-Emails, die User und Admin nach Neuregistrierungen bekommen.
  • Wechsel der Standard E-Mail Absender-Adresse wordpress@domain auf beliebigen Wert.

Also lauter Feats, die von man sich eigentlich von Haus aus wünschen würde. Das Plugin bringt ein Admin-Interface mit (im Untermenü von Plugins versteckt!), mit dessen Hilfe sich alle nötigen Einstellungen komfortabel vornehmen lassen: Header-Template und Footer-Template auswählen, eventuell Sidebar einhängen und allfälligen Zusatzcode in die Felder einfügen. Im Zweifelsfall hilft ein Blick in die eigenen Template-Files.
Tipp: Wer komplexere Templates, die aus verschiedenen Files zusammengesetzt sind, verwendet (ich habe hier zB zwei Sidebars), der baut sich einfach ein passendes Header- und Footer-Template, das alle benötigen Codes inklusive der Sidebars enhält. Themed Login nimmt nämlich einfach das angegebene Header-File, packt die Login-Box dazwischen und fährt mit dem Footer File fort: das erlaubt ultimative Flexibilität und erlaubt im Gegensatz zu Core-Hacks weiterhin problemlose Updates – wer in den WordPress-Core Dateien Codezeilen ändern, läuft nämlich stets Gefahr, seine sorgsam erarbeiteten Änderungen beim nächsten CMS-Update zu verlieren.
Fazit: nach der Installation sind Login, Registrierung und Passwort-Vergessen-Seite so wunderschön oder potthässlich wie der Rest des Blogs und büßen ihren Billigsdorfer-Gratishosting Look ein. Wer seine Registrierungs/Login-Box lieber indes lieber permanent im Sidebar anzeigen möchte, für den existiert ebenfalls ein passendes Plugin.

WordPress Login-Box im Sidebar

fklogin beta4 macht die Integration einer Login-Box an möglich. Das Plugin vereinfacht den Klickweg, indem es die Login-Form in den Sidebar (oder eine andere passende Stelle) des Blogs integriert. Nach erfolgtem Login re-directed das Plugin praktischerweise nicht wie üblich zum “Tellerrand”, sondern auf die Seite, auf der sich der User vorher befand. Trotz des “beta” im Namen verläuft die Installation schnell und problemlos – allfällige Anpassungen lassen sich über CSS bzw. direkt in der Plugin-Datei recht einfach vornehmen. Zu bewundern ist die Login-Box im rechten Sidebar hier am Blog auf der Startseite und allen Kategorie- bzw. Archivübersichtsseiten.

Login nicht nur für Admin

Eine weiteren Tipp für die Login-Seite hab ich bei Netprofit gefunden – dort wird empfohlen, die Login-Seite zB mit dem guten alten Suchmaschinen-unlesbar zu machen. Ob eine simple Login-Form, die tausendfach vorkommt, aber wirklich zu Duplicate Content Alarm bei Google führt, wage ich zu bezweifeln. Aber hilft’s nicht, so schadet’s auch nicht. Ganz und gar anderer Meinung bin ich allerdings in Bezug auf die “Nützlichkeit” des Links:

In vielen Vorlagen (WP-Themes oder WordPress-Themes genannt) für die Weblog-Software WordPress ist in der Seitenleiste (meist als Sidebar bezeichnet) oder im Fußbereich (Footer) ein Link zur Login-Seite enthalten. Das macht insofern Sinn, da es besonders Anfänger den Zugang zur Verwaltungsebene stark erleichtert. Aus Besuchersicht stellt sich natürlich die Frage nach dem Nutzen dieses Links. Im Sinne von maximaler Benutzerfreundlichkeit sind alle Inhalte (und Links) zu entfernen, die für den Besucher nicht unbedingt erforderlich oder nutzbringend sind. Der Link zur Login-Seite ist in diesem Sinne also überflüssig.

Also ich würde ja jedem Blog-Anfänger zutrauen, auch auf anderem Weg (zum Beispiel durch Anhängen von /wp-admin/ an die URL) ins Backend zu gelagen – wer’s schafft, sich selbst WP zu installieren, kriegt das allemal hin. Aber das Login ist ja keineswegs nur für den Admin da: hier am Blog registrieren sich immer wieder User, bei Gewinnspielen verlange ich außerdem meist eine Registrierung, um die E-Mailadresse zu verifizieren. Registrierte User müssen sich nicht mit nervigen Captchas rumschlagen, können einfach und komfortabel E-Mail Updates zu einzelnen Diskussion bestellen und verwalten etc… Die Möglichkeit, sich einfach und schnell zu registrieren und sich auch einzuloggen würde ich “normalen” Besuchern daher keineswegs nehmen wollen, denn der Login-Link ist keinesfalls nur für den Admin da.

PS: Der falsche “Registrieren” Link

Wie ich’s auch anstelle, die Ausgabe des WP-Template Tags
< ?php wp_register('', ''); ?>
führt im unregistrierten Status bei mir zur Adresse:

http://blog.datenschmutz.net/wp-login.php?action=register

Was schlecht ist, weil der eigentlich Registrierungs-Link nämlich korrekterweise lautet:

http://blog.datenschmutz.net/wp-register.php

Auf der aufgerufenen Seite findet sich zwar ein Link zum richtigen Registrierungs-Formular, aber bis dahin muss der User einmal extra klicken – keine große Sache also, aber doch ein Hindernis am Weg zur Registrierung. Ich hab eine Weile gegoogelt, aber nichts dazu gefunden. Hardkodieren kann man den Link nicht, weil wenn der User eingeloggt ist, soll dort ja nicht mehr “Registrieren” stehen. Der WordPress Codex weiß auch keine Alternative – die naheliegendeste Variante wäre, den Status ein- oder ausgeloggt abzufragen und via if den hardkodierten Link nur anzuzeigen, falls der User nicht eingeloggt ist. Dachte ich mir – aber anscheinend ist diese Status-Abfrage in WordPress nicht eingebaut. fklogin löst das Problem allerdings elegant, weil der eingeloggte User eine andere Box zu sehen bekommt als der ausgeloggt – trotzdem würd ich gern wissen, woran mein eigenartiges wp_register-Verhalten liegt.

Links zum Artikel:
fklogin beta4
Themed Login Plugin

Plugin-Karnival: Ein Resumee und eine Liste

karnevalMit ausgesprochen hoher Beteiligung ging Michael Wöhrers Blog-In Plugin-Karneval der beliebtesten Blogger-Helferlein zu Ende. An der perfekten Mischung aus Insider-Knowledge-Base und Backlink-Optimierung haben beachtliche 75 Blogs teilgenommen!

Wer auf den Geschmack gekommen ist, darf gleich die nächsten Karnevalskostüme aus dem Schrank holen: gefrägt wären das Kommisar-Outfit für den Krimi-Karneval, ein farbenfrohes Outfit für den das alte Bollywood, ein Pinguin Hut für Ubuntu, eine Ork-Rüstung für Warcraft Interface Addons und ein Diplomatenköfferchen für die Politik. Man könnte fast so weit gehen zu behaupten, dass Michael einen Trend ausgelöst hat :-) Wie sich’s gehört also hier nochmal die komplette TeilnehmerInnenliste – bis die beschriebenen Plugins alle ausprobiert sind, dürften ein paar Monate ins Land ziehen.
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Plugin-Karneval: 75 Einreichungen

Der von Michael Wöhrer initiierte Plugin-Karneval endete am 20. April – 75 Einreichungen stehen Plugin-hungrigen BlogautorInnen zur Verfügung.

“Was sind deine liebsten Plugins?” lautete die Frage – und ein beträchtlicher Teil von Deutsch-Bloggersdorf war mit Antworten schnell zur Hand: von Anti-Spam Lösungen über Exotisches bis zur Backup-Lösung finden sich Erweiterungen für nahezu jeden Einsatzzweck. Ich hab u.a. aLinks, ein im deutschen Sprachraum anscheinend noch nicht besonders populäres Plugin, vorgestellt. Gewinner des Amazon-Gutscheins ist Lim_Dul, hier nochmal die komplette Liste aller Einreichungen.

75 mal WordPress Plugins

Neues Plugin: Top KommentatorInnen

Ein kleiner Bonus zum Relaunch: auf der Startseite, auf den Tag-, Kategorie-, Suchergebnis- und Archivpages habe ich im Sidebar das Plugin Show Top Commentators eingebaut.

Das Plugin wertet monatlich die LeserInnen mit den meisten Kommentaren aus. Dazu muss man nicht eingeloggt sein, allerdings funktioniert die korrekte Zählung natürlich nur, wenn man jedesmal den gleichen Usernamen eingibt. (Hint mit dem berühmten Zaunpfahl: Registrieren spart die lästige Rechenaufgabe beim Kommentieren ein für allemal…

Gag an der Sache: in der Topliste ist der Name des/der jeweiligen KommentatorIn mit deren/dessen Homepage verlinkt, und zwar wie sich’s gehört ohne nofollow – also suchmaschinenlesbar.

Da die Startseite mittlerweile Pagerank 5 hat und einige der Kategorie- und Tagseiten mit bis zu PR4 sehr gut in Google und anderen Suchmaschinen platziert sind, gibt’s dank Show Top Commentators neben Ruhm, Ehre und dem guten Gefühl, ein Teil des Web 2.0 sein, auch ein bisschen Pagerank zurück :-)

Im übrigen hab ich gerade alle Bannereinblendungen auf WPAds umgestellt. Simple, flexible Bannerverwaltung, die auch die Begrenzung der maximalen Einblendungen erlaubt. Das Plugin werd ich demnächst mal benutzen, um hier am Blog 10.000 Pageviews für einen 468x60er Banner mit follow zu verlosen.

PS: Eventcalender 3 macht mir nur Probleme; komischerweise zerschießt das aktivierte Plugin Teile der Formattierung im Admin-Menü (!); Aktualisierung auf neueste Version hat auch nix gebracht, daher suche ich derzeit ein flexibles und brauchbares WordPress Kalender-Plugin. Falls jemand eine Empfehlung hat, bitte ich um Info.