| 13. Dezember 2007 | ||
| 17:00 | bis | 23:00 |
On Short Notice: am Donnerstag steigt im Wiener Aera im ersten Bezirk ein rauschendes Fest, das sich nicht allein die Feierei, sondern auch und vor allem informativen Austausch auf die Fahnen schreibt. Organisiert wird das Fest der kapverdischen Kultur vom Verein Delta Cultura, und neben den immateriell-informativen Attraktionen erwarten die Besucher auch musikalische und gastronomische Highlights, wie mir Francis gerade geschrieben hat:
Der Keller im Aera wird umgewandelt in einen Treffpunkt der Kultur, für musikalischen, wie auch informativen Austausch, unterstützt durch afrikanische Percussiongruppen und Capoeira-Performance, DJ-Line und kapverdianischem Buffet, Infostände über die Kapverden, sowie die Arbeit des Vereins Delta Cultura, und einen Chill-out Bereich mit Chai-Station.
Das nenn' ich doch gelungene Abwechslung zu den ganz glühwein- und lebkuchenseligen Weihnachtsfeiern, und das mit gutem Gewissen und absolut unterstützenswertem Hintergrund: der Verein Delta Cultura betreut und unterstützt Jugendliche, sämtliche Einnahmen des Abends kommen dem Kinder- und Jugendzentrum in Tarrafal, Santiago (auf den Kapverden) zugute.
Termine kulminieren zwar: ich bin am Do zu einer matrix-Weihnachtssendung eingeladen, außerdem ist Open Coffee Club #4 im WerkzeugH, aber die Capoeira-Vorführung kann ich mir keineswegs entgehen lassen.
| 17. Oktober 2007 21:00 | bis | 18. Oktober 2007 3:00 |
S.O.S. aka Lady Smiles hat den richtigen Sound parat für die kühleren Tage, die nicht nur ganz gewiss, sondern bereits jetzt deutlich spürbar mit großen Schritten näher kommen. Wenn die Temperatur fällt, muss eben die DJane im Club einheizen. Die Mini-Serie läuft unter dem passenden Titel Smiles Night, anbei der Flyer.
Das Debut findet statt am 17. Oktober, weitere Termine in diesem Jahr: 21. November und 19. Dezember. Unterstützt wird Susanne am 17. Oktober von The Smooth Operator, am 21. November besucht Tristan Dee aus Berlin die Bundeshauptstadt, im Dezember steht dann ein X-Mas Special an. In der Playlist finden sich uplifting Nu-Jazz-Headz und Latin-Flavoured Beats. Aktuelle Infos zur Veranstaltungsreihe gibt's auf myspace.
Das ra'mien befindet sich übrigens in der Gumpendorferstrasse 9, 1060 Wien. Manche sagen, es gäbe dort feine asiatische Küche - Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber die Cocktails allemal akzeptabel und der Clubraum ebenfalls. Außerdem darf von 20:00-22:00 Uhr um die Cocktailpreise würfeln.
Manchmal klingt Polizist Fischklöschen ein wenig nach Venetian Snares auf Drittelgeschwindigkeit gepitcht minus der resultierenden Tonhöhenänderung. In wieder anderen Tracks verbreitet der Minimal-Trash-Break-Lo-Fi Ästhet wunderschöne Ambiencen aus dreckigen Geräuschen, um kurz darauf wunderschöne Ambiencen in dreckige Holperrhythmen zu transferieren.
Aber das tut er stets mit dem richtigen Ohrenmaß für passend portionierte Destruktion als kreative Strategie. Trotz (oder besser: unabhängig davon) klingt OF's Oeuvre weder hart noch extrem leicht zugänglich. Grand Groove kam jedenfalls bei den Aufnahmen zu Besuch ins Homestudio. Ohnehin kann man der bestechenden Logik des Pressetext-Intros keinesfalls widersprechen:
If the road to hell is paved with good intentions, and all roads lead to Rome, then either Rome is hell, or hell is on the way to Rome. But Rome is not officerfishdumplings' proposed final destination.
Hatim Belyamani stammt aus Marokko, sein Gespür für komplexe Takt-Strukturen dürfte er sich bei ausgedehnten Reisen angeeignet haben - elektro-akustische, weirde Weltmusik, die's derzeit nur im Direktvertrieb über das Label Notenuf käuflich zu erwerben gibt.
Manchmal klingt Polizist Fischklöschen ein wenig nach Venetian Snares auf Drittelgeschwindigkeit gepitcht minus der resultierenden Tonhöhenänderung. In wieder anderen Tracks verbreitet der Minimal-Trash-Break-Lo-Fi Ästhet wunderschöne Ambiencen aus dreckigen Geräuschen, um kurz darauf wunderschöne Ambiencen in dreckige Holperrhythmen zu transferieren.
Aber das tut er stets mit dem richtigen Ohrenmaß für passend portionierte Destruktion als kreative Strategie. Trotz (oder besser: unabhängig davon) klingt OF's Oeuvre weder hart noch extrem leicht zugänglich. Grand Groove kam jedenfalls bei den Aufnahmen zu Besuch ins Homestudio, das hört man deutlich: nie wird die Lust am Experimentieren zum puren Selbstzweck. Hatim Belyamani stammt aus Marokko, sein Gespür für komplexe Takt-Strukturen dürfte er sich bei ausgedehnten Reisen angeeignet haben - elektro-akustische, weirde Weltmusik.
In wunderschönes Cover mit haptischem Mehrwert qualifziert das Album zusätzlich - die gewohnten Retailer eures Vertrauens allerdings dürften "Finds your way Home" allerdings nicht im Angebot haben, direkt über's Label Notenuf gibt's die CD für günstige Dollars 12 inkl. Versand. Ein sicherer Kauf, denn der Faszination dieses Mash-Up Goldstücks kann man sich ebenso wenig entziehen wie der bestechenden Logik des Pressetextes: "If the road to hell is paved with good intentions, and all roads lead to Rome, then either Rome is hell, or hell is the way to Rome."
Worldmusic for free: die Resultate des Nomada-Remix Wettbewerbs sind online. Eine Reihe von Remixern haben sich kräftig ins Zeug gelegt und widerlegen einmal mehr die lächerliche These der Major-Labels, dass ohne ihr unheilvolles Tun keine Musik ihren Weg bis ans Ohr des Hörers fände.
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"Oh Christmas Tree, oh christmas tree... how joyful are your leaves." Jedem hätte man ein Weihnachtsalbum zugetraut, aber Billy Idol? Und was für Töne fabriziert der blonde Hitparaden-Punker unter dem Tannenbaum? Ganz Famose!
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Jeden Science-Fiction Heftromanadepten wird OMFOs Cover unweigerlich an den Großadministrator des Solaren Imperiums erinnern. Die fremdartige Planetenoberfläche, die startende Rakete im Hintergrund, das dekorative "CCCP" und die Schafe mit Astronautenhelm.... Schafe? CCCP?
Also gut, von vorne: gaposlovakia hat anscheinend kein Patent auf Ostblock-Charme, und Our Man From Odessa, im richtigen Leben von seiner Mutter als German Popov (ersters als Vorname, nicht Eigenschaftswort) bezeichnet, verlagert auf seinem zweiten Longplayer die Party in den Weltraum über Zentralasien. Das darf man sich dann so vorstellen, dass beinhart traditionelle Melodien eine tabulose Orgie mit genuin spacige Sounds feiern. Dank des fantastischen Openers braucht "We are the Shepherds" ungefähr 30 Sekunden, um den Hörer mit Haut und Haaren ins akustische Geschehen zu ziehen. Die gute Nachricht: der Flash lässt nicht mehr nach bis zum 14. und letzten Track "2007 Baran Odyssey".
OMFO hat sein zweites Album mit Armada an Überraschungen garniert und versetzt Kopf und Bauch in zufriedenste Schwingungen. Bereits das Debutalbum "Trans Balkan Express" provozierte begeisterte Kritikerhymnen. Damals ließ Popov Kraftwerk-artige Techno-Sounds auf Folk-Harmonien treffen und implantierte dem Resultat mittels Dub-Operationsmethoden Herz und Groove - dieses Rezept hat der weitgereiste Hörgourmet mit dem Nachfolgealbum verfeinert.
Reglermeister Uwe Schmidt half dem Wahlamsterdamer, sein Konzept soundtechnisch perfekt umzusetzen. Mit Mr. Atom TM aka Senor Coconut ist auch ohne sein Orchester gut Tango tanzen, Spacetango in diesem Fall - wo andere auf Lo-Fi Ästhetik setzen würden, poliert Schmidt die Soundteppiche seines Schützlings auf Hochglanz. Ergebnis: der Headroom-Phatness Faktor des Albums macht jeder Clubanlage Ehre, und genau dort will mindestens die Hälte der Tunes exzessiv betanzt werden. Freilich machen der Schafhirte aus Odessa auch in der heimischen Anlage eine perfekte Figur: Zeitlose Harmonien und Spiel mit kulturellen Referenzen in einer zukunftsweisende Inszenierung - verdammt gute Audio Science World Fiction eben! Den Gastgeber für die Retro-Schafhirten aus der Zukunft macht übrigens Shantel mit seinem Label Essay Recordings.