| 14. Dezember 2009 | ||
| 18:00 | bis | 19:00 |
Das Hochkultur-Karussell dreht sich unerbittlich weiter - die neben Cannes und der Oscarverleihung drittwichtigste Veranstaltung der internationalen Kinowelt findet zum Jahresausklang nach der frenetisch bejubelten Premiere im Sommer ihre Fortsetzung mit einem Weihnachts-Special. Die Impresarios aus dem Umfeld der Forschungsgruppe Internet zeigen und kommentieren Netz-Clips zum Thema Das Sakrale und das Profane: Christmas revisited. Aufgrund dieses zu Profanity (engl.: Fluchereien) und wilden sexuellen Ausschweifungen neigenden Themas sollten selbst volljährige Besucher gute Nerven ins Museumsquartier mitbringen.
Update: Um 18:30 geht's los mit dem Tweet-Up, die Fest-Gala startet dann pünktlich um 19:30 Uhr im Raum D des Wiener Museumsquartiers. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, für freie Platzwahl kann dennoch kaum garantiert werden. Der Programmablauf:
18:30 X-Mas Tweet-Up (Smartphones, Netbooks und andere internetfähige Geräte bitte beim Security Check-in abgeben!)
19:30 Begrüßung des Publikums und der Pressevertreter durch Jana Herwig, Künstlerische und kaufmännische Leiterin der Wiener Online-Video Filmfestspielreihe (im Volksmund "Youtube Kino"), Gremiumsmitglied des Vorstands des österreichischen Internetrats, Microblogging-Forscherin und Promi-Bloggerin.
19:03 Filmprogramm mit Erläuterungen der Kuratorinnen und Kuratoren (Details folgen)
19:58 Podiumsdiskussion mit Vertretern der österreichischen Film- und Musik-Urheberrechtsgesellschaften. Moderation: Sigrid Jones
19:59 Diskussion: Das Publikum hat Gelegenheit, sich Fragen für das gemütliche Zusammensein anschließend auszudenken
20:00 Verabschiedung des Publikums und der Kuratoren durch den ersten Wiener Twitter-Chor.
Anschließend Afterparty, ebenfalls im Raum D. Motto: "Kein Networking". Dresscode: Als Vogel verkleidet kommen! (Anm.: Für ORF Moderatorinnen keine Verkleidung erforderlich.)
Achtung: KEIN NETWORKING im Anschluss. Wenn Sie Leute treffen, die Sie schon von anderswo kennen - fein. Unterhalten Sie sich. Wenn nicht, auch gut. Mit weniger Visitenkarten passt die Geldtasche sowieso leichter in den Hosensack.
Event-Einträge auf Facebook: TweetUp | Youtube Kino
Zum Abschluss des Semester lud die Forschungsgruppe Internet (= studienübergreifende Crew außergewöhnlich netz-affiner DoktorandInnen) ins Museumsquartier. Aufgrund der aprilartigen Wetter-Unbeständigkeit wurde der Kurzfilmabend in den Raum D verlegt. Thematische Klammer an diesem inhaltlich sehr breit gestreuten Abend war das Thema "Fake" - jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer stellten zwei bis drei kurze Clips vor und erklärten, was die einzelnen Filmchen mit dem Thema Fake zu tun haben.
Die gesamte Playlist mit allen vorgestellten Beiträgen gibt's bei Jana. Mir hat der Abend großen Spaß gemacht und ich würd diese Youtube-Kinosession gerne mal wiederholen. Hier ein paar lose zusammengeschnittene Statements der KuratorInnen:
| 7. Juli 2009 | ||
| 20:30 | bis | 22:00 |
Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe Internetforschung ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet Fake! Realität und Illusion, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!
Das Spektakel beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein - der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:
Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt's kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.
PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.
Die Füchse raunen's von den Dächern: der österreichische Privatsender ATV arbeitet an einer Dokumentation über das Leben, Streben und Wirken des vor wenigen Monaten überraschend verunglückten österreichischen Politikers. Auf Youtube tauchte ein erster Trailer auf, den ich einfach mal unkommentiert stehen lassen möchte:
Videorecorder waren gestern - längst hat der PC seinen Platz als Schaltzentrale des digitalen Heim-Entertainments eingenommen. Aber wie kriegt man das witzige Youtube-Video auf den eigenen Rechner? Data Beckers Stream Catcher 2 erlaubt mit wenigen Mausklicks die Direktaufnahme von laufenden Videos - ob DRM-geschützt oder nicht, spielt dabei technisch keine Rolle. datenschmutz verlost 2 Einzelplatzlizenzen: wer mitspielen möchte, hinterlässt wie übliche einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag.
Ob TV-Serie, Musikvideo oder Viral Clip: der Streamcatcher unterstützt zweifellos die Sammelleidenschaft, denn wer kann schon voraussagen, ob dieser witzige Clip mit den sprechenden Hunden in einem halben Jahr überhaupt noch online ist? Die Stream Catcher Software nutzt verschiedene Mechanismen, um jeden Clip auf die eigenen Harddisk zu bannen:
Mit Hilfe der Direkt-Downloadfunktion laden Sie Videos ohne Umwege aus gängigen Onlineportalen herunter: Auf Wunsch werden alle downloadbaren Clips bereits während des Surfens automatisch vom Programm ermittelt und übersichtlich angezeigt. [...] Eine Netzwerk-Analyse filtert aus allen aufgerufenen Webseiten zuverlässig die Multimedia-Dateien heraus und fügt sie per Knopfdruck dem Download-Manager hinzu. [...Nicht direkt downloadbare Dateien spielen Sie einfach ab und zeichnen mit de Stream Catcher 2 genau das auf, was Sie auf Ihrem Monitor sehen.
Neben Videofilmchen beherrscht das Programm auch das Capturing von Audio-Streams, die wahlweise als Wav- oder mp3-Dateien exportiert werden. Beim Bewegtbild stehen avi, flv und MPEG1 zur Verfügung. (MPEG2 ist mit der 30-Tage Testversion des beiliegenden Encoders möglich, der im Anschluss extra erworben werden muss.) Vor dem Export lassen sich die betreffenden Clips noch zurecht schnipseln. Data Becker verweist auf der Verpackung übrigens drauf, dass Aufnahmen von urheberrechtliche geschütztem Material nur für den Privatgebrauch zulässig sind.
Ich habe den Stream Catcher ausprobiert - die Software funktioniert unter Windows Vista klaglos, wer immer schon mal ohne mühsame Handarbeit ein paar Videos von Youtube und Co. lokal abspeichern wollte und/oder Ambititonen für den Aufbau einer eigenen Multimedia-Bibliothek hat (Festplatten werden ja sowieso immer billiger), kann beruhigt zugreifen. So sieht die Videoverwaltung aus:

Helge vom Data Becker Verlag hat mir zwei Verlosungsexemplare zur Verfügung gestellt - wer mitspielen möchte, postet wie üblich einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag, eine Registrierung ist nicht erforderlich. Für jede Erwähnung dieses Gewinnspiels in Blogs und Tweets gibt's wie gewohnt ein Extra-Los (bitte im Kommentar erwähnen). Im übrigen gelten die Standard Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele. Die Verlosung beginnt am Montag, 2. Februar, und endet am Sonntag den 15. Februar 2009. Viel Glück!
Sie nannten ihn Paul Otlet. Kein Wunder: das war schließlich auch sein Name. 1934 veröffentlichte der "verrückte" belgische Professor sein wichtigstes Werk "Traité de documentation", laut Untertitel "Das Buch über das Buch". In diesem Meta-Medium präsentierte er seine Vision einer ganz anderen Informationsorganisation. Und wenn sich heute mit seinem Oeuvre beschäftigt, dann fällt es sogar schwer zu glauben, dass es sich nicht um den Hoax einiger Medienkünstler, sondern eine historische Persönlichkeit handelt. Der folgende Youtube-Clip stammt aus der Dokumentation The Man who wanted to classify the world:
Der österreichische Nationalratswahlkampf zeigte bereits erste Ansätze einer Integration neuer Medien. Dabei steht keineswegs die Technikverliebtheit im Vordergrund, sondern direktes Feedback, Wählfragen und -kommentare sollen integriert werden. Das Fernsehen als klassisches Einweg-Medium zieht beratende Experten hinzu, lässt Zuseher Videos auf Youtube hochladen, die dann teilweise in den Live-Sendungen abgespielt werden. Einen ganz anderen Ansatz in Sachen Realtime-Feedback wählte die aktuelle Twitter/Current-Kooperation: unter genialen Titel Hack the Debate wurden Twitter-User aufgerufen, während der Übertragung der Live-Debatte am 15. Oktober mit dem Tag #current ihre Meinung über die Konfrontation und die Argumente von Obama und McCaine zu tweeten.
Current integrierte so viele Tweets wie möglich als Laufschrift in den Live-Videocast und schafft dadurch eine Art Meta-Layer. Hier bekommen also nicht die Diskutanten direktes Feedback, sondern die Zuseher chatten live via Twitter. Simpel umzusetzen und eine nette Idee: zweifellos wird in zahlreichen Chats ohnehin diskutiert, aber kurze und knappe Meldungen auf diese Weise zu bündeln, hat einen besonderen Reiz.
Da Twitter die Aktion mit einem sehr prominenten Link direkt unter dem Hauptmenü bewarb, war die Teilnehmerzahl entsprechend hoch. Man sieht also: auch im Web 2.0 fällt die gute alte Gatekeeper-Funktion keineswegs flach. Und so sahen die Regeln in der Praxis aus:
- Tune in on October 15th at 9pm EST/ 6pm PST for the Live Presidential Debate. Find Current TV on your local cable/satellite provider or come here to watch the live stream of our broadcast.
- Make sure you’ve registered with Twitter to participate. NOTE: You’ll need to have your Twitter timeline set to public to participate.
- During the debates, chime in by including "#current" in your tweet. Example:
"This discussion about universal healthcare makes me want to pop some pills! #current"- We won't be able to air every single tweet on TV, but you can see all of the #current tweets by searching #current on Twitter search.
Das wär doch mal eine Anregung für ORF, ATV oder puls4 für die nächsten Live-Debatten!
Bei der Eröffnungsrunde habe ich mit meinem Medion-Tricorder ein paar Aufnahmen gemacht und zu einem kurzen Video zusammen geschnitten. In Kürze steht mir für derlei bebilderte Feldstudien eine wesentlich bessere Kamera zur Verfügung, die Tonqualität ist diesmal leider ziemlich suboptimal. Aber wie auch immer: alle meine Video-Podcasts gibt's zukünftig auf Vimeo zu sehen, dort habe ich heute den datadirt Channel eingerichtet.
Noch nie wurde abseits des Staatsfunks so engagiert und umfangreich über den Wahlkampf berichtet wie in diesem Jahr. Mit puls4 und ATV hat der unentschlossene Österreicher gleich zweimal die Möglichkeit, Zusatzinformationen einzuholen. Im Gegensatz zu den klassischen Konfrontationen und Elefantenrunden im ORF bemühten sich die privaten Sender um dynamischere Formatgestaltung und vor allem die um direkte Einbeziehung des Publikums über Online-Videos: jeder Zuseher kann via VideoplattformFragen an die Politiker stellen, ein Feature, das der klassischen Selbstdarstellungsplattform Fernsehen eine ganz neue Dimension verleiht.
Wer den Wahlkampf ausschließlich im ORF verfolgt, könnte durchaus auf die Idee kommen, dass es in Österreich nur eine Meinungsforscherin (Sophie Karmasin) und einen Politikwissenschafter (Peter Filzmaier) gibt: nach der jeweiligen Sendungen dürfen die beiden ihre wenig kontroversiellen Statements abgeben, die inhaltliche Oberhoheit in den Diskussionsrunden liegt bei der äußerst kompetenten und angenehmen Diskussionsleiterin Ingrid Thurnherr. Neu waren in diesem Jahr die Jugendrunden, bei denen Schüler live Fragen an Kandidaten der einzelnen Parteien stellten.
Ganz anders präsentierte sich die Vorwahlzeit bei puls4, ATV und Wahltotal.at: Ich habe nicht alle Konfrontationen und Präsentationen verfolgt, muss im großen und ganzen allerdings sagen, dass die private Konkurrenz der Wahlberichterstattung sehr gut tut: vor allem die Zwischenunterbrechungen mit wirklich knackigen Expertendiskussionen auf puls4 gefielen mir ausgesprochen gut, während ATV vor allem mit der geschickten Einbindung von Youtube-Videos punktete. Alexandra Damms, Pressesprecherin von ATV, hat mir im Rahmen einer Mini-Serie einige Fragen zu den Schwerpunkten der Wahlberichterstattung beantwortet. Demnächst folgen ein Interview mit den Machern von Wahltotal und mit Politik-Chefredakteur von Puls4.
datenschmutz: Das duale Fernsehsystem ist in Österreich eine vergleichsweise junge Einrichtung, bislang hatte der ORF das Wahlkampf-Berichterstattungs-Monopol. Das hat sich mit den privaten Sendern geändert - was sind die Spezifika der ATV-Wahlberichterstattung und wodurch unterscheidet sie sich von den klassischen ORF-Runden?
Alexandra Damms: ATV möchte mit dem Konzept die althergebrachte Elefantenrunde wo Fragen von Journalisten beantwortet werden durch einen neuen Zugang ergänzen. Da unser Zielpublikum jünger ist (12-49 Jahre) und auch vor allem bei diesen Nationalratswahlen sehr viele Erstwähler zwischen 16 und 18 Jahren die Möglichkeit haben, mitzubestimmen ist das Konzept frischer und auf jüngere Seher aufgebaut. Die Kandidaten müssen direkt auf Wählerfragen antworten, die diese via YouTube online gestellt haben, bzw. haben wir auch eine Österreich-Tour gemacht, wo Bürger ihre Fragen in die Kamera stellen konnten.
?: Welche Rolle spielt das Internet in der Wahlberichterstattung von ATV?
!: Wie gesagt, durch das Konzept der ATV-Wahlberichterstattung spielt das Internet eine große Rolle dabei.
?: Wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Wahlberichterstattung auf ATV zufrieden? Gab es Reaktionen von Seiten des Publikums oder gar parteipolitische Proteste?
!: Bis jetzt sind 171 Fragen online, das ist sehr zufriedenstellend Parteipolitische Proteste gab es nicht, jene Spitzenkandidaten die zugesagt haben, waren sofort dafür bereit.
?: Wie schätzen Sie persönlich den Einfluss der ATV-Berichterstattung ein? Und was sagen Sie zur Weigerung Werner Faymanns, an den privaten "Elefantenrunden" teilzunehmen?
!: Für eine österreichischen Privatsender sind Nachrichten und politische Berichterstattung sehr wichtig, da es auch zu unserer Identität beiträgt und zur Positionierung von Privatsender in Österreich einen wichtigen Beitrag liefert. Wir sehen unsere politische Berichterstattung als Kontrapunkt zu jener des Öffentlich-Rechtlichen, und vor allem auf unsere Zielgruppe zugeschnitten. Werner Faymann ist leider terminlich verhindert, er bleibt bei uns bis zum Sendungsbeginn eingeladen, und wenn wir ihn unterstützen können, seinen Termindruck zu entzerren, wird ATV alle Hebel dafür in Bewegung setzten. Allerdings finden wir es sehr schade, dass er sich die Gelegenheit entgehen lässt, direkt auf Wählerfragen im Fernsehen zu antworten, vor allem da es sich an ein jüngeres Publikum richtet.
"Du, mein Slip zwickt irgendwie - kann's sein, dass ich deinen an hab?" "Ach Quatsch, ich hab meinen doch gar nicht ausgezogen. Der ist sicherlich nur ein bisserl verrutscht. Warte, ich helf dir." Tja, und was dann folgt, ist nichts für schwache Nerven: Girl-on-Girl-Action vom feinsten mit bitterem Ende:
Überraschung: hab grad ein geiles neues Feature by mbl gefunden! MyBlogLog lässt sich nicht vom Zahn der Zeit benagen, sondern hört lieber auf Zeichen derselben: statt sich mit der Rolle als Blog-Aggregator zufrieden zu geben, setzt mbl auf Social Media Syndication. [schade, dass die Abkürzung SMS bereits vergeben ist.] Ächtüng: zartbesaitete Gemüter, die ihre Kontaktanfragen-Inboxes so sauber wie einen Toilettensitz im Grandhotel halten möchten, sollten lieber nicht weiterlesen.
Ziemlich einzigartig (zumindest meines Wissens) ist der "Connector". Man kann bei MBL nämlich seit längerem die eigenen Accountdaten für diverse Social Media Services wie Youtube, twitter, last.fm, friendfeed und viele weitere im eigenen Profil eintragen. Klickt man in weiterer Folge auf die eigene Kontaktverwaltung, taucht dort wie aus dem Nichts ein Karteireiter mit dem klingenden Namen Connector (beta) auf. Er stellt in einer übersichtlichen Tabellenansicht horizontal die eigenen Social Services und in der vertikal die eigenen Kontakt dar. In jeder Zelle steht eines der drei Symbole no service/not found (der betreffende User nutzt den jeweiligen Dienst nicht), connected (bereits in der jeweiligen Kontaktliste) oder connect. Klickt man darauf, öffnet sich die direkt die Kontaktanfrage-Seite der jeweiligen Community, so man dort eingeloggt ist Das sieht so aus:

Zusätzlich erspart ein vierter Button an jedem Zeilenende Klickarbeit: connect on all services öffnet alle in Frage kommenden Kontaktanfrage-Seiten: so findet man die eigenen Blogfans mühelos im großen weiten Internet wieder... und gewinnt neue Twitter-Followers, zusätzliche Friendfeeder und so weiter. Da hat Yahoo mal wieder was richtig gemacht - schade, dass myBlogLog MyBlogLog im deutschsprachigen Bereich nicht so richtig populär ist. Gar nicht auszudenken, was für evil twisted SMO-Schweinereien man damit (semi)automatisiert aufführen könnte... ander ausgedrückt: "Eine Syndikationsplattform sie zu finden, auf die Kontaktliste zu treiben und ein Weilchen zu binden."
Deke McClelland, Web Evangelist, hat einen Rekordversuch gestartet: 101 Photoshop Tipps singt er in nur 5 Minuten! Baynado singt zwar (noch) nicht, er hat aber die latest SEO News gepostet und das Wochenende (netzfrei?) an der Nordsee verbracht. Währenddessen wurde Jeremys Twitter-Identität ge-hijackt und Yannick hat jahrtausendealte taoistische SEO Geheimnisse wiederentdeckt. Trotzdem besteht kein Zusammenhang zu Joey Chestnut, der den 4. Juli Hotdog Contest schon wieder haushoch gewinnen konnte. Ganz anders als im TV (im Herbst beginnt die zweite Staffel von Californication) kann also noch immer keine Rede von einem Sommerloch sein!
Á propos Hijacking: der Gedanke liegt nahe: je populärer Facebook, Twitter und Co. werden, desto mehr Spielraum bieten sie für alle möglichen defätistischen (oder auch rein profitgerichteten) Aktionen: ich warte ja nur drauf, bis die ersten Toten auf Facebook wieder auferstehen.
Walters Twitter Conversations Map war diese Woche zu Gast auf Visual Complexities - zu Recht, denn die Geo-Visualisierung des Microblogging-Services Twitter rückt Meister Rafelsberger schon ganz schön weit in die Kunstecke; ich würd mir jedenfalls gerne ein Poster davon im Arbeitszimmer aufhängen.
Helge hat einen neuen perfiden Plan zur Erlangung der Weltherrschaft gefasst: er will das Wiener Trinkwasser vorwärmen. Schnapsidee oder das Paradies für Warmduscher? Nun ja, wie ein altes chinesisches Sprichwort zu sagen pflegt: "Wenn du warmes Wasser trinken willst, dann stell dein Glas an die Sonne."
Und zwar an Viacom. Das wissen eh schon alle, aber das macht's nicht weniger schlimm:
Die Logfiles umfassen 12 Terabyte. Wenn man mal großzügig von 40 Byte pro Datensatz ausgeht und als Terabyte die IEC-konforme dezimale Anzahl Bytes nimmt, kommen dabei konservativ geschätzte 25 Milliarden Datensätze raus. Da viele User bei vielen Webseiten den selben Login-Namen verwenden und dieser häufig auch mit dem echten Namen identisch ist, dürften sich da interessante Rückschlüsse auf die Interessen von recht vielen Menschen ziehen lassen.
Spannenderweise schießt Viacom dabei (vorerst) gar nicht auf die individuellen User, sondern will drauf raus, dass Youtube nur dank der vielen Copyrightverletzungen funktioniert. Google sammelt bekanntlich jeden Datenschnipsel, den man überhaupt kriegen kann: von einem ersten kleinen Supergau zu sprechen ist also keine Übertreibung. Gerald hat auf Googlefalle.com dazu einen Beitrag gepostet, in dem erst die Schizophrenie von Big G aufzeigt: denn bisher wurde ja stets behauptet, man sammle bloß anonymisierte Daten...
Aber nun wieder zurück zu etwas Erfreulicherem: in den letzten drei Wochen erlebt die deutschsprachige Social Web Szene einen (gefühlten) Turboboost von 200 Prozent: ich habe den Eindruck, dass im Gegensatz zur Blase 1.0 die Konsolidierungsphase diesmal wesentlich früher eingesetzt hat, was idealerweise zu einer nachhaltigen Etablierung einiger interessanter Services führt; nicht zuletzt deshalb, weil Yahoo und Big G auf großer Shoppingtour waren, werden Communities wie FlickR auf absehbare Zeit wohl kaum kroch'n gehen, wie man mittlerweile in Wien sagt. Und was bringt mir die ganze Friendfeederei? Eine Menge Arbeit, weil ich auch so nen schnieken Action-Feed wie Phreak hier auf ds einbauen werde und bei der Gelegenheit gleich ein paar gröbere Änderungen am Template vornehme - nicht zuletzt die Lokalisierung (allerdings ohne mo-po-Wahnsinn, sondern mit simplen php-Variablendefinitionen), denn datadirt juckt mich in den Fingern... also lassen Sie sich vom Fail-Whale nicht unterkriegen; metaphorisch betrachtet gehört das Web 2.0 ja eh uns Usern, nicht wahr? Schönen Restsonntag, und bloß nicht aufs Micro Bloggen vergessen!
Keine Angst, hier folgt kein klassisch-blutrünstiges Märchen mit bösen Wölfen und schönen Prinzessinnen, das den jüngsten und ältesten LeserInnen Alpträume bescheren könnte. Nein, die Rede ist *wirklich* von einem hölzernen Spiegel. Keine Metapher, keine Code, keine virtuelle Umgebung - und auch keine blankpolierte Blanke: Daniel Rozin hat aus dem Holz der Bäume eine Installation gebaut, bei der Holzwürfel, deren Seiten unterschiedlich getönt sind, die Funktion eines Pixel-Spiegels übernehmen: eine Videokamera erfasst die Umgebung, die Steuerlogik übersetzt das Bild Pixel-Graustufen und die Motoren reagieren quasi in Echtzeit. [via Gerald]
Schwer vorstellbar? Ein Blick ins Video lässt die Zweifler verstummen:
Für mich ist Daniel Rozins analog-digitale Installation eines der faszinierendsten Kunst-Stücke der jüngeren Vergangenheit - mit Spiegeln beschäftigt er sich schon länger - ein anderes Modell, der Shiny Balls Mirror (zweideutiger Name, hehe...) nutzt schimmernde Metallkugeln, die in Waben sitzen und vor- bzw. zurückgeschoben werden, um die Echtzeit-Pixelbilder zu erzeugen, leider hab ich davon kein Video gefunden.