Am Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: "Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers" spielt's nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.
Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war's in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse "Maintenance Tasks" (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs "Echtzeit-Tweeten".
Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern - und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.
Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)... diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird - und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.
Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.
Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder - wesentlich komfortabler - die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.
Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole'schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.
Vorteil: Nichts geht über händische Selektion - das Followen lässt sich recht gut "nebenbei" beim Twittern erledigen - und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen "Aufräumen" der Followed-Liste.
Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich - die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.
Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens "Follower Vetting" an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor - dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.
Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt "Friend Finder". Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss - nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.
Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers - ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.
Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.
Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.
Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern - eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.
Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die "Automatic Pretty Link Creation and Posting Options": Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!
Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.
Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: "Mit interessanten Tweets!" Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen - 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann
Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.
Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!
Eigentlich sollte man den Fast Blog Finder unter Verschluss halten und um ein paar tausend Dollar an eine Handvoll SEOs verkaufen. Dass die Anbieter ihre Programm für einen Spottpreis verscherbeln, macht die Software allerdings umso attraktiver: denn noch nie war hocheffizienter Linkaufbau so einfach. FBL erstellt nämlich automatisch Listen von Artikeln zu bestimmten Keywords, bei denen man Kommentare hinterlassen kann - und zwar *ohne nofollow*. Ganze 42 Euro verlangt Anbieter G-Lock für eines der hilfreichsten SEO-Programme aller Zeiten.
Wer's gleich mal ausprobieren möchte, kann sich an die im Funktionsumfang deutlich eingeschränkte Freewareversion halten, die einen genauen Eindruck vom Funktionsprinzip vermittelt: hier geht's direkt zum Download der Trial-Version.
Seit längerer Zeit grassieren diverse Liste von nofollow-Blogs, also solchen Seiten, bei denen die Betreiber das standardmäßig "nofollow-Attribut", das Links für Google entwertet, entfernt haben. Fast Blog Finder geht einen gewaltigen Schritt weiter: Der User wählt Keyword bzw. Keywordkombination und Sprache (zur Auswahl stehen de, en, it, fr, nl, es, ru) und startet die Suche. Nach kurzer Zeit präsentiert das Programm eine sauber strukturierte Liste von thematisch (zumindest laut Meinung von Google) passenden Seiten, die nach verschiedenen Kriterien wie Domain-Pagerank, Deeplink-Pagerank, Zahl der outgoing Links und vor allem nach Typ (dofollow/nofollow) sortiert werden können. Falls die nofollow-Präsenz nicht auf Anhieb erkannt werden kann, hilft in vielen Fällen die "Detect Type" Funktion. Zusätzlich kann man einzelne Domains auf eine Blacklist setzen, Ergebnisse exportieren bzw. Listen für die spätere Bearbeitung speichern.

Das Programm merkt sich dabei, wann man bei welchem Beitrag kommentiert, zusätzliche Notizen helfen dabei, die Übersicht zu behalten. Das Kommentieren erfolgt direkt im Programm über ein eingebundenes Internet-Explorer Fenster, sodass der Workflow schnell von der Hand geht - für nicht ganz 42 Euro ein wahres Schnäppchen. Bestellen kann man den schnellen Blogfinder online, bezahlt wird via Kreditkarte: Fast Blog Finder kaufen.
Ich arbeite seit einigen Wochen mit FBL, vor kurzem erschien ein Update mit zusätzlichen Features. Ich habe den Fast Blog Finder innerhalb kürzester Zeit lieben gelernt: die Hauptarbeit, das Schreiben passender Kommentare, kann eine Software natürlich nicht übernehmen. Aber bei der Recherche und Abwicklung spart die Software dermaßen viel Zeit im Vergleich zur klassischen Vorgehensweise, dass die paar Euros sogar für Hobby-Webmaster gut angelegt wären. Zusammenfassend:
Ich war überrascht, wie viele nofollow-Seiten man selbst bei Nischen-Keywords auf Anhieb findet. Natürlich ist ab und an auch mal ein Blindgänger dabei (z.B. indexiert FBL recht gerne Tag-Pages), und natürlich muss man die resultierenden Liste nachbearbeiten und die Arbeit mit FBL sinnvoll ins gesamte SEO-Konzept einpassen.
Fast Blog Finder Trialversion
Fast Blog Finder kaufen
Manche werden sagen ja, aber die verdienen ihr Geld gewiss nicht mit Online-Marketing. Jeder SEO muss zwangsweise Linkaufbau betreiben, Kommentare sind ein derzeit hervorragende funktionierender Bestandteil im Backlink-Mix. Und man sollte nicht vergessen, dass mittlerweile zahlreiche Blogger (ich auch) zusätzlich via Keyword Luv sogar gezielt Keywords erlauben. Denn nichts macht ein Blog attraktiver als rege Diskussion - und wer möchte, dass sein Link stehen bleibt, hütet sich sowieso vor sinnlosen Postings, und so entsteht ganz simpel eine win-win Situation. Und schließlich postet die Software keine automatisierten Kommentare, sondern spart einfach immens viel Zeit bei der Recherche und Abwicklung. Die Anbieter sehen das übrigens genauso:
Blog Finder is 100% No-Spam, search engine friendly blog commenting software. It does not make automated comments on blogs. It does not have any kind of comment posting features built into it.
*Tip* Most blog owners moderate the comments to prevent SPAM. Do not spam blogs with the comments full of links. Your comment will end up being deleted. Leave meaningful comments only after reading the blog post.
Ach ja, noch was zum Thema Support: ich hab zwei Lizenzen gekauft, nach Installation am Laptop und am PC weigerte sich die Software korrekterweise bei der dritten Installation am Dualboot Windows. Ich hab ein E-Mail an den Support geschickt und das Problem erklärt, 3 Stunden später war mein Code wieder freigeschalten. Online Support kann funktionieren!
Über den 2WID.net Webkatalog habe ich vor einigen Monaten im Rahmen einer trigami Rezension berichtet. Die diversen Zusatzfeatures haben mir damals sehr gut gefallen, vor kurzem stieß ich im Rahmen einer Recherche zum Thema Existenzgründung / Start-Up wieder auf die Seite und war ausgesprochen angetan von der geballten Information, die man mittlerweile in dieser Kategorie findet.
In zukünftigen datenschmutz Videopodcasts werde ich immer wieder mal aus dem Nähkästchen des Online-Entrepreneurs plaudern und den einen oder anderen Tipp, der sich meiner persönlichen Erfahrung nach bezahlt gemacht hat, mit Vergnügen weitergeben. Und bei der Suche nach dem diesbezüglichen deutschsprachigen Informationsangebot war ich erst mal sehr überrascht, wie verstreut die einzelnen relevanten Informationen sind: Existenzgründer und (Jung)Unternehmer suchen in der Regel Informationen über mögliche Rechtsformen, Startkapital-Beschaffung, grundlegende Informationen zur Organisation und meist auch Dienstleister zur Auslagerung bestimmter Tätigkeiten wie beispielsweise der Buchhaltung. Ein wirklich umfangreiches Portal habe ich nicht gefunden, ganz zu schweigen von den nationalen rechtlichen Unterschieden etwa zwischen .de, .at und .ch.
Die 2Wid Übersichtsseite zum Thema Existenzgründung bietet gegenüber einer Google-Recherche großen Mehrwert respektive Zeitersparnis: vor allem die umfangreiche Linksammlung zu Rechtsformen erleichtert die Grundsatz-Entscheidung. Allein zum Thema Personengesellschaft findet man 24 Einträge - saubere Crowdsourcing-Arbeit und für mich der Beweis, dass ein gut gepflegtes deutschsprachiges Verzeichnis mit Leichtigkeit mehr Fans gewinnen könnte als jeder Social Bookmarking Service.
Ebenfalls aus beruflichem Interesse habe ich dann noch einen Blick auf die Kategorie Onlinemarketing geworfen. Mit 32 Unterkategorien und 154 Einträge zu deutschsprachigen Bannermärkten, SEO-Ressourcen, Dienstleistern etc. überflügelt 2WID das dröge deutschsprachige DMOZ locker. Webdirectories sind keineswegs tot, gerade bei Nischenrecherchen ist diese Art der Zentralperspektive äußerst hilfreich. Und 2Wid ist meiner Meinung nach am besten Weg dazu, zum attraktivsten deutschsprachigen Webverzeichnis zu werden.
Der hart arbeitende Blogger, der sein kärgliches Werbebrot Werbebrot verdient, während digitaler Schweiß langsam auf das CMS tropft, freut sich über jeden eingesparten Mausklick. Eine Reihe von Plugins verschreibt sich ganz der Schonung des Zeigefingers und versprechen mehr Komfort und schnelleres Editieren im Admin-Bereich. Von Ozh Admin DropDown, ein Ersatz herkömmliche CMS-Hauptmenü, bis hin zu Admin Management Xtended, einem Ajax-Hack für die Posting-Übersichtsseiten, stehen eine ganze Reihe von Plugins bereit, die CMS-Füchsen das Leben leichter machen wollen. In diesem Posting stelle ich jene Tools vor, die mir mittlerweile sehr ans Blogger-Herz gewachsen sind und auf die ich nicht mehr verzichten möchte.
Inhaltsverzeichnis:
Mit der aktuellen WordPress-Version hat sich im Backend einiges verändert, etliche ältere Dropdown-Plugins versagen mittlerweile ihren Dienst, aber es gibt reichlich Ersatz. Mir gefällt das Admin Drop Down Menu von ozh am besten: das Menü frisst minimalen Screenspace und verkürzt die Klickwege ganz gewaltig, da man jeden Unterpunkt sofort erreicht:
The lazy and the productive will love it: all admin links available in a neat CSS driven drop down menu. No need to click on "Manage" then "Pages" to edit pages, go to any admin page from any admin page.

Außerdem existiert eine API für Plugin-Programmierer, die ihrem Stück Code ein eigens Icon mit auf den Weg geben möchten. Für die Standard-Menüpunkte nutzt das Plugin die ausgesprochen hübschen famfam Icons, die sich aber auch abdrehen lassen.
Wer, aus welchen Gründen auch immer, eine Alternative sucht, findet diese in Form von Lighter Menus, das etwas anders aussieht, aber im wesentlichen die gleichen Funktionen bereit stellt, beide Plugins kommen mit eigener Options-Seite im Settings Menü.
Wer sich zusätzlich das Einsteigen ins Backend komplett ersparen will, sollte für die Blog-Frontside einen Blick auf den WordPress Admin Bar werfen: Vipers Plugin generiert ein Admin-Dropdown-Menü, das eingeloggten Usern die jeweils für sie zugänglichen CMS-Menüpunkte anzeigt.
Admin Management Xtended ergänzt die Übersichtsseiten des CMS um einige sehr nützliche Editing Funktionen. Da dabei Ajax zum Einsatz kommt, erspart man sich nicht nur das einzelne Aufrufen aller Postings, sondern sogar den Seiten-Reload:

Diese Funktion benötigt nicht jeder Blogger - Autoren, die Postings für zukünftiges Publishen vorprogrammieren und Blogger, die öfter mal nachträglich die Kategorien ändern, werden die Zusatzfunktion lieben. Im Detail bietet AMX folgende Funktionen:
Dieses Plugin fügt in die Artikel-/ und Seitenverwaltungsansicht einige Icons ein, mit denen man per AJAX einige Eigenschaften der Artikel/Seiten bearbeiten kann, ohne die Seite neu laden zu müssen. Dazu zählen die Umschaltung der Sichtbarkeit, Ändern des Datums, des Titels, des Page slugs und Ändern der Seitenreihenfolge via Drag'n'Drop, Inline Kategorie Management und Inline Tag Management.
Was wäre das WordPress-Backend ohne ozh? Jeder Blogger weiß, dass konsequentes Moderieren und Beantworten der eigenen Beiträge vitale Bestandteile für längerfristigen Erfolg darstellen. Out-of-the Box kann WordPress hier allerdings nicht überzeugen: Kommentare direkt im Backend zu beantworten ist nicht vorgesehen, der Admin muss das jeweilige Posting aufrufen und dort seine Antwort hineinschreiben. Absolute Comments macht Schluss mit diesem unnötig komplizierten Procedere und stellt auf der Kommentar-Übersichtsseite einige äußerst praktische Funktionen bereit.

Direktes Antworten, Löschen und Editieren gehen mit Ajax' Hilfe und danke der smarten WP-Integration wesentlich schneller von der Hand.
WordPress Better Plugin Page macht Schluss mit lästigen Suchorgien: eine Reihe von Icons und durchdachte Filterfunktionen (z.B. nur Plugins anzeigen, die upgedatet werden wollen) kommt jenen Blogger entgehen, deren Plugin-Collection mittlerweile bereits ausufert:

Wer häufig sein Theme ändert und dabei auf konsistente Meta-Infos achtet, ist häufig im Text-Editor zugange. Extended Options holt folgende Optionen und Template-Metainfos, die normalerweise nicht via CMS bearbeitet werden können, ins Backend:
Seit der Version 2.5 unterstützt WP unterschiedliche Colour-Schemes im Backend, jeder Admin kann dabei sein eigenes Set wählen. Wer die Mühe des CSS-Stylens scheut und Wert auf Farbgestaltung legt, greift zum COLOURlovers' AdminCSS Designer von Ozh. Mit diesem Plugin erstell man das Admin-Farbschema ohne Editieren ganz komfortabel im Backend.
Die genau Funktion des Plugins erläutert ein Screencast.
Nicht alle der hier vorgestellten Plugins sind für jedes Anwendungsszenario sinnvoll - speziell heavy Blogger werden allerdings jede Zeitersparnis zu schätzen wissen: denn schließlich möchte man die kostbare Zeit lieber fürs Schreiben als fürs Posten der Artikel verwenden! Hier zur Übersicht nochmal alle Download-Link der beschriebenen Plugins im WordPress-Directory:
Ein altes Indianersprichwort lautet: je mehr repetitive und/oder unnötige Tätigkeit ein WordPress-Plugin dem Blogger abnimmt, desto höher seine Nützlichkeit. Demnach gebührt Shortcut Macros die Höchstwertung, denn das Plugin erlaubt die Definition beliebig vieler Shortcuts, die im Editor durch bestimmte Text/Code-Bausteine ersetzt werden.
Alex King hat eine ganze Latte an so praktischen Erweiterungen geschrieben, dass man im Nachhinein durchaus geneigt ist, das Wort "unverzichtbar" in den Mund zu nehmen. Shortcut Macros empfiehlt sich, wenn man beispielsweise bei manchen Texte bzw. Fotos immer wieder Copyrighthinweise hat bzw. für jede Art von wiederholendem Textbaustein.
Nach Upload und Aktivierung des Plugins findet man im Menü "Einstellungen" fortan den Punkt "Macros". Selbige beginnen immer mit einem doppelten Doppelkreuz, also "##" - dieses Zeichen dürfte normalerweise so gut wie gar nie in freier Wildbahn vorkommen, damit sind irrtümliche Ersetzungen weitgehend ausgeschlossen. Die angelegten Textbausteine können alle Zeichen bzw. Formatierungen enthalten, die in WordPress-Beiträgen erlaubt sind. Pro Zeile gibt man eine "Variable" sowie den Text, durch den sie fortan ersetzt werden soll, an. Trägt man nun im Editor die vorher definierte ##variable ein, so ersetzt das Script sie beim Abspeichern durch den zugehörigen Textbaustein - simpel und effizient.
Die jeweiligen Shortcuts werden in den Beitragstexten sofort beim Speichern bzw. beim Publishen ersetzt - man spart sich also schlichtweg eine Menge Tipparbeit, denn die Einsatzgebiete sind vielfältig: von immer gleich bleibenden Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen bis hin zu ab und verwendeten Style-Angaben bietet sich der Einsatz bei allen wiederkehrenden Textteilen an, die im Beitrag selbst und nicht im Template-Code vorkommen.