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	<title>datenschmutz &#187; Zukunft</title>
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		<title>WKO eDay 2011 — Thema fürs Wunschkonzpert vorschlagen + Handy gewinnen</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 05:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 3. März 2011; 9:00 bis 18:00. ] Am 3. März lädt die Wirtschaftskammer Österreich zum eDay 2011. Die Anmeldung zur größten österreichischen IT-Konferenz ist gratis, neu mit dabei ist in diesem Jahr das Wunschkonzert: wer bis zum 31.1. ein Thema vorschlägt, hat die Chance, ein aktuelles Smartphone zu gewinnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">3. März 2011</td></tr><tr><td class="ec3_start">9:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">18:00</td></tr></table><p>Der eDay ist die größte Veranstaltung der Wirtschaftskammer Österreich — über 2.000 Besucherinnen und Besucher ließen sich im Vorjahr von mehr als 70 Vortragenden und 40 Ausstellern über alle Aspekte des Online-Business informieren. Der eDay 2011 findet am 3. März in der Wirtschaftskammer Österreich (Wiedner Hauptstraße 62, 1045 Wien) statt und bietet unter <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Motto “Erneuern, um zu wachsen” neben einem noch umfangreicheren Programm zwei neue  Zusatzangebote: Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern wird erstmals eine spezielle Wissensplattform für Wachstum im E-Business geboten, und im Rahmen des “<a href="http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&#038;stid=594106&#038;dstid=9335&#038;cbtyp=1&#038;titel=Gestalten%2cSie%2cdas%2cE-Day%2cProgramm%2caktiv%2cmit!" class="liexternal">Wunschkonzerts</a>” hat jeder die Besucher die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge einzureichen und ein Nokia E55 Monoblock Business-Phone zu gewinnen.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/01/eday.jpg" alt="eday WKO eDay 2011   Thema fürs Wunschkonzpert vorschlagen + Handy gewinnen" title="eDay 2011 - 3. März 2011" width="600" height="310" style="border:1px solid gray;" /></div>
<blockquote><p>Haben Sie das E-Day Programm gelesen und hätten Sie gerne einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a> zu einem Thema, das bisher nicht behandelt wird?</p>
<p>Dann schlagen Sie uns (in der Zeit von 20.01. bis 31.01. 2011) Ihr Wunschthema (max. 3 Themen / Person) vor!</p>
<p>Die spannendsten Themen werden (von 01.02. bis 10.02. 2011) auf <a href="http://www.eday.at" class="liexternal">www.eday.at</a> zum Publikumsvoting bereitgestellt.  Die 3 Themen, die beim Voting die meisten Publikumsstimmen erhalten, werden am E-Day im Franz Dworak Saal (von 17:00 bis 18:30 Uhr) vorgetragen.</p>
<p>Das E-Day Team kümmert sich um kompetente ReferentInnen für diese Themen. Die drei EinreicherInnen der beliebtesten Themen erhalten jeweils ein NOKIA E55 Monoblock mit suretype business phone.</p></blockquote>
<p><span id="more-28233"></span></p>
<p>Wer selbst ein Thema einreichen möchte, sollte zuerst einen Blick auf das <a href="http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&#038;stid=588836&#038;dstid=9335&#038;cbtyp=1&#038;titel=Web,2.0,,Online-Marketing,,Medien,der,Zukunft,..." class="liexternal">eDay-Programm</a> werfen: die vier parallelen Sessions E–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a>, E-Basics, E-Commerce und E-Corporation warten mit einem umfangreichen Themenspektrum auf, aber wie die bereits eingereichten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wunschkonzert/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wunschkonzert">Wunschkonzert</a>–Vorschläge zeigen, gibt’s daneben mehr als genügend Spezial– und Praxisthemen, um locker eine ganze Vortragswoche zu füllen — von PDF-Formularen über Social Media Guidelines, Passwort-Verwaltung und 3D-Gesten-Steuerung bis zu den Vor– und Nachteilen verschiedener Bildgalerien.</p>
<p>Die Teilnahme am eDay 2011 ist wie auch in den Vorjahren völlig kostenlos und für alle Interessenten frei zugänglich. Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/anmeldung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Anmeldung">Anmeldung</a> erfolgt online, auf Wunsch auch gleich zusätzlich für die Multimedia &amp; e-Business Staatspreis Gala am Abend.</p>
<hr /><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/01/edaywuko.jpg" alt="edaywuko WKO eDay 2011   Thema fürs Wunschkonzpert vorschlagen + Handy gewinnen" title="eDay Wunschkonzert" width="211" height="120" style="float:left;margin-top:2px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />
<p><a href="https://sys.mailworx.info/pages/eday/eday_anmeldung.aspx" style="font-weight:bold;font-size:1.2em;" class="liexternal">Anmeldung zum eDay 2011</a><br />3. März, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien</p>
<p style="margin-top:30px;margin-bottom:15px;"><a href="http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&#038;stid=594106&#038;dstid=9335&#038;cbtyp=1&#038;titel=Gestalten,Sie,das,E-Day,Programm,aktiv,mit!" style="font-weight:bold;font-size:1.2em;" class="liexternal">Vortragsthema fürs eDay 2011 Wunschkonzert vorschlagen</a></p>
<hr />
<p>Besonders gespannt bin ich auf Peter Glasers Eröffnungs-Keynote und den Programmteil über Wirtschafts-Szenarien 2011–2014 und die Rolle der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/it/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with IT">IT</a> als Business Enabler, Einsteigern ins Thema Onlinewelten 2.0 empfehle ich den Besuch der einstündigen Digitalks-Session, Handy-Afficionados informieren sich bei Programmblock “Mobile Trends und Applikationen” über den Status Quo der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/smartphone/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Smartphone">Smartphone</a>–Applikationslandschaft.</p>
<p>Ich freu mich jedenfalls schon auf den 3. März, da ich auf den eDays der Vorjahre immer ein paar ausgezeichnete Vorträge gehört habe, bin gespannt, welche Thema die Crowd fürs Wunschkonzert sourced und hoffe, wir sehen uns am eDay 2011. Nicht physisch Anwesenden haben die Möglichkeiten, auf <a href="http://www.eday.at" class="liexternal">eDay.at</a> alle Vorträge live via Videostream zu verfolgen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-12/wikileaks-als-verkaufstool-einsetzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 16:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer einmal geheime Dokumente leakt, dem glaubt man nicht - aber wer das regelmäßig tut, wird schnell mal aus der Sicht eines westlichen Demokratie zum Terroristen, der die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttert. Kein Wunder, denn die steht ja in der Tat auf zunehmend wackligeren Beinchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es folgt keine Step-by-Step-Anleitung, wie Sie kommerziell-virale Inhalte in brisanten Dokumenten und diese auf WikiLeaks platzieren — das wäre zwar jetzt, wo Julian Assanges Beichtstuhl für Schuldgefühl-geplagte Systemfunktionäre ausnahmsweise gerade so überdurchschnittlichen viel Aufmerksamkeit von den bezahlten Hütern der Demokratie genießt, nicht der Pläne dümmster — allerdings sollte für das strategisch geschickte Platzieren von Markenbotschaften in gefälschten Botschafts-Depeschen (Obama an Putin: “A wengal an Hang zum Rassistischen ham’s scho, die Canyon-Shitters! But they know damn well how to bake Mannerschnitten!”) keine Schritt-für-Schritt-Anleitung erforderlich sein. Weniger trivial dagegen erscheint die Frage, ob solche Formen teilfreiwilliger Transparenz eine ergänzende Funktion im bestehenden demokratischen System einnehmen können oder als transformativer Impuls von “außen” verstanden werden müssen.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28227]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3-600x356.jpg" alt="wikileaks3 600x356 WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" title="The trouble with WikiLeaks" width="600" height="356" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>[zum Vergrößern bitte anklicken.]</small></div>
<p>Man kann also, wie Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk dies kürzlich im Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/programm/261782" rel="nofollow" class="liexternal">Journal Panorama</a> tat, die Frage stellen, ob in der repräsentativen Demokratie as we know her das Privileg der Vertraulichkeit (noch) eine signifikante Rolle spielt oder wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/judith-denkmayr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Judith Denkmayr">Judith Denkmayr</a> eine realistischere Sichtweise pflegen und Plattformen wie Wikileaks als notwendiges Korrektiv eines Systems deuten, das Intransparenz instrumentalisiert hat und den Wähler/Kunden recht effizient von Entscheidungsprozessen ausschließt.<span id="more-28227"></span></p>
<p>Die präferierte Sichtweise sagt wenig über Wikileaks, aber einiges über den Standpunkt des Beobachters aus — man muss keineswegs in einer Amish-Siedlung aufgewachsen sein, um das von Analogue Natives empfundene Unbehagen ob einer Zukunft, in der technologische und politische Elite konvergieren, zu verstehen wenn nicht gar zu teilen. Auf der anderen Seite scheint sich das Vertrauen genau jener vorsichtigen Mahner, die humanistisch-politische Traditionen nicht am Digital-Altar geopfert sehen wollen, in weit höherem Maße auf Hoffnung denn auf Beobachtung zu gründen. Dass eine Synthese nicht mal als Silberstreif am Horizont zu sehen ist (sorry Hegel!), liegt an der prinzipiellen Unentscheidbarkeit der zugrunde liegenden Fragestellung: wer entscheidet, ob die transformativen Kräfte innerhalb eines Systems ausreichen, um adäquate Weiterentwicklung / Adaption an veränderte Systemparameter zu gewährleisten? Wir neigen dazu, den Status Quo als Endzustand zu betrachten — ich persönlich bezweifle allerdings stark, dass die repräsentative Demokratie in ihrer derzeitigen Form tatsächlich der politischen Weisheit letzter Schluss ist. Selbst ein SMS-Voting zu den Fragen Schul-/Gesundheits-Verwaltungs-Reform wär mir lieber als der herrschende Totalstillstand — schlimmer als Maria Theresias Bildungserbe bis in alle Ewigkeit zu hofieren kann nicht mal ein “gehacktes” Wahlergebnis sein.</p>
<p>Apropos: Dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-kleissner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Kleissner">Peter Kleissner</a>, Computer-Sicherheitsexperte und Hacker (“Ich bin einer von den guten und stopfe Sicherheitslücken.”) eher die Piratenpartei als den digitalen Underground vertrat, verwunderte mich ebenso wie die eigenartige Definition des Moderators, dass “ein Hacker natürlich ein exzellenter Programmierer sein und sich mit Computer besonders gut auskennen müsse”. Ich erhebe Einspruch: Code-Affinität ist eine mögliche, aber keine hinreichende und schon gar keine notwendige Voraussetzungen. Es geht nicht um Technologie, sondern um Systeme, Gewohnheiten, um das Erkennen, Analysieren und Brechen von Regeln, um Manipulation: Bühnenmagier hacken unsere Wahrnehmung, talentierte Amateurschauspieler hacken die Warteschlange vorm Club (file under: “Lichttechnikerprinzip”), ich hab als ehemaliger passionierter Schwarzfahrer unzählige Male die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn gehackt mit ganz unterschiedlichen Scripts vom “dummen Tiroler” über “da hat wohl jemand vergessen, die Tintenpatrone im Entwerter zu wechseln (erforderliche Zutaten: ein Einzel-Vorverkaufsschein aus der Trafik, kann mehrfach verwendet werden) bis zum “Houdini Switch” (nur für Experten zu empfehlen — benötigt einen Partner mit schneller Auffassungsgabe und gültigem Fahrschein, der das Opfer spielt, alle mentalen Ressourcen des Kontrolleurs bindet, mit diesem an der nächsten Station  zerknirscht aussteigt, wo ihm dann einfällt, dass das Ticket ‘zum Glück’ ja doch in der Jackentaschen steckt).</p>
<p>Sogar vereinzelte Fälle von unfreiwilligem Selbsthacking wurden in der Vergangenheit bekannt: seit Pete und ich während unseres Studiums zwei Jahre <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">gratis</a> bei Subway getafelt und getrunken haben, kann ich Ihnen versichern: es gibt gute Gründe, warum auf Rabatt-Gutscheinen fast immer draufsteht “pro Person / Einkauf maximal 1 Gutschein einlösbar”. Sollte Sie mal Gutscheine in die Hände bekommen, bei denen dieser Satz fehlt, weil sich die sonst immer so penible und verlässliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung ausgerechnet an <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Tag beim Frühstück furchtbar mit ihrem Freund gestritten hat, der in zwei Wochen schon wieder mit seiner Punk-Band auf Tour gehen will, ganz zu schweigen von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> lästigen Vertriebsmitarbeiter aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Außendienst, der mit zittriger Stimme unbedingt jetzt sofort wissen musste, ob der Kunde, der behauptet “wenn ich unterhalb der Gürtellinie treffe, wird mir kein Staatsanwalt Mordabsicht unterstellen” tatsächlich Recht hat, also wenn Ihnen mal solche Gutscheine in die Hände fallen: nehmen Sie sie fest in die Hand, und zwar so viele Sie kriegen können — Sie werden viel Spaß damit haben.</p>
<p>Ich will also darauf hinaus, dass “Hacken” aus gutem Grund zu den “subversiven Künsten” zählt. Natürlich müssen Hacker die Spielregeln besser kennen als jene, die glauben, sie zu machen — egal, welches Werkzeug sie benutzen, und unabhängig, ob sie glauben, ihr okkultes (nicht übersinnlich, sondern nur einer kleinen Minderheit bekannt) Wissen zum Wohl des großen Ganzen oder zum eigenen Vorteil einzusetzen. Nun leben Projekte wie Wikileaks ebenso wie OpenLeaks, das neueste Spin-Off in Reaktion auf die immer stärkere Zentriertheit der Mutterseite auf die Person des Julian Assange, in hohem Maß von der Beteiligung einer Personengruppe, die sich entweder selbst als Hacker bezeichnen oder zumindest eine gewisse wohlmeinende Sympathie diesen modernen “Freibeutern” gegenüber verspüren.</p>
<p><a href="http://xkcd.com/834/" class="liimagelink"><img src="http://imgs.xkcd.com/comics/wikileaks.png" width="600" height="265" alt="wikileaks WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen"  title="WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" /></a><br />
<small>[Cartoon: <a href="http://xkcd.com" class="liexternal">xkcd by Randall Munroe]</a></small></p>
<p>Rasch kommt die Diskussion über derlei Veröffentlichungsplattformen im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a> von Demokratie, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> und humorloser Habermasigkeit in der Regel auf den Punkt, wo libertäre Geister regulativen Institutionen per se misstrauen, egal ob die sich auf den Wähler, den Gott, den Dollar oder alle drei berufen — und zwar völlig zu Recht. Wer nicht mit machtvoller Blind– und Dämlichkeit geschlagen ist, wird wohl kaum mehr leugnen können, dass das Wohl des Volkes seinen Vertretern Mittel, aber gewiss nicht Zweck ist. Ebenso logisch scheint daher der nächste Schritt, das Einfordern von Stärkung der Media Literacy — je früher, desto besser! Einmal mehr wären die Lehrer gefordert, viele smarte kleine User zu produzieren.</p>
<p>Aber das ist so eine Sache mit der fortgeschrittenen Media Literacy: man kann Hard– und Softskills vermitteln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Schule als eines der autoritärsten, rigidesten, katastrophalsten und effizientesten Normierungssysteme aller Zeiten, jemals in der Lage sein sollte, deviantes und kritisches Verhalten anders zu fördern als dadurch, selbst abschreckendes Beispiel zu sein. So lernt man vielleicht, das Fehlstundensystem zu “hacken” (“Kleines Klassenbuch, segel tapfer bis ans Meer!”), aber das wird selbst nach der Ära Pröll, wenn wieder Hoffnung auf erneutes Nachdenken über eine Schulreform erlaubt ist, mit Sicherheit kein explizites Ausbildungsziel sein.</p>
<p>So lässt sich die grausame Wahrheit also einmal mehr auf einen sehr simplen topologischen Grundsatz zurückführen:</p>
<p><strong>Ein System der Ordnung s hoch n kann kein System der Ordnung s hoch (n+1) enthalten.</strong></p>
<p>Einmal mehr sind wir also auf die radikale Selbstverantwortung zurückgeworfen. Aber da das System bekanntlich ziemlich effektiv zurückfickt, wäre es hoch an der Zeit, die Diskussion auf eine pragmatisch-ökonomische Frage zu lenken: klassische Massenmedien als “vierte Kraft” der Demokratie erfüllen die Funktion, die Ressource Zeit bereit zu stellen — bezahlte Zeit für professionelle Journalisten, die, so die Mär, keine Pressemeldungen umschreiben, sondern selbst recherchieren, reduzieren, filtern und so weiter. Ye Olde Media röchelt aber sterbend vor sich hin, der freie Journalist wird zum Schutzpatron des Prekariats und Blogger kann man im Zweifelsfall wesentlich leichter mundtot machen als Verlage.</p>
<blockquote><p>Individualist sein wird immer aufwendiger. Früher brauchte man bloß ab und an einen Baum umarmen, mit dem Rad in der Stadt rumfahren und sich für asiatische Weisheit interessieren, heutzutage muss man schon mehrere SUVs besitzen, ständig Zigaretten rauchen und kein Gerät von Apple verwenden.<br />
<small>Business-Leitfaden für Bohemien Prolos, unveröffentlichtes Manuskript, unbekannter Autor, um 2012</small></p></blockquote>
<p>Anstatt neue Regulative und Verhaltenscodizes herbei zu fantasieren, deren Abstinenz bloß nicht intensiv am Online-Leben partizipierende User monieren, wünsche ich mir vom Christkind, dass es neben all dem Schnee auch wieder mal ein bisschen Hirn vom Himmel wirft. Denn Dokumente kann man nicht erst seit gestern anonym online publizieren — was WikiLeaks tut, ist wirklich trivial, leicht ersetzbar und wird zukünftig fixer Bestandteil des Internet sein, unter welchen URLs auch immer.</p>
<p>ABER: die Veröffentlichung mehrhundertseitiger Dokumente ist bloß der Anfang, nicht das Ziel des Weges. Das demokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der “Nachbereitung” dieser riesigen Datenflut widmet. Social Media User tun sich leicht damit, ihre ach so reflektierte Meinung über die Wichtigkeit von WikiLeaks für das Fortbestehen der freien Welt in diese hinaus zu posaunen und spenden freudig fürs kollektive Media Budget — die beachtlichen “selbstkorrektiven” Kräfte des Netzes enden meiner Meinung nach dort ganz abrupt, wo eine Ressource knapp wird, die sich nicht durch Spenden, nicht durch Server, nicht durch technisch freie Meinungsäußerung kompensieren lässt: Aufmerksamkeit, die Universalwährung unserer Mediengesellschaft.</p>
<h3 id="toc-ein-schwacher-versuch-den-linken-die-schuld-an-meiner-schwarzfahrerei-zu-geben">Ein schwacher Versuch, den Linken die Schuld an meiner Schwarzfahrerei zu geben</h3>
<p>Eigenblogtherapie ist die beste — schon wieder eine Sitzung gespart, jedes Posting eine Aufarbeitung früherer Traumen! Es war mein erstes Semester in Wien, ich hatte erste wenige Freunde auf meiner Real-Life-Profilpage. Die Konservativen ÖH-Heinis veranstalteten und besuchten beschissene Partys, im EKH und in der Arena gab’s damals dagegen sehr nette Acid-Techno-, Jungle– und Breakbeat Kaffeekränzchen. (#Lego-Soundsystem #Musikmaschine). Ich rollte also ein Weilchen mit den Linkslinken um den Block und hatte gleich mal am ersten Abend einiges gut zu machen — erstens hatte ich eine politisch unkorrekte Burenwurst beim Standler erworben (“Wir kaufen unseren Proviant bei den türkischen Brüdern.” Ja okay, deren Fladenbrot und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sucuk" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sucuk</a> schmeckten weit besser, aber das schien hier nicht der Punkt zu sein) und zweitens hatte ich auf die Frage, ob ich das Gesamtwerk von Marx gelesen hätte, geantwortet: “Gibt’s die Drehbücher zu kaufen? Ich hab bloß die Filme gesehen, Groucho ist mein Favorit”. Eine junge Dame, deren innere Schönheit vermutlich noch nie in ihrem Leben von Make-Up übertüncht worden war, was man von ihrer paramilitärischen Kleidung nicht gerade sagen konnte, warf mir einen Blick zu, der bei längerem Augenkontakt zu temporärer Unfruchtbarkeit hätte führen können. Bevor irgendwem auffiel, dass ich gar kein Kommunist war, musst dringend etwas geschehen.</p>
<p>“Genossen”, hub ich an, “der Staat nimmt uns aus wie die Weihnachtsgänse und öffentlicher Verkehr ist ein öffentliches Gut, das allen Proletariern 24h um die Uhr gratis zur Verfügung stehen sollte!” Alle nickten zustimmend. Tja, die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile sind die Rastalocken weg, die ehemaligen Revoluzzer haben Jobs, zahlen Steuern und bekämpfen das System von innen: einer schreibt täglich das Impressum für eine U-Bahn Zeitung, ein anderer unterrichtet an der School of Wasted Talent “Fortgeschrittenen Populismus” und verdingt sich als Teilzeit-Hassprediger bei einer Anti-Homosexuellen-Organisation — nur ich geh immer noch am und zu zum selben Türken, ess’ mein Fladenbrot mit Sucuk und denk mir: lieber Stammkunde als Genosse!</p>
<p>Trotzdem saß mir jahrelang die Angst im Nacken, einer von denen könnte mich beim U-Bahn-Fahren erwischen, wie ich gerade kontrolliert werde und einen Fahrschein besitze. Ja, so war das damals in 90ern, heute könnte man das natürlich nicht mehr machen — aber das waren noch ganz andere Zeiten, kann man unmöglich vergleichen — eben ein anderes Jahrhundert. Männer trugen noch Hüte, wenn sie das Haus verließen, auf internationalen Flügen wurde der Jive getanzt, Terroristen forderten Lösegeld, in Großbritannien durften erstmals Frauen Zahnmedizin studieren, Alkohol war strengstens verboten, dafür gab’s damals auf jeder öffentlichen Toilette einen Zigaretten– und einen Automaten für harte Drogen. Holland gehörte zu Spanien, Lammfleisch war noch nicht erfunden und die Zukunft schien rosig, sofern es uns gelingen würde, Natur künstlich mithilfe von Atomkraft herzustellen. Vor allem aber hatten wir keine Smartphones, keine PDAs, keine Zeitungen, und die dichten schwarzen Schwaden des U-Bahn-Dampftriebwagens macht das Entkommen wesentlich einfacher.<br />
150 Jahre später ist natürlich alles anders, ich hab eine Monatskarte — aber wenn wir mal gemeinsam in der U-Bahn unterwegs sind und Sie Ihre “vergessen” haben, mach ich mit Vergnügen den Komplizen beim Houdini Switch!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wienwahl: 9 Parteivorstellungen und 1 Nichtwahl-Empfehlung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 01:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wienwahl steht am Wochenende ins Haus - wird die SPÖ ihre absolute Mehrheit behalten? Und wer tritt überhaupt zur Wahl an? datenschmutz informiert ausgesprochen subjektiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer auch die Wienwahl am Sonntag ausgegangen sein wird, ein Faktum steht schon jetzt, fernab von Wählerstrom-Analysen und Wahlkarten-Unwägbarkeiten mit unumstößlicher Sicherheit fest: alle wahlwerbenden Parteien werden ein fantastisches Ergebnis erzielt haben und den Wählern für ihr großes Vertrauen gedankt haben. Die machen das immer so, siehe Steiermark! Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass Politiker aus zartem Holz geschnitzt und nahe am Wasser gebaut sind, kurz: nicht mit Niederlagen umgehen können. Also gibt eben  keine und “wir machen uns die Welt wide-wide-wie sie uns gefällt!” Dennoch wär’ Pippi  Langstrumpf natürlich keine gute Politikerin gewesen, nicht nur Outfit-mäßig — einfach so daher sagen, was einem in den Sinn kommt, bringt ja in den meisten Parteien je nach Clubkultur basisdemokratische oder top-down-Probleme mit sich.</p>
<p>(Exkurs: Ausgenommen BZÖ und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a>, hier gehört völlig Abwesenheit von Eigenreflexion schließlich zur Politkultur. Ich bezeichne mich selbst als liberal, und dass einer der beiden Populistenvereine “freiheitlich” im Namen trägt, fügt der langen Liste unfreiwilliger Pointen eine neue hinzu. Und wenn, wie neulich bei ATV” Meine Wahl”, manche Seher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sylvia-saringer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sylvia Saringer">Sylvia Saringer</a> und Meinrad Knapp vorwerfen, die FPÖ respektive <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hc-strache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with H.C. Strache">H.C. Strache</a> anders als die anderen Parteien zu behandeln, dann kann ich nur sagen: diese Seher haben recht. Und Sylvia und Meinrad haben ebenfalls recht, denn die FPÖ ist keine “normale” Partei und sollte auch nicht wie eine solche behandelt werden. Das meine ich ganz und gar nicht sarkastisch, und im Gegensatz zum BZÖ wird es diesen Verein wohl leider noch länger geben. Deren Bodensatz-Auflesen der Unzufriedenheit, dieses Spiel hart an der Grenze zur gesetzlich verbotenen Verhetzung sollte bei *jeder* Gelegenheit als das vorgeführt werden, was es ist: eine zynisch-kalkulierte Groteske auf Kosten eines optimistischen Zukunftsbilds. Wenn die Versammlungen dieser nicht-islamischen Hassprediger einen Twitterwall hätte, sollte der Hashtag #widerlich lauten. Ende des Exkurses.)</p>
<p>Wahlempfehlungen sind ja sowas von Old Media, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foursquare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Foursquare">Foursquare</a> eignet sich auch nicht so wahnsinnig toll für die Wahl-Vorberichterstattung, was also macht der tendenziell eher unpolitische Blogger? Er findet, dass Sie, liebe Wienerin, und Sie, lieber Wähler, idealerweise am kommenden Sonntag (oder vorher via Wahlkarte) wählen sollte, denn wie der Hip Hopper so schön sagt: “This is my city.” Also entscheiden Sie mit, machen Sie Ihr Kreuzerl wo immer sie wollen (idealerweise nicht bei FPÖ oder BZÖ, soviel negative Wahlempfehlung muss dann doch sein). Wer zuhause bleibt, darf nämlich nachher auch nicht jammern, und  nicht jammern zu dürfen, muss doch Schrecklich sein für alle Wiener. In diesem Sinne — wer steht zur Wahl? datenschmutz beschreibt für den fragmentierten Internet-Leser in aller gebotenen Kürze sämtliche wahlwerbenden Gruppierungen, wie sie auf der offiziellen <a href="http://www.wien.gv.at/wahlinfo/index.html" class="liexternal">Wienwahl-Seite</a> gelistet sind, aber selbstverständlich wesentlich tendenziöser — denn wie schon öfter erwähnt: ich bin kein Journalist und ich berichte nicht. Aber man macht sich halt so seine Gedanken, nicht wahr?<span id="more-23705"></span></p>
<h2 id="toc-plattform-direkte-demokratie">Plattform Direkte Demokratie</h2>
<p>Wer tritt an in der Schlacht um Wien? Neben den chancenreichen Parteien gibt es auch einige kleinere Gruppierungen, die sich um einen Einzug in den Wiener Gemeinderat bemühen. Grundsätzlich sehr sympathisch finde ich das zentrale Anliegen der <a href="http://www.demokratie.at/" class="liexternal">DEM — Plattform Direkte Demokratie</a>. Die Abkürzung PDD ist ja leider schon von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_Deutscher_Demokraten" rel="nofollow" class="liwikipedia">Partei Deutscher Demokraten</a> belegt. Die existiert zwar nicht mehr, aber wollen wir hoffen, dass der nur im 22. Bezirk antretenden DEM ein ähnliches Schicksal erspart bleiben möge:</p>
<blockquote><p>Stets blieben Zweifel an der Arbeitsfähigkeit der Partei. Eine Statistik des Deutschen Bundestages wies Ende 1991 nur 15 Mitglieder auf. Im Jahr 2000 löste sich die Partei wieder auf.</p></blockquote>
<h2 id="toc-slp">SLP</h2>
<p>Wir wenden den Kopf etwas weiter nach links und stoßen — nur im Wahlkreis Brigittenau! — auf die Partei mit dem unbestritten längsten Namen und der kürzesten URL. Der vermutlich schlagkräftigste Treiber des Online-Wahlkampfs dürfte von der Kollateral-Traffic durch Tippfehler von NLP-Suchenden sein, allein ich fürchte: diese Zielgruppe konvertiert nicht. Aber wie auch immer, die <a href="http://www.slp.at/" class="liexternal">SLP — Sozialistische LinksPartei — Liste Rassismus schafft keine Jobs — Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne</a> definiert sich zu einem beträchtlichen Grad über den Kampf gegen den Kapitalismus und scheint, auch ich mich der Forderung nach einer Mindestpension von €1.200 nur anschließen kann, eine wenig attraktive <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alternative/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alternative">Alternative</a> für Unternehmer zu sein:</p>
<blockquote><p>Kapitalismus bedeutet Umweltzerstörung und Chaos. Nachhaltigkeit und Wohlstand durch eine demokratisch geplante Wirtschaft, die von gesellschaftlichen Bedürfnissen und nicht von Aktienkursen &amp; Profiten bestimmt wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lif">LIF</h2>
<p>Da würde selbst unter günstigsten wahlarithmetischen Bedingungen keine Koalition mit der Partei mit dem kürzesten Namen zustande kommen. Das <a href="http://www.liberale.at/" class="liexternal">LIF — Liberales Forum</a> tritt nicht in den Wahlkreisen Hietzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Döbling an, besorgte Stadtplaner befürchten ob kurzfristiger Verlängerung des Hauptwohnsitzes Massen-Emigrationen aus den genannten Bezirken. Aber irgendwie hat das LIF nie so richtig existiert, scheinbar das Schicksal einer jeden FPÖ-Abspaltung. Was uns gleich zur nächsten wahlwerbenden Gruppierung überleitete, wären da nicht noch Marx’ Erben:</p>
<h2 id="toc-kp">KPÖ</h2>
<p>Die Groucho-Partei, nein, nur Spaß, die <a href="http://wien.kpoe.at/news/" class="liexternal">KPÖ — Kommunistische Partei Österreichs — Linke Liste</a> differenziert sich von der SLP vermutlich vor allem dadurch, dass sie nicht nur Brigittenau antritt. Nicht nur optisch hat die Seite etwas sehr parodistisches, Listenplatz-2-Kandidat Refet Eskis Einfallslosigkeit ringt mir durchwegs ein Lächeln ab:</p>
<blockquote><p>Die Arbeiter und Bauern, die die Last der heutigen kapitalistischen Weltordnung tragen, und deren Probleme haben im Mittelpunkt zu stehen.</p></blockquote>
<p>Jo eh. De Landwirtschaft ist ein großer Thema. Aber zählen die Wissensarbeiter eigentlich auch zu den Arbeitern… irgendwie schon skurril, dass Leute noch Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hartnäckig im demokratischen Kontext eine “neue gesellschaftliche Ordnung” propagieren.</p>
<h2 id="toc-bz">BZÖ</h2>
<p>So weit geht der parteiartige Kärntner Traditionsverein <a href="http://www.bzoe.at/" class="liexternal">BZÖ — Bündnis Zukunft Österreich — Liste Walter Sonnleitner</a> nicht. Vermutlich erscheinen derart hohe Ziele angesichts des Überlebenskampfs der eigenen Organisation auch eher sekundär, wollen die Akteure doch mit grandioser Hartnäckigkeit einfach nicht wahrhaben, dass Jörg Haider das Bündnis mit einem großen Crash nachhaltig aufgelöst hat, ganz im Gegensatz zu den mysteriösen Konten. Und damit kommen wir endlich zu den “richtigen” Parteien, wobei man über die nächsten zwei natürlich trefflich streiten könnte.</p>
<h2 id="toc-fp"><strike>FPÖ</strike></h2>
<p>Da wäre einerseits der grinsende Zahntechniker mit seinen Disko-Kumpels, der in seiner frühen Jugend von ein paar Ausländern mal so richtig ein paar aufs Maul bekommen haben muss. Warum die <a href="http://www.fpoe-wien.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FPÖ — Freiheitliche Partei Österreichs</a> das an sich positive Attribut “freiheitlich” im Namen trägt, habe ich noch nie kapiert, da scheint der Schwenk auf “die soziale Heimatpartei” durchaus folgerichtig, zumal die Heimat ja national ist und man das Verbotsgesetz ja irgendwie umgehen muss. (Frage an die mitlesenden Juristen: Könnte mich die FPÖ klagen, wenn ich hier am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> behaupten würde, dass vielleicht nicht Kickl, aber vermutlich einige andere, könnten sie, wie sie wollten, ihren Haufen doch lieber sozialistischnationale Partei als FPÖ nennen täten wollen würden? Ich glaube natürlich nicht, dass sie das wollen, wär mir auch zu riskant, sowas zu schreiben. Das ist alles rein hypothetisch und entbehrt jeglicher objektivierbarer Grundlage, ich kenne die Herren nicht mal persönlich. Und ginge das auf einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> dann unter “quasi-schurnalistische Freiheitlichkeit” durch oder würden mich Klagsfall die Roten oder Grünen supporten, weil ich’s dem Rechtsextremismus gezeigt haben würde und mit meinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> in die Kategorie “David gegen Goliath” — laut Christian Mikunda ein gut funktionierendes dramaturgische Script -, fallen würde, oder würde mich die SPÖ nicht unterstützen, weil sie lieber mit der FPÖ kopulieren möchte? Man fragt sich halt so Rechtsfragen als Blogger.)</p>
<h2 id="toc-grne">Grüne</h2>
<p>Da sind die Grünen schon ein wesentlich sympathischerer Haufen sesselklebender Berufspolitiker mit Kompetenzdefiziten — man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie gegen irgendwen hetzen würden. Außer gegen die FPÖ, und die hat’s nun wirklich verdient. Und ein bisschen gegen SUV-Fahrer. Und Leute, die eben nicht so richtig ins tief verinnerlichte “Mir-san-mir” Kumpelgefüge samt impliziter Werteordnung passen. Aber dass Top-Down Basisdemokratie einen so richtig zerreißen kann, musste die <a href="http://wien.gruene.at/" class="liexternal">GRÜNE — Die Grünen — Grüne Alternative Wien</a> ohnehin schon leidvoll in zwei Bezirken erfahren, also wollen wir nicht keine alternativen Heiltropfen in offene Wunden träufeln. Ein kanadischer Bekannter, der schon lange in Österreich lebt, hat mal zu mir gesagt: “Die Grünen sind wie der weltfremde Neffe aus Iowa: kurios, durchaus nett und umgänglich, kreativ, aber beruflich möchte man nicht mit ihm zu tun haben: zu eingefahrene Denkmuster.”</p>
<h2 id="toc-vp">ÖVP</h2>
<p>Kommen wir zu den beiden momentanen Koalitionsparteien, die eine Ebene höher über das ganze Land wachen und fürsorglich die Steuerreform hintan geschoben haben: eine Kröte anstatt des Wahlzuckerls könnte den Wiener Kollegen den Brei ver… jetzt hätt ich fast verscheißen geschrieben. Versalzen natürlich, versalzen! Um Gottes Willen. Wir sind hier ja nicht auf DerStandard.at. Aber zurück zum Sicherheitsbedürfnis: Marek will ihren Beitrag leisten. Und ja, eh: in Wien muss sich was ändern, der sozialistische Zustand ist keine Dauerlösung, vor allem nicht für den Wirtschaftsstandort Wien. Aber so sehr Häupl und seine Vasallen sich an die totale Alleinherrschaft gewöhnt haben mögen, sie machen gewiss nicht alles falsch. Und damit spiele ich keineswegs auf Wiens Platz 1 in der vielzitierten Lebensqualitätsliste an, denn diese Umfrage, das wird meist nicht dazugesagt, wird unter Top-Managern durchgeführt.</p>
<p>Muss man denn wirklich “Es geht auch anders” plakatieren? Das erinnert mich an einen Spruch, den österreichische Heranwachsende immer wieder zu hören bekommen: “Ich kann auch andere Saiten aufziehen!” Und dann gibt’s da noch dieses kleine Wörtchen im “Wertekanon”, das mich einfach nicht guten Gewissens die <a href="http://oevp-wien.at/" class="liexternal">ÖVP — Österreichische Volkspartei</a> wählen lässt:</p>
<blockquote><p>Wir verstehen uns als moderne christdemokratische Partei, als Partei des liberalen Rechtsstaats und einer offenen Gesellschaft. Wir bekennen uns zur ökologischen Nachhaltigkeit, zur  ökosozialen Marktwirtschaft und zu einem bürgernahen, sozialen und wirtschaftstarken Wien im Herzen eines geeinten Europas.</p></blockquote>
<p>Haben Sie’s gefunden? Ja, genau. “christ” meine ich. Ich verkneife mir jetzt eine Schimpftirade auf den Popen und seine schwachsinnigen Vasallen, aber demokratisch würd vollkommen reichen, echt jetzt. I’m all for liberalen Rechtsstaat und so, aber als überzeugter Agnostiker kann ich mit sehr viel mit Ethik, aber rein gar nix mit christlicher Moral anfangen. Religion und Politik sind wie Öl und Wasser: man kann schütteln und eine Mischung erzeugen, aber früher später hat die das natürliche Bestreben, sich wieder zu trennen. Ich will jetzt nicht so weit gehen zu behaupten, die Religion sei die Ölpest auf dem Meer der Politik, aber in einer einzigen Sache halt ich’s ganz mit der Bibel: sein Königreich ist nicht von dieser Welt — und damit Privatsache im genuinen Sinn des Wortes, aber Politik nun mal per definitionem nicht. Aber der “Schwarze Pfeffer fürs rote Wien” hat was für sich: Alleinregierungen neigen nun mal zu Kontrollverlusten.</p>
<h2 id="toc-sp">SPÖ</h2>
<p>So, wir hätten also alle Parteien durch! Momenterl, da fehlt ja noch jemand! Bühne auf für “Bürgermeister Michael Häupl — einen echter Wiener”, der auch diesmal wohl kaum untergehen wird. Die <a href="http://2010.wien.spoe.at/" class="liexternal">SPÖ — Sozialdemokratische Partei Österreichs</a> setzt alles in Bewegung, sogar die U-Bahnen an Wochenendnächten. “Weil er Wien auch in schwierigen Zeiten sicher führt”. Sind sie denn besonders schwierig, die Zeiten? Ich habe schon bei einigen Wienwahlen mein aktives Stimmrecht ausgeübt, und soweit ich mich erinnere, war es immer unglaublich kritisch, ja geradezu an der Kippe: stets drohte die Absolute der Roten zu zerbröckeln: mal schienen die rechten Demagogen das fehlende Prozent abzubeißen, mal wirkte es, als könnten die Grünen mehr werden als Nicht-amtsführende-Stadträte von Häupls Gnaden. Aber geändert hat sich niemals nix. Wie muss Faymann, der alte Wiener Wohnungsstadtrat, diese Zeiten vermissen, als man Stadt– und Parteibudget noch kreativ balancieren konnte!</p>
<p>Nein, die SPÖ macht ihren Job nicht so schlecht. Aber sie würd ihn verdammt noch mal viel besser machen, wenn ein “Juniorpartner” ihr in den richtigen Momenten einen kleinen Stups (oder wenn nötig auch einen kräftigen Arschritt) gäbe. On y va, wie der Franzose sagt, “man wird sehen”.</p>
<p>Damit hätte ich meiner demokratischen Blog–<strike>Pflicht</strike>–Freiwilligkeit genüge getan und alle Parteien verlinkt (nur FPÖ und BZÖ natürlich mit nofollow). Eine Entscheidungshilfe kann ich Ihnen leider nicht geben: rot bedeutet weiter Stillstand (aber keineswegs den schlechtesten aller möglichen Stillstände), blau Hetzerei  und Populismus. Und wenn’s blöd geht, wird’s am Ende noch rot-blau. Wollen wir hoffen, dass das nicht passiert: rot-schwarz oder rot-grün wären mir persönlich bedeutend lieber, falls es mit der absoluten diesmal dann doch nicht klappen sollte.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Netzneutralität statt ACTA-Wahnsinn</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute nachmittag diskutierte ich beim Internet Summit Austria mit Rechts-Experten über die Chancen und Risiken des Netzes - eine Diskussion, die dringlichst auf breiter Basis geführt werden muss, denn die aktuelle Entwicklung gibt mehr als nur Anlass zu milder Besorgnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Nachmittag saß ich beim <a href="http://www.ispa.at/know-how/themen/internetsummit-2010/internetsummit-2010/" class="liexternal">Internet Summit Austria 2010</a> im großen Festsaal der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität">Universität</a> auf der Bühne. Der mondän-historische Rahmen des Veranstaltungsortes hätte dem Thema kaum besser angepasst sein könnte, denn unsere Diskussion drehte sich um das Thema “Internet: Chance und Gefahr für unsere Grundrechte”. Manches Mal staunte ich über juristische Terminologie und fühlte mich an ein sehr kompliziertes Rollenspiel erinnert, an einen abgeschlossenen Mikrokosmos, innerhalb dessen streng formalisierten Kontexts Aussagen wie “Freiheit und Sicherheit sind zwei sich widersprechende Grundrechte” erstaunlicherweise plötzlich Sinn machen.</p>
<p>Sehr erhellend war Prof. Martin Selmayrs <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a>. Der Kabinettchef von EU-Kommissarin Viviane Reding sitzt sozusagen im Zentrum der europäischen Netzsperren-Debatte, die sich im Kern um die Frage dreht: sollen illegale Angebote gelöscht werden oder soll man den Usern den Zugang sperren? Erstere Möglichkeit sei zu bevorzugen, zweitere solle dann zum Einsatz kommen, wenn die Löschung nicht klappt, so die grob verkürzt dargestellte Position Selmayrs. Um derartige Netzsperren errichten zu können, braucht man allerdings eine Infrastruktur, die on demand funktioniert, also im Wesentlichen eine Kopie der “Great Chinese Firewall”. Dass derartige Infrastrukturen schnell mal Begehren wecken, die weit über die Bekämpfung von Kinderpornographie hinausgehen, zeigt die Urheberrechtsdebatte der letzten Jahre sehr eindeutig. Insofern stehen wir kollektiv vor einer immens bedeutsamen Weichenstellung: wie viel Top-Down Kontrolle braucht die Wissensgesellschaft der Zukunft? Und wie kann man das Potential des freien Informationszugangs gegen die Zensur– und Urheberrechtsinteressen abwägen?</p>
<p>Aufgrund seiner dezentralen, internationalen Struktur entzieht sich das Netz einerseits recht effektiv einer vollständigen Kontrolle, bietet aber andererseits alle technischen Voraussetzungen zur Totalüberwachung des Bürgers und Konsumenten der Zukunft. Ich wünsche mir, dass die verantwortlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> trotz emotionalisierender Themen wie Terrorismusbekämpfung ein realistisches Augenmaß behalten. Wann immer Vorschläge auftauchen, renitente User vom Netz “auszuschließen” (siehe die <a href="http://www.jurablogs.com/de/three-strikes-out-wird-in-frankreich-gesetz" class="liexternal">Three Strikes Out Debatte in Frankreich</a>), ist ein gravierendes Missverständnis die Ursache: das Internet ist die Infrastruktur der Massengesellschaft und eben nicht bloß ein weiteres Massenmedium. Genau das macht es auch so unglaublich schwierig, bestehende gesetzliche Regelungen 1:1 auf eine veränderte Technologie-Landschaft umzulegen. Tut man das trotzdem, dann kommt so ein katastrophaler Schwachsinn wie ACTA heraus, ein informations-technologischer Rückschritt ins dunkle Mittelalter:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Sollte es (hoffentlich!) gelingen, ACTA zu stoppen, ist die Netzneutralität deswegen noch lange nicht gesichert: der Übergang von der Industrie– und Dienstleistungs– hin zur Wissensgesellschaft ist gewiss kein schmerzfreier und wird viel Engagement erfordern. Daher meine Bitte an alle datenschmutz Leser: lassen Sie uns unsere Energie darauf verwenden, bestehende “Digital Divides” zu schließen, anstatt neue Gräben und Grenzen zu ziehen.<span id="more-22161"></span></p>
<p>PS: Ich habe mich sehr gefreut, meinen österreichischen Lieblingsblogger persönlich kennen zu lernen. Wer über aktuelle Entwicklungen rund um das österreichische und europäische Telekommunikationsrecht am Laufenden bleiben will, dem empfehle ich wärmstens, <a href="http://blog.lehofer.at/" class="liexternal">Hans Peter Lehofers Blog</a> zu abonnieren. Dr. Lehofer ist nicht nur ein Praxis-erfahrener Kenner der Materie, sondern besitzt die seltene Fähigkeit, komplexe juristische und politische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und mit unnachahmlich trockenem Humor äußerst treffenden zu kommentieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Symposium: Digitales Managen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 21:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 24. September 2010; 10:00 bis 19:00. ] Der Leiter der Hauspost spielt schon wieder stundenlang "Farmville" - fast hätte ihn die elektrische Post um seinen Job gebracht, aber die eBay Eil-Pakete des Marketingleiters, der in seinem Eckbüro Orchideen züchtet, werden sich wohl auch auf absehbare Zeit noch nicht durch Datenleitungen quetschen lassen. Was lässt sich digitalisieren, was nicht? Jan A. Poczynek und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">24. September 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">10:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">19:00</td></tr></table><p>Der Leiter der Hauspost spielt schon wieder stundenlang “Farmville” — fast hätte ihn die elektrische Post um seinen Job gebracht, aber die eBay Eil-Pakete des Marketingleiters, der in seinem Eckbüro Orchideen züchtet, werden sich wohl auch auf absehbare Zeit noch nicht durch Datenleitungen quetschen lassen. Was lässt sich digitalisieren, was nicht? Jan A. Poczynek und die Beratergruppe <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/neuwaldegg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Neuwaldegg">Neuwaldegg</a> beim Symposium <a href="http://blog.poczynek.org/2010/07/digitales-managen-symposium-in-wien.html" class="liexternal">digitales managen</a> stellen die Frage einen Deut spezifischer: “Wie verändern Facebook, Twitter &amp; Co. Entscheidungen und Kommunikation Unternehmen?”</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/neuwaldegg1.jpg" alt="neuwaldegg1 Symposium: Digitales Managen" title="Piratengruppe Neuwaldegg" width="600" height="450" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Dass Social Networks ein Dialogmedium sind, das ausnehmend direktes und durchwegs nicht immer erwünschtes Feedback auf direktem Weg notfalls auch bis in die Chefetage befördert, musste schon so mancher Pressespreche auf die harte Tour lernen. Überhaupt stellen Social Media Strategien hohe Anforderungen an die interne Kommunikation und zweifellos auch an die Nerven der EDV, die wirklich besseres zu tun hat, als was auch immer man gerade von ihr braucht.<span id="more-20685"></span></p>
<p>Auf der mindestens elegischen Terrasse am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kahlenberg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kahlenberg">Kahlenberg</a> werden die Teilnehmer des Symposiums nicht nur Vorträge von Bernhard Heinzlmaier, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dieter-rappold/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dieter Rappold">Dieter Rappold</a>, Walter Reiter, Luca Hammer und anderen social-media kompetenten Vortragenden hören, sondern die wichtigsten Fragestellungen interaktiv bearbeiten. Jan hat mich unter Androhung außergewöhnlich kreativer Session-Gestaltung eingeladen — ich freue mich auf einen Hands-On Tag und hoffe auf die rege Beteiligung von Legosteinen, mit denen ich übrigens im Rahmen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-04/identitat09-fotos-und-konferenzberichte/" class="liinternal">Identitat-Konferenz</a> schon mal am Kahlenberg gespielt hab.</p>
<p>Begleitend zur Veranstaltung hat Jan eine <a href="http://blog.poczynek.org/2010/08/blogparade-digitales-managen.html" class="liexternal">Blogparade</a> einberufen, bei der es nicht bloß Backlinks, sondern auch 3 Eintrittskarten im Wert von je €290,- hagelt! Ich bin schon spät dran, Sie, lieber potentieller Gewinner, sind noch mehr in Eile: am 10. September ist <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a>–Paradenschluss, bis dahin sollte Ihr Beitrag zu einer der folgenden Fragen online sein:</p>
<blockquote><p>Wie wird sich das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> und die Social Media Kommunikationskultur in Zukunft in Unternehmen auswirken?<br />
Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit Social Media (in Unternehmen) gemacht?<br />
Wie steht es um die viel beschriebene Kluft zwischen Digital Natives und älteren Generationen?<br />
Welche Chancen oder Risiken für Unternehmen und das Management sehen Sie (kommen)?</p></blockquote>
<p>Die Antwort auf die erste Frage liegt auf der Hand: katastrophal, verdummend und ersten Endes kulturschädigend wie jede neue Medientechnik — fragen Sie bloß mal Frank Schirrmacher! Letzte Reste von Respekt vor Cheffe werden dahinschmelzen wie Beamtenforellen im Hochofen, denn wie schon ein alter Indianerhäuptling aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Silicon Valley sagte: erst wenn das letzte Fotoalbum gelöscht, der letzte Videotag entfernt, das letzte Status-Update ent-empfohlen und der letzte Foursquare-Checkin nicht mal stattgefunden hat, werdet ihr Reputation Manager erkennen, dass ihr auf den Google-Cache keinen Zugriff habt!</p>
<p>Über die zweite Frage kann ich nicht viel sagen, da Facebook bei uns im datadirt media group Büro gesperrt ist, da sich in der täglichen Berufspraxis zeigte, dass letztendlich doch zu viel Torrent-Download-Bandbreite verloren geht. Bei der dritten schießen mir die Tränen in die LCD-roten Augen, aber was soll’s! Versteh einer diese Kiddies mit ihren Ei-Gädgschetz… diese ganzen neumodischen Apps werden eine ordentliche IRC-Session mit Livecam niemals ersetzen können!</p>
<p>Ernst wird’s dagegen bei der letzten Frage, denn dem Management ebenso wie dem Unternehmen drohen neue, unvorstellbare Gefahren und Risiken: Totalreinfälle bei Produktneueinführungen, multinationale Schauprozesse mit crowd-forced <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flash/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Flash">flash</a>–mobbed Logo-Verbrennungen, virtuelle rohe Eier an der firmeneigenen Mafia Wars Hausfront — das sind noch die harmlosesten Szenarien. Aber ein echter Manager des 21. Jahrhunderts braucht diesen unmittelbaren Kundendruck, denn spätestens seit der vorletzten Bankenkrise sind Börsen total unglaubwürdig.</p>
<p>Sie denken, es kommt alles anders? Auf zur Blogparade, und vielleicht bauen wir am 24. September gemeinsam eine bessere, neue Managementwelt auf. Vorzugsweise aus Legosteinen! </p>
<div align="center"><a href="http://blog.poczynek.org/2010/08/blogparade-digitales-managen.html" class="liimagelink"><img title="Blogparade Digitales Managen" src="http://www.poczynek.org/downloads/DigitalesManagenBlogparade_432x180.jpg" alt="DigitalesManagenBlogparade 432x180 Symposium: Digitales Managen" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/world-blogging-forum-2010-vienna-die-digitale-medienzukunft/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 11:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 13. November 2010; 9:00 bis 23:00. ] Am 13. November laden datenschmutz und die A1 Telekom Austria zum World Blogging Forum nach Wien - internationale Top-Blogger diskutieren mit Österreichs Social Media Experten über die digitale Zukunft und die Medien-Etnwicklung der nächsten Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">13. November 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">9:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr></table><div style="float:left;background-color:#ededed;padding-right:3px;margin-top:5px;margin-right:9px;width:230px;height:44px;border:2px solid #4a748a;"><a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/usa.jpg" alt="usa World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft" title="usa" width="64" height="42" style="float:left;margin-right:6px;background-color:#4a748a;padding-left:3px;padding-right:3px;padding-bottom:1px;padding-top:1px;" /></a><small>Dieser Beitrag ist auch <a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liexternal"><strong>auf Englisch</strong> verfügbar.</a></small></div>
<p>Am 13. November 2010 laden A1 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/telekom-austria/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Telekom Austria">Telekom Austria</a> und datenschmutz zur ersten internationalen Weblog–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>. Beim World <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogging/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogging">Blogging</a> Forum 2010 diskutieren Top-Blogger aus verschiedenen Ländern über die Medienwelt von morgen. Auf dem Programm der eintägigen Konferenz steht die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> der digitalen Medienproduktion und –nutzung, ein detailliertes Session-Programm geht demnächst auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF">wbf</a>2010.at online. Stattfinden wird das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF">WBF</a>2010 (Sie haben es bereits vermutet: #<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF">wbf</a>2010 ist auch der offizielle Twitter Tag!) im A1 TA Hauptquartier in der Lasallestraße 9: dort stehen uns ein großer Saal sowie zusätzlich diverse Konferenzräume für Breakout–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sessions/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sessions">Sessions</a> zur Verfügung.</p>
<p>Österreichische Blogger und Pressevertreter sind selbstverständlich herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind allerdings begrenzt: im Lauf der nächsten Monaten werden wir alle verfügbaren Tickets auf verschieden Blogs vergeben. Die ersten 10 Teilnahmeplätze für Schnellentschlossene gibt’s mit dieser Ankündigung — sicher Sie sich gleich ein Ticket für das <strong>World Blogging Forum 2010</strong> in Wien!</p>
<h3 id="toc-10-pltze-frs-world-blogging-forum-2010-zu-vergeben">10 Plätze fürs World Blogging Forum 2010 zu vergeben</h3>
<p>Blogger-Events und Barcamps leben von der Beteiligung aller Teilnehmer: wir wünschen uns aktive Besucher, die sich an den Diskussionsrunden beteiligen und mit uns einen Blick in die Zukunft des Internet werfen möchten. Für Catering und Party wird natürlich gesorgt! Wer am 13. November mit dabei sein möchte, beantwortet via Kommentar folgende Frage:</p>
<p><strong>Warum möchten Sie / warum möchtest du am World Blogging Forum 2010 teilnehemen?</strong></p>
<p>Die ersten 10 Spots werden bis zum 15. August vergeben. Achtung: alle Sessions und die folgenden Diskussionsrunden werden in Englisch abgehalten!</p>
<h3 id="toc-worum-gehts-beim-world-blogging-forum-vienna">Worum geht’s beim World Blogging Forum Vienna?</h3>
<p>Technologie-affine Blogger machen sich Gedanken über die Zukunft: noch vor wenigen Jahren bestand das Internet aus statischen Inhalten, in nicht einmal fünf Jahren hat Social Media einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Wie wird sich digitale Multimediawelt in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Welche Rollen wird das Internet im täglichen Leben und in der Berufswelt spielen? Beim World Blogging Forum 2010 diskutieren Experten, die sich täglich im Cyberspace bewegen und mit ihren Weblogs zu den populärsten Medienexperten ihres Landes geworden sind, über ihre Ideen zur Zukunft des (mobilen) World Wide Web.</p>
<p>“Die Infrastruktur der Telekommunikationsanbieter ist das Rückgrat der Wissensgesellschaft. A1 Telekom Austria baut aber nicht nur die Netze dafür, wir wollen auch mit Experten auf allen Ebenen darüber sprechen, wie sich Gesellschaft und die Medienwelt entwickeln – also für welche Services und Inhalte wir die Datenautobahnen ausbauen,” so Werner Reiter, Pressesprecher des Veranstalters und Hauptsponsors A1 Telekom Austria.</p>
<p>datenschmutz-Stammleser wissen, was für eine einzigartige Erfahrung das World Blogging Forum 2009 in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bukarest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bukarest">Bukarest</a> für alle Beteiligten darstellte. Ich finde es einfach nur großartig, dass ich gemeinsam mit A1 TA dieses außergewöhnliche Konferenzformat in Wien hosten kann — und zähle auf rege Beteiligung der Locals. Wir werden während des Events einige freiwillige Helfer brauchen, Ideen und Vorschläge sind selbstverständlich hochgradig willkommen. Nähere Details zu Kooperations-Möglichkeiten und Mitarbeit folgen in Kürze auf wbf2010.at!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-06/ars-electronica-ausstellung-social-media-und-hypertext-um-1900/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 21:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 15. Juni 2010 bis 19. September 2010. ] Im Sommer entführt das Ars Electronica Center Besucher zugleich in die Zukunft und die Vergangenheit: visinäre Entwürfe von Medienpionieren des beginnenden 20. Jahrhunderts werden zeitgenössischen Zukunfts-Ideen gegenüber gestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">15. Juni 2010</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">19. September 2010</td></tr></table><p>Wer weit in die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> schauen will, braucht entweder eine Kristallkugel mit mindestens 10-Megapixel-Chip, oder aber eine scharfe Beobachtungsgabe, die Fähigkeit zur Extrapolation und eine lebhafte Phantasie.  Wie die aktuelle Sommerschau des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ars-electronica/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ars electronica">Ars Electronica</a> Center zeigt,  wurde so manches, was im Fin de siècle wie Science Fiction scheinen musste, technische Realität der Gegenwart. So schreibt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/robert-sloss/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Robert Sloss">Robert Sloss</a> in seinem Essay “Das drahtlose Jahrhundert” 1910 über die Kommunikationsmittel der Gegenwart:</p>
<blockquote><p>Jedermann wird sein eigenes Taschentelefon haben, durch welches er sich, mit wem er will, wird verbinden können. Die Bürger der drahtlosen Zeit werden überall mit ihrem Empfänger herumgehen, der irgendwo, im Hut oder anderswo, angebracht sein wird…</p></blockquote>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/ars-100.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4300]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/ars-100-600x362.jpg" alt="ars 100 600x362 Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900" title="100 Jahre in die Zukunft" width="600" height="362" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Gute Idee… die Sache mit dem Hut, eine geschickt platzierte Antenne müsste zumindest den WLAN-Empfang gravierend verbessern, und wer weiß: wo Pimps noch eine Feder im Hutband stecken hatten, trägt der Geek von übermorgen womöglich einen nicht bloß fashionablen, sondern überaus nützlichen Drahtbügel. Aber zurück nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/linz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Linz">Linz</a>: in der aktuellen Ausstellung <a href="http://www.aec.at/center_exhibitions_area_de.php?id=145" class="liexternal">Die Welt in 100 Jahren — eine Reise in die Geschichte der Zukunft</a> stellt das Ars Electronica Center Linz die Visionen von Vordenkern des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts den Zukunftsentwürfen zeitgenössischer Wissenschaftler und Künstler gegenüber. Klingt augesprochen besuchenswert, und wenn der 2010er-Sommer weiter so regnerisch weitergeht, wie er begonnen hat, kommen Indoor-Aktivitäten ganz besonders gelegen.<span id="more-4300"></span></p>
<p>Im Zentrum des historisch-futuristischen Parts der Ausstellung stehen der mir bislang unbekannte französische Schriftsteller, Zeichner und Karikaturist Albert Robida (1848–1926), der in seinem 1891 erschienen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> über “Das elektrische Leben des 20. Jahrhunderts” nicht nur elektronische Nachrichtenübermittlung, Live-Berichterstattung und Flugobjekte, sondern auch digitale Überwachung, Spams und permanente Reizüberflutung prophezeite.</p>
<p>Der zweite Name dagegen ist mir vertraut — den “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mundaneum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mundaneum">Mundaneum</a>” Erfinder Paul Otlet (1868–1944) kenne ich aus <a href="http://www.medienphilosophie.net/publikationen.html" class="liexternal">Frank Hartmanns Büchern</a>. Der Belgier gilt als Vater der modernen Informationstheorie und beschränkte sich keineswegs auf die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/theorie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Theorie">Theorie</a>, mit dem Nobelpreisträger Henri La Fontaine gründet er 1895 das “Office International de Bibliographie”. Die Ambitionen des Duos reichten weit über eine gewöhnliche Bibliothek hinaus. Das gesamte Wissen der Menschheit sollte gebündelt werden, um es allen zugänglich zu machen und durch bessere “Vernetzung” zukünftige Kriege zu verhindern. Ein Zitat aus dem <a href="http://new.aec.at/press/files/2010/06/Die-Welt-in-100-Jahren_PKUnterlage_gs_final_DE-11.pdf" class="lipdf">Pressetext</a> zur Ausstellung zeigt, dass die beiden Visonäre in der Tat eine Menge Social Media Ideen vorwegnahmen:</p>
<blockquote><p>Nach der Weltausstellung von 1910 bietet die belgische Regierung Paul Otlet ein großes Gebäude an – das “Palais du Monde” bzw. “Mundaneum” in Brüssel. Der Versuch ihr Projekt zu “globalisieren” und zwischen 1900 und 1914 in Paris, Washington und Rio de Janeiro weitere “Datenzentren” aufzubauen scheitert, nicht zuletzt an explodierenden Kosten. Das ursprüngliche “Mundaneum” hingegen verfügt 1934 über mehr als 15 Millionen Bücher, Zeitschriften, Fotos, auch schon erste Ton– und Filmdokumente – und die erste analoge Suchmaschine der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a>. Mittels der von Otlet entwickelten Universellen Dezimalklassifikation werden nicht nur die Titel der Bibliothek beschlagwortet und kategorisiert, sondern auch alle eingehenden Anfragen (bis zu 1.500 konnten pro Jahr bearbeitet werden). Dabei wurde festgehalten, für welche Informationen sich BenutzerInnen interessieren, um daraus Aussagen über die Relevanz der Dokumente zu erlangen und die Antworten auf die Suchanfragen zu optimieren. Aufgrund dieser ausgeklügelten Kategorisierung bzw. “Verlinkung” und der Idee, Daten in einem zentralen Netzwerk zu speichern, gilt Paul Otlet als der Urvater des Hypertexts und Vordenker des Internets. Zukunftsweisend nimmt er Entwicklungen wie Web 2.0, Social Media und User Recommender Systems  vorweg.</p></blockquote>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ted_Nelson" rel="nofollow" class="liwikipedia">Ted Nelson</a> hat zwar den Terminus “Hypertext” geprägt, aber Meister Otlet war eindeutig früher dran, scheiterte aber  teils an explodierenden Kosten, teils an fehlenden Technologien. Besonders bitter: 1940 wird das ehemalige Mundaneum für eine Ausstellung über Nazi-Kunst geräumt, dabei zerstören die Besetzer 67 Tonnen Dokumente. Frank Hartmann hat mir kürzlich dieses Handy-Foto geschickt, es zeigt einen von Paul Otlets Original-Karteikästen:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/otlet.jpg" alt="otlet Ars Electronica Ausstellung: Social Media und Hypertext um 1900" title="Paul Otlets Karteikasten" width="600" height="458" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Der futuristische Teil der Ausstellung läuft unter dem Titel “Next Ideas”, gezeigt werden diverse Projekte von “the next idea” Stipendiaten. Seit 2004 fördern voestalpine und Ars Electronica mit diesem Programm technologische und wissenschaftliche Innovation, denn visionäre Ideen haben es nun mal an sich, dass sie ihrer Zeit ausgesprochen weit voraus sind. So mag Cesar Haradas autarke, schwimmende Siedlung auf dem offenen Meer (hoffentlich ohne Kevin Costner) heute noch unmachbar scheinen, aber das hätten die meisten seiner Zeitgenossen damals wohl auch über Otlets Ideen gesagt.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> Ars Electronica Presse-Service / Frank Hartmann</small><br />
<hr />
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wiener Runde Podcast: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft</title>
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		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2010-04/wiener-runde-podcast-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 20:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wiener Runde hat wieder via Skype konferiert - im aktuellen Podcast erwartet unsere Hörer ein breites Spektrum von Retro-Media bis zu aktuellen Mobil-OS Neuigkeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und täglich grüßt das Diskettentier! Nein, eigentlich grüßt es überhaupt nicht mehr, aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/retro/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Retro">Retro</a>–Media war zweifellos das nerdigste Thema des aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wiener-runde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wiener Runde">Wiener Runde</a> Podcasts. Außerdem haben wir uns über den weiter schwelenden Streit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/apple/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Apple">Apple</a> vs. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flash/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Flash">Flash</a>, den weiter wuchernden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mobil-os/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobil-OS">Mobil-OS</a> Dschungel und ein weiteres Micro-Payment-System unterhalten. Viel Vergnügen!</p>
<div class="wienerrunde">
[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]</p>
<p><a href="http://www.wienerrunde.at/wp-content/uploads/2010/04/runde_20100430_final.mp3" class="liexternal">Links zum Podcast auf Wienerrunde.at</a>   <a href="http://www.wienerrunde.at/wp-content/uploads/2010/04/runde_20100430_final.mp3" class="liexternal">Download</a><br />
<span class="wrsmall">mp3, 54Mbyte [rechte Maustaste und “speichern unter”]</span></div>
<p><span id="more-4209"></span></p>
<p>Alle Links zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podcast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podcast">Podcast</a> gibt’s wie gewohnt auf <a href="http://www.wienerrunde.at/2010/04/30/wiener-runde-2010-04-30-retro-disco/" class="liexternal">Wienerrunde.at</a> — inklusive des grandiosen <a href="http://wonder-tonic.com/geocitiesizer/" class="liexternal">Goecities-izer</a>. Themenvorschläge sind ebenfalls stets willkommen, betreffende Links einfach auf Delicious mit “wienerrunde” taggen. Wir hören uns nächsten Freitag!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Zukunft der Fernsehwerbung</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:58:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während in Österreich das Fernsehen noch öffentlich-rechtlich daher kommt, hat anderswo die Zukunft bereits begonnen: mit Google TV Ads kann jeder online seine eigenen TV-Kampagnen buchen, analog zu den gewohnten Suchmaschinen-Ads. Voraussetzung: man muss natürlich erstmal einen Werbespot drehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, der deutschsprachige, zumal der österreichische Werbemarkt funktioniert vollkommen anders als sein US-Pendant. Echte Konkurrenz zwischen mehreren Networks kann sich dank der Steuergeld-gestützten Oligopolstellung des 2-Kanal-Blähbauchs ORF kaum entwickeln, aber dennoch: irgendwann wird die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a>, aus der dieser Beitrag kommt (zur Beförderung von Briefen über größere temporale Distanzen siehe Herbert Rosendorfers “Briefe an die chinesische Vergangenheit”), auch hierzulande ankommen. In den USA macht’s <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> TV Ads bereits jetzt möglich — kaum auszudenken, was für wunderbar subversive Kampagnen man spätnachts über die Glotze jagen könnte — <a href="http://slatev.com/video/http://slatev.com/video/how-i-ran-ad-fox-news" class="liexternal">SlateV.com</a> hat’s gleich mal ausprobiert [via <a href="http://masscontrolsite.com/blog/?p=71" class="liexternal">Frank Kern</a>]:</p>
<div id="video_player_mask" style="width:600px;height:390px;overflow:hidden;" align="center"><object id="SlateVPlayer" width="975" height="380" type="application/x-shockwave-flash" data="http://slatev.com/media/swfs/SlateVPlayer.swf"><param name="movie" value="http://slatev.com/media/swfs/SlateVPlayer.swf"></param><param name="flashVars" value="disableAd=true&#038;autoPlay=false&#038;videoId=72546547001&#038;channel=arts-and-life&#038;videoUrl=http://slatev.com/video/http://slatev.com/video/how-i-ran-ad-fox-news"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="base" value="http://admin.brightcove.com"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAcess" value="always"></param><param name="seamlesstabbing" value="false"></param><param name="swLiveConnect" value="true"></param></object></div>
<p><span id="more-4201"></span></p>
<p>Die <a href="http://www.google.com/adwords/tvads/networks.html"Liste der teilnehmenden Networks</a> wächst ständig und besteht keineswegs aus kleinen, lokalen Betreibern: telemediale Schwergewichte wie CNBC, Bloomberg und BBC sind mit von der Partie. Wer nun hofft, seinen Heiratsantrag in der Werbepause von Californication zu schalten, muss trotzdem enttäuscht werden: Prime Spots sind nicht nur teuer, sondern meist auch schon an die Profi Liga ausverkauft.</p>
<p>Aber Googles Service vermarktet sozusagen den Fernseh-Longtail und erschließt damit mittleren und kleinen Publishern und Unternehmen einen Bereich, der bisher für diese nicht zugänglich war — ganz analog zu klassischer Online-Werbung. Gäb’s AdWords, Facebook und Co. nicht, sähe es nämlich im PPC-Bereich auch ziemlicher düster aus, denn in Europa hat’s noch nie jemand geschafft, Advertising-Longtail-Modelle auf breiter Basis zu etablieren. Ich bin jedenfalls ausgesprochen gespannt, ob und wann europäische Networks nachziehen. Über die laufende Weiterentwicklung der TV Ads berichtet das Team am </a><a href="http://google-tmads.blogspot.com/" class="liexternal">offiziellen Blog</a>, wer sich schon mal auf den “Google certified TV Ad Manager” Kurs vorbereiten möchte, dem sei folgendes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a> empfohlen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/die-zukunft-der-fernsehwerbung/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>PS: Bedenkt man, wie billig Werbeminuten zu nachtschlafener Phone-In Show Stunde sind, könnte man in den TV Ads durchaus als die Over-the-Counter Variante von Andy Warhols “15 Minutes of Fame” betrachten… ich stell mir grad vor, wie um halb fünf Uhr früh das Handy läutet: “Du musst den Fernseher aufdrehen, ich bin im neuen Werbespot zu unserer Coupon-Seite, der wird nur ein einziges Mal gesendet!”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>TVienna — Neues vom Fernsehen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 18:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 4. Mai 2010; 9:00 bis 18:00. ] Bei TVienna 2010 lautet die Frage: welche neuen Formate und Veränderungen kommen aufs Fernsehen zu? Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist für alle interessierten Besucher gratis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">4. Mai 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">9:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">18:00</td></tr></table><p>Zum vierten Mal beschäftigen sich in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> einen lang Experten im Rahmen des <a href="http://tvienna.at" class="liexternal">TVienna Symposions</a> mit der Zukunft des Fernsehens. 2010 stehen bei der von Julia Wippersberg organisierten Fachkonferenz die Fragen nach neuen Formaten und Diensten im Zentrum — und in diesem Jahr auch neue <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a>, denn das längst digitalisierte und hochaufgelöste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> wagt gerade mit rasender Geschwindigkeit den Sprung in die 3. Dimension, ganz nach dem Motto: eben noch auf James Camerons Kinoleiwand, schon in Kürze in Ihrem Wohnzimmer.</p>
<p>Die Teilnahme an der Veranstaltung ist völlig kostenfrei, eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/anmeldung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Anmeldung">Anmeldung</a> unter TVienna2010 [at] univie.ac.at aber zwingend erforderlich. Und darum geht’s im Detail:<span id="more-4193"></span></p>
<blockquote><p>Kann es beim Thema Fernsehen überhaupt etwas Neues geben? Wie schaut nach Digitalisierung (TVienna 2007), Mobilisierung (TVienna 2008) und Breitbandisierung (TVienna 2009) die Zukunft des Fernsehens aus?<br />
Was werden die Erfolgsfaktoren der Television in den nächsten Jahren sein? Neue Inhalte oder Formate? Neue Anbieter oder Dienste? Neue “intelligente” Geräte oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/3d/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 3D">3D</a>–Sets?</p></blockquote>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/tvienna.jpg" alt="tvienna TVienna   Neues vom Fernsehen" title="TVienna 2010" width="294" height="87" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Nach der gemeinsamen Eröffnung der Veranstaltung durch Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria, und Hannes Haas, Vorstand des Instituts für Publizistik– und Kommunikationswissenschaft geht Medienberater Rudi Klausnitzer in seiner <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/keynote/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Keynote">Keynote</a> der Frage nach, ob es im veränderten Mediamix eine neue Rolle für das Fernsehen gibt. Weitere Themen am Vormittag: Privatrundfunkförderung in .at, die ORF-TVthek und Web-TV.</p>
<p>Klingt spannend, aber den Vormittag muss ich vorlesungsbedingt ausfallen lassen — irgendwie überschneidet sich jedes Jahr meine Publizistik-Lehrveranstaltung mit der TVienna <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog5.gif' alt="frog5 TVienna   Neues vom Fernsehen" class='wp-smiley' title="TVienna   Neues vom Fernsehen" /> Ich werde mir aber am Nachmittag die Vorträge über Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a> Vermarktung und Wertschöpfung anhören, vielleicht gibt’s ja den einen oder anderen Tipp zur Quotensteigerung für meine Podcasts. Das genaue Programm gibt’s auf <a href="http://tvienna.at/tvienna/2010/programm/programm.htm" class="liexternal">TVienna.at</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Welche Zukunft hat das Buch?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Hartmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer hat Angst vorm Netz? Frank Hartmann beschreibt in seinem Gastbeitrag, was an der Debatte über die Frage, ob "das Buch" eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der Netzkultur fortführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-family:Times,Roman;font-size:18px;background-color:#ddddd9;padding:3px;">Wer hat Angst vorm Netz? Was an der Debatte über die Frage, ob “das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a>” eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkultur">Netzkultur</a> fortführt.</div>
<p><em>Anm. von Ritchie: Der folgende Gastbeitrag von Frank Hartmann, Professor an der Bauhaus Universität Weimar, unterstellt aktuellen Debatten zur Medienkonkurrenz einen systematisch verzerrten Blickwinkel. Er entstand als Vortrag zu den <a href="http://www.rauriser-literaturtage.at/" class="liexternal">40. Rauriser Literaturtagen</a> und wurde in <a href="http://volltext.net/" class="liexternal">Volltextt</a> 1/2010 abgedruckt. Ich freue mich sehr über diese Gastpublikation und freue mich angesichts der aktuellen Flut kulturpessimistischer Publikationen (Lanier, Schirrmacher u.a.) auf eine rege Diskussion!</em></p>
<hr />Der Beitrag ist für eBook-Besitzer und Papierleser auch als PDF verfügbar:<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/frank-hartmann-buchzukunft.pdf" class="lipdf"><strong>Frank Hartmann: Wer hat Angst vorm Netz?</strong><strong></strong></a> <small>PDF, 150kB</small><br />
<hr />
<p>Die Rauriser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/literaturtage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literaturtage">Literaturtage</a> sind nun also 40 Jahre alt, und es ist nur mäßig originell zu fragen, was in weiteren vier Jahrzehnten sein wird: ob es dann noch Bücher und Bibliotheken gibt. Es ist so ein Problem mit Prognosen – die Wahrscheinlichkeit, sich mit ihnen zu blamieren, ist auch schon das einzige, was an ihnen sicher ist. Aber es gibt Möglichkeiten, die Frage anders zu stellen. Zum Beispiel so: werden im Jahr 2050 Apple, Amazon und Google die Verlage abgeschafft haben? Werden dank neuer Medientechnologien dann vielleicht die Autoren den Hauptteil an ihrem Werk verdienen, und nicht ihre Verleger und die Buchhändler? Und was ist überhaupt noch ein Buch, angesichts neuer multimedialer Narrative? Was wäre die Bibliothek der Zukunft?<span id="more-4186"></span></p>
<p>Das sind Fragen, die an den Grundfesten der westlichen Kultur rühren. Kultur aber ist kein Wert ohne Kontext, sie hängt immer auch von den Medien ab, Kultur bedeutet immer auch Kulturtechnik. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich genau das verändert, und zwar ebenso radikal wie unvorhersehbar: als Medium des Erzählens erwuchs <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Buch die mächtige Konkurrenz Fernsehen, und der Bibliothek als Medium des Wissens die übermächtige Konkurrenz des Internets.</p>
<p>Um den Kulturwandel begreiflich zu machen, der dieser Medienrevolution zugrunde liegt, gilt es historisch ein wenig auszuholen. Die neuen Technologien sind schließlich kein Virus aus dem All, der unvermittelt auf diese Erde fällt und sich hier rücksichtslos ausbreitet. Auch wirkt das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> nicht kausal auf unsere Kultur, sondern diese Technologie reagiert auf einen Bedarf, der sich von langer Hand entwickelt hat und vor dem die Drucktechnik, und mit ihr Bücher und Bibliotheken, sich in vielen Belangen als dysfunktional erwiesen haben. Medienentwicklungen sind ebenso Ausdruck und nicht allein Folge eines kulturellen Erfahrungswandels.</p>
<p>Bereits gegen Ende des 17. Jahrhundert klagte ein berühmter Zeitgenosse, dass die Menge alles Gedruckten nicht mehr zu bewältigen sei: “Die schreckenerregende Vielzahl von Büchern, die ständig zunimmt”, stürzte den Gelehrten in “unheilvolle Verzweiflung”. Bei der anschwellenden Zahl der Dispute und den vielen Untersuchungen ohne nennenswerten Nutzen drohe heilloses Chaos und Rückfall in die Barbarei. Diese Klage brachte Gottfried Wilhelm Leibniz vor, Philosoph und Bibliothekar in Hannover und Wolfenbüttel.</p>
<p>Leibniz glaubte daran, dass die Zukunft der Gelehrsamkeit nicht im Lesen und Schreiben liegt, sondern in der Berechenbarkeit von Problemen – genau das bestimmt heute unsere Lage, wenn man es genau nimmt. Zugleich aber schlug er ein neues Orientierungssystem vor, eine “Kunst des Auffindens”, die durch Exzerpieren von Büchern und durch Kategorisieren von Wissensbereichen erreicht werden soll, denn Information braucht Dokumentation und zu diesem Zwecke das, was informationstechnisch als “Metadaten” bezeichnet wird, also bestimmte Zusatzinformationen. Tatsächlich tauchte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein entsprechend neues Medienformat auf: es war die Zeit der Wörterbücher und Dictionnaires, der Lexika und Enzyklopädien. </p>
<p>Als dann im 19. Jahrhundert mit der Schnelldruckpresse, dem Holzschliffpapier und der Linotype-Setzmaschine das Druckwesen industrialisiert wurde, schwoll die Masse an Publikationen exponentiell an. Abermals kam es zu Vorschlägen der Neuorganisation von Dokumentation und Wissensorganisation – am eindrücklichsten vorgebracht vom heute vergessenen belgischen Privatgelehrten Paul Otlet, der auf Mikrofilmtechnik setzte und auf Telekommunikation, womit sich die Bibliothek auflöse in Richtung einer weltweiten Datenbank und das Buch in Richtung vernetzter Wissensbestände. Otlet sprach bereits von einer technikgestützten “Hyper-Intelligenz”.</p>
<p>Jahrzehnte vor dem Internet war also klar, dass das Buch nicht das Leitmedium für die Wissensgesellschaft bleiben kann, und die Bibliothek in ihrer Funktion der Verwaltung von Wissensbeständen beschränkt ist. Ohne diesen kulturell lang angekündigten Bedarf an neuen medialen Formen hätte sich das Internet niemals allgemein durchsetzen können. Es wäre geblieben, wofür es am Anfang geplant war – eine Anwendung für Expertensysteme.<br />
Bücher sind nicht nur für die, die sie geschrieben haben, immer noch Mittel sozialen Distinktionsgewinns. In der Moderne wurden Bücher und Bibliotheken zu Insignien des Bürgertums. Das gediegene Buchregal gehört unmittelbar zur bürgerlichen Existenz und in den Bibliotheksbauten manifestiert sich neben den Kathedralen des Klerus und den Palästen des Adels das neue bürgerliche Selbstbewusstsein. Zudem errichtete die Aufklärung ein ganz eigenes Wissensideal, das Ideal einer Lesbarkeit der Welt.  Hans Blumenberg hat mit dieser Metapher die Tatsache umschrieben, dass das Paradigma der Verschriftung menschlicher Erfahrungen – sei es in den Monographien von Gelehrten, sei es in den Berichten von Reisenden und in den Protokollen von Bürokraten – den Eigensinn einer Epoche prägte, der durch Einblicke, wie sie wissenschaftliche Instrumente und entsprechende Experimente ermöglichten, radikal herausgefordert wurde. </p>
<p>Dass die Wissenschaft damit begonnen hat, im sogenannten Buch der Natur andere  Ausdrucksmodalitäten zu entziffern als die der alphanumerischen Form, ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen wird erkennbar, dass das Ideal der Lesbarkeit durch eine neue Bildlichkeit angekratzt wurde. Genauer gesagt wurde sie durch neue Aufzeichnungsmedien erschüttert, durch die analoge Medientechnik der Fotografie und der Phonographie. Von der direkten Art, mit der jenseits des umständlichen Buchstabenlesens bereits eine Daguerreotypie die Wahrnehmung anzusprechen vermag, berichtete aus Paris der erstaunte Alexander von Humboldt 1839 an den preußischen König: die Unmittelbarkeit, mit der sie die menschliche Einbildungskraft anspricht, faszinierte ihn besonders.</p>
<p>Eben davor hatte die deutsche Aufklärung immer Angst gehabt, wie ein Blick in Kants Kritik der Urteilskraft belegt, die für das alttestamentarische Bilderverbot plädiert. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bilder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bilder">Bilder</a> verwende, wer die Einbildungskraft der Menschen einschränken und manipulieren will; für die Aufklärung bleibt nur die Via negativa des abstrakten Buchstabenlesens. Diese Haltung verkennt natürlich das menschliche Bedürfnis nach Unterhaltung und Entspannung. Aber je komplexer codiert eine Botschaft ist, desto anstrengender wird jene Gratifikation zu erreichen sein, die der Konsum kultureller Güter verspricht. Aus diesem Grund besteht ein sozialer Distinktionsmechanismus, nach dem höher prämiert wird, was abstrakter codiert ist, beispielsweise eben Texte gegenüber Bildern.</p>
<p>Nun ist das Buch nicht allein Träger von Wissen, es dient im fiktiven Umgang mit Wirklichkeit ebenso der Erbauung und Unterhaltung. Das war nicht immer so, denn der moderne Roman entstand erst etwa im 17. Jahrhundert. Derzeit entstehen nicht nur neue Distributionsformen für Inhalte, sondern auch neue Narrative. Sie entsprechen einem alten Wunsch – auch der Literaten, erinnert sei an Hugo von Hofmannsthals Chandos-Brief – nach einer neuen Sprache oder einem Medium, das “unmittelbarer, glühender ist als Worte”. Und dies nicht zufällig zu einer Zeit, da die Moderne neue künstlerische und technische Ausdrucksmodalitäten entwickelte, wie die Kinematographie. Das bewegte Bild wird zum der größten Konkurrenten des erzählenden Wortes. Die Sichtbarmachung von Vorstellungen als direkte Visualisierung – das ist jener phänomenale Schritt, den das Kino über die Literatur hinaus macht. Es wird nicht der letzt gewesen sein.</p>
<p>Grundsätzlich, so sieht es einer der angesehensten Schriftsteller der Gegenwart, kann das Buch nicht mit dem Computer konkurrieren, wie schon zuvor nicht mit Kino und Fernsehen. Natürlich verschwindet das Buch in dieser Medienkonkurrenz nicht ganz, aber es ändert seine Form wie auch seine Funktion. Ist ein E-Book noch ein Buch? Gegenfrage: sind die geleimten Papierstapel der Handelsketten tatsächlich noch Bücher?</p>
<p>Gefragt, ob man in 25 Jahren noch Bücher lesen werde, antwortete Philip Roth, dass es diese kulturelle Praktik dann wohl nur noch als “Kult” geben werde, so wie es heute noch Anhänger lateinischer Dichtung gibt. </p>
<blockquote><p>The book can’t compete with the screen – and the Kindle won’t change that. […] I think always people will be reading them but it will be a small group of people. Maybe more people than now read Latin poetry, but somewhere in that range. – Philip Roth, Interview (<a href="thedailybeast.com" class="liinternal">thedailybeast.com</a>, Okt. 2009)</p></blockquote>
<p>Ein Narrativ, das ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt, verliert für ein großes Publikum zusehends an Attraktivität. Zwei Motive prägen die Überwindung der Gutenberg-Galaxis: zum einen der unermesslich gesteigerte Mehrwert der Bilder, seit ihre beschleunigte technische Reproduzierbarkeit sie die Unmittelbarkeit der Sprache einholen ließ. Zum anderen die Verlagerung der menschlichen Sinnesorganisation von der Visualität des Lesens und Schreibens hin zur Taktilität, wie McLuhan es nannte, zu jener posttypografischen Medienkultur eben, die mit Radio und Fernsehen begonnen hat.</p>
<p>Zur “posttypographischen” Kultur (Michael Giesecke) gehört ein Motiv, das sich in der westlichen Kultur nicht erst mit dem Internet bemerkbar macht: die Erosion der bürgerlichen Ideologie des Individuums. Das Bürgertum privilegierte zudem eine mit Produktion und Verteilung von Druckwerken befasste Elite, die neue Klasse der Literaten.  Es schuf mit der kulturellen Prämierung der Lektüre von Druckwerken zudem die ideale kulturtechnische Entsprechung zur relativ neuen Vorstellung von intimer Individualität, die von der Massenkommunikation im 20. Jahrhundert in Frage gestellt wird.</p>
<p>Schon die Nationalsozialisten übernahmen mit ihrer Forcierung von Radio und Fernsehen jenen zutiefst antibürgerlichen Impuls, der den modernen Formen von Propaganda (nach Edward Bernays) zugrundeliegt. Demnach ist eine Massenbeeinflussung vor allem dann möglich, wenn die Rezeption von Inhalten nicht individuell erfolgt, sondern in der Gruppe. Denn das Massenpublikum verhält sich nicht reflexiv, wie der einzelne Leser, sondern reaktiv, und da ist es leichter, die Mechanismen zur Übernahme  gewünschter Interpretationen zu forcieren.<br />
In der sich nun formierenden Netzkultur (und wie viel Veränderung wurde manifest, in gerade einmal zwei Jahrzehnten!) werden Tugenden des bürgerlichen Individuums immer weniger prämiert, verbunden mit einer tendenziellen Abwertung traditioneller publizistischer Formen der Printmedienkultur. Dieses Ende der Privatheit kennt viele Formen. Schon die Erfolgsgeschichte der Massenmedien und jetzt die der Social Networks weist auf eine tiefgreifende Veränderung der kulturellen Codes. Es ist kein Zufall, dass nach der Epoche bürgerlicher Individualisierung, in der das Bücherlesen zum Habitus sozialer Distinktion geriet, Wirklichkeit immer weniger durch den gebildeten Intellekt und immer stärker durch Medien synthetisiert wird: “Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.” (Niklas Luhmann)<br />
Das definitive Ende des Buches und der Literatur wird das wahrscheinlich nicht sein, aber deren Funktionswandel. Das Buch stand einst für die Gleichzeitigkeit der Verfügbarkeit von Wissen. Es schuf die Gelehrtenrepublik, als den gemeinsamen Raum vorhandener Informationen zu einen Thema oder Forschungsgegenstand. Diese Organisationsgrundlage des Wissens bildete eine wesentliche Bedingung der Möglichkeit wissenschaftlichen Fortschritts. </p>
<p>Die Computernetze – das war gerade auch vor 40 Jahren nicht nur ArpaNet in den Vereinigten Staaten, sondern auch Cyclades in Frankreich und andere europäischen Datennetze – sollten den medientechnischen Stand der Dinge bald neu definieren, obwohl keiner der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwickler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwickler">Entwickler</a> auch nur im Traum daran gedacht hatte, damit eine neue kulturelle Ausdrucksmodalität zu schaffen. Zuerst löst Programmieren das Schreiben ab, nimmt ihm die Exklusivität des Weltentwurfs. Aber nachdem die technische Komplexität der vernetzten Computer hinter der grafischen Oberfläche des Web verschwunden ist und niemand mehr programmieren können muss, um Präsenz im Netz zu schaffen, sieht diese Sache bekanntlich ganz anders aus. Widerstand gegen die “Diktatur des schönen Scheins” (Neal Stephenson) und die angebliche Entmündigung der Computernutzer blieb zwar nicht aus, erwies sich letztlich aber als zwecklos. Die Kulturtechnik des WIMP (Windows, Menues, Icons, Pointing) setzt sich langsam aber sicher gegen die des Buchstabierens durch.  Und mit zunehmendem Anteil wird das, was wir über die Welt, in der wir leben, wissen, durch Google und Wikipedia vermittelt. Dass die Demokratisierung des Wissens durch Oberflächlichkeit erzeugt wird, erzeugt noch keine “Unbildung”, wie die Unkenrufe aus der “Generation Adorno” nahelegen. </p>
<p>Die Technologie der Netzwerke ist dabei, den Stand der Dinge neu zu verhandeln und die Kultur der Gatekeeper (Verleger, Redakteure, Zeitungsherausgeber) durch eine Kultur der Teilhabe zu ersetzen. Was tut sich nun konkret: ist Literatur im Netz einfach Literatur geblieben, nur eben an anderen Orten auf anderen Datenspeichern als eben in Büchern, die in Bibliotheken stehen? Nein, zumindest tendenziell ist sie das nicht mehr. Den Hinweis auf Weblogs wollen wir uns schenken, er ist ebenso billig wie das, was die meisten “Blogs” inhaltlich produzieren. Wichtig an ihnen ist eigentlich nur die technische Form, die radikale Öffnung des Rückkanals und das Prinzip der Präsentierung. Aus der Logik der Datenbanken und der Online-Verfügbarkeit tendenziell sämtlicher Inhalte des kulturellen Archivs folgt, dass das Konzept der Kommunikation sich grundsätzlich ändert zugunsten dieser ungeheuren Präsentierungsleistung der Medientechnik.</p>
<p>Nun kann, wer will, innerhalb weniger Minuten ohne jegliches eigenes Produktionsmittel (Internet-Zugang vorausgesetzt) schriftlich oder in multimedialer Form publizieren und damit ein lokales, nationales und potenziell sogar weltweites Publikum adressieren. Es entstehen neue Formen nicht nur des Publizierens jenseits des Buches, sondern auch jenseits der herkömmlichen Formen des Schreibens, das sich technisch anders organisiert. Eigentlich ist ja schon jede lokale oder nationale Literaturszene eine Art kollaborative Plattform, auf der Texte entstehen, die auf andere Texte antworten: Thomas Galvinic hat den kalten Klotz des Erfolgs von Daniel Kehlmann zu verdauen und kennt keinen Genierer, sein Elaborat dazu (“Das bin doch ich”) einen Roman zu nennen. Frau Hegemann verwurstet “Strobo”, den Text eines unbekannten Techno-Bloggers, und findet nichts dabei, doch: sie hat sogar noch recht damit, denn Literatur bestand immer schon darin, andere Aussagen, andere Texte zu verarbeiten und zu interpretieren.</p>
<p>Dieser Aspekt bedürfte ausführlicherer Diskussion, hier nur soviel: ohne all die bestehende Literatur wäre der einzelne Literat gar nichts. Und natürlich auch nicht ohne sein Publikum. Schriftsteller sind einigermaßen pathetische Figuren. Sie werden nicht gleich alle, wie derzeit der Bestsellerautor Frank Schätzing, mit einer Multimedia-Show durch die Lande ziehen müssen. Sie werden sich aber mit den neuen medialen Formen auseinandersetzen müssen, die nicht allein die Publikations-, sondern diese Kommunikationsverhältnisse auf neue Art und Weise interpretieren: sie verzichten auf das Medium Buch (und auf seinen Verleger) als “Mittler”. </p>
<p>Eine neue Generation von Autoren publiziert ihre Texte selbst längst online. Natürlich wird es eine ganze Weile noch so sein, dass die besten Produkte aus dem Netz in die Wertschöpfungskette der Verlagsindustrie eingehen werden. Aber deren viel beschworene Qualitätskontrolle findet längst schon anderswo statt: im Vorfeld jener Leserinnen und Leser, die in Blogs von Autoren Kommentare hinterlassen und in dieser oder jener Form an deren Geschichten mitschreiben. Oder gleich selbst zu Autoren werden – Web-Plattformen dazu gibt es zuhauf. Man wird als Autor von Online-Verlagen auf allen Ebenen abgeholt: “from inspiration to distribution: connect, write, publish, sell” (so die Werbung von fastpencil.com). </p>
<p>Wenn nun neben den kleinen Start-ups für Autoren Giganten wie etwa Amazon einen Verlagsservice für Autoren anbietet, muss man sich wirklich fragen, was hier die Publikationskultur betreffend im Gange ist. Irgendwann wird vielleicht noch der rückständigste Autor erkennen, dass mit all dem Geschwätz vom “geistigen Eigentum” er oder sie gemeint ist, und nicht sein Verleger und sein Buchhändler. Er wird sich dann wahrscheinlich jenen Agenten zuwenden, die ihm 60 bis 70 Prozent des Verkaufspreises ausbezahlen, und nicht wie derzeit üblich 6 bis 10  Prozent, weil Produktions– und Distributionskosten im traditionellen Verlagsbusiness derart zu Buche schlagen.</p>
<p>Auch wenn dann, wenn der Verkaufspreis weit niedriger sein wird, weil der Text als Produkt eine neue, elektronische Präsentationsform annimmt – den Verlegern, den Druckern und den Buchhändlern sollten die Autoren keine allzu dicken Tränen nachweinen. Immer seltener nämlich erfüllen sie ihre Funktion der Qualitätskontrolle, nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten gelernt haben, wie sich auch ganz ohne Marketing und Verkauf von Druckkostenzuschüssen und anderen Förderungen gut leben lässt. In vielerlei Hinsicht ist das Buch nurmehr Business, mit vielen unsichtbaren Stützen, das von einer unheimlichen Betriebsamkeit aufrechterhalten wird.</p>
<p>Das Buch ist zum Fetisch einer Kultur geworden, die ihre Ideale in dieser medialen Form materialisiert sah. Texte, die sich in Buchform niederschlugen, können nun auch als E-Book weiter existieren. Doch darum geht es weniger. Nach einer anfänglichen Euphorie hinsichtlich der Möglichkeiten von Hypertext als neuer literarischer Form lässt sich erkennen, dass es nicht die Faszination für technische Möglichkeiten an sich ist, die die Veränderung bringt. Die neue digitale Kultur hat ihre eigene Gesetzlichkeit, zu der vor allem ein Umstand zählt: die Netzkultur ist weniger hierarchisch und stärker relational bestimmt, was eine Ästhetik der Verteilung mit sich bringt, deren Form noch längst nicht feststeht – kleine Phänomene, die morgen vielleicht schon vorbei sein werden (man denke an Dienste wie Twitter) bestimmen sie, durch die Akzeptanz und den Gebrauch, den die Masse davon macht.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Neues AdWords Feature: Remarketing Listen</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 06:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google bietet mit den neuen Remarketing-Listen ein interessantes Zusatz-Feature an: damit lassen sich gezielt Kunden ansprechen, die in der Vergangenheit bereits die eigene Homepage (bzw. bestimmte Unterseiten) besucht haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute mal wieder meinen digitalen Zauberstab auspackte, um ein wenig weiße (okay, graue) Zaubersprüche auf AdWords zu casten, entdeckte ich ein interessantes neues Feature. Naja, “entdecken” ist vielleicht übertrieben — schließlich weist Google mit einer Benachrichtigung deutlich auf die Funktion <em><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/remarketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Remarketing">Remarketing</a></em> hin. Und die hat’s ganz schön in sich: </p>
<blockquote><p>Mithilfe von Remarketing können Sie Personen erreichen, die zuvor Ihre Website besucht haben, und so gezielt relevante Personen mit der richtigen Werbebotschaft ansprechen. Sie präsentieren ihnen Ihre Botschaft, während sie Websites im gesamten Content-Werbenetzwerk von Google besuchen.</p></blockquote>
<p>Man beachte: es handelt sich keineswegs um simple Referrer-basierte Einblendungen und auch nicht um einen AdServer, der seine Inhalte Cookie-gesteuert ausliefert. Der Code, den der werbende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webmaster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webmaster">Webmaster</a> einbindet, setzt ein Cookie beim Surfer.<span id="more-4175"></span></p>
<blockquote><p>Ein kleines Code-Snippet (das Remarketing-Tag) wird beispielsweise auf der Startseite Ihrer Website eingebettet. Dieser Code weist AdWords an, die Besucher in die Liste “Startseiten-Liste” aufzunehmen, die Sie erstellt haben. Beim Besuch Ihrer Startseite wird das Cookie der entsprechenden Nutzer in die Remarketing-Liste aufgenommen. Nun können Sie eine AdWords-Kampagne erstellen, die Botschaften ausschließlich auf diejenigen Nutzer ausrichtet, die in dieser Liste enthalten sind. Ihre Remarketing-Botschaften werden keinen Nutzern angezeigt, die sich nicht auf der “Startseiten-Liste” befinden.</p></blockquote>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/remarketing.jpg" alt="remarketing Neues AdWords Feature: Remarketing Listen" title="AdWords Remarketing" width="215" height="48" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Ich finde dieses Tool ausgesprochen spannend — weil es ganz neue Kampagnen-Konzeptionen erlaubt. Die Nutzungsstatistiken vieler Shops zeigen, dass ein beträchtlicher Teil potentieller Einkäufer frühestens beim zweiten Besuch eine Bestellung tätigt: als Zielgruppen-genauer Reminder könnten solche Remarketing-Kampagnen nicht nur hohe Clickthrough-Raten, sondern auch deutlich überdurchschnittliche Conversion-Rates erzielen.</p>
<p>Bei der immensen Zahl an Daten, die Google über seine diversen Services sammelt (Google-Konten, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chrome/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chrome">Chrome</a>, Analytics) vermute ich mal, dass derartige “Remarketing-Modelle” bald auch rein auf Datamining-Basis, also Cookie-frei funktionieren könnten. Und es würde mich nicht wundern, wenn Google in naher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> diese Remarketing-Services auf Suchanzeigen ausweiten — derzeit können potentielle Returning Customers ja nur über das Content Netzwerk angesprochen werden.</p>
<p>Ich denke, dass die Remarketing-Option bei AdWords-Cracks auf große Gegenliebe stoßen wird: wenn ein Kunde beispielsweise einen Shop schon einmal besucht hat, kann man ihm wohl getrost Interesse für das jeweilige Sortiment unterstellen. Eine solche Prädisposition löst, in Kombination mit einem Themen-affinen Werbeumfeld, wesentlich leichter einen Kaufimpuls aus als neue Information — wobei im aufgrund es Wiedererkennungs-Effekts grafische Werbemittel mit starker CI-Einblendung sicherlich von Vorteil sind. Ausführliche Beschreibungen und Strategien zum Einsatz solcher Remarketing-Listen bietet Google in der <a href="https://adwords.google.com/support/aw/bin/topic.py?hl=de&#038;topic=27768" class="liexternal">AdWords Hilfe</a> an.</p>
<p>Ich werde in den nächsten Wochen bei meinen laufenden Kampagnen auf jeden Fall mit Remarketing-Listen experimentieren — schließlich eignet sich dieses Zielgruppentool auch sehr gut zur Bewerbung von Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> mit wiederkehrenden Inhalten, Stichwort Audio– oder Videopodcast. Was denken Sie über die neue Remarketing Option und welche Anwendungsmöglichkeiten fallen Ihnen dazu ein?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW48 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 22:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linzerschnitte und datenschmutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google führt Breadcrumbs ein, foursquare findet immer mehr Fans und auf Login-Boxen werden wir in Zukunft verzichten, wenn's nach dem Willen der Mozilla-Entwickler geht. All das und noch viel mehr aus den letzten sieben Tagen im Blogistan-Panoptikum von Linzerschnitte und datenschmutz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Exakt sieben Tage zogen seit dem letzten Panoptikum ins Land — also genau der passende Zeitblick, um Rückschau zu halten auf die blogosphärischen Geschehnisse der vergangenen Woche. Und offensichtlich haben Geeks weltweit bislang auf den Besuch von Weihnachtsmärkten (“Werft die Krämer aus dem Haus meines Vaters!” soll der Sohn von Michael Häupl mal gesagt haben) weitgehend verzichtet: anderweitig wäre kaum erklärbar, wie schon wieder so viel passieren konnte. Google führt (fast unbemerkt) Breadcrumbs ein, die neuen Trends lautet Foursquare und Megablogging. Gleich können Sie mit all diesen neuen Buzzwords was anfangen, denn <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz haben die Chronik soeben fertig gestellt.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-wer-wird-wiener-brgermeister" class="liinternal">Wer wird Wiener Bürgermeister?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-commercializing-twitter" class="liinternal">Commercializing Twitter</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-die-zukunft-hat-keinen-log-in-button" class="liinternal">Die Zukunft hat keinen Log-In Button</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-crowd-fail" class="liinternal">Crowd Fail</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-neu-in-den-google-serps-brotkrumen" class="liinternal">Neu in den Google-SERPs: Brotkrumen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-von-micro-und-mega-bloggern" class="liinternal">Von Micro– und Mega-Bloggern</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-wer-wird-wiener-brgermeister">Wer wird Wiener Bürgermeister?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> Diese Frage stellen sich derzeit die Nutzer von <a href="http://foursquare.com" class="liexternal">foursquare.com</a>. Kein anderes Social Network freut sich über derartige Zuwachsraten im Geek-Segment, seit Judith letzte Woche über den neuesten Hype am Sektor “freiwillige Lokalisierung” berichtete. Denn Überwachungskameras waren gestern — heute machen wir unsere “check ins” freiwillig, und wer einen Ort am häufigsten besucht, wird — zumindest solange, bis ihn ein anderer User von der Spitze der Georeferenzierungs-Pyramide verdrängt — zu dessen “Mayor”.</p>
<p>Im ersten Moment hab ich ja auf eine Viral-Kampagne von Qype getippt, aber denen trau ich nicht genug Originalität zu. Viel mehr als die Eincheck– und Shout-Funktionen bietet die Plattform bisher noch nicht — trotzdem meinen wir: das Ding könnte Zukunft haben, denn Foursquare ist simpel und auf den ersten Blick vollkommen sinnlos: und das sind, wie uns Twitter gezeigt hat, wohl die besten Voraussetzungen für einen lang anhaltenden Hype. Obwohl Michael Arrington da durchaus gewisse <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/28/facebook-foursquare/" class="liexternal">Bedenken</a> hat:</p>
<blockquote><p>But all this time I’ve had a nagging feeling that Foursquare, at least in its current form, is not going to be the next Twitter, as some people have concluded. Because as good as Foursquare is at figuring out where and what your friends are up to, they can’t hope to compete with Facebook. That is, if Facebook does Geo right.</p></blockquote>
<p>Wer sich für das Potential von Foursquare näher interessiert, sollte sich Zeit nehmen für dieses ausgedehnte Posting — Michael vermutet, dass der spielerische Aspekt der Badges nur kurzfristige Anreize bietet und spricht davon, dass sich in 2 Jahren niemand mehr für die Zahl der Logins interessieren wird. Ich denke, in 24 Monaten werden sich die Betreiber noch einiges einfallen lassen. Ob der Vorsprung reicht, muss sich aber tatsächlich erst zeigen: die Gerüchteküche weiß, dass Facebook in Kürze mit eigenen Location-based Services starten will.</p>
<h2 id="toc-commercializing-twitter">Commercializing Twitter</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> Manch Realitätsverweigerer im Alpenvorland mag noch immer glauben, dass Twitter ein Tool zur Befriedigung persönlicher Kommunikationsbedürfnisse sei und jeden verfluchen, der nicht nur uneigennützig launige Tweets mit reinem Herzen verschickt.</p>
<p>Doch einmal mehr wird klar, wohin es mit Twitter gehen wird — und wohl auch gehen soll, zumindest um Geld zu verdienen: Twitter wird ab Anfang 2010 Commercial Accounts launchen. Hoffen wir, dass das Ganze nicht so ein Feature Desaster wird wie zuletzt bei den Twitter Lists und beim Retweet Feature. Was soll das neue Feature können? <a href="http://www.techwatch.co.uk/2009/11/23/twitter-confirms-commercial-accounts/" class="liexternal">Techwatch</a> weiß Näheres:</p>
<blockquote><p>The paid-for commercial accounts would offer extra services. Talking to the BBC, Stone said “You will be able to pay for an additional layer of access to learn more about your Twitter account – get some feedback, some analytics, become a better ‘Twitterer’.”</p></blockquote>
<p>Was aber ist nun ein “Commercial Tweeper”? Interessiert es mich nicht auch als Casual User, für welche Themen meine Follower sich interessieren und welche Links sie klicken? In Anbetracht der oben erwähnten Feature-Unausgereiftheiten darf man sich ein bisschen Sorgen machen, wer nun als Commercial Tweeper gelten wird und welche Bürden einem auferlegt werden. </p>
<h2 id="toc-die-zukunft-hat-keinen-log-in-button">Die Zukunft hat keinen Log-In Button</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> Ich nutze für automatisierte Log-Ins seit langem das geniale <a href="http://datadirt.net/roboform" class="liexternal">Roboform</a>, das unglaublich viele Copy-Paste spart und noch dazu multiple Identitäten perfekt verwaltet, schließlich sind wir Social Web Pros manchmal alle ein bisschen schizo. Ein solches Helferlein könnte für Firefox-User aber bald überflüssig werden, wie <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/firefoxs_plan_to_kick_the_logins_butt.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>Firefox gets distributed social networking and identity management. The good people who work on the revolutionary, open-sourced, and occasionally maligned browser have been hard at work on making cross-site navigation and portable IDs a solvable problem. A discrete button to the left of the URL that can tell users whether or not they are logged in to a particular site and allow them to log in without further navigation</p></blockquote>
<p>Details zur Implementierung und Screenshots gibt’s im Weblog von Mozilla-Entwickler <a href="http://www.azarask.in/blog/post/identity-in-the-browser-firefox/" class="liexternal">azarask</a>. Mehr in theoretische Spekulationen als in die Frage der praktischen Umsetzung vertieft sich ein ausführlicher Beitrag auf Stay’n’Alive: <a href="http://staynalive.com/articles/2009/11/25/the-future-has-no-log-in-button/" class="liexternal">The Future has no Log In Button</a>:</p>
<blockquote><p>For this to happen we need more involvement from all. Maybe I’m crazy, but this future is as clear as day for me. I see a future where I go do what I want to do, when I want to, and I get the exact experience I asked for. This is entirely possible. Why aren’t we all focusing on this?</p></blockquote>
<p>Aber tun wir doch ohnehin! Wird wohl bloß noch ein Weilchen dauern <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk Blogistan Panoptikum KW48 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> </p>
<h2 id="toc-crowd-fail">Crowd Fail</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> Wikipedia, die fünfthäufigst geklickte Website der Welt, ist so suprig, dass einem fast die Superlative ausgehen. Man findet beinahe jede nur erdenkliche Info, die Inhalte sind mittlerweile so gut, dass man bedenkenlos fürs Unireferat Copy-Pasten kann, die Enzyklopädia Britannica wurde sowohl in Bezug auf Qualität der Artikel wie auf Aktualität meilenweit abgehängt und am suprigsten: Die Schwarmintelligenz. Wisdom of the Crowds. Ein Märchen, das wahr geworden scheint. Leider ist nicht alles so rosig im Reich von Wikipedia und seiner Schwarmintelligenz. Denn wie wir alle aus der Schule, von der Uni oder aus dem Berufsleben wissen: So schön es sein kann, wenn man in Gruppen arbeitet — meist gibt es nichts schlimmeres, als in Gruppen arbeiten zu müssen. Und dies scheint zuletzt auch die <a href="http://online.wsj.com/article/SB125893981183759969.html" class="liexternal">Motivation</a> der freiwilligen Wikipedia Mitarbeiter zu sein: </p>
<blockquote><p>“Wikipedia is becoming a more hostile environment,” contends Mr. Ortega, a project manager at Libresoft, a research group at the Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. “Many people are getting burnt out when they have to debate about the contents of certain articles again and again.” […] Wikipedia’s struggles raise questions about the evolution of “crowdsourcing”, one of the Internet era’s most cherished principles. Crowdsourcing posits that there is wisdom in aggregating independent contributions from multitudes of Web users. It has been promoted as a new and better way for large numbers of individuals to collaborate on tasks, without the rules and hierarchies of traditional organizations.”</p></blockquote>
<p>Klingt nach Crowd Ebbing.…<br />
Ein interessantes Beispiel von Crowd Fail, dem Versagen der Schwarmintelligenz beschreibt übrigens Jaron Larnier auf <a href="http://www.edge.org/3rd_culture/lanier06/lanier06_index.html" class="liexternal">edge.org</a>.</p>
<h2 id="toc-neu-in-den-google-serps-brotkrumen">Neu in den Google-SERPs: Brotkrumen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /> Für erhitzte SEO-Gemüter (aber andererseits gilt das für jedes Posting am offiziellen Google–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a>) sorgte kürzlich die <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/11/new-site-hierarchies-display-in-search.html" class="liexternal">Ankündigung</a> des neuen Format “Breadcrumbs” in den Suchergebnissen: </p>
<blockquote><p>The new display provides valuable context and new navigation options. The changes are rolling out now and should be available globally in the next few days.<br />
Some web addresses help you understand the structure of the site and how the specific page fits into the site hierarchy. For example, consider a search for the biography of Vint Cerf (Google’s Internet Evangelist). The URL for one result, “www.google.com/corporate/execs.html,” shows that the page is located in a page about “execs,” under “corporate,” which is on the “google.com” site. This can provide valuable context when deciding whether to click on the result.</p></blockquote>
<p>Klingt unverständlich? Am Screenshot wird das ganze Ausmaß des Dramas sofort klar:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/pano-google.jpg" alt="pano google Blogistan Panoptikum KW48 2009" title="Google: Breadcrumbs auf den SERP-Pages" width="546" height="221" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Klingt auf den ersten Blick gut, hat aber viel weniger mit Usability als mit Markt-Protektionismus zu tun, wie John On völlig zutreffend anmerkt:</p>
<blockquote><p>In the example Aaron provided, Google has replaced a very helpful, meaningful and rich URL with a much less relevant breadcrumb. But Google wants everyone to watch how those breadcrumbs help  average web sites, because Google doesn’t want you to look behind the curtain. […] This URL removal is an anti-competitive practice that seeks to hinder the efforts of companies that re-sell Google’s data, whether they be SEO research services or re-purposers (scrapers). It is the unique URL (and unique domain name) that enables everyone else to make money on the web. As long as every consumer has to go through Google to find a web page, Google has a chance to take a piece of the profits.</p></blockquote>
<p>Und warum macht das überhaupt einen Unterschied, wo die Seiten doch auf den SERPs verlinkt sind? Nun, dazu muss man sich vor Augen halten, dass Google in den letzten Monaten immer mehr Links durch Redirects ersetzt hat — in der Tat deutet die ganze Entwicklung stark drauf hin, dass in absehbarer Zeit keine Third Party Applikation mehr umfassende Einsicht in Googles Spielweise haben wird.</p>
<h2 id="toc-von-micro-und-mega-bloggern">Von Micro– und Mega-Bloggern</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW48 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW48 2009" /><br />
<blockquote>I don’t think “mega-blogging” is actually a thing, I just made it up to make the title sound more dramatic. But if mega-blogging were a thing, you would do it with WordPress. Micro-blogging is a thing, ash a lot of people do it with Twitter.</p></blockquote>
<p>Von wem könnte dieses Zitat wohl stammen? (Es folgt eine Nachdenk-Leerzeile.)</p>
<p>Genau — Matt Mullenweg hat sich Gedanken über Twitter vs. WordPress, oder genauer gesagt über <a href="How tweets get imported into a blog is still an open question for me. I’ve seen lots of ways people have attempted it but when a blog becomes an activity stream it becomes a weak version of all the things it aggregates, less than the sum of its parts, because of the loss of context." class="liinternal">Twitter neben WordPress</a> gemacht. Auslöser war ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/statistik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Statistik">Statistik</a>–Posting auf <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/24/twitter-wordpress-blogging-vs-microblogging/" class="liexternal">TechCrunch</a> mit dem inhalts-erklärenden Titel <em>Blogging Vs. Microblogging: Twitter’s Global Growth Flattens, While WordPress’ Picks Up</em>.</p>
<p>Vor einigen Monaten war ja mal die Rede davon, dass Micro-Blogging “normale” Weblogs mittelfristig verdrängen würden. Dabei handelte es sich aber, was schon damals klar ersichtlich war, um eine grobe Fehleinschätzung: die beiden Formaten leisten Unterschiedliches, ergänzen sich aber hervorragend. Und ohne “Mothership” lässt sich’s im Social Web nun mal schwer navigieren. Matt spricht aber auch ein Thema an, das mir auch schon einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat:</p>
<blockquote><p>How tweets get imported into a blog is still an open question for me. I’ve seen lots of ways people have attempted it but when a blog becomes an activity stream it becomes a weak version of all the things it aggregates, less than the sum of its parts, because of the loss of context.</p></blockquote>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video-der-woche/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Video der Woche">Video der Woche</a></h2>
<p>Nach einer harten Woche in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> Land kann nur eines helfen — Katzencontent. Dieser ist so süß, dass Diabetikern vom Genuss abgeraten werden muss!</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw48-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>PS: Keine Sorge, der Katzencontent wird mir nieeeee ausgehen!</p>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>“This week in Startups” heißt der Video-Podcast von Jason Calacanis — letzte Woche waren Programmier-Guru Joel Spolsky und WordPress-Mastermind Matt Mullenweg zu Gast: absolut sehenswertes Interview für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie das populärste CMS der Welt eigentlich entstanden ist.</p>
<div align="center"><embed src="http://blip.tv/play/g7RBga%2BpBgI" type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="375" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></div>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Über gutes, schönes und richtiges (=<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/conversion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Conversion">Conversion</a>–freundliches) Copywriting ward schon viel berichtet — Justin Goffs <a href="http://www.shoemoney.com/2009/11/25/how-being-a-good-copywriter-can-make-you-more-money-as-a-blogger/" class="liexternal">Guestposting</a> bei Shoemoney enthält wenig Bla-Bla und viel praktisch umsetzbares.</li>
<li>Was sind die “wahren Gründe” für Googles Entscheidung, Chrome OS auf den Markt zu bringen? Verschwörungstheorien blühen, aber Vijay Pandurangans <a href="http://venturebeat.com/2009/11/27/what-are-googles-real-motivations-behind-chrome-os/" class="liexternal">Spekulationen</a> haben durchwegs Hand und Fuß, immerhin hat der sechs Jahre lang für Big G an einflussreicher Position gearbeitet.</li>
<li>Twitter leidet an Besucherschwund, vermeldet Nielsen. Wie wir gelernt haben, sollte man Nielsen niemals glauben und immer noch ein zweites Mal hinsehen bzw. <a href="http://www.tecchannel.de/news/2024098/twitter_besucherschwund_zugriffszahlen_ruecklaeufig" class="liexternal">reinlesen</a>.</li>
<li>Schlechte Zeiten für Raucher. Zum Siebenhundertfantastillionstenmal.  Wer raucht, altert schneller, stirb früher, stinkt und tötet seine Mitmenschen. Das hält die wenigsten vom Rauchen ab. Aber jetzt wird’s wirklich ernst: Wer seinen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/apple/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Apple">Apple</a> zum Passivrauchen zwingt, kann die Garantie auf sein Lieblingsfetischismusobjekt <a href="http://consumerist.com/2009/11/smoking-near-apple-computers-creates-biohazard-voids-warranty.html" class="liexternal">verlieren</a>!</li>
<li>Die Holzmedien lassen in ihrem Überlebenskampf nichts unversucht und kopieren jetzt die iTunes-Philosophie, um Zeitungsinhalte für Kohle <a href="iTunes für Zeitungen http://www.nytimes.com/2009/11/25/business/media/25mag.html?_r=" class="liinternal">an den User zu bringen</a></li>
<p>.</ul>
<p>Das war’s auch schon wieder für diese Woche — wir danken artig für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen uns — alle sieben Tage wieder — dass Sie unserer allwöchentlichen Rückblickerei auch weiterhin gewogen bleiben. Auf datenschmutz tut sich nächste Woche wieder einiges: zwei neue Gewinnspiele scharren in den Startlöchern, morgen gibt’s ein Interview mit Loic le Meur zu Twitter. In diesem Sinne: schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW48 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-11/einladung-zum-world-blogging-forum-2009-in-bukarest/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 22:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogging mit WordPress]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.datenschmutz.net/?p=3810</guid>
		<description><![CDATA[[ 9. November 2009 bis 12. November 2009. ] Als österreichischer A-List Blogger wurde ich gemeinsam mit Helge zum World Blogging Forum nach Bukarest eingeladen - selten habe ich mich so sehr auf eine Konferenz gefreut, denn die illustre Runde umfasst Web-Geeks aus 30 Ländern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">9. November 2009</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">12. November 2009</td></tr></table><div style="float:left;background-color:#ededed;padding-right:3px;margin-top:5px;margin-right:9px;width:230px;height:44px;border:2px solid #4a748a;"><a href="http://blog.datadirt.net/009-11/invitation-to-the-world-blogging-forum-in-bucharest/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/usa.jpg" alt="usa Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" title="usa" width="64" height="42" style="float:left;margin-right:6px;background-color:#4a748a;padding-left:3px;padding-right:3px;padding-bottom:1px;padding-top:1px;" /></a><small>Dieser Beitrag ist auch <a href="http://blog.datadirt.net/009-11/invitation-to-the-world-blogging-forum-in-bucharest/" class="liexternal"><strong>auf Englisch</strong> verfügbar.</a></small></div>
<p>Kurz vor dem Spanienurlaub erreichte mich die E-Mail Anfrage von Mihaela, ob ich denn als VIP-Gast von 9.-12. November das <a href="http://worldbloggingforum.com/" class="liexternal">World Blogging Forum</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rumaenien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rumänien">Rumänien</a>. Der Flug ist gebucht und das Hotel reserviert — selten habe ich mich so sehr auf eine Konferenz gefreut, denn die Gäste– und Sprecherliste umfasst große Namen. Die Veranstalter laden die erfolgreichsten Blogger aus 30 Ländern in die rumänische Hauptstadt ein — selbstverständlich werde ich live vom Event bloggen und twittern:</p>
<blockquote><p>The most influential bloggers in the world: The event brings together some of the most influential persons in the online media all around the world, in conferences and workshops aiming to establish clear parameters of the development of the online media.</p></blockquote>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/wbf1.jpg" alt="wbf1 Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" title="World Blogging Forum 2009" width="600" height="201" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-3810"></span></p>
<p>Natürlich ist die Einladung auch eine grandiose Gelegenheit für mich, zum ersten Mal die rumänische Hauptstadt zu besichtigen — die Veranstalter übernehmen nicht nur unsere Flug-, Hotel– und Catering-Kosten, sondern haben eine äußerst spannende Stadtführung zusammengestellt. Auch der Veranstaltungsort selbst ist ausgesprochen geschichtsträchtig: Gemeinsam mit Online–<a href="http://worldbloggingforum.com/guest-speakers/" class="liexternal">Experten aus 30 Ländern</a> werde ich im rumänischen Parlamentsgebäude über “eine bessere digitale Welt für morgen” diskutieren. Die Diskussionsthemen und damit die einzelnen Panels sind breit gestreut, sie reichen von “Blogs und Bürgerjournalismus” über “New media and renewable energy” bis hin zu Wissenschaftsblogging. Naturgemäß fühle ich mich vor allem in diesen drei Panels heimisch:</p>
<ol>
<li>How to Monetize Your Online Media</li>
<li>The future for blogging – what’s next?</li>
<li>Business and Corporate Blogging</li>
</ol>
<h3 id="toc-top-blogger-aus-30-lndern">Top — Blogger aus 30 Ländern</h3>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/wbf3.jpg" alt="wbf3 Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" title="Meet me at the WBF!" width="300" height="100" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Die <a href="http://worldbloggingforum.com/guest-speakers/" class="liexternal">Liste der Teilnehmer</a> wird laufend aktualisiert und umfasst eine bunt gemischte Crowd von Online-Unternehmern, Web Evangelisten, Beratern, Journalisten und Aktivisten: gemeinsam ist ihnen allen eine starke Neigung zu WordPress und Co. Mit dabei sind unter anderem: </p>
<p><a href="http://www.loiclemeur.com/" class="liexternal">Loïc Le Meur</a> aus den USA: der Gründer von <a href="http://www.seesmic.com" class="liexternal">Seesmic.com</a> gehört zu den bekanntesten Social Media Experten überhaupt und wurde vor kurzem vom Business Week Magazin unter die “25 most influential people on the Web” gereiht.</p>
<p><a href="http://www.ramonstoppelenburg.com/" class="liexternal">Ramon Stoppelenburg</a> aus Holland: Ramon hat nicht nur im selben Jahr Geburtstag wie ich, sondern begann auch 1998 seine Online-Publishing Karriere und wurde von der British Sunday Times 2001 zur “Internet Personality of the Year” gekürt, und zwar für seine Website <a href="http://www.letmestayforaday.com" class="liexternal">Letmestayforaday.com</a>:</p>
<blockquote><p>Over 3,577 people from 72 countries invited him over and from 2001 to 2003 he travelled through 18 countries in total, varying from Norway to South Africa and from Australia to Canada. In return for the offered hospitality he received, he wrote extensive daily reports about his whereabouts, his hosts, their life and the culture of the country he was visiting. </p></blockquote>
<p><a href="ttp://kosmopolish.com" class="liinternal">Jakub Górnicki</a> aus Polen: Jakub arbeitet als Head of Corporate Development für <a href="http://www.mixxt.com" class="liexternal">mixxt.com</a> und als Tech Evangelist für die vektorbasierte Präsentations-Software <a href="http://prezi.com"> — mich musste Jakub nicht lange überreden, ich verwende Prezi schon seit über einem Jahr und der Staun-Effekt hält nach wie vor an <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" class='wp-smiley' title="Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" /> </p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/wbf2.jpg" alt="wbf2 Einladung zum World Blogging Forum 2009 in Bukarest!" title="WBF logo" width="217" height="226" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;margin-right:0px;border:1px solid gray;" />Das ist nur eine kleine Auswahl — </a><a href="http://blog.orange.co.il/velvetunderground/" class="liexternal">Dvorit Shargal</a> aus Israel, Community-Managerin und Journalistin aus Israel, <a href="http://www.andreavascellari.com" class="liexternal">Andrea Vascellari</a>, Digitalstratege aus Finnland, <a href="http://erkansaka.net/" class="liexternal">Erkan Saka</a>, Kommunikationswissenschaftler aus der Türkei, Emin Huseynzade, Barcamp-Organisator aus Aserbeidschan, <a href="http://www.misrdigital.com" class="liexternal">Wael Abbas</a>, Menschenrechtsaktivist aus Ägypten und viele weitere spannende Gäste aus der großen weiten — und vor allem internationalen — Blogosphäre besuchen Bukarest. Ich bin nicht der einzige Teilnehmer mit österreichischem Pass: <a href="http://www.helge.at" class="liexternal">Helge</a> ist auch mit dabei.</p>
<p>Für mich das World Blogging Forum 2009 eine hervorragende Motivation, verstärkt auf <a href="http://blog.datadirt.net" class="liexternal">datadirt</a>, meinem englischsprachigen Blog, zu posten — denn der internationale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Dialog ist eine der spannendsten Seiten an der ganzen Bloggerei!</p>
<h3 id="toc-teilnahme-und-sponsoring-optionen">Teilnahme– und Sponsoring-Optionen</h3>
<p>Finanziert wird die Veranstaltung in erster Linie über eine staatliche Förderung. Doch bei dieser illustren Runde ist es für viele Firmen und Brands sowohl interessant, vor Ort zu werben als auch eigene Mitarbeiter (eine Pflichtveranstaltung für jeden “Social Media Officer”) teilnehmen zu lassen. Alle Details zu Sponsorship-Möglichkeiten finden potentielle Unterstützer <a href="http://worldbloggingforum.com/sponsorship-opportunities-wbf2009/" class="liexternal">hier</a>. Informationen zu den Teilnahmepreisen bietet die <a href="http://worldbloggingforum.com/registration/" class="liexternal">Registrierungs-Seite</a>. Corporate Passes kosten €500, Privatpersonen zahlen €200, Blogger und “Medienheinis” können sich um eine Freikarte bewerben.</p>
<p>Mehr zum World Blogging Forum 2009 dann ab 9. November — wer bis dahin am laufenden bleiben möchte, folgt <a href="http://twitter.com/wbfromania" class="liexternal">@wbfromania</a> auf Twitter. Vielen lieben Dank nochmal ans Orga-Team für Einladung — ich werde mein bestes, schlimmstes oder was auch immer notwendig ist tun, damit wir ein paar unvergessliche Tage in Bukarest verbringen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogistan Panoptikum KW36 2009</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 21:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Linzerschnitte und datenschmutz haben wie jeden Sonntag zurück geblickt, damit sie beruhigt nach vorne schauen können. Und der Gmail Ausfall war nicht das einzige Katastrophen-Highlight der vergangenen Woche!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder Sonntag, aber das letzte Wort der Woche fehlt noch, aber keine Sorge: durch Medien-Kunstausstellungen zu mäandern hält niemanden vom Rückblicken ab, ganz im Gegenteil: zumal doch in der vergangenen Woche sich Unvorstellbares zutrug — und wir sprechen hier nicht von Dominiks neuer Aufgabe als Seitenblicke-Spielertrainer. Und diese Woche gilt: only bad news are good news! Gmail war down, das Internet gehört Google, eBook Reader sind viel zu teuer, SEO ist tot und WordPress-Installationen werden gehackt: sozusagen eine Traum-Woche für den Katastrophenjournalisten in uns. Wie immer begrüßen Sie <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz herzlichst zum Höllenritt durch sieben Tage Blogosphärenwahnsinn — dieses Panoptikum ist für Leser aller Altersstufen teilweise unbedenklich.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-liebes-internet-gratulation-zum-40er" class="liinternal">Liebes Internet, Gratulation zum 40er!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ein-bisschen-twitter-theorie" class="liinternal">Ein bisschen Twitter-Theorie</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-die-gmail-misere" class="liinternal">Die Gmail Misere</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ebook-reader-noch-immer-viel-zu-teuer" class="liinternal">eBook Reader noch immer viel zu teuer</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-all-your-internets-are-belong-to-google" class="liinternal">All your internets are belong to Google</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-seo-wechsel-dich" class="liinternal">SEO, wechsel dich!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-html-5-kommt-im-laufschritt" class="liinternal">HTML 5 kommt im Laufschritt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-wie-man-wordpress-sichert" class="liinternal">Wie man WordPress sichert</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-judiths-video-der-woche-bacon-is-good-for-me" class="liinternal">Judiths Video der Woche: Bacon is good for me!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-liebes-internet-gratulation-zum-40er">Liebes Internet, Gratulation zum 40er!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Unser Lieblings-Netzwerk wurde vierzig — vor vier Dekaden begannen Len Kleinrock und sein Team am UCLA mit den ersten Tests für ein Kommunikationsnetzwerk, das verschiedene Universität verbinden sollten und einen freien Informationsaustausch ermöglichen. Uneingeschränkte Partylaune will sich bei der <a href="http://www.nytimes.com/aponline/2009/08/31/business/AP-US-TEC-Internet-at-40.html?_r=2&#038;scp=1&#038;sq=40%20years%20internet&#038;st=cse" class="liexternal">New York Times</a> dennoch nicht einstellen:</p>
<blockquote><p>There’s still plenty of room for innovation today, yet the openness fostering it may be eroding. While the Internet is more widely available and faster than ever, artificial barriers threaten to constrict its growth.<br />
Call it a mid-life crisis.</p></blockquote>
<p><a href="">Der Standard</a>, Copycat Nr. 1 unter den österreichischen “Qualitätszeitungen”, würdigt das Jubiläum mit einer würdigen Übersetzung und gibt lustigerweise als Quelle AP/APA an:</p>
<blockquote><p>Für Innovationen ist zwar sicher immer noch genug Raum da, aber die Offenheit scheint doch zu schwinden. Vielleicht erlebt das Internet ja gerade so etwas wie seine Midlife-Crisis.</p></blockquote>
<p>Vielleicht erlebt ja der Printjournalismus gerade seine End-of-Life Krise?</p>
<h2 id="toc-ein-bisschen-twitter-theorie">Ein bisschen Twitter-Theorie</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Kevin Marks’ <a href="http://epeus.blogspot.com/2009/03/how-twitter-works-in-theory.html" class="liexternal">How Twitter works in theory</a> gehört wohl zu den meist-zitierten Artikeln der Woche — bis 2007 war der Autor Head Engineer bei Technorati (und seit er für BT arbeitet, ist offensichtlich niemand mehr in der Lage, den Spider zum Arbeiten zu bewegen). Der gelernte Kommunikationswissenschaftler würde ein paar Schlagwörter samt rudimentärer Erklärung vermutlich nicht unbedingt als genuine Theorie des Micro-Blogging durchgehen lassen, aber lesenswert sind Kevins Ideen allemal:</p>
<blockquote><p>At its heart Twitter is a flow — it doesn’t present an unread count of messages, just a list of recent ones, so you don’t have email’s inbox problem — the implicit pressure to turn bold things plain and get that unread number down. Instead, you can dip in and out of it, when you have time, and what you see is notes from people you care about.</p></blockquote>
<h2 id="toc-die-gmail-misere">Die Gmail Misere</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Okay, ich geb’s zu: der rund 100 Minuten dauernde Gmail-Ausfall von letzter Woche ist mir nicht einmal aufgefallen, allerdings nutze ich Googles Kommunikationsservice auch lediglich auf meinen Homepages als relativ spam-resistente öffentliche Kontaktadresse und Durchgangsstation zu meinem “richtigen” Mailserver. Geschuldet war der eher ungewöhnliche Ausfalle laut <a href="http://gmailblog.blogspot.com/2009/09/more-on-todays-gmail-issue.html" class="liexternal">Gmail Blog</a> überforderten Routern:</p>
<blockquote><p>At about 12:30 pm Pacific a few of the request routers became overloaded and in effect told the rest of the system “stop sending us traffic, we’re too slow!”. This transferred the load onto the remaining request routers, causing a few more of them to also become overloaded, and within minutes nearly all of the request routers were overloaded. As a result, people couldn’t access Gmail via the web interface because their requests couldn’t be routed to a Gmail server. IMAP/POP access and mail processing continued to work normally because these requests don’t use the same routers.</p></blockquote>
<p>Dieses Szenario wird sich laut Google nicht mehr wiederholen, veranlasste aber Joe Kissell auf <a href="http://www.macworld.com/article/142570/2009/09/desktopmail.html" class="liexternal">Macworld.com</a> zu einem Lob des Desktop-E-Mail Clients. Grundsätzlich teile ich ja Joes Meinung, aber dieses Argument bestätigt durchaus totgeglaubte Vorurteile gegenüber Mac-Usern:</p>
<blockquote><p>I’ll still take a desktop e-mail client (such as Apple Mail, Microsoft Entourage, or Mozilla Thunderbird) any day. Why? Well, there is the issue of outages like the one Gmail experienced this week. I like to be able to access my e-mail whenever I want.</p></blockquote>
<p>Man fühlt sich versucht, ins Kontaktformular zu schreiben: “It’s in the server, st00pid!” Im Zeitalter des mobilen E-Mail Zugangs macht Pop3 einfach keinen Sinn mehr — und wenn die Gegenstelle, spricht der Mailserver, nicht mehr will, dann hilft auch der beste lokale Client nicht weiter… aber meist ist bloß ein bisschen Geduld gefragt, also nicht gleich ausfreaken, wenn mal ein paar Minuten nix geht, meint <a href="http://jkontherun.com/2009/09/04/this-weeks-gmail-outage-its-only-email-get-over-it/" class="liexternal">JK</a>:</p>
<blockquote><p>I heard all kinds of complaints when Gmail went down. People saying that email service X would never go down like that. Or others saying that Google OWED us to keep Gmail up and running. Give me a break, stuff happens. When I was in the corporate world it was oh, so common to hear employees at some large company or another wandering down the halls claiming that “email is down again.” And this is the fancy corporate Exchange Server that only has to keep their own employees working. Stuff happens.</p></blockquote>
<h2 id="toc-ebook-reader-noch-immer-viel-zu-teuer">eBook Reader noch immer viel zu teuer</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> 199$ klingen nicht gerade nach Luxusgegenstand – so viel kostet Sonys neuer eBook Reader bei Amazon.us. Aber das ist den meisten potentiell digitalen Leseratten immer noch viel zu teuer, wie eine aktuelle <a href="http://www.forrester.com/Research/Document/Excerpt/0,7211,53824,00.html" class="liexternal">Studie</a> von Forrester Research belegt:</p>
<blockquote><p>Even among frequent readers with a household income above $75,000, current prices put e-book devices firmly in the expensive luxury category. Forrester’s survey of 4,700 online consumers in the U.S. found average consumers believe the value of e-book readers to be between $50 and $99, well below the cheapest reader on the market today. Only 14 percent of consumers said that prices of $199 or higher fall even within the “It’s expensive but I might consider it” range, according to Forrester.</p></blockquote>
<p>Da liegt der Gedanke an die Preisstützung beim Handy natürlich nahe: wenn digitale Inhalte über Abos vertrieben werden sollen, dann brauchen die Lesegeräte allerdings mindestens WiFi, wenn nicht gar UMTS oder zumindest EDGE — die meisten derzeit verfügbaren Reader lassen sich allerdings bloß per USB-Kabel mit Lesestoff füttern. Wird wohl doch noch ein paar Wochen dauern, bis die Mediaprint-Druckerei völlig arbeitslos wird.</p>
<h2 id="toc-all-your-internets-are-belong-to-google">All your internets are belong to Google</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://www.johnon.com/696/googlestorm.html" class="liexternal">John Andrews</a> trifft wie immer den Nagel auf den Kopf, wenn er die Markt-Dominanz von Big in G in einem aktuellen Posting thematisiert:</p>
<blockquote><p>Eric Schmidt, the guy who thinks Wikipedia is the greatest gift to mankind ever created by man, has web publishers (and domain owners) in his cross hairs. If Google succeeds, no one needs a domain name and no one needs to create a brand. They just need to submit to Google, and then, perhaps if Google has not completely satisfied the users with “the answer”, provide a way to be contacted or a server IP for a web site for further reading (perhaps through the Google Profile conduit).</p></blockquote>
<p>Diese technologische Total-Abhängigkeit zeichnet sich schon längst am Horizont ab — das Beispiel China zeigt, wie perfekt sich Suchtechnologie und Kontrollbedürfnis vereinbaren lassen. Google gestaltet unsere Vorstellung vom Netz, das schlichte Eingabefeld wurde zu unserem Haupt-Interface bei der Informationserschließung — schon jetzt bestimmt ein einzelner Gatekeeper über Quellenrelevanz. Was John zu seinem Posting veranlasst hat, war dieses Zitat von Eric Schmidts über die Zukunft seiner Suchmaschine auf <a href="http://www.techcrunch.com/2009/09/03/google-ceo-eric-schmidt-on-the-future-of-search-connect-it-straight-to-your-brain/" class="liexternal">TechCrunch</a>:</p>
<blockquote><p>So I don’t know how to characterize the next 10 years except to say that we’ll get to the point — the long-term goal is to be able to give you one answer, which is exactly the right answer over time… what I’d like to do is to get to the point where we could read his site [the definitive authority on a particular searched query] and then summarize what it says, and answer the question.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Eric will das Web abschaffen und alle öffentlichen Webseiten dieser Welt zu Zulieferern degradieren. Schöne Aussichten… das wär’s dann mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Thema “Meinungsvielfalt”, wenn man bedenkt, dass schon jetzt 90% aller Suchen über einen einzige Anbieter laufen.</p>
<h2 id="toc-seo-wechsel-dich">SEO, wechsel dich!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://www.shoemoney.com/2009/09/03/seos-need-to-adapt-or-die/" class="liexternal">Jeremy</a> hat völlig Recht: wer als SEO seine Arbeit nicht klar rechtfertigen kann, hat bald keinen Job mehr. Die Aura des Mysteriösen ist verflogen, gutes Linkbuilding ist ebenso mühsam wie teuer, und mit simplen Tricks kommt man nicht mehr weit — was die Arbeit auch unglaublich öde macht, denn schlecht positioniert sind nur noch Seiten mit gravierenden technischen Fehlern oder gravierendem Fehlverständnis für den Keyword-Longtail:</p>
<blockquote><p>SEO Agencies providing client work are a dying breed. Especially when any monkey can have wordpress or any other CMS system up and running in 5 minutes and totally SEO’d as much as needed.<br />
Noticed a trend it what dominates most search results lately? Wikipedia and wordpress blogs. How many SEO’s do you think they hired ? =P</p></blockquote>
<p>Tja, waren ein paar lustige Jahre, und es kann nicht schaden, zu wissen, wie man eigenen und Kundenseiten das gewisse Extra an SM-Traffic verschafft… aber warum man seinen Berufsalltag freiwillig mit Linkbuilding verbringen wollen sollte, ist mir ein Rätsel <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW36 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> </p>
<h2 id="toc-html-5-kommt-im-laufschritt">HTML 5 kommt im Laufschritt</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Runde Ecken via CSS? Zukünftig alles kein Problem mehr… oder doch? Die Versionsumstellung bringt nicht nur mehr Programmier-Komfort, sondern auch einige gravierende Neuerungen, die David Eisenberg auf <a href="http://www.alistapart.com/articles/get-ready-for-html-5/" class="liexternal">A List apart</a> übersichtlich inklusive weiterführender Links zusammenfasst. Trial und Error bleibt ambitionierten Webdesignern natürlich nicht erspart:</p>
<blockquote><p>By doing this, you’ll find out what works and what doesn’t. For example, I discovered that, as of this writing, Firefox 3.5 treats elements like article and section as display:inline, and I had to explicitly set them to display:block to make them work as expected.</p></blockquote>
<p>Eine der wohl wichtigsten Änderungen sind die neuen Strukturierungselement: während man bisher mit verschiedenen div-KLassen arbeitete, bringt HTML5 diverse dezidierte Block-Elemente wie “nav” (für die Navigation), “footer” und “article” mit, die Lachlan Hunt in <a href="http://www.alistapart.com/articles/previewofhtml5/" class="liexternal">diesem Beitrag</a> im Detail beschreibt. Interpretiert wird der neue Mark-Up Standard derzeit von Chrome, Firefox 3.5, Opera und Safari — Microsofts IE übt sich bislang in vornehmer Zurückhaltung, was die Verbreitung wohl ein wenig bremsen dürfte.</p>
<h2 id="toc-wie-man-wordpress-sichert">Wie man WordPress sichert</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Unliebsame Eindringlinge gibt’s nicht nur im richtigen Leben: auch virtuell mussten sich in den letzten Woche und Monaten einige Blog-Betreiber über ungebetene Gäste ärgern — die Ursachenforschung ergibt in 99% der Fälle hochgradig monokausales Verschulden: denn sobald ein sicherheitskritisches WordPress-Update auftaucht, sollte dieses so zeitnah wie möglich installiert werden: ist eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sicherheitsluecke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sicherheitslücke">Sicherheitslücke</a> erst einmal bekannt, dauert es in der Regel nicht lange, bis sie nach Strich und Faden ausgenützt wird. Das <a href="http://wordpress.org/development/2009/09/keep-wordpress-secure/" class="liwp">WordPress Blog</a> rät aufgrund eines aktuell grassierenden Wurms nachdrücklich von Laissez-Faire Taktiken ab:</p>
<blockquote><p>A stitch in time saves nine. Upgrading is a known quantity of work, and one that the WordPress community has tried its darndest to make as easy as possible with one-click upgrades. Fixing a hacked blog, on the other hand, is quite hard. Upgrading is taking your vitamins; fixing a hack is open heart surgery. (This is true of cost, as well.) […] The only thing that I can promise will keep your blog secure today and in the future is upgrading.</p></blockquote>
<p>Dem kann man nur zustimmen — es gibt zwar diverse <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/search.php?q=security" class="liwp">Security-Plugins</a>, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht: also lieber nicht slacken und sofort den ftp-Client oder die automatische Update-Funktion anwerfen, denn Vorsicht ist in diesem Fall definitiv besser als Nachsicht. [via <a href="http://ma.tt/2009/09/keep-wordpress-secure/" class="liexternal">ma.tt</a>]</p>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p>Bei diesem hübschen Kerlchen handelt es sich um einen blauen <a href="http://www.flickr.com/photos/tambako/3721167475/" class="liexternal">Pfeilgiftfrosch</a>, den <a href="http://www.flickr.com/photos/tambako/" class="liexternal">Tambako</a> im Züricher Zoo mit seiner 105er Makrolinse zu einer Modelling–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/session/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Session">Session</a> überreden konnte. Ich glaub, ich muss demnächst mal nach Zürich. Und: ob blau, ob grün: Frösche sind einfach verdammt fotogen! Vielleicht sollte ich diese Rubrik in “Froschfoto der Woche” umbenennen.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/08/wochenfrosch1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[3645]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/08/wochenfrosch1-600x398.jpg" alt="wochenfrosch1 600x398 Blogistan Panoptikum KW36 2009" title="Frosch der Woche" width="600" height="398" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>Walter5.15 produzierte, führt Regie und schnitt diesen Kurzfilm — gedreht wurde im National Black Theatre in Harlem, das gesamte Set hat das Team selbst gebastelt: visuell ziemlich nett, vielleicht ein bisschen länger als nötig — aber insgesamt sehr stimmig:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche-bacon-is-good-for-me">Judiths Video der Woche: Bacon is good for me!</h2>
<p>Schön, wenn es einem so gut geht, dass man sich über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ernaehrung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ernährung">Ernährung</a> Gedanken machen kann. Manche von uns werden von der Kinesiologin ihres Vertrauens auf eine Beinahe-nur-Wasser-Diät gesetzt, andere lassen sich auf TCM ein und beschäftigen sich seitdem mit den wunderlichen Welten kühlenden und hitzebringenden Nahrungsmittel — die meisten von uns haben lange genug an ihrer Frustrationstoleranz gearbeitet um die Freuden verzögerter  bzw. “nachhaltige” Gratifikation zu schätzen. Doch manch rebellischer Jungspund steht noch für seine Ideale (Speck!) ein und lässt sich von nichts und niemandem etwas sagen, schon gar nicht, solange er schneller als die Ernährungberaterin auf ihren “little high heels” ist.</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="EmbedPlayer" width="400" height="350" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=390339&amp;activeClipId=450946"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" quality="high" bgcolor="#FFFFFF" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" align="middle" play="true" loop="false" quality="high" allowScriptAccess="sameDomain" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=390339&amp;activeClipId=450946" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></param></object><br /><a href="http://atv.at/contentset/390339-Der%20Kampf%20um%20den%20Speck/450946/0" class="liexternal">Der Kampf um den Speck</a> auf <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV.at</a></div>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Marketeers haben wenig Zeit, daher erfreuen sich Listen großer Beliebheit. Ohne weitere Verzögerung daher: <a href="http://webworkerdaily.com/2009/07/21/32-ways-to-use-facebook-for-business/" class="liexternal">32 Ways to Use Facebook for Business</a>.</li>
<li>“hehe, tomorrow I’m going to bed at night, cos I’m tired and I will sleep well. Lol.” Theoretisch müsste dieser Tweet unzählige Male retweetet werden. Dan Zarella hat sich angesehen, welche Keywords am häufigsten in Retweets vorkommen — und das Ergebnis ist… erstaunlich <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk Blogistan Panoptikum KW36 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://danzarrella.com/the-20-least-retweetable-words.html" class="liexternal">How to increase Retweets on your Tweets</a></li>
</ul>
<p>Das waren unsere letzten sieben Tage im Schnelldurchlauf — wir danken für Ihre Whuffies (so nennt Tara Hunt die Währung der Aufmerksamkeit), bleiben Sie uns gewogen und schauen Sie nächste Woche wieder rein, wenn es heißt: “Artisten, Tiere, Attraktionen: alles virtuell”. Wir wünschen einen schönen Restsonntag und poken uns morgen im Social Web.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW36 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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Database Caching 36/252 queries in 0.081 seconds using disk: basic
Object Caching 15573/15978 objects using disk: basic

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