Am diesjährigen Klagenfurter Barcamp haben die Macher von Fluid Forms einen Vortrag über 3D-Drucker gehalten, der mich schwer beeindruckt hat. Zwar stellte sich in der anschließenden Diskussion recht schnell heraus, dass 3D-Drucker, die Teile für andere 3D Drucker drucken, die sich dann auch noch selbst zusammenbauen, in recht weiter Ferne liegen (also vorerst Terminator-Entwarnung!), aber auch der aktuelle Status des individuellen Produktdesigns ist nicht von schlechten Eltern. Denn wenn jeder Kunde zukünftig seine eigene Gebrauchsgegenstände individuell plant und diese problemlos in Kleinstserie (=1 Stück) produzieren lassen kann, dann verändert diese Technologie mittelfristig das gesamt Produktdesign und definiert das Verhältnis zwischen Designer, Produzent und Konsument völlig neu. Wie das Fluid-Forms Setup funktioniert, zeigt dieses Intro-Video:
Konsequenz und Durchhaltevermögen sind in der Blogosphäre bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Aber zum effektiven Arbeiten braucht man auch das richtige Werkzeug, und nach meinen gestrigen relativ frustrierenden Erfahrungen beim HD-Video-Schneiden war es Zeit für ein "kleines" Hardware Upgrade. Obwohl ich immer noch Angst vor dem ersten Mal habe, wollte ich mir eine Premiere gönnen: einen fertig zusammengebauten, von mir konfigurierten Rechner, quasi ein bisschen Aufpreis für mehr Komfort. Man wird ja älter und bequemer... aber die Hardwaregier lässt nicht nach.
Denn als ich von Ditech telefonisch erfuhr, dass der Zusammenbau rund sieben Werktage dauern würde, beschloss ich, nach der Oldschool-Methode vorzugehen. Also rein ins Auto, einen Sack voller Hardware nach Hause geschleppt und den Schraubenzieher ausgepackt. Der Wechsel von meiner betagten AMD-CPU zu einem Intel Core 2 Quad Q9550 mit 4GB RAM, einem schnellen Asus-Board und 2TB Pladdenspeicher sollte sich beim Videoschneiden und Multitasken auf jeden Fall auszahlen. Weitere Anforderung: ein möglichst flüsterleises System. Also ein schallgedämmtes Gehäuse (erstmals SilentMaxx statt wie bisher Chieftech + selber mit Matten ausgeklebt), Silent Boxes für beide Platten, ein super-leiser Zalmann-Prozessor-Kühler und eine mittelmäßig leistungsfähige (ich bin kein Gamer), aber dafür passiv gekühlte Grafikkarte (Asus EN6800GT Silent) und temperaturgeregelte, leise Großformat-Gehäuselüfter sowie ein luxuriöses 650 Enermax Silent Netzteil. Der Soundblaster X-Fi Extreme mit 5 1/4 Breakout-Box war leider gerade nicht lagernd, der wird später noch nachgerüstet. Und so sah das die ganze Chose ganze originalverpackt aus:

Etliche Schraubendrehungen später war die Kiste dann fertig verschraubt, die drei Stunden Bastelspaß waren das reinste Vergnügen. Als dann alles fertig war und die Kiste partout auf den Einschaltknopf nicht reagieren wollte, wurde ich kurzfristig nervös - dabei war ja bloß der Taster nicht richtig angeschlossen... jetzt installier ich gerade das Betriebssystem (XP, schließlich will ich von der Leistungssteigerung ja auch was merken), und irgendwann im Lauf des Wochenendes werd ich dann Tekknokillah (meinen alten Rechner) in Pension schicken und meine Blogbeiträge in Zukunft mit SiFu (so heißt der neue im Netzwerk) schreiben. Und währenddessen HD-Videos editieren.
